Muckefuck und Eichelbrot

Karo-Tina Aldente

„Koste mal.“ Meine Tochter Jasmin hält mir ihren Thermobecher unter die Nase.

Ich schlürfe vorsichtig.

„Na?“

„Ist das Tee?“

„Nein. Rate nochmal.“

Ich schlürfe abermals. „Irgendein Tee mit Zimt und Milch.“

„Das ist Muckefuck aus gerösteten Eicheln. Das vergangene Jahr war doch ein Mastjahr. Da habe ich bei den Eichen am Seniorenheim mal einen Beutel Früchte gesammelt.“

„Und dann geröstet?“

„Ja, zunächst kurz gewässert und alle Früchte aussortiert, die an der Oberfläche schwammen oder sichtbare Bohrlöcher hatten. Hier und da noch eine Kappe lösen und die reifen hellbraunen Früchte auf einem Blech bei 160 °C Umluft vorsichtig rösten. Die Eicheln dürfen dabei nicht zu dunkel werden oder gar verbrennen. Entweder die äußere Schale springt schon beim Rösten auf oder sie lässt sich danach leicht knacken. Der Eichelkern ist von einer dünnen, braunen Samenhaut umgeben, die ich ebenfalls entfernt habe. Die Kerne werden dann im Mixer grob zerkleinert und der Schrot…

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