Sternsingerlied … „Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud'“ esistallesda

Roswitha/esistallesda.de: Als ich am Sternsingertag durchs Städtle ging, saß in der Fußgängerzone ein alter Mann, der mich in Güte und Weisheit an Gott erinnerte, ohne Beine in einem Rollstuhl und sang ein Lied, das mich in meinen Kindertagen hoffnungsgebend begleitete: „Es ist für uns eine Zeit angekommen …“ Dabei sang er die ursprüngliche Sternsingerversion (die später zur Weihnachtserzählung umgetextet wurde).

Passend zur aktuellen Zeitqualität:

Es ist für uns eine Zeit angekommen

(ist ein Sternsingerlied aus dem Weihnachtsbrauchtum der deutschsprachigen Schweiz,
1939 entsand dazu in Deutschland eine Neufassung.)

Es ist für uns eine Zeit angekommen,
die bringt uns eine große Freud.
Es ist für uns eine Zeit angekommen,
die bringt uns eine große Freud.
Übers Schneebedeckte Feld,
wandern wir, wandern wir,
durch die weite, weiße Welt.

Es schlafen Bächlein und Seen unterm Eise,
es träumt der Wald einen tiefen Traum.
Es schlafen Bächlein und Seen unterm Eise,
es träumt der Wald einen tiefen Traum.
Durch den Schnee, der leise fällt,
wandern wir, wandern wir,
durch die weite, weiße Welt.

Am hohen Himmel ein leuchtendes Schweigen,
erfüllt die Herzen mit Seeligkeit.
Am hohen Himmel ein leuchtendes Schweigen,
erfüllt die Herzen mit Seeligkeit.
Unterm sternbeglänzten Zelt,
wandern wir, wandern wir,
durch die weite, weiße Welt.

Text übernommen von Eve: https://christ-michael.net/cm-wir-muessen-reden/


Kirchenfassung:

Es ist für uns eine Zeit angekommen

Diese Liedtexterfassung stammt aus der Schweiz – um die Mitte des 19. Jahrhunderts und wurde von Sternsingern gesungen. 

Dies Weihnacht- und Sternsingerlied ist nie Kirchenlied geworden, doch da es in die Zeit passt, führe ich es aber mit hier an, weil es – wie wenige deutsche Weihnachtslieder – die Weihnachtsgeschichte erzählt.

Es ist für uns eine Zeit angekommen,
es bringt uns eine große Gnad.
Unser Heiland Jesus Christ,
der für uns, der für uns,
der für uns Mensch geworden ist.

Es sandte Gott seinen Engel vom Himmel
zur Jungfrau hin nach Nazareth.
„Sei gegrüßt, du Jungfrau rein,
den aus dir, denn aus dir,
will der Herr geboren sein.!“

Maria hörte des Höchsten Begehren,
sich neigend sie zum Engel sprach:
„Sie, ich bin des Herren Magd,
mir gescheh, mir gescheh,
mir gescheh, wie du gesagt.

Und es erging ein Gebot des Kaisers,
daß alle Welt geschätzet wird.
Josef und Maria voll Gnad
zogen hin, zogen hin,
zogen hin zur Davidstadt.

Es war kein Raum in der Herberg zu finden,
es war kein Platz für arme Leut.
In dem Stall bei Esel und Rind
kam zur Welt, kam zur Welt,
kam zur Welt das heilge Kind.

In der Krippe muß er liegen,
Und wenn’s der härteste Felsen wär‘:
Zwischen Ochs‘ und Eselein
Liegst du, liegst du,
Liegst du, armes Jesulein

Es waren Hirten bei Nacht auf dem Felde,
ein Engel dort erschienen ist:
„Fürcht euch nicht, ihr Hirtenleut!
Fried und Freud, Fried und Freud,
Fried und Freud verkündt ich heut!

Denn euch ist heute der Heiland geboren,
der euer Herr und Retter ist.
Dieses Zeichen merkt euch gut:
Gottes Kind, Gottes Kind,
Gottes Kind in der kalten Krippe ruht!“

Sie liefen eilend und suchten und fanden,
was auf dem Felde verkündet ward.
Unsern Heiland Jesus Christ,
der für uns, der für uns,
der für uns Mensch geworden ist.

Vom Morgenlande drei Könige kamen,
ein Stern führt sie nach Bethlehem.
Myrrhen, Weihrauch und auch Gold,
brachten sie, brachten sie,
brachten sie dem Kindlein hold.

Andere Version der letzten Strophe:

Drei König‘ kamen, ihn zu suchen,
der Stern führt‘ sie nach Bethlehem.
Kron‘ und Zepter legten sie ab,
brachten ihm, brachten ihm,
brachten ihm ihre reiche Gab.

Erstellt am 15. Dezember 2011 von apanat


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