Archiv der Kategorie: PLANETENSCHUTZ

Einladung: Konferenz „Kommunen & Freihandel“ in Nürnberg

Sarah Händel Mehr Demokratie e.V.

Handelsabkommen wie CETA, TiSA und TTIP beschneiden durch Investorenschutz und Marktöffnungsvorschriften unsere Demokratie. Betroffen sind auch die Kommunen, denn nicht einmal die Daseinsvorsorge (Wasser, Strom, öffentl. Nahverkehr usw.) wird vollständig vor mehr Wettbewerb geschützt. Das letzte Wort haben immer öfter Investoren und nicht demokratisch gewählte Gemeinderäte.

Sind Sie in Ihrer Stadt oder Gemeinde politisch engagiert oder haben ganz einfach Interesse an einer selbstbestimmten Demokratie in Ihrer Kommune?
Dann kommen Sie am 29. April zur Kommunenkonferenz nach Nürnberg!

*Wir laden Sie herzlich ein zur Konferenz: Kommunen & Freihandel*

Zeit: Samstag, den 29. April, Anreise: 10.30 Uhr, Start: 11 Uhr bis ca. 17.15 Uhr
Ort: Caritas-Pirckheimer-Haus, Königsstr. 64., 90402 Nürnberg
Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos!

Die Konferenz beleuchtet die Fallstricke des heutigen Freihandels für unsere Kommunen, aber auch die Bedeutung eines zunehmend deregulierten Weltmarktes für die Kommunen in den Entwicklungsländern. Es ist an uns, eine bürgernahe Daseinsvorsorge einzufordern und Profitinteressen bei der Grundversorgung abzuwehren! Auf der Konferenz wollen wir informieren, uns austauschen und vernetzen.

Eröffnet wird die Konferenz von Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg und Vizepräsident des Deutschen Städtetages. Als Referent/innen mit dabei sind Prof. Dr. Markus Krajewski (Internationales und öffentliches Recht, Uni Erlangen), Karl-Martin Hentschel, Bundesvorstand von Mehr Demokratie und viele mehr!

Alle Informationen zum Programm finden Sie auf der Webseite der
Konferenz: https://www.kommunenkonferenz.de/programm/

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Da die Plätze begrenzt sind, empfehlen wir eine schnelle Anmeldung.
Das Anmeldeformular gibt es hier:
https://www.kommunenkonferenz.de/anmeldung/

*Gemeinsam machen wir uns stark: Für faire Handelspolitik und eine bürgernahe kommunale Demokratie*

Herzliche Grüße, schöne Ostern und hoffentlich bis am 29. April in Nürnberg!
Ihre Sarah Händel, Bundesvorstand Mehr Demokratie e.V.

PS: Auch wenn TTIP erst mal auf Eis liegt: Es werden noch viele weitere derartige Abkommen folgen. Informieren Sie sich auf der Konferenz wie der Freihandel die Demokratie in den Kommunen einschränkt, damit wir in Zukunft die Grundversorgung mit Wasser, Strom, Wohnungen usw. besser vor unangebrachten Profitinteressen schützen können!

Die Konferenz wird ausgerichtet von: Mehr Demokratie, Attac, Ver.di, DGB, Bund, KAB, Mission Eine Welt, Südwind. In Kooperation mit der Petra Kelly Stiftung.

Klimaschutz-Memento: Nationalbank soll aus fossilen Energien aussteigen

Klima-Allianz Schweiz

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Klima-Allianz

Mit einem Klimaschutz-Memento fordern jetzt über 130 Persönlichkeiten die Schweizer Nationalbank auf, einen Ausstiegsplan aus fossilen Energien vorzulegen.

Eine Studie hat aufgedeckt, dass die Schweizer Nationalbank weiterhin knapp 11 Prozent des US-Aktienportfolios in fossile Industrie investiert. Der CO2-Ausstoss dieser Anlagen entspricht ähnlich vielen Treibhausgasen wie die gesamten jährlichen Emissionen der Schweiz.

http://www.artisansdelatransition.org/rapports/carbon-invest-schweizer-nationalbank.pdf

Jetzt mitunterzeichnen.
https://actionsprout.io/94D946

Unterzeichnen Sie jetzt das Klimaschutz-Memento und fordern Sie die Nationalbank auf, die CO2-Emissionen des gesamten global angelegten Portfolios zu veröffentlichen sowie einen Ausstiegsplan aus fossilen Energien zu entwickeln.

Die Nationalbank soll in Zukunft Investitionen in fossile Unternehmen ausschliessen. Darunter fallen Firmen mit den grössten Reserven an Kohle, Erdöl und Erdgas, die Schiefergas-Förderer und andere stark in Kohle exponierte Firmen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüssen,
Christian Lüthi, Geschäftsleiter

PS: Am Donnerstag 20. April übergeben wir das Klimaschutz-Memento der Nationalbank und suchen das Gespräch.

Klima-Allianz Schweiz / Alliance climatique suisse
c/o Alliance Sud
Monbijoustrasse 31
3011 Bern
christian.luethi@klima-allianz.ch

Illegaler Wildtierhandel: Ein Affe im Warenkorb

http://www.spektrum.de/news/ein-affe-im-warenkorb/1439942

Im Internet blüht der Handel mit exotischen und geschützten Arten. Unter dem kriminellen Milliardengeschäft leiden weltweit Ökosysteme und der Mensch.

Auch die possierlichen Kattas aus Madagaskar werden gehandelt

© iStock / catdawg23
(Ausschnitt)
Wer schon immer mal einen Affen als Haustier haben wollte, hat es heutzutage einfacher denn je. Im Internet werden exotische Tiere gehandelt, als wären sie Gebrauchsgegenstände – nur ohne Warnhinweise und Nutzerhandbuch. Wer es darauf anlegt, bekommt seltene Vögel, Reptilien und Affen geliefert. Auch nach Deutschland.

Das Geschäft mit der illegalen Ausbeutung natürlicher Ressourcen ist zum viertgrößten globalen kriminellen Sektor geworden und nach wie vor äußerst lukrativ: Mindestens 19 Milliarden Dollar pro Jahr sind der verbotene Handel mit Wildtieren sowie illegaler Fischfang und Holzeinschlag zusammengenommen wert, heißt es in einem Bericht des International Fund for Animal Welfare (IFAW).

Längst sind es nicht mehr nur Gelegenheitstäter, die die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld fangen. Zunehmend gehen organisierte Verbrecherbanden auf Jagd nach Elefanten und Nashörnern, bestens ausgerüstet mit Helikoptern, Nachtsichtgeräten und militärischen Waffen. Doch kriminelle Netzwerke haben auch andere Tiere im Visier, die sie lebend verkaufen – als Haustiere.

Gewalt, Korruption, Terror

Unter illegaler Wilderei leidet vor allem die lokale Bevölkerung. So sind im letzten Jahrzehnt in 35 Ländern mindestens 1000 Ranger beim Versuch, die Tiere zu schützen, ums Leben gekommen. Fälle, wie der im April 2013 in Mosambik, als die letzten 15 Nashörner im Nationalpark Limpopo unter Mithilfe der Ranger gewildert wurden, die sie eigentlich hätten beschützen sollen, zeigen, dass gegen die Banden kaum vorzugehen ist. Zumal auch lokale Beamte und Militärs mit den Wilderen zusammenarbeiten, indem sie Dokumente fälschen oder hochwertige Waffen besorgen – sei es aus finanziellen Interessen, sei es weil sie mit angedrohter oder tatsächlicher Gewalt unter Druck gesetzt wurden.

Sind die Ökosysteme leer geräubert, bleiben die Touristen aus und mit ihnen wichtige Einnahmen. Damit fördert der illegale Tierhandel nicht nur Gewalt und Korruption, sondern untergräbt auch die nachhaltige, wirtschaftliche Entwicklung der Länder.

„All das führt in vielen dieser Regionen zu Instabilität und Verunsicherung, was einen fruchtbaren Boden für das Entstehen rebellischer und terroristischer Gruppen liefert“, sagt Penny Wallace vom Artenschutzprogramm Traffic. Zudem sind illegaler Wildtierhandel und andere kriminelle Sektoren oft eng verbandelt. Gewilderte Tiere werden beispielsweise zusammen mit Drogen geschmuggelt oder gegen diese getauscht. Drogen als Bezahlung – ein kaum nachweisbares Geschäft.

Der illegale Tierhandel ist ein klassisches „low-risk, high-profit business“: Extrem hohe Umsätze kombiniert mit lächerlich niedrigen Strafen und einem relativ geringen Risiko, geschnappt zu werden. Das Internet liefert die ideale Plattform dazu – anonym, schwer zu überwachen und kaum zu kontrollieren.

Gesucht: Tot oder lebendig

Welches Ausmaß der Online-Tierhandel hat, zeigen Studien wie „Downloading Cruelty“ aus dem Jahr 2016. Die Tierschutzorganisation Born Free zählte dafür die auf vier US-amerikanischen Websites angebotenen Tiere: In drei Monaten waren über 3700 Exoten käuflich zu erwerben. Ein ähnliches Ergebnis lieferte die Studie der Organisation Pro Wildlife. Für „Endstation Wohnzimmer“ beobachteten sie den deutschen Markt über einen Zeitraum von fünf Jahren. Sie fanden Angebote für mehr als 10 000 exotische Säugetiere mit einem Gesamtwert von fast neun Millionen Euro. „Ein relativ geringer Teil davon wurde von Zoos angeboten“, erläutert Adeline Fischer, die Hauptautorin der Studie. „Der Großteil kam von Privatpersonen und kommerziellen Händlern.“

Tatsächlich werden nur auf chinesischen Websites noch mehr exotische Tiere und ihre Produkte angeboten als hier zu Lande, ergab vor wenigen Jahren eine Untersuchung des IFAW, die jedoch nur 16 verschiedene Länder untersuchte. Insgesamt mehr als 33 000 Anzeigen entdeckte die Organisation – in gerade einmal sechs Wochen. Vögel und Reptilien waren in Deutschland besonders beliebt, den bei Weitem größten Anteil der gehandelten Tiere bildeten legal gehandelte Schildkröten.

Der illegale Tierhandel ist ein klassisches „low-risk, high-profit business“

Aber der Handel mit exotischen Haustieren ist oft selbst dort problematisch, wo er noch in seinen legalen Bahnen bleibt. Vergeblich sucht man auch nach Hinweisen auf die besonderen Haltungsanforderungen. Denn wer weiß schon, dass beispielsweise ein geeignetes Terrarium für manche Geckos um die 1000 Euro kostet – plus hoher Stromkosten wegen der dringend nötigen UV-Lampe?

Zudem sind viele der angebotenen Tiere als Jungtiere süß und unschuldig. Wie gefährlich sie im ausgewachsenen Zustand sein können, wird verschwiegen oder bewusst verschleiert. So beschreibt ein Händler weiße Löwenbabys als „vollkommen harmlos“. Ob sie das in zwei bis drei Jahren immer noch sind, wenn sie über 100 Kilogramm wiegen und zehn Zentimeter lange Eckzähne haben?

"Von den Bäumen gepflückt"
© iStock / jackritw
(Ausschnitt)

 Bild vergrößern„Von den Bäumen gepflückt“

Plumploris sehen niedlich aus und sind deshalb sehr begehrt. Doch viele in der Wildnis gefangene Tiere überstehen nicht einmal den Transport.

Überforderte Besitzer, die ihr ausgewachsenes Tier dann doch nicht mehr so süß finden, setzen es mitunter einfach aus – das ist auch eine wachsende Bedrohung für die heimische Fauna und Flora.

Die Studien zeigten außerdem, dass nur wenige Anzeigen Informationen über den Gesundheitszustand der Tiere lieferten. Dabei können sie gefährliche Krankheiten einschleppen. Beispielsweise tragen Makaken häufig das Herpes-B-Virus in sich, das sich über Körperflüssigkeiten verbreitet. Die Krankheit ist für Affen harmlos, bei Menschen kann es zu manchmal tödlichen Hirnhautentzündungen kommen.

Wen interessiert schon, woher die Tiere kommen?

Besonders kritisch: Zahlreiche Anzeigen machten keinerlei Angaben zur Herkunft der Tiere. Doch diese ist ein entscheidendes Kriterium bei der Frage, ob sie überhaupt gehandelt werden dürfen. Das internationale Artenschutzabkommen CITES verbietet den kommerziellen Handel mit allen Tieren, die in Anhang I des Abkommens gelistet werden. Dabei handelt es sich um vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Menschenaffen, einige Greifvögel und Meeresschildkröten. Tierarten in Anhang II, wie Indische Riesenhörnchen und Kaiserskorpione, sind nicht unbedingt vom Aussterben bedroht, könnten es ohne Handelsbeschränkungen aber werden. Deshalb ist ihr Handel nur nach einer Unbedenklichkeitsprüfung erlaubt, aus der hervorgeht, dass der Fortbestand der Art nicht gefährdet wird.

Tiere, die unter CITES gelistet sind, machten in der Studie von Pro Wildlife aber knapp ein Drittel der angebotenen Tiere aus. So stehen beispielsweise alle Primaten im Anhang II, wenn sie nicht schon in Anhang I gelistet sind. Von ihnen wurden insgesamt mehr als 2400 Tiere angeboten. Darunter 44 Berberaffen (Macaca sylvanus), eine Makakenart, die erst vor Kurzem in den Anhang I hochgestuft wurde, da ihre Population durch den zunehmenden Haustierhandel stark geschrumpft ist. Aber auch Arten, die längst vom Aussterben bedroht sind, wie Plumploris, Schimpansen und Weißhandgibbons, sind oft nur einen Klick entfernt.

Grauzonen und Schlupflöcher

Wäre das nicht schon problematisch genug, liefern nationale Gesetze und das CITES-Abkommen Grauzonen und Schlupflöcher, die von Tierhändlern ausgenutzt werden. So sind einige Tierarten, zum Beispiel Hornagamen (Ceratophora stoddartii), zwar in ihrer Heimat, aber nicht international geschützt, da sie (noch) nicht auf CITES gelistet sind. Sobald sie außer Landes sind, nützt ihnen der Schutzstatus wenig – selbst wenn sie ihr Land als Schmuggelware verlassen haben. Auch in Deutschland werden solche Wildfänge aus anderen Ländern toleriert.

„Die Händler wissen ganz genau, welche Tierarten wie geschützt sind, und passen sich dann dementsprechend mit ihrem Angebot an“, sagt Adeline Fischer. So stehen besonders neu entdeckte Arten in ihrem Visier. Die farbenprächtigen Psychedelischen Geckos (Cnemaspis psychedelica) aus Vietnam brachten beispielsweise, noch bevor sie den internationalen Schutzstatus erlangten, bis zu 3000 Euro ein – pro Paar. Deshalb halten nun einige Forscher den Fundort ihrer Entdeckungen lieber geheim, um dem Raub an der Natur vorzubeugen.

Schließlich gibt es noch eine Ausnahme des Handelsverbots für CITES-gelistete Tierarten: Nachzuchten. Mehrere Untersuchungen deuten darauf hin, dass dieser „Deckmantel der Nachzucht“ für den illegalen Handel mit Wildfängen genutzt wird. So lag Pro Wildlife eine E-Mail der Firma Green Life Import Export vor, in der sie betonen, dass die von ihnen angebotenen Primaten Wildfänge seien, man jedoch auf Wunsch auch ein Zuchtzertifikat ausstellen könne.

Exotische Haustiere fördern das Artensterben

„Bei Reptilien gibt es auch Hinweise darauf, dass vermehrt trächtige Weibchen gewildert werden, um deren Nachkommen als vermeintliche Nachzuchten zu deklarieren“, sagt Fischer. Das bestätigt Franz Böhmer vom Bundesamt für Naturschutz, der deutschen Vollzugsbehörde des CITES-Abkommens: „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das Einschmuggeln von trächtigen Tieren genutzt wird.“ Bei Nachzuchten werden zwar Elternschaft und Herkunft geprüft; mit welcher Intensität und Genauigkeit die Kontrollen durchgeführt werden, würde in der EU allerdings aus verschiedenen Gründen unterschiedlich gehandhabt, so Böhmer. Falls tatsächlich verstärkt Weibchen gewildert werden, die Nachwuchs erwarten, wäre das ein umso härterer Schlag für die wild lebenden Populationen.

Plumploris werden in Indonesien buchstäblich von den Bäumen gepflückt und kistenweise nach Europa verschifft

Manche Tiere wie beispielsweise Plumploris (Nycticebus spp.), streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Affen, pflanzen sich in Gefangenschaft nur sehr selten fort. Ein Pumplori als Haustier ist also mit hoher Wahrscheinlichkeit ein illegaler Wildfang und keine Nachzucht. „Sie werden in Indonesien buchstäblich von den Bäumen gepflückt und kistenweise nach Europa verschifft“, sagt Adeline Fischer. Ähnlich erging es den durch die Zeichentrickfiguren Nemo und Dorie so beliebten Korallenfischen. Auch sie stammen größtenteils aus der Wildnis, da sie sich in Gefangenschaft gar nicht oder nicht ausreichend vermehren, um den Bedarf zu decken.

Zudem taucht am Ende immer nur ein Bruchteil der Tiere auf, die wirklich gewildert wurden. Verluste bei Fang, Transport und Zwischenlagerung nehmen die Wilderer bewusst in Kauf. Den stressigen Transport überleben unter anderem viele Zierfische und Plumploris nicht. Orang-Utan-Mütter, die ihre Kinder beschützen, werden aus dem Weg geräumt, um an die besonders beliebten Tierbabys zu gelangen. Gerade bei Primaten, die in ihrem Leben oft nur wenig Nachwuchs zeugen und vergleichsweise lange für ihn sorgen, sind die Folgen der Wilderei verheerend.

Blauaras wie dieser Hyazinthara stehen im Anhang I von CITES
© iStock / User10095428_393
(Ausschnitt)

 Bild vergrößernBlauaras wie dieser Hyazinthara stehen im Anhang I von CITES

Doch wer es darauf anlegt, bekommt auf illegalen Wegen dennoch einen solchen Vogel.

Letztendlich wird auch der legale Wildtierhandel zum illegalen Schmuggeln geschützter Arten missbraucht. So werden die Tiere unter legale Lieferungen gemischt oder deren Dokumente gefälscht, so dass sie als nichtgeschützte Arten ausgegeben werden. Zudem könnte allein der legale Besitz eines exotischen Haustiers andere dazu animieren, sich auch so ein Tier zuzulegen, welches dann vielleicht ein illegaler Wildfang ist. Das viral gegangene YouTube-Video eines privat gehaltenen Plumploris zum Beispiel sorgt jüngst für eine gesteigerte Nachfrage. Somit fördert das Geschäft mit exotischen Haustieren – egal ob legal oder illegal – den Artenschwund.

Was sich ändern muss

Tier- und Naturschutzverbände fordern deshalb ein generelles Importverbot für Wildfänge. Das würde sowohl neu entdeckte Arten schützen als auch diejenigen, die bisher nur in ihrer Heimat unter Schutz stehen. Zudem soll eine so genannte Positivliste regeln, welche Tierarten für die Privathaltung und Zucht geeignet und erlaubt sind. Belgien und die Niederlande setzen so eine Liste für Säugetiere bereits ein. In Deutschland ist die Haltung gefährlicher Wildtiere bisher von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich – und teils gar nicht – geregelt.

„Den illegalen Tierhandel im Netz zu stoppen, ist kaum möglich. Denn die verdächtigen Internetseiten sperren zu lassen, ist bei dem großen Angebot kaum machbar und würde den Handel nur auf schlechter zu überwachende Kanäle verlagern. Viele Händler scheinen sich zudem erstaunlich sicher zu fühlen: Sie nutzen ihre persönlichen Facebook- oder Instagram-Profile für offensives Marketing und sammeln Likes, zum Beispiel mit Fotos sehr wahrscheinlich illegal gefangener Schimpansen. Facebook versprach Abhilfe, doch bisher gibt es keine Möglichkeit, etwa einen Beitrag zu melden, in dem vermutlich illegal erworbene Tiere zum Verkauf angeboten werden.

„Wenn schon mit Exoten gehandelt werden muss, dann bitte legal“, meint Robert Kless vom IFAW. Doch inwieweit artenschutzrechtliche Vorgaben eingehalten werden, sei meist kaum zu erkennen: „Bei Angeboten geschützter Tiere könnten es die Internetbörsen beispielsweise zur Pflicht machen, die behördlichen Verkaufsgenehmigungen hochzuladen.“ Manche Websites hätten diese Forderung bereits umgesetzt beziehungsweise den Handel mit streng geschützten Tieren sogar ganz verboten. Ein Schritt in Richtung Artenschutz.

© Spektrum.de

Stoppt den Hundefleischhandel in China

https://www.change.org/p/bundesregierung-stoppt-den-hundefleischhandel-in-china

Bitte helft den Hunden – Bitttee! 😦 So viele Menschen schauen weg – Bitte teilt diesen Beitrag und kämpft mit uns! Diese armen Hunde wurden brutal geschlagen und mit einem Messer malträtiert. Mit ihren zertrümmerten Beinen sind sie nicht mehr in der Lage aufzustehen. Die Vorderbeine die zusammen gebunden sind dienen als Griff, damit sie besser getragen werden können. Die Schnauze wird zugebunden das sie nicht schreien können. Die Hunde werden lebendig in den Kochtopf geschmissen. Stoppt bitte den Hundefleischhandel in China!
Diese Petition wird versendet an:

  • Bundesregierung

Aktionspakete gegen Glyphosat ++ Neue Bienengifte im Anmarsch

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24.02.2017

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Aktionspakete gegen Glyphosat

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

die Europäische Bürgerinitiative für ein Verbot von Glyphosat und den Schutz von Mensch und Umwelt vor giftigen Pestiziden ist erfolgreich gestartet. Innerhalb von nur zwei Wochen kamen über 330.000 Unterschriften zusammen. Noch vor der Entscheidung über Glyphosat, den Wirkstoff in Monsantos Kassenschlager RoundUp, wollen wir eine Million Unterschriften sammeln. Das können wir nicht nur im Internet erreichen. Deshalb zünden wir jetzt die zweite Stufe.

Wir sind uns sicher: Es gibt sehr, sehr viel mehr als eine Million Menschen in Europa, die nicht wollen, dass Ackergifte, die gesundheitsschädlich sind und die Artenvielfalt vernichten, zu tausenden Tonnen auf die Äcker gespritzt werden. Doch damit ihre Meinung politisch wirksam wird, müssen wir sie erreichen und aktivieren. Dazu brauchen wir Sie. Wir haben Aktionspakete mit Unterschriftenlisten, Faltblättern und Aufklebern geschnürt. Helfen Sie uns, Informationen über Glyphosat und Unterschriftenlisten in jede Stadt und auf jedes Dorf zu tragen.

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Tragen Sie unsere europaweite Kampagne in Ihren Bioladen, auf Ihren Wochenmarkt oder in Ihr Kulturzentrum. Informieren Sie Ihre Nachbarschaft, sammeln Sie Unterschriften oder organisieren Sie mit Ihrer lokalen Umweltschutzgruppe Infostände und Veranstaltungen. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber vergessen Sie bitte nicht zu fragen, bevor Sie Unterschriftenlisten auslegen oder Aufkleber anbringen.
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Neue Bienengifte im Anmarsch

Neue Bienengifte im Anmarsch

Letzte Woche berichteten wir von den Klagen der Chemiekonzerne Bayer, BASF und Syngenta gegen die EU-Kommission wegen der Nutzungseinschränkungen bei vier bienengefährdenden Pestiziden. Heute geht es um eine andere Strategie der Konzerne: Auf Verbote, Auflagen und die zunehmende Resistenzbildung bei Schädlingen reagieren sie mit der Entwicklung immer neuer Gifte.

Drei neue Insektengifte könnten demnächst auf den Markt kommen: Sulfoxaflor und Cyantraniliprol vom US-Konzern Dow Chemical und Flupyradifuron aus dem Labor des deutschen Chemieriesen Bayer. Bei allen dreien besteht ein hohes Risiko für Honigbienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Dennoch hat die EU-Kommission alle drei zur Zulassung vorgeschlagen und dafür eine Mehrheit bei den EU-Mitgliedsstaaten gefunden. Doch bevor die neuen Wirkstoffe eingesetzt werden dürfen, müssen noch die Pestizid-Mischungen von den nationalen Behörden genehmigt werden.

Wir haben Anlass zur Vermutung, dass diese Produkte in Deutschland demnächst zugelassen werden könnten. Deshalb haben wir uns in einem offenen Brief an die zuständigen Ministerien gewandt: Genehmigen Sie keine neuen Bienengifte!

Weitere Informationen in unserer aktuellen Meldung.

Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Harald Nestler
Harald Nestler
Vorstand

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Zur Verstärkung unseres Teams in München suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt:

Referent/in und Campaigner/in für Radioaktivität, Atom- und Energiepolitik

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Hohe Jagd 2017 mit großer Medienpräsenz

 www.respekTiere.at


Hohe Jagd 2017 mit großer Medienpräsenz

Gedanken zur Jagdmesse ‚Hohe Jagd‘
Die Fachmesse ‚Hohe Jagd‘ am Salzburger Messegelände präsentierte sich auch heuer wieder als DER Publikumsmagnet. An jedem Tag der Veranstaltung konnte man zur vollen Stunde in den Verkehrsnachrichten hören, dass sämtliche Zufahrten überlastet und die Parkmöglichkeiten erschöpft waren. Aus allen Teilen Europas sollten sie wieder in ihr Mekka kommen, jene, die den Krieg gegen die Tiere bis in die hintersten Winkel unseres Planeten weiterführen…
 

 Foto: ein würdiges Empfangskomitee…

Einen großen Anteil an den Messeständen nehmen, jedes Jahr noch mehr, Anbieter ein, welche Auslandsjagden offerieren. Für 50 000 Euro kann man dann in Namibia einen Elefanten töten oder für wenige tausend einen Bären irgendwo in Russland. Tendenz dieser ‚Angebote‘ ist stark steigend, denn in Zeiten des Wohlstandes ist die Großwildjagd längst nicht mehr nur den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Im Prinzip kann heute fast jedermann/frau eine solche Mordreisen buchen und dabei in die Abgründe der eigenen Seele tauchen…
 
   
   
Ist dem nicht schlimm genug, verstecken die Grünrücke die wahren Beweggründe (und die sind nun mal zu 100 % die Tötungsabsicht, also die Mordlust) auch noch hinter einer erbärmlichen Fassade von vermeintlichem ‚Tierschutz‘; sie würden mit dem Abschuss gar Artenschutz betreiben, da damit zum Beispiel Schutzgebiete für bedrohte Tierarten finanziert würden (für jene Tiere also, welche sie kaltblütigst abknallen); die Frage ist, wenn man der Errichtung solcher Schutzzonen so wohlwollend gegenübersteht, warum geht man dann nicht den direkten Weg und überweist die Summe einer Organisation, welche genau diese Arbeit macht? Ähnlich verhält es sich mit dümmlichen Aussagen wie ‚ich schieße Fleisch für die arme Bevölkerung‘ und dergleichen; das Kotzen könnte einem kommen, hört man derart tolldreiste Floskeln. Auch hier gilt: wäre es nicht besser, wenn man schon diese Intention verspürt, eine Menschenrechtsorganisation zu unterstützen oder selbst vor Ort Lebensmittel einkaufen zu gehen und an bedürftige Menschen zu verteilen? Diese sind ja – trotz der Trophäenjagd, welche doch angeblich den Einheimischen so viel Geld bringt – nicht schwer zu finden! Bitte überlegen Sie: glauben sie tatsächlich, dass auch nur eine arme Familie in diesen Ländern von der mörderischen Großwildjagd profitiert? In Ländern mit obskurer Rechtslage, mit horrender Korruption, mit oft diktatorischen Regierungen, wo die ganz wenigen Reichen in Gold baden und wo den ganz vielen Armen kaum einen Bissen zum Essen bleibt?

Foto: es scheint gut zusammenzupassen – die Prostitution und die Jagd; jedenfalls sind alle Bordellbesitzer mit ihrer ‚Werbung‘ an gut platzierter Stelle präsent…

Fazit ist: für was immer wir in diesem Zusammenhang Rechtfertigendes aus Jägersmunde hören, gibt es in der schönen deutschen Sprache auch einen gebührlichen Ausdruck: Jägerlatein! Manchmal scheint es, nun, da die Öffentlichkeit immer mehr zum Feind der JägerInnen wird, dass in deren Reihen einige Menschen extra dafür abgestellt sind, um sich den ganzen lieben Tag lang mit nichts anderem zu beschäftigen als mit dem Nachdenken darüber, was man ins Felde führen könnte, um die Jägerschaft wieder beliebter zu machen. Leider hat man sich, wahrscheinlich aus Mangel an möglichen Gutpunkten, dazu entschieden mit Polemik und Halb-Wahrheiten, bzw. gezielt gestreuten Unwahrheiten zu arbeiten.
 
Obwohl die Bärenjagd in Rumänien verboten ist, lockt dieser Anbieter mit einem ausgestopften Tier KundInnen an; auf usnere Frage, ob denn die Bärenjagd im Moment möglich sei, antwortet der Mann verschmilzt lächelnd: ‚Bald wieder…‘

Was bleibt zur Thematik in unseren Ländern zu sagen?

Immer wieder hören wir: die Jagd ist wichtig, sie schützt die Landwirtschaft. Außerdem helfen die JägerInnen den Tieren, zum Beispiel durch Zufütterung im Winter. Fakt ist, dass die jagdliche Hege in erster Linie dazu dient, eine möglichst große Anzahl möglichst prächtiger Tiere zum Abschuss zur Verfügung zu haben. Unter solchen Voraussetzungen leiden selbstredend jene Tiere am meisten, die diesem Ziel zuwiderlaufen – besonders Beutegreifer wie Fuchs und Mader, welche als Konkurrenz gesehen und erbarmungslos verfolgt werden. Darüber hinaus werden durch Jägershand die Lebensbedingungen in der Natur gezielt zugunsten jagbarer Tiere verändert. Tiere, die nicht gejagt werden dürfen und deshalb für die Jägerschaft uninteressant sind, werden teilweise oder vollkommen verdrängt.
Oder in anderem Falle, dann, wenn sich Arten auch als Trophäen gut machen, brutal ermordet – siehe Luchse in den OÖ-Kalkalpen, wo im Zuge eines Wideransiedlungsprojektes innerhalb kürzester Zeit kein einziges männliches Tier übrig geblieben ist; einige der Mordopfer sind wohl für immer verschwunden, andere wieder aufgetaucht – in Kühlvitrinen, vorbereitet zum Ausstopfen!
   
   
JägerInnen fördern die Artenvielfalt? Aha, bitte denkt an die Entwicklung in den letzten Monaten, an unsere Proteste vor dem Parlament und dem Landhaus in Niederösterreich – egal ob Biber, Fischotter, Krähen, Kormoran – allesamt eigentlich streng geschützte Tierarten – es wird wieder zum großen Halali geblasen…
alles lesen …  www.respekTiere.at
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Schlechte Nachrichten im Kampf gegen CETA ++ Europas Chemieriesen klagen gegen Bienengift-Verbote

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15.02.2017

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Das Gericht entscheidet letztlich darüber, ob der Schutz von Umwelt und Mensch über den Profitinteressen von Konzernen steht.

— es liegt bei UNS das ERLAUBEN oder IGNORIEREN… bei  UNS  und  BAUERN/ LANDWIRTEN. — HANAH und  LUISE —

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Schlechte Nachrichten im Kampf gegen CETA

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

gestern hat das Europäische Parlament in Straßburg grünes Licht für das europäisch-kanadische Abkommen CETA gegeben. Mit 408 zu 254 bei 33 Enthaltungen stimmte die Mehrheit der Abgeordneten dafür. Damit kann das Abkommen nun vorläufig in Kraft gesetzt werden. Am selben Tag entschied das bayerische Verfassungsgericht über unser Volksbegehren „Nein zu CETA!“. Die bayerischen Bürgerinnen und Bürger dürfen demnach nicht über CETA abstimmen.

Diese beiden Nachrichten sind bitter für uns: In den letzten drei Jahren haben wir eine riesige, internationale Bewegung gegen unfaire Handelsabkommen aufgebaut. Doch trotz der fundierten Kritik und dem überwältigenden Protest konnten wir keine Mehrheit der Europaabgeordneten für unser Ziel gewinnen. Das Gerichtsurteil verbaut uns außerdem den Weg CETA über ein Volksbegehren zu verhindern. Wir sind uns sicher: Eine Mehrheit hätte gegen das Abkommen gestimmt.

Trotz dieser Rückschläge ist CETA noch nicht durch, denn rund 40 Parlamente der EU-Mitgliedstaaten müssen noch zustimmen. Sagt nur eines davon „Nein!“, scheitert CETA und die vorläufige Anwendung muss beendet werden. Bis die Ratifizierung in den EU-Staaten beginnt, können allerdings noch Monate oder sogar Jahre vergehen.

Weitere Fragen und Antworten zu den gestrigen Entscheidungen finden Sie in unserer aktuellen Meldung.

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Europas Chemieriesen klagen gegen Bienengift-Verbote

Europas Chemieriesen Bayer, BASF und Syngenta klagen vor dem Europäischen Gericht gegen die EU-Kommission und drohen mit Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe. Sie fordern die Aufhebung eines Teilverbots, das die EU-Kommission im Jahr 2013 für einige besonders bienengefährliche Pestizide ausgesprochen hat.

Es handelt sich dabei um sogenannte Neonicotinoide, die bereits in sehr geringen Mengen eine dauerhafte Störung des zentralen Nervensystems auslösen und zum Tod von Bienen und anderen Insekten führen. 2008 starben innerhalb kurzer Zeit über 11.000 Bienenvölker am Oberrheingraben an giftigen Staubwolken, die bei der Aussaat von mit Neonicotinoiden gebeiztem Saatgut entstanden waren.

Diesen Mittwoch hat die entscheidende Phase des Verfahrens begonnen. Wenn das Gericht den Chemiekonzernen recht gibt, werden nicht nur die Bienen den extrem giftigen Stoffen wieder ausgesetzt, sondern es könnte auch in Zukunft deutlich schwerer werden, umwelt- und gesundheitsschädliche Pestizide zu verbieten. Das Gericht entscheidet letztlich darüber, ob der Schutz von Umwelt und Mensch über den Profitinteressen von Konzernen steht.

Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Publicare Marketing Communications GmbH
Harald Nestler
Vorstand

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Ceta ist kein Bollwerk sondern eine demokratische Leerstelle!

… am 15. Februar ist es soweit: die Entscheidung zum Ceta-Abkommen im Europäischen Parlament steht an. Nach zwei Jahren Kraftanstrengung lasse ich es mir nicht nehmen, selbst rüber nach Straßburg zu fahren und mit dabei zu sein. Ich hoffe natürlich, viele Wegbegleiter/innen dort zu sehen! Alle Infos zu den Aktionen am Entscheidungstag in Straßburg finden Sie weiter unten.

Aber egal wie es ausgeht: die Entscheidung im EU-Parlament ist nicht der Schlusspunkt. Unser Widerstand und das Ringen um die Deutungshoheit gehen weiter. Seit Trump muss Ceta sogar herhalten als vermeintliches Bollwerk gegen amerikanischen Protektionismus: Jetzt müssen sich diejenigen zusammentun, die die gleichen Werte haben. Ach so, nur um dann mit Ceta genau diesen Werten gemeinsam den Boden zu entziehen?!

Ceta ist Politik von gestern für eine Welt von vorgestern:

Es festigt intransparenten Lobbyeinfluss, macht Schiedsgerichte zu Politikgestaltern und schert sich Nullkommanichts darum, dass unsere Erde die schrankenlose Wachstumsgier nicht mehr lange ertragen kann. Ceta ist keine Antwort auf die heutigen Herausforderungen, Ceta ist eine Leerstelle, in der sich der angesammelte Demokratie-Frust staut.

Unsere gewählten Parlamentarier werden sich am 15. Februar wohl ein weiteres Mal über eine überwältigende Mehrheit in der Bevölkerung hinwegsetzen. Und wir Bürger/innen schauen in die Röhre. Wird der Frust wohl dieses Mal groß genug sein, um echte Veränderungen anzustoßen? Ich kann nur raten: Nutzen Sie das Wahljahr 2017! Besuchen Sie so viele politische Veranstaltungen wie möglich und fordern Sie ein, dass die Bürger/innen endlich das Recht auf bundesweite Volksabstimmungen bekommen. Glauben Sie mir: dann erst wird es anders sein.

Beste Grüße,
Sarah Händel
Landesgeschäftsführerin
Mehr Demokratie Baden-Württemberg

PS: Wir freuen uns auf eine kraftvolle Volksentscheids-Kampagne 2017 mit Ihnen hier in Baden-Württemberg! Es gibt viel zu tun, packen wir es gemeinsam an.
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*Rote Rosen für die Standhaften! – Aktionen zur EU-Abstimmung am 15. Februar in Straßburg*

Ab 09:00 Uhr – Teilnahme an der Plenarsitzung als Individualbesucher auf der Besuchertribüne. Einlass am Haupteingang des Europaparlaments mit gültigem Ausweis.
10:30 Uhr – Demonstrationszug. Startpunkt: Place Kléber (ehemaliger Barfüßlerplatz), Straßburg, Ziel: Europaparlament, Allée du Printemps 1, 67070 Strasbourg Cedex
11:30 Uhr – Kundgebung und Aktionen vor dem Europaparlament
ca. 13:00 Uhr – Rote Rosen für MdEPs, die gegen CETA stimmen wollen
ca. 15:30 Uhr – Ende der Kundgebung

Weitere Infos hier: https://stopceta.net/de/european-mobilisation-strasbourg/
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*Und jetzt auch noch TiSA? Höchste Zeit für einen demokratischen Welthandel*

TiSA soll den weltweiten Dienstleistungsmarkt liberalisieren. Dem freien Handel lästige Datenschutzregel und langwierige Überprüfungen von neuen Finanzprodukten sollen weg, stattdessen Arbeitgeberfreizügigkeit, Sperrklauseln und Negativlisten. Insgesamt verhandeln 53 Länder. Der Widerstand hechelt den Abkommen hinterher, die EU verhandelt derzeit mehr als 20 davon. Was es braucht, ist eine Demokratisierung der gesamten EU-Handelspolitik!

Lesen Sie hier Gruseliges über TiSA und schauen Sie sich unsere Ideen zur Demokratisierung an:
https://www.mitentscheiden.de/tisa_kommunenkonferenz.html
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*Oefter Abstimmen bedeutet: mehr Demokratie-Erlebnisse*

Es ist schon ein paar Tage her, aber trotzdem einen nochmaligen Hinweis wert: unsere erste Auswertung zu Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden in Baden-Württemberg seit der im Dezember 2015 in Kraft getretenen Reform. Tatsächlich beobachten wir einen Aufwärtstrend: Immer mehr Bürgerinitiativen stoßen in ihrer Gemeinde einen Bürgerentscheid an. An den insgesamt 28 Bürgerentscheiden in unseren 1101 Gemeinden konnten jedoch nur 3,7 % aller Baden-Württemberger/innen teilnehmen: Das ist definitiv noch zu wenig, um eine direktdemokratische Kultur zu stärken.

Lesen Sie hier einen Bericht der Stuttgarter Zeitung zum Stand der Dinge und zu unseren Verbesserungsvorschlägen: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.mehr-buergerentscheide-im-land-buerger-mischen-staerker-in-der-politik-mit.24f50b6a-e4b7-444d-a542-171addf16995.html

Eine detaillierte Auswertung zu den Bürgerbegehren 2016 finden Sie hier:
https://www.mitentscheiden.de/lpk_gemo_reform.html
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*Kraft Tanken und dann: Weiter machen*

Für alle, die am 15. Februar nach der Abstimmung im EU-Parlament etwas deprimiert sein werden und einen neue Energieschub tanken müssen, haben wir hier noch mal einen kurzen Aufmunterungstext und das Video unserer energiegeladenen Demonstration am 17. September in Stuttgart bereitgestellt:

https://www.mitentscheiden.de/krafttanken.html
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Herausgeber: Mehr Demokratie e.V.; Landesverband Baden-Württemberg
Redaktion: Sarah Händel
Mehr Demokratie e.V. – Landesverband Baden-Württemberg, Rotebühlstr. 86/1, 70178 Stuttgart, Tel.: 0711 – 509 10 10, Fax.: 0711 – 509 10 11
Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE57 7002 0500 0008 8581 07, BIC: BFSWDE33MUE

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Mehr Demokratie e.V.
Geschäftsführung: Roman Huber
Kassenwart: Bernhard Marx
Vereinsregister: Amtsgericht Bonn
Vereinsregister-Nummer 5707
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Disclaimer
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Bayers Albtraum

Kanada steht kurz vor einem Verbot für ein Bienenkiller-Pestizid aus dem Hause Bayer.

Rufen Sie die kanadische Regierung auf, standhaft zu bleiben und dem Druck von Bayer nicht nachzugeben!

https://actions.sumofus.org/a/komplettverbot-bienenkillerpestizide/

Jetzt mitmachen: Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat startet! ++

Mittwoch, 08.02.2017

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 Die Bundesländer verfügen über Spielräume, um Fracking auf ihrem Gebiet zu verhindern. Sie sollten sie nutzen!

Jetzt mitmachen: Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat startet!

Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

Glyphosat ist das am häufigsten eingesetzte Pestizid weltweit. Allein in Deutschland werden jährlich rund 6.000 Tonnen davon ausgebracht. Das Mittel ist allgegenwärtig: Es ist in Nahrungsmitteln, wie Brot und Bier genauso zu finden, wie in unserem Körper und in unserer Umwelt. Dabei ist das Ackergift alles andere als unbedenklich. Glyphosat gilt als wahrscheinlich krebserregend und erbgutverändernd und trägt wesentlich zum Rückgang der Artenvielfalt bei.

Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen starten wir deshalb heute eine Europäische Bürgerinitiative, mit der wir ein EU-weites Glyphosat-Verbot und den Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden fordern. Mit mindestens einer Millionen Stimmen aus ganz Europa wollen wir der EU-Kommission zeigen, dass die Mehrheit der Europäerinnen und Europäer kein Glyphosat auf ihren Äckern und Tellern haben will!

Dank unserer bisherigen Proteste konnten wir im letzten Jahr erreichen, dass die EU-Kommission die Zulassung von Glyphosat nicht wie geplant um 15 Jahre erneuert hat, sondern lediglich die bisherige Zulassung provisorisch bis Ende 2017 verlängerte. Dann wird erneut über die Zukunft von Glyphosat entschieden. Deshalb ist es so wichtig, dass wir jetzt nicht in unserem Engagement nachlassen.

Machen Sie jetzt mit und unterschreiben Sie hier!

Jetzt mitmachen!

Fracking-Gesetzespaket tritt in Kraft

Volksbegehren gegen CETA

Im Juni 2016 beschloss die Große Koalition nach erbittertem Widerstand aus der Bevölkerung ein umstrittenes Fracking-Gesetzespaket. Am 11. Februar treten diese gesetzlichen Regelungen nun in Kraft. Es ist zu befürchten, dass es auf dieser Grundlage nach dem sechs Jahre währenden Moratorium nun bald wieder erste Fracking-Vorhaben im dichten Sandstein geben wird.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Nordrhein-Westfalen hat letzte Woche der Firma Wintershall die Aufsuchungserlaubnis für zwei Erdgasfelder versagt. Die Begründung: Die dort geplante Gasförderung mit Hilfe von Fracking sei nach der neuen Bundesgesetzgebung sowie gemäß den neuen Festlegungen im Landesentwicklungsplan nicht zulässig. Das Beispiel zeigt: Die Bundesländer verfügen über Spielräume, um Fracking auf ihrem Gebiet zu verhindern. Sie sollten sie nutzen!

Lesen Sie mehr in unserer aktuellen Meldung.

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Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
Vorstand

Termine

Podiumsdiskussion: CETA – wie geht es weiter?

Donnerstag, 9. Februar 2017 um 19:30 Uhr

Karl Bär (Umweltinstitut München), Ewald Schurer (SPD, MdB), Andreas Lenz (CSU, MdB) und Henning Hintze (Attac München) diskutieren, wie es mit dem europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen CETA weitergeht.

Ort: Kastenwirt, Marktplatz 21, Grafing

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