Vom Abschied. Vom 11. September. Vom Erkenntnisgewinn. — clubderklarenworte

Am Anfang ist immer der Abschied

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser,

am Anfang ist immer der Abschied.

Sechs Worte, ein Satz, der eine ganze Welt an Bildern und Emotionen eröffnet. 
Nur sechs Worte, denen es gelingt, Hoffnung und Trauer, Unsicherheit und Erleichterung zugleich zu beschreiben. Sinnhaft aufgereihte Wörter, die es schaffen, Trost zu spenden und Mut aus ihnen zu schöpfen. Sechs Worte, die das Oben und das Unten verbinden. Sechs Worte, die den Schmerz des Herzens und zugleich dessen große Flatter erfassen.

Ein Satz, der persönlich oder politisch gelesen werden könnte.
Ein einziger Satz wie ein ganzes Buch.

Es ist ein Satz, der dem zeitgenössischen Dramatiker Botho Strauß zugesprochen wird.

Sie haben an dieser Stelle ein paar Wochen nichts lesen können, weil ich persönlich einen Abschied nehmen musste, für den eine eigene Zeitrechnung galt. Ich schreibe Ihnen dies nur, weil einige unter Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, besorgte oder gar ungeduldige Post schickten mit der Frage nach dem Verbleib von Publikationen. Dies zeigte mir selbst in meiner Trauer, dass wir wohl in besonderer Weise miteinander verbunden sind. Sie dürstet es nach Informationen und der Idee einer Einordnung von Ereignissen fernab des Tagesgedröhns der unreflektierten Contentschleudern, zu denen die uns so vertrauten übermächtigen Medienmarken mutieren.

Dieses mir entgegengebrachte Vertrauen weiß ich sehr zu schätzen, ich will verantwortungsvoll damit umgehen.

Abschiede können sich heranpirschen auf leisen Pfoten oder brachial und unkontrolliert herausplatzen wie eine Gottschalk-Zote. In diesen Zeiten müssen sich Menschen oft verabschieden. Ungewollt und nicht selten schleichend. Von lieben Freunden, die anders denken, von lieb gewonnenen Gewohnheiten, die sie anders kannten, oder vertrauten Politik- und Mediengesichtern, die sie einst anders sahen. Sie sind enttäuscht worden von Informationsquellen, die sie ein Leben lang begleiteten. Nach der Phase der Agonie haben nicht wenige von ihnen wieder angefangen, selbst zu denken und selbst zu sehen.

Am Anfang ist immer der Abschied.
  Es scheinen die Zeiten so sehr geprägt von der emotionalen Abschied-Anfang-Achterbahn wie vielleicht zuletzt jene Zeit um den 2. September 1945. Sei’s drum, ich nehme jetzt auch Abschied von der Sorge, Sie könnten mich verorten wollen, wo unaufgeklärte Geister gern freie Publizisten hinstellen: an den politischen Rand. Am Rand stand ich das letzte Mal, als ich auf dem Bolzplatz erneut der Letzte war, der in eine Mannschaft gewählt wurde. Das liegt daran, dass ich schon als kleiner Junge Fußball besser gucken als spielen konnte. Damals war es mir unangenehm, heute wäre es mir wurscht, wenn man mich nur eines Randes würdig befände. Denn mit Ihnen weiß ich mich in der Mitte jener, die den erweiterten Blick, den Perspektivenwechsel, schätzen. Etikettierungen sind Sache des Groß- und Einzelhandels, neuerdings leider auch in überbordendem Maß der Kaste der Lautsprecher in Politik und Medien. Deswegen lassen Sie uns hier den etikettenfreien und geschützten Raum der Neugier pflegen und das Aushalten von überraschenden Widersprüchen üben und bewahren. Lassen Sie den Club der klaren Worte den virtuellen Raum des unbetreuten Denkens und ein Hort des Diskurses sein, der schutzbedürftiger scheint als je zuvor. Wenn ich selbst mal nicht trittsicher erscheinen sollte, üben Sie sich bitte in Nachsicht. Das Gelände, in dem ich mich bewege, ist unsicher, vermint, zudem kameraüberwacht. Ob Sie politisch backbord oder steuerbord stehen, ist hier an Bord unerheblich, lassen Sie uns als feine Gesellschaft offen bleiben; aber kritisch jene begleiten, die zum Wohle weniger unsere lieb gewonnenen Werte und Normen durch ihr politisches Handeln einschmelzen und umformen wollen. Das Vermögen, Perspektivenwechsel einnehmen zu können und auch zuzulassen, ist ein elementarer Wirkstoff einer freien Presse, es ist ein wichtiger Bestandteil eines Elixiers für eine kränkelnde Demokratie. Aus diesem Grund veröffentliche ich hier einen Text, der in der deutschen mutlosen Mainstreampresse wohl keine Chance hätte, gelesen werden zu können, weil er in vielfacher Weise Perspektiven wechselt und geradezu Unerhörtes erlaubt. Eldad Beck ist ein israelischer Journalist und Autor. Als Deutschlandkorrespondent hat er für die größte Tageszeitung Israels, „Israel Hayom“, ein Interview mit Dr. Götz Frömming geführt.

Frömming ist parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion und neben diversen Engagements auch Mitglied im Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung.

Das Interview im hebräischen Original lesen Sie hier. Ich stelle es Ihnen in deutscher Übersetzung zur Verfügung. Möge es Ihnen einen informativen und unterhaltsamen Erkenntnisgewinn ermöglichen.
 
Zum Interview mit Götz Frömming als PDF (Download)


Generation 9/11

Am 11. September 2001 saß ich am Nachmittag, noch in meinen Dreißigern, im Büro. An der Wand hing ein TV-Gerät. Es lief CNN, wie sehr oft in jenen Jahren. Mitten in meinem Tun war ich plötzlich live Augenzeuge des Armageddon der Neuzeit. Des Einsturzes der Twin Towers in Manhattan.

Jahre zuvor hatte ich dieses World Trade Center mehrfach besucht. Im 107th Floor saß ich im „Windows on the World“, jenem Restaurant, das oft als „the most spectacular restaurant in the world“ beschrieben wurde. Ich weiß noch heute, wie es sich anfühlte, jugendlichen Spaß auf dem Dancefloor, direkt an den Fensterscheiben, zu haben. Jenes Gefühl und das Herzrasen beim späteren Anblick des Unglaublichen habe ich bis heute nie zusammengebracht. 

Die Welt wurde an jenem Septembertag vor etwas mehr als 20 Jahren eine andere. Sie wissen es alle. Viel ist seitdem über diesen Tag und den Einsturz der Türme geschrieben und gezeigt worden.
Mein Exemplar der BILD-Zeitung des Tages danach hatte ich archiviert, weil ich mitten im Schock verstand, es ist ein Zeitzeugnis von lebenslanger Bedeutung.

Warum sich also diesem welthistorischen Tag so viel später noch mal zuwenden? Vielleicht gerade jetzt, weil viele von uns in den Zeiten des Coronakomplexes gelernt haben, dass es einen Unterschied zwischen Wirklichkeit und Medienwirklichkeit gibt. Vielleicht, weil unsere politische Umbruchzeit Sie sensibel gemacht hat und kritisch für die Sprache der Medien. Vielleicht, weil sich viele von Ihnen nunmehr notgedrungen medienanalytische Kompetenz erarbeitet haben und auch die größte Terrorkatastrophe der Neuzeit und die Erzählungen darüber dechiffrieren können und wollen.

Vielleicht, weil ein analytischer Blick heute auf dieses Ereignis von gestern hilft, das Jetzt besser zu verstehen.

Dr. Ansgar Schneider ist Physiker, Mathematiker und hat eine Zeit seines Lebens mit der akribischen physikalischen Analyse der Einstürze der Türme verbracht. Das klingt trocken und spröde.
Mein Versprechen einer spannenden Zeit und eines Erkenntnisgewinns gebe ich Ihnen hiermit ab. 

Nehmen Sie sich Zeit und Alkohol zur Seite, der Vortrag geht über 120 Minuten und Sie werden nicht einschlafen. Wenn Sie ihn auf einer Autofahrt schauen oder eben hören, vergeht die Fahrt schneller, als Sie fahren. 
Mir erschien sein forensischer Vortrag wie ein Krimi. Schneider erscheint mir wie ein Tatortreiniger.

Damit dieser Vortrag nicht auf Youtube gebannt werden kann, sehen Sie ihn derzeit ausschließlich auf der Plattform clubderklarenworte.de frei zugänglich, eine Woche nach dem Versand des Newsletters. Das ist gut so. Danach wollen wir einen Unterstützungsbeitrag erheben, um die Streamingkosten abzudecken, die ja auf unserer Seite anfallen.

Ich freue mich aber auch, wenn Sie unsere Arbeit schon zuvor freiwillig unterstützen möchten, um Ihnen diesen publizistischen Service weiter anbieten zu können.

Mehr über Dr. Schneider erfahren Sie zuvor in diesem Video hier, das Sie frei auf Youtube sehen können.
https://youtu.be/tjbq8X4KH_Y

Zum Vortrag „Der 11. September 2001 aus der Sicht der Physik.“

Wenn es Sie nach Poesie dürstet, werfen Sie gern einen Blick auf diese Seite; und sollte Ihnen der Humor abhandenkommen, was gefährlich für Ihr Wohlergehen wäre, schauen Sie gern hier vorbei.  Es handelt sich um einen Leak, der mir anonym zugespielt wurde. Wenn Ihnen dabei das Lachen im Halse stecken bleibt, empfehle ich Ihnen den Lauterbacher Tropfen. Diesen hat mir ein aufmerksamer Leser mal freundlicherweise zugesandt. Natürlich ein Magenbitter! Kurioserweise ist er giftgrün. Danke nochmals dem freundlichen Spender, der hier zum großen Leserkreis gehört. Für den Moment nehme ich Abschied von Ihnen, stehe aber schon am Anfang einer neuen Publikation. Sie wissen ja –   Ihr Markus Langemann   PS: Wenn Sie Ihren Kreis auf diesen kostenlosen Newsletter aufmerksam machen möchten, freue ich mich sehr. So sind Sie ein Marketingvolunteer und unsere Club-Gemeinschaft der freien Geister wächst. Danke sehr.
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