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Der Koalitionsbeschluß 3.9. im Original. — clubderklarenworte

Abwehrschirm?

Guten Morgen, liebe Leserin,
guten Morgen, lieber Leser. Zum starken Kaffee, schwere Kost in dieser Post. Aus Berlin.
Hier können Sie sich im Original informieren, ob bei der Ampel noch alle Birnen brennen. Der Abwehrschirm, das Rettungsboot oder der Schuldenturm, ganz wie Sie mögen. Das Beschlußpapier Ihrer Volksvertreter, hier umkommentiert. RAW, sozusagen.
Hier können Sie es einsehen und downloaden.

Im Beschluß der Ministerpräsidentenkonferen steht in TOP1 der Satz:

„Die Länder sind sich einig, dass es weiterhin enormer Anstrengungen bedarf, um die Sicherheit der Energieversorgung zu gewährleisten.“

Nun, so betrachtet muß ich feststellen, die Transformation vom europäischen Klassenprimus zum Schwellenland, ging dann doch überraschend schnell.

Soviel Sarkasmus, manche meinen es sei nur Klarheit, muß sein an diesem Freitagmorgen.

Hier geht es zum Beschlußpapier.
Download finanzieller Abwehrschirm
Download Beschluß MPK
Hier läuft gerade eine spannende Diskussion, wie ich empfinde. Sie ist angestoßen, weil sich in diversen Milieus, die Medienkompetenz diametral zum qualitativen und quantitativen Medien-Nutzungsverhalten zu bewegen scheint. Wie lernte schon meine Tochter im Kindergarten? „Schau genau!“

Ihr
Markus Langemann

PS: Liebes Wochenende, nicht so schüchtern, komm nur näher!
Wir arbeiten wirtschaftlich und politisch unabhängig. Nur so ist kritischer Journalismus möglich, der aktuell eine historische Chance bekommt. Wahre Unabhängigkeit im Journalismus setzt finanzielle Unabhängigkeit voraus. Der Club der klaren Worte schaltet keine Werbung auf der Website oder im Newsletter. Ausschließlich die freiwille Zuwendung unserer Leser ermöglicht die Arbeit. Wenn Sie den Club der klaren Worte unterstützen möchten, empfehlen Sie uns gerne in Ihrem Kreis, regen Sie zum Abo des Newsletters an. Ein Jahres-Abo in der Mediathek ermöglicht uns Planungssicherheit. Vielen Dank wenn Sie zu den Abonnenten gehören.  Ihre Zuwendungen fließen in Serverbetrieb, Hosting, grafische Gestaltung, Technikinvestition, Informantenhonorare, Kameraequipment und zunehmend auch in kostenintensive juristische Beratung zur Aufrechterhaltung dieses Angebotes. Vielen Dank.
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O’zapft is‘ — clubderklarenworte

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser.
Am 17. Oktober 1810 wurde das erste Oktoberfest auf einer Wiese vor den Toren von München veranstaltet. Heute befindet sich diese Theresienwiese, benannt nach der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen, mitten in München. Genau dort wurde gestern um 12 Uhr wieder o’zapft. 
Ich kenne die Wies’n nun schon seit Dekaden.
An dem legalen, als Volksfest getarnten Massenbesäufnis scheiden sich die Meinungen und Intellekte. Diese seltsame Veranstaltung muss man heute irgendwo zwischen einem gigantischen Junggesellenabschied, einer Silbereisen-Schlagerparty und einem spätrömisch dekadenten Fest im Gewand eines bayerischen Betäubungsrituals verorten.
Die antiken Griechen schärften bei ihren Gelagen im Liegen, den Symposien, ihren Geist bei philosophischen Gesprächen.
Auf der Wies’n reicht es, darauf zu achten, nicht im Stehen zu essen. Zu oft endet man beim Stehen im Essen. Und was die Philosophie betrifft, liegt diese nach Sloterdijks undistanzierter Teilnahme an Lindners unsäglicher Syltsause eh längst lallend und lächerlich unter der Bierbank. Abgeschrieben. Nun, die Moden ändern sich. Apropos.
Manche Frauen sehen auch dieses Jahr auf der Wies’n so aus, als wären sie aus Versehen in ein Dirndl gefallen, und Männer kostümieren sich mit Leder an den Beinen. Nun, viel Gülle und Gags sind über diese weltgrößte Brachialparty ausgekippt worden, ich möchte mich hier nicht weiter einreihen.
Aber man kann zu dieser Veranstaltung kein Nicht-Verhältnis haben, egal ob man in Adelaide, Ahrensburg oder München-Aubing wohnt. Man kann die Veranstaltung nur verachten oder vergöttern. Sie ist auf jeden Fall auch ein Seismograf für den Grad der Verblödung unserer Gesellschaft – oder positiver formuliert: ein Ventil für den Druck auf dem Kessel derselbigen. In diesem Jahr ist sie zudem so etwas wie ein Lackmustest für die geistige Frische im Land der Lemminge.
Wie stark ist das ehemalige Volk der Dichter und Denker schon sediert? Bitte entschuldigen Sie, dass ich das „Dichter und Denker“-Narrativ noch mal strapaziere. Schauen Sie mal hier: Ich bin für Sie gestern kurz nach dem Anstich durch ein Festzelt gegangen.
Viel Maskerade, aber keine Maske.
Können Sie mir erklären, warum Menschen in Trambahnen und Bussen, auf dem Weg zum Ort des Rausches, verpflichtend Maske tragen müssen? Auf der Website des MVV (Münchner Verkehrs- und Tarifverbund) lesen Sie Folgendes:

„Für die Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs in Bayern gilt eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (,OP-Maske‘). Höherwertige Masken der Schutzklassen FFP2 oder KN95 können weiterhin verwendet werden.“ 

Ich denke, die Menschen, die diesen Widerspruch respektieren, akzeptieren, haben es nicht besser verdient. Sie dürfen gerne mit psychologischen, propagandistischen und verständniswerbenden Erklärungen argumentieren, aber meine Bereitschaft, diesen gutzuheißen, liegt bei 0,0 Prozent.

In der vergangenen Woche habe ich in Berlin in einem Boxklub (!) die wunderbare Elisabeth Pähtz zum Interview gebeten. Sie ist die erfolgreichste deutsche Frau im Schachsport. Ein Superhirn mit Haltung und Humor. Freuen Sie sich schon jetzt auf ein Interview, das Sie als Jahresabonnentin oder Jahresabonnent natürlich sofort nach Veröffentlichung sehen können. Derzeit befindet sich der in Koproduktion mit dem Westend Verlag entstehende Film in Produktion. 
Demnächst werden Sie auch einen neuen Salon mit Antje Maly-Samiralow und ihren hochkarätigen Gästen im „Club“ sehen. Thema: „Stress kostet Leben“. Peter Löckes Kolumne sollten Sie unbedingt jetzt schon lesen. Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Wochenstart und grüße Sie herzlich zu später Stunde aus dem Büro.
Ihr Markus Langemann

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Habeck, es reicht! — clubderklarenworte

Gehen Sie mit Gott. Aber gehen Sie!

Guten Tag, liebe Leserin,
guten Tag, lieber Leser. Die 36. Woche des Jahres 2022 wird in die Geschichtsbücher eingehen. Sie hielt für die Bürger in Europa eine unumkehrbare Zeitenwende bereit. In England meldeten die Nachrichtenportale am Donnerstagabend den Tod eines Monumentes der Zeitgeschichte: das Ableben von Königin Elisabeth II. in Balmoral.
Erst zwei Tage zuvor starb im einstigen europäischen Wirtschaftswunderland Germany der längst weidwunde Verstand des Abwirtschaftsministers Robert Habeck. Der Sinkflug von Deutschland geht damit in seine entscheidende Phase.
Robbi war mal wieder zu einer öffentlich-rechtlichen Spülung in die maischbergersche TV-Kläranlage geladen. Unter Studioscheinwerfern sollten Fragen rund um eine Insolvenzwelle, auch bei Bäckern, geklärt werden: „Erwarten Sie eine Insolvenzwelle am Ende des Winters?“
Bei Robbi Habeck erkennen auch ungeübte Beobachter schon länger, dass seine orale Inkontinenz die dramatische Überforderung des promovierten Geisteswissenschaftlers offenbart, gerade in Wirtschaftsfragen. 
Wen wundert das auch? Kein studierter Querflötist würde sich je zutrauen, einen Airbus ohne ATPL-Ausbildung zu steuern. Er dürfte es gar nicht. Und nur zur freundlichen Erinnerung: Eine Ausbildung zum Herstellen von Brot dauert drei Jahre und verläuft dual. Am Ende darf man sich Bäcker nennen.

Was genau qualifiziert den Robbi-Hobby-Wirtschaftsminister noch mal für seinen Posten?

Kinderbuch-Robbi war so brünstig auf Höhenrausch, dass er, trunken von sich, ins Cockpit mit 83 Millionen Passagieren stieg. Diese politische Ideologie-Pfeife pilotiert nun mit seiner Horrorbesatzung unser Land in eine wirtschaftliche Bruchlandung. 
Gut, wir haben hier einen politischen Systemfehler, der dies auch erst ermöglichte. So sitzen ja sogar Diddl-Mäuse wie Emilia & Ricarda im Parlament. Diese ungelernten Flugbegleiterinnen assistieren gerade beim Versenken des von unseren Eltern und Großeltern aufgebauten deutschen Wohlstandes.  

Aber ich schweife ab. 

Der peinliche Pilot sitzt also als loose cannon im Cockpit des Wirtschaftsministeriums und ist so was von grün hinter den Ohren, dass es ihm sogar selbst auffällt. Er läuft vor Scham von innen ganz rot an. 
Dermaßen gehemmt, trudelte der Vizekanzler – ja, das ist der Mann tatsächlich – mit einer ziemlich dämlichen Flaten-the-Insolvenz-Curve-Idee durch den maischbergerschen Fragenkatalog: „Ich kann mir vorstellen, dass … ähhh … bestimmte Branchen einfach erst mal aufhören … ähhhm … zu produzieren.“ 

Hallo? Jemand zu Hause?

Bei dieser Stussantwort konnte man den Stressschweiß des Mannes riechen und die Negativauslese für die Führungspositionen des Landes einmal mehr sehen und hören. „Der arme Mann“, könnten emphatische Leserinnen und Leser unter Ihnen nun meinen. Keine Sorge, der Mann leidet nicht an Armut. Habeck ist ein vermögender Mann, wenn es um Unvermögen geht. 
Die Minister-Rotte im Justiz-, Finanz-, Verteidigungs- und Außenministerium fliegt ebenso ohne Pilotenausbildung. Und Durchschummel-Scholz-Maverick, eigentlich die Top Gun im Kabinett, ist nur noch eine nackte Kanone und kommt bisher nicht mal von der Startbahn. Pulli-Olli versteckt sich cum-ex-verbeult und dauervergesslich im Hangar-Bau in Berlin-Mitte.

Es ist alles so traurig!

Hören Sie zu, Herr Habeck! 
Die Französische Revolution vor 233 Jahren sollte Sie lehren, was damals nach einem harten durchlittenen Winter 1788, einem enormen Schuldenberg und der Teuerung als sozialem Treibsatz im Land mit der Bastille geschah. Mitten in Europa. 
Manchmal denke ich, so ähnlich wie in diesen Tagen heute muss es sich damals in der vorrevolutionäre Krise des französischen Absolutismus angefühlt haben.

Noch steht die Berliner Bastille.

In diesen Stunden geht der Sommer. Herr Habeck, gehen Sie mit ihm. 
Ehren Sie damit das Amt, das Land und sich.

Wenn Sie kommentieren möchten, gerne
hier.
Ich wünsche Ihnen ein volles Glas und einen guten Abend.

Ihr

Markus Langeman

PS: Wenn 250 Gramm Butter jetzt 3,50 € kostet, ist sie nicht teurer geworden. Man muss nur mehr für sie bezahlen. – Die Ungeimpften wurden nicht ausgegrenzt. Sie durften nur nirgendwo mehr rein. – Frau Baerbock hat ihren Lebenslauf nicht gefälscht. Es ist halt nur nicht ihrer. – Benzin ist gar nicht teurer geworden, man bekommt nun nur eine geringere Menge davon fürs gleiche Geld. – Wenn die Müllabfuhr ohne AdBlue nicht mehr fahren kann, ersticken Sie nicht im Müll, er wird nur nicht mehr abgeholt.

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Der Tod im Gemüsefeld. — clubderklarenworte

…die Nerven behalten.

Guten Tag, liebe Leserin,
guten Tag, lieber Leser.

Aufgeklärte Geister in unserer Gesellschaft nehmen seit Monaten das Sterben von Intellekt, Vernunft, Respekt, von Anstand und auch Wohlstand wahr. Die Idee von Einigkeit und Recht und Freiheit, die von Fallersleben wider die Fürstenwillkür beschwor, wird nunmehr fürstlich von den 700 kognitiv extrem herausgeforderten Volksvertretern im Reichstagsgebäude versenkt. Nachhaltig, wie mir scheint. Ah ja, wir alle zahlen das auch noch.
In meinen finsteren Stunden der Betrachtung des politisch-ideologischen Komplexes in Deutschland fühlte es sich an wie die Horde der 700 gegen die 83 Millionen. Friedfertigkeit und Verteidigungsbereitschaft, Rechtsstaatlichkeit, Innovationskraft, Finanzwesen, Gesundheitswesen, Energiewende, Diplomatie, you name it … Alles gerät ins Rutschen, der Rest ist schon in Schieflage.
An diesem Sonntag verbreitet gar der „Man in Black“ (CDU) von BlackRock den Blackout im Winter: Friedrich Merz, immerhin Bundesvorsitzender einer ehemaligen Volkspartei, macht sich Sorgen und anderen Angst vor der drohenden Dystopie. Als Kind habe ich mich mich in der Geisterbahn gefürchtet. Es waren immer diese durchsichtigen, wabernden grünen gruseligen Figuren, die mir Angst machten. Heute erstreckt sich die Geisterbahn von Geesthacht bis Garmisch auch bei Tageslicht.
Der SPD-Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern Till Backhaus pointierte vor ein paar Tagen „Früher waren Dick und Doof zwei Personen“ über die Bundesvorsitzende der Grünen. Der Shitstorm ist trotz wahrer Worte Legion.

Das bringt mich zu dem Thema, auf das ich Sie in diesem Beitrag unbedingt aufmerksam machen möchte. Das Leiden der Landwirte, die uns ernähren, und der Tod im und aus dem Gemüsefeld.

Nichts sollte uns eigentlich wichtiger sein als die Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen müssen. Woher kommt sie? Wer produziert sie? Was kostet sie? Diese Frage ist existenzieller als die Frage danach, wann Ihr E-Auto wieder an die Steckdose muss, denn Lebensmittel wachsen nicht in Rewe-Regalen.

In Frankreich und der Schweiz werden Statistiken über die Selbstmordraten von Landwirten geführt. In Deutschland gibt es solche Studien bisher nicht. Und dennoch ist die Situation vieler Landwirte in diesem Land ebenfalls ein Drama. Die Landwirtschaft stirbt. Und manchmal in ihr der Landwirt.

Die Autorin und Journalistin Antje Maly-Samiralow hat für den Club der klaren Worte ein wichtiges Interview mit einer Landwirtin geführt. Aus verständlichen Gründen ist deren Name anonymisiert, deshalb veröffentlichen wir das Interview ausschließlich in Textform. Sie können es jetzt hier lesen, downloaden und (als PDF) auch gern weiterreichen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche.

Ihr
Markus Langeman

PS: Ich kenne Menschen, die haben Angst vor abgelaufenen Lebensmitteln. Wenn diese nur einen Tag über dem Haltbarkeitsdatum sind, schmeißen sie die Lebensmittel weg. Ist ja eigentlich total blöd! Allein durch geschickten Wechsel der Zeitzone sind die ja wieder haltbar.

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Der Druck steigt. Der Kessel pfeift. — clubderklarenworte

Das Pfeifen im Dampfkessel.

Guten Tag, liebe Leserin,
guten Tag, lieber Leser.

Eine der vornehmsten Aufgaben der unabhängigen Presse ist es auch, jenen Menschen eine Stimme zu geben, die nicht gehört werden. Jenen, die nicht gehört werden sollen. Leistungsträger auf  “laut” zu stellen, deren Stimme unterdrückt wird. Brave Bürger vernehmbar zu machen, die geduldig aber wütend sind. 
Mitbürgern eine Stimme zu geben, die staatliche Bürden zu tragen haben und Mitmenschen hörbar zu machen, die still leiden. Eine freie und funktionierende Presse in einer Demokratie, muß auch das schrille Pfeifen des Dampfkessels der Gesellschaft sein. Ein Alarmpfeifen.

Das hier ist der Club der klaren Worte.
Auch deshalb veröffentliche ich diesen Brief, der mich gestern erreichte.
Ich habe mit der Verfasserin gesprochen. Möge der Brief Ihnen Vorbild und Motivation sein, wenn auch Ihr Kessel kocht. Sie dürfen Ihn vervielfältigen.

Stellungnahmen und Erfahrungsberichte können Sie hier veröffentlichen.
Sie werden gelesen.

Ich wünsche Ihnen ein glückliches Wochenende.

Ihr
Markus Langemann

PS: Früher wurden Krisen bewältigt. Heute reitet man sich noch ein bisschen tiefer in die Scheiße, damit das Buch darüber dicker wird.

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Reichelt und der Deepfake — clubderklarenworte

Mit Bordmitteln

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser. Nur ein kurzer Zwischenruf vor einem längeren Wochenende, zumindest für die Menschen im Süden des Landes. 

Hat der Ex-BILD-Chef Julian Reichelt Texte von Donald Trump übernommen? Dieses Erläuterungs-Video ist ein Beitrag zur Erlangung erweiterter Medienkompetenz. Ich denke, Sie werden überrascht sein.  Hier geht es zu dem Video.
https://media.video.taxi/embed/1EmHNHVb80x4
Genießen Sie ein sonniges Wochenende.
Wir arbeiten derweil an einer neuen Ausgabe der heuteSCHAU. 
Die Sache mit dem Leben als Privatier hat Peter Löcke hier  pointiert beschrieben.
 
Empfehlen Sie uns gerne weiter.

Ihr
Markus Langemann

PS: Ist es nicht so, dass während des ganzen Sommers sich jeder Tag der nicht Freitag ist – wie ein Montag anfühlt?
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Söder lässt ukrainische Flagge auf staatlichem Gebäude hissen — clubderklarenworte

Warum nur, warum?

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser. Am vergangenen Freitag stand ich in der Morgensonne vor meinem kleinen Lieblingscafé. Dort, wo pinkfarben gekleidete Vorstadt-SUV-Lacoste-Muttis frisch geduscht in der Schlange duften und auf die warmen 9-Uhr-Croissants warten. Dort, wo die Ansprüche hoch und die Autos tiefer liegen. Mit einem Kaffee in der Hand höre ich gerne zu; erfahre, dass 300 Meter Luftlinie entfernt von jenem Ort, auf der Burg Grünwald, gerade die ukrainische Fahne weht. Unverständnis macht sich breit in der kleinen Herren-Talkrunde auf dem Trottoir ob dieses politischen Aktes. Persönlich will ich es nicht glauben. Ich verabschiede mich deshalb und fahre schnell rüber zum alten Gemäuer. Tatsächlich. Auf dem Turm weht die Staatsflagge der Ukraine, dort, wo sonst die weiß-blauen Rauten gehisst sind. Im idyllischen Burghof sitzen Bedienstete bei ihrem ersten heißen Kaffee und einer Kippe vor Dienstbeginn.  Die Burg hat schon viel gesehen und überstanden. Sie ist ein Bauwerk mit langer und wechselvoller Geschichte. Sie war auch mal, im 17. Jahrhundert, Staatsgefängnis, eine Bürgerinitiative verhinderte 1979 den Umbau in eine Luxuswohnanlage mit coolem Burgturm. Heute befindet sich in ihr ein Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung des Freistaates Bayern. Im Foyer gibt es einen Museumsshop. Davor also sitzen gerade die freundlichen Menschen bei einem Plausch, bevor sie gleich ihrem Tagwerk in und an der Burg nachgehen. 

Die Burg ist im Besitz des Freistaates Bayern. Auf meine Frage an die Bediensteten, warum auf einer Liegenschaft des Freistaates Bayern eine ukrainische Staatsflagge weht, kommt die seufzend lakonische Antwort: „Anordnung.“ Ergänzt durch den in hohem Maße Unverständnis und Genervtheit im Unterton transportierenden Satz: 
„Zwei Tage ukrainische Flagge, drei Tage bayerische Staatsflagge“. Oder umgekehrt. Ich habe es vergessen oder verdrängt, weil mich ein Gefühl übermannte, was man wohl gut mit „baff“ oder „Spinnt der?“ umschreiben könnte. „Der“ sitzt in der Staatskanzlei und heißt Markus Söder. Angeblich ist auch der Bürgermeister not amused über das, was am Ende der Fahnenstange hängen muss. Aber die Leute reden viel, ich gehe dem nicht nach, es ist auch nicht relevant für den Umstand der Anordnung. Zurück im Büro, schreibe ich das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst an und bitte um kurzfristige „Auskunft zur aktuellen Anordnung der Beflaggung von bayerischen Liegenschaften mit der ukrainischen Staatsflagge“. Mich interessiert der Gültigkeitszeitraum und wer die Beflaggung ad personam angeordnet hat. Die Antwort erfolgt nach einigen Stunden via E-Mail durch die Pressesprecherin Ann Kathrin Gallwitz, „mit herzlichen Grüßen aus dem Wissenschafts- und Kunstministerium“ und einem Link zur VwAoFlag, der Verwaltungsanordnung über die bayerischen Staatsflaggen und die Dienstflaggen an Kraftfahrzeugen (Flaggen-Verwaltungsanordnung – VwAoFlag) in der Fassung der Bekanntmachung vom 4. Dezember 2001 (GVBl. S. 1077), BayRS 1130-1-I (§§ 1–7) – Bürgerservice.  Unter § 3 Abs. 5 lesen meine neugierig trüben Augen: „Ausländische Flaggen dürfen an staatlichen Dienstgebäuden nur mit Genehmigung der Staatskanzlei gesetzt werden.“ Anders formuliert, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat die Anordnung zur Beflaggung mit einer fremden Kriegspartei für den Freistaat erteilt. Hossa! Und warum?! Nun sitze ich hier und frage Sie: Wie denken Sie darüber, dass ein gewählter Volksvertreter mit der Beflaggung eines staatlichen Gebäudes durch eine Flagge eines ausländischen Staates, der sich in einem Krieg mit einem anderen Staat befindet, eine politische Position bezieht und damit – fernab von diskreten diplomatischen Bemühungen – seine Bürger ohne Not und parlamentarische Legitimierung in eine mindestens gefühlt gefährliche Situation manövriert? Er somit mögliches kriegerisches Ungemach für die Bevölkerung eher anzieht statt abwehrt. Ich kann mich nicht erinnern, dass beispielsweise zu Zeiten des Angriffs der USA auf Serbien 1999 – ohne UN-Mandat – die serbische Flagge auf Liegenschaften des Freistaates gehisst wurde. Als die USA Irak 2003 erneut angriffen, habe ich auch keine irakische Flagge statt der Flagge des Freistaats gesehen. Persönlich halte ich das Verhalten des Ministerpräsidenten für unerträglich, nicht dem Volkswillen entsprechend und, wie beschrieben, den inneren und äußeren Frieden des Landes gefährdend. Auch wenn ich hier nur über einen, wie ich meine, unerhörten Vorgang im Bundesland Bayern schreibe, hat dieser natürlich bundesweite Strahlkraft. Unbesehen davon, ob ähnliche Anordnungen auch in anderen Bundesländern ausgegeben wurden:
Wie sehen Sie diesen politischen Akt?

Die aktuelle Ausgabe der heuteSCHAU sehen Sie hier. Fast alles Satire. Fast. Meinen Zwischen- und Reiseruf zur verschwundenen Zivilcourage können Sie lesen. Peter Löcke schreibt hier über die, über die man nicht spricht.

Ich wünsche Ihnen eine glückliche Woche.
Empfehlen Sie uns gerne weiter.
Ihr
Markus Langemann
PS: Noch eine Frage. Warum haben alle Tage 24 Stunden und der Sonntag nur fünf? Versteh‘ ich nicht.

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Guten Tag, liebe Leserin,
guten Tag, lieber Leser.

Ich wünsche Ihnen einen Sommersonntagabend mit einer kühlen Limonade unter einem schattenspendenden Baum, Käsekuchen und Sonnenblumen in der Nähe. Genießen Sie den 7. Tag der Woche, den letzen Tag im Juli 2022, in Freude und mit Frieden. 

Wissen ist ja doch recht oft von Vorteil. 
Hiermit sende ich Ihnen nur einen kurzen Hinweis auf einen sehr beeindruckenden Vortrag von Prof. Günter Theissen. Sie finden ihn hier in der Mediathek. Theißen ist Lehrstuhlinhaber für Genetik und Leiter der Struktureinheit Genetik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 
Sein Buch DAS VIRUS – auf der Suche nach dem Ursprung von COVID-19, ist in diesen Tagen veröffentlicht worden. Hier im CdkW sehen Sie den 60 Minuten-Vortrag, den Theißen vor kleinem Kreis im Verlag gegeben hat. Das Buch finden Sie hier

Wenn Sie weitere Informationen zu den Hintergründen der Krise unserer Zeit interessiert, sollten Sie diesen Vortrag kennen. Gerade auch deshalb, weil Theißen (noch) zu der seltenen Gruppe ungeframter und dennoch kritischer Fachleute zählt. Sein Wikipedia-Eintrag ist erstaunlich neutral geschrieben.

https://media.video.taxi/embed/LPNwwA742tm4
https://hoerner-group.de/?wpam_id=7

Wenn Sie sich für Fußball begeistern können, wünsche ich Ihnen einen spannenden Abend.
Ihr
Markus Langemann
PS: Es ist heiß im Land. Viele von uns haben in diesen Tagen ja schon mehr geschwitzt, als ein Engländer am Elfmeterpunkt.
Wie es sich mit den Engländerinnen an diesem Punkt verhält, werden wir vielleicht heute sehen…
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Ernst Wolff über den Great Reset — clubderklarenworte

Save our souls

Guten Tag, liebe Leserin,
guten Tag, lieber Leser. Sie sehen hier oben ein wunderbares Schreibgerät. Es mutet an wie ein Werkzeug aus einer anderen Zeit. Etwas antiquiert und dennoch unerhört edel und elegant. Hält man es in der Hand, umfängt einen die Lust, etwas Kluges zu Papier bringen zu wollen. Ja, Papier, dieser wunderbare Werkstoff, den einige von Ihnen vielleicht noch aus der Vor-Computer-Ära (nicht: Vor-Corona-Ära) kennen. Die Sache mit der Tinte, aus der sich geistreiche Sätze oder gar Sentenzen auf schönes Papier bringen lassen, ist nicht so einfach. Viele unserer Art sind allein feinmotorisch durch Wischen und Tatschen verkümmert, denn die meisten von uns schreiben heute mit zwei Daumen. Evolutionär gemutmaßt, sind die dicken Daumen in unserer Spezies in wenigen Generationen größer als das Zerebrum; bei manchen scheint mir das heute schon so. Hallo Berlin! Deshalb: Allein das haptische Erleben, nicht im Outback von Shenzhen gestanzte PC-Plastiktasten zu drücken, sondern elegante königsblaue Schwünge auf Handgeschöpftes mit einem feinen Schreibzeug zu schwingen, kommt dem Glücksgefühl des Genusses eines schottischen Whiskys nahe, einer belgische Praline oder eines Miles Davis. Ich bin mir sicher, Sie würden anders assoziieren, aber ähnlich kollaborieren. Apropos – eine handgeschriebene Antwort auf die E-Mail eines lästigen Lieblingsfeindes hat eine besonders nachhaltige Güte. Also greifen Sie mutig zur Feder, gleich ob Sie gallig oder liebevoll formulieren, die Befriedigung ist enorm. Ich schreibe diese Zeilen über das Schreiben umflort von wehmütigen Gedanken an die erste Fraktionsentscheidung in meinem Leben, damals in der 1 b: Pelikan oder Geha? Ich trat bei den Roten von Geha ein (erwähnte es jüngst an dieser Stelle). Den Bezug zu beidem, Geha oder rot, habe ich längst verloren, die feine Freude am Füller ist geblieben, ja geradezu erstarkt. – Ich schreibe diese Zeilen aber auch, weil ich Sie in Zeiten der Flüchtigkeit von Intellekt und Substanz für die Nachhaltigkeit von in trockene Tinte gegossene Gedanken begeistern möchte.  Whatsapp- und E-Mail-Zeilen sind schnell gerotzt und schnell gelöscht. Ein Blatt Papier bleibt. Handbeschriebenes zu zerreißen ist immer auch ein Akt der Zerstörung, manchmal aber auch der Befreiung. Es rührt in jedem Fall die Seele. Die Myriaden von Whatsapps haben keine Seele, vielleicht ist das ja auch ein Grund für unsere SOS-Welt. Save our souls. In Dresden sitzt ein junges Start-up, das sich den edlen Federn zu einem fairen Preis verschrieben hat. Gern möchte ich Ihnen empfehlen, dort vorbeizuschauen, auch, weil das Unternehmen unsere Arbeit unterstützt. Die Hörner-Schreibgeräte werden in Deutschland hergestellt. Der Skriptum-Füller liegt, wohlig beschwert in Palisanderholz gefertigt, in der Hand und auch auf meinem Schreibtisch. Vielleicht suchen Sie ja gerade nach einer Freude für sich oder für einen lieben Menschen. Waren in Kleinproduktion und mit großer Liebe zur Qualität hergestellt unterstütze ich. Edle Federn und edle Bücher sind ein guter Anfang. Da geht sicher noch mehr.

Seit diesem Wochenende finden Sie in der Mediathek einen Vortrag von Ernst Wolff. Über 70 Minuten spricht Wolff über den Great Reset und stellt die Frage nach dem Ausweg. Man muss nicht all seine Gedanken teilen, sollte immer auch eigenständig die Belegbarkeit seiner Aussagen überprüfen, doch man darf diese kompakte Zusammenfassung seiner Recherchen und seiner Sicht auf die Lage der Welt kennen. Wolff ist Jahrgang 1950, Buchautor und natürlich vom Wikipedia-Universum ordentlich geframt. Schauen und hören Sie seinen Vortrag und empfehlen Sie diesen in der Mediathek gern weiter.Seit diesem Wochenende finden Sie in der Mediathek einen Vortrag von Ernst Wolff. Über 70 Minuten spricht Wolff über den Great Reset und stellt die Frage nach dem Ausweg. Man muss nicht all seine Gedanken teilen, sollte immer auch eigenständig die Belegbarkeit seiner Aussagen überprüfen, doch man darf diese kompakte Zusammenfassung seiner Recherchen und seiner Sicht auf die Lage der Welt kennen. Wolff ist Jahrgang 1950, Buchautor und natürlich vom Wikipedia-Universum ordentlich geframt. Schauen und hören Sie seinen Vortrag und empfehlen Sie diesen in der Mediathek gern weiter.Seit diesem Wochenende finden Sie in der Mediathek einen Vortrag von Ernst Wolff. Über 70 Minuten spricht Wolff über den Great Reset und stellt die Frage nach dem Ausweg. Man muss nicht all seine Gedanken teilen, sollte immer auch eigenständig die Belegbarkeit seiner Aussagen überprüfen, doch man darf diese kompakte Zusammenfassung seiner Recherchen und seiner Sicht auf die Lage der Welt kennen. Wolff ist Jahrgang 1950, Buchautor und natürlich vom Wikipedia-Universum ordentlich geframt. Schauen und hören Sie seinen Vortrag und empfehlen Sie diesen in der Mediathek gern weiter.

Den neuesten „Schachmatt“-Löcke lesen Sie hier.  Ich wünsche Ihnen sonnige Stunden und immer einen kühlen Drink in Griffweite. Ihr Markus Langemann
  PS: Weil mich neulich eine Leserin fragte – Spinnen fängt man mit Glas und Papier: 1. „Hilfe!“ aufs Papier schreiben, ans Fenster kleben 2. Wodka ins Glas 3. Trinken, auf Hilfe warten

Wir arbeiten wirtschaftlich und politisch unabhängig. Nur so ist kritischer Journalismus möglich, der aktuell eine historische Chance bekommt. Wahre Unabhängigkeit im Journalismus setzt finanzielle Unabhängigkeit voraus. Der Club der klaren Worte schaltet keine Werbung auf der Website oder im Newsletter. Ausschließlich die freiwille Zuwendung unserer Leser ermöglicht die Arbeit. Wenn Sie den Club der klaren Worte unterstützen möchten, empfehlen Sie uns gerne in Ihrem Kreis, regen Sie zum Abo des Newsletters an. Ein Jahres-Abo in der Mediathek ermöglicht uns Planungssicherheit. Vielen Dank wenn Sie zu den Abonnenten gehören.  Ihre Zuwendungen fließen in Serverbetrieb, Hosting, grafische Gestaltung, Technikinvestition, Informantenhonorare, Kameraequipment und zunehmend auch in kostenintensive juristische Beratung zur Aufrechterhaltung dieses Angebotes. Vielen Dank.

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How dare you, Lindner?! — clubderklarenworte

Schon Westerwelle sprach von
spätrömischer Dekandenz

https://mailchi.mp/clubderklarenworte.de/how-dare-you-lindner?e=ff6b50c8a8

Guten Tag, liebe Leserin,
guten Tag, lieber Leser. Das Abarbeiten am Unvermögen von politischen Akteuren, von Mandats- und Amtsträgern auf lokaler, kommunaler oder gar nationaler Ebene hat mich schon immer gelangweilt. Es ist ein niedrigschwelliger Stammtisch-Volkssport oder zeitgemäßer formuliert etwas für frustrationsgeschwängerte Seelen, die sich den Twitter-Tripper eingefangen haben und von ihrem heimischen Pressspan-Klippan ungefragt und unentwegt nun ihre Verbalgülle über dieses oder jenes Digitalportal verströmen. Es sind zumeist Heulsusen, die ihrer eigenen Bedeutung durch Pöbeln Politur verleihen. Like-Lechzer in Dauer-Dopamin-Extase, die Herzchen und Follower sammeln wie Opa einst Panini-Bildchen.
Und dennoch – lassen Sie mich hier eine Politiker-Polemik abhalten, weil sich jener Staatsbedienstete, der meinen Intellekt am Wochenende beleidigte, wirklich herausragend und empörend dämlich verhält: Der amtierende Bundesfinanzminister Christian Lindner ist taktlos, selbsttrunken und kaltschnäuzig. Von Bodenhaftung gebenden Tugenden wie Anstand und Moral ist er so weit entfernt wie einstmals Neil Armstrong von der Erde.
Ich kann mir seine Sylt-Sause nur so erklären, dass sein Hirn offenbar in einem abgetrennten Servicemodul seinen Körper umkreist, wenn nicht gar schon den Lindner-Orbit komplett verlassen hat. Ich frage Sie, geschätzte Leser, und Herrn Lindner, völlig befreit von Sozialneid:

Wie kann man so dämlich sein, als Finanzminister mit der größten Wirtschafts- und Staatskrise der Nachkriegszeit am Hacken feudal auf der Schampus-Klischee-Insel Sylt gemeinsam mit der Byld (sic!) eine Hochzeitssause zu inszenieren, die jeden braven Bundesbürger, der seine Familie durch diese Legislaturperiode von Schwachmaten steuert, verhöhnt?
Wie kann man als vom Volke bestellter und bezahlter deutscher Kassenwart aus der Kulissen-Kirche kommend in den voll getankten Classic-Car-911er steigen und diesen unter Fotogewitter in die Gunter-Sachs-geweihte Sansibar lenken – unterdessen am Festland die größte deutsche Nachkriegskrise wütet?
Ich könnte noch viele Fragen stellen. Auch jene, warum der Ukraine-Front-Hamster Ronzheimer so plötzlich und unerwartet auf einem Brautselfi auf Sylt auftaucht? Warum Nuhr sich als ARD-Kabarett-Bissgurke mit einer Inseleinladung die Beißhemmung für ein paar Häppchen am Machtbuffet abkaufen lässt? Aber diese und andere Fragen lenken nur vom Lindner-Versenken ab.

Man möchte ihm zurufen:

„Wissen Sie, Herr Lindner, ich denke, jeder darf seine Vermählung so feiern, wie er möchte. Minimalistisch oder monströs. Leise und elegant oder als lautes Schützenfest. – Aber Sie, Christian, Sie tragen in Ihrer Position als Finanzminister eine besondere Verantwortung für politischen Anstand und respektable politische Umgangsformen. Was wir aber am Wochenende gesehen haben, war ein FDP-Schmock. Gehen Sie nach den Flitterstunden mal kurz in Hamburg bei St.-Pauli-Legende Kalle Schwensen vorbei. Lassen Sie sich von ihm mal briefen, was öffentlich geht und was nicht. Er hat da mehr Gespür.“

Ihr 

Markus Langemann

PS: Christian Lindner hat geheiratet. Selten gewordene Momente wo jemand „Ja, ich will“ zur FDP sagt.
https://clubderklarenworte.media.video.taxi/watch/M8zW6JUj0k7t
Bitte lesen Sie auch die neue wunderbare Kolumne von Peter Löcke über alte, weiße Frauen. Den Kommentar oben können Sie hier nochmal sehen. Apropos, seit gestern haben wir eine wunderbare historische Dokumentation in der Mediathek. Ende August ist es 50 Jahre her das wir in Deutschland, in München, die Olympiade feierten. Willy Brand war noch Kanzler, und The Sweet gerade auf Platz EINS in den Charts und auch bei Illja Richter in der DISCO. Sommer ’72. Ein Deutschland voller Kraft und Energie. Gönnen Sie sich ein wenig Wehmut, vielleicht haben sie noch irgendwo im Keller einen Asbach Uralt…
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