Die Preise steigen und steigen — foodwatch

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  Die Lebensmittelpreise steigen und steigen. Warum das auch für foodwatch ein Problem ist, schreibt Ihnen heute unser Geschäftsführer Chris Methmann – und erklärt, was Sie tun können.  
  Hallo sylvia linnenkohl, „Ich habe sie jahrelang unterstützt. Leider ist es mir aufgrund der enorm ansteigenden Lebenshaltungskosten nicht mehr möglich, weiterhin an foodwatch zu spenden.“ Zuschriften wie diese erreichen uns in den letzten Wochen vermehrt.

Es ist bedrückend zu lesen, wie viele Menschen die aktuelle Krise in Geldnot stürzt. Sie müssen abwägen: Was kann ich mir noch leisten? Wo kann ich sparen?

Diese Misere treibt mich nicht nur als Mensch, sondern auch als Geschäftsführer von foodwatch um. Momentan kündigen deutlich mehr Menschen ihre Mitgliedschaft bei foodwatch als üblich. Welche Aktivitäten wir uns noch leisten können – das wird eine zunehmend schwere Entscheidung für uns. Daher bitte ich Sie heute:
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  Denn gerade weil so viele Menschen sparen müssen, braucht es eine starke, unabhängige Organisation wie foodwatch, die die Tricks der Lebensmittel-Konzerne entlarvt. Denn tricksen tun sie, gerade jetzt, auf dem gesamten Weg vom Bauernhof in unseren Einkaufskorb. Drei Beispiele:  
Die mächtige Bauernlobby vergießt Krokodilstränen, weil das Brot so teuer geworden ist. Dabei verfüttert sie über 60 Prozent der hiesigen Ernte an ihre Tiere [1]. Doch statt weniger Tiere zu halten und das Gedränge im Stall zu reduzieren, fordert der Bauernverband: noch mehr Ackergifte einsetzen zu dürfen, um aus den Böden das letzte herauszupressen [2]. Auch viele Hersteller greifen zu einem alten Trick: Sie verstecken die Preiserhöhungen in kleineren Packungen. Für das gleiche Geld gibt es dann weniger Gummibären, Erdnüsse [3] oder Margarine [4]. Schließlich haben wir in den Supermärkten mal genau hingeschaut: In den letzten Monaten haben Rewe und Co. die Preise für konventionelle Milch massiv erhöht. Und tatsächlich profitieren davon auch die Landwirt:innen. Anders bei der Bio-Milch: Hier haben nach unseren Recherchen nur die Handelsketten und die Molkereien das Geld eingestrichen. Bei den Landwirt:innen ist nichts angekommen. Der Handel hat die höheren Preise einfach festgelegt, weil er es kann. Weil die Verbraucher:innen davon ausgehen, dass Bio-Milch halt teurer ist.
  Wenn Konzerne im Windschatten der Inflation so schamlos Kasse machen, macht mich das einfach nur wütend. Dagegen müssen wir Verbraucher:innen uns wehren. Als foodwatch gelingt es uns immer wieder, die Werbelügen und Tricks der Industrie aufzudecken – wir werden in Zeiten wie diesen dringend gebraucht. Aber gerade jetzt gehen wir geschwächt in diese Auseinandersetzungen.

Dass viele Menschen sich die Unterstützung für foodwatch nicht mehr leisten können, dafür habe ich großes Verständnis. Wenn Sie allerdings ein paar Euro im Monat übrig haben, dann frage ich Sie heute: Können Sie einspringen? Bitte setzen Sie ein Zeichen gegen die Maschen und Winkelzüge der Lebensmittel-Industrie. Helfen Sie uns dabei, die Lebensmittelindustrie daran zu hindern, aus der schwierigen Situation vieler Verbraucher:innen Profit zu schlagen. Werden Sie jetzt foodwatch-Mitglied!  
  Hier foodwatch stärken!  

  Vielen Dank und herzliche Grüße

Ihr Dr. Chris Methmann
Geschäftsführer  

P.S.: Nicht nur Lebensmittel, auch Strom, Papier, die Heizung für unsere Büros und unser Aktionsmaterial wird teurer. Diese Kosten belasten unser Budget zusätzlich. Helfen Sie mit, diese Preissteigerungen abzufedern, und werden Sie jetzt foodwatch-Mitglied! >
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  Quellen:
[1] Rheinische Post, „Bauernverband warnt vor „Preissprüngen in ungekanntem Ausmaß“ bei Lebensmitteln“, 25.03.2022: h‍ttp‍s://‍rp-online.d‍e/wirtschaft/preiserhoehu‍ng-lebensmittel-brotpre‍is-koennte-sich-verdoppeln_aid-67‍495293
[2] ZDF, Bauernverband für Priorisierung:“Ohne Gas keine Milch, keine Butter“, 01.07.2022: htt‍ps‍://w‍ww.‍zdf.d‍e/nachrichten/wirtschaft/bauernverband-rukwied-gasversorgung-landwirtschaft-100.h‍tm‍l
[3] Spiegel Online, „Verbraucherschützer warnen vor versteckten Preiserhöhungen“, 19.08.2022: h‍ttps‍://w‍ww.‍spieg‍el.d‍e/wir‍tschaft/service/inflation-verbraucherschu‍etzer-monieren-pre‍iserhoehungen-ueber-verpackungstri‍ck-a-81e88bca-1ea0-4‍c3e-a171-cd1ce9bfc‍4b1
[4] Verbraucherzentrale Hanburg, „Shrinkflation: Wie Upfield mit Rama kräftig absahnt!“, 11.08.2022: htt‍ps:/‍/ww‍w.vzhh.d‍e/themen/mog‍elpackungen/mogelpackung-des-monats/shri‍nkflation-wie-upfield-rama-kraeftig-abs‍ahnt  
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Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
E-Mail: aktuell@foodwatch.de
Info-Telefon: 030 – 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg, Geschäftsführer sind Dr. Chris Methmann und Jörg Rohwedder.

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