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Der Beschluß der geschäftsführenden Bundeskanzlerin zu Weihnachten 2021 im Original

Frohe Weihnachten!

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser,

ich informiere Sie nur kurz über den Beschluss der geschäftsführenden Bundeskanzlerin im Original. Die die Grundrechte von Bürgerinnen und Bürgern einschneidenden Beschlüsse, eines nicht von der Verfassung legitimierten Gremiums von Volksvertretern, gehören nicht hinter eine Bezahlschranke. Es ist die vornehmste Aufgabe von Journalisten diese Informationen sofort und ungefiltert an die Bevölkerung des Landes weiterzugeben, bzw. sie zugänglich zu machen.

Deshalb hier für Sie die Möglichkeit das Originaldokument, nur ergänzt um einige Textmarkerstellen,  zum downloaden.

Das Papier können Sie hier einsehen und downloaden.

Dennoch auch heute einen guten Abend.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr 

Markus Langemann 

Wir arbeiten wirtschaftlich und politisch unabhängig. Nur so ist kritischer Journalismus möglich, der aktuell eine historische Chance bekommt. Wahre Unabhängigkeit im Journalismus setzt finanzielle Unabhängigkeit voraus. Der Club der klaren Worte ist ein pro bono Projekt der Langemann Medien GmbH, deren Geschäftstätigkeit im Bereich der Kommunikation fernab des Journalismus liegt. Wenn Sie den Club der klaren Worte unterstützen möchten, empfehlen Sie uns gerne in Ihrem Kreis. Zuwendungen fließen in Serverbetrieb, Hosting, grafische Gestaltung, Technikinvestition, Informantenhonorare, Kameraequipment und zunehmend auch in kostenintensive juristische Beratung zur Aufrechterhaltung dieses Angebotes. Vielen Dank.
Langemann Medien GmbH
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DE05 7016 9543 0100 9017 84
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Oder via PayPal.

Über die Zensur und Lehrer die weinen. — clubderklarenworte

„Wenn kein Charakter mehr geduldet wird, sondern nur der Gehorsam, geht die Wahrheit, und die Lüge kommt.“

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser,

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. 
Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“
So lautet der erste Absatz des fünften Artikels im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Gestern um 21 Uhr habe ich für Sie einen Beitrag, frei zugänglich auf Youtube, veröffentlicht, der keine medizinischen Informationen enthält, aber Sie über einen couragierten Lehrer im Nachbarland Österreich informiert. Ein Beitrag, in dem Sie einen Bürger unseres Nachbarlandes hören, der sich moderat gesellschaftskritisch äußert. 
Das Video wurde nach zwei Stunden von Youtube entfernt. Mir wurde ein automatisierter Hinweis zugesandt. Angeblich wurde das Video entfernt, weil es gegen Communityrichtlinien verstößt. Solche Nachrichten werden halb automatisch versendet. Die Nachricht sehen Sie hier:

Noch in der Stunde des Gewahrwerdens der Löschung habe ich über ein digitales Formular, welches zur Einsprucherhebung angeboten wird, freundlich um Überprüfung gebeten. Verbunden mit dem Hinweis, dass in dem Beitrag keine medizinischen Fehlinformationen verbreitet werden.
Heute Morgen erhielt ich nachfolgende automatisierte Antwort:

Nach dieser „Verwarnung“ ist es nicht möglich, eine Woche lang auf der Plattform zu veröffentlichen. Nach zwei weiteren Verstößen werde der Kanal gelöscht.
Dieses erzieherische Vorgehen gegen die kritische kontrollierende Presse kann ich nunmehr sicher unpolemisch als Zensur in der Demokratie bezeichnen.

Um die Techniken der Unterdrückung von gesellschaftskritischen Inhalten zu erkennen, muss man nicht ins entfernte China schauen, sondern es reicht ein Blick in die Geschichtsbücher unseres Landes. 
Ostdeutsche Mitbürger kennen und fürchten diese Techniken noch aus den Zeiten vor 1989, aus ihren damaligen DDR-Fernsehprogrammen und der Tageszeitung „Neues Deutschland“, dem Verlautbarungsorgan und Belobigungsblatt der SED.

Wenn Ihnen Propaganda- oder Prekariats-TV mit Dschungel- und Castingshows und dem gelegentlichen Konsum des internationalen Sportzirkus in der Zukunft dieses Landes doch zu wenig Information und intellektuelle Nahrung sein sollten, dann müssen wir uns wohl auf neue Formate und Quellen einlassen. Das ist für Sie als Konsument herausfordernd – für uns als Anbieter einmal mehr.

Wir arbeiten an alternativen, sicheren, hochwertigen Ausspiel-Plattformen und an neuen Formaten. Ohne zu viel zu versprechen, dürfen Sie vom Club der klaren Worte Anfang des kommenden Jahres eine erste Version einer Mediathek erwarten, in der Sie unsere Inhalte gesammelt und unzensiert sehen können. Eben in einem geschützten Raum.
Das ist eine große Anstrengung, Ihnen dieses Vorhaben mit den Convenience- und Technologiestandards von globalen Marktführern zu ermöglichen. 
Ihre Unterstützungsbeiträge in der Vergangenheit haben hier den Weg bereitet, diese sind in Zukunft als freiwillige Unterstützung oder Abos weiterhin sehr willkommen.

Für den technisch unversierten Leser sei nur ein wichtiger Punkt erläutert: Jedes Video, das Sie bei uns sehen, kostet uns Bandbreite, um es Ihnen ausspielen zu können. 
Das gilt übrigens auch für den Mega-Plattformbetreiber Youtube, der allerdings nicht nur werbefinanziert arbeitet, sondern auch eine weltmarktbeherrschende Stellung hat.

Beschriebene Bandbreite müssen wir einkaufen; mit anderen Worten: Jedes Mal, wenn Sie zuschauen, kostet es uns Geld. Fernab von den Erstellungs- und Betriebskosten. Diese Point-to-Point-Verbindung ist der Nachteil zum Kabel- oder Satellitenempfang, wo zwar generelle Verbreitungskosten anfallen, aber nicht jeder einzelne Zuschauer den Anbieter Geld kostet. Dieser technologische Paradigmenwechsel ist auch ein Grund, warum wir für Videos einen Unterstützungsbeitrag erheben müssen: eben um Kosten abzudecken.

Nun könnten Sie ja einwerfen, dann gehen Sie doch mit Ihren Beiträgen auf andere freie Plattformen wie Rumble, Odysee und andere. – Nein, wir möchten uns künftig in einem Umfeld bewegen, in dem die Inhalte zweifelsfrei sind. Und das soll unsere Plattform sein.
Das gestern zensierte Video stellen wir Ihnen allerdings hier auf unserer Plattform für 24 Stunden kostenlos zur Verfügung. Die Information soll frei zugänglich sein, soweit wir es ermöglichen können.

https://service.video.taxi/embed/bXLkijoU2bAG

„Können Sie erahnen, welche Gedanken da in einem aufkeimen?“ — clubderklarenworte

Brief an den Herausgeber

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser, wenn man in diesen Tagen versucht, verantwortungsvoll, besonnen, klar und demütig statt demagogisch zu publizieren, dann ist das nicht nur herausfordernd, sondern auch sehr oft berührend; was ein weiteres Mal herausfordert. Es sind die sehr persönlichen Zuschriften, die Schilderungen über die Innenansichten einer nunmehr gespaltenen Lebensgemeinschaft, Freundschaft, Gruppe, Gesellschaft.  Es sind die um Worte ringenden Leserinnen und Leser, denen es schwerfällt, die Unfassbarkeit zu verfassen. Menschen fühlen sich eingekesselt in ihren Lebensräumen, umzingelt von durch Angst und Aggression zerfressene Zombies, wie ihnen scheint, die sie ob ihrer Freundlichkeit und Empathie doch einst ein Leben lang liebten und unter dem Weihnachtsbaum vor 365 Tagen noch herzten.  Familie. Freunde. Nachbarn. Kollegen. Sie waren. Der Leidensdruck steigt und mit ihm der Blutdruck. Die Mauer kommt zurück ins Land.  Nein, es sind dieses Mal viele Mauern. Um Herzen, um Hirne, durch Betten. Die wenigen intellektuellen Abrissbirnen scheinen in Lieferketten festzuhängen oder sind selbst schon matschig.   Ich veröffentliche hier einen kurzen Brief aus einer Hundertschaft von Zuschriften. Er mag Ihnen Spiegel sein, Trost spenden und als Wecker schrillen. Er mag auch mahnen und den berufsmäßigen Spaltern in Politik und Medien dereinst mit ins Grab gelegt werden. Nutzen Sie die Möglichkeit der Kommentierung, es tröstet Frau Schmitz wie auch Tausende Leser.  Lassen Sie uns mutig teilhaben. Dies möge Sie versöhnen, heilen oder auch selbst zur Tatkraft ermächtigen.  „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Matthäus 18,20) Ihr  Markus Langemann

PS: Sie können Frau Schmitz hier öffentlich einen Kommentar schreiben, sie wird ihn sicher lesen.
Brief an den Herausgeber
Lieber Herr Langemann,
 
ich wollte schon lange schreiben, hab es immer wieder vertagt, doch nun reißt mir die Hutschnur…
 
Wollen Sie wissen, wie es ist, mit einem 81jährigen Ehepartner (ich bin 64, nicht geimpft) zusammen zu leben, der vollumfänglich „regierungskonform“ ist, impfen bis zum Umfallen mitmacht, weil das der Weg aus der Pandemie ist, G2 oder wenn es sein muss auch G1 richtig findet, mir die Schuld daran gibt, wenn sich Mitmenschen von uns abwenden, die wissen, dass ich nicht geimpft bin, keinerlei Druckstücke, Bücher oder ähnliches liest, die ich ihm vorlege, um ihm einen anderen Blickwinkel auf die Dinge zu ermöglichen, ja es kategorisch ablehnt, etwas anders zu lesen als die FAZ oder den Spiegel, täglich mindestens 8-10 x die Nachrichten auf ARD, ZDF und ntv verfolgt, Rubikon, Tichys Einblick oder andere Magazine strikt ablehnt und und und, die Aufzählung könnte noch lang werden, aber ich breche sie an dieser Stelle ab. Mein Nervenkostüm ist mehr als angeschlagen.
 
Wissen Sie, können Sie erahnen, welche Gedanken da in einem aufkeimen? Unsere Partnerschaft/Ehe dauert nun schon knapp 30 Jahre und ich habe mir Mitte letzten Jahres geschworen, C kann uns nicht auseinanderbringen und welche Gedanken habe ich heute???? 
 
Lieber Herr Langemann, ich schätze Ihre Arbeit sehr, bin natürlich Abonnent und selbstverständlich zahle ich in die Kaffeekasse, ist doch klar. Gerne hätte ich gewusst, ob Sie weitere solche Post wie meine bekommen, vielleicht kann ich da sogar „Mitleidende“ finden, um zu hören, wie diese das alles aushalten…, ich grüße Sie ganz herzlich und wünschen Ihnen was auch immer das Beste ist für Sie!

Bettina Schmitz
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Der Beschluß der geschäftsführenden Bundeskanzlerin im Original — clubderklarenworte

Die Originalquelle

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser,

ich informiere Sie nur kurz über den Beschluss der geschäftsführenden Bundeskanzlerin im Original. 

Das Papier können Sie hier einsehen und downloaden.

Dennoch einen guten Abend.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr 

Markus Langemann 


PS: Nur noch ein weiterer Beschluss – egal welcher – und ich bin reif für eine Entziehungskur. Prost.
 
Wir arbeiten wirtschaftlich und politisch unabhängig. Nur so ist kritischer Journalismus möglich, der aktuell eine historische Chance bekommt. Wahre Unabhängigkeit im Journalismus setzt finanzielle Unabhängigkeit voraus. Der Club der klaren Worte ist ein pro bono Projekt der Langemann Medien GmbH, deren Geschäftstätigkeit im Bereich der Kommunikation fernab des Journalismus liegt. Wenn Sie den Club der klaren Worte unterstützen möchten, empfehlen Sie uns gerne in Ihrem Kreis. Zuwendungen fließen in Serverbetrieb, Hosting, grafische Gestaltung, Technikinvestition, Informantenhonorare, Kameraequipment und zunehmend auch in kostenintensive juristische Beratung zur Aufrechterhaltung dieses Angebotes. Vielen Dank.
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Vom Abschied. Vom 11. September. Vom Erkenntnisgewinn. — clubderklarenworte

Am Anfang ist immer der Abschied

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser,

am Anfang ist immer der Abschied.

Sechs Worte, ein Satz, der eine ganze Welt an Bildern und Emotionen eröffnet. 
Nur sechs Worte, denen es gelingt, Hoffnung und Trauer, Unsicherheit und Erleichterung zugleich zu beschreiben. Sinnhaft aufgereihte Wörter, die es schaffen, Trost zu spenden und Mut aus ihnen zu schöpfen. Sechs Worte, die das Oben und das Unten verbinden. Sechs Worte, die den Schmerz des Herzens und zugleich dessen große Flatter erfassen.

Ein Satz, der persönlich oder politisch gelesen werden könnte.
Ein einziger Satz wie ein ganzes Buch.

Es ist ein Satz, der dem zeitgenössischen Dramatiker Botho Strauß zugesprochen wird.

Sie haben an dieser Stelle ein paar Wochen nichts lesen können, weil ich persönlich einen Abschied nehmen musste, für den eine eigene Zeitrechnung galt. Ich schreibe Ihnen dies nur, weil einige unter Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, besorgte oder gar ungeduldige Post schickten mit der Frage nach dem Verbleib von Publikationen. Dies zeigte mir selbst in meiner Trauer, dass wir wohl in besonderer Weise miteinander verbunden sind. Sie dürstet es nach Informationen und der Idee einer Einordnung von Ereignissen fernab des Tagesgedröhns der unreflektierten Contentschleudern, zu denen die uns so vertrauten übermächtigen Medienmarken mutieren.

Dieses mir entgegengebrachte Vertrauen weiß ich sehr zu schätzen, ich will verantwortungsvoll damit umgehen.

Abschiede können sich heranpirschen auf leisen Pfoten oder brachial und unkontrolliert herausplatzen wie eine Gottschalk-Zote. In diesen Zeiten müssen sich Menschen oft verabschieden. Ungewollt und nicht selten schleichend. Von lieben Freunden, die anders denken, von lieb gewonnenen Gewohnheiten, die sie anders kannten, oder vertrauten Politik- und Mediengesichtern, die sie einst anders sahen. Sie sind enttäuscht worden von Informationsquellen, die sie ein Leben lang begleiteten. Nach der Phase der Agonie haben nicht wenige von ihnen wieder angefangen, selbst zu denken und selbst zu sehen.

Am Anfang ist immer der Abschied.
  Es scheinen die Zeiten so sehr geprägt von der emotionalen Abschied-Anfang-Achterbahn wie vielleicht zuletzt jene Zeit um den 2. September 1945. Sei’s drum, ich nehme jetzt auch Abschied von der Sorge, Sie könnten mich verorten wollen, wo unaufgeklärte Geister gern freie Publizisten hinstellen: an den politischen Rand. Am Rand stand ich das letzte Mal, als ich auf dem Bolzplatz erneut der Letzte war, der in eine Mannschaft gewählt wurde. Das liegt daran, dass ich schon als kleiner Junge Fußball besser gucken als spielen konnte. Damals war es mir unangenehm, heute wäre es mir wurscht, wenn man mich nur eines Randes würdig befände. Denn mit Ihnen weiß ich mich in der Mitte jener, die den erweiterten Blick, den Perspektivenwechsel, schätzen. Etikettierungen sind Sache des Groß- und Einzelhandels, neuerdings leider auch in überbordendem Maß der Kaste der Lautsprecher in Politik und Medien. Deswegen lassen Sie uns hier den etikettenfreien und geschützten Raum der Neugier pflegen und das Aushalten von überraschenden Widersprüchen üben und bewahren. Lassen Sie den Club der klaren Worte den virtuellen Raum des unbetreuten Denkens und ein Hort des Diskurses sein, der schutzbedürftiger scheint als je zuvor. Wenn ich selbst mal nicht trittsicher erscheinen sollte, üben Sie sich bitte in Nachsicht. Das Gelände, in dem ich mich bewege, ist unsicher, vermint, zudem kameraüberwacht. Ob Sie politisch backbord oder steuerbord stehen, ist hier an Bord unerheblich, lassen Sie uns als feine Gesellschaft offen bleiben; aber kritisch jene begleiten, die zum Wohle weniger unsere lieb gewonnenen Werte und Normen durch ihr politisches Handeln einschmelzen und umformen wollen. Das Vermögen, Perspektivenwechsel einnehmen zu können und auch zuzulassen, ist ein elementarer Wirkstoff einer freien Presse, es ist ein wichtiger Bestandteil eines Elixiers für eine kränkelnde Demokratie. Aus diesem Grund veröffentliche ich hier einen Text, der in der deutschen mutlosen Mainstreampresse wohl keine Chance hätte, gelesen werden zu können, weil er in vielfacher Weise Perspektiven wechselt und geradezu Unerhörtes erlaubt. Eldad Beck ist ein israelischer Journalist und Autor. Als Deutschlandkorrespondent hat er für die größte Tageszeitung Israels, „Israel Hayom“, ein Interview mit Dr. Götz Frömming geführt.

Frömming ist parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion und neben diversen Engagements auch Mitglied im Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung.

Das Interview im hebräischen Original lesen Sie hier. Ich stelle es Ihnen in deutscher Übersetzung zur Verfügung. Möge es Ihnen einen informativen und unterhaltsamen Erkenntnisgewinn ermöglichen.
 
Zum Interview mit Götz Frömming als PDF (Download)


Generation 9/11

Am 11. September 2001 saß ich am Nachmittag, noch in meinen Dreißigern, im Büro. An der Wand hing ein TV-Gerät. Es lief CNN, wie sehr oft in jenen Jahren. Mitten in meinem Tun war ich plötzlich live Augenzeuge des Armageddon der Neuzeit. Des Einsturzes der Twin Towers in Manhattan.

Jahre zuvor hatte ich dieses World Trade Center mehrfach besucht. Im 107th Floor saß ich im „Windows on the World“, jenem Restaurant, das oft als „the most spectacular restaurant in the world“ beschrieben wurde. Ich weiß noch heute, wie es sich anfühlte, jugendlichen Spaß auf dem Dancefloor, direkt an den Fensterscheiben, zu haben. Jenes Gefühl und das Herzrasen beim späteren Anblick des Unglaublichen habe ich bis heute nie zusammengebracht. 

Die Welt wurde an jenem Septembertag vor etwas mehr als 20 Jahren eine andere. Sie wissen es alle. Viel ist seitdem über diesen Tag und den Einsturz der Türme geschrieben und gezeigt worden.
Mein Exemplar der BILD-Zeitung des Tages danach hatte ich archiviert, weil ich mitten im Schock verstand, es ist ein Zeitzeugnis von lebenslanger Bedeutung.

Warum sich also diesem welthistorischen Tag so viel später noch mal zuwenden? Vielleicht gerade jetzt, weil viele von uns in den Zeiten des Coronakomplexes gelernt haben, dass es einen Unterschied zwischen Wirklichkeit und Medienwirklichkeit gibt. Vielleicht, weil unsere politische Umbruchzeit Sie sensibel gemacht hat und kritisch für die Sprache der Medien. Vielleicht, weil sich viele von Ihnen nunmehr notgedrungen medienanalytische Kompetenz erarbeitet haben und auch die größte Terrorkatastrophe der Neuzeit und die Erzählungen darüber dechiffrieren können und wollen.

Vielleicht, weil ein analytischer Blick heute auf dieses Ereignis von gestern hilft, das Jetzt besser zu verstehen.

Dr. Ansgar Schneider ist Physiker, Mathematiker und hat eine Zeit seines Lebens mit der akribischen physikalischen Analyse der Einstürze der Türme verbracht. Das klingt trocken und spröde.
Mein Versprechen einer spannenden Zeit und eines Erkenntnisgewinns gebe ich Ihnen hiermit ab. 

Nehmen Sie sich Zeit und Alkohol zur Seite, der Vortrag geht über 120 Minuten und Sie werden nicht einschlafen. Wenn Sie ihn auf einer Autofahrt schauen oder eben hören, vergeht die Fahrt schneller, als Sie fahren. 
Mir erschien sein forensischer Vortrag wie ein Krimi. Schneider erscheint mir wie ein Tatortreiniger.

Damit dieser Vortrag nicht auf Youtube gebannt werden kann, sehen Sie ihn derzeit ausschließlich auf der Plattform clubderklarenworte.de frei zugänglich, eine Woche nach dem Versand des Newsletters. Das ist gut so. Danach wollen wir einen Unterstützungsbeitrag erheben, um die Streamingkosten abzudecken, die ja auf unserer Seite anfallen.

Ich freue mich aber auch, wenn Sie unsere Arbeit schon zuvor freiwillig unterstützen möchten, um Ihnen diesen publizistischen Service weiter anbieten zu können.

Mehr über Dr. Schneider erfahren Sie zuvor in diesem Video hier, das Sie frei auf Youtube sehen können.
https://youtu.be/tjbq8X4KH_Y

Zum Vortrag „Der 11. September 2001 aus der Sicht der Physik.“

Wenn es Sie nach Poesie dürstet, werfen Sie gern einen Blick auf diese Seite; und sollte Ihnen der Humor abhandenkommen, was gefährlich für Ihr Wohlergehen wäre, schauen Sie gern hier vorbei.  Es handelt sich um einen Leak, der mir anonym zugespielt wurde. Wenn Ihnen dabei das Lachen im Halse stecken bleibt, empfehle ich Ihnen den Lauterbacher Tropfen. Diesen hat mir ein aufmerksamer Leser mal freundlicherweise zugesandt. Natürlich ein Magenbitter! Kurioserweise ist er giftgrün. Danke nochmals dem freundlichen Spender, der hier zum großen Leserkreis gehört. Für den Moment nehme ich Abschied von Ihnen, stehe aber schon am Anfang einer neuen Publikation. Sie wissen ja –   Ihr Markus Langemann   PS: Wenn Sie Ihren Kreis auf diesen kostenlosen Newsletter aufmerksam machen möchten, freue ich mich sehr. So sind Sie ein Marketingvolunteer und unsere Club-Gemeinschaft der freien Geister wächst. Danke sehr.
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Döpfner spricht über Julian Reichelt. — clubderklarenworte

Wenn ein Springer Sex hat!

Mahlzeit, liebe Leserin,
Mahlzeit, lieber Leser,

entschuldigen Sie bitte die erneute Störung in kurzer Folge. Die Vorgänge um Europas größtes Medienhaus könnten Sie interessieren. Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE und Anteilseigner, hat nach der fristlosen Entlassung des Chefjournalisten Julian Reichelt am Mittwochmorgen (20. Oktober) eine Ansprache an die Mitarbeiter gehalten. Per Video.  Dieses Video ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Das rund sechsminütige Statement in Laptop-Qualität wurde auf Youtube als „nicht gelistet“ veröffentlicht. Also nur jene Menschen konnten es sehen, denen der Link bekannt war. Also zuvörderst die 16.000 Springer-Mitarbeiter. Wie Medienprofi Döpfner auf die Idee kommen konnte, dass dieser Hidden-Youtube-Link nur im Unternehmen bleibt und nicht auch seinen Fluchtweg aus der Springer-Blase findet, ist mir schleierhaft. Unter 16.000 Springern hat man nicht nur Claqueure. Es ist doch eine Binsenweisheit unter Chefs, dass ab nur zehn Mitarbeitern die kritische Masse erreicht ist, bei der darunter schon zwei sind, die sich über Boss-Bashing in der Kaffeeküche abklatschen. Man sieht also einen nur wenig souverän wirkenden Manager; wohlmeinende Betrachter würden vermutlich sagen erschöpft und menschlich wirkenden Döpfner. Mathias komponiert in dem Clip die akuten Vorgänge in und um Europas größtes Medienhaus ziemlich kakofon zusammen. Er nimmt auch zu einer SMS Stellung, in der er einem Freund mitteilte, er betrachte Deutschland ob der politischen Vorgänge im Land als eine Art neue DDR. – Diese Meinung sei privat getätigt und gehöre nicht in die Öffentlichkeit, döpfnert es weiter im Video.  Da reklamiert ausgerechnet der Boss von einem Laden die Privatsphäre für sich, dessen Flaggschiff BILD seinen täglichen Nektar aus unappetitlichen und privaten Indiskretionen zieht. Nun, wer ist schon perfekt? Herr Döpfner aus Potsdam ist es jedenfalls nicht. Er gibt in seiner Ansprache ein Bild ab, das eher an einen ermüdeten und unterbezahlten Cutter im Offenen Kanal Hamburg erinnert. Das ist irritierend. Man könnte also gut vermuten, der Mann stünde unter Druck: just vor dem Abflug in die USA, zu den Springer-Hauptanteilseignern KKR. Um eine Partie beim Schach zu gewinnen, sollte der Anfänger ein paar Dinge berücksichtigen: Gute Eröffnungszüge. Das Ziel der Eröffnung ist es, die Partie zu kontrollieren.  Verliere keine Figuren ohne Sinn.  Bring deine Figuren in Stellung.  Zurück zum Video. Es liegt uns vor. Ich veröffentliche hier exklusiv ein Transkript des Videos. BILD Dir Deine Meinung!
Transkript der Video-Ansprache von Dr. Mathias Döpfner an die Mitarbeiter von Springer SE

Guten Morgen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Bevor ich heute nach Washington fliege, um die neuen Kolleginnen und Kollegen von Politico zu begrüßen, möchte ich mich an Euch wenden, um über den Compliance-Fall Julian Reichelt zu sprechen. Ich denke, das beschäftigt Euch alle sehr und ich möchte ganz transparent teilen, was wir über diesen Fall wissen und wie wir das sehen.
Wenn man den Medienberichten der letzten Tage folgt, hat man den Eindruck, es geht hier um mehrere Fälle von Sexismus, sexuellem Übergriff, sexuellem Missbrauch. Das war zu keinem Zeitpunkt Teil der Vorwürfe. Es ging um einvernehmliche Beziehungen mit Mitarbeiterinnen von BILD. Das ist allerdings, wenn eine Führungskraft eine solche Beziehung mit einer abhängig Beschäftigten unterhält und das nicht transparent macht, nicht akzeptabel. Deswegen sind wir diesen Vorwürfen von Anfang an sehr ernsthaft nachgegangen. Ja, eine große Rolle spielte dabei eine ehemalige Partnerin von Julian Reichelt, mit der er zwei Jahre zusammen war, die aber nicht bei Axel Springer beschäftigt war. Diese Beziehung war auch bekannt … und um vier Fälle von Beziehungen, angeblichen Beziehungen, mit Mitarbeiterinnen von BILD, die dadurch berufliche Vorteile bekommen haben sollen. Außerdem gab es ein Fall, in dem eine Beziehung, eine aktuelle Beziehung, zwischen einer Mitarbeiterin und Julian Reichelt behauptet wurde. Das wurde aber von beiden bestritten.
Im Hintergrund wirkten Männer, die erkennbar das Vorgehen organisierten. Das waren allesamt ehemalige Mitarbeiter von BILD und die Motive waren sehr klar. Es ging darum, Reichelt wegzubekommen und dabei wurde ein sehr drohender, teilweise fast erpresserischer Ton angeschlagen. Deswegen haben wir eine externe Rechtsanwaltskanzlei, die auf solche Fälle spezialisiert ist, Freshfields, eingeschaltet, die in zahlreichen Gesprächen diese Vorwürfe untersucht haben. Am Ende haben sie ein zwiespältiges Untersuchungsergebnis vorgelegt, in dem aber zumindest ein Fall einer einvernehmlichen Beziehung mit einer Mitarbeiterin belegt werden konnte und das allein war für uns ein schwerer Fehler, der Folgen haben musste. Deswegen haben wir das ausführlich im Vorstand und Aufsichtsrat diskutiert und sind zum Ergebnis gekommen: ein schwerer Fehler, kein unverzeihlicher Fehler. Julian Reichelt sollte eine zweite Chance bekommen, auch aus diesem Fehler zu lernen, aber es musste Konsequenzen haben in der Re-Organisation der Chefredaktion, Doppelspitze und in einem Kulturveränderungsprozess.
Jetzt, vor wenigen Tagen, erschien ein Bericht in der New York Times, sehr einseitig, der aus den Protokollen der Frauen, die damals diese Vorwürfe erhoben haben, zitierte … Protokolle, die uns bis zum heutigen Tag nicht vorliegen, die wir nie eingesehen haben, nicht einsehen durften, weil das aus Persönlichkeitsschutz-rechtlichen Gründen nicht zulässig war. Parallel gab es eine Recherche von BuzzFeed, in der im Zusammenhang behauptet wurde, es bestehe auch weiterhin noch eine Beziehung zu einer Mitarbeiterin von BILD. Wir haben Julian Reichelt damit konfrontiert. Er hat das bestritten. Und wir haben dann, vorgestern, zwei sehr glaubwürdige Zeugenberichte bekommen, die dargelegt haben, dass es diese Beziehung sehr wohl gibt. Wir haben Julian Reichelt daraufhin damit konfrontiert. Er hat das dann eingeräumt und damit war klar … erstens: Er hat aus den Fällen von damals nichts gelernt. Zweitens: Er hat uns nicht die Wahrheit gesagt und damit war klar, wir mussten sofort handeln und wir haben die Chefredaktion von BILD neu aufgestellt und Johannes Boie als neuen Vorsitzenden der Chefredaktion installiert.
Aus heutiger Sicht kann man sagen: Hätten wir nicht schneller handeln sollen? Hätten wir das nicht damals schon tun müssen? Hinterher ist man immer klüger und es muss im Rechtsstaat das Prinzip der Unschuldsvermutung gelten. Trotzdem ist das alles sehr schlimm. Wir müssen aber auch klar sagen: Es handelt sich hier nicht um ein Kulturproblem des ganzen Springer-Verlages. Es gibt dieses Problem bei BILD. Deswegen müssen wir hier auch sehr schnell noch viel grundlegender an der Modernisierung und Veränderung unserer Kultur im Sinne von Respekt arbeiten, aber das gilt nicht für die große Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Axel Springer. 16.500 Leute arbeiten bei uns in mehr als vierzig Ländern und in den meisten Ländern und Unternehmen des Unternehmens herrscht eine vorbildliche Kultur, eine moderne Kultur von Diversität, von Inklusion, von Respekt. Und das ist mir auch sehr wichtig, das war mir immer sehr wichtig und deswegen bitte ich alle, die im Zusammenhang mit Machtmissbrauch und Dingen, die nicht respektvollen Umgang im beruflichen Miteinander bedeuten … sich zu melden, offen zu sprechen, keine Angst zu haben. Wir müssen ein Vorbild sein, was moderne, respektvolle, diverse Unternehmenskultur betrifft.
In dem Zusammenhang vielleicht noch zwei andere Dinge. Zum einen wurde im Zusammenhang mit dem Compliance-Fall behauptet, wir, Axel Springer, hätten versucht, Einfluss auf die Berichterstattung anderer Verlage zu nehmen. Das ist unwahr. Das hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben einen solchen Versuch. Und dann wurde auch noch thematisiert, dass ich in einer privaten SMS einen, ähm, Vergleich zwischen Bundesrepublik und DDR vorgenommen habe. Das wurde aus dem Zusammenhang gerissen zitiert und quasi als Statement, als Zitat, als meine Meinung präsentiert. Das muss ich sagen: Eine private SMS ist kein Tweed, ist kein Post, ist keine öffentliche Rede. Und wenn man in einer privaten Unterhaltung aus dem Zusammenhang gerissen etwas zitiert, dann unterschlägt man Polemik, Ironie, Übertreibung. Ähm, das alles kann es in einer privaten Unterhaltung geben und, zumindest mir geht’s so, dass ich manches Übertriebene und Unsinnige in einer privaten Unterhaltung sage oder schreibe und trotzdem lege ich darauf Wert, dass es privat ist und dass es dann nicht behandelt wird wie ein Zitat. Das, ähm, ist doch eine Grenzüberschreitung.
Ich, ähm, freue mich jetzt, nach Washington zu fahren. Auch wenn die Rahmenbedingungen nicht schön sind. Aber wir sind seit gestern stolzer Besitzer von Politico. Das ist eine der eindrucksvollsten Marken von digitalem Qualitätsjournalismus. Wir haben noch viel vor in vielen Ländern mit Politico. Darauf freuen wir uns und Euch, vielen Dank, fürs Zuhören.
Sie finden den Artikel auch hier zur freundlichen Weiterleitung und Kommentierung.

Sonst mal keine besonderen Vorkommnisse.
Melde mich ab.

Ihr 

Markus Langemann


PS: Für Kenner! Der podcasttönende Gabor Steinhart ist in diesen bewegten Berliner Tagen sehr still, wenn es um die große europäische Medienpersonalie geht. Daran können Sie gut erkennen, wie wichtig unabhängige Medien sind. Nur so dürfen Sie sicher sein, frei von z.B. wirtschaftlichen Interessen informiert zu werden. Springer hält 36 Prozent an Steingarts Media Pioneer Gesellschaft.
An dieser Stelle deshalb mein herzlicher Dank an Sie, für Ihre für uns so wichtige und ausschließliche Unterstützung. Nur so können wir unabhängig bleiben und weiter ausbauen.

Wir arbeiten wirtschaftlich und politisch unabhängig. Nur so ist kritischer Journalismus möglich, der aktuell eine historische Chance bekommt. Wahre Unabhängigkeit im Journalismus setzt finanzielle Unabhängigkeit voraus. Der Club der klaren Worte ist ein pro bono Projekt der Langemann Medien GmbH, deren Geschäftstätigkeit im Bereich der Kommunikation fernab des Journalismus liegt. Wenn Sie den Club der klaren Worte unterstützen möchten, empfehlen Sie uns gerne in Ihrem Kreis. Zuwendungen fließen in Serverbetrieb, Hosting, grafische Gestaltung, Technikinvestition, Informantenhonorare, Kameraequipment und zunehmend auch in kostenintensive juristische Beratung zur Aufrechterhaltung dieses Angebotes. Vielen Dank.

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BILD dir deine Meinung! — clubderklarenworte

BILD dir Deine Meinung!

Guten Morgen, liebe Leserin,
guten Morgen, lieber Leser,

Julian Reichelt hat es aus der Kurve getragen. Das kann einem journalistischen Steilwandfahrer durchaus passieren. Bei Herrn Reichelt, dem Herrn des Boulevards, war es am Montag, dem 18.10.21 so weit. So gut. Seitdem laufen Medienticker und Kaffeemaschinen in Medienhäusern heiß, in und an denen über die Causa Reichelt, den Kollegen also, schwadroniert und diskutiert wird. Auf Twitter, der digitalen Dreckschleuder, die gern vom Homo politicus und Homo mediales genutzt wird, ballerten die üblichen digitalen Heckenschützen ihre Häme und Heldenverehrung, je nach Arbeitgeber, über Stunden und über Reichelt ins Netz. Zuvor spekulierten, analysierten und publizierten von der New York Times bis zur FAZ deren Journalisten über den Journalisten. Hat er nun Püppis der Redaktion gepimpert oder nicht? Sind deren Karrieren so in neue BILD-Umlaufbahnen geschossen worden oder noch nicht? Ist die ganze Erzählung die eines Rufmordes aus dem gut sortierten Werkzeugkasten der hauseigenen Boulevard-Truppe? 

Lassen Sie mich einen Blick eine Etage höher werfen. Dort in der bel étage sitzt Herr Döpfner. Dr. Mathias Döpfner ist Musikwissenschaftler, Boss und Fan von Reichelt, ziemlich erfolgreicher Anteilseigner und auch Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE. Zudem Nachbar und Duzfreund von Friede Springer, die natürlich ebenfalls Anteilseignerin ihres Springer-Hauses ist. Jene Springerin pflegt wiederum enge Kontakte zu Frau Merkel. Diese ist gerade noch Bundeskanzlerin. 
Der knatternde Steilwandfahrer und Hochseiltänzer Reichelt fiel in letzter Zeit mit ziemlich messerscharfer Regierungskritik auf, und das bestimmt nicht nur bei Stammleser Bodo im Bagger, sondern auch in den Frauenzimmern von Angela und Friede. 

Laut war er und unbequem, der Julian. Unüberhörbar renitent und regierungskritisch. Dem Döpfner in seinem Dachgeschoss gefiel es so sehr, dass er von dort seinem Kumpel Stuckrad-Barre eine E-Mail schrieb. Privat und leider geleakt. Darin schreibt Döpfner vom letzten mutigen Reichelt-Rebellen gegen „den neuen autoritären DDR-Staat“, wie die FAZ veröffentlichte. 

Also noch mal für Klardenker. Der Boss vom Springer-Konzern von Seiner Gnaden, der Duzfreundin und Springer-Erbin Friede Springer, die wiederum beste Freundin von Angela Merkel ist, formulierte seine Gedanken über Merkel-Deutschland als „DDR 2.0“ in einer privaten E-Mail, die dummerweise irgendwie, irgendwo, irgendwann eine neue deutsche Welle macht. Eigentlich viel mehr. Ein echter Medien-Kaventsmann.

Im Anschluss an diesen Brecher soll nun der „kleine Julian aus dem BILD-Paradies“ abgeholt werden. Olfaktorisch kommt das einer Kloake sehr nahe. Oder wie BILD vermelden würde: Es stinkt!

Ich veröffentliche hier exklusiv das der Abholung von Julian vorausgegangene Telefonat zwischen Mathias und Friede. Natürlich Relotius-like, frei erfunden.

Friede: „Hallo Mathias, was lässt du es so lange klingeln? Ich kenne das von dir nicht, es brennt. Das weißt du doch.“
Mathias: „Guten Abend, Friede, wir waren gerade noch beim Abendessen …“
Friede: „Mathias, Angela hat mich gerade angerufen, sie ist vom Seibert informiert worden, dass deine E-Mail an den Benjamin Dingens … von der New York Times veröffentlicht worden ist.“
Mathias: „Hä? Wovon redest du, Friede?“
Friede: „Du hast dem geschrieben, du hältst die Bundesrepublik für einen neuen autoritären DDR-Staat?“
Mathias: „Ach du Sch…, aber Friede, davon abgesehen, das stimmt. Deine Freundin Angela ist schlimmer als Honecker, und unser Julian ist der einzige klare Kopf in den Medien. Der hat Eier!“
Friede: „Mathias!!!“
Mathias: „Sorry, Friede, ich bin erregt und verliere die Contenance.“
Friede: „Es ist mir egal, was dich erregt. Ich verliere mein Gesicht. Angela gegenüber und dem ganzen Potsdam hier.“
Mathias: „Aber Friede, ich …“
Friede: „Mathias, sei still! Ich sage dir jetzt, was du machst, wenn du deinen Posten behalten willst. Ich bereue es schon heute, dir jemals Anteile geschenkt zu haben. Axel hätte mich …“
Mathias: „Friede, ich …“
Friede: „Sei still, du schmeißt sofort diesen Widerling Reichelt raus. Angela will das so! Schau, dass du da irgendwas mit seinen Frauengeschichten hinbekommst. Dann schreiben die alle über deinen Liebling Reichelt und ich kann dich, wenn es gut geht und sich alle auf den widerlichen Schmock stürzen, aus dem Abwärtsstrudel raushalten. Wenn du das nicht machst, wirst du gehen müssen. Ich kann dann nichts mehr für dich tun. Also feuer ihn sofort.“
Mathias: „Friede, ich habe …“
Friede: Klack. Tut, tut, tut.

Eine alte Weisheit in Berlin besagt:
Wer mit der BILD im Fahrstuhl hochfährt, fährt auch mit der BILD wieder runter. Fragen Sie mal bei Christian Wulff nach. 

Erstaunlich übrigens, wie sich der alte @KaiDiekmann bei der Journalistenresterampe Twitter raushält, der postet nur noch Katzenfotos …

 ch wünsch Ihnen einen gelungenen Tag.
Ihr
Markus Langemann

Wir arbeiten wirtschaftlich und politisch unabhängig. Nur so ist kritischer Journalismus möglich, der aktuell eine historische Chance bekommt. Wahre Unabhängigkeit im Journalismus setzt finanzielle Unabhängigkeit voraus. Der Club der klaren Worte ist ein pro bono Projekt der Langemann Medien GmbH, deren Geschäftstätigkeit im Bereich der Kommunikation fernab des Journalismus liegt. Wenn Sie den Club der klaren Worte unterstützen möchten, empfehlen Sie uns gerne in Ihrem Kreis. Zuwendungen fließen in Serverbetrieb, Hosting, grafische Gestaltung, Technikinvestition, Informantenhonorare, Kameraequipment und zunehmend auch in kostenintensive juristische Beratung zur Aufrechterhaltung dieses Angebotes. Vielen Dank.

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I

So kann man den Volksvertretern kündigen. — clubderklarenworte

Vom Volksbegehren

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser,

in der vergangenen Woche gab es mindestens zwei historische Ereignisse, die Sie kennen sollten. 

Ich verweise deshalb darauf, weil ich ein halbes Leben gebraucht habe, um zu verstehen, dass Geschichte in unserer Gegenwart entsteht. 

Und wie sich unsere Gegenwart derzeit darstellt, ist die offensichtliche Geschichtsvergessengheit von historischem Ausmaß. Das ist tragisch, da es sich um die Vergessenheit der jüngeren Geschichte handelt, die in den Schulgeschichtsbüchern vermittelt und von Lehrkräften vertieft wurde und deren Folgen noch bis in die Gegenwart reicht. Oft unmittelbar in die persönlichen Familienbiografien greift. Offenbar verhält sich aber die Halbwertszeit von vermittelter Bildung im Geschichtsunterricht diametral zur Smartphoneabhängigkeit der nunmehr der Schule entwachsenen.

Nur so lässt sich für mich erklären, warum seltsame Regeln und Auflagen zum Supermarkteinkauf in Hessen oder Beschränkungen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unwidersprochen von einem Großteil der Bundesbürger hingenommen werden.

Die intellektuelle Transformationsleistung, die totalitäre Gesellschaft von 1933 als Wiedergängerin 2021 mit ihrer aufkommenden gesellschaftlichen Atmosphäre der Einschüchterung, Unterdrückung von Meinungspluralität und der Unterteilung in Menschengruppen, die sich staatlich protegiert, sanktioniert und diktiert Arzneimittel subkutan verabreichen lassen, zu erkennen, bleibt aus. 

Wer Mahnungen dieser Art formuliert, wird sogleich als Verharmloser der dunklen deutschen Geschichte diskreditiert. Ja, so funktioniert wohl das Bullshit-Bingo der „Generation Sarah-Lee“, die sich in der Sekundarstufe II an Inhaltsangaben der „Tribute von Panem“ schon erschöpfte, wo noch zum Lektürekanon von Ute und Udo die „Iphigenie auf Tauris“ oder Lessings „Nathan der Weise“ gehörte.

Wer der Bildung seiner Werte und Normen, Koordinaten aus Walt Disneys „Lustigen Taschenbüchern“ zugrunde legt, ordnet Al Bundy statt Eduard Mörike dem Biedermeier zu und Carrie Bradshaw statt Theodor Fontane dem Realismus. Jene so geschulten Zeitgenossen trifft man heute entweder als Türsteher vor einer Hüpfburg, M-&-A-Anwälte in einer Großkanzlei oder Abgeordnete im Bundestag. End of Story. 
Halt! Noch nicht ganz. Auch an anderen Orten hallt der Gleichschritt schon recht laut, wie man hier erfahren kann.

Aber ich verliere mich, wollte ich doch auf zwei wirklich bedeutende Vorgänge aufmerksam machen. Den Beginn eines Volksbegehrens in Bayern und dessen politische und mediale Unterdrückung. Die bayerische Verfassung ermöglicht die Abberufung des Bayerischen Landtages unter bestimmten Voraussetzungen, wovon einige schon eingetreten sind. Einen ausführlichen Bericht sehen Sie hierzu im Video unten. Der zweite historische Vorgang ist der Versuch der Unterdrückung der Berichterstattung über ebenjenen verfassungsgemäßen Vorgang des Volksbegehrens. Immerhin schreibt die Bayerische Staatszeitung darüber. Und zwar so.

Ich erhalte in diesen Tagen sehr viel Post, in der mich Leserinnen und Leser darauf hinweisen, dass sie nach Informationen zum Volksbegehren in ihren Heimatgemeinden intensiv suchen müssen oder diese Informationen tatsächlich unterdrückt werden. So schrieb mir eine Leserin per E-Mail:

„Ich verfolge derzeit das Referendum in Bayern. Durch meinen Bruder, der in Ostheim v. d. Rhön wohnt, weiß ich, dass in der besagten Gegend niemand, der von meinem Bruder hinsichtlich der Unterschrift angesprochen wird, darüber überhaupt informiert ist. Das Rathaus weist auf einer Infowand zwar darauf hin, jedoch muss man schon danach suchen. Auf Anfrage meines Bruders bei der örtlichen Zeitung, warum hier nicht aufgeklärt wird und nichts darüber zu lesen ist, wurde ihm gesagt, dass dies vom Bürgermeister nicht gewollt ist.“

Ich habe die Wahrhaftigkeit der Aussage nicht überprüft, schenke ihr aber Glauben, denn dieser Hilferuf ist einer von zahlreichen ähnlich lautenden Berichten aus ganz Bayern.

Ein weiteres Video hat in den letzten drei Wochen weltweit für Furore gesorgt. Mit einem Informanten habe ich ein Netzwerkdokument veröffentlicht, das inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Der Informant hat in monatelanger akribischer Arbeit das Beziehungsgeflecht und die Zahlungsströme rund um die Bill & Melinda Gates Foundation und diverse NGOs zusammengetragen. Artikel zu diesem Video finden Sie zum Beispiel hier und hier. Das Dokument habe ich hier zur Verfügung gestellt. Das Interview-Video wurde bis heute knapp 500.000 aufgerufen. 

THE CONSPIRATOR

Auf vielfachen Wunsch können wir nun den Film „Der Verschwörer“ auch barrierefrei anbieten. Das heißt, er ist komplett auf Deutsch untertitelt. Man kann die Untertitel ein- und ausschalten, dazu unten rechts im Player das „CC“-Symbol anklicken. 

Ab sofort kann der Film auch mit englischen Untertiteln abgerufen werden. Das ist für den paneuropäischen Sprachraum sicher von Interesse. Vielleicht haben Sie ja Freunde in Skandinavien, in Südeuropa oder auch in Übersee, denen Sie die englische Fassung empfehlen oder zukommen lassen möchten. (Technische Umsetzung und Untertitelung ist durch den Kauf von Onlinetickets ermöglicht worden.) 
Einige Programmkinos haben bereits angefragt und möchten den Film ebenfalls zeigen. Ich werde Sie zu Orte und Terminen demnächst gesondert informieren.

Der Beweis

In diesen Stunden weile ich im Ausland. Den Plan hatte ich schon lange vor dem 26. September gehegt. Nach der Bundestagswahl die Dekonstruktion und Neuformatierung der Berliner Politik aus maximaler und somit gesunder Distanz zu beobachten erschien mir ein Weg zu gelungener Psychohygiene. Außerdem wollte ich mich noch persönlich für Sie davon überzeugen, ob der Horizont grundsätzlich noch da ist. Seit Tagen geht mir nämlich ein Satz von Albert Einstein nicht mehr aus dem Kopf: „Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“


Die gute Nachricht: Der Horizont ist noch da. Ich habe mich gestern am Abend davon überzeugt. Dieses Bild ist der Beweis. Alles muß man selbst machen. Herrje…
 
Beweisfoto  #nofake 

Die schlechte Nachricht: Diesen weiten Horizont gibt es nicht in Deutschland. Vielleicht gab es den in diesem Land ja noch nie. Wie ich hörte, packen in diesen Tagen ja doch wieder viele ihre Koffer. 

Ihr 

Markus Langemann


PS: Vielleicht kommt dieses Land ja wieder ins Gleichgewicht, wenn mehr Menschen vom Glauben zum Wissen konvertieren. Prost.
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Wer spielt gegen die Demokratie? — clubderklarenworte

Vom Pressing.

Guten Abend, liebe Leserin,
guten Abend, lieber Leser,

zu später Stunde gestatte ich mir hier einen Kommentar.
Beim Fußball versteht man unter Pressing, bestimmte Bereiche des Spielfeldes so zu verengen, dass der ballbesitzende Gegner unter Druck gerät. Im Fußball ist das eine spieltaktische Variante unter mehreren. 

Unsere Gesellschaft ist kein Ballspiel und dennoch werden hier derzeit die gleichen Techniken angewandt, wenn die Demokratie das Spiel dominiert. Der große Unterschied liegt darin, dass man den nicht ballbesitzenden Gegner, der jene Pressingtechniken anwendet, nicht sieht. Man kann diesen Gegner nur vermuten. Man darf aber sicher sein, er steht  im braunen Trikot auf dem Platz und gehört zum totalitären Klub. Trainerin ist die berühmte und so oft erfolgreiche Feigheit.

Pressing und das Verengen von Meinungsräumen führt auf dem freien Feld der Pressefreiheit, die für eine freie Gesellschaft überlebenswichtig ist, am Ende zum Verlust von bürgerlichen Freiheiten, demokratischen Ordnungen und zu einem gesellschaftlichen Gleichschritt.

Einige Leser haben mich darüber informiert, dass sie seit Kurzem von ihrem Anti-Virus-Programm NORTON eine Warnung erhalten.
 

Natürlich ist die Seite nicht gefährlich, sie ist auch nicht Virusträger. Sie mag nur in den Augen derer gefährlich sein, die Pressing betreiben und Fakten- und Meinungsräume verengen. Für jene ist Anregen zum eigenständigen Denken offenbar eine größere Gefahr, was viel über ebenjene gesellschaftlichen Teilnehmer aussagt.

Ich hörte auch, dass für User des Providers 1&1 die Website zuweilen nicht zu erreichen oder das letzte Video über die Youtube-Suche nicht zu finden sei. Denn löschen kann man das Video nach den eigens aufgestellten Communityregeln nicht. Man kann aber sehr wohl mit Pressing, Fakten-, Denk-, Diskussions- und Meinungsräumen verengen.
So weit nur ein kleiner Einblick in die Pressingtaktik. 

Das Pressing ist umso trauriger, da ich persönlich stets darauf bedacht bin, zurückhaltend und abgewogen zu befragen und den Interviewpartnern Raum zu geben, ohne eine vorschnelle Einordnung, denn ich halte meine Leserinnen und Leser und meine Zuschauer für klug genug, selbst zu urteilen. Wer bin ich, dass ich Ihnen vorgeben sollte, was Sie zu denken haben?

Sollte es dennoch mal zu einer Meinungsäußerung kommen wie dieser hier, mache ich sie stets deutlich, auch wenn ich weiß, Sie können selbst differenzieren.

Leider ist das hier kein Fußballspiel, nicht mal Rugby.
 
Ihr

Markus Langemann

 PS: Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben. Prost.
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Der Verschwörer — clubederklarenworte

Am Vorabend einer historischen Wahl

Guten Tag, liebe Leserin,
guten Tag, lieber Leser,

über diesen Newsletter-Nachrichtenkanal haben Sie einige Tage keine Post vom Club erhalten.
Der Grund ist die überbordende Informationslage und die akribische Arbeit an Veröffentlichungen. Das vor zweit Tagen veröffentlichte Video mit exklusiven Informationen zur weltweit ersten „Netzwerkdokumentation“ kennen Sie vielleicht schon. Es bekommt gerade sehr viel Aufmerksamkeit im Land.

Die Produktion des Filmes „Der Verschwörer“, hat viel Zeit und Aufmerksamkeit in den letzten Wochen verschlungen. Am Freitagabend war Premiere. Sollten Sie ein Vorverkauf-Ticket zwar gelöst, dann aber doch am Abend die Gesellschaft Ihres bärtigen Barkeepers vorgezogen haben, kann ich das verstehen. Jene Abende gehen immer vor!
Wenn Sie Ihr bereits vor längerer Zeit gekauftes Ticket erst heute oder in den nächsten Tagen lösen möchte,dann bitte nur über diesen Link unten. Geben Sie einfach Ihren Code ein.Über den Button „Zum Film“ können Sie aber auch jetzt noch erstmals ein Ticket erwerben.

Zum Film

https://service.video.taxi/embed/P0fgsrHsu0n7

Der Film ist unabhängig produziert und finanziert. Dieses Format ist neu und einzigartig, da es sich nicht um eine klassische Dokumentation, vielmehr um ein ausführlich dokumentiertes Gespräch handelt. Sollten Sie uns ein positives Feedback geben, betrachten wir diese Form der journalistischen Arbeit nach dem Piloten „Der Stachel“ als Auftakt für eine Reihe von Interviews. 

Neugierig und ergebnisoffen möchten wir uns Menschen nähern, die, bekannt oder unbekannt, in der Öffentlichkeit umstritten oder außergewöhnlich erscheinen. Wir möchten Fragen stellen und hinterfragen, möchten den Menschen Raum geben, damit Sie sich eine eigene Meinung über deren Positionen oder dessen Bild in der Öffentlichkeit erlauben können. Das ist neu, spannend und besonders, weil wir diese Menschen eben nicht in einer „klinischen Studiosituation“, sondern in ihrem persönlichen Umfeld, der Arbeitsstätte oder dem Wohn- und Freizeitort, zu einem Gespräch bitten.

Die neuen Medien bieten neben zu kritisierenden Entwicklungen auch den wunderbaren Vorteil, nicht auf inhaltlich limitierende Sendeplätze oder Sendezeiten angewiesen zu sein – eine neue und hohe Qualität für politische, gesellschaftliche und kulturelle Anstöße zu Diskursen.

So hatten wir bei dem hier zu sehenden Film auch Angebote, ihn gemeinsam mit einem TV-Sender zu produzieren, was den Vorteil seiner abgesicherten Finanzierung mit sich gebracht hätte. Allerdings wäre dies mit den großen Nachteilen verbunden gewesen, sich auf eine vordefinierte Länge des Films, den zur Verfügung gestellten Sendeplatz, die redaktionelle Führung des Senders sowie auf eine weniger aufwendige Produktion einlassen zu müssen.

Das hat eben Auswirkungen auf den von der Redaktion geführten Inhalt. Wir hätten dem redaktionellen und ästhetischen Leitmotiv des Senders entsprechen müssen.

Das ist die „alte Welt“ des Journalismus, gegen die sich Rainer Spix und ich entschieden hatten. Wir möchten Sie unabhängig informieren. Vielleicht schätzen Sie das ja. Schreiben Sie mir gerne Ihr Feedback persönlich, damit wir lernen und uns verbessern können oder kommentieren Sie gerne hier mit der Community .
 

Weil wir am Vorabend einer historischen Bundestagswahl stehen, auch kurz der Hinweis von einem Experten aus Berlin. Die Wahlbeobachtung ist ein Jedermannsrecht. Dazu gibt es keine Auflagen. Der Wahlakt im Wahllokal darf allerdings nicht beeinträchtigt werden. 

Ich zitiere hier den Bayerischen Rundfunk von seiner Website BR24. Das diesem Zitat vorausgehende politische Framing auf der Seite des Bayerischen Rundfunk, übernehme ich nicht. Ich extrahiere für Sie nur die Fakten. „Wahlbeobachter dürfen kommen und gehen wie sie möchten, sie müssen sich weder anmelden noch ausweisen. Selbst Personen, die nicht wahlberechtigt sind, dürfen in die „Wahlräume“, wie die Wahllokale offiziell heißen. Wer will (…), kann also schon um acht Uhr morgens, noch vor der ersten Stimmabgabe, kommen und nachschauen, ob die Wahlurnen verschlossen sind. Und bleiben dürfen die Beobachter bis zum Schluss.  Selbst während der vielzitierten Schließung der Wahllokale dürfen alle Anwesenden, also auch Beobachter, im Raum bleiben. Die Schließung um 18 Uhr bedeutet lediglich, dass Wähler, die danach zum Wahlraum kommen, nicht mehr zur Stimmabgabe zugelassen werden. Die Türen der Wahlräume werden allerdings von vielen Wahlleitern um 18 Uhr symbolisch auf- und zugemacht. Wahlbeobachter dürfen auch das kritisch beobachten, von innen oder von außen. Wahlbeobachter dürfen nicht stören Das oberste Gebot für alle im Wahlraum: Das Kreuzchenmachen ist geheim. Die Wähler gehen allein in die Wahlkabine und stimmen geheim ab. Wahlbeobachter dürfen auch sonst nicht stören. Der Wahlleiter darf jederzeit bitten, einen gebührlichen Abstand von etwa zwei Metern zu Wählern und Wahlhelfern einzuhalten. Das galt und gilt unabhängig von Corona. Bild- und Tonaufnahmen sind nur angemeldeten Pressevertretern erlaubt.  Auch der Einblick in das Wählerverzeichnis oder sonstige Unterlagen der Wahlhelfer ist nicht gestattet. Die eigentlichen Ergebnisse der Wahl aber dürfen von jedem notiert werden. Wenn Wahlbeobachter sich nicht an diese Regeln halten oder wenn die Zahl der Anwesenden den Ablauf der Wahl beziehungsweise der Auszählung stört, darf der Wahlleiter Beobachter aus dem Raum weisen.“  
Zum Ende dieses Newsletters zwei Leseempfehlungen. Dr. Axel Pajunk schreibt hier einen Kommentar über den Tatort Idar-Oberstein und Peter Löcke eine wunderbare Glosse

Nietzsche war auch Barträger, womit wir wieder am Anfang dieses Newsletters wären. Davon abgesehen, Bärte sind en vogue. Es gibt sogar unter einigen Frauen – neben dem bekannten – nun auch den „Bartneid“. Wie hörte ich doch jüngst eine Frau neben mir zu einer anderen Theken-Schönheit sagen: 
„Im nächsten Leben werde ich ein Mann. Dann kann ich mir beim Rasieren ins Gesicht sehen.“

Ihr 

Markus Langemann

PS:  Heimkino hat ja auch einen Vorteil. Der Sitznachbar bittet Sie nicht kurz Hut, Schal, Mantel und Popcorn zu halten, um dann zu beginnen mit Strickjacke und Pullover seinen Platz auszupolstern.
Wir arbeiten wirtschaftlich und politisch unabhängig. Nur so ist kritischer Journalismus möglich, der aktuell eine historische Chance bekommt. Wahre Unabhängigkeit im Journalismus setzt finanzielle Unabhängigkeit voraus. Der Club der klaren Worte ist ein pro bono Projekt der Langemann Medien GmbH, deren Geschäftstätigkeit im Bereich der Kommunikation fernab des Journalismus liegt. Wenn Sie den Club der klaren Worte unterstützen möchten, empfehlen Sie uns gerne in Ihrem Kreis. Zuwendungen fließen in Serverbetrieb, Hosting, grafische Gestaltung, Technikinvestition, Informantenhonorare, Kameraequipment und zunehmend auch in kostenintensive juristische Beratung zur Aufrechterhaltung dieses Angebotes. Vielen Dank.
Langemann Medien GmbH
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