Entrechtete Mütter: Zwangsadoptionen in der Bundesrepublik

Gegen den Strom

Danke E..!

Martina Gutensohn lernte ihre leibliche Mutter erst mit über 40 Jahren kennen. Schnell erkannte sie die Abgründe eines Systems, das alleinerziehende Mütter über lange Zeit zwang, ihre eigenen Kinder abzugeben. Scham, Schuldgefühle und veraltete Gesetze der 60er-Jahre zementierten diesen Zustand.

Von Sabine Adler

Bei schönstem Frühlingswetter zieht es die Berliner am 17.04.1964 in die Grünanlagen, wie hier am Lietzensee. (dpa / picturte alliance)

Schöne Fassade – doch vor allem alleinerziehende Mütter hatten es in den 60er Jahren mit veralteten Gesetzen zu tun – so stand ein Kind einer alleinerziehenden Mutter bis 1970 unter Vormundschaft (dpa / picturte alliance)

„Ich bin nicht das Opfer der Geschichte“, möchte Martina Gutensohn von vornherein klarstellen.„Also ich hab‘ da wenig Probleme. Da gibt es eigentlich kaum was, wo ich nicht darüber reden könnte. Das Opfer sind diese Mütter.“

Zu den Opfern zählt Martina Gutensohn auch ihre Mutter. Und weil Mütter wie ihre nie darüber sprechen werden, was ihnen widerfahren ist, entschloss sich die 61jährige Tochter, die heute in Salem am Bodensee lebt, die…

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