Green Deal – planmäßiger Ruin für kleine Bauern? — S&G 43


jmr./hrg. Mit dem „Green Deal“
will die EU bis 2030 die Treibhaus-
gasemissionen um 55 % reduzieren.
Nach einer Studie des Joint Re-
search Centre der EU-Kommission
werden dadurch die Lebensmit-
telerträge der Landwirte im zwei-
stelligen Prozentbereich zurück-
gehen. Neben einer drastischen
Verteuerung der Lebensmittel be-
deutet dies, dass die Einkünfte der
Bauern stark sinken. Darüber hin-
aus rechnet der Gießener Agraröko-
nom Professor Rainer Kühl auch
noch mit einem Investitionsbedarf
von 3,1 Milliarden Euro für die
Landwirte, um sich den geänderten
Produktionsbedingungen anzupas-
sen. Um die Folgen des Green
Deals für die Landwirte zu kom-
pensieren, müsste der Staat laut
Berechnungen der Uni Kiel insge-
samt über 5 Milliarden Euro pro
Jahr an die Bauern zahlen. Zur Ver-
fügung stehen jedoch nur 1,1 Milli-
arden Euro. Somit wird die
Hauptlast wieder den Bauern aufge-
bürdet, wovon insbesondere die
kleinen Familienbetriebe existenzi-
ell betroffen sind. Da diese, wie es
das Beispiel Österreich zeigt, viel-
fach Vorreiter beim Klimaschutz
und Vorbild für ganz Europa sind,
zerstören die geplanten Maßnah-
men der EU genau die Betriebe,
von denen man lernen könnte, wie
Klimaschutz im Einklang mit der
Landwirtschaft möglich ist. Kann
es daher sein, dass unter dem Deck-
mantel des Klimaschutzes gezielt
die kleinen Bauern ruiniert wer-
den? [5

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