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Podcast, KI-Umfrage, #unteilbar-Demo: 14.6., Schul-Datenschutz, Tech-Tipp — digitalcourage

Digitalcourage-Newsletter vom 10.06.2020

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Liebe Newsletter-Leserschaft,

ab sofort gibt es „Digitalcourage für die Ohren“ – als Podcast! In der aktuellen Sendung sprechen Claudia, Lars und Nils über ihre Arbeit bei uns. Außerdem diskutieren sie diverse Corona-Apps und den Begriff der Freiheit in Zeiten der Pandemie.
Wir rufen auf zu einem großen „Band der Solidarität“ bei der #unteilbar-Demo am Sonntag, 14. Juni, die in mehreren Städten und online stattfindet.
Wer sich für Künstliche Intelligenz interessiert, sollte sich die aktuelle EU-Konsultation ansehen. Zusätzlich zu Technik- und Bücher-Tipps liefern wir diesmal auch Antworten zur Frage: Wie lässt sich Datenschutz an Schulen durchsetzen?
Gleich im ersten Absatz haben wir eine große Bitte: {if $Anredestil eq Du}Empfiehl{elseif $Anredestil eq Ihr}Empfehlt{else}Empfehlen Sie{/if} unseren Newsletter weiter!

Es grüßen Rena Tangens, padeluun
und das gesamte Team von Digitalcourage

Inhalt

1  Empfehlt diesen Newsletter weiter!

2  #unteilbar: Band der Solidarität, Sonntag, 14. Juni 2020

3  EU-Umfrage zu „Künstlicher Intelligenz“: mitmachen!

4  Datenschutz in der Schule – So setzen Sie sich durch!

5  Bücher: Verfassungsschutz und Grundrechtereport

6  Tech-Tipp: Digital-Giganten und ihre Alternativen

7  Digitalcourage für die Ohren: Radiosendung und Podcast

8  Termine

1  Empfehlt diesen Newsletter weiter!

Ein- bis zweimal im Monat informieren wir mit unserem E-Mail-Newsletter trackingfrei über unsere Arbeit zu Lichtpunkten und Abgründen der Digitalisierung. Wir berichten über Aktionen und Analysen, liefern Technik-Tipps für mehr Kontrolle über die eigenen Geräte, empfehlen Bücher und listen Veranstaltungstermine auf. Bei Gefallen bitte weitergeben!
Abonniert werden kann unser E-Mail-Newsletter einfach über dieses Formular: https://digitalcourage.de/newsletter oder durch eine Mail an mail@digitalcourage.de .

2  #unteilbar: Band der Solidarität, Sonntag, 14. Juni 2020

Am Sonntag, den 14. Juni ab 14 Uhr organisieren wir als Teil des #unteilbar-Bündnisses ein „Band der Solidarität“. Unter dem Motto #SoGehtSolidarisch gestalten wir eine verantwortungsvolle Protestform in Zeiten von Pandemie und Krise. Es soll ein Zeichen gesetzt werden, die Kosten der Corona-Krise gerecht zu verteilen und die Weichen für eine Gesellschaft zu stellen, die niemanden zurücklässt.
Die Teilnehmenden vor Ort stehen auf den Straßen und halten dabei 3 Meter Abstand zueinander, verbunden mit bunten Bändern. Es gibt größere Aktionen in Berlin, Chemnitz, Erfurt, Hamburg, Leipzig und Plauen.

Wir werden uns gegenseitig nicht gefährden, wir werden keine großen Menschenansammlungen und kein Gedränge haben, wie wir es sonst von Demonstrationen kennen. Und doch können wir zeigen, dass wir viele sind, die zusammenhalten und füreinander einstehen. Zudem gibt es eine Reihe von Beteiligungsmöglichkeiten von Zuhause aus, für alle, die nicht teilnehmen können. Und es gibt einen Video- und Audiostream aller Reden und mit Eindrücken vor Ort.

Aufruf: Es braucht noch viele Menschen, die zum Beispiel als freundliche Ordner.innen mithelfen. Alle Informationen und der Stream finden sich auf der Website des #unteilbar-Bündnisses:
https://unteilbar.org

3  EU-Umfrage zu „Künstlicher Intelligenz“: mitmachen!

Die EU-Kommission führt zur Zeit eine Befragung zu „Künstlicher Intelligenz“ (KI) durch. Unser EU-Dachverband EDRi (European Digital Rights) hat zu dieser Konsultation eine schriftliche Antwort verfasst. Zusätzlich hat EDRi Empfehlungen für eine „KI“-Regulierung veröffentlicht, die Grundrechte achtet. Wie viele andere Grundrechteorganisationen hat auch Digitalcourage an den Positionen mitgearbeitet.
An der Befragung können alle Menschen teilnehmen, nicht nur Organisationen. EDRi ruft öffentlich dazu auf, an der Konsultation teilzunehmen und stellt dafür einen Leitfaden zur Verfügung.

Uns fiel auf, dass im Text der EU eine extrem weit gefasste Definition von „KI“ vorgeschlagen wird, wonach fast jedes Computerprogramm „KI“ wäre. Außerdem wird eine zweifelhafte Unterscheidung zwischen Hochrisiko- und Niedrigrisiko-„KI“ gemacht. Noch problematischer ist, dass ganze Sektoren wie beispielsweise die Medizin der Niedrigrisiko-„KI“ zugerechnet werden sollen, die weniger Kontrolle brauchen. Wir finden: „KI“ ist immer eine Hochrisiko-Technologie.

EDRi Answering Guide: Public consultation on the “White Paper on Artificial Intelligence – A European Approach” (PDF):
https://edri.org/wp-content/uploads/2020/06/AI_EDRiAnsweringGuide.pdf

An der KI-Konsultation teilnehmen:
https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/white-paper-artificial-intelligence-european-approach-excellence-and-trust

Blogartikel auf edri.org mit weiteren Informationen und Dokumenten:
https://edri.org/edri-submits-response-to-the-european-commission-ai-consultation-will-you/

4  Datenschutz in der Schule – So setzen Sie sich durch!

Auch in der Schule gelten klare Datenschutzrechte und Datenschutzpflichten. Viele Zuschriften, die wir bekommen, zeigen jedoch: Eltern und Lehrkräfte wissen oftmals nicht, wie sie das Thema angehen sollen. Sie fühlen sich unverstanden oder stoßen auf Widerstand, wenn sie sich für Datenschutz an der Schule einsetzen.

Wir finden es toll, wenn Eltern Datenschutz im Schulkontext mitdenken! Es ist vorbildlich, wenn Lehkräfte sich um datenschutzfreundlichen Unterricht bemühen. Und wir finden es lobenswert, wenn Schulen mit gutem Beispiel vorangehen.
Unterstützung dafür gibt es nun in unserem Blog: Tipps zur Verbannung von kritischer Software, schlagkräftige Argumente pro Datenschutz, Infomaterial zum Verteilen und konkrete Anlaufstellen für weitere Hilfen:
https://digitalcourage.de/blog/2020/datenschutz-in-der-schule-setzen-sie-sich-durch

Außerdem erscheint der Themenbereich „Kinder und Jugendliche“ auf unserer Website in neuem Glanz. Drei verschiedene Themenbereiche (für Kinder und Jugendliche, für Eltern und für Lehrkräfte und Schulen) informieren nun rund um Datenschutz bei Kindern und Jugendlichen – Zuhause und in der Schule:
https://digitalcourage.de/kinder-und-jugendliche

5  Bücher: Verfassungsschutz und Grundrechtereport

„Verfassungsschutz“ ist ein gut klingender Name für eine Geheimbehörde. Aber werden diese Behörden dem Anspruch gerecht, unsere Grundrechte zu schützen? Zahlreiche Skandale wie etwa das völlige Versagen beim Aufspüren der neonazistischen Terrorzelle „NSU“ lassen daran zweifeln. Gleichwohl wurden in den letzten Jahren die „Verfassungsschutz“-Ämter finanziell und personell aufgestockt und ihre Überwachungsbefugnisse noch erweitert. Dieser Sammelband nimmt Geschichte, Handlungsgrundlagen und aktuelle Praxis des „Verfassungsschutzes“ unter die Lupe. 148 Seiten mit einem Vorwort von Dr. Rolf Gössner.

Das Buch in unserem Shop für Unterstützungsbedarf bestellen:
https://shop.digitalcourage.de/buch-was-heisst-hier-eigentlich-verfassungsschutz.html

Ebenfalls frisch erschienen: Der Grundrechtereport, auch als „Alternativer Verfassungsschutzbericht“ bekannt, der seit vielen Jahren von verschiedenen mit uns befreundeten Organisationen herausgegeben wird. 240 Seiten.

Den Grundrechtereport bestellen:
https://shop.digitalcourage.de/buch-grundrechte-report-2020.html

6  Tech-Tipp: Digital-Giganten und ihre Alternativen

Welcher Online-Service gehört zu welchem Digital-Giganten? Unüberschaubar viele Apps und Plattformen gehören zu Amazon, Apple, Facebook, Google und Microsoft. Dadurch ist es nicht einfach, übermächtige und datenhungrige Digital-Konzerne zu meiden. In unserer Übersicht geben wir Orientierung. Wir zeigen aber auch Alternativen auf, die es möglich machen, Apps, Services, Software zu nutzen, die nicht zu den monopolhaften Riesen gehören.

Digital-Giganten: Wer gehört zu wem?
https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/wer-gehoert-zu-wem

7  Digitalcourage für die Ohren: Radiosendung und Podcast

Vier Mal im Jahr senden wir eine einstündige Live-Sendung der Digitalcourage-Redaktion, beim freien Radio LORA. Es geht um aktuelle netzpolitische Themen, Datenschutz und Tipps zur Digitalen Selbstverteidigung. Gastgeber der Sendung ist Lars Tebelmann von der Digitalcourage-Ortsgruppe aus München.

In der Sendung vom 1. Juni 2020 sind die verschiedenen Corona-Apps und der Freiheits-Begriff in Zeiten von Corona die Themen. Jetzt reinhören:
https://digitalcourage.social/lora/2020-06-01.ogg (OGG) oder
https://digitalcourage.social/lora/2020-06-01.mp3 (MP3) (Weil es Thema in der Sendung ist – der aktuelle Stand zum Chaos Communication Congress vom 6.6.2020: https://events.ccc.de/2020/06/06/aktueller-stand-zum-37c3/)

Alle Sendungen gibt es jetzt auch als Podcast auf unserer Website:
https://digitalcourage.de/podcast

8  Termine

Augenmaß statt Angst, Microsoft in Schulen, Videokonferenzen — DIGITALCOURAGE

▶ digitalcourage
Newsletter vom 27.05.2020 – online lesen und teilen Liebe Sylvia, wir freuen uns über die vielen Menschen, die Fördermitglied geworden sind oder ihren Beitrag erhöht haben! Sie helfen uns, weiter durchzuhalten und unabhängig zu arbeiten – herzlichen Dank!
Hier kommt ein aufmunterndes Infopaket mit Standpunkten, Terminen sowie Tipps für Technik und Alltag. Mit Blick nach vorn
Rena Tangens, padeluun und das ganze Team von ▶Digitalcourage   PS: Wir informieren ein- bis zweimal im Monat über Grundrechte, Technik und Politik. Weise gerne andere Menschen auf unseren Newsletter hin:
https://digitalcourage.de/newsletter   Inhalt   1.   Standpunkt: Augenmaß statt Angst 2.   Microsoft 365 kostenfrei für Schulen: Geschenk oder Kalkül? 3.   Vorschläge gesucht: Welche Themen für Web-Talks? 4.   Grundsatzartikel: Die Macht der Digitalkonzerne 5.   Kriminalprävention: ein Lob auf die menschliche Intelligenz 6.   Tech-Tipp: Darum weg von Zoom! 7.   Corona: Datenschutz beim Restaurantbesuch 8.   Neu: „Meine Daten. Na und‽“, Kamerastopper & Co. 9.   15. Juni: Forum Bits & Bäume „Von Commerce zu Commons“   1.  Standpunkt: Augenmaß statt Angst Sonst sind wir die ersten, die gegen Grundrechtseinschränkungen protestieren, aber mit den aktuellen Demos gegen die Corona-Maßnahmen wollen wir uns nicht gemein machen. Wahrheit braucht Zeit und ist selten nur schwarz-weiß. Noch mehr als sonst sind in Krisenzeiten Augenmaß und Besonnenheit gefragt. Deshalb freuen wir uns besonders über die vielen positiven Rückmeldungen zu unserem Statement „Corona und Grundrechte – Augenmaß statt Angst“. Ein zweiter Grund zur Freude für uns war das überwältigende Echo auf unsere Bitte um Mitgliedschaften oder Beitragserhöhungen. Viele haben Ihren Mitgliedsbeitrag verdoppelt. Beides gibt uns große Hoffnung. Corona und Grundrechte: Augenmaß statt Angst:
https://digitalcourage.de/blog/2020/corona-und-grundrechte Mitglied werden:
https://digitalcourage.de/mitglied 2.  Microsoft 365 kostenfrei für Schulen: Geschenk oder Kalkül? Schulen bekommen derzeit Microsoft 365-Lizenzen geschenkt, um digitales Lernen in der Corona-Krise zu erleichtern. Doch das ist ein Danaergeschenk – ein Geschenk mit einem Haken dran, wie das trojanische Pferd. Vor einigen Wochen haben sich Schulen noch intensiv mit dem DigitalPakt beschäftigt, der langfristig zur Digitalisierung von Schulen beitragen soll. Nun sind schnelle Lösungen gefragt. Plötzlich wird „Homeschooling“ zu einer modernen und notwendigen Form des Hausunterrichts mithilfe digitaler Werkzeuge. Wer sich bisher nicht viele Gedanken zur Digitalisierung der eigenen Schule gemacht hat, droht nun abgehängt zu werden.
Warum die Nutzung von Microsoft keine geeignete Lösung darstellt und welche besseren Alternativen es gibt: Microsoft365 kostenfrei für Schulen: Geschenk oder Kalkül?
https://digitalcourage.de/blog/2020/microsoft365-kostenfrei-fuer-Schulen 3.  Vorschläge gesucht: Welche Themen für Web-Talks? Angelehnt an das Format „Titel, Thesen, Temperamente“ (kurz: ttt) stellt unsere Digitalcourage-Hochschulgruppe in Bayreuth gerade viele spannende Web-Talks auf die Beine. Dafür möchte die Gruppe wissen, für welche Themen und Referent.innen sich die Menschen interessieren, die unseren Newsletter lesen. Die Veranstaltungen werden als Open-Source-Videokonferenz via BigBlueButton live gestreamt. Wer Vorschläge für Themen und Referent.innen hat, schreibt eine E-Mail – wir sind gespannt: E-Mail an: hochschulgruppe@bayreuth.digitalcourage.de
Web-Talk-Termine und mehr Infos zur Hochschulgruppe Bayreuth:
https://digitalcourage.de/hochschulgruppe-bayreuth 4.  Grundsatzartikel: Die Macht der Digitalkonzerne Konzerne wie Google, Facebook & Co. dominieren die digitale Wirtschaft. Unter den Suchmaschinen hält Google einen Marktanteil von knapp 90 Prozent, Facebook dominiert mit 65 Prozent den Bereich der Sozialen Netzwerke und fast 50 Prozent des deutschen E-Commerce-Umsatzes ging 2018 auf Amazon zurück. Medien bekommen nur noch wenig bezahlte Anzeigen – den Werbemarkt teilen sich inzwischen Google und Facebook untereinander auf. Von dieser Dominanz profitieren die Konzerne nicht nur finanziell. Sie erhalten dadurch Macht – und das ist ein Risiko für unsere Informationsfreiheit und die Demokratie.
Ein Grundsatzartikel von unserer Praktikantin Laura Kaldek. Die Macht der Digitalkonzerne:
https://digitalcourage.de/blog/2020/macht-der-digitalkonzerne 5.  Kriminalprävention: ein Lob auf die menschliche Intelligenz Kriminalität und Prävention – was ändert sich durch die Digitalisierung? Der Deutsche Präventionstag hat Expertinnen und Experten interviewt und gefragt, was die Digitalisierung kennzeichnet, welche Herausforderungen in der Prävention entstehen und wie Technik helfen kann. Unsere Campaignerin Kerstin Demuth ist dabei und sagt: Wir sollten uns nicht blenden lassen von glitzernden Dingen, die als „smart“ beworben werden. Kriminalitätsprävention braucht menschliche Intelligenz. Website „Smart Prevention“ mit Expert.innen-Interviews:
https://www.smart-prevention.de/ Website des deutschen Präventionstags:
https://www.praeventionstag.de/ 6.  Tech-Tipp: Darum weg von Zoom! Der US-Video-Konferenzanbieter Zoom wird leider immer noch von Unternehmen und Universitäten genutzt. Die Firma wirbt sogar gezielt für den Einsatz an Schulen. Wir raten dringend von Zoom ab: Nach einer schmerzhaften Serie von Pannen (Unerwünschte Teilnehmer.innen in Meetings, Datenweitergabe an Facebook, unfreiwilliger Zugriff auf Videokameras, schwache Verschlüsselung, Datenverkehr über Server in China, Leak von Zugangsdaten in Hackerforen etc.) hat Zoom angekündigt, bis Ende Juli 2020 keine weiteren Features zu entwickeln, sondern Schwachstellen zu reparieren. Ein größeres Problem dürften mögliche Angriffspunkte in Windows-Clients sein. Grundsätzlich ist das US-Unternehmen dem vollen Zugriff von US-Behörden ausgeliefert, wovor auch das Privacy-Shield nicht schützt. Besser BigBlueButton oder Jitsi nutzen! Gern den Tipp weitergeben an Bekannte, Arbeitgeber, Universitäten und Co.: Unsere laufend aktualisierten Infos zu Videokonferenzen:
https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/videokonferenzen-muessen-keine-datenschleudern-sein   Wir gehen die manchmal aufwendigeren, aber dafür richtigen Wege. Jetzt die Arbeit von Digitalcourage mit einer Spende unterstützen   7.  Corona: Datenschutz beim Restaurantbesuch Warum es kompliziert machen, wenn es auch ganz einfach gehen kann: Wir haben uns mit den Vorschriften für Restaurants, Friseursalons etc. zur Erhebung von Kontaktdaten beschäftigt und sie zusammengefasst. Außerdem haben wir einen Vorschlag, wie man die Daten von Gästen datenschutzkonform notieren kann: Man lässt jede Elektronik weg und schreibt mit Kugelschreiber auf Papier. Und damit die anderen Gäste die Kontaktdaten nicht sehen können, empfehlen wir zum Notieren handelsübliche Bonbücher. Verblüffend einfach. Ganz ohne Apps, QR-Codes und Datenlecks. Jetzt nur noch wichtig: ausgefüllte Zettel sicher aufbewahren und nach 3–4 Wochen (je nach Bundesland) schreddern. Und: Das Kopieren oder Abfotografieren von Personalausweisen ist nicht erlaubt. Alle diese Maßnahmen müssen nach Ende der Corona-Krise sofort aufgehoben werden. Der vollständige Artikel mit Regelungen, Tipps und Links:
https://digitalcourage.de/blog/2020/gastronomie-daten-sammeln 8.  Neu: „Meine Daten. Na und‽“, Kamerastopper & Co. Für Einsteiger.innen in die Digitale Selbstverteidigung haben wir neu in unserem Shop für Unterstützungsbedarf das Buch „Dann haben die halt meine Daten. Na und‽“ von Klaudia Zotzmann-Koch. Das Taschenbuch erklärt, was wir in wenigen Minuten tun können, um sicherer online unterwegs zu sein. Im Digitalcourage-Shop bestellen:
https://shop.digitalcourage.de/buch-dann-haben-die-halt-meine-daten-na-und.html Ein einfacher und wirkungsvoller Schritt für mehr Kontrolle über die eigenen Geräte sind unsere Kamerastopper. Sie decken Kameras auf Smartphones und Co. ab und geben mit einer Handbewegung die Linse zum Fotografieren frei. Die Stopper haften ohne Kleber. Im Shop bestellen: Kamerastopper beweglich (3er Pack):
https://shop.digitalcourage.de/gadget-kamerastopper-beweglich-3er-pack.html Es gibt Zitate, Logos und Begriffe, die müssen einfach in die Welt getragen werden. „Vorratsmatenspeicherung“ zum Beispiel oder auch „�Privatsphäre ist Diebstahl am Konzerneigentum“. Über unsere haltungsstarken Postkarten, Aufkleber und Briefumschläge freuen sich Freundinnen, Nachbarn und Bekannte! Bei uns im Shop: Postkarten, Aufkleber und Briefumschläge mit Ansage:
https://shop.digitalcourage.de/kategorie/digitalcourage-postkarten-und-kalender/ 9.  15. Juni: Forum Bits & Bäume „Von Commerce zu Commons“ Weil wir ein Internet wollen, das in erster Linie unserem Gemeinwohl nützt und nicht dem Kommerz und Profit großer Konzerne, beteiligen wir uns am 4. Forum Bits & Bäume. Am 15. Juni ab 15:30 diskutieren Expert.innen, welche Lösungen es gibt, um Kommerzialisierung, Machtasymmetrien und Monopolbildung einzugrenzen. Digitalcourage ist Mitveranstalter! Die Diskussion findet online statt, die Anmeldung startet Anfang Juni. Dann werden auch nähere Informationen zum Programm veröffentlicht. Termin vormerken: Forum Bits & Bäume (online)
„Von Commerce (zurück) zu Commons“
Montag, 15. Juni 2020
von 15:30 bis 19:00 Uhr
https://www.ioew.de/veranstaltung/forum-bits-baeume-von-comerce-zurueck-zu-commons-wie-viel-kommerzialisierung-vertraegt-ein-nachhaltiges-internet
Digitalcourage e.V. Marktstraße 18
33602 Bielefeld
Deutschland Tel: +49 521 1639 1639
Fax: +49 521 61172
mail@digitalcourage.de

Fwd: Sind wir Hasen oder Igel? Gesetze und Technik im Zeitraffer

▶ digitalcourage
  letzten Freitag hatten wir die unten stehende Mail verschickt. Wir sind überwältigt von der Welle der Solidarität. Wir haben viele neue Mitglieder gewonnen und fast ebensoviele Menschen haben ihren Mitgliedsbeitrag verdoppelt. Vielen herzlichen Dank!  
Liebe Grüße   
Rena Tangens und padeluun    PS: Für alle, die die Mail noch nicht gesehen hatten:   
Hier Fördermitglied werden. ————————————————————————————————————–
was früher Jahre gedauert hat, passiert gerade im Wochentakt. Neue Gesetze werden im Schnelldurchlauf beschlossen, unsere Bewegungsfreiheit wird eingeschränkt, Verordnungen kommen und gehen. Digitale Techniken halten – holterdiepolter – Einzug in Firmen, Schulen und Wohnzimmer. Ein Wildwuchs an Apps versucht den Eindruck zu erwecken, Technik könne das Virus mal eben wegmachen.
Datenkraken bekommen feuchte Augen. Und wir sind mittendrin. Alles das, was jetzt passiert – Gesetze, Technik, wie wir kommunizieren – das wird noch viele Jahre unser Leben prägen.
Es hat das Potential zum Überwachungs-Alptraum. Aber wir haben auch die Chance, etwas zu bewegen für eine lebenswertere Welt. Deshalb müssen wir genau jetzt handeln!  
Wenn Du unsere Arbeit schätzt, dann ist jetzt der Moment: Werde Fördermitglied!  
Wir haben alle Hände voll zu tun: Wir kritisieren Gesetze.
Wir machen Druck, damit Freiheitsbeschränkungen befristet werden.
Wir nehmen die Apps, die uns als technische Lösungen angepriesen werden, auseinander.
Wir beziehen politisch Stellung für Freiheit und Besonnenheit.
Wir geben praktische Tipps für Datenschutz und Sicherheit in Homeoffice und Schule.
All das findest Du auf digitalcourage.de.
Empfiehl uns weiter! Auch das hilft. Seit Beginn der Krise bekommen wir Unmengen an Anfragen von der Presse, aus der Politik und von ratsuchenden Bürgerinnen und Bürgern. Gerne würden wir noch viel mehr tun.
Einige der schlimmsten Überwachungsvorstöße konnten wir schon gemeinsam abwenden.
Und zur Zeit testen wir verschiedene datenschutzfreundliche Alternativen für die digitale Kommunikation. Wir haben eine echte Chance, jetzt etwas zum Besseren zu wenden.  
Deshalb jetzt Mitglied werden.  
Herzliche Grüße
Rena Tangens und padeluun
PS: Für alle, die jetzt Mitglied werden oder ihren Beitrag erhöhen, gibt es ein kleines Geschenk. Lass Dich überraschen!
Digitalcourage e.V. Marktstraße 18
33602 Bielefeld
Deutschland Tel: +49 521 1639 1639
Fax: +49 521 61172
mail@digitalcourage.de

Sind wir Hasen oder Igel? Gesetze und Technik im Zeitraffer — DIGITALCOURAGE

▶ digitalcourage
was früher Jahre gedauert hat, passiert gerade im Wochentakt.
Neue Gesetze werden im Schnelldurchlauf beschlossen, unsere Bewegungsfreiheit wird eingeschränkt, Verordnungen kommen und gehen. Digitale Techniken halten – holterdiepolter – Einzug in Firmen, Schulen und Wohnzimmer. Ein Wildwuchs an Apps versucht den Eindruck zu erwecken, Technik könne das Virus mal eben wegmachen. Datenkraken bekommen feuchte Augen.
Und wir sind mittendrin. Alles das, was jetzt passiert – Gesetze, Technik, wie wir kommunizieren – das wird noch viele Jahre unser Leben prägen.
Es hat das Potential zum Überwachungs-Alptraum. Aber wir haben auch die Chance, etwas zu bewegen für eine lebenswertere Welt. Deshalb müssen wir genau jetzt handeln!
Wenn Du unsere Arbeit schätzt, dann ist jetzt der Moment: Werde Fördermitglied!
https://digitalcourage.de/mitglied
Wir haben alle Hände voll zu tun: Wir kritisieren Gesetze. Wir machen Druck, damit Freiheitsbeschränkungen befristet werden. Wir nehmen die Apps, die uns als technische Lösungen angepriesen werden, auseinander. Wir beziehen politisch Stellung für Freiheit und Besonnenheit. Wir geben praktische Tipps für Datenschutz und Sicherheit in Homeoffice und Schule. All das findest Du auf digitalcourage.de.
Empfiehl uns weiter! Auch das hilft. Seit Beginn der Krise bekommen wir Unmengen an Anfragen von der Presse, aus der Politik und von ratsuchenden Bürgerinnen und Bürgern. Gerne würden wir noch viel mehr tun. Einige der schlimmsten Überwachungsvorstöße konnten wir schon gemeinsam abwenden.
Und zur Zeit testen wir verschiedene datenschutzfreundliche Alternativen für die digitale Kommunikation. Wir haben eine echte Chance, jetzt etwas zum Besseren zu wenden.
Deshalb jetzt Mitglied werden.
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Herzliche Grüße
Rena Tangens und padeluun
PS: Für alle, die jetzt Mitglied werden oder ihren Beitrag erhöhen, gibt es ein kleines Geschenk. Lass Dich überraschen!
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Digitalcourage-Newsletter vom 04.05.2020

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Liebe Leute,

um Euch auf dem Laufenden zu halten, haben wir ein Update geschrieben zu unserer Bewertung der Diskussion über die Corona-Apps.
Zum Thema Grundrechte sagen wir, dass die derzeitigen Einschränkungen durch neue Freiheiten im Internet ausgeglichen werden sollten und machen acht Vorschläge. Im Technik-Tipp kümmern wir uns diesmal um Datenschutz und Datensicherheit bei Videochats; im Shop empfehlen wir ein Buch und Aufkleber und wir laden ein zum Android-Vortrag am 7. Mai 2020 – natürlich online.

Mit vielen Grüßen aus dem Homeoffice
Rena Tangens, Friedemann Ebelt und das Team von Digitalcourage

PS: Wir freuen uns immer über neue Leser.innen!
Jetzt den Digitalcourage-Newsletter weiterempfehlen:
https://digitalcourage.de/newsletter

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Inhalt

  1. Corona-App: Update, Webtalk und Hintergrund
  2. Ausgleich notwendig! Freiheiten im Internet stärken
  3. Solidarität statt Amazon – lokalen Einzelhandel unterstützen!
  4. Online-Vortrag: Android und Privatsphäre, 7.5.2020
  5. Technik-Tipp: Videokonferenzen
  6. BigBrotherAwards am 18. September 2020
  7. Shop: „Die Meinung der Anderen“ und „Don’t Panic“

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1. Corona-App: Update, Webtalk und Hintergrund

Es ist viel Bewegung in den Plänen, eine App zur Kontaktverfolgung in der Corona-Krise bereitzustellen. Nachdem es zunächst so aussah, als würde in Deutschland der zentrale Ansatz von „PEPP-PT“ umgesetzt, ist nun klar: Es soll doch ein dezentraler Ansatz verfolgt werden.
Diese dezentrale App soll in Deutschland von SAP und der Telekom umgesetzt werden – Apple und Google arbeiten zudem weiter daran, diesen Ansatz in ihre Betriebssysteme zu integrieren. Wir haben die aktuellen Entwicklungen zum Anlass genommen, um unsere Einschätzung zur geplanten Corona-App zu aktualisieren.

Update: Einordnung der App zur Kontaktverfolgung (weiterhin vorläufig):
https://digitalcourage.de/blog/2020/corona-app-einordnung-digitalcourage

Online ansehen: Webtalk zur Corona-Tracing-App: „Datensparsam, nützlich, gut?“ des IG Metall vom 29. April 2020. Rena Tangens von Digitalcourage diskutiert mit Patrick Breyer, MdEP, und Guido Brombach vom IG Metall Bildungszentrum.
https://www.invidio.us/watch?v=cjN_T2cdVAg Infos zu invidio.us:
https://digitalcourage.de/blog/2019/selbstverteidigung-fuer-eilige

Hintergrund: Karin Schuler, erklärt in einem Gastbeitrag, was es eigentlich heißt, wenn Corona-Apps anonym sein sollen. Sie macht deutlich, dass besser über Pseudonymisierung gesprochen werden sollte.

Karin Schuler ist freiberufliche Beraterin für Datenschutz, IT-Sicherheit und Mitbestimmung, außerdem Gründungsmitglied des Netzwerk Datenschutzexpertise und ehemaliges Mitglied der BigBrotherAwards-Jury. Informatikerin ist sie auch und vom ULD anerkannt als Sachverständige für IT-Produkte – jedoch nicht angestellt beim ULD.

Als Bonbon gibt es dafür einen weiteren Gastbeitrag von Karin Schuler auf unserer Seite – diesmal zur Frage: „Corona-App: Was heißt hier freiwillig?“. Wir wünschen spannende Lektüre.

Corona-Apps: Was heißt hier freiwillig?
https://digitalcourage.de/blog/2020/corona-app-was-heisst-hier-freiwillig

Corona-Apps: Was heißt hier anonym?
https://digitalcourage.de/blog/2020/corona-apps_gastbeitrag

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Noch nie wurden online so viele private Momente und Informationen geteilt – gerade jetzt müssen Grundrechte im Internet verteidigt werden.

Wenn ihr könnt, helft uns gern mit einer Spende
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2. Ausgleich notwendig! Freiheiten im Internet stärken

In Folge der Corona-Krise müssen Millionen Menschen ihre intimsten Aktivitäten in das Internet verlagern. Damit geraten neue Seiten unseres Arbeits-, Liebes- und Privatleben in den Fokus von kommerzieller und staatlicher Überwachung.
Wir haben dazu eine Forderung: Regierungen, Parlamente und Wirtschaft sollten diesen Überwachungsdruck durch die Erweiterung von Freiheiten im Internet abmildern. In einem Kommentar fordern wir acht Maßnahmen zur Stärkung von Freiheiten im Internet.

Corona: Freiheiten im Internet stärken!
https://digitalcourage.de/blog/2020/corona-freiheiten-internet-acht-massnahmen-kommentar

3. Solidarität statt Amazon – lokalen Einzelhandel unterstützen!

Es geht so schnell und ist so einfach – Amazon ist der Platzhirsch im Online-Handel. Aber viele Läden vor Ort liefern inzwischen auch Waren nach Hause oder ins Büro. Es gibt gute Gründe, gerade jetzt, in der Corona-Krise, lieber beim örtlichen Einzelhandel online einzukaufen, finden wir. Sieben dieser guten Gründe haben wir aufgelistet.

Solidarität statt Amazon – Unterstützen Sie Ihren lokalen Einzelhandel!
https://digitalcourage.de/blog/2020/solidaritaet-statt-amazon

4. Online-Vortrag: Android und Privatsphäre, 7.5.2020

Android-Geräte kommen von Haus aus nicht gerade mit datenschutzfreundlichen Voreinstellungen daher. In seinem Online-Vortrag wird Andreas Itzchak Rehberg berichten, wie wir dennoch ein gutes Stück Privatsphäre wiederherstellen können. Er ist Autor von „Das inoffizielle Android-Handbuch“ und hat einen eigenen Katalog von freien Android Apps erstellt. Wir freuen uns, dass er digital unser Gast ist und Einsteigerinnen und Einsteigern seine langjährige Erfahrung weitergibt.
Geplant war die Veranstaltung als Auftakt des Semesterprogramms unserer Hochschulgruppe Bayreuth. Nun wurde der Vortrag ins Internet verlegt. Deshalb kann jede und jeder dabei sein:

Donnerstag 7. Mai 2020 um 18 Uhr
BigBlueButton-Konferenz:
https://bbb.imaginaerraum.de/b/dam-7mx-6xd

Weitere Informationen zur Videokonferenz und zur Hochschulgruppe Bayreuth:
https://digitalcourage.de/blog/2020/bayreuth-veranstaltung-android
https://digitalcourage.de/hochschulgruppe-bayreuth

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Wir informieren über Technik, Grundrechte und Politik – jetzt die Arbeit von Digitalcourage mit einer Spende unterstützen.
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5. Technik-Tipp: Videokonferenzen

Es ist etwas anderes, ob man telefoniert oder sich auch sehen kann in diesen Zeiten, in denen die meisten von uns zu Hause hocken. Deshalb werden Videokonferenzen aktuell nicht nur fürs Arbeiten genutzt. Auch Aktivist.innen treffen sich online; Enkelkinder zeigen den Großeltern, was sie gemalt haben und Paare in Fernbeziehung trinken mit Kamera und Mikrofon ein Glas Wein auf dem Balkon. Leider sind viele Videokonferenz-Programme in puncto Datenschutz und Datensicherheit nicht empfehlenswert (z.B. Zoom, Skype). Doch für drei andere Programme sprechen wir eine Empfehlung aus: Jitsi Meet, BigBlueButton und Nextcloud Talk. Wir geben einen Überblick über Vorteile, Nachteile, technische Hinweise und Tipps fürs Selbst-Hosten.

Videokonferenzen müssen keine Datenschleudern sein:
https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/videokonferenzen-muessen-keine-datenschleudern-sein

6. BigBrotherAwards am 18. September 2020

Die große Gala zur 20. Verleihung der BigBrotherAwards am 30. April im Bielefelder Stadttheater mussten wir coronabedingt absagen. Die Awards wollen wir trotzdem verleihen – und eigentlich wollen wir auch nicht alles in Online-Konferenzen verlagern. Wir freuen uns, dass wir einen Ersatztermin für die Live-Veranstaltung gefunden haben. Bitte vormerken:

Verleihung der BigBrotherAwards
Freitag, 18. September 2020
in der Hechelei, Ravensberger Park, Bielefeld

Natürlich wissen wir noch nicht, ob die Veranstaltung im Herbst so stattfinden kann und wie genau. Wahrscheinlich mit Maskenpflicht, vielleicht mit Online-Elementen, möglicherweise mit reduziertem Publikum, das auf Abstand sitzt. Aber wir sind optimistisch und gehen in die Vorbereitung mit Jury, Moderator, Band und allem Drum und Dran. Wir wollen gerne mit Euch feiern! Bitte Daumen drücken, dass es klappt!

Aktuelle Nachrichten dazu im Newsletter und auf https://bigbrotherawards.de.

7. Shop: „Die Meinung der Anderen“ und „Don’t Panic“

Aus unserem Shop für Unterstützungsbedarf stellen wir heute ein Buch, eine Postkarte und Aufkleber vor:
In dem Buch „Die Meinung der Anderen“ erklärt die New Yorker Psychologin und Neurowissenschaftlerin Tali Sharot, wie andere Menschen unser Denken und Handeln bestimmen. Menschen wollen individuell sein, folgen aber ständig dem Beispiel anderer, stellt sie fest.

„Die Meinung der Anderen“, Siedler Verlag, Hardcover: 304 Seiten:
https://shop.digitalcourage.de/buch-die-meinung-der-anderen.html

Das ursprüngliche Motiv für unsere „Corona? Don’t Panic“-Aufkleber und -Postkarten ist das Titelbild der Reihe „Per Anhalter durch die Galaxis“. Unter diesem Logo versprechen wir, genau darauf zu schauen, was Politik und Lobbyisten in Zeiten von Corona an Gemeinheiten planen.

Aufkleber: Corona? Don’t Panic (rund):
https://shop.digitalcourage.de/corona-aufkleber-rund-keine-panik.html

Aufkleber und Postkarte: Corona? Don’t Panic:
https://shop.digitalcourage.de/corona-keine-panik-postkarte-aufkleber.htmlNewsletter

Corona-Update: Homeoffice-Tools und Grundrechtsfragen — DIGITALCOURAGE

Digitalcourage-Newsletter vom 31.03.2020

E-Mail-Newsletter von Digitalcourage abonnieren: https://digitalcourage.de/newsletter


Liebe Leute,

weil es viele sicherlich gerade gut gebrauchen können, haben wir unsere Tipps für datensparsame Homeoffice-Tools aktualisiert und eine Übersicht zu Nexcloud-Angeboten erstellt.
Außerdem beobachten wir die aktuelle Diskussion zur Nutzung von Kommunikationsdaten gegen die Ausbreitung des Coronavirus und haben auch die Wiederbelebungsversuche der Vorratsdatenspeicherung im Blick.

Mit vielen Grüßen von improvisierten Schreibtischen
Rena Tangens, padeluun, Friedemann Ebelt und das Team von Digitalcourage

– – – – – – Inhalt – – – – – – – – – –
1 Technik-News: Videochat-Lösungen
2 Technik-Hilfe: Nextcloud-Angebote in Deutschland
3 Im Blick: Grundrechte und Corona-Maßnahmen
4 Corona: Auswertung von Kommunikationsdaten
5 Vorratsdaten: Unsere Kritik an Studie der EU-Kommission
6 Shop: Grundrechte-Report & Aufkleber
7 Artikelreihe: Datenschutz im Bildungswesen
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1 Technik-News: Videochat-Lösungen

Abteilung datenschutzfreundliche Alternativen zu Zoom, Skype & Co: Wir können eine Entwicklung im Bereich Videochat melden. Auf Initiative eines Osnabrücker Studenten aus dem Chaos Computer Club gibt es jetzt eine einfache Möglichkeit, Jitsi-Meet-Server zu finden, die noch nicht total überlastet sind: Der Webdienst jitsi.random-redirect.de leitet automatisch zu einem zufällig gewählten Server weiter, der in den letzten 10 Minuten online erreicht werden konnte. Man sollte sich aber im Klaren sein, dass das nur eine schnelle Hilfe für die jetzige coronabedingte Sondersituation ist. Denn wer kann schon genau sagen, wie es die einzelnen Betreiber mit dem Datenschutz halten. Wir haben uns die Server auf der Liste angeschaut und denken, dass man den Leuten vertrauen kann. Ein wirklich DSGVO-konformer Dienst ist das nicht, doch vorerst allemal besser als Videochats via Skype, Zoom und Co.
Entsprechend haben wir unseren Artikel „Vernetzt bleiben trotz Corona – datensparsame Tools fürs Homeoffice“ aktualisiert. Er enthält jetzt auch die neue Jitsi-Meet-Instanz von Mike Kuketz, die eine vorbildliche Datenschutzerklärung hat.

Jitsi-Weiterleitung: jitsi.random-redirect.de
https:///jitsi.random-redirect.de
Weitergeleitet wird auf eine dieser Jitsi-Instanzen:
https://github.com/tosterkamp/random-redirect/blob/master/res/jitsi_servers.lst

Vernetzt bleiben trotz Corona – datensparsame Tools fürs Homeoffice:
https://digitalcourage.de/blog/2020/corona-homeoffice-tipps

Bits of Freedom: Looking for a privacy friendly tool for your video chats? Try Jitsi:
https://www.bitsoffreedom.nl/2020/03/26/looking-for-a-privacy-friendly-tool-for-your-video-chats-try-jitsi/

2 Technik-Hilfe: Nextcloud-Angebote in Deutschland

Auch im Homeoffice sollten Sie stets darauf achten, datensparsam zu arbeiten. Bitte nutzen Sie daher keine Cloudanbieter wie Dropbox, Google Docs, OneDrive und Co. Es gibt bessere Alternativen. Zum Beispiel Nextcloud. Das kann auf dem eigenen Firmen- oder Vereinsrechner installiert werden. Wem das eigene Hosten zu aufwendig ist, kann auch auf gebrauchsfertige Lösungen zurückgreifen. Wir haben uns in Deutschland umgeschaut und mal zusammen gestellt, welche Anbieter uns als brauchbar erscheinen.

Nextcloud-Angebote in Deutschland:
https://digitalcourage.de/blog/2020/nextcloud-hosting

3 Im Blick: Grundrechte und Corona-Maßnahmen

Wir sammeln auf unserer Website Chroniken, Übersichten und Analysen zu Grundrechten und Corona-Maßnahmen. Manche dieser Maßnahmen halten wir für sinnvoll, andere sehen wir kritisch. Gemeinsam als Zivilgesellschaft müssen wir aufpassen, dass kurzfristige Freiheitseinschränkungen nicht zum Normalzustand werden. Unsere Übersicht verweist unter anderem auf Sammlungen zur inneren Sicherheit, landes- und bundesweite Erlasse sowie Gesetze, fremdenfeindliche Entwicklungen, verfassungsrechtliche Einschätzungen und Datenschutz.

Im Blick: Grundrechte und Corona-Maßnahmen:
https://digitalcourage.de/blog/2020/im-blick-grundrechte-und-corona-massnahmen

4 Corona: Auswertung von Kommunikationsdaten

Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, wird in Deutschland die Nutzung von Kommunikations- und Standortdaten diskutiert. Einige Konzepte sind in Arbeit, andere Maßnahmen werden bereits durchgeführt. Auf unserer Website geben wir einen Überblick, den wir laufend aktualisieren.

Corona: Auswertung von Kommunikationsdaten:
https://digitalcourage.de/Corona-Auswertung-von-Kommunikationsdaten-ueberblick

5 Vorratsdaten: Unsere Kritik an Studie der EU-Kommission

Im November 2019 hat die EU-Kommission eine Studie zur Vorratsdatenspeicherung von Telefon- und Internetdaten in Auftrag gegeben. Die belgische Consulting-Firma Milieu erhielt den Auftrag und soll die Studie bis Mitte 2020 fertigstellen. Milieu soll dabei eine „retrospective fact finding support study“ erarbeiten, um die Kommission im Rahmen des seit 2017 laufenden Reflexionsprozesses mit Fakten zu versorgen.
Unserer Einschätzung nach ist der Vertrag über die EU-Vorratsdaten-Studie – soweit einsehbar – einseitig zu Lasten der Freiheits- und Grundrechteperspektive formuliert. Wir behalten die Wie­der­be­le­bungs­ver­suche zur Vorratsdatenspeicherung weiter im Blick.

Vorratsdaten: einseitige Studie der EU-Kommission:
https://digitalcourage.de/blog/2020/vorratsdatenspeicherung-einseitige-studie-der-eu-kommission

6 Shop: Grundrechte-Report & Aufkleber

In den nächsten Wochen und Monaten werden viele von uns unfreiwillig viel Zeit zu Hause verbringen. Wir haben Empfehlungen für Lesestoff:

Mit 45 Beiträgen zeigt der Grundrechtereport, wie Gesetzgeber, Verwaltung und Behörden, aber auch Gerichte und Privatunternehmen, die demokratischen und freiheitlichen Grundlagen unserer Gesellschaft gefährden. An dem alternativen Verfassungsschutzbericht haben unter anderem mitgearbeitet: Rolf Gössner (Jurymitglied der BigBrotherAwards), Stefan Hügel (Vorsitzender des FIfF) und Britta Rabe (Referentin beim Komitee für Grundrechte und Demokratie). Grundrechtereport 2019:
https://shop.digitalcourage.de/buch-grundrechte-report-2019.html

Grundrechte- und Datenschutzaktivistin Katharina Nocun hat sich Selbstversuchen unterzogen: Wie viele Seiten Papier schickt mir Amazon zu, wenn ich die über mich gespeicherten Daten anfordere? Was kann Payback durch einen prall gefüllten Einkaufswagen über mich schlussfolgern? Eine anschauliche Erklärung, wie Unternehmen uns verdaten:
https://shop.digitalcourage.de/buch-die-daten-die-ich-rief.html

Shoshana Zuboff, emeritierte Harvard-Professorin für Ökonomie und Philosophie, war die Erste, die in engagierten Zeitungsartikeln vor der Macht der Digitalkonzerne warnte. Nach sieben Jahren Arbeit hat sie nun ein Grundlagenwerk vorgelegt: „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“. Das Buch ist überzeugend in Analyse und Theorie, gut geschrieben mit viel Detailkenntnis und anschaulichen Geschichten, die das Verständnis erleichtern. Bei uns im Shop gibt es die deutsche Übersetzung.
https://shop.digitalcourage.de/buch-das-zeitalter-des-ueberwachungskapitalismus.html

7 Artikelreihe: Datenschutz im Bildungswesen

Da unsere Tipps auf so viel Interesse stoßen, beschleunigen wir die Veröffentlichung unserer neuen Artikelreihe „Datenschutz im Bildungswesen“.
Wir möchten Schulen dazu anhalten, langfristig datenschutzfreundliche Lösungen bereitzustellen. Wir haben genau jetzt die Möglichkeit, Weichen für unser zukünftiges Bildungssystem zu stellen – und der Schutz von Schüler.innen-Daten muss ganz vorne mitgedacht werden. Was bedeutet der „DigitalPakt“ für Schulen? Welche Vorbereitungen müssen getroffen werden, um Schulen zu digitialisieren? Wieso sollte Datenschutz eine so hohe Priorität bekommen? Warum eignet sich proprietäre Software nicht für den Unterricht? Welche datensammelnden Programme werden an Schulen eingesetzt und welche freie Software sollte stattdessen genutzt werden?

Teil 1 – Der DigitalPakt Schule
https://digitalcourage.de/blog/2020/der-digitalpakt-schule Teil 2 – Datenschutz als Medienkompetenz
https://digitalcourage.de/blog/2020/datenschutz-als-medienkompetenz
Teil 3 – Datenfresser an Schulen
https://digitalcourage.de/blog/2020/datenfresser-an-schulen
Teil 4 – Freie Software für Schulen
https://digitalcourage.de/blog/2020/freie-software-fuer-schulen

Weitere Infos zu dem Thema:
https://digitalcourage.de/kinder-und-jugendliche

https://digitalcourage.de/newsletter/2020/corona-update-homeoffice-tools-grundrechtsfragen

Wir arbeiten weiter – Tipps und Tools für den Datenschutz im Homeoffice — DIGITALCOURAGE

▶ digitalcourage
im Stundentakt ändert sich unsere nähere Zukunft: Veranstaltungen werden abgesagt – auch die BigBrotherAwards – neue Prioritäten schieben sich vor ältere Aufgaben, dezentrale Zusammenarbeit und Vernetzung werden noch viel wichtiger. Schulen, Firmen, Vereine, Familien – Sie alle stehen jetzt vor der selben Frage, über die wir uns schon lange den Kopf zerbrechen: Welche Tools eignen sich für dezentrales Arbeiten? Telefonkonferenzen, Datentransfer, Homeoffice? Und wo bleibt dabei der Datenschutz? Welche Dienste sollte man tunlichst meiden? Das sind keine einfachen Fragen und wir haben auf diese auch keine einfachen Antworten. Wir arbeiten auf Hochtouren, um unser bisheriges Wissen zur Verfügung zu stellen und neue Ideen zu sichten und zu sammeln.
Hast Du neue Tipps und Vorschläge? Wir freuen uns über Hinweise. Auch die normale Arbeit muss weitergehen. Wir arbeiten aus dem Homeoffice und werden den Regierenden ganz genau auf die Finger schauen: Welche Einschränkungen von Grundrechten sind zur Pandemie-Eindämmung vorübergehend sinnvoll?
Und wo wird versucht, unter dem Deckmantel der Virusbekämpfung unsere Persönlichkeitsrechte dauerhaft zu beschneiden? Wir werden wachsam bleiben. Solidarität heißt in dieser Ausnahmesituation: Direkten Kontakt vermeiden, persönliche Kontakte bewusst lebendig halten – das geht auch über Distanz und digital. Lass uns einander Mut machen, andere unterstützen und unsere Fähigkeiten teilen. Viele Grüße aus dem Büro und dem Homeoffice,
bleib gesund! Rena Tangens, padeluun, Leena Simon
Kerstin Demuth, Jessica Wawrzyniak
für das Team von Digitalcourage Inhalt   1.   Digitalcourage im Homeoffice – so erreichst Du uns! 2.   BigBrotherAwards 2020 in den Herbst verschoben 3.   Digitalcourage sucht Redakteur.in: Bewerbungsfrist auf 30. April verlängert 4.   Homeoffice: Welche Tools sind sinnvoll und datensparsam? 5.   Sicher im Home Office 6.   Tipps für den dezentralen Unterricht 7.   Tech-Tipp: PrivacyCaptcha 8.   FAZ-Artikel: Manipulative Umfrage im Corona-Windschatten 9.   Termine
1.  Digitalcourage im Homeoffice – so erreichst Du uns! Wie alle Menschen stehen auch wir gerade vor der großen Aufgabe, mit den schwierigen Bedingungen zurecht zu kommen. Schon seit letzter Woche sind wir im Homeoffice und müssen unsere Arbeitsabläufe darauf anpassen. Du erreichst uns per E-Mail und Briefpost, Tweets und Tröts, notfalls auch Fax. Telefonisch sind wir ebenfalls (zumeist) erreichbar – von 10 bis 15 Uhr. Der Versand des Digitalcourage-Onlineshops geht weiter wie gewohnt. Wir bleiben zu Hause – die Arbeit geht weiter: https://digitalcourage.de/blog/2020/heimarbeit-covid19   Verglichen mit vielen Musikerinnen und Künstlern, freiberuflichen Trainerinnen und vielen anderen haben wir noch Glück, denn wir können zumindest einen Teil unserer Arbeit auch von zu Hause aus erledigen. Doch auch Digitalcourage drohen ernsthafte Probleme: Für die BigBrotherAwards war schon sehr viel vorbereitet – durch die Absage entstehen uns eine Menge Kosten, gleichzeitig fallen die damit verbundenen Einnahmen aus. Als gemeinnütziger Verein haben wir nur geringe finanzielle Reserven. Wir wollen – auch und gerade in Krisenzeiten – weiter ein wachsames Auge auf unsere Grundrechte haben und auch ein verlässlicher Arbeitgeber sein. Deshalb bitten wir Dich: Wenn Du kannst, hilf uns mit einer extra Spende.  
2.  BigBrotherAwards 2020 in den Herbst verschoben Die Verleihung der 20. BigBrotherAwards kann leider nicht am 30. April 2020 stattfinden. Die Stadt Bielefeld hat bis Ende April alle öffentlichen Veranstaltungen verboten – eine vernünftige Maßnahme, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Auch uns ist der Schutz des Publikums und aller Beteiligten wichtig und wir hatten schon verschiedene Möglichkeiten (u.a. die Verleihung im leeren Saal, nur im LiveStream) erwogen. Aber eigentlich wollen wir die 20. Verleihung doch richtig feiern mit Musik, Sektempfang und vielen Gästen! Jetzt sind wir im Gespräch mit dem Theater Bielefeld, um einen neuen Termin zu finden. BigBrotherAwards verschoben:
https://digitalcourage.de/blog/2020/bigbrotherawards-bba-verschoben
3.  Digitalcourage sucht Redakteur.in: Bewerbungsfrist auf 30. April verlängert Aus aktuellem Anlass haben wir uns entschieden, auch die Bewerbungsfrist für unsere aktuelle Stellenausschreibung auf Freitag, 30. April 2020 zu verlängern.
Wir suchen jemanden der oder die brillant schreiben, freundlich redigieren, spannend teasern kann. Bitte gerne weiterleiten! Digitalcourage sucht Redakteurin oder Redakteur:
https://digitalcourage.de/blog/2020/gesucht-redakteurin
4.  Homeoffice: Welche Tools sind sinnvoll und datensparsam? Aus allen Richtungen erreichen uns gerade die gleichen Anfragen: Welche Hilfsmittel für das vernetzte Arbeiten halten wir für sinnvoll und datensparsam? Wir arbeiten schon länger an unseren dezentralen Strukturen und haben damit einen Erfahrungsschatz, den wir gerne teilen wollen. Leider gibt es auf manche Fragen bisher einfach keine befriedigenden Antworten. Wir haben für Videokonferenzen bei uns einen eigenen Jitsi-Server im Testbetrieb, mussten aber feststellen, dass dieser für den wirklichen Einsatz nicht brauchbar ist. Auch unser PlugIn für Videokonferenzen, Nextcloud Talk, „ruckelt“ noch. Viele weichen nun zu den Tools der großen US-Datenkraken aus. Unsere Bitte: Tu das nicht. Du legst nicht nur Deine Inhalte, sondern auch Deine kompletten Arbeitststrukturen gegenüber Geheimdiensten und Firmenkonsortien offen. Das schadet nicht nur Dir und Deiner Arbeit, sondern mittel- und langfristig der gesamten Gesellschaft. Hier auf die Schnelle eine Liste unserer Tool-Empfehlungen. Wir testen weiter und melden uns, wenn wir neue Tipps haben. Wer Anregungen für weitere Tools für uns hat: Wir freuen uns über Hinweise an mail@digitalcourage.de! Gemeinsam Texte schreiben mit Etherpads:
https://pad.foebud.org
Auch andere Organisationen wie die Piratenpartei oder Systemli bieten öffentliche Pads an:
https://pad.systemli.org/
https://cryptpad.piratenpartei.de/pad/ Telefonkonferenzen:
Es muss ja nicht immer Video sein. Manchmal reicht auch eine Telefonkonferenz. Mit (dem zugegeben nicht ganz einfachen) Tool Mumble sind sogar digitale Großveranstaltungen möglich.
Was Mumble ist und wie das funktioniert und welche Server man nutzen kann, haben die Freifunker übersichtlich dargestellt:
https://wiki.freifunk.net/Mumble Termine finden und Abstimmungen organisieren mit unserem nicht-speichernden Termintool Nuudel:
https://nuudel.digitalcourage.de Mit den Liebsten per Kurznachrichten und Videotelefonaten in Kontakt bleiben mit Signal:
https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/alternativen-zu-whatsapp-und-threema-instant-messenger Digitale Selbstverteidigung für Firmen und Organisationen:
https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/unternehmen-und-organisationen Datenaustausch z.B. mit Nextcloud (auch dafür gibt es Komplettpakete bei diversen Dienstleistern) oder anderen Dropbox-Alternativen:
https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/alternativen-zu-dropbox-und-cloud Alle unsere Tipps zur Digitalen Selbstverteidigung:
https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung Wir arbeiten auf Hochtouren daran, diese Liste auszuarbeiten. Der erste Stand ist schon online und wird in den nächsten Tagen weiter ausgebaut:
https://digitalcourage.de/blog/2020/corona-homeoffice-tipps   Damit die Arbeit auch in schwierigen Zeiten weiter gehen kann, sind wir – jetzt mehr denn je – auf Spenden angewiesen. Bitte hilf uns.  
5.  Sicher im Home Office Je mehr wir uns auf digitale Strukturen verlassen, desto anfälliger sind sie für Angriffe und desto schlimmer treffen uns diese. Deshalb ist jetzt ein guter Zeitpunkt, daran zu denken, ein paar Schritte zur IT-Sicherheit in Betracht zu ziehen: Updates: Die Betriebssysteme auf PC, Tablet, Smartphone und alle Apps und Programme auf den aktuellen Stand bringen. Weiterhin keine fremden Anhänge öffenen: Auch wenn in der E-Mail steht, dass es wichtige Informationen zum Corona-Virus sind gilt weiterhin, dass man nur Anhänge öffnen sollten, deren Absender man kennt. Backups: Daten auf externen, möglichst verschlüsselten Datenträgern sichern Passwörter: Gute Passwörter sind mindestens 14 Zeichen lang und für jeden Account individuell. Jetzt wäre ein guter Moment, Passwörter zu ändern. Neue Programme gut kennenlernen: Es ist immer eine gute Idee sich in neuen Programmen die Einstellungen anzusehen und sich in Ruhe damit vertraut zu machen. Nachrichten prüfen: Nicht alle Informationen im Internet sind korrekt. Wir empfehlen, kritisch zu bleiben und nicht in Panik zu geraten. Die Zeit hat Tipps zur Bewertung von Neuigkeiten: https://www.zeit.de/digital/internet/2020-03/fake-news-coronavirus-falschnachrichten-luegen-panikmache
6.  Tipps für den dezentralen Unterricht Die meisten Schulen sind nun geschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das stellt Lehrkräfte vor besondere Herausforderungen, denn was vorher ein Wunsch war, ist jetzt eine Notwendigkeit: digital gestützter Unterricht. Im Netz kursieren etliche – teilweise dubiose – Angebote von Software und Plattformen, die Lösungen zum Kommunizieren und Unterrichten bieten, doch ein Schnellschuss kann gerade jetzt fatal sein. Wir raten, Ruhe zu bewahren und nach datenschutzfreundlichen Lösungen zu suchen. Wir haben Tipps für Schulen und Lehrkäfte zusammengestellt. Zur Weitergabe an Lehrerinnen und Lehrer:
https://digitalcourage.de/blog/2020/schule-geschlossen-dezentraler-unterricht-geht-auch-datenschutzfreundlich
Weitere Infos zu Datenschutz an Schulen:
https://digitalcourage.de/blog/2019/flyer-datenschutz-an-schulen   Unsere Mitglieder machen uns unabhängig und gewährleisten, dass wir auch in Krisensituationen die Arbeit fortführen können. Selten war uns dieser Umstand so bewusst, wie jetzt.Wenn Du kannst, stärke jetzt unseren Mut und unsere Zuversicht mit einer Mitgliedschaft.  
7.  Tech-Tipp: PrivacyCaptcha Unter dem Eindruck von Corona gibt man heute ja doch mal schneller seine Telefonnummer zuhause raus und verschickt sie übers Netz. Damit das unterwegs nicht so leicht abgescannt werden kann, haben wir eine Lösung neu aufgelegt: PrivacyCaptcha. Unser Dienst verwandelt Text in Bilder, die für Maschinen nur sehr schwer auslesbar, für Menschen aber gut erkennbar sind. Mehr erfahren:
https://digitalcourage.de/blog/2014/privacy-captcha-schuetze-deine-privaten-daten-vor-automatisierter-verarbeitung
Zur Website von Privacy Captcha:
https://privacy-captcha.net
8.  FAZ-Artikel: Manipulative Umfrage im Corona-Windschatten Wir unterstützen sinnvolle Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Aber wir warnen davor, dass Gesundheitsvorsorge und Datenschutz gegeneinander ausgespielt werden. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gibt es aktuell so einen Versuch: In einem Artikel mit dem irreführenden Titel „Virusschutz schlägt Datenschutz“ lassen sich die beiden Redakteure dafür einspannen, eine von einem Marketingunternehmen beauftragte Umfrage mit der Reputation der FAZ zu adeln. Dabei gehört diese Umfrage eher in die Schulungsunterlagen über manipulative Umfragen für angehenden Journalist.innen. Klar, dass Menschen in dieser Krise nach jedem Strohhalm greifen, wenn man ihnen verspricht, dass das helfen könnte. Die zitierte Umfrage suggeriert durch ihre Fragestellung, dass man durch Verzicht auf Datenschutz Menschenleben retten könnte. Das ist manipulativ. Aber kein Wunder: Der Auftraggeber der Studie, die Firma Usercentrics, verwaltet Werbeeinwilligungen und hat ein klares geschäftliches Interesse, Datenschutz schlecht zu machen. Liebe FAZ: So etwas ohne jede Einordnung zur Grundlage eines Artikels zu machen ist schlechtes Handwerk. F.A.Z. exklusiv: Virusschutz schlägt Datenschutz:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/digitec/virusschutz-ist-deutschen-wichtiger-als-datenschutz-16676494.html Tweet: https://twitter.com/digitalcourage/status/1238760785637236737 heise.de: Datenschutz: Mit Standortdaten gegen Coronavirus „mehr als problematisch“: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutz-Mit-Standortdaten-gegen-Coronavirus-mehr-als-problematisch-4677679.html Datenschutzbeauftragte geben Hinweise zu Datenschutz und Corona für Arbeitgeber: https://www.bfdi.bund.de/DE/Datenschutz/Themen/Gesundheit_Soziales/GesundheitSozialesArtikel/Datenschutz-in-Corona-Pandemie.html?nn=5217154
9.  Termine Viele Termine fallen jetzt aus. Aber einen besonderen Termin wollen wir besonders erwähnen: jeden Abend bis auf weiteres, 19 oder 20 Uhr; Igor Levit spielt Beethoven (via Twitter @igorpianist) – Hausmusik im Netz

Software-Liebe, Tech-Tipp, Stellenangebot, Neues zu Vorratsdaten uvm. … — DIGITALCOURAGE

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Liebe Leute,
heute ist »I love Free Software Day« – ein guter Tag, um sich bei den Lieblings-Freie-Software-Projekten zu bedanken!

Es gibt Neues zu Vorratsdaten: Mit einer kinoreifen Geheimdienst-Story hat die Bundesregierung vor dem EU-Gerichtshof für Massenüberwachung argumentiert. Wir haben das Dokument veröffentlicht und widersprechen in allen Punkten – heise.de, derStandard.de und netzpolitik.de haben berichtet.

Riesig freuen wir uns über 225 neue Fördermitglieder – für schnell Entschlossene: wir haben  noch 25 Dankes-Pakete.

Außerdem bitten wir nach dem Thüringen-Manöver um Unterstützung für die bundesweite #unteilbar-Großdemo am Samstag, 15. Februar in Erfurt.
Auf geht’s – Grüße von Friedemann Ebelt und dem ganzen  <dc-triangle/>Digitalcourage-Team

PS: Hier gibt es wichtige Infos: Jetzt den Newsletter von Digitalcourage weiterempfehlen:
https://digitalcourage.de/newsletter

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Inhalt

1. Vorratsdaten: Weit hergeholte Argumente & neue Übersicht
2. Happy »I love Free Software Day«!
3. Stellenausschreibung: Redakteur.in (m/w/d) gesucht
4. Buchaktion: Die letzten 25 Dankeschön-Pakete
5. #nichtmituns – bundesweite Großdemo, 15.02. Erfurt
6. Rena Tangens bei Anhörung zum Wettbewerbsgesetz
7. Tech-Tipp: Online-Suche ohne Google
8. TV- und Shop-Tipp: Operation Rubikon
9. Termine

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1. Vorratsdaten: Weit hergeholte Argumente & neue Übersicht online

Die Bundesregierung hat sich Anfang September 2019 bei einer Anhörung vor dem EU-Gerichtshof für anlasslose Vorratsdatenspeicherung stark gemacht. Mit einer Transparenzanfrage haben wir das Positionspapier befreit und veröffentlicht.

Wir widersprechen Berlin in allen Punkten, denn weder der Datenhunger von Geheimdiensten noch die Entführung einer Person durch den vietnamesischen Geheimdienst in Berlin 2017 rechtfertigen die Erfassung der Telefon- und Internetverbindungen der ganzen Bevölkerung.

Für alle, die langsam den Überblick über den Stand der Dinge bei der Vorratsdatenspeicherung verloren haben:

Wir haben das ewige Hin und Her um die Vorratsdatenspeicherung seit 2002 in einer chronologischen Übersicht der wichtigsten Ereignisse aufgearbeitet.

Blogartikel: Bundesregierung will EU-weite Vorratsdatenspeicherung:
https://digitalcourage.de/blog/2020/bundesregierung-will-eu-weite-vorratsdatenspeicherung

Chronik zur Vorratsdatenspeicherung in Deutschland und der EU:
https://digitalcourage.de/themen/vorratsdatenspeicherung/chronik-vorratsdatenspeicherung

Mastodon/Twitter:
https://digitalcourage.social/@digitalcourage/103633371757914251
https://twitter.com/digitalcourage/status/1226769904659050496

Wir fordern: Arbeit an EU-Vorratsdatenspeicherung sofort stoppen!
Verfassungsbeschwerde von Digitalcourage gegen Vorratsdatenspeicherung unterstützen

2. Happy »I love Free Software Day«!

Heute ist »I love Free Software Day«; ein ausgezeichneter Tag, um der Free-Software-Community für ihre Arbeit zu danken. Freie Software macht unser macht unser Leben besser und ist ein klares Bekenntnis zu einer freien Welt – innerhalb und auch außerhalb des Internets.

Mehr erfahren:
I love Free Software Day – #IloveFS:
https://digitalcourage.de/blog/2020/i-love-free-software-day-ilovefs

3. Stellenausschreibung: Digitalcourage sucht Redakteur.in (m/w/d)

Wir suchen eine Mitarbeiter.in, der oder die brillant schreiben, freundlich redigieren und spannend teasern kann. Jemanden, der stets im Blick hat, dass unsere Webseite aktuell und attraktiv bleibt und wie wir die Reichweite für unsere Inhalte steigern können. Und als besondere Herausforderung: Das alles ohne Facebook, Instagram, Google Analytics & Co.

Der Umfang der Stelle ist 20-30 Stunden pro Woche (verhandelbar), Bezahlung angelehnt an TVöD 11. Der Arbeitsort ist in unserem Büro in Bielefeld.

Die detaillierte Ausschreibung finden Sie auf unserer Website:
https://digitalcourage.de/blog/2020/gesucht-redakteurin

4. Buchaktion: Die letzten 25 Dankeschön-Pakete

Seit Start unserer Buchaktion haben sich 225 Menschen dazu entschieden, unsere Arbeit zu unterstützen. Unser Ziel waren 250 neue Fördermitglieder. Jetzt sind wir fast da – es fehlen nur noch 25 Menschen, die mitmachen. Auf zur Ziellinie:

Die nächsten 25 couragierten Menschen, die Fördermitglied werden, können sich eines der letzten Dankeschön-Pakete aussuchen: 

Zum Mitmachen und Weitergeben: Noch 25 Plätze in unserer Buchaktion:
https://digitalcourage.de/mitglied

5.  #nichtmituns – bundesweite Großdemo, 15.02. Erfurt

Der 5. Februar 2020 markiert einen Tabubruch. CDU und FDP haben gemeinsam mit der extrem rechten AfD in Thüringen einen Ministerpräsidenten gewählt – allen vorherigen Versprechen zum Trotz. Auch nach Kemmerichs Zurückrudern ist klar: Die Brandmauer gegen die Faschist.innen hat einen tiefen Riss. Innerhalb von FDP und CDU gibt es die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der AfD.

Kein Pakt mit Faschist.innen – niemals und nirgendwo! Mitdemonstrieren und Weitersagen!

#unteilbar: bundesweite Großdemo, Samstag, 15.02., Erfurt 

https://www.unteilbar.org/nichtmituns/
https://twitter.com/Unteilbar_

**Anreise mit Bus und Bahn:**
Hier findet ihr alle Infos zu den Bussen und Bahnen und wo ihr Tickets kaufen könnt. Die Liste wird stetig aktualisiert und erweitert.
https://www.unteilbar.org/nichtmituns/

6. Rena Tangens bei Anhörung zum Wettbewerbsgesetz im BMWi

Am 18. Februar wird Rena Tangens an der Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur 10. Novelle des GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) teilnehmen. Sie wird im Namen der Initiative „Konzernmacht beschränken“ sprechen und für wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung der Marktmacht von Internetgiganten wie Google, Amazon und Facebook argumentieren.

Digitalcourage hat gemeinsam mit der Initiative „Konzernmacht beschränken“, dem Verband UnternehmensGrün, Oxfam und der Digitalen Gesellschaft den vorliegenden Referentenentwurf des Gesetzes kommentiert und klare Forderungen aufgestellt. Zum Beispiel: Es sollte eine rechtliche Grundlage für eine missbrauchsunabhängige Entflechtung von Konzernen geschaffen werden.

Die Gesetzesnovelle ist bisher leider nicht der große Wurf“, sagt Rena Tangens. „Die Internetgiganten können sich auch in Zukunft ungestraft weigern, kleineren Anbietern interoperable Datenformate und eine Übertragung von Daten in Echtzeit bereitzustellen. So wird es Verbraucher.innen quasi unmöglich gemacht, ohne Nachteile alternative Messenger-Dienste oder andere soziale Netzwerke zu verwenden.

Hintergrund: Wettbewerbsgesetz – Macht der Digitalkonzerne beschränken:
https://digitalcourage.de/blog/2020/kartellrecht-internetgiganten-zaehmen

Unsere ausführliche Kommentierung der 10. GWB-Novelle (pdf):
https://digitalcourage.de/sites/default/files/2020-02/Stellungnahme_GWB_Digitalisierungsgesetz-Initiative-Konzernmacht-beschraenken-Digitalcourage.pdf

7. Tech-Tipp: Online-Suche ohne Google

Unsere Arbeitsgruppe Digitale Selbstverteidigung diskutiert fortlaufend neue technische Entwicklungen. Über Änderungen und aktuellste Empfehlungen informieren wir ab jetzt in unserem Newsletter.

Zuletzt haben wir unsere Suchmaschinen-Tipps überarbeitet. Wir können zur Zeit nur noch eine Suchmaschine ohne Einschränkungen empfehlen können: MetaGer, die vom SUMA-EV in Hannover betrieben wird. Trotzdem raten wir weiterhin, auch andere Suchmaschinen zu befragen. Dann sollten Sie aber mit einem guten Werbeblocker wie uBlock Origin unterwegs sein, der auch vor Tracking schützt.

Es geht auch ohne Google – alternative Suchmaschinen:
https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/es-geht-auch-ohne-google-alternative-suchmaschinen

8. TV- und Shop-Tipp: Operation Rubikon

ZDF Frontal21 berichtet in der Sendung Operation Rubikon darüber, wie der BND und die CIA die Welt belauschten und bei Putschen, Morden und Folter geschwiegen haben.

Manipulierte Hard- und Software ist ein Kerngeschäft der Geheimdienste. Darum arbeiten wir gegen Staatstrojaner, gegen den Zugang zu Polizei-Netzwerken für Firmen wie Palantir, gegen den Ausbau des sogenannten Verfassungssschutzes und informieren über Möglichkeiten der digitalen Selbstverteidigung.

Frontal21: Operation Rubikon von Elmar Theveßen, Peter F. Müller und Ulrich Stoll:
https://www.zdf.de/politik/frontal-21/operation-rubikon-100.html

Unterstützungsbedarf: Aufkleber: NSA Monitored Device:
https://shop.digitalcourage.de/nsa-monitored-device-aufkleber.html

9. Termine

Macht der Digitalkonzerne, Umfragetool, Kinder-Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung — DIGITALCOURAGE

https://digitalcourage.de/newsletter/2020/gwb-kinder-vorratsdaten-umfragetool

Liebe Leute,

mit einer Kritik am neuen Wettbewerbsgesetz schieben wir die Debatte um die politische und ökonomische Macht von Digitalkonzernen weiter an. Danke an alle, die uns dabei unterstützen! Außerdem haben wir Infos für Eltern und Lehrkräfte zum Kinder-Datenschutz, eine Vorankündigung zu unserem Umfragetool, einen Technik-Tipp für Webschaffende und ein Update zur Vorratsdatenspeicherung.

Viel Freude beim Durchklicken wünscht das Team von Digitalcourage

PS: Wir freuen uns immer über neue Leser.innen! Gern den Newsletter von Digitalcourage weiter empfehlen:
https://digitalcourage.de/newsletter


Inhalt

  1. Wettbewerbsgesetz – Macht der Digitalkonzerne beschränken!
  2. Unsere Arbeit zum Datenschutz für Kinder
  3. EU-Datenschutztag: Ankündigung zum Umfragetool
  4. Technik-Tipp: Handbuch Ethical Web Dev
  5. Vorratsdatenspeicherung: keine Entwarnung
  6. Termine

1. Wettbewerbsgesetz – Macht der Digitalkonzerne beschränken!

„Wir stellen uns der Macht der Internet-Konzerne entgegen. Jetzt ist die Chance, etwas zu bewegen!“ Das haben wir Ende letzten Jahres angekündigt und um finanzielle Unterstützung gebeten. Jetzt ist es soweit. Die Bundesregierung will das Wettbewerbsrecht reformieren, um Google, Facebook und Co. an die Leine zu nehmen. Gute Idee, aber der Entwurf für eine Reform des Wettbewerbsrecht geht uns nicht weit genug. Gemeinsam mit der Initiative „Konzernmacht beschränken“, dem Verband UnternehmensGrün, Oxfam und Digitale Gesellschaft haben wir den Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums kritisiert. Gemeinsam wollen wir den politischen Prozess auch innerhalb der Bundesregierung beeinflussen.
Fest steht: Die Macht der sogenannten GAFAM-Konzerne ist zu groß – aber nicht unangreifbar.

Im Blog: Wettbewerbsgesetz – Macht der Digitalkonzerne beschränken:
https://digitalcourage.de/blog/2020/kartellrecht-internetgiganten-zaehmen

Vollständige Kommentierung (PDF):
https://digitalcourage.de/sites/default/files/2020-01/Kommentierung_Digitalisierungsgesetz.pdf


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2. Unsere Arbeit zum Datenschutz für Kinder

Wir möchten nicht, dass bereits Kinder zu gläsernen Menschen werden. Im Gegenteil: Wir wollen digital mündige Kinder, die ein Selbstbewusstsein für Privatsphäre und Datenschutz entwickeln. Weil Erwachsene dabei eine große Rolle spielen, helfen wir Schulen und Eltern beim Datenschutz für Kinder und Jugendliche und sorgen für Aufklärung.
In unserem neuen Blogartikel stellen wir ein paar unserer aktuellsten Info-Artikel zusammen, die sich auf den Schutz von Kinderdaten beziehen und leicht an Eltern und Lehrkräfte weitergegeben werden können:
Informationen zu Datenschutz an Schulen, inhaltliche Anknüpfungspunkte für den Unterricht, Machenschaften von Spielzeugherstellern, Aufklärung über die unethische, technische Überwachung von Kindern, und noch viel mehr… gern weitergeben an Eltern und Lehrer.innen!

Artikel: Unsere Arbeit zum Datenschutz für Kinder:
https://digitalcourage.de/blog/2020/unsere-arbeit-zum-datenschutz-fuer-kinder

3. EU-Datenschutztag: Ankündigung zum Umfragetool

Zum Europäischen Datenschutztag, am Dienstag 28. Januar 2019, bekommt unser datensparsames Umfragetool auf https://poll.digitalcourage.de/ einen Namen! Das ist höchste Zeit, denn aktuell laufen bei uns mehr als 11.000 Umfragen, aber ein richtiger Name fehlte bisher, obwohl uns viele Menschen danach gefragt haben.
Zum EU-Datenschutztag wollen wir mit dem Umfragetool exemplarisch sagen: Wer im Internet Dienste anbietet, sollte diese auf Datensparsamkeit und Datenschutz optimieren und nicht auf Bequemlichkeit oder Datensammelei.
Also: am Dienstag, 28. Januar 2019 auf https://poll.digitalcourage.de/ vorbei schauen und den neuen Namen erfahren.

Tipp: Um definitiv anonym zu bleiben, empfehlen wir die Nutzung mit dem Tor-Browser über das Tor-Netzwerk:
http://vopmm4275ay6igoc.onion/

4. Technik-Tipp: Handbuch Ethical Web Dev

Gute Nachrichten für alle, die Websites betreiben oder entwickeln! Unser EU-Dachverband European Digital Rights (EDRi) hat Tipps für technisch und ethisch saubere Websites veröffentlicht. Die englischsprachige Broschüre erklärt unter anderem, wie Datenlöcher und die Einbindung von Drittparteien vermieden werden können. Weitergeben! Wir bereiten eine deutsche Übersetzung vor, die in wenigen Wochen erscheinen wird.

Ethical Web Dev – Guide for ethical website development and maintenance (kostenloser Download):
https://edri.org/ethical-web-dev/

5. Vorratsdatenspeicherung: keine Entwarnung

In einer aktuellen Veröffentlichung hält die EU-Generalanwaltschaft die Vorratsdatenspeicherung in drei EU-Ländern für rechtswidrig. Entwarnung vor Überwachungsplänen bedeutet das aber bei weitem nicht, weil Spielräume offen gehalten werden, die die überwachungsgierigen Regierungen ausnutzen werden.
Zu dem Schluss kommen wir, wenn wir beispielsweise den Briefwechsel des schwedischen Innenministers mit der EU-Kommissarin Johansson ansehen. Mit einer Transparenzanfrage haben wir die Dokumente öffentlich gemacht und auf unserer Seite kommentiert.

Artikel: Vorratsdatenspeicherung: keine Entwarnung:
https://digitalcourage.de/blog/2020/vorratsdatenspeicherung-eugh-generalanwalt

Artikel: Kippt die EU-Kommission?
https://digitalcourage.de/blog/2020/vorratsdatenspeicherung-kippt-die-eu-kommission

6. Termine

 

Start in 2020: Transparenz-Klage, Vorträge online, Petition zu Patientendaten … digitalcourage

Newsletter: Transparenz-Klage, 36c3-Vorträge online, Petition zu Patientendaten …

Lieber Unterstützerinnen und Unterstützer,

herzlich willkommen im Jahr 2020! Wir wünschen Dir Gesundheit, Frieden, Freiheit und alles Gute! Wir haben uns viel vorgenommen: Gesetze mitgestalten, die Verbraucherrechte gegen Internetkonzerne stärken; mehr Dienste mit Alternativen zu Google-Software anbieten; Noch mehr Menschen sollen verstehen, was der Unterschied zwischen Sicherheit und #Sicherheitstheater ist; Außerdem werden wir unsere Verfassungsbeschwerden – inzwischen sind es drei! – weiter begleiten. 2020 ist auch ein Jubiläumsjahr: Wir verleihen zum zwanzigsten Mal die BigBrotherAwards!

Mit Vorfreude und mit herzlichen Grüßen
Rena Tangens und das Team von ▶Digitalcourage

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Inhalt

1.  Vorratsdatenspeicherung: Wir klagen für mehr Transparenz
2.  Vorträge online: Sicherheitstheater & Vorratsdatenspeicherung
3.  Buchaktion verlängert
4.  Bundestags-Petition zu Patientendaten
5.  Dieses Jahr kein Aktivcongress
6.  Termine
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1.  Vorratsdatenspeicherung: Wir klagen für mehr Transparenz

Im Dezember 2018 haben wir beim Bundesinnenministerium Dokumente zu den EU-Plänen für eine neue Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten angefordert. Acht Monate später haben wir mehrere Dokumente erhalten. Allerdings wurden diese umfassend geschwärzt, so dass wir keinen Einblick in die aktuelle Position der Bundesregierung zum Thema erhalten konnten. Die Herausgabe von Drahtberichten, also Korrespondenz zwischen unterschiedlichen beteiligten Stellen, wurde sogar komplett verweigert.
Das lassen wir uns nicht gefallen. Denn wir sind der Meinung, dass Bürgerinnen und Bürger in einer Demokratie das Recht haben, staatliches Handeln zu kontrollieren – dazu gehört eine transparente Verwaltung.

Um diese Position durchzusetzen, haben wir eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin eingereicht. Wann das Gericht entscheiden wird, hängt unter anderem vom Verhalten des Innenministeriums ab – wir rechnen mit mehreren Monaten und freuen uns über finanzielle Unterstützung für das Verfahren.

Klageschrift als PDF:
https://digitalcourage.de/sites/default/files/2020-01/Klageschrift-VDS-Dokumente-Digitalcourage-BMI.pdf

Mehr dazu im Vortrag: „Achtung Vorratsdatenspeicherung: Es wird ernst.“
https://media.ccc.de/v/36c3-114-achtung-vorratsdatenspeicherung-es-wird-ernst

2.  Vorträge online: Sicherheitstheater & Vorratsdatenspeicherung

Auf dem 36. Chaos Communication Congress haben zwei Digitalcourage-Teammitglieder Vorträge gehalten. Beide Talks können jetzt online angeschaut werden. Unsere Vorstände Rena Tangens und padeluun waren außerdem live auf dem 36C3 in der heiseshow zu Gast und sprachen über „Die 2010er enden – was bleibt, was kommt?“. Auch dieses Video ist online.

Achtung Vorratsdatenspeicherung: Es wird ernst
https://media.ccc.de/v/36c3-114-achtung-vorratsdatenspeicherung-es-wird-ernst
Aus Sicherheitsgründen muss das Grundgesetz leider abgeschafft werden – Schluss mit dem Sicherheitstheater!
https://media.ccc.de/v/36c3-99-aus-sicherheitsgrnden-muss-das-grundgesetz-leider-abgeschafft-werden-schluss-mit-dem-sicherheitstheater

Friedemann Ebelt im Deutschlandfunk:
https://www.deutschlandfunk.de/36c3-vorratsdatenspeicherung-datenschuetzer-befuerchten.684.de.html?dram:article_id=466765
#heiseshow live vom 36C3 mit Rena Tangens und padeluun:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/heiseshow-live-vom-36C3-Die-2010er-enden-was-bleibt-was-kommt-4624095.html

3.  Buchaktion verlängert

Seit Anfang Dezember haben wir 164 neue Mitglieder. Damit unterstützen uns schon 2623 Menschen dauerhaft. Riesigen Dank an alle, die dabei sind – ob ganz frisch oder schon seit Jahren! Unser Jahresziel für 2019 haben wir damit leider noch nicht erreicht. Wir sind regelmäßig unterfinanziert und müssen um Spenden bitten. Deshalb haben wir unsere Buch-Aktion bis 31. Januar 2020 verlängert:
https://digitalcourage.de/blog/2019/buch-aktion-snowden-grm-digitale-ethik

Grundrechte stärken – Werde jetzt Fördermitglied und such dir ein Buch als Willkommensgeschenk aus!

Fördermitgliedschaften sind besonders wichtig für uns, weil sie uns unabhängig machen und wir gut planen können. Außerdem gibt uns jedes neue Mitglied mehr Gewicht: Jede Person, die hinter uns steht, ist ein Argument, das wir Politikerinnen und Unternehmern, die persönliche Daten missbrauchen, entgegenhalten können!

4.  Bundestags-Petition zu Patientendaten

Es ist großartig, wenn Menschen sich organisieren und für etwas einsetzen. Eine aktuelle Petition auf der offiziellen Petitionsseite des Bundestags will Patientendaten schützen:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2019/_09/_02/Petition_98780.html
Wir unterstützen diese Petition nicht – und werden häufig nach dem Grund gefragt. Hier ist die Antwort.

Unserer Einschätzung nach ist die Kritik in der Petition verkürzt und leicht zu entkräften. In der Begründung der Petition heißt es: „Sämtliche Diagnosen und Patientendaten aller gesetzlich Versicherten sollen in elektronischen Patientenakten (ePA) auf zentralen Servern privater Betreiber außerhalb der Praxen gespeichert werden.“ Deshalb wird in der Petition unter anderem gefordert: „[…] die Nutzung der ePA für Ärzte und Patienten [muss] freiwillig sein“. Derzeit steht in keinem Gesetz, die Nutzung der elektronischen Patientenakte sei verpflichtend. Gesundheitsminister Spahn meint auch, die Nutzung sei freiwillig. Wir sollten darauf beharren, dass es in der Praxis genau so ist.
Wir sind der Ansicht, dass es bei der Verdatung von Patient.innen sowieso genug zu kritisieren gibt. Etwas anzugreifen, das gar nicht geplant ist, halten wir für einen strategischen Fehler. Deshalb unterstützen wir diese konkrete Petition nicht.

5.  Dieses Jahr kein Aktivcongress

Schweren Herzens haben wir uns entschieden, den Aktivcongress am 31.1.–2.2.2020 im Bunten Haus für dieses Jahr abzusagen. Aus verschiedenen Gründen hatten wir in den letzten Monaten schlicht nicht genug Zeit, den Aktivcongress so gut vorzubereiten, dass es eine so produktive Veranstaltung werden kann, wie wir uns das wünschen. Und wenn wir eine Sache machen, wollen wir sie auch gut machen.

Deshalb wollen wir uns in den kommenden Monaten auf unsere inhaltliche Arbeit fokussieren, laufende und neue Projekte vorantreiben. Es tut uns leid für alle, die sich das Wochenende schon freigehalten und auf den Aktivcongress gefreut haben.

6.  Termine