Archiv der Kategorie: BÖDEN

Jetzt mitmachen: Kein Persilschein für Glyphosat ++

Freitag, 01.07.2016

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Kein Persilschein für Glyphosat!

Jetzt mitmachen: Kein Persilschein für Glyphosat!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

monatelang wurde um die Wiederzulassung von Glyphosat gerungen. Ganze vier Mal ist die Kommission bei den Mitgliedstaaten mit dem Versuch abgeblitzt, eine ausreichende Mehrheit für die Verlängerung der Genehmigung zu erhalten. Heute wäre die Zulassung europaweit ausgelaufen. Doch in buchstäblich letzter Minute hat die Kommission die Genehmigung im Alleingang um 18 Monate verlängert. Das sei ihre „gesetzliche Pflicht“, erklärte Gesundheitskommissar Andriukaitis in Brüssel. Wir meinen: Es wäre vielmehr ihre Pflicht, die Gesundheit der Menschen und der Umwelt bestmöglich zu schützen!

Doch noch ist nicht alles verloren: Die jetzt beschlossene Verlängerung gilt nur bis Dezember 2017. Bis dahin soll die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) eine Einstufung von Glyphosat vornehmen, auf deren Basis dann über die Zukunft des Unkrautvernichters entschieden wird. Diese Bewertung ist unsere Chance, Glyphosat endlich loszuwerden. Denn wenn die ECHA Glyphosat korrekt beurteilt, muss auch sie den Stoff als „wahrscheinlich krebserregend“ einstufen. Dann kann das Ackergift nach geltendem Recht keine Wiederzulassung erhalten.

Wir geben nicht auf, bis Glyphosat von unseren Äckern und Tellern verschwindet. Deshalb starten wir heute eine neue Online-Aktion. Bitte beteiligen auch Sie sich und fordern Sie von der ECHA: Alle Risiken müssen transparent bewertet und klar benannt werden! Es darf keinen Persilschein für Glyphosat geben!

Hier klicken zum mitmachen!

Aktionstag am 16. Juli: Bayern stoppt CETA!

Unterstützten auch Sie das Volksbegehren gegen CETA!

Das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA gilt als Blaupause für TTIP. Anders als das Abkommen mit den USA ist es fertig ausverhandelt. Doch noch ist CETA nicht beschlossen – und wir wissen, wie wir es jetzt gemeinsam zu Fall bringen können.

In dieser Woche hat die Europäische Kommission verkündet, CETA allein auf europäischer Ebene ratifizieren zu wollen, also ohne Beteiligung der nationalen Parlamente. Die Bundesregierung hat sich jedoch beeilt klarzustellen, dass sie dabei nicht mitmachen wird. CETA bedarf also aller Voraussicht nach einer Zustimmung von Bundestag und Bundesrat. Und genau daran könnte das Abkommen scheitern. Unser Plan: Mit einem Volksbegehren in Bayern zwingen wir die bayerische Landesregierung, im Bundesrat mit „Nein!“ zu stimmen. Gibt es dort keine Mehrheit für das Abkommen, ist CETA gescheitert.

Als ersten Schritt müssen wir 25.000 Unterschriften sammeln, um das Volksbegehren zu beantragen. Mit einem bayernweiten Aktionstag am Samstag, den 16. Juli starten wir die Unterschriftensammlung.

Über 50 lokale „Stop TTIP“-Bündnisse werden am 16. Juli mit Infoständen und eigenen Veranstaltungen dazu beitragen, das Quorum zu erreichen. So wird es zum Beispiel in München eine große Kundgebung geben, auf der tausende Unterschriften gesammelt werden sollen. Doch wir brauchen jede einzelne Unterschrift und das Engagement jedes Einzelnen, um über CETA zu informieren und es zu stoppen. Deshalb brauchen wir auch Sie!

Sie haben drei Möglichkeiten, sich an der Kampagne zu beteiligen:

1.) Unterschriften sammeln

Sammeln Sie Unterschriften für das Volksbegehren und nutzen Sie die Gelegenheit, mit anderen über CETA ins Gespräch zu kommen. Bestellen Sie dazu jetzt ein Aktionspaket mit Unterschriftenlisten, Infomaterial und Aufklebern. Auf jeden Aktionskarton kommt es an!

Das alles finden Sie in unserem Aktionspaket

Hier klicken, um einen Aktionskarton zu bestellen!

2.) Einen oder mehrere Kartons spenden

Die standardisierten Pakete erleichtern uns den Vertrieb. Trotzdem kosten Druck und Versand der Faltblätter und Aufkleber viel Geld. Durch eine Spende von 30 Euro ermöglichen Sie den Druck und Versand eines Aktions-Pakets.

Jetzt online spenden!

Alternativ können Sie jetzt auch schnell und bequem per PayPal-Logospenden.

3.) Fördermitglied werden

Unsere erfolgreichen Kampagnen gegen TTIP und CETA sind nur möglich durch die regelmäßigen Beiträge unserer Förderer. Jedes neue Fördermitglied erhält eine attraktive Prämie aus unserem Programm.

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Bunter Protest gegen Patente auf Leben

Am Mittwoch demonstrierten wir gemeinsam mit anderen Organisationen und vielen BürgerInnen vor dem Europäischen Patentamt (EPA) gegen die Erteilung von Patenten auf Leben. Die Demonstration begleitete die Übergabe von mehr als 800.000 Unterschriften an den Verwaltungsrat des EPA.

Viele Menschen brachten ihr Lieblingsgemüse mit und machten auf zahlreichen selbstgemachten Bannern und Plakaten deutlich, dass es viele gute Gründe gibt, gegen die Praxis des Patentamts aktiv zu werden. So erteilt das EPA immer wieder Patente auf konventionelle Züchtungen, obwohl die Patentgesetze dies eigentlich verbieten.

Wir danken allen Menschen, die die Aktion tatkräftig unterstützt haben. Gemeinsam haben wir ein unübersehbares Zeichen gesetzt. Leben ist keine Erfindung: Patente auf Pflanzen und Tiere müssen sofort gestoppt werden!

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
Vorstand

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Werden Sie Atomsteuer-Eintreiber/in! ++ Erfolg gegen Antibiotika im Stall ++

Freitag, 18.03.2016

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Bild: Michaela Handrek-Rehle / Campact

Die geplante Werbe-Show für TTIP haben wir Frau Aigner jedoch kräftig verhagelt, denn gemeinsam mit rund 450 BürgerInnen protestierten wir draußen vor dem Veranstaltungsgelände lauthals gegen das Abkommen. Mit dabei: Ein acht Meter großes trojanisches Pferd als Symbol für die trojanischen Abkommen TTIP und CETA.

Mit Aktionen wie dieser zeigen wir den Mächtigen: Wo immer ihr für TTIP werbt, sind wir schon da, um dagegen zu halten. Wir werden nicht lockerlassen, bis TTIP und sein Schwesterabkommen CETA verhindert sind!

Die schönsten Eindrücke von der Aktion finden Sie in unserer Bildergalerie

Werden Sie Atomsteuer-Eintreiber/in!

Keine Steuerbefreiung für AKW!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

auch Atomkraftwerke müssen für ihren Brennstoff Steuern zahlen – die sogenannte Brennelementesteuer. CDU und CSU aber wollen diese Steuer Ende 2016 abschaffen. Damit würden sie den AKW-Betreibern mehr als fünf Milliarden Euro schenken.

Machen Sie jetzt mit und unterzeichnen Sie unseren Appell an die Bundesregierung:

 Jetzt mitmachen


Worum genau geht es?

Video BE-SteuerUm eine Verlängerung der Brennelementesteuer zu erreichen, haben wir gemeinsam mit der Organisation .ausgestrahlt eine Unterschriftenaktion gestartet. Worum es genau geht, erfahren Sie in unserem kurzen Erklärvideo.

Jetzt Video ansehen

Sie haben schon unterschrieben?
Helfen Sie mit, die Atom-Steuer einzutreiben!

Aktionspaket zum SteuereintreibenSie haben schon unterschrieben und möchten weiter gegen das Milliardengeschenk für Atomkonzerne aktiv werden?

Dann werden Sie Atomsteuer-EintreiberIn: Hängen Sie bei sich im Ort Plakate auf, sammeln Sie Unterschriften oder verteilen Sie Infos! In unserem Aktionspaket finden Sie das passende Material. Neben Unterschriftenlisten und Postern enthält es Infoblätter im Visitenkartenformat, die man zum Beispiel an die Scheiben parkender Autos stecken kann. Wenn Sie mit einem Stapel davon über einen großen Parkplatz oder an einer zugeparkten Straße entlanggehen, können Sie in kurzer Zeit viele Menschen informieren.

Pakete bestellen

Erfolg gegen Antibiotika im Stall

Erfolg gegen Antibiotika im StallLetzte Woche hat das Europäische Parlament über die neue Tierarzneimittelverordnung abgestimmt. Der Beschluss enthält wichtige Verbesserungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf der EU-Kommission.

So stimmten die Abgeordneten für ein Verbot von Reserveantibiotika in Tierarzneimitteln und stärkten die Rolle von vorbeugenden Maßnahmen. Die Menge der in der Tierhaltung eingesetzten Antibiotika wird europaweit genau erfasst. Landwirtschaftliche Betriebe, die Tiere häufiger als der Durchschnitt mit Antibiotika behandeln, werden gezwungen, den Einsatz zu reduzieren.

Mehr zu den Beschlüssen des Parlaments erfahren Sie hier.

Mit der Abstimmung im Parlament beenden wir unsere Online-Aktion „Stoppt die Keime aus dem Stall“. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen, die zusammen über 182.000 E-Mails an ihre Abgeordneten geschickt haben! Gemeinsam ist es uns gelungen, das Thema aus dem Hinterzimmer zu holen, viele Schritte in die falsche Richtung zu verhindern und einige Fortschritte durchzusetzen. Das ist ein wichtiger Erfolg. Doch auf dem Weg zum Ausstieg aus der industriellen Tierhaltung sind noch viele Schritte zu gehen. Wir bleiben dran und werden uns mit Ihrer Unterstützung auch weiterhin mit aller Kraft für einen Rückbau der Tierfabriken einsetzen!

Wir verhageln Aigners TTIP-Show

Bild: Michaela Handrek-Rehle / Campact

Wenn für die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) alles nach Plan verlaufen wäre, hätte der gestrige Donnerstag endlich einmal ein guter Tag für TTIP werden können. Aigner hatte zu einer „Informationsveranstaltung“ über das geplante Handelsabkommen mit den USA geladen. Doch von neutraler Information und offener Diskussion keine Spur – auf’s Podium wurden ausnahmslos BerfürworterInnen von TTIP geladen, um die vermeintlichen Vorteile des Abkommens anzupreisen.

Die geplante Werbe-Show für TTIP haben wir Frau Aigner jedoch kräftig verhagelt, denn gemeinsam mit rund 450 BürgerInnen protestierten wir draußen vor dem Veranstaltungsgelände lauthals gegen das Abkommen. Mit dabei: Ein acht Meter großes trojanisches Pferd als Symbol für die trojanischen Abkommen TTIP und CETA.

Mit Aktionen wie dieser zeigen wir den Mächtigen: Wo immer ihr für TTIP werbt, sind wir schon da, um dagegen zu halten. Wir werden nicht lockerlassen, bis TTIP und sein Schwesterabkommen CETA verhindert sind!

Die schönsten Eindrücke von der Aktion finden Sie in unserer Bildergalerie

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Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
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ICH  BIN  LUISE

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Neuigkeit zur Petition Unsere Klage hat unverändert ihre Berechtigung!

https://www.change.org/p/b%C3%BCrgerklage-gegen-ceta/u/15732827

http://www.change.org

Marianne Grimmenstein

Deutschland

6. Mär. 2016 — Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der CETA-Klage,

herzlichen Dank für Ihre große Unterstützung. Wir sind also die größte Klage!

Inzwischen erscheinen viele Artikel über unsere zukünftige Klage. Hier ist der Artikel von der Süddeutschen Zeitung:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/buergerklage-wie-eine-musiklehrerin-das-freihandelsabkommen-ceta-zu-fall-bringen-koennte-1.2878197

Ich wurde schon gefragt, ob wir die Klage überhaupt einreichen können, da die EU und Kanada neulich die Einrichtung eines neuen Investitionsgerichts vereinbart haben. Eigentlich hat sich dadurch nicht viel in dieser Sache geändert. Unverändert könnten Investoren bzw. Konzerne dadurch Staaten ruinieren. Das bisherige rote Haus hat eine freundlichere gelbe oder grüne Farbe bekommen, damit die Bevölkerung das besser akzeptieren soll, aber der Inhalt ist ziemlich gleich geblieben.

http://www.heise.de/tp/artikel/47/47569/1.html

Sowohl der Deutsche Richterbund als auch die Europäischen Richtervereinigung lehnen das vereinbarte Investitionsgericht ab. Richter halten CETA für rechtswidrig.

http://www.taz.de/!5280451/

http://www.drb.de/cms/fileadmin/docs/Stellungnahmen/2016/DRB_160201_Stn_Nr_04_Europaeisches_Investitionsgericht.pdf

Also hat unsere CETA-Klage unverändert ihre Berechtigung.

Mit herzlichen Grüßen
Marianne Grimmenstein

Bürgerklage - Diese Musiklehrerin könnte das Freihandelsabkommen Ceta stoppen
Marianne Grimmenstein kämpft gegen den Vertrag zwischen der EU und Kanada – mit der größten Bürgerklage Deutschlands. Wie man mit 69 Jahren und einfachsten Mitteln eine Republik in Aufruhr versetzt…

 

***

ICH  BIN  LUISE

 

Als es Atombomben regnete

http://www.spektrum.de/news/als-es-atombomben-regnete/1393804

Vor 50 Jahren explodierte ein US-Langstreckenbomber über dem spanischen Küstenort Palomares und verlor vier Wasserstoffbomben. Erst heute nähern sich die Dekontaminierungsarbeiten ihrem Ende.

B52-Bomber im Formationsflug

© AF GlobalStrike
CC BY
Es war der 17. Januar 1966, als den Bewohnern von Palomares der Himmel auf den Kopf fiel. In neun Kilometer Höhe über dem kleinen, beschaulichen Küstenort war ein strategischer Langstreckenbomber der US Air Force mit einem Tankflugzeug kollidiert. Brennende Teile der beiden Maschinen regneten herab. Quer über das Gelände der Ortschaft wurden Trümmer gefunden, erstaunlicherweise wurde jedoch keiner der Bewohner ernsthaft verletzt. Einige sprechen später von der schützenden Hand Gottes. Doch dachte wohl niemand daran, dass dieses Unglück noch ein halbes Jahrhundert später die Gemeinde beschäftigen würde.

Der Grund dafür war die Mission des Bombers, der zur Hochzeit des Kalten Krieges mit vier mächtigen Wasserstoffbomben unterwegs war. Im Rahmen der Operation „Chrome Dome“ von 1960 bis 1968 waren laufend Bomberstaffeln auf vier verschiedenen Routen rund um die Sowjetunion in der Luft: Mit genügend Abstand zum sowjetischen Luftraum, um für die sowjetischen Frühwarnsysteme keine akute Bedrohung darzustellen – aber nahe genug, um innerhalb weniger Flugstunden tief in die Sowjetunion eindringen und dort ihre tödliche Fracht abliefern zu können.

Allzeit bereit zum Inferno

Die eiskalte Logik des Kalten Krieges: Hätte die Sowjetunion die USA mit einem nuklearen Erstschlag angegriffen und alle wichtigen Flugplätze ausgeschaltet, wären die in der Luft befindlichen Bomber immer noch in der Lage gewesen, einen massiven Vergeltungsschlag auszuführen. Hierzu hatten sie eine Einsatzmappe mit dem Hinweis top secret an Bord, in der sich der Angriffskode zum Scharfmachen der Atomwaffen befand, sowie vier Haupt- und vier Ausweichziele. Stanley Kubricks Meisterwerk „Dr. Strangelove“ (auf Deutsch: „Dr. Seltsam – oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben“) stellt viele dieser Gegebenheiten und militärischen Gepflogenheiten ironisch überspitzt, aber mit bemerkenswerter Detailtreue dar.

Jeder der amerikanischen Langstreckenbomber trug vier Wasserstoffbomben an Bord, jede von ihnen mit einer Sprengkraft, die rund 100-fach höher lag als die Bomben von Hiroshima und Nagasaki…

Betankung eines B-52-Bombers

© U.S. Air Force photo by Tech. Sgt. Jacob N. Bailey

 Bild vergrößernBetankung eines B-52-Bombers
Sowohl das Tankflugzeug KC-135 als auch die B-52 sind bis heute im Einsatz.

Unfall beim Tanken

Absurdes Theater

So weit war der Unfall für Palomares zunächst glimpflich ausgegangen. Doch drei Kilogramm Plutoniumstaub waren über weite Areale verteilt und kontaminierten landwirtschaftliche Flächen. Ein Teil war auch ins Mittelmeer geweht worden, wo es sich noch heute etwa in Meerestieren nachweisen lässt. Eine riesige Aufräumaktion mit 1700 amerikanischen Soldaten und Mitgliedern der spanischen Guardia Civil begann.

Rund 1400 Tonnen Erde in knapp 5000 Fässern transportierte ein Spezialschiff der Navy in ein Atommülllager in den USA.

Geborgene Wasserstoffbombe von Palomares
© US Department of Defense / Public Domain

 Bild vergrößernGeborgene Wasserstoffbombe von Palomares

Eine der zwei unbeschädigten Wasserstoffbomben lag mehrere hundert Meter unter Wasser und wurde erst nach etlichen Wochen geborgen.

Ein halbes Kilo Plutonium ist noch im Boden

„In Form von Aeorosolen ist es sogar besonders gefährlich für die Gesundheit wie im Fall von Palomares“, sagt Xanthe Hall, Expertin für Atomwaffen bei der Organisation IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.). „Wissenschaftler von Princeton errechneten 2001, dass pro inhaliertem Milligramm Plutonium etwa 2,85 Todesfälle zu erwarten sind. Das US-amerikanische BEIR-Komitee schätzt die Zahl sogar noch höher ein: sechs bis zwölf Krebstote pro Milligramm.“

ALLES lesen …

„Chrome Dome“ lief nach dem Unfall bei Palomares nur noch zwei Jahre weiter. Nach einem ähnlichen Unglück mit einem B-52-Bomber bei der Thule Air Base in Grönland im Jahr 1968 beendete die US Air Force die Operation. Dort war die Strahlenbelastung noch deutlich stärker – vor allem für die Dekontaminierungskräfte. Allerdings war keine zivile Ortschaft betroffen. Die Einstellung von „Chrome Dome“ erfolgte aber nicht aus humanitären Gründen: Land-und-U-Boot-gestützte Interkontinentalraketen hatten es dank ihrer Zweitschlagkapazität möglich gemacht, auf die teuren, unfallträchtigen und in der Öffentlichkeit immer kritischer gesehenen Dauerpatrouillen mit nuklear bestückten Langstreckenbombern zu verzichten.

 

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ICH  BIN  LUISE

Wir haben Agrarindustrie satt! ++ Erfolg für die kritische Wissenschaft

 

Freitag, 08.01.2016

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Wir haben es satt! Kommen Sie zur Großdemo am 16. Januar

Wir haben es satt!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

auf der „Wir haben es satt“-Demonstration gegen die Agrarindustrie beweisen jedes Jahr wieder Zehntausende TeilnehmerInnen, dass ihnen Überzeugungen wichtiger sind als das Wetter. Auch dieses Mal werden wir am 16. Januar wieder im Berliner Regierungsviertel demonstrieren. Seien Sie dabei, wenn wir gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern auf die Straße gehen und eine andere Landwirtschaft fordern!

Wir haben es satt!Wir haben es satt, dass Tiere wie Maschinen behandelt, in Reih‘ und Glied eingesperrt, mit Medikamenten vollgepumpt, möglichst billig gefüttert, im Akkord geschlachtet und für ein paar Cent auf dem Weltmarkt verkauft werden. Wir haben es satt, dass die Bundesregierung nach jedem Schlupfloch sucht, um die Agro-Gentechnik doch noch einzuführen, anstatt Gentechnikfreiheit offensiv als Zukunftsmodell zu vertreten. Wir haben es satt, dass immer mehr Ackergifte auf den Feldern und in unseren Lebensmitteln landen. Wir haben Freihandelsabkommen satt, die die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher machen.

„Wir haben es satt“ bedeutet, dass wir demonstrieren, weil wir etwas ändern können. Wir wollen eine ökologische Landwirtschaft ohne Gift und Gentechnik. Wir wollen eine echte Beziehung zwischen ProduzentInnen und VerbraucherInnen. Das sind die technischen und sozialen Innovationen, die uns alle langfristig satt machen. Denn unser Planet hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

Auf unserer Demoseite finden Sie alle wichtigen Informationen zu Ablauf und Anreise

Erfolg für die kritische Wissenschaft

Gilles-Éric Séralini, © Alberto NoviDer Wissenschaftler Gilles-Éric Séralini hat einen bedeutenden Beitrag zur unabhängigen Forschung über Gentechnik und das Pestizid Glyphosat geleistet. Weil seine kritischen Forschungen der Industrie aber überhaupt nicht passen, sah er sich in den letzten Jahren einer beispiellosen Diffamierungskampagne ausgesetzt.

Nun ist sein guter Ruf wiederhergestellt: Der Gentechnik-Befürworter Marc Fellous, ehemaliger Vorsitzender der Französischen Kommission für Biomolekulartechnik, hatte versucht, Séralinis Arbeit mit offenbar erfundenen Behauptungen in den Dreck zu ziehen. Nun wurde der Gentechnik-Verfechter vom Obersten Gericht in Paris wegen »Fälschung« und »der Verwendung von Fälschungen« in einem Verleumdungsprozess verurteilt.

Séralini und sein Team konnten erst kürzlich beweisen, dass viele Industrie-Studien wegen grober Fehler in der Durchführung als unseriös eingestuft werden müssen. Weil sich die behördliche Zulassungspraxis fast ausschließlich auf solche Studien verlässt, ist unabhängige Forschung besonders wichtig. Wegen seines unermüdlichen Einsatzes erhielt Séralini deshalb zu Recht den Whistleblower-Preis 2015.

Erfahren Sie mehr in unserer aktuellen Meldung

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Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
Vorstand

Termine

Ringvorlesung Umwelt: Dienen Freihandelsabkommen wirklich dem freien Handel?

Mittwoch, 13. Januar 2016, 19:30 Uhr
Hauptgebäude TU München, Karl-Max-v.-Bauernfeind-Hörsaal 2750,
Arcisstraße 21, 80333 München

Durch die intensiven Diskussionen um das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA ist Handelspolitik wieder in der Öffentlichkeit angekommen. TTIP ist auch Thema des Vortrags von Karl Bär, Referent für Handels- und Agrarpolitik am Umweltinstitut München. Thematisiert werden auch die Abkommen der EU mit ehemaligen Kolonien in Afrika, Asien und Lateinamerika. Jenseits der einzelnen Beispiele wird geklärt, wo die Freihandelsidee herkommt, welche Kritik es daran gibt und wem Freihandelsabkommen nutzen.

Weitere Infos zur Veranstaltung

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ICH  BIN  LUISE

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Wir haben es satt!

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"Wir haben es satt!", Demo 2015
Schattengrafik

Liebe Leserin, lieber Leser,

in Deutschland werden jährlich über 800 Millionen Tiere gemästet, größtenteils in Massentierhaltung. Dadurch wird viel zu viel Gülle produziert, die auf zu wenig Ackerfläche verteilt werden muss, was wiederum bedeutet: Die Böden können nicht alle Nährstoffe aufnehmen, viele Tiere und Pflanzen sind durch die Überdüngung gefährdet oder sterben, das Grundwasser wird durch steigende Nitratwerte verseucht.

Der Trend zu Megaställen ist hierzulande ungebrochen, und das, obwohl der Fleischkonsum der Deutschen abnimmt. Nach einer BUND-Studie werden in Deutschland aktuell Hunderte neue Mastanlagen geplant, überwiegend von Großerzeugern. Diese Großerzeuger produzieren immer mehr Fleisch in immer weniger Betrieben – und exportieren das Billigfleisch zu Dumpingpreisen ins Ausland. Viele kleinere bäuerliche Betriebe müssen aufgeben, weil sie hier nicht mithalten können.

Kommen Sie daher am 16. Januar nach Berlin zu unserer „Wir haben es satt“-Demo gegen Massentierhaltung und zeigen Sie Gesicht für eine ökologische Landwirtschaft.

Beste Grüße vom BUND

Friederike Otto

Linie gruen

Demo: Wir haben es satt!

Multiresistente Keime durch übermäßigen Antibiotika­einsatz, erhöhtes Risiko für Vogelgrippe, tierunwürdige Lebensbedingungen: Dies sind nur einige Folgen industrieller Massentierhaltung – dennoch werden in Deutschland immer noch neue Tierfabriken gebaut. Wenn Sie das alles auch gründlich satt haben:

Kommen Sie zur Demo am 16. Januar in Berlin!


Vorschau: „Fleischatlas“ regional

Immer mehr Deutsche reduzieren ihren Fleischkonsum – und achten auf regionale Herkunft und ökologische Erzeugung. Im Gegensatz dazu baut die Fleischindustrie ihre Kapazitäten massiv aus. Dies ist einer der vielen Widersprüche der Tierproduktion, den der „Fleischatlas Deutschland Regional 2016“ mit Blick auf die Bundesländer aufzeigt. Er erscheint am 13.1.2016.

Hier gibt es erste Infos zum neuen „Fleischatlas“

Linie gruen

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Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin, Tel. 0 30 / 2 75 86-40, bund@bund.net
Redaktion: Yvonne Weber (verantwortlich), Friederike Otto

Bildquelle:
Titelbild: Die Projektoren

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ICH  BIN  LUISE

In zehn Tagen Demo: „Wir haben es satt!“

Wir sind die Agrarwende

 

https://www.campact.de/agrarwende/

Wenn hier kein Bild angezeigt wird, müssen Sie die Anzeige von Bildern freischalten!

Die Agrarlobby überzieht das Land mit Megaställen und Großschlachthöfen – und geht arrogant über Widerstand hinweg. Das wollen wir ändern. Lassen Sie uns am Samstag, 16. Januar, mit einer eindrucksvollen Großdemonstration zeigen: „Wir haben Agrarindustrie satt!“ Kommen Sie mit!

 https://www.campact.de/agrarwende/

Liebe S. Hanah ,

Zehntausende strömten auf die Straßen Berlins, etliche verkleidet als Kühe und Schweine, mit entschlossenen Slogans auf den Lippen – Menschen wie Sie und ich. Als im letzten Jahr um diese Zeit 50.000 die „Wir haben es satt!“-Demonstration zu einem großen Erfolg machten, da war klar: Diese Bewegung für eine bäuerliche Landwirtschaft, für gutes Essen, die hält so schnell nichts auf.

Umso erschreckender ist es, wie die Agrarindustrie weiter Megaställe in Kleinstadt-Größe baut: 80.000 Schweine in Tornitz, 56.000 in Haßleben, 400.000 Hühnerschlachtungen pro Tag in Wietze. Betrieben von Landwirten ohne Land, auf Höfen ohne echte Bauern.

Ganz so, als gäbe es keinen breiten Bürger/innen-Protest, als wären uns das Tierleid, die Wasserverschmutzung oder die Antibiotika-Schwemme egal.

Die Agrarlobby nimmt uns noch nicht ernst genug. Doch am 16. Januar, also Samstag in einer Woche, haben wir die Chance, sie eines Besseren zu belehren. Dann gehen wir mit zehntausenden Verbraucherinnen und Verbrauchern, Bäuerinnen und Bauern in Berlin auf die Straße und zeigen laut und deutlich: Wir haben Agrarindustrie satt!

„Die Agrarwende wird nicht kommen!“, behauptete Agrarlobby-Präsident Joachim Rukwied kürzlich im Spiegel. Beweisen Sie ihm in zehn Tagen: Er liegt falsch. Wir sind gekommen, um zu bleiben. Bitte schließen Sie sich an!

Wir brauchen noch Menschen, die uns vor Ort unter die Arme greifen: die die Demo als Ordner/innen begleiten, Fahnen verteilen oder Spenden sammeln. Außerdem soll es ein starkes Aktionsbild geben: eine riesige Agrarfabrik, vor der als Kühe und Schweine verkleidete Menschen panisch fliehen, bis die Fabrik von den Demonstrant/innen gestoppt wird. Bitte unterstützen Sie uns! Wenn Sie helfen wollen, senden Sie uns bitte eine kurze Mail an aktion@campact.de – dann können wir besser planen.

Ich freue mich sehr darauf, Sie am 16. Januar in Berlin auf der „Wir haben es satt“-Demonstration zu sehen.

Herzliche Grüße
Chris Methmann, Campaigner

PS: Wir wollen mit einer beeindruckenden Menschen-Masse in die Tagesschau. Informieren Sie bitte Freund/innen, Verwandte oder Kolleg/innen über die Demo. Leiten Sie dazu diese Mail gern weiter!

 

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