Das englische Wort „noise“ (deutsch: Lärm) stammt vom lateinischen Wort nausea ab, was übersetzt Schmerz bedeutet

Das englische Wort „noise“ (deutsch: Lärm) stammt vom lateinischen Wort nausea ab, was übersetzt Schmerz bedeutet – und genau das erfahren wir, wenn wir uns lauten Umgebungen aussetzen, besonders wenn wir geräuschempfindlich sind. Wenn Lärm ein chronisches Problem wird, leidet darunter letztlich unsere Gesundheit.

Daniel A. Gross schreibt in This Is Your Brain on Silence

“Studien zur menschlichen Physiologie helfen zu erklären, wie ein unsichtbares Phänomen einen solch ausgesprochen starken physischen Effekt haben kann. Klangwellen bringen die Ohrknöchelchen zum Vibrieren, die die Bewegungen an die Hörschnecke übermitteln. Die Hörschnecke wandelt physikalische Vibrationen in elektrische Signale um, die das Gehirn aufnimmt. Der Körper reagiert sofort und stark auf diese Signale, sogar mitten im Tiefschlaf. Die neurophysiologische Forschung vermutet, dass Lärm zuerst die Amygdala aktiviert: Cluster von Neuronen, die ihren Sitz im Temporallappen des Gehirns haben und in Verbindung zum Gedächtnis und zu den Emotionen stehen. Die Aktivierung hat einen sofortigen Ausstoss von Stresshormonen, wie Cortisol, zur Folge. Menschen, die ständig in lauten Umgebungen leben, haben oft chronisch erhöhte Werte an Stresshormonen.“

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