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Zum letzten Mal — foodwatch

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Heute ist der Tag gekommen, an dem ich mich von Ihnen verabschieden möchte. Zwanzig Jahre foodwatch liegen seit der Gründung hinter mir. Jetzt ist es Zeit, einer jüngeren Führungsriege Platz zu machen. Worauf ich stolz bin, aber auch welchen Fehler ich gemacht habe und warum foodwatch keine Einkaufsberatung ist – darüber erzähle ich Ihnen in unserem Video, das Ihnen einen Einblick in meine Erfahrungen gibt:

Video über meine foodwatch-Zeit

Hallo
In diesen Tagen frage ich mich oft: War foodwatch erfolgreich?

Einerseits: Ja, denn wir haben die Verbraucher:innen vor zahlreichen Gefahren geschützt (Dioxin, Lebensmittelzusatzstoffe, unausgewogene Lebensmittel, Werbelügen) und wichtige Debatten angestoßen, zum Beispiel über die untauglichen Pläne für eine Reform der Landwirtschaft. Andererseits: Nein, weil wir den Agrar-und Lebensmittelmarkt nicht grundsätzlich verändert haben. Nach wie vor gibt es keine verpflichtende Lebensmittelampel, für die wir seit 15 (!) Jahren streiten. Es gibt keine ausreichende Transparenz über Lieferketten. Und neuartige Handelsverträge wie das CETA-Abkommen mit Kanada bedrohen Verbraucher- und Gesundheitsschutz-Standards.

Ein wenig stolz bin ich, dass es uns gelungen ist, foodwatch zu einer internationalen Organisation zu machen. Unternehmen und Regierungen nehmen uns ernst. Schon unsere Präsenz verhindert so manche negative Entwicklung. Das, was wir erreicht haben, verdanke ich meinem großartigen Team, aber ohne den Rückhalt von Ihnen, liebe Interessent:innen, die unseren Weg begleitet, unterstützt, aber auch kritisch kommentiert haben, wäre dies nicht möglich gewesen. Allein durch Ihre Präsenz machen Sie uns Mut und motivieren Sie uns. Sie verleihen uns auch die notwendige politische Legitimation, kompromisslos für Verbraucherrechte im Lebensmittelmarkt zu streiten. Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen.

Ich bin sehr froh, dass ich die Verantwortung jetzt an meine Nachfolger, Jörg Rohwedder, Direktor von foodwatch International, und Dr. Chris Methmann, neuer Direktor von foodwatch Deutschland übergeben kann.

Jörg Rohwedder ist seit vielen Jahren in verschiedenen politischen Organisationen aktiv, unter anderem war er Campaigner bei der Online-Plattform WeMove Europe und Geschäftsführer der Bewegungsstiftung. Zuletzt arbeitete der 54-jährige im Geschäftsführungsteam von LobbyControl.

Dr. Chris Methmann engagiert sich ebenfalls schon seit langem in der globalisierungskritischen und Umweltbewegung. Bevor er zu foodwatch kam, setzte er sich als Kampagnendirektor bei der Bürgerbewegung Campact für den sozialen, ökologischen und demokratischen Fortschritt ein.

Ich bin überzeugt, beide werden – zusammen mit allen foodwatch-Büros – die Organisation noch stärker machen und eine europäische Verbraucherrechtsorganisation aufbauen, die uns dem Ziel eines sozial gerechten, ökologischen, transparenten und der Gesundheit förderlichen Ernährungssystems näher bringt.

Video über 20 Jahre foodwatch

Bitte bleiben Sie foodwatch und der neuen Führung gewogen! Wir brauchen Sie! Ich habe es selbst erfahren: Es lohnt sich zu kämpfen, auch für kleine Fortschritte!


Mit meinen herzlichen Grüßen und besten Wünschen für Sie
Ihr
Thilo Bode

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Nutella mit Mineralöl — foodwatch

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Mehrere Lebensmittelriesen haben ein Problem: Ihre Produkte sind teilweise mit Mineralöl verseucht. Das zeigt eine aktuelle foodwatch-Analyse. Die Giftstoffe können Krebs erregen und das Erbgut schädigen – und landen trotzdem auf unserem Teller. Nun versucht sich die Industrie aus der Verantwortung zu stehlen. Wir fordern daher vom neuen Bundesernährungsminister Cem Özdemir und seinen EU-Kolleg:innen: Null Toleranz bei Mineralöl!

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Hallo l,
keine Rückrufe, keine Einsicht: Lebensmittel enthalten krebsverdächtiges Mineralöl und doch weigern sich Hersteller wie Unilever, Ferrero und Alnatura, ihre Produkte zurückzurufen. Im Gegenteil: Sie machen deutlich, dass sie die Verantwortung für das Problem nicht bei sich sehen.

Es wird klar: Solang es kein Gesetz gibt, das Mineralöle aus unseren Lebensmitteln verbannt, werden belastete Produkte immer wieder auf unseren Tellern landen. Deswegen brauchen wir endlich eine Null-Toleranz-Regelung für die besonders gefährlichen aromatischen Mineralöle (MOAH). Der neue Bundesernährungsminister Cem Özdemir muss sich jetzt auf EU-Ebene dafür einsetzen, dass ein Gesetzentwurf mit strengen Grenzwerten auf den Weg gebracht wird. Dafür brauchen wir Ihre Stimme: Fordern Sie Herrn Özdemir auf, sich nicht von der Industrie in die Irre führen zu lassen, sondern sich für sichere Lebensmittel einzusetzen!

Hier unterschreiben! 

Auch der Lebensmittelgigant Unilever hat auf unsere Testergebnisse reagiert – und lässt uns sprachlos zurück. Zwei renommierte Labore haben ihn verschiedenen Knorr-Produkten eine sehr hohe Belastung mit Mineralöl nachgewiesen. Und doch ruft das Unternehmen die belasteten Brühwürfel nicht zurück. Stattdessen verweist der Konzern auf eine „Grundbelastung“ in den Produktionsabläufen, die es quasi unmöglich machen würden, „saubere“ Produkte auf den Markt zu bringen. Das ist eine faule Ausrede, die auf Kosten der Gesundheit von uns Konsument:innen geht!

Denn Mineralölverunreinigungen sind vermeidbar. Viele Unternehmen schaffen es bereits, saubere Produkte anzubieten. Das zeigen unsere Testergebnisse. Umso schlimmer, dass Unilever, der weltweit größte Lebensmittelhersteller, das Problem immer noch nicht im Griff hat – oder, noch schlimmer, mögliche Gesundheitsschäden billigend in Kauf nimmt.

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Vielen Dank und herzliche GrüßeSaskia Reinbeck


P.S.: Sogar der Lebensmittelverband versucht, die besorgniserregenden Ergebnisse zu relativieren. Die Behauptung: Mineralöle könnten gar nicht so gefährlich sein, schließlich gäbe es keine gesetzlichen Grenzwerte. Eine dreiste Verdrehung der Tatsachen, denn genau andersrum wird ein Schuh draus:
Obwohl Mineralöle zweifelsfrei gefährlich für unsere Gesundheit sind, gibt es noch immer keine Null-Toleranz-Grenze in Lebensmitteln. Das muss ich ändern:
Unterschreiben Sie unsere Petition und verbannen Sie Mineralöl aus den Supermarktregalen!

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Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
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foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg, Geschäftsführer sind Dr. Chris Methmann und Jörg Rohwedder.

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Alarmierende Testergebnisse — foodwatch

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Unilever, Ferrero und Zentis – drei der größten Lebensmittelhersteller in Deutschland haben ein Problem: In ihrem Sortiment haben wir Produkte mit potentiell krebserregendem Mineralöl gefunden. Ein absoluter Skandal, denn Mineralöl hat in Lebensmitteln nichts zu suchen! Besonders besorgniserregend: Auch Produkte aus anderen EU-Staaten sind belastet. Wir fordern daher umgehend von der Europäischen Kommission, den Mitgliedsstaaten und vom neuen Bundesernährungsminister Cem Özdemir eine strikte Null-Toleranz-Grenze: Mineralöl darf nicht in unserem Essen landen!

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Hallo
Ja, wir haben es wieder getan: Lebensmittel auf Mineralöl getestet. Und ja, wir haben erneut Rückstände des gefährlichen Schadstoffes gefunden. Die von foodwatch beauftragten Analysen zweier unabhängiger Labore belegen, dass zahlreiche Lebensmittel mit aromatischen Mineralölen (MOAH) verunreinigt sind. Ein Schadstoff, der als krebserregend und erbgutschädigend gilt. Betroffen sind in Deutschland die Knorr-Produkte „Fette Brühe“ und „Bratensaft Basis“, sowie die Schokocreme „Nusspli“ von Zentis. Sogar in einer Produktcharge von „Nutella“ haben wir Mineralöl gefunden. Diese Produkte müssen sofort von den Herstellern zurückgerufen werden! Weitere Kontaminationen müssen durch einen strikten EU-weiten Grenzwert verhindert werden. Unterstützen Sie unsere Protestaktion und verbannen Sie krebserregendes Mineralöl aus unserem Essen!

Hier unterschreiben! 

Nicht nur deutsche Produkte sind betroffen: Auch in Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Österreich sind zahlreiche Lebensmittel mit Mineralöl verunreinigt. Allen voran Knorr Brühwürfel von Unilever, welche extrem hoch belastet sind. Eigentlich schreibt das EU-Lebensmittelrecht klar vor, dass „Lebensmittel, die nicht sicher sind“, gar nicht verkauft werden dürften. Und die deutsche Lebensmittelindustrie hat sich sogar gegenüber den Aufsichtsbehörden verpflichtet, zahlreiche Produkte frei von Mineralölrückständen zu halten. Dennoch zeigt unser Test bereits zum dritten Mal: Es gibt immer noch Hersteller, die ein gefährliches Qualitätssicherungsproblem haben. Deswegen fordern wir eine gesetzliche Null-Toleranz Grenze für die schädlichen aromatischen Mineralöle, damit Lebensmittelfirmen alles tun um Mineralölbelastungen in ihren Produkten zu vermeiden! Machen Sie mit und setzen Sie sich ein für sichere Lebensmittel ohne Mineralöl!

Jetzt mitmachen! 

Mineralölverunreinigungen sind vermeidbar. Viele Unternehmen schaffen es bereits, saubere Produkte anzubieten. Umso schlimmer, dass andere Hersteller offenbar das Problem immer noch nicht im Griff haben. Aber wie gelangt Mineralöl überhaupt in unsere Lebensmittel? Eintragswege gibt es viele: Neben Verunreinigungen durch Maschinen und Verfahren bei Ernte und Verarbeitung können die krebserregenden Substanzen beispielsweise auch über die Verpackung in unsere Lebensmittel gelangen. Deshalb muss EU-weit eine Nulltoleranz für aromatische Mineralöle gesetzlich vorgeschrieben werden. Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten müssen endlich handeln, dafür brauchen wir Ihre Unterstützung!

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Vielen Dank und herzliche GrüßeSaskia Reinbeck
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Goldener Windbeutel 2021 – jetzt abstimmen — foodwatch

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Klima, Umwelt, Gesundheit – das sind DIE Themen, die viele Menschen bewegen. Das hat auch die Lebensmittelindustrie erkannt: Sie verpasst selbst solchen Produkten einen „grünen“ Anstrich, die der Umwelt und Gesundheit schaden, statt sie zu schützen. foodwatch hat 5 Produkte aufgedeckt, die besonders schamlos die guten Absichten von Verbraucher:innen ausnutzen – und wir brauchen jetzt ihre Hilfe: Stimmen Sie ab – was ist die dreisteste Werbelüge? Mit der Abstimmung zum „Goldenen Windbeutel“ machen wir der Industrie klar, dass sie mit dieser dreisten Masche nicht länger durchkommen wird!

ZU DEN KANDIDATEN!

Hallo s
wer kennt sie nicht: Produkte, die versprechen, „klimaneutral“ zu sein, „ohne Plastik“ auszukommen oder reich an „Vitaminen“ zu sein. Tatsächlich halten viele dieser Werbungen ihr Versprechen nicht. Im Gegenteil: Manche schaden sogar dem Klima oder der Gesundheit! Für den Goldenen Windbeutel, den foodwatch-Negativpreis für die dreisteste Werbelüge des Jahres, haben wir die Produkte entlarvt, die besonders schamlos so tun, als wären sie klimafreundlich, umweltgerecht oder gesund. Schnell war klar: Der Teufel steckt im Detail. Nur dank akribischer Recherche zusammen mit unabhängigen Expert:innen konnten wir für unsere 5 Kandidaten das ganze Ausmaß der Täuschungen aufdecken. Jetzt entscheiden Sie als Verbraucher:innen wer den Goldenen Windbeutel am meisten verdient! Der Gewinner bekommt nach Wahlende im Dezember von uns Besuch und erhält persönlich die wohl unbeliebteste Trophäe der Lebensmittelindustrie.

Schauen auch Sie nicht länger zu, wie uns die Ernährungsindustrie Werbelügen auftischt: Geben Sie gleich jetzt ihre Stimme ab und zeigen Sie dem immer dreisteren Greenwashing der Industrie die Rote Karte! Jede Stimme zählt!

JA – ICH BIN DABEI!

Der Goldene Windbeutel hat Signalwirkung – das ist aus über zehn Jahren Kampf gegen Verbrauchertäuschung klar geworden. Und viele Unternehmen mussten einlenken: So wurden einige der Windbeutel-Produkte vom Markt genommen, wie z. B. der überzuckerte Früchte Tee von Hipp. Andere haben komplett überarbeitete Rezepturen erhalten, wie die Kindertomatensoße von Zwergenwiese. Der Grünländer Käse von Hochland, der Gewinner des Windbeutels 2020, wirbt auf der Verpackung nun nicht mehr mit irreführenden Tierschutz-Versprechen. Sie sehen: Diesen Preis fürchten die Konzerne – und er ist umso wirksamer, je mehr Leute sich an der Wahl beteiligen. Bitte stimmen Sie gleich jetzt ab!

JETZT ABSTIMMEN!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Mit freundlichen Grüßen
Ihr Manuel Wiemann
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foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.

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!!!!! — Die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge — foodwatch

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Ceta Kanada Europa
Hallo
an manchen Kampagnen-Themen beißen wir uns buchstäblich die Zähne aus, wie z.B. am Handelsabkommen CETA mit Kanada. Ein Abkommen, das EIGENTLICH genauso viele Menschen auf die Straße treiben müsste wie vor einigen Jahren das TTIP-Abkommen mit den USA. Das passiert aber nicht. Vergeblich weisen wir seit langem auf die undemokratischen Entscheidungskompetenzen der ständigen Ausschüsse dieses Abkommens hin – doch der öffentliche Protest bleibt aus!

Warum?
 Der „internationale Freihandel“ ist eine „heilige Kuh“ der Wirtschaftswissenschaft. Wer den Freihandel kritisiert, gilt als unverbesserlicher Globalisierungsgegner, der unseren Wohlstand gefährdet. 

Es interessiert die Wirtschaftswissenschaften offenbar nicht, dass Freihandelsabkommen wie CETA unserer Demokratie schaden können. Und deshalb sind die Ausschüsse von CETA auch in den etablierten Medien kein Thema – mit einer dramatischen Folge: Es unterbleibt eine öffentliche Diskussion darüber!

Diese einseitige Beurteilung der Handelsverträge muss aufhören.

Die Wissenschaft muss endlich ihre Scheuklappen ablegen! Helfen Sie uns dabei und unterstützen Sie uns als Mitglied von foodwatch.

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Eine foodwatch Recherche der Veröffentlichungen der sechs führenden wirtschaftswissenschaftlichen Institute

Institut für Weltwirtschaft, IfW (Präsident: Gabriel Felbermayer, bis 30.9.21)Institut für Wirtschaftsforschung, IfO (Präsident: Clemens Fuest)Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, DIW (Präsident: Marcel Fratzscher)Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, IWH (Präsident: Reint E. Gropp)Institut der deutschen Wirtschaft, IW (Präsident: Michael Hüther)Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, RWI (Präsident: Christoph M. Schmidt)
ergab: 

Kritik an den undemokratischen Ausschüssen von CETA ist nicht existent.
Wie ist das möglich?
Diese Ausschüsse, denen wohlgemerkt nur Beamte und keine demokratisch gewählten Parlamentarier angehören, können das Abkommen verändern, auch wenn es schon in Kraft getreten ist. !!

Sie können sogar das Niveau im Verbraucher- und Gesundheitsschutz festlegen, etwa die Standards von Hygiene-Kontrollen beim Import von Fleisch oder bei Sicherheitsanforderungen von Pflanzenschutzmitteln. 
                                                                                                                                                                      
Der Skandal dabei:

Die Ausschüsse können Beschlüsse ohne parlamentarische Kontrolle fassen

Sie beraten unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Detaillierte Protokolle der Beratungen sind nicht zugänglich

Das Europäische Parlament kann diese Beschlüsse nicht rückgängig machen

Auch EU-Kommission und EU-Ministerrat können einmal gefasste Beschlüsse nicht einseitig ändern, ohne Gefahr zu laufen, Völkerrecht zu brechen.
Es darf nicht sein, dass unter dem Deckmantel des Freihandels unsere demokratischen Rechte eingeschränkt werden! Helfen Sie uns bitte dabei, indem Sie Mitglied von foodwatch werden und stärken Sie damit die Demokratie.
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Von den wirtschaftswissenschaftlichen Instituten dürfen wir das nicht erhoffen. Diese schwelgen in völliger Verblendung: CETA ist „ein modernes Abkommen“. Wie kein anderes berücksichtige es „die Ängste und Befürchtungen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen“, so Gabriel Felbermayer, Ex-Präsident des Weltwirtschaftsinstitutes in Kiel.

Die Aussage von Gabriel Felbermayer illustriert das platte Wachstumsverständnis der Wirtschaftswissenschaftler:innen.
Eine verantwortungsbewusste Wissenschaft muss jedoch auch Nachteile von CETA zur Kenntnis nehmen. Dazu gehören mögliche Wohlstandsverluste im Gesundheits-, Verbraucher- und Umweltschutz aufgrund unzureichender demokratischer Kontrollen.

Das Unfassbare daran:

Wir Steuerzahlende geben jährlich rund 50 Millionen Euro aus, um die Arbeit dieser Institute zu finanzieren. Und was ist das Ergebnis? Wenn es darauf ankommt, lassen sie uns Verbraucher:innen im Regen stehen und ignorieren fundierte und wissenschaftlich begründete Kritik.

Eine schriftlich Anfrage von foodwatch an alle Institute mit der Bitte um ein Gespräch war erfolglos: Kein einziges Institut war gesprächsbereit!

Liebe foodwatch Interessierte, die Konsequenz dieser bornierten Wissenschaft:
Für Konzerne ist CETA ein Paradies: Regulierungen werden in Hinterzimmern festgelegt, die lästigen Parlamente bleiben außen vor!

Für foodwatch jedoch liegt hier eine staatlich subventionierte Förderung von Konzern-Interessen, verkleidet als neutrale Wissenschaft, vor.

Unterstützen Sie uns dabei, diesen Missstand öffentlich zu machen und dagegen anzugehen – werden Sie Mitglied von foodwatch!
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Thilo Bode Foto Vielen Dank für Ihre Unterstützung
und herzliche Grüße

Thilo Bode
Gründer und Geschäftsführer von foodwatch

Weiterführende Informationen und Quellen:

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Deutsche Lebensmittelbehörden im Sommerschlaf — foodwatch

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Guten Tag
können Sie sich vorstellen, dass Ihnen hier in Deutschland Eiscreme verkauft wird, die einen Stoff enthält, der krebserregend ist? Und das auch noch, obwohl die Behörden und Unternehmen diese Gefahr kennen und es ganz einfach verhindern könnten? Nein? In diesem Fall müssen wir Sie enttäuschen, denn genau das ist diesen Sommer passiert.

Wenn Sie auch finden, dass so etwas nicht passieren darf, dann kämpfen Sie mit uns zusammen gegen diesen Missstand an und werden Sie
Fördermitglied von foodwatch.

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Es gab Rückrufe in vielen Ländern…

Anfang Juni stellten Behörden fest, dass große Mengen eines weit verbreiteten Zusatzstoffs die krebserregende Substanz Ethylenoxid enthalten. Nach einigen Tagen gab es die ersten öffentlichen Rückrufe. Einige Tage später erfolgten die Rückrufe dann in ganz großem Stil. Tausende Produkte wie Eiscremes von Snickers und Milka sind zurückgerufen worden. Aber wo? Hier in Deutschland? Nein – in Frankreich. Und in Rumänien – und in Slowenien.

Und hier? Fehlanzeige!

Auch drei Wochen nach der Einigung der EU-Staaten, dass alle betroffenen Produkte zurückgerufen werden, und nachdem Frankreichs Rückrufwelle bereits in vollem Umfang angelaufen war,…

passierte in Deutschland – nichts!

Die kontaminierten Produkte, vor denen anderswo öffentlich gewarnt wurde, wurden in Deutschland einfach weiterverkauft – und aufgegessen.

So etwas dürfen wir den Verantwortlichen nicht durchgehen lassen. Unterstützen Sie uns dabei, so etwas in Zukunft zu verhindern, werden Sie
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foodwatch ist aktiv geworden und hat Mars konfrontiert
Sie werden zu Recht fragen, wie so etwas möglich ist. Wieso sind die Behörden untätig geblieben? Wieso haben die Lebensmittelhersteller nicht von sich aus die Produkte aus den Regalen geräumt? Wieso sind die Verbraucher:innen in anderen Ländern geschützt worden, aber nicht in Deutschland? Das haben wir uns auch gefragt – haben recherchiert, sind aktiv geworden und haben betroffene Produkte aufgedeckt.
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© foodwatch

Wir haben eine Petition an die Verbraucherschutzminister:innen der Länder verfasst, an der sich mehr als 55.000 Verbraucher:innen beteiligt haben. Und wir haben in akribischer Detektivarbeit herausgefunden, dass unsere Vermutung stimmte: dass in Deutschland die gleichen Produkte
– und zwar wirklich genau die gleichen – weiter verkauft wurden, die in Rumänien oder Schweden bereits öffentlich zurückgerufen worden waren. Wir waren fassungslos. Snickers Ice Cream von Mars sogar mit derselben Chargen-Nummer! Nachdem wir den Hersteller Mars mit dieser Tatsache konfrontiert haben, gaben sie zu, dass sich tatsächlich Ethylenoxid in den Produkten befindet.
Trotzdem weigerten sie sich, die Produkte zurückzurufen und behaupteten, sie seien sicher.

Erst später – viel zu spät, nämlich nach unserer Petition und unserer öffentlichen Kritik – kam Bewegung in die Angelegenheit: Am 10. August 2021 hat sich der Mars-Konzern dem Druck gebeugt und die mit dem krebserregenden Ethylenoxid belastete Eiscreme endlich auch in Deutschland zurück gerufen.

Fördermitglied bei foodwatch,

Ein Erfolg mit bitterem NachgeschmackZu diesem Erfolg haben alle beigetragen, die an der Petition teilgenommen haben und die uns als Fördermitglieder unterstützen. Deshalb werden auch Sie jetzt damit wir auch in Zukunft den Verantwortlichen auf die Finger schauen und sie zum Handeln bewegen können.
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Doch leider will uns die Freude über diesen Erfolg nicht so recht gelingen. Denn was wird dadurch denn eigentlich deutlich? Wenn wir keine Petition an die Verbraucherminister:innen der Länder gestartet hätten und wenn wir Mars nicht öffentlich angegriffen und auf seine Versäumnisse hingewiesen hätten, wäre höchstwahrscheinlich gar nichts passiert. Kaum jemand hätte davon erfahren und die allermeisten hätten weiter die Eiscreme mit krebsgefährlichen Zutaten gegessen.

Und das Empörendste: Noch immer fehlen öffentliche Rückrufe von anderen Herstellern, deren Produkte in anderen Ländern längst aus dem Verkehr gezogen wurden. Doch in Deutschland werden die Verbraucher:innen nach wie vor von Herstellern und Behörden im Stich gelassen.

Einmal mehr wurde deutlich: Wenn es um die Sicherheit unserer Lebensmittel geht, können wir uns nicht einfach so auf die staatlichen Behörden oder auf die Unternehmen verlassen. Die Verbraucher:innen werden – ausgerechnet, wenn es um den Schutz ihrer Gesundheit geht – immer wieder allein gelassen. Deshalb gibt es nur eine Möglichkeit: Wir Verbraucher:innen müssen uns zusammenschließen und uns unsere eigene Lobby schaffen. Deshalb gibt es foodwatch. Und deshalb würden wir uns freuen, wenn Sie uns unterstützen.

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" " Danke für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße

Andreas Winkler 
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
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EU-Dauerwerbesendung — foodwatch

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In Deutschland dreht sich aktuell alles um die Koalitionsbildung der neuen Bundesregierung, und auch wir gucken gespannt nach Berlin. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die neue Bundesregierung die Rechte von uns Verbraucher:innen stärkt! Doch es gibt noch andere Themen, die zwar weniger im öffentlichen Fokus stehen – bei denen aber nichtsdestoweniger dringender Handlungsbedarf besteht: Das unverfrorene Unternehmens-Sponsoring in der EU zum Beispiel. Frankreich übernimmt bald den nächsten Turnus der EU-Ratspräsidentschaft – und hat sich noch nicht klar gegen ein Unternehmens-Sponsoring seiner Präsidentschaft ausgesprochen.
Das wollen wir ändern! Denn wir finden es skandalös, dass sich der Vorsitz eines europäischen Spitzenorgans von Unternehmen sponsern lassen kann.
Deswegen fordern wir vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron ein klares „Nein“ zum EU-Sponsoring! Helfen Sie uns und unterzeichnen Sie unsere Protestaktion!

Hier mitmachen! 

Hallo und guten Tag

von Coca-Cola bis Audi: das Sponsoring der EU-Ratspräsidentschaft durch Großkonzerne ist mittlerweile die Norm. Wir haben mit Ihrer Unterstützung immer wieder dagegen protestiert und die Mitgliedstaaten aufgefordert, Sponsoring-Partnerschaften abzulehnen. Herzlichen Dank für Ihr Engagement! Einen ersten kleinen Erfolg können wir verzeichnen: Deutschland verzichtete vergangenes Jahr auf Sponsoring-Verträge.

Anfang 2022 wird Frankreich den Vorsitz im Rat der EU übernehmen. Unsere Forderung: Die französische Regierung muss dem deutschen Vorbild folgen. Bis jetzt hat Frankreich noch keine Sponsoring-Verträge angekündigt, und wir wollen dafür sorgen, dass auch keine unterschrieben werden! Präsident Macron muss sich klar gegen Sponsoring-Partnerschaften entscheiden, um die Glaubwürdigkeit der EU zu bewahren. Wenn man sich die Bedeutung der Ratspräsidentschaft klar macht, erkennt man, warum das EU-Sponsoring schlichtweg inakzeptabel ist. Der Rat der Europäischen Union ist eine der mächtigsten Institutionen in der EU. Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union rotiert unter den 27 EU-Mitgliedstaaten im Halbjahres-Rhythmus und zusammen entscheiden sie über wichtige Zukunftsfragen unseres Kontinents – vom Klimaschutz über Landwirtschaft bis hin zu Gesundheitspolitik. Da hat der Einfluss großer Konzerne nichts verloren.

Wir finden: Selbst der Eindruck eines Interessenkonflikts schadet dem Vertrauen der europäischen Bürger:innen in die EU.

Jetzt unterzeichnen! 

Damit unser Protest europaweit zu hören ist, beteiligen sich nicht nur die foodwatch-Büros in den Niederlanden und Frankreich an der Aktion, sondern auch die lobbykritische Brüsseler Organisation „Corporate Europe Observatory“ sowie „Observatoires des Multinationales“, eine Online-Plattform in Paris, die zur Übermacht von Unternehmen arbeitet.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung
und herzliche Grüße

Andreas Winkler
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Musterklage der Gastro-Lobby gescheitert — foodwatch

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Schimmel, Mäusebefall oder verdreckte Maschinen – immer wieder gibt es ekelerregende Zustände und Skandale in Lebensmittelbetrieben. Doch viel zu oft bleibt das geheim, denn die amtlichen Kontrollberichte lagern in den Schränken der Behörden. Um das zu ändern, haben wir die Verbraucherplattform „Topf Secret“ gestartet. Mit wenigen Klicks können auch Sie die Ergebnisse von Kontrollen bei Betrieben erfragen – und das Ergebnis dann öffentlich machen! Der Hotel- und Gastro-Lobby gefällt unsere Plattform ganz und gar nicht. Die Lobby will die Ekel-Betriebe schützen. Vor allem der einflussreiche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) setzte alle Hebel in Bewegung, um unser Portal zu torpedieren und damit auch die Informations- und Meinungsfreiheit der Verbraucher:innen einzuschränken. Der DEHOGA versuchte sogar, die Plattform vom Ernährungsministerium verbieten zu lassen. Doch wir stellten uns dem Widerstand. Mit Erfolg: Die entscheidende Musterklage des Verbandes fiel diese Woche zu Gunsten der Verbraucher:innen aus! Wer einen Ekel-Betrieb führt, muss sich negative Berichterstattung gefallen lassen. Die Meinungsfreiheit hat Vorrang! Nutzen auch Sie Ihre Rechte und stellen Sie – mit dieser Gerichtentscheidung im Rücken – weitere Anträge:

Kontrollbericht anfragen!

Hallo und Guten Tag sylvia linnenkohl, wissen Sie, wie es in der Küche Ihres Lieblingslokals oder in der Backstube Ihrer Bäckerei aussieht? Wahrscheinlich geht es Ihnen wie den Meisten: Die Qualität des Restaurants oder der Bäckerei können wir nur von außen beurteilen, doch das Geschehen in der Küche oder auch im Lager bleibt uns verborgen. Unsere Plattform „Topf Secret“ bringt Licht ins Dunkel und hilft, die Ekel-Betriebe zu enttarnen. Und das sind gar nicht so wenige: Seit Jahren wird etwa jeder vierte (!) kontrollierte Betrieb beanstandet. Machen Sie jetzt mit und helfen Sie, Hygienemängel in Lebensmittelbetrieben aufzudecken:

Jetzt Kontrollbericht anfragen!

Der Start unserer Plattform hat zu einer massiven Gegenwehr der Hotel-Lobby geführt: Auf Betreiben des DEHOGA-Verbands wehrten sich hunderte Lebensmittelbetriebe mit Klagen gegen auskunftsbereite Behörden, um die Herausgabe von Kontrollergebnissen zu verhindern. Doch die Klagewelle blieb ohne Erfolg. Nach einem höchstrichterlichen Grundsatzurteil im Sommer 2019, das die Informationsrechte der Verbraucher:innen stärkte, zogen auch die anderen Gerichte nach und bestätigten: Bürger:innen haben einen Rechtsanspruch auf die Ergebnisse von Hygiene-Kontrollen in Lebensmittelbetrieben, die Behörden müssen die Infos herausgeben. Die erste Schlacht war somit gewonnen – aber damit ist unser Kampf für die Bürgerrechte noch nicht zu Ende.

Denn der DEHOGA lässt nicht locker. Nach dem verlorenen Streit vor den Verwaltungsgerichten versucht der Verband nun, die Veröffentlichung der Kontrollberichte auf „Topf Secret“ zu verhindern. Der DEHOGA hat dazu etliche Verbraucher:innen per Drohschreiben eingeschüchtert. Der Lobby-Verband behauptet, eine Veröffentlichung sei „rechtswidrig“, denn „ausschließlich die zuständigen Behörden“ dürften über Hygienemängel informieren. Offenbar will der Lobbyverband unbedingt verhindern, dass Hygiene-Skandale ans Tageslicht kommen – denn es blieb nicht bei den Drohschreiben. Der DEHOGA hat sich einen „Musterfall“ ausgesucht, um unsere Plattform zu Fall zu bringen und uns wegen der Veröffentlichung eines Kontrollberichts verklagt!

Wir haben uns natürlich dagegen mit unseren Anwält:innen gewehrt. Denn wenn alle Bürger:innen einen rechtlichen Anspruch auf die Kontrollberichte von Lebensmittelbetrieben haben – warum sollten wir die Berichte dann nicht auch veröffentlichen dürfen? Das wäre total absurd. Gestern kam endlich das Urteil des zuständigen Gerichts, und es ist eindeutig: Die Veröffentlichung ist zulässig. Ekel-Betriebe dürfen enttarnt werden. Die betroffenen Lebensmittelbetriebe müssen negative Berichterstattung hinnehmen, denn die Meinungsfreiheit geht vor!

Das ist ein großer Erfolg und stärkt unsere Rechte als Verbraucher:innen enorm. Machen auch Sie von Ihren Rechten Gebrauch und stellen Anträge über „Topf Secret“. Je mehr Anfragen über gestellt werden, desto mehr Ekel-Betriebe können wir gemeinsam entlarven. Und desto klarer auch das Signal an die Politik: Wir Verbraucher:innen erwarten mehr Transparenz!

Jetzt Kontrollbericht anfragen!

Vielen Dank und herzliche Grüße
Ihre
Rauna Bindewald, Recherche und Kampagnen
P.S.: Der Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) ist ein mächtiger Lobby-Player. Seit Jahren kämpft der Verband dagegen an, dass die Öffentlichkeit von den Ergebnissen der amtlichen Hygiene-Kontrollen in Bäckereien, Restaurants und anderen Lebensmittelbetrieben erfährt. Wir von foodwatch halten erfolgreich dagegen, auch vor Gericht. Unsere Arbeit ist jedoch nur möglich mit Ihrer Hilfe – bitte unterstützen Sie uns und werden Sie jetzt Fördermitglied:
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Emil und die Detektive… foodwatch

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Hallo und guten Tag
,als Erich Kästner „Emil und die Detektive“ schrieb, tat er etwas in der Literatur noch nie Dagewesenes: Bis dahin gab es Märchen, Heldenepen oder „Moral-Geschichten“. Aber kein Buch, in dem einige etwa zwölfjährige Jungs gemeinsam mit Emils couragierter Cousine Pony Hütchen einen Dieb verfolgen und am Ende auch überführen. Unzählige Kinderbücher in dieser Tradition sind seither erschienen. Doch im Jahr 1929 war Kästners „Emil“ ein emanzipatorischer Perspektivenwechsel. Und der Beginn der modernen Kinderliteratur.

Auch foodwatch fordert einen bahnbrechenden Perspektivenwechsel – zumindest in den Augen der Nahrungsmittelindustrie: die verpflichtende Einführung einer Nährwertampel auf Lebensmitteln in ganz Europa. Sie ist unerlässlich, um die Gesundheit der Bürger:innen in Europa zu schützen, indem sie unausgewogene Nahrungsmittel auf den ersten Blick entlarvt.

Bis heute gibt es kein Gesetz, das die Lebensmittelhersteller in der EU verpflichtet, die Nährwertzusammensetzung ihrer Erzeugnisse auf der Packungsvorderseite für jedermann und kinderleicht verständlich anzugeben. Das hat die mächtige Lebensmittellobby bislang verhindert. Doch foodwatch wird nicht ruhen, bis sich das ändert – hoffentlich gemeinsam mit Ihnen, denn gemeinsam sind wir stärker. Bitte unterstützen Sie uns als Mitglied von foodwatch.

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foodwatch fordert die Lebensmittelampel nicht als einzige Organisation. Letzte Woche hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Europäische Union aufgefordert, den Nutri-Score, also die Nährwertampel, verpflichtend in ganz Europa einzuführen.

Laut der WHO-Krebsforschungsagentur könnten durch diese Lebensmittelkennzeichnung ernährungsbedingte Krankheiten und sogar Krebs nachweislich verringert werden. Die bisher üblichen, kleingedruckten Nährwerttabellen auf der Packungsrückseite leisten dies nicht – viel zu klein, zu unverständlich und zu komplex sind die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen für Verbraucher:innen. Sie können einfach nicht auf einen Blick erkennen, welche Produkte gesünder oder unausgewogener sind.

Doch statt längst tätig zu werden, dulden die EU und sämtliche Mitgliedstaaten, also auch Deutschland, nach wie vor die abenteuerlichsten Werbelügen und Irreführungen auf den Verpackungsvorderseiten. Sie nehmen so vermeidbare Gesundheitsschäden ihrer Bürger:innen in Kauf – siehe WHO. Und das, obwohl Täuschung und Irreführung bei Lebensmitteln überall in Europa seit 2005 verboten sind. Der Nutri-Score würde viele der Irreführungen und Werbelügen durch die einfachere Vergleichbarkeit innerhalb einer Produktgruppe schnellstens entlarven.

Bitte stellen Sie sich bei unserem Einsatz für diese Lebensmittelkennzeichnung an unsere Seite und unterstützen Sie uns als Mitglied von foodwatch.

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Dank unserer Beharrlichkeit, durch investigative Recherchen und unsere engagierte Öffentlichkeitsarbeit ist es uns gelungen, dass Bundesministerin Julia Klöckner die Nutri-Score-Ampel widerstrebend auch für Deutschland als freiwillige Kennzeichnung eingeführt hat. In einigen anderen EU-Staaten ist das, auch dank foodwatch, ebenfalls so.

Jetzt aber kommt es darauf an, die Nährwertampel verpflichtend durchzusetzen. In ganz Europa. Denn nur so müssen alle Lebensmittel, also auch die unausgewogenen, mit einer Ampel gekennzeichnet werden. Sonst wäre die gute Idee ad absurdum geführt. Derzeit findet in der EU ein Gesetzgebungsprozess statt, in dem es bis Ende 2022 darum geht, ob die Lebensmittelampel verpflichtend eingeführt wird oder nicht. Die Ernährungs- und Agrarlobby wird jedoch alles versuchen, um zu verhindern, dass erstmals in der Geschichte der EU eine von unabhängigen Wissenschaftlern entwickelte, nachweislich wirksame, von der Weltgesundheitsorganisation geforderte, farbige Nährwert-Pflichtkennzeichnung auf der Schauseite von allen Lebensmittelverpackungen vorgeschrieben wird.

Und foodwatch wird weiter mit voller Kraft dafür kämpfen, dass die verpflichtende Nährwertampel in Europa endlich kommt. Mit Büros in Berlin, Brüssel, Amsterdam, Paris und Wien. Mit dem langen Atem, den es braucht, um mächtige Widerstände zu überwinden.
 Bitte stärken Sie uns dafür den Rücken und werden Sie Mitglied von foodwatch.

Es geht nicht nur um eine farbige Kennzeichnung. Es geht darum, dass die Lebensmittelgesetze der EU konsequent im Interesse und zum Schutz der Verbraucher:innen Europas geschrieben und auch durchgesetzt werden.

Das ist das Ziel von foodwatch.

Was das mit Kästner zu tun hat? Er hat mit „Emil und die Detektive“ gezeigt, wie befreiend und bahnbrechend ein Perspektivenwechsel sein kann. Und Kästner hat auch gewusst

Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es. – Erich Kästner

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie, als Mitglied von foodwatch, uns dabei helfen würden, den überfälligen Perspektivenwechsel im Lebensmittelrecht zu erreichen.

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Danke für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße

Matthias Wolfschmidt
Internationaler Strategie Direktor

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Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
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foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.

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Wie Nestlé, Kelloggs & Co. Kinder manipulieren — foodwatch

foodwatch
Tony der Tiger von Kelloggs, der Pombär von Intersnack oder der Nesquik-Hase von Nestlé – wir kennen sie alle. Die kleinen Tierchen schmücken in auffällig bunter Aufmachung Kinderlebensmittel. Doch hinter der bunten Fassade versteckt sich eine weniger lustige Realität. Unsere aktuelle Marktstudie Kinderlebensmittel zeigt: 85,5 Prozent der an Kinder beworbenen Produkte von führenden Lebensmittelkonzernen enthalten zu viel Zucker, Fett und/oder Salz. Das ist kein Spaß, sondern eine echte Bedrohung. Denn die Werbung mit Comics und Spielzeugbeigaben beeinflusst nachweislich das Essverhalten von Kindern, mit langfristigen Folgen für die Gesundheit. In unserer aktuellen Marktstudie Kinderlebensmittel können Sie nachlesen, welch große gesellschaftliche Bedeutung das vermeintlich „niedliche“ Thema hat – und warum die Politik dringend handeln sollte. Viel Spaß bei der Lektüre!

Kinderlebensmittel im foodwatch-Test

Hallo und Guten Tag
die Versprechen der Industrie klingen auf den ersten Blick gut: Lebensmittelkonzerne unterschreiben eine Selbstverpflichtung zu verantwortungsvollem Kindermarketing und senken freiwillig den Zuckergehalt von Kinderprodukten. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt: Unsere aktuelle Marktstudie beweist, dass nur ein Bruchteil der an Kinder beworbenen Lebensmittel ausgewogen ist – trotz Selbstverpflichtungen der Industrie!

Wir haben die Sortimente der führenden Lebensmittelunternehmen unter die Lupe genommen – darunter Nestlé, Ferrero und Unilever – und alle Produkte identifiziert, die an Kinder beworben werden. Das erschreckende Ergebnis: Von insgesamt 283 untersuchten Produkten enthalten 242 zu viel Zucker, Fett und/oder Salz. Gerade einmal 41 Produkte (!) im Test dürften nach den Empfehlungen der WHO an Kinder beworben werden. Der Großteil der Produkte, die mit Comicfiguren, Online-Gewinnspielen und Spielzeugbeigaben die Kinder anlocken, sind Zuckerbomben und fettige Snacks. Das passt so gar nicht zu der Darstellung der Lebensmittelwirtschaft, die keine Gelegenheit auslässt, um auf die von ihr angeblich wahrgenommene gesellschaftliche Verantwortung hinzuweisen.

Drei besonders dreiste Beispiele:

Kellogg‘s Frosties, Smacks und Tresor Choco nut Die drei zuckrigsten Frühstücksflocken im Test kommen allesamt aus dem Hause Kellogg‘s. Trotz Zuckerreduktionsprogramm bestehen die Frosties und Smacks zu einem Drittel aus Zucker. Das ist mehr als doppelt so viel wie die WHO für Kinder-Frühstücksflocken empfiehlt.

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Nesquik Duo und Lagnese-Eis Disney Frozen II Die Nestlé-Cerealien „Nesquik Duo“ werben mit dem bekannten Comic-Hasen „Quickie“ und den Zutaten Vitamin B6, B3 und Eisen. Dabei enthält die Müsli-Mahlzeit 25 Gramm Zucker, also mehr als vier Zuckerwürfel je 50–Gramm-Portion. Damit ist Nesquik Duo alles andere als eine gesunde Mahlzeit für Kinder. Unilever wirbt für sein zuckriges Eis „Frozen II“ mit lizensierten Kinder-Idolen und dem Siegel „Responsibly Made for Kids“. Dabei beruft sich Unilever auf die WHO – obwohl die WHO an Kinder gerichtete Werbung für Eis kategorisch ablehnt.

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Nestlé Smarties-Joghurts Die drei zuckrigsten Joghurts im Test stammen von Nestlé. Obwohl der Hersteller den Zuckergehalt in den vergangenen Jahren reduziert hat, enthalten die Smarties-Joghurts etwa 50 Prozent mehr Zucker als die WHO für Kinder-Joghurts empfiehlt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Vergleich zu 2015: Fast keine Änderung!

Bereits 2015 haben wir die Marktstudie Kinderlebensmittel mit gleicher Methodik durchgeführt – und ähnlichem Ergebnis: Damals waren 89,7 Prozent der Produkte ungesund. Heute sind es immer noch 85,5 Prozent! Es hat sich also praktisch nichts geändert. Die seit 14 Jahren (!) bestehende Selbstverpflichtung der führenden Lebensmittelunternehmen hat es bis heute nicht vollbracht, dass nur ausgewogene Produkte an Kinder beworben werden. Das zeigt: Die Strategie der Freiwilligkeit ist nachweislich gescheitert! Wir finden: Die künftige Bundesregierung darf beim Kindermarketing nicht weiter auf Selbstregulierung vertrauen, sondern muss gesetzliche Beschränkungen der an Kinder gerichteten Werbung im Koalitionsvertrag verankern!

Verstehen Sie mich nicht falsch: Natürlich haben auch Eltern eine Verantwortung für die Ernährung ihrer Kinder. Doch das heißt nicht, dass die Lebensmittelindustrie mit ausgefeilten Methoden die Bemühungen der Eltern torpedieren darf, die ihren Kindern eine gesunde Ernährung beibringen möchten. Das müssen und dürfen wir uns als Gesellschaft nicht länger gefallen lassen! Die Ernährung der Kinder geht uns alle etwas an – ob wir selbst Kinder haben oder nicht. Lesen Sie mehr zu diesem wichtigen Thema. Unsere umfassende Marktstudie Kinderlebensmittel steht kostenlos zum Download bereit:

Lesen Sie hier unsere Marktstudie Kinderlebensmittel

Vielen Dank für Ihre UnterstützungOliver Huizinga

P.S.: Produkt-Tests und umfangreiche Recherchen: Das alles kostet viel Geld und Arbeit und ist nur möglich mit Ihrer Hilfe. Denn um unabhängig agieren zu können, verzichtet foodwatch auf staatliche Gelder und finanziert sich aus den Beiträgen der Fördermitglieder und aus Spenden. Werden auch Sie jetzt Mitglied von foodwatch und unterstützen Sie unseren Kampf gegen die übergriffigen Lebensmittelkonzerne! >
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