In der 8. Klasse zwangsverheiratet — ADF

Sehr geehrte Unterstützer!
Was haben Sie in der 8. Klasse gemacht? Das pakistanische Mädchen Reeha Saleem wurde entführt und zwangsverheiratet. Davor musste sie noch unter Zwang zum Islam konvertieren. Einige Zeit lang wurden ihr schreckliche Dinge von ihrem selbsternannten „Ehemann“ angetan. Doch dann bot sich ihr eine Möglichkeit zur Flucht. Trotzdem ist sie jetzt vor Gericht, und benötigt Schutz und Hilfe. 

Reeha war gerade einmal 16 Jahre alt, als sie auf dem Heimweg von ihrem Nachbarn und seinen Komplizen entführt wurde. Die Entführer brachten sie an einen unbekannten Ort. Dort pressten sie ihre Fingerabdrücke auf ein Blatt Papier.  

Während die Männer sie festhielten, konvertierte und heiratete sie unter Zwang und Tränen. Daraufhin missbrauchten und vergewaltigten die Entführer das Kind.  

Das Grauen dauerte zwei Monate, bis endlich etwas passierte. Die Männer hatten Gäste bei sich und waren unaufmerksam. Reeha versuchte einen Fluchtweg zu finden und tatsächlich: Eine kleine Pforte war unbewacht und nicht verschlossen. Das Mädchen schlich sich heraus und rannte so schnell sie konnte.  

Doch bald hatte sie ein neues Problem: Reeha hatte keine Ahnung wo sie war. Also lief sie einfach immer weiter. Nur weg von dem Haus mit den Vergewaltigern! Endlich fand sie einen Mann, der ihr sein Handy gab, so dass sie ihre Mutter anrufen konnte.  

Wieder vereint 

Ihrer Mutter fiel ein Stein vom Herzen, als ihre Tochter sie anrief. Sie holte ihre Tochter ab und Reeha konnte endlich wieder nach Hause.  

Doch sie hatte immer noch Angst und war traumatisiert: Ihre Entführer hatten bald herausgefunden, wo sie war. Abbas und seine Komplizen bedrohten das junge Mädchen wieder. Reeha konnte das Haus nicht verlassen und die Polizei blieb untätig. 

Denn Abbas hatte offizielle Papiere über Konversion und „Ehe“. Auch ist Vergewaltigung in der sogenannten „Ehe“ keine Straftat in Pakistan. Die Bedrohung von Abbas war so schlimm, dass Reeha nicht einmal mehr die Schule besuchen konnte. Dabei wünscht sie sich das so sehr: „Ich möchte einfach nur lernen und mich weiterbilden, so wie andere Frauen in meinem Alter.“ 

Der einzige Weg Reeha zu helfen, ist die offizielle Auflösung der fake Ehe. ADF International unterstützt sie dabei vor Gericht. Religiöse Minderheiten sind besonders von Zwangsehen betroffen.  

Gemeinsam mit einer Anwältin vor Ort verteidigen wir Reehas Freiheit vor Gericht. Sie wurde entführt und zwangskonvertiert. Daraus kann keine echte Ehe entstehen.  

Reehas Fall ist wichtig – für sie und unzählige andere Mädchen, die unter Zwangsehen leiden. ADF International möchte diese Frauen juristisch unterstützen. 

Bitte helfen Sie uns, damit wir helfen können. Juristische Arbeit ist oft langatmig, aber nachhaltig und effektiv.
Spenden Sie für die Verteidigung von Reeha
Wir bitten Sie: unterstützen Sie mit uns die Grundrechte weltweit. Besonders dankbar sind wir für monatliche Beiträge. Damit Frauen wie Reeha in Frieden und Freiheit leben können.

Ich danke Ihnen sehr,
Heinrich Schmid-Schmidsfelden
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