Vertrauen verloren? Erkenntnis gewonnen! — clubderklarenworte

Die dunkle Macht

Guten Tag, liebe Leserin,
guten Tag, lieber Leser. Die Digitalisierung unserer Gesellschaft, gespiegelt in unserem täglichen Handeln, ist mächtig vorangeschritten in den letzten Jahren. Online einkaufen in globalen Megastores oder nur digitalen Kiosken, QR-Codes scannen an jedem Lattenzaun, zahlen per Smartphone oder die Wandlung vom Kfz-Mechaniker zum Mechatroniker. Der lange Satz der Aufzählung des digitalen Wandels würde locker von der Sonne beschienen den Äquator umrunden. 

Die Jubelperser der Digitalisierung in den Start-ups zwischen Palo Alto und Alt-Potsdam übersehen im Rausch der Begeisterung über die Auflösung unseres Handels und Wandels in Kolonnen von Einsern und Nullen die davon ausgelöste totale Deformation unseres bisherigen Seins.

Die dunkle Macht der Digitalisierung wird nur mit Kerzen beleuchtet. Oder gar nicht. Dabei ist es ein großer finsterer Jahrmarkt der Gaukler vom Schlage der Unfreiheit und Kontrolle. Diese weltumspannende Kirmes der Digitalisierung wird uns Fesseln bescheren, die wie coole Fitbit-Armbänder daherkommen. Wenn wir uns weiter mit „eye candy“ verführen lassen und auch noch semantische Umdeutungen beispielsweise von „querdenken“ zulassen, wird das Mephistophelische in Warpgeschwindigkeit in diesem Jahrzehnt obsiegen. 

In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die dunkle Seite der Digitalisierung. Michael Westphal ist mein Gesprächspartner und ein gestandener Medienunternehmer mit profunder Erfahrung in der digitalen Geschäftswelt und mit Kenntnis der anstehenden Entwicklungen. Wir kennen uns seit Dekaden. Hier im Club der klaren Worte vertrauen wir zum Beispiel die komplexe Technologie unserer Mediathek einem seiner Unternehmen an. – Der Mann weiß, wovon er spricht, Sie sollten ihn unbedingt hören.

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VERZTAUEN VERLOREN …
https://clubderklarenworte.media.video.taxi/

Die Digitalisierung fast aller Lebensbereiche ist eine Folge des stetigen Drangs nach Wachstum, das steht sicher außer Frage. Die politische Philosophin Dr. Katja Gentinetta schreibt in einem Essay, das hier als Streitschrift mit dem Volkswirt Prof. Niko Paech veröffentlicht ist, über das Wachstum: 
„Wer also nicht nur die Natur retten, sondern auch mehr Menschen ein besseres Leben ermöglichen möchte, muss auf Wachstum setzen: ein Wachstum, das sich der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit verpflichtet.
Das klingt nicht nur in meinen Ohren wie eine Provokatiovideo
Niko Paech formuliert seine Position in der Schrift so:
„Wenn der Planet erstens physisch begrenzt ist, zweitens industrieller Wohlstand nicht von ökologischen Schäden entkoppelt werden kann, drittens die irdischen Lebensgrundlagen dauerhaft erhalten bleiben sollen und viertens globale Gerechtigkeit angestrebt wird, muss eine Obergrenze für den von einem einzelnen Individuum beanspruchten materiellen Wohlstand existieren.“

Welche Auswüchse stetiges Wachstum treibt, können Sie, geneigte Leserin, geneigter Leser, allein an der Entwicklung der Kommerzialisierung des Gesundheitswesens ablesen. 
Ich empfehle Ihnen hierzu das Gespräch, das der Verleger Markus J. Karsten mit dem Chirurgen Bernd Hontschik kürzlich öffentlich in Frankfurt führte. Sie können es hier in der Mediathek sehen. Es scheint nahezu eine Gegenrede auf die These der Philosophin Gentinetta zu sein.

https://media.video.taxi/embed/9kLjNpeT5Bii

Chirurg:
ES GIBT KEIN VERBRECHEN. DESSEN SICH DIE PHARMAINDUSTRIE NOCH NICHT SCHULDIG GEMACHT HAT
Peter Löcke hat gerade die Partitur der Nachhaltigkeits-Flötisten für Sie entschlüsselt, von dessen Blatt ja auch die oben zitierte Philosophin runterspielt. Löcke dekonstruiert den Nachhaltigkeits-Mitklatschschlager. Er schreibt ihn um zu einem feinen, eleganten, coolen Miles-Davis-Stück, mit virtuosen Zwischentönen. Ein Schmunzelvergnügen für Kenner. Sie lesen ihn hier.

Wenn Sie noch etwas von Albrecht Müller, dem Ex-Mitarbeiter von Willy Brandt und Helmut Schmidt und heutigen Herausgeber der Nachdenkseiten hören möchten, empfehle ich Ihnen diesen Beitrag.

Genießen Sie die kommenden Pfingsttage. Ohne TV, aber gern mit den anregenden Inhalten des CdkW. Und mit einem guten Buch vielleicht oder einem guten Song im Ohr – und: dem richtigen Gesöff am Gaumen. Es muss kein Urlaub sein.

Ihr 

Markus Langemann

PS: „Was heißt Urlaub? Ich brauch das nicht. Ich hasse das Wort Ferien. Im Französischen ist das noch schlimmer: vacances. Leere. Nichts ist langweiliger als Leere.“ (Karl Lagerfeld)

PPS: Was für ein Vergnügen.
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