Das Gute liegt nah — ZEITPUNKT

Man verwende Gesetze, die alt,
und Nahrungsmittel, die frisch sind.
Periander von Korinth

Liebe Leserinnen und Leser

Die Themen sind schon lange auf der Agenda der ökosozialen Bewegung. Aber mit der wachsenden Versorgungskrise haben sie deutlich an Bedeutung gewonnen: Die Entglobalisierung und die Relokalisierung.

Die Begriffe sind etwas sperrig, aber ihr Ziel ist einfach: Die Wirtschaft wieder in die Hand der Menschen zu bringen und die regionalen Kreisläufe zu stärken. Denn jedes Mal, wenn wir ein Weltmarkt-Produkt kaufen, fliesst Geld ab und die lokalen Sozial-Kosten steigen.

Die Idee der Globalisierer ist einfach, aber so kurzsichtig, dass sie schon wieder falsch ist: dort arbeiten lassen, wo die Menschen wenig verdienen und dort verkaufen, wie man viel verdient.

Dass dies nicht lange gut gehen kann, merken wir jetzt an steigenden Preisen, Versorgungslücken und Konflikten.

Helena Norberg-Hodge, englisch-australische Wissenschaftlerin,Umweltaktivistin und Direktorin von Local Futures hat vor drei Jahren den «World Localization Day» im Juni ins Leben gerufen, der sich inzwischen zu einer internationalen Aktionswoche entwickelt hat. Helena Norberg-Hodge über den World Localization Day. Wir möchten die Aktion unterstützen, indem wir auf unserer Website über Projekte der lokalen Vernetzung berichten und Anlässe von Gruppen bewerben.

Dies ist gleichzeitig eine Aufforderung an lokale Gruppen, Netzwerke und Projekte, die zweite Hälfte des Monats Juni zu nutzen, um mit einem Anlass an die Öffentlichkeit zu treten. Der Zeitpunkt hilft mit Informationsarbeit.

Senden Sie bitte Informationen über Ihr Projekt oder Ihren Anlass an Marcos Miramontes. Er wird für einen Hinweis im Newsletter oder einen Bericht auf der Website besorgt sein.

Mit den Schäden der unkontrollierten Globalisierung hat sich auch unsere Mitarbeiterin Nicole Maron beschäftigt. Sie hat zusammen mit Vidal Merma (Peru) einen Dokumentarfilm über das Glencore-Bergwerk Antapaccay in Espinar (Cusco, Südperu) gedreht: Blut des Flusses.

https://youtu.be/yQ4uxdncGpA
Das Bergwerk hat gravierende Auswirkungen auf die Umwelt und über die Schwermetallbelastung  auf die Gesundheit der Bevölkerung. Die 13 betroffenen indigenen Gemeinden fordern seit fast 40 Jahren ihre Rechte ein, doch die Polizei unterdrückt die Proteste mit Gewalt. Der Film ist eine Dokumentation, aber auch eine Anklage und ein Appell.

https://youtu.be/jnk0hrhb9l4
Sie sind herzlich zu Filmvorführungen mit Nicole Maron eingeladen: 13. Mai, 18:30 – Kinobar Leuzinger, Obere Bahnhofstr. 46, 8640 Rapperswil 20. Mai, 19:00 Uhr – Kirchgemeindehaus Maria Lourdes, Seebacherstrasse 3, Zürich 24. Mai,19:00 Uhr – Peterskapelle Luzern. Filmausschnitt und Veranstaltung mit Comundo und der Katholischen Kirche Luzern. Referenten: Stephan Suhner (Multiwatch) mit Nicole Maron 28. Mai, 18:00 – Kino Gstaad. Weitere Informationen

https://youtu.be/VhZnh1a4oKY
Trailer: Da der Zeitpunkt-Apero vom 2. Mai in Solothurn ausgebucht war, haben wir uns entschlossen, die Podiumsdiskussion zum Thema «Neutralität – in der Politik und im Herzen» aufzunehmen. Sie können das Gespräch hier verfolgen: Ich wünsche in dieser anspruchsvollen Zeit rundum alles Gute und bleibe

mit herzlichen Grüssen

Christoph Pfluger
Herausgeber



  «Reset oder Renaissance»,
das Schwerpunktthema des neusten Zeitpunkt (Nr. 168).
Eine historische Wahl und eine grosse Entscheidung.
Mit Beiträgen von Mathias Bröckers, Ernst Wolff, Christoph Pfluger und anderen. 128 Seiten.
Sonderangebot für Zeitpunkt-Leser: Fr./€ 10.– statt 15.– (gültig bis 24. April.

Weitere Infos und Bestellung

In der Ausgabe blättern.

Textbeispiel: Leben am Halsband – wir werden nur noch wollen, was wir dürfen

Neu im Zeitpunkt-Infoportal   Öko-Token: das verhängnisvolle Belohnungssystem 12. MAI 22 Barbara Hagmann   E´Erst wurde das «Social-Credit-System» aus China stark kritisiert; jetzt werden in Bologna, Bayern und Wien ähnliche Pilotprojekte durchgeführt.

Vorerst freiwillig. Hat sich der Mensch erst mal daran gewöhnt – kombiniert mit dem Gefühl, belohnt zu werden – ist die verpflichtende Einführung nur noch ein Klacks.  

Der selbstzerstörerische Energiebluff der EU 12. MAI 22  CAROLINE HARTMANN Es ist unmöglich, von russischem Öl und Gas wegzukommen, ohne weite Teile der Industrie lahmzulegen. Zudem ist mit wesentlich höheren Preisen zu rechnen, die die Konsumenten in Europa bezahlen müssen.

Die WHO soll in einzelnen Ländern den Gesundheitsnotstand erklären dürfen 11. MAI 22  CHRISTOPH PFLUGER Dies verlangt ein Antrag der US-Regierung, über den die WHO an ihrer nächsten Generalversammlung vom 22. bis 28. Mai in Genf entscheidet. Die Schweiz und 46 weitere Länder unterstützen den Antrag, der die Souveränität der 193 Mitgliedsstaaten schwer beschädigt.

Frieden lernen 11. MAI 22  MIRJAM RIGAMONTI So wie jeder Aufstieg auf einen Berg mit einem ersten Schritt beginnt, so sollen die vier kurzen Serienteile «Frieden lernen» sowohl Anstösse sein, als auch Neugier wecken, in Richtung inneren und äusseren Frieden. Teil 1.

Jedes dritte Haustier ist auf Social Media 10. MAI 22  REDAKTION Unglaublich, aber wahr: Ein Grossteil der Herrchen und Frauchen haben selbst weniger Follower als ihr Hund oder ihre Katze. Tiere sind in den Social Media beliebt.

Ein Hort für Freidenker 09. MAI 22  REDAKTION Der «Gemeinwohlstaat Königreich Deutschland» hat sich von den staatlichen Fesseln gelöst. Seit 15 Jahren wird die Gemeinschaft mit Infrastruktur im Kleinstformat entwickelt und aufgebaut. Nun sollen auch Gemeinschaftsdörfer entstehen.

Trotz Netto-Null-Versprechen 09. MAI 22  REDAKTION Credit Suisse und UBS finanzieren weiterhin eine Ausweitung der Öl- und Gasproduktion. Ein aktueller Bericht von Rain Forest Action Network zeigt dies auf. Greenpeace Schweiz…

Chapeau! – für klimafreundliche Landwirtschaft 06. MAI 22  NICOLE MARON  Heute vergeben wir gleich einen doppelten Chapeau, und zwar dem Prix Climat, der dieses Jahr zum ersten Mal vergeben wird, und seinen Gewinnern, den Landwirten von Slow Grow. Sie zeigen ein neuartiges landwirtschaftliches Produktionsverfahren, das insbesondere für das Klima vorteilhaft ist.

Mein allererstes Interview: Als ich den Schöpfer von «Love is all around» traf 08. MAI 22  NICOLAS LINDT Als ich mich in die Welt verliebte – Alle paar Monate fand in Zürich, in der grossen Halle einer Kantonsschule, das «TeenMeet» statt, eine von Kantonsschülern organisierte Party, an der auch Livebands…

Sein und Haben – Kulturland ein Gemeingut  07. MAI 22  ANDREAS BEERS Jeder Mensch hat mit seiner Geburt ein Anrecht auf Kulturland. Anrecht bedeutet jedoch nicht Besitz. Wem also soll der Boden gehören, von dem wir leben? Aus der Serie: «Der Mensch und seine Haustiere, die Geschichte einer Jahrtausend alten Beziehung» Hinweise Zukunftsfähige Gemeinschaften gründen und entwickeln Vom 22. Bis 26. Mai findet auf Schloss Hohenfels am Bodensee unser nächstes Seminar für Pioniere und Berater von Zukunftsgemeinschaften statt. Vier erfolgreiche Pioniere und Ausbilder aus verschiedenen Lebens- und Gemeinschaftsbereichen teilen ihre Erfahrungen in den Bereichen: gemeinsame Ziel-, bzw. Aufgabenfindung, Suche und Sicherung von Arbeits- und Lebensobjekten, sichernde Rechtsformen für die verschiedenen Lebensbereiche, Finanzierung von Objekten, Arbeitsbereichen- und Lebensunterhalt, solidarische Landwirtschaft, assoziatives Wirtschaften, kreative Bildungs- und Kulturprozesse für Jung und Alt, postdemokratische Entscheidungsprozesse, Entwicklung eines «Dorforganismus, als inneres Urbild», internationale Vernetzung durch gemeinwohlorientierte Handels- bzw. Verrechnungsformen und Kulturkarawanen u.v.m. Weitere Infos.     Gemeinwohlökonomie … damit auch unsere Enkel in einer lebenswerten Welt leben können Um dem ständigen Kosten-Nutzen-Denken, das uns und die Umwelt zunehmend ausbeutet, nicht hilflos ausgeliefert zu sein,  brauchen wir ein neues Modell. am 21. Mai 2022, 09.30 bis 12.30 Uhr in Winterthur. Mit Felix Kobelt, Psychotherapeut und Erwachsenenbildner. Weitere Infos. Verhalten in Krisenzeiten und Kennen der eigenen Grenzen • Systematische Lageanalyse • Erarbeiten von Handlungsoptionen (Variantendenken) • Wo sind meine Leistungsgrenzen Referentin: Christine Hug, Fachfrau für Krisenmanagement Datum/Zeit: Dienstag, 24. Mai 2022 um 20 Uhr Ort: Ochsen, Hauptstrasse 42, 3255 Rapperswil Kosten: Kollekte Anmeldung bis 22. Mai 2022 an: urig-ochsen@bdc-basel.com   Bücher für die nächste Welt   Erwin Jakob Schatzmann (Text) und Christine Gluch(Illustrationen): Schweini – eine Fabel über Freiheit und Anpassung. Mit 38 Illustrationen. 2022. 60 Seiten, Fr. 29.00.-/€ 29.00.-. ISBN: 978-3-907263-08-2. Erscheint Ende April. Bestellen.   Sinn in der Krise finden Auf Angst reagiert der Mensch mit Kampf, Flucht oder Erstarrung. Reife Persönlichkeiten allerdings lassen sich gar nicht erst Angst einjagen von der Politik und den Massenmedien. 32 Geschichten, in denen es durch alle emotionalen Register geht. Für die Autorinnen und Autoren aber ist immer klar: Ich stehe aufrecht da, für mich, für die Freiheit und für die direktdemokratische Schweiz. Prisca Würgler (Hrsg): Unser Jahr unter Corona – ein Blick in 32 Tagebücher. edition Zeitpunkt, 2021. 104 Seiten, Fr. 15.00.-/€ 15.00.- (Bestellung) Der Aufstieg ist langsam, der Niedergang schnell. Aber das ist nur das Erste, was man über die kommende Zeit wissen muss. Dmitry Orlov: Die Lehre vom Kollaps– die fünf Stufen des Zusammenbruchs und wie wir sie überleben. edition Zeitpunkt, 2020. 144 Seiten, Fr. 15.00.-/€ 15.00.- (Bestellung)   «Die Strategie der friedlichen Umwälzung – eine Antwort auf die Machtfrage» von Christoph Pfluger. Die Reformen, die unser Planet so dringend braucht, werden alle verwässert, verzögert oder ins ­Gegenteil verkehrt. Wenn wir Zukunft haben wollen, müssen wir uns den Mächten stellen, die Frieden und ­Gerechtigkeit verhindern. Die Strategie der friedlichen Umwälzung identifiziert den großen Gegner und entwickelt Werkzeuge zu seiner Entmachtung. Das Gute daran: Bereits die ersten Schritte bringen Befriedigung und Freiheit. Es braucht keine Mehrheit und auch nicht viele. Aber es braucht dich! «Das AntWort – die Wahrheit des Absurden», das Buch von Anton Brüschweiler hat einen guten Start erlebt. Rund 600 Exemplare dieser humoristischen Textsammlung haben in den letzten Wochen Leser gefunden. Hier können Sie in dem Buch blättern. Die edition zeitpunkt hat vom Autor die Erlaubnis, dieses Buch ausdrücklich auch als Lektüre für das stille Örtchen anzupreisen. Wenn das keine Empfehlung ist!   «Unverblümt», die aphoristische Denkprosa von Erwin Schatzmann, die auch in kleinen Häppchen enorm anregend wirkt. 148 S. geb. Fr. 18.–   «Das nächste Geld», für das ich selber meine ganze Schreibkunst mobilisiert habe, um Sie aus den zehn Fallgruben des Geldsystems zu führen. Manchmal ist es hilfreich, die Probleme zu kennen, bevor sie einem auf den Kopf fallen.     Geld-Magazin, Österreich: «Christoph Pfluger ist wohl eines der besten Bücher zum Thema ‹Geld› gelungen. Wer es liest, versteht, was Sache ist.» Christoph Pfluger: Das nächste Geld – die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden. 2. rev. Aufl., 2016. 252 Seiten, Fr. 23.-/€ 21.- (hier bestellen)    Veränderungen kann man nicht bestellen, aber die Anregungen dazu. Wer den Zeitpunkt für ein Jahr abonniert, bezahlt, was er will. (Hier bestellen). Den Zeitpunkt verschenken: (Bestellformular für Geschankabos) Schnupperabo (2 Ausgaben für Fr. 20.–, null Risiko), Bestellformular Postadresse: ZeitpunktWerkhofstrasse 19Solothurn 4500 SwitzerlandAdd us to your address book

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