Die Düngeverordnung – ein Schlag gegen die Landwirtschaft — S&G 43


hag. Im März 2020 wurde ge-
gen den erbitterten Widerstand
der Landwirte die neue Dünge-
verordnung (DVO) verab-
schiedet. Sie stellt einen der
umfassendsten Einschnitte in
die deutsche Landwirtschaft dar,
müssen doch jetzt z.B. in Gebie-
ten mit nitratbelastetem Grund-
wasser die Düngemengen um
20 % gekürzt werden. Dies führt
zu deutlichen Einkommens-
verlusten, da sich die Qualität
und die Höhe der Ernte ver-
ringert. Der Widerstand der
Landwirte richtet sich jedoch
nicht pauschal gegen die neue
Verordnung, sondern gegen ihr
fragwürdiges Zustandekommen.
Das deutsche Bundesumwelt-
ministerium hatte nämlich jahre-
lang nur die Messstellen mit den
höchsten Nitratwerten an die
EU gemeldet, wodurch die EU-
Kommission Deutschland er-
folgreich vor dem EuGH* ver-
klagen konnte und die neue
DVO erzwungen wurde. Da-
rüber hinaus wurde von Gut-
achtern festgestellt, dass z.B. in
Mecklenburg-Vorpommern,
Sachsen und Niedersachsen über 50 % der Grundwasser-
Messstellen nicht die gesetz-
lichen Anforderungen erfüllen
und teilweise sogar Müll-
deponien für die hohen Nitrat-
werte verantwortlich waren. Mit
fragwürdigen Daten wurde eine
Dramatik vorgetäuscht, die in
dieser Weise nicht existierte.
Anstatt also nur dort anzusetzen
wo es wirklich notwendig ge-
wesen wäre, wurde die ganze
Landwirtschaft als Umwelt-
sünder abgestempelt und mas-
siv geschädigt. Absicht? [3]

*neben dem eigentlichen Beruf

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