Archiv der Kategorie: geldmangel

Schwarzfahren für Gerechtigkeit

http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/schwarzfahren-fuer-gerechtigkeit.html

Von: Jens Wernicke, NachDenkSeiten

 

Die Hartz-Gesetze stehen synonym für ein System aus Lohnsenkungen, Verarmung, Entrechtung und den Kampf gegen Arme statt gegen Armut. Sie eröffneten das Dauerfeuer auf Lohnabhängige und forcierten eine Entwicklung hin zum Boom der Leiharbeitsbranche, die aus gutem Grund auch als „moderner Sklavenhandel“ kritisiert wird. Dank der neoliberalen Ideologie, die die Armen für ihr Elend selbst verantwortlich macht und verpönt, ist der reale Widerstand der Betroffenen gegen die ihnen beständig zugefügten Demütigungen oft gering. Dass das nicht so sein muss, erfuhr Jens Wernicke im Gespräch mit dem Anti-Hartz IV-Aktivisten Manfred Bartl, der immer wieder mit verschiedenen Aktionen darauf hinweist und dafür wirbt, die eigenen Grundrechte ganz praktisch zu verteidigen, um in diesem System nicht unterzugehen.

Weiterlesen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=36319

Samstag, 31. Dezember 2016

Neuigkeit zur Petition: Das sagen die EU-Abgeordneten – oder eben NIX!

https://www.change.org/p/eu-verpflichtet-superm%C3%A4rkte-ihr-unverkauftes-essen-zu-spenden-stopfoodwaste/u/18414806

Claudia Ruthner

Tutzing, Deutschland

10. Nov. 2016 — Die Antwortfrist für PetitionPlus ist abgelaufen. Hier ist der Link dazu: https://www.abgeordnetenwatch.de/eu/petitionen/eu-verpflichtet-supermarkte-ihr-unverkauftes-essen-zu-spenden

68% haben sich für die Forderung nach einem Wegwerfverbot für Supermärkte ausgesprochen, 29% dagegen, 3% haben sich enthalten. Die CDU war mehrheitlich dagegen, SPD, Grüne und Linke mehrheitlich für die Forderung.

Knapp 2/3 der Abgeordneten (nämlich 59) haben noch keine Position zum Wegwerfverbot eingetragen. Das wird einfach still „ausgesessen“…
Um das Thema bei so vielen Politiker*innen wie möglich publik zu machen, wäre es sehr hilfreich, direkt bei den Politiker*innen in Eurem Wahlkreis nachzufragen, die noch nicht mitgemacht haben.

Nachfolgend schicke ich Euch einen Link. Einfach unter der Übersicht Eure PLZ eingeben und dann den/die Abgeordneten raussuchen, der/die nicht teilgenommen hat und dann auf „zur Position befragen“ klicken und ihn/sie fragen, wie er/sie
sich zu diesem Thema positioniert.

https://www.abgeordnetenwatch.de/eu/petitionen/eu-verpflichtet-supermarkte-ihr-unverkauftes-essen-zu-spenden

VIELEN DANK!!!


Neuigkeit zur Petition !!! DAS UMFRAGE-ERGEBNIS IST DA !!!

https://www.change.org/p/eu-verpflichtet-superm%C3%A4rkte-ihr-unverkauftes-essen-zu-spenden-stopfoodwaste/u/18044864

Claudia Ruthner

Tutzing, Deutschland

4. Okt. 2016 — Supermärkte sollten nach Meinung der Deutschen in der gesamten Europäischen Union dazu verpflichtet werden, abgelaufene Lebensmittel an gemeinnützige Initiativen zu spenden!

Eine überwältigende Mehrheit der Befragten – 87 Prozent – sprechen sich für ein solches Gesetz aus!

Wieder ein Teil-Erfolg, der auch möglich wurde durch die vielen Spender, die die Umfrage finanziert haben! EUCH MEIN HERZLICHESTES DANKESCHÖN!!!!!

Ab heute werden alle Europaabgeordnete aus Deutschland zu dieser Petition befragt. Es gibt die Möglichkeit, dass man eine Benachrichtigung bekommen kann, sobald Abgeordnete Antworten eingegeben haben.

Hier der Link zum Formular:
https://www.abgeordnetenwatch.de/eu/petitionen/lebensmittelverschwendung

Und hier noch der Link zu den detaillierten Ergebnissen der Umfrage!

ICH BIN SO STOLZ AUF UNS ALLE, wir bleiben dran und geben nicht auf bis das Gesetz in Kraft tritt!

Suchergebnisse
abgeordnetenwatch.de ist eine unabhängige und überparteiliche Internetplattform, auf der Bürgerinnen und Bürger die Kandidierenden…

 

 

Keine Hartz-IV-Kürzungen für Alleinerziehende: NEUE Petition – Ich brauche jetzt Ihre Unterstützung!

Anna-Maria Petri-Satter via WeAct

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition „Keine Hartz-IV-Kürzungen für Alleinerziehende“,

Erinnern Sie sich noch an mich? Im Frühling diesen Jahres war ich so wütend über die damals geplante Ungerechtigkeit, alleinerziehenden Hartz-IV-Empfänger/innen Geld für die Umgangstage ihrer Kinder zu kürzen, dass ich eine Petition gestartet habe. Gemeinsam mit Ihrer Unterstützung konnten wir so die Bundesregierung zum Umdenken bewegen: Auch durch unseren Protest wurde die geplante Gesetzesänderung gekippt, und die Einführung eines Umgangsmehrbedarfs in Aussicht gestellt.

DAS IST EIN SKANDAL
In der Zwischenzeit erreichten mich allerdings mehr und mehr Nachrichten verzweifelter Alleinerziehender: Obwohl die Kürzungen ja nun gar nicht gesetzlich festgeschrieben sind, werden sie bei vielen Betroffenen trotzdem faktisch umgesetzt. Es passiert de facto also genau das, was wir im Frühling verhindern wollten: Es wird gekürzt, und zwar am Existenzminimum von Kindern. Das ist ein unhaltbarer Zustand, den ich mit einer neuen Petition unbedingt verhindern will und dazu brauche ich Ihre Hilfe:

https://weact.campact.de/petitions/umgangsmehrbedarf-jetzt

DAS IST UNSERE CHANCE
Aktuell arbeitet die Bundesregierung an einer Neuregelungen der Hartz-IV-Regelsätze. Hier bietet sich der Bundesregierung auf dem Silbertablett die Möglichkeit, einen Umgangsmehrbedarf für Alleinerziehende einzuführen und damit Rechtssicherheit für die Betroffenen und ihre Kinder zu schaffen. Doch passiert ist bisher nichts. Ein Umgangsmehrbedarf ist im aktuellen Gesetzesentwurf für das Regelbedarfermittlungsgesetzes nicht vorgesehen – und liefert damit die Betroffenen der Willkür der Behörden aus. Das müssen wir jetzt gemeinsam ändern:

https://weact.campact.de/petitions/umgangsmehrbedarf-jetzt

Ich bin enttäuscht und wütend auf die Regierenden. Angesichts der unnötigen Verschärfung der Kinderarmut, in die hier unschuldige Kinder gebracht werden, und denen so von vorneherein jede Chancengleichheit mit ihren Altersgenossen versagt wird.

Wir müssen uns nun gemeinsam mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Regierung versteht: Wir meinten das ernst im Frühling, und wir nageln euch auf eure Versprechungen fest! Wir fordern die Regierenden auf: Tut endlich was – die Novellierung des Regelbedarfermittlungsgesetzes bietet euch die goldene Gelegenheit, nachhaltig Kinderarmut in Deutschland zu bekämpfen und Rechtssicherheit für alleinerziehende Hartz-IV-Empfänger/innen zu schaffen!

https://weact.campact.de/petitions/umgangsmehrbedarf-jetzt

Lassen wir Alleinerziehende und ihre Kinder nicht auf halber Strecke im Regen stehen. Ich hoffe, dass Sie sehen, wie wichtig es ist, dass wir uns nun nochmal verstärkt für diese Familien einsetzen und die Regierung zum Handeln bewegen. Wir haben sie im Frühjahr schon einmal bewegt. Nun wollen wir sie beim Wort nehmen. Seien Sie dabei!

https://weact.campact.de/petitions/umgangsmehrbedarf-jetzt
In großer Hoffnung auf Ihre weitere Unterstützung,
Ihre Anna Petri-Satter

Christliche Leitkultur bewahren – Keine Grundstücksschenkung für Großmoschee auf Kosten der Steuerzahler!

Verhindern wir Grundstücksschenkungen für Großmoscheen in Mohnheim auf Kosten des Steuerzahlers!
 
Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann will zwei Islamverbänden Grundstücke im Wert von über 850.000 Euro schenken, auf denen repräsentative Moscheen mit großen Kuppeln und hohen Minaretten errichtet werden sollen. Stoppen wir jetzt diesen zweifelhaften Umgang mit öffentlichem Vermögen:
jetzt UNTERZEICHNEN

Exzellenzinitiative: Geldbeschaffung als Selbstzweck

http://www.spektrum.de/news/geldbeschaffung-als-selbstzweck/1409208

Zukünftig soll es einen festen Kreis von Eliteunis geben, die dauerhaft unterstützt werden. Nun regt sich Kritik in Form einer Petition.

Geld zählen

© iStock / Michael DeLeon
(Ausschnitt)
„Die Exzellenzinitiative ist ein Symptom, aber ein offenkundig bösartiges“, schreibt Tilman Reitz, Sozialwissenschaftler an der Universität Jena. Für ihn steht das nun erneut aufgelegte Programm des Bundes exemplarisch für den ausufernden Statuswettbewerb im Bildungssystem: Geldbeschaffung sei Selbstzweck geworden, fehlende internationale Sichtbarkeit das vermeintlich wichtigste Problem. „Die Hierarchisierung des deutschen Hochschulsystems wird durch kein anderes monetär-symbolisches Instrument so stark vorangetrieben.“

Mit der einst weitgehend egalitären Forschungslandschaft ist nach den jüngst beschlossenen Plänen wohl tatsächlich langsam Schluss. Die neue Exzellenzinitiative sieht vor, acht bis elf in einem Bewerbungsverfahren ausgewählte Unis für exzellent zu erklären und dann dauerhaft mit Bundesmitteln zu fördern.

http://www.tagesspiegel.de/wissen/die-naechste-exzellenzinitiative-gesucht-acht-bis-elf-dauerhafte-exzellenzunis/13481926.html

Mit 10 bis 15 Millionen Euro pro Universität und Jahr ist der zusätzliche Geldsegen überschaubar – aber er spaltet die deutschen Universitäten dauerhaft in unten und oben.

Im Fokus der Kritik stehen denn auch vor allem die Kriterien, an denen Exzellenz ermessen wird. Sie seien im Kern wissenschaftsfremd, beanstandet Reitz, und orientierten sich vor allem an äußeren Erfolgsindikatoren – und verstärken so „eine Fassadenkultur der Antragstellung“, schreibt der Forscher auf einer Webseite zu seinem offenen Brief.

https://exzellenzkritik.wordpress.com/

Seit dem Start der Zeichnungsfrist vor fünf Tagen haben etwa tausend Gleichgesinnte das Anliegen unterstützt

https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-gute-forschung-und-lehre-argumente-gegen-die-exzellenzinitiative

– zusätzlich zu den 100 Erstunterzeichnenden, vor allem aus Forschung und Lehre.

„Wir wollen zeigen, dass die deutsche Wissenschaft doch in der Lage ist, sich öffentlich zu erklären, wenn etwas nicht stimmt“, erläutert Reitz die Motivation hinter der Initiative. „Jetzt ist sozusagen die letzte Gelegenheit, noch einmal öffentlich zu zeigen, dass die Verstetigung der Exzellenzinitiative bei großen Teilen der deutschen Wissenschaft nicht willkommen ist.“

Alte Probleme geraten in den Hintergrund

Tatsächlich kritisieren viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seit Jahren eine wahrgenommene „Ökonomisierung“ der Wissenschaftspolitik, den Trend zu stärkerem Wettbewerb und Effizienzdenken. So wie der ikonische „Wettbewerb um die klügsten Köpfe“ des Bologna-Prozesses, bei dem unter anderem die Abschlüsse Bachelor und Master in Deutschland Einzug hielten. Umstritten ist bis heute, ob solche Ansätze wirklich Forschung und Lehre befördern – wie auch Befürworter der Exzellenzinitiative hoffen – oder sie an den Rand drängen, wie inzwischen zahlreiche Kritiker speziell aus der Wissenschaft befürchten.

Vor allem aber drohten viele lange bekannte Probleme des Wissenschaftssystems aus dem Blick zu geraten – oder gar als erwünscht legitimiert zu werden. Bereits 2010 warnte der Wissenschaftsrat in seinen Empfehlungen zur Differenzierung der Hochschulen vor dieser Gefahr:

https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/2KCRS47GLB4CAFKEPU5EA6V3OFR2BKDU

Dort heißt es, die Universitäten seien gezwungen, durch Exzellenzmittel chronische Unterfinanzierung auszugleichen, dadurch verfestige sich unter Umständen der Eindruck, Unterausstattung sei für den größeren Teil des Qualitätsspektrums von Wissenschaft akzeptabel.

Exakt diese Situation sehen die Exzellenzkritiker nun gekommen. Die seit Jahren immer wieder kritisierte schlechte Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses, so Tilman Reitz, könne man in Zukunft einfach als Folge des Wettbewerbs erklären – gegenüber den wenigen exzellenzfinanzierten Nachwuchsforschern. Stattdessen streiten die Unterzeichner der Petition für eine solide Grundfinanzierung für Forschung und Bildung, weniger Elite und stattdessen mehr Freiraum für die Forschung, wie sie in der Begründung ihrer Petition schreiben. Vor allem aber lehnt Initiator Reitz dauerhafte Förderung für einen kleinen Kreis erwählter Hochschulen ab – aus Prinzip. „Wer Solidarität schätzt, lehnt Privilegien ohnehin ab. Das sollte in der Wissenschaft nicht anders sein als in anderen Lebensbereichen.“

© Spektrum.de

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ICH  BIN  LUISE