Rückschlag — foodwatch

Hallo

es war ein hart erkämpfter Sieg – und den dürfen wir uns jetzt nicht nehmen lassen: Über viele Jahre stritten Verbraucher:innen in ganz Europa gegen Monsanto, Bayer und Co. Im Jahr 2003 stellte die EU endlich klar: Gentechnisch veränderte Produkte müssen genau geprüft und vor allem gekennzeichnet werden [1].
Ob Gentechnik in unserem Einkaufskorb landet, können wir selbst entscheiden. Diese Wahlfreiheit will die Industrie uns nun wieder nehmen.
Ihr Trick:
Sie preist eine „neue“ Gentechnik an. Und versucht die EU zu überzeugen, dass Risikoprüfung und Kennzeichnung zukünftig überflüssig sind, weil die ganze Sache ja so harmlos sei.

Dafür fahren die Gentechnik-Konzerne in Brüssel gerade ihre gesamte Lobbymacht auf [2].
Was stimmt: Es gibt tatsächlich eine Reihe von neuen Verfahren, um das Erbgut von Pflanzen und sogar Tieren zu verändern.
Doch: Auch sie sind fehleranfällig. Regelmäßig verändern Forschende unbeabsichtigt Gensequenzen [3]. Was das bewirkt, wissen wir nicht. Es zeigt sich vielleicht erst in Jahren. Aber einmal in die Umwelt entlassen, lässt sich das veränderte Erbgut nicht mehr zurückholen.
Warum die Industrie trotzdem gern die Gentechnik-Regeln schleifen würde: Solange gentechnisch veränderte Produkte gekennzeichnet sind, liegen sie wie Blei in den Regalen der Supermärkte. Deswegen will die Industrie sie so gern unsichtbar machen – um uns Verbraucher:innen auszutricksen. Und das könnte ihr sogar gelingen. Denn viele von uns haben das Thema Gentechnik gar nicht mehr präsent.
Der neue Vorstoß der Konzerne bleibt weitgehend unbemerkt.
Daher bitte ich Sie, sylvia: Helfen Sie mit, Alarm zu schlagen und Bayer, BASF und Co. damit nicht durchkommen zu lassen. Werden Sie jetzt foodwatch-Mitglied! Schon wenige Euro pro Woche helfen.  
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  Was aus der EU-Kommission bislang nach außen drang, klingt überhaupt nicht gut. Wie immer prüfen die Brüsseler Beamten und Beamtinnen verschiedene Politik-Optionen, bevor sie neue Regeln vorlegen. Doch schon die Auswahl dieser Optionen klingen weitgehend nach Gentechnik-Lobby [4]. Wenn niemand einschreitet, ist es sehr wahrscheinlich, dass die EU deren Vorschläge direkt in ein Gesetz gießen wird. Schon knapp 50.000 Menschen haben unsere Petition unterzeichnet. Sie fordern von der Bundesregierung, in der EU endlich einzuschreiten und die Gentechnik-Kennzeichnung zu retten. Das zeigt, dass vielen Menschen die Wahlfreiheit wichtig ist. Doch wir alle wissen: Eine Online-Unterschriftenaktion allein wird nicht reichen, um der Lobbymacht der Gentechnik-Riesen Einhalt zu gebieten. Daher wollen wir in den nächsten Wochen nachlegen. Das Beispiel Gentechnik zeigt, wie wichtig es ist, Themen mit Ausdauer zu verfolgen. Denn die Industrie versucht es immer wieder. Um im entscheidenden Moment mit aller Kraft gegenhalten zu können, sind wir auf Menschen wie Sie angewiesen: mutige Verbraucher:innen, die sich zusammenschließen und eine Gegenmacht bilden. sylvia, werden Sie foodwatch-Mitglied und retten Sie die Gentechnik-Kennzeichnung!
 
  Hier foodwatch als Mitglied unterstützen!  

  Vielen Dank und herzliche Grüße Ihr Dr. Chris Methmann
Geschäftsführer  

P.S.: Atomkraft, Erneuerbare Energien – jetzt die Gentechnik: Glauben Sie mir, auch ich bin es leid, dass die Industrie ständig versucht, die Zeit zurückzudrehen und Fortschritt wieder rückgängig zu machen. Das Einzige, was dagegen hilft: Wir müssen zusammenhalten! Schließen auch Sie sich zusammen. > Werden Sie hier foodwatch-Fördermitglied

  Quellen:
[1] htt‍ps‍:/‍/‍ww‍w.bvl.bund.‍de/DE‍/Arbeitsbereiche/‍06_
Gentechnik/‍01_Aufgaben/02_‍Zustaendigkeiten
Einzelne‍Bereiche/‍07_NachweisverfahrenUndKontrollen
/‍06_Kennzeichnung/‍gentechnik_
Kennzeichnungsregelung_EU_1829_2003_Hintergrund_
basepage.html
[2] ht‍tps‍:/‍/corporateeurope.‍org/en/‍2021/03/‍derailing
-eu-rules-new-gmos
[3] ht‍tps:/‍/w‍w‍w.testbiotech.‍org/content/‍unintended-effects-new-‍genetic-engineering-new-hazards‍-risks
[4] ht‍tps:/‍/gmwatch.‍org/en‍/106-news/latest-news/20074-eu-commission-s-secret-policy‍-scenarios-show‍-full-gmo-
deregulation-on-the-cards  
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