Archiv der Kategorie: LUNGEderWELT

Die Bäume weinen! Holzfäller sofort stoppen!

https://www.regenwald.org/newsletter/2835

Illegal gefällte Rosewood-Stämme in Madagaskar

Die Bäume weinen! Holzfäller sofort stoppen!

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Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

rot gefärbt – als würden sie bluten – liegen die Stämme gefällter Palisanderbäume am Straßenrand. „Die Holzfäller arbeiten in atemberaubendem Tempo“, sagt die Ökologin Hazel Chapman: „Wenn wir nicht schnell handeln, sind die Wälder verloren.“

In Nigerias Bundesstaat Taraba schlagen Holzfäller Palisander, um die Stämme nach China zu verkaufen. Es herrscht eine Stimmung wie während eines Goldrauschs.

Nigerianische Umweltschützer sehen in einem sofortigen Export-Verbot für Palisander die einzige Chance für den Wald. Bitte unterstützen Sie ihre Forderung an Umweltministerin Amina J. Mohammed mit Ihrer Unterschrift.

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Freundliche Grüße und herzlichen Dank

Reinhard Behrend
Rettet den Regenwald e. V.

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Für den Superhighway wurde eine Schneise in den Wald geschlagen

Die Ekuri verteidigen ihren Regenwald

Entschlossen wehren sich die Ekuri in Nigeria gegen die Bulldozer. Mutig verteidigen sie ihr Paradies, das für eine Schnellstraße zerstört werden soll. Einige Dörfer haben sich zusammengefunden, um ihre Heimat vor der drohenden Abholzung zu beschützen. Die Einwohner von 180 weiteren Ortschaften ahnen jedoch noch nichts von der Gefahr.

Um die Menschen dort zu informieren und um den Widerstand zu organisieren, fahren Aktivisten der Organisation „Ekuri Initiative“ in die Dörfer. Sie zeigen Wege auf, wie der Regenwald geschützt werden kann.

Bitte unterstützen Sie die Ekuri, den Cross-River-Urwald zu schützen. Ihre Spende hilft, die Heimat von Menschen, Gorillas und Waldelefanten zu erhalten.

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Bitte unterschreibt: Diesen Wald niemals für Aluminium opfern

Zwei Antilopen

Bitte unterschreibt: Diesen Wald niemals für Aluminium opfern

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Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

Ghanas Tano Offin Forest gehört zu den vielfältigsten Regenwäldern in Westafrika. Weitgehend unberührt von Menschenhand leben hier mehr Tier- und Pflanzenarten als anderswo. Die über 41.000 Hektar große Fläche gehört zu Ghanas „Gebieten der Biodiversität von globaler Bedeutung“.

Trotzdem hat die Firma Exton Cubic Group die Lizenz bekommen, großflächig Bauxit abzubauen. Das hätte vernichtende Folgen für den Wald. Schon heute gehört Ghana zu den Ländern mit dem höchsten Waldverlust weltweit.

Bitten fordern Sie zusammen mit zahlreichen Umweltorganisationen in Ghana den Schutz der einzigartigen Wälder.

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Freundliche Grüße und herzlichen Dank

Reinhard Behrend
Rettet den Regenwald e. V.

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Ein Schimpanse in Liberia

Wir schaffen einen Nationalpark für Liberias Schimpansen

Es ist ein aufregendes, ein faszinierendes Projekt: Der tropische Wald von Gbi in Liberia wird zum Nationalpark erklärt.

Sie, liebe Leser, können die tatkräftigen Schimpansen-Schützer der Wild Chimpanzee Foundation dabei unterstützen, damit das einzigartige Projekt rasch ein Erfolg wird.

Die Wissenschaftler müssen das 100.000 Hektar große Gebiet detailliert untersuchen und kartieren, damit die Grenzen des Nationalparks möglichst weit gefasst werden. Dazu sind mehrere Expeditionen in den dichten Regenwald nötig, für die einheimische Ranger ausgebildet werden.

Jede Spende hilft:

  • 10 Euro wird veranschlagt, um 50.000 Quadratmeter Wald systematisch zu erkunden.
  • 175 Euro Gehalt bekommt ein Ranger pro Expedition.
  • 50 Euro müssen für seine Verpflegung bezahlt werden.
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Bitte unterschreibt: Regenwald abholzen für meine Reise? Nein Danke!

Flugzeug über verbranntem Regenwald

Bitte unterschreibt: Regenwald abholzen für meine Reise? Nein Danke!

Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

Fliegen soll grüner werden, zumindest auf dem Papier. Mit CO2-Zertifikaten und Biokerosin will die Branche „klimaneutral“ wachsen“.

Doch der Handel mit CO2-Zertifikaten reduziert nicht die Emissionen. Damit wird lediglich die Verantwortung auf andere abgeschoben.

Biosprit ist auch keine Lösung. 260 Millionen Tonnen Kerosin verbraucht die Luftfahrt derzeit pro Jahr. 2050 sollen es bis zu 900 Millionen Tonnen sein. Um auch nur einige wenige Prozent des Flugzeugtreibstoffs durch Biosprit zu ersetzen, benötigt die Branche riesige Anbauflächen. Die industriellen Monokulturen zerstören die Umwelt und belasten das Klima.

Biokerosin für den Flugverkehr bedeutet zudem fast unvermeidlich Palmöl. Und Palmöl einzusetzen, heißt, die Abholzung der Regenwälder für den Anbau von Ölpalmen voranzutreiben.

Bitte protestieren Sie gegen die Pläne der internationalen Luftfahrtbehörde ICAO:

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Freundliche Grüße und herzlichen Dank

Reinhard Behrend
Rettet den Regenwald e. V.

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Bitte unterschreibt: Kein Asphalt im Elefantenwald!

Zwei Zwergelefanten auf Borneo

Bitte unterschreibt: Kein Asphalt im Elefantenwald!

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Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

am Fluss Kinabatangan in Sabah leben noch fast 350 Zwergelefanten. Malaysias Regierung will jetzt durch das Schutzgebiet eine Brücke bauen und eine bestehende Schotterpiste asphaltieren. Dadurch wird der Lebensraum der Tiere zerschnitten.

„Diese Straße wäre das Todesurteil für die Elefanten“, warnt der Biologe Raymond Alfred vor dem Straßenbauprojekt.

Schon heute ist das Paradies am Kinabatangan bedroht, wo Nashornvögel umherfliegen, Orang-Utans und Nasenaffen zwischen den Bäumen turnen und Elefanten durchs Unterholz stapfen. Holzfäller schlagen illegal Bäume, und von allen Seiten rücken Palmölplantagen näher.

Bitte helfen Sie, Schaden für die Zwergelefanten und die Natur in Sabah abzuwenden, und unterschreiben Sie unsere Petition.

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Freundliche Grüße und herzlichen Dank

Reinhard Behrend
Rettet den Regenwald e. V.

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Orang-Utan in Tanjung Puting, Indonesien

Bäume pflanzen für die Orang-Utans

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Der indonesische Umweltschützer Basuki Bude Santoso hat in seinem Leben bereits Tausende Bäume gepflanzt. Seit einigen Jahren sorgt er dafür, dass dort wieder Wald wächst, wo er von Plantagenfirmen abgeholzt wurde – auch auf 80 Hektar inmitten des Tanjung Puting Nationalparks.

Als im Sommer 2015 Feuer im Nationalpark wüteten, löschten Basuki und Aktivisten der Organisation „Friends of the National Parks Foundation“ mit schlichten Feuerpatschen Brände. Nun arbeiten Basuki und der Förster Fajar Dewanto unermüdlich daran, dass auf der Asche neuer Wald wächst.

Bitte unterstützen Sie Basuki und Fajar mit Ihrer Spende. Die Kosten für die Aufzucht der Setzlinge und die Aufforstung betragen pro Tag nur etwa 26 Euro.

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Fwd: Diese zwei Männer stoppen TTIP…

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Sehr geehrte Frau Linnenkohl,

wir schicken Ihnen diese E-Mail nochmals zu, um sicher zu gehen, dass Sie dieses Schreiben gelesen haben. Es zeigt einen Weg auf, wie wir TTIP und CETA stoppen können.

Mit besten Grüßen

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Roman Huber

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Sehr geehrte Frau Linnenkohl,Niesco Dubbelboer und Arjen Nijeboer sind gegen CETA und TTIP. Die beiden Niederländer stehen für Millionen Menschen in ganz Europa, die die Handelsabkommen der EU mit Kanada und den USA stoppen wollen. Aber anders als viele kritische Europäer/innen haben Niesco und Arjen ein Druckmittel in der Hand: Sie werden einen Volksentscheid organisieren, der CETA, vielleicht auch TTIP, zu Fall bringt. Das wäre ein Wunder? Genau. Und das geht so:

CETA kommt nur einstimmig zu Stande. Es müssen also alle EU-Mitgliedstaaten zustimmen. Ein Rechtsgutachten bestätigt das. Stimmt nur ein Mitgliedstaat gegen das Abkommen, ist es gescheitert. Stellen Sie sich vor: Das niederländische Parlament ratifiziert CETA – dann sammelt die Initiative in sechs Wochen genug Unterschriften, um einen Volksentscheid darüber zu erzwingen. Die Abstimmung bindet die Regierung zwar nicht rechtlich, aber politisch. Beteiligen sich über 30 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung, wird die Regierung sich an das Ergebnis halten – das haben die Parteien bereits erklärt. Sagen die Niederländer „Nein“, ist Schluss mit CETA.

Helfen Sie jetzt mit einer Spende, die undemokratischen Handelsabkommen zu stoppen…

Eigentlich bräuchten wir in ganz Europa, auch in Deutschland, Volksentscheide über TTIP und CETA. Aber nur in fünf Ländern kann die Bevölkerung selbst eine Abstimmung anstoßen. Das Land, wo die Chancen am besten stehen, sind die Niederlande: 300.000 Bürger/innen können dort ein Referendum fordern. Unsere niederländische Partnerorganisation Meer Democratie, für die Arjen und Niesco arbeiten, hat diese Möglichkeit sogar selbst mit eingeführt – die beiden wissen also genau, was sie tun. Jetzt stellen sie gemeinsam mit weiteren Organisationen eine Kampagne auf die Beine, um die Handelsabkommen zu stoppen.

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Sagen die Niederländer „Nein“ zu CETA, dann ist wahrscheinlich auch TTIP erledigt. Sicher trauen sich dann auch andere Mitgliedstaaten, etwa Portugal, Österreich und Griechenland, ihre Kritik deutlich zu äußern. Niesco Dubbelboer und Arjen Nijeboer wissen, wie man Kampagnen organisiert. Aber Meer Democratie in den Niederlanden ist noch zu klein, um diese Kampagne alleine zu stemmen.

Wenn wir ihnen jetzt helfen – dann können sie einen riesigen Stein ins Rollen bringen. Jetzt müssen das Bündnis erweitert, Campaigner eingestellt, die Webseite ausgebaut, Zehntausende Kampagnenflyer gedruckt und verteilt werden. Gemeinsam können wir CETA und TTIP stoppen – es beginnt in den Niederlanden, mit diesen zwei Männern. Ein geeignetes Druckmittel haben die beiden in der Hand, es fehlt einzig am Geld. Schon mit 10, 30 oder 50 Euro tragen Sie viel dazu bei, eine schlagkräftige Kampagne in den Niederlanden zu organisieren.

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Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!

Mit den besten Grüßen

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Roman Huber

PS: Eigentlich ist es ganz einfach: Wenn wir Bürger/innen direkt mitentscheiden und eine Mehrheit undemokratische Handelsabkommen ablehnt, dann können diese Abkommen nicht beschlossen werden… Wir planen weitere direktdemokratische Initiativen, um TTIP und CETA zu Fall zu bringen – in mehreren deutschen Bundesländern prüfen wir die Möglichkeit, Volksinitiativen zu starten. Und wir werden die Forderung nach dem bundesweiten Volksentscheid stark machen. Damit wir zukünftig auch selbst solche Abstimmungen herbeiführen können.

Helfen Sie jetzt mit einer Spende, die undemokratischen Handelsabkommen zu stoppen.

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Mehr Demokratie e.V. unterstützen!

Direkt abstimmen über wichtige Zukunftsfragen – von der regionalen bis auf die internationale Ebene. Mit einem fairen Wahlrecht mehr Einfluss auf die parlamentarische Demokratie nehmen. Schleichenden Demokratieabbau durch Lobbyismus, intransparente Entscheidungsstrukturen und Machtkonzentration bei wenigen verhindern. Dafür kämpfen wir. Wir bewegen viel, könnten aber noch viel mehr bewegen – mit Ihrer Unterstützung!

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Indonesien: Brandstifter-Firmen für immer schließen!

https://www.regenwald.org/aktion/1018/indonesien-brandstifter-firmen-fuer-immer-schliessen

Ein Mann wird vor brennendem Regenwald interviewt„1.000 Hektar Torfregenwald wurden hier verbrannt“, so Umwelt-Aktivist Feri Irawan im TV-Interview. „Doch noch können wir den größten Teil des Waldes retten.“

„Unsere Wälder brennen wie nie zuvor, unsere Kinder sterben, Menschen und Tiere fliehen vor den Feuern, die Vögel fallen vom Himmel.“ Die Brandstifter, so Nordin von unserer Partnerorganisation Save our Borneo, sind vor allem Palmöl- und Holzkonzerne. „Die Regierung muss diese Firmen stilllegen.“ Bitte unterschreiben Sie seinen Appell.

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Nestlé soll ganz auf Palmöl verzichten

Ein junger Orang-UtanPalmöl in Schokoriegeln zerstört den Lebensraum der Orang-Utan.

Jede Minute wird eine Fläche von 35 Fußballfeldern tropischer Regenwälder vernichtet, und einer der größten Verursacher ist die Palmölindustrie. Eingesetzt wird Palmöl unter anderem für Schokoriegel. Nestlé behauptet, nur nachhaltiges Palmöl zu verwenden. Doch die Zertifizierung ist nachgewiesenermaßen ein Etikettenschwindel. Fordern Sie Nestlé auf, vollständig auf Palmöl zu verzichten.

https://www.regenwald.org/aktion/557/nestle-soll-ganz-auf-palmoel-verzichten

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Bitte unterschreibt: Elefantenjagd stoppen!

Ein deutscher Jäger neben dem Elefant, den er in Simbabwe erschossen hatEin makabres Bild: der Jäger posiert neben seiner Beute ( © The Telegraph )

Ein deutscher Jäger hat in Afrika einen besonders stattlichen Elefanten erschossen. Touristen erlegen jedes Jahr Tausende gefährdeter Tiere. Die EU und die USA erlauben die Einfuhr von Trophäen wie Felle und Zähne. Bitte fordern Sie von Kommissionspräsident Juncker und Präsident Obama, das zu stoppen, damit diese Jagd ein Ende hat.

https://www.regenwald.org/aktion/1011/bitte-unterschreibt-elefantenjagd-stoppen

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ICH  BIN  LUISE

Hydrologie: Was steckt hinter dem kochenden Amazonasfluss?

http://www.spektrum.de/news/was-steckt-hinter-dem-kochenden-amazonasfluss/1400062

In Peru fließt ein heißer Fluss durch den Regenwald – weit entfernt von Vulkanen und Thermalquellen. Was heizt ihn auf?

Fluss in Amazonien (Symbolbild)

© iStock / danielaramosstock
Mitten im peruanischen Amazonasgebiet fließt ein Fluss wie kein anderer in der Region: Über mehr als sechs Kilometer Länge ist sein Wasser durchschnittlich 86 Grad Celsius heiß, an manchen Stellen kocht es sogar. Tiere, die hineinfallen oder ihn durchqueren wollen, sterben meist und werden gesotten. Doch was heizt das Fließgewässer überhaupt auf, das teilweise breiter ist als eine zweispurige Straße? Diese Frage stellt sich der Geophysiker Andrés Ruzo von der Southern Methodist University in Dallas, der über seine Entdeckungen bereits einen TED-Talk gehalten hat. Geothermale Quellen oder größere Gewässer sind keine Seltenheit. Allerdings kommen sie in dieser Größe meist im Umfeld von aktiven oder ruhenden Vulkanen vor. In Peru ist der nächste Vulkan jedoch mehr als 700 Kilometer vom „kochenden Fluss“ entfernt, den die einheimische Bevölkerung Shanay-timpishka nennt: „von der Sonne zum Kochen gebracht“.

Die Kraft der Sonne reicht aber nicht aus, um das Gewässer so stark aufzuheizen. Geochemische Analysen durch Ruzo belegen zudem, dass das Wasser im Fluss aus Regenfällen stammt und kein kristallines Wasser aus dem Erdmantel oder tieferen Lagen der Erdkruste enthält. Wo die Niederschläge niedergingen, ist allerdings noch unklar; womöglich sogar in den hunderte Kilometer entfernten Anden. Danach versickerten sie in der Tiefe, wo sie geothermisch aufgeheizt wurden, bevor sie im Tiefland wieder zu Tage treten. Sollte sich dies bestätigen, so existiert hier ein gigantisches hydrologisches System, das auch unterirdisch die Anden mit dem Amazonasbecken verbindet. Unwahrscheinlich ist das nicht: So besitzt der Amazonas womöglich einen unterirdischen Zwilling, der mehr Wasser als der Rhein führt und in 4000 Meter Tiefe durch das Sediment sickert. Trotz seiner extremen Bedingungen beherbergt der Shanay-timpishka zudem einzigartiges Leben, wie Ruzo ebenfalls entdeckt hat: einige Archeenarten, die zu den so genannten Extremophilen zählen und bislang nur hier nachgewiesen wurden.

 Cover Spektrum Kompakt:  Regenwälder – Bedrohtes Paradies

Dabei hatte der Wissenschaftler selbst lange an der Existenz des Flusses gezweifelt, der von indigenen Schamanen regelmäßig für Zeremonien aufgesucht wird. Er erfuhr erstmals davon, als sein Großvater ihm von den Konquistadoren erzählte, die nach Amazonien zogen, um Gold zu finden. Nur wenige der spanischen Eroberer kehrten zurück und berichteten von Hunger, Krankheit, Menschen fressenden Schlangen – und einem kochenden Fluss. Als Ruzo Jahre später als Doktorand eine geothermische Karte von Peru zusammenstellte, fand er jedoch nichts über heiße Quellen im peruanischen Amazonasbecken, die dem Gewässer entsprechen könnten, und viele Kollegen hielten die Idee ohnehin für abwegig. Allerdings hatte eine seiner Tanten 2011 den Fluss besucht – der tatsächlich bereits touristisch in geringem Umfang genutzt wurde, während ihn die Wissenschaft bislang ignoriert hat: Bis auf einige wenige Veröffentlichungen in „Petroleum“-Journals aus den 1930er Jahren fand Ruzo nichts.

Dabei drängt die Zeit, denn der kochende Fluss befindet sich in einer Region, in der verstärkt Regenwald gerodet wird – sein Einzugsgebiet könnte also bald gefährdet sein und damit womöglich auch sein Zufluss. Und Ruzo möchte verhindern, dass der Shanay-timpishka selbst als Energiequelle genutzt wird. Er drängt deshalb darauf, dass die peruanische Regierung den kochenden Fluss als „nationales Denkmal“ schützt.

© Spektrum.de

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ICH  BIN  LUISE

Illegaler Vogelhandel: Der Urwald droht zu verstummen

http://www.spektrum.de/news/vogelfaenger-gefaehrden-artenvielfalt-in-indonesien/1396698

Indonesiens Vogelwelt, eine der artenreichsten und prächtigsten der Welt, schrumpft rapide. Gefahr droht ihr ausgerechnet von ihren größten Bewunderern: einheimischen Vogelfans.

In Indonesien leben immer mehr Vögel in Gefangenschaft.

© Kanitha Krishnasamy / Traffic
Meterhoch türmen sich Käfige, in ihnen turnen und flattern Vögel aller Couleur, es zwitschert, flötet und piept von allen Seiten: Die Vogelmärkte Javas sind legendär und bei vielen Touristen wegen ihres exotischen Flairs beliebt. Was die wenigsten wissen: Beim größten Teil der Tiere handelt es sich um Wildvögel. „Das Handelsvolumen ist so gewaltig, dass einst häufige Vögel rapide verschwinden“, sagt Chris Shepherd, Direktor der südostasiatischen Niederlassung der Artenschutzorganisation Traffic. Traffic veröffentlichte im September einen Bericht, der Experten weltweit alarmierte: 19 036 Vögel zählten Shepherd und Kollegen in drei Tagen auf drei großen Vogelmärkten.

Die Menschen in Indonesien sind begeisterte Vogelfans, das Halten von Vögeln ist Teil ihrer Kultur. In den großen Städten Balis und Javas – Jakarta allein hat elf Millionen Einwohner – besitzt ein Drittel aller Haushalte einen oder mehrere Vögel. Besonders begehrt sind die guten Sänger, mit denen ihre Besitzer an Gesangswettbewerben teilnehmen, die in Indonesien äußerst beliebt sind. Dort tirilieren mehrere Vögel um die Wette, während Richter die Kraft und den Variationsreichtum des Gesangs beurteilen. Lukrativ ist es obendrein: Je nach Wettbewerb locken Preisgelder zwischen 100 und mehreren tausend Euro – hohe Geldsummen, bedenkt man das Durchschnittseinkommen von rund 300 US-Dollar pro Monat.

Die Vogelmärkte Indonsiens sind legendär und bei vielen Touristen wegen ihres exotischen Flairs beliebt. Was die wenigsten wissen: Beim größten Teil der Tiere handelt es sich um Wildvögel, wie bei diesen Staren.
© iStock / dinozaver

Finken auf einem Vogelmarkt in Indonesien

Die Vogelmärkte Indonesiens sind bei vielen Touristen wegen ihres exotischen Flairs beliebt. Was aber die wenigsten wissen: Beim größten Teil der Tiere handelt es sich um Wildvögel.

Das Gesangsrepertoire eines Vogels wird direkt von der Umgebung geprägt, in der er aufwächst. Deswegen stellen Vogelbesitzer ihren Jungvögeln häufig auch Vorsänger an die Seite: Hört ein junger Vogel den Ruf des Vorsängers oft genug, baut er ihn in sein Repertoire ein.

Im Trend ist momentan der Ruf der „Grünen Jagdelster“ Cissa chinensis – mit direkten negativen Folgen: Der Bestand dieser Vogelart schrumpft. Indonesien steht wegen seiner einzigartigen Vogelwelt schon lange weit oben auf der Liste des internationalen Vogelschutzes. 1719 Arten leben hier – 17 Prozent aller Vogelarten weltweit. 454 Arten sind endemisch, manche kommen nur auf bestimmten Inseln vor, etwa Java-Adler, Bali-Stare oder der bezaubernde Paradiesvogel, der nur auf Papua zu finden ist.

Neue Vorliebe für Singvögel

Die Vorliebe für Singvögel hat sich in Indonesien erst in den vergangenen 30 bis 40 Jahren entwickelt. Zuvor wurden dort vornehmlich Tauben gehalten. Bis zum Jahr 2000 waren Kanarienvögel und chinesische Vogelarten in Mode. Wegen der Vogelgrippe wurden die Importe damals aber verboten, und das Interesse verlagerte sich auf einheimische Singvögel wie etwa die Damadrossel (Zoothera citrina) oder die Schamadrossel (Copsychus malabaricus). „Hört man auf Java heute einen Vogel zwitschern, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er im Käfig sitzt“, sagt Roland Wirth, Mitgründer der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz ZGAP, die sich für bedrohte, aber wenig bekannte Tierarten einsetzt und auch in Indonesien aktiv ist.

„Hört man auf Java heute einen Vogel zwitschern, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er im Käfig sitzt“ (Roland Wirth)

Um die hohe Nachfrage auf den javanischen Vogelmärkten zu befriedigen, werden die Vögel selbst auf den weit abgelegenen Inseln Indonesiens gefangen. Dabei gilt: Je seltener eine Vogelart, desto höher der Wert, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass auch das letzte Exemplar gefangen wird. Vogelfang wird von vielen als Hobby oder Nebenjob praktiziert. Und dank der modernen Technik ist das auch ein leichtes Unterfangen. Statt wie früher zunächst einen Lockvogel besorgen zu müssen, lässt sich der Gesang des Wunschvogels mit dem Handy direkt von der Website Xenocanto herunterladen. Die neugierigen Artgenossen fliegen herbei und flattern direkt ins Netz. „Die Betreiber haben bereits reagiert und den Gesang einiger bedrohter Vögel wegen der Vogelfänger herausgenommen“, erläutert Wirth.

Palmöl und Vogelfreunde setzen der Artenvielfalt zu

Dabei ist Vogelfang in Indonesien verboten. Alle einheimischen Vogelarten stehen unter Schutz, und ohne Genehmigung darf niemand Vögel fangen, transportieren oder verkaufen. So weit die Theorie. In der Praxis werden selbst stark bedrohte Arten wie der Bali-Star, von dem noch etwa 100 frei leben, offen zum Verkauf angeboten. „Keiner muss Angst vor Verfolgung haben, da niemand die Gesetze umsetzt. Dahinter stecken Korruption, Gleichgültigkeit, Motivationsmangel. Wenn die Behörden wollten, könnten sie dem illegalen Handel ein Ende bereiten“, erklärt Shepherd.

Palmölplantage in Indonesien
© Achmad Rabin Taim / CC-by-2.0
CC BY

Palmölplantage in Indonesien

Die Zerstörung des Lebensraums durch Palmölplantagen spielt in Indonesien die größte Rolle für das Artensterben – dicht gefolgt von den Vogelfreunden, die geschützte Tiere fangen und mit ihnen handeln.

Auch wenn die Zerstörung des Lebensraums – der Tieflandregenwald Indonesiens musste zu weiten Teilen Palmölplantagen weichen – die größte Rolle im Artensterben spielt, beschleunigt die enorme Nachfrage der Vogelfans es zusätzlich. Die Situation hat sich derart zugespitzt, dass Ende September erstmalig ein Songbird-Crisis-Kongress in Singapur abgehalten wurde. Ornithologen und Artenschutzorganisationen wie Traffic haben die 2014 neu gewählte Regierung Indonesiens nun dringend zum Handeln aufgefordert.

„Wenn die Behörden wollten, könnten sie dem illegalen Handel ein Ende bereiten“ (Chris Shepherd)

Wie das Vogelparadies zu retten ist, ist dennoch weitgehend unklar. Einen ungewöhnlichen und umstrittenen Ansatz verficht Paul Jepson von der University of Oxford, der sechs Jahre für BirdLife International in Indonesien gearbeitet hat. „Wir können die Vögel nicht retten, ohne die Kultur der Indonesier zu berücksichtigen“, betont Jepson. „In Europa halten Millionen Menschen Katzen. Die fressen Vögel. Wenn die Regierung nun ein Gesetz erlassen würde, die das Katzenhalten verbietet, um die Vögel zu schützen – wie erfolgreich wäre das wohl?“

Bei diesen Papageien auf einem indonesischen Vogelmarkt handelt es sich um geschützte Arten, ihr Verkauf ist verboten. Aber nur in der Theorie: der Handel wird nicht geahndet.
© iStock / MikeLane45

Loris auf einem Vogelmarkt

Bei diesen Papageien auf einem indonesischen Vogelmarkt handelt es sich um geschützte Arten, ihr Verkauf ist verboten. Aber nur in der Theorie: Der Handel wird nicht geahndet.

Jepson befürwortet die kommerzielle Zucht und möchte gleichzeitig das Bewusstsein der Bevölkerung für Artenschutz wecken. Die Idee dahinter ist einfach: Werden ausreichend Vögel gezüchtet, müssen keiner mehr gefangen werden. „Es muss eine Verlagerung stattfinden: weg vom Wildvogel hin zum Zuchtvogel. Der muss qualitativ überzeugen und das Ansehen seines Besitzers steigern“, so Jepson. Shepherd sieht das anders: „Arten, die man züchtet, werden trotzdem noch gefangen. Denn Vogelfang ist billiger als Vogelzucht. Und wenn man ohnehin nicht bestraft wird – warum sollte man Vögel dann züchten?“ Solange der Handel in Indonesien nicht kontrolliert werde, so lange sei die kommerzielle Zucht keine Lösung.

Nachgezüchtete Vögel könnten die Nachfrage anheizen

Der kommerzielle Ansatz ist im Artenschutz generell umstritten. Denn was, wenn nachgezüchtete Tiere die Nachfrage noch anheizen? Egal, ob es sich um Nashörner, Elefanten oder Vögel handelt, immer steht eine Minderheit einem Heer Interessenten gegenüber. So ergeht es gerade dem Schildschnabel (Rhinoplax vigil), einem der größten Hornvögel Indonesiens. Die prachtvollen Tiere tragen ein massives Horn, das sie zur Revierverteidigung nutzen, indem sie Kopf voran gegen ihren Rivalen knallen. In China war das Horn schon immer begehrt, da es sich zum Schnitzen eignet. In den vergangenen zwei Jahren explodierte die Nachfrage aber, und tausende Vögel wurden geschossen.

Bedrohte Vögel wie dieser indonesische Schwarzflügelstar werden in aufwendigen Zuchtprogrammen – in diesem Fall eine Kooperation des Heidelberger Zoos mit dem Cikananga Conservation Breeding Center – gezüchtet und vermehrt, in der Hoffnung, sie eines Tages wieder auswildern zu können.
© Florian Richter, Chikananga Conservation Breeding Center

Schwarzflügelstar

Bedrohte Vögel wie dieser indonesische Schwarzflügelstar werden in aufwändigen Zuchtprogrammen – in diesem Fall eine Kooperation des Heidelberger Zoos mit dem Cikananga Conservation Breeding Center – gezüchtet und vermehrt, in der Hoffnung, sie eines Tages wieder auswildern zu können.

Als letzter Ausweg bleibt somit die „Arche-Noah-Zucht“: Bedrohte Vögel werden in aufwändigen Zuchtprogrammen gezüchtet und vermehrt, in der Hoffnung, sie eines Tages wieder auswildern zu können. „Wir versuchen die Vögel über die Zeit zu retten“, sagt Wirth, der vor acht Jahren zum Beispiel die Zucht des seltenen Schwarzflügelstars mit Hilfe von Geldgebern wie der ZGAP und den Zoos von Chester und Heidelberg initiierte. Das Cikananga Conservation Breeding Center (CCBC) im Westen Javas hatte Erfolg, erlitt 2015 aber einen herben Rückschlag: 152 Stare wurden trotz Sicherheitsmaßnahmen von professionellen Wilderern gestohlen. „Das wirft die Zucht um Jahre zurück“, so Wirth.

Dennoch macht dieses Projekt ein wenig Hoffnung: 30 Vögel wurden am Rand des Halimun-Nationalparks bereits ausgewildert. Drei Paare haben sich fest angesiedelt und brüten nun schon im zweiten Jahr. „Am Rand des Nationalparks wird eine Goldmine betrieben. Wir haben das Wachpersonal mit eingebunden und das größte Dorf der Region.“ Die Dörfler sind stolz auf den hübschen, weißen Vogel – die Älteren erinnern sich, dass er in ihrer Kindheit allgegenwärtig war.

© Spektrum.de