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Jetzt teilen: Nestlé, Rossmann & Co.: Mineralöl raus aus der Babymilch! 🍼 — foodwatch

Weitere Babyprodukte mit Mineralöl belastet Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo ,

Sie haben in den letzten Monaten unsere Aktion an Nestlé und Novalac zur Mineralölbelastung von Babymilchpulver unterzeichnet – vielen Dank für Ihre Unterstützung! Es gibt Neuigkeiten: Jetzt haben staatliche Labore unsere eigenen Analysen vom Oktober 2019 bestätigt, wonach Säuglingsprodukte mit gefährlichen Mineralölen verunreinigt sind. Nestlé behauptete damals das Milchpulver sei „absolut sicher“. Doch jetzt ist auch von behördlicher Seite nachgewiesen, dass verschiedene Nestlé Milchpulver potentiell krebserregendes Mineralöl enthalten. Zwei staatliche Labore in Stuttgart und Münster wiesen verschiedene, unterschiedlich gefährliche Mineralöle in Babymilch nach. Bei den Analysen aus Münster waren noch weitere Produkte mit den potentiell krebsauslösenden und erbgutschädigenden aromatischen Mineralölen belastet – nämlich Produkte von Nestlé, Novalac, Humana und der Rossmann-Eigenmarke „Babydream“. Die betroffenen Hersteller müssen jetzt handeln und die belasteten Produkte sofort aus den Supermarktregalen zurückrufen! Können Sie uns nochmal unterstützen und die Aktion mit Ihren Freundinnen, Familie und Bekannten teilen?

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Bereits im vergangenen Jahr hat foodwatch Analysen mehrerer unabhängiger Labore veröffentlicht, die belegten, dass Babymilchprodukte von Nestlé und Novalac mit gesundheitsgefährdenden Mineralölen verunreinigt waren. Dies bestätigen jetzt auch amtliche Untersuchungen. Dabei wies die Untersuchungsbehörde in Münster gesättigte Mineralöle (MOSH) in allen 50 untersuchten Proben und besonders gefährliche aromatische Mineralöle (MOAH) in 14 der 50 untersuchten Produkte nach. Das Labor in Stuttgart fand in 17 Proben keine MOAH-Verunreinigungen, wies jedoch in 12 Proben MOSH nach. Insgesamt waren bei den beiden erst jetzt bekannt gewordenen staatlichen Untersuchungen 92 Prozent der Proben mit MOSH und 21 Prozent der Proben mit MOAH belastet.
Sie sind Eltern und verwenden Babymilchprodukte? Am Ende dieses Newsletters finden Sie weitere Hinweise und die Liste der betroffenen Produkte! Aromatische Mineralöle (MOAH) gelten laut der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als potentiell krebserregend und erbgutschädigend. Dass diese in Säuglingsnahrung vorkommen, finden wir skandalös. Auch MOSH sollen weitestgehend vermieden werden, da sie sich in Körpergeweben und Organen anreichern. Ihre genauen Auswirkungen sind wissenschaftlich noch unklar. Gerade bei Babyprodukten müssen die Eltern sich darauf verlassen können, dass diese Produkte gesundheitlich unbedenklich sind. Die Hersteller sind in der Pflicht, die Sicherheit ihrer Produkte zu garantieren. Teilen Sie unsere Aktion!
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Die Mengen an Mineralölen, die wir in den Babymilchprodukten gefunden haben, können keine direkt eintretenden, klinisch wahrnehmbaren Krankheitssymptome verursachen. Falls Sie als Eltern die Produkte genutzt haben, müssen Sie daher jetzt nicht zum Arzt mit Ihrem Kind. Aber: Sogenannte aromatische Mineralöle gelten laut der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als potentiell krebserregend und erbgutschädigend. Ausgerechnet in Muttermilchersatzprodukten, auf die viele Eltern angewiesen sind, haben diese Stoffe absolut nichts zu suchen. Mineralölverunreinigungen in Lebensmitteln sind eine vermeidbare Gefahr – die Hersteller sind in der Pflicht, die Sicherheit ihrer Produkte durch geeignete Analyseverfahren nachzuweisen. In der Vergangenheit wurden von den Herstellern oftmals ungeeignete Methoden angewendet, die zu negativen Ergebnissen geführt und die Eltern in falscher Sicherheit gewogen haben. Damit muss nach unseren Tests und den Befunden der staatlichen Labore endgültig Schluss sein.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Herzliche Grüße Ihr
Matthias Wolfschmidt
Campaigner bei foodwatch
Betroffene Produkte (nach den Analysen des staatlichen CVUA Münster mit MOAH belastet): Nestlé BEBA Pro HA 2
Beba Supreme Pre von Geburt an
BEBA Optipro 2
BEBA Optipro 1
BEBA Pro HA 1, von Geburt an
BEBA Pro HA Pre Novalac Säuglingsmilchnahrung PRE 400g
BK Blähungen und Koliken Humana SL Spezialnahrung bei Kuhmilchunverträglichkeit
Anfangsmilch von Geburt an 1 Rossmann Babydream Kinderdrink ab 1 Jahr foodwatch ist nicht bekannt, ob sich die untersuchten Chargen noch im Handel befinden und inwiefern andere Chargen ebenfalls belastet sind. Wir fordern die Hersteller, gerade bei Babyprodukten, auf, nur nachweislich unbelastete Produkte in den Handel zu bringen. Alle Details zu den uns bekannten Testergebnissen unter:
 www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2020/staatliche-labore-finden-mineraloel-in-babymilch/

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Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
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Geschäftsführer sind Dr. Thilo Bode und Martin Rücker.

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Windbeutel-Kandidaten gesucht! — foodwatch

Jetzt Werbelüge im Schummelmelder einreichen! Um den Newsletter online zu lesen,
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Auch in diesem turbulenten Jahr sucht foodwatch die dreisteste Werbelüge des Jahres. Und dafür brauchen wir Sie! Haben Sie sich in den letzten Wochen über ein Produkt geärgert, das mehr verspricht als es hält? Dann laden Sie es jetzt auf schummelmelder.de hoch.
Alle Einreichungen sind mögliche Kandidaten für die Wahl zum Goldenen Windbeutel 2020 – unserem Negativpreis für irreführende Lebensmittel.
Hier Werbelüge einreichen
Hallo , 

in Zeiten von Corona ist das Einkaufen für viele nicht gerade entspannt – will man im Supermarkt Abstand halten, muss man ständig ausweichen, durch die Mund-Nasen-Maske beschlägt bei einigen die Brille… Das macht es umso schwieriger, die ohnehin oft kaum verständlichen Verpackungsangaben zu entziffern. Vielleicht ist auch bei Ihnen dadurch in den letzten Wochen ein Produkt im Einkaufswagen gelandet, das sich bei näherer Betrachtung als dreiste Irreführung entpuppte? Wenn das so ist: Her damit! Ob „Premium-Pasta“, die sich als stinknormale Industrieware herausgestellt hat, „traditionell“ daherkommende Fertiggerichte mit zig Zusatzstoffen oder Preis-Abzocke mit vermeintlichen „Sparpackungen“ – melden Sie die Täuschungen im schummelmelder!
Was ist eigentlich eine Werbelüge und woran erkenne ich sie?
Irreführende Versprechen gibt es in vielen Variationen. Häufig hält die Verpackungsrückseite oder der Inhalt nicht, was auf der Schauseite angepriesen wird. Ein paar Beispiele, wonach wir suchen:
Vermeintlich „gesunde“ Lebensmittel oder Fitnessprodukte enthalten hohe Mengen Zucker, Fett oder Salz Vermeintlich „günstige“ Großverpackungen sind teurer als kleine Vermeintlich „regionale“ Produkte haben weite Wege hinter sich Groß beworbene Zutaten sind nur in Mini-Mengen enthalten Vermeintlich „verbesserte“ Rezepturen führen zu einer schlechteren Qualität Auch irreführende Informationen oder Bilder beim Online-Einkauf von Lebensmitteln können eine Werbelüge sein. (Und nebenbei: foodwatch ist nur auf der Suche nach Produkten aus dem Lebensmittelbereich, auch wenn es natürlich auch anderswo viele Werbelügen gibt.)

Wie lade ich ein Produkt im Schummelmelder hoch? Ob im Supermarkt oder zu Hause: Wann immer Ihnen eine Werbelüge begegnet, machen Sie ein Foto. Sie können es direkt von Ihrem Smartphone im Schummelmelder hochladen. Wenn Sie kein Smartphone haben, können Sie auch mit einem Fotoapparat ein Bild machen und es von Ihrem Computer oder Laptop aus hochladen.
www.schummelmelder.de
Werbelügen sind im Supermarkt leider die Regel und nicht die Ausnahme – und das, obwohl Verbrauchertäuschung eigentlich europaweit verboten ist. Dagegen wollen wir vorgehen und brauchen Ihre Hilfe!

Die Erfahrung zeigt: Nur wenn wir die dreisten Tricks der Industrie öffentlich machen und uns beschweren, sind Hersteller zu Änderungen bereit. Nur wenn eine öffentliche Debatte entsteht, kann der Schutz vor Täuschung auch wirklich durchgesetzt werden. Machen Sie deshalb gemeinsam mit vielen anderen deutlich: Wir lassen uns nicht länger mit dreisten Werbelügen und Schummelprodukten abspeisen!
Hier Windbeutel-Kandidaten einreichen!
Ich bin gespannt auf Ihre Produktvorschläge!
Herzliche Grüße Ihr
Manuel Wiemann
Wahlleiter für den Goldenen Windbeutel
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Grüne, lasst die Sau raus 🐷 — foodwatch

Morgen wird über die Zukunft der Kastenstandhaltung entschieden Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo,

eingezwängt zwischen Metallstangen, ohne jeden Bewegungsspielraum – so verbringen Sauen in der Ferkelzucht ihr halbes Leben. Der Bundesrat soll in den nächsten Wochen entscheiden, ob diese tierquälerische Praxis fortgeführt wird und die Sauen weiterhin zu Hunderten aneinander gepfercht in engen Metallkorsetts gehalten werden. Wie wir erst vor wenigen Tagen erfahren haben, geht der politische Prozess schon vorher in eine entscheidende Phase: Bereits morgen beraten die Staatssekretärinnen und Staatssekretäre der Länder im Rahmen der Agrarministerkonferenz über die Zukunft der Kastenstandhaltung. In dieser Runde soll bereits eine Einigung über das Abstimmungsverhalten gefunden werden. Wir haben uns daher heute gemeinsam mit VIER PFOTEN, dem Deutschen Tierschutzbund und anderen Organisationen in einem offenen Brief an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Konferenz gewendet und sie dazu aufgefordert, die Kastenstandhaltung sofort zu  beenden. Zeigen Sie gemeinsam mit uns Flagge und fordern Sie mit uns: Lasst die Sau raus! Die Kastenstandhaltung muss ein Ende haben! Ja, ich möchte mitmachen Seit fast dreißig Jahren wird das Martyrium der Muttersauen von deutschen Behörden und  Regierungen geduldet, obwohl der so genannte „Kastenstand“ eindeutig tierschutzwidrig ist.
Hinzu kommt, dass diese Praxis in einigen Ländern Europas bereits seit Jahrzehnten verboten ist.

Und auch aus tiermedizinischer Sicht spricht alles dagegen, den Kastenstand weiterhin zu dulden, denn das Einzwängen von Muttersauen stellt einen massiven Eingriff in ihre elementarsten Bedürfnisse dar und stört den natürlichen Geburtsverlauf. Die Behauptung der Kastenstands-Befürworter, nämlich die Zahl der Ferkelverluste durch Erdrücken zu verringern, wird nachweislich besser durch mehr Platz erreicht. Bei der Entscheidung wird über einen Verordnungsentwurf der Bundesregierung abgestimmt, der diese Qual für weitere 17 (!) Jahre erlaubt. Schließlich ist Deutschland Preisführer und Export-Weltmeister für billiges Schweinefleisch – und das soll offenbar so bleiben! Wenn Sie das so wie wir auch nicht zulassen wollen, dann unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion. Denn vor allem der öffentliche Druck ist entscheidend, um zu zeigen: Unsere Gesellschaft akzeptiert es nicht länger, dass einfühlsame und intelligente Tiere wie Schweine zwangsjackenartig eingepfercht werden. Die Grünen haben die Kastenstandhaltung in der Vergangenheit scharf kritisiert. Im Bundesrat haben sie nun die Chance, diese Praxis zu stoppen. Senden wir den Grünen jetzt das eindeutige Signal: Lasst die Sau raus! Die Kastenstandhaltung ist inakzeptabel, tierquälerisch und muss ein Ende haben! Jetzt Aktion unterzeichnen!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Herzliche Grüße Ihr
Matthias Wolfschmidt
Tierarzt und Campaigner bei foodwatch
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Arme Schweine: Die Wahrheit hinter den Dumpingpreisen — foodwatch

Hallo und guten Tag, ,

Schweine sind äußerst soziale und intelligente Tiere. Ausgerechnet diese feinfühligen Lebewesen werden zwischen Metallstangen in enge Kastenstände eingezwängt. Ohne jeden Platz für Bewegung. Ohne Möglichkeit, sich auch nur umzudrehen. So verbringen die Sauen in der Ferkelzucht annähernd ihr halbes Leben. Nach der Geburt halten die engen Metallkorsetts die Muttertiere davon ab, sich um ihre Ferkel zu kümmern. Nicht nur aus unserer Sicht und der von Tierärzte-Verbänden ist damit der Tatbestand der Tierquälerei vollumfänglich erfüllt. Vor mehr als drei Jahren hat das Bundesverwaltungsgericht in letzter Instanz ohne Wenn und Aber festgestellt: Die bisherigen Kastenstände sind nicht zulässig, sie widersprechen den Zielen des Tierschutzes.

Kastenstände sind nur eines von zahlreichen Beispielen für die pervertierten Zustände in der Tierhaltung.
Leider ein Musterbeispiel dafür, was selbst aus den klarsten Urteilen folgt: Nämlich erst einmal gar nichts. Bis heute sind Kastenstände nicht verboten. Lange Zeit nach dem Urteil legte die Bundesregierung einfach keinen neuen Verordnungsentwurf vor.
Dann schlug sie dem Bundesrat eine Übergangsfrist von bis zu 17 Jahren (!) vor, in denen die Tierhalter ihre Kastenstände weiter nutzen dürften – obwohl diese gegen geltendes Recht verstoßen. Doch statt dass der Bundesrat diese Pläne entschieden ablehnt und sich für ein schnelles Ende der Kastenstände einsetzt, drückt er sich um eine Abstimmung. Mehrfach schon war die Abstimmung in der Länderkammer geplant und ist dann immer wieder verschoben worden.
Auf der Tagesordnung der nächsten Bundesratssitzung am 15.Mai taucht sie schon wieder nicht auf. Es steht zu befürchten, dass jetzt dasselbe Theater losgeht, wie wir es leider schon mit dem ausstehenden Verbot des Kükentötens und der betäubungslosen Ferkelkastration erleben. Es darf nicht sein, dass erneut eine überfällige Entscheidung zugunsten der Tiere auf Druck von Bauernlobby und Fleischindustrie bis zum St. Nimmerleinstag verschoben wird!

Wir finden: Da gibt es nichts zu verschieben. Denn Tierquälerei als Haltungsform dürfen wir einfach nicht akzeptieren – wenn Sie das auch so sehen, dann werden Sie jetzt 
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Bis der Bundesrat endlich abstimmt, wird die Bauernlobby viel Druck ausüben, damit noch für viele, viele Jahre bleiben darf, was schon seit 30 Jahren abgeschafft sein müsste. Statt Kastenstand nennt man die Metallkäfige für Muttersauen nach der Geburt in der Branche nur „Ferkelschutzkörbe“ – was für eine Heuchelei. So wird versucht schönzureden, was nicht schönzureden ist. Der Eindruck, der entstehen soll, ist: Die Käfige seien nötig, damit die schweren Muttersauen beim Hinlegen weniger Ferkel erdrücken. Doch bei ausreichendem Platz und einer guten Tierbetreuung gelingt es auch ohne enge Käfige, die Zahl der getöteten Ferkel zu senken.
Das beweisen Großbritannien und Schweden, wo die Kastenstände seit Jahrzehnten verboten sind.

Nein, liebe foodwatch-Interessierte, in Wahrheit geht es um etwas ganz anderes, nämlich ums Geld. Mehr Platz bedeutet höhere Kosten und mehr Betreuungsaufwand. Das Ziel der deutschen Agrarpolitik ist aber genau das Gegenteil: Möglichst billig produzieren.

Und zwar nicht, weil alle Verbraucherinnen und Verbraucher nur möglichst günstig einkaufen wollen – nein, weil Deutschlands Fleischindustrie seit Jahrzehnten damit Geld verdient, die Märkte der Welt mit extrem niedrigen Preisen für Schweinefleisch zu überschwemmen. Sie produzieren Massenware für den Export, und das gelingt nur mit Tiefpreisen. Das sind die Zusammenhänge, über die kaum gesprochen wird. Lieber feiert die Bundesregierung Deutschland als „Exportweltmeister“ etwa für Schweinefleisch, als für die Tiergesundheit zum Maßstab für die Tierschutzleistungen jedes Haltungsbetriebs zu machen. Damit nimmt sie massenhaftes Tierleid in Kauf – ob es um Kastenstände geht, um die nicht minder bedrückende Anbindehaltung bei Milchkühen im Stall oder das „Schicksal“ der Legehennen, deren auf Hochleistung gezüchteten Körper so viele Eier produzieren, dass ihnen das Kalzium für den Knochenbau fehlt und bei denen Knochenbrüche an der Tagesordnung sind.

Wir meinen: Profit darf nicht mit Tierleid gemacht werden. Die Zustände gehören abgestellt – und zwar möglichst schnell. Helfen Sie uns dabei und werden Sie jetzt
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Doch statt konsequent Entscheidungen für mehr Tierschutz, mehr Umweltschutz und mehr Verbraucherschutz zu treffen, versuchen die Bundesregierung und der Bauernverband, uns Verbraucherinnen und Verbrauchern die Schuld in die Schuhe zu schieben: „Du entscheidest“, hieß eine groß angelegte Kampagne, die Bundesagrarministerin Julia Klöckner Anfang des Jahres gestartet hatte. Sie haben richtig gelesen: Jene Ministerin, die selbst am liebsten nichts entscheidet, sondern auf lauter „freiwillige Selbstverpflichtungen“ setzt, schiebt jetzt uns die Verantwortung zu. Ihre Botschaft: Mit unseren Kaufentscheidungen könnten wir selbst zum Beispiel mehr „Tierwohl“ durchsetzen.

Das ist schon einigermaßen unverfroren, liebe foodwatch-Interessierte. Wir sind uns sicher einig: Gute Lebensmittel haben ihren Preis, Umwelt- oder Tierschutz auch. Doch was genau passiert heute, wenn wir im Supermarkt das teure Fleisch, die teure Milch kaufen? Nichts – außer, dass Händler oder Industrie einen höheren Profit machen. Für Milch haben wir das selbst einmal analysiert: Wie hoch der Preis im Handel auch war, der Auszahlungspreis für den Landwirt blieb derselbe. Auch wenn wir morgen im Laden mehr bezahlen, können die Bauern dadurch keinen Cent mehr in den Tierschutz investieren! Frau Klöckner sollte – statt uns den schwarzen Peter zuschieben zu wollen – endlich einmal selbst entscheiden. Zum Beispiel, dass die Zustände in der Tierhaltung vielfach inakzeptabel sind – und deshalb konsequent und per Gesetz abgestellt werden müssen. Helfen Sie uns dabei, dieses Ziel zu erreichen: Werden Sie
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Ich bin mir sicher: Viele Menschen sind bereit, für gute Lebensmittel und für konsequenten Tier- und Umweltschutz auch einen fairen Preis zu bezahlen, wenn sie sich das leisten können. Genauso klar muss aber sein, dass sie dafür etwas erwarten können: Wir haben ein Recht darauf, dass wir Qualität erkennen können und dass uns diese Qualität nicht nur vorgegaukelt, sondern garantiert wird. Und dass verlässliche Mindeststandards dafür sorgen, dass tierische Lebensmittel nachweislich von gesunden und artgemäß behandelten Tieren stammen. „Ferkelschutzkörbe“ – oder besser Zwangsjacken für Muttersauen – gehören sicher nicht dazu. Doch damit das wahr wird, muss die Ministerin sich endlich richtig entscheiden. Unterstützen Sie uns dabei, die Bundesregierung an ihre Aufgaben zu erinnern: Werden Sie jetzt
Förderin/Förderer von foodwatch! Jetzt foodwatch Mitglied werden! Vielen Dank und herzliche Grüße Ihr Martin Rücker
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Bayer, BASF und Syngenta: Giftexporte stoppen! — foodwatch


Die drei größten Agrarchemie-Hersteller weltweit – Bayer-Monsanto, BASF und Syngenta – machen Milliardenumsätze mit hochgiftigen Pestiziden, die in Europa verboten sind. Sie exportieren ihre gefährlichen Produkte in Länder des Globalen Südens wie Kenia oder Brasilien und vermarkten sie vor Ort aggressiv an Bauern. Leidtragende sind vor allem Feldarbeiter und Bäuerinnen, die mit den Giftstoffen direkt in Kontakt kommen. Damit sind die weltweit größten Agrar-Chemiekonzerne mitverantwortlich für den Tod von etwa 200.000 Menschen, die jedes Jahr an akuter Pestizidvergiftung sterben. Dagegen wollen wir Flagge zeigen. Helfen Sie uns und fordern Sie mit uns von den drei Chemieriesen: Stoppt die skrupellosen Giftexporte! Giftexporte stoppen! Hallo und guten Tag,

einen „Verstoß gegen die Menschenrechte“ nennen die Vereinten Nationen das Pestizidgeschäft. Es ist eine schreckliche Doppelmoral, denn die Gesundheit von Bäuerinnen und Feldarbeitern im Globalen Süden zählt offenbar weniger, als die Gesundheit von Europäern: Bayer-Monsanto, BASF und Syngenta produzieren in Europa Substanzen, die in der EU verboten sind, und exportieren sie in Länder des Globalen Südens. Dort werden sie von der lokalen Bevölkerung in der Landwirtschaft eingesetzt – auf Kosten von Leben, Umwelt und Gesundheit. Obwohl nur 25 Prozent der weltweit verwendeten Pestizide in diesen Ländern eingesetzt werden, stammen laut Weltgesundheitsorganisation 99 Prozent der Todesopfer durch akute Pestizidvergiftungen aus Ländern des Globalen Südens, in denen die Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltvorschriften weniger streng sind. Das exportierte Ackergift tötet also mehr als nur sogenanntes Unkraut.
Bayer-Monsanto, BASF und Syngenta: Übernehmt Verantwortung!
Vielleicht fragen Sie sich jetzt: Ist das denn nicht verboten? Leider nein. Die europäischen Regularien für den Export von Pestiziden gehen nicht weit genug: Exportierende Unternehmen müssen die Behörden in den Importländern lediglich über bevorstehende Importe von hier verbotenen Pestiziden informieren. Dies hindert die Pestizidkonzerne jedoch nicht daran, ihre schädlichen Chemikalien in die Länder des Globalen Südens zu verkaufen und auf lokaler Ebene bei der Bevölkerung zu bewerben. Das ist verantwortungslos!

Hochgiftige Pestizide haben auf keinem Feld der Welt etwas zu suchen – unterstützen Sie deshalb unsere E-Mail-Aktion an Bayer-Monsanto, BASF und Syngenta und fordern Sie ein umgehendes Ende der Giftproduktion und
-exporte! 

Jetzt Aktion unterzeichnen!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße!

Ihr foodwatch-Team
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Dr. Oetker – ein Erfolg! — foodwatch

Hallo

dieses Jahr sieht Ostern für viele Menschen anders aus als in den Jahren zuvor: Pläne haben sich zerschlagen, Treffen mit Familie und Freunden fallen für viele aus. Wir hoffen, dass Sie die freien Tage trotzdem ein Stück weit genießen können und wohlauf sind.  Passend zur Osterzeit können wir eine gute Nachricht vermelden: Vielleicht erinnern Sie sich, dass wir Dr. Oetker für die Verwendung von potentiell krebserregendem Titandioxid kritisiert haben. Fast 45.000 Menschen haben Dr. Oetker über unsere Online-Aktion aufgefordert, auf die Verwendung dieses umstrittenen Zusatzstoffes zu verzichten – mit Erfolg: Zum 1. April hat Dr. Oetker seine Produktion umgestellt und Titandioxid aus den Produkten verbannt. Dabei hatte Oetker zunächst die Gefahr durch den Zusatzstoff noch abgestritten. Das Beispiel zeigt: Wir müssen der Lebensmittelindustrie klare Kante zeigen, weil auch Traditions-Hersteller wie Oetker Gesundheitsgefahren für Verbraucherinnen und Verbraucher offenbar in Kauf nehmen.
Und es zeigt auch: Mit unserem gemeinsamen Engagement und Protest können wir etwas bewirken. Vielen Dank an alle Unterstützer*innen!
Zum langen Osterwochenende haben wir verschiedene foodwatch-Themen für Sie zusammengefasst: Wie es um die Debatte zum millionenfachen Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht bestellt ist, was Ernährungsarmut mit der Corona-Krise zu tun hat und warum der Listerien-Skandal um die Firma Wilke längst nicht abgeschlossen ist, können Sie im Folgenden lesen. Wir wünschen Ihnen ein frohes Osterfest und bedanken uns für Ihre Unterstützung! Herzliche Grüße Ihr foodwatch Team
Kükentöten – Geschlechtsbestimmung im Ei ist keine Lösung
Immer noch werden bei der Legehennen-Zucht jährlich mehr als 40 Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen getötet, weil die keine Eier legen können. Und das, obwohl im Koalitionsvertrag ein Ende dieser grausamen Praxis bis Herbst 2019 vereinbart worden war. Die Supermarktkette Aldi hat jetzt angekündigt, nur noch Eier anzubieten, bei denen bereits im Brutei das Geschlecht bestimmt wird und die männlichen Eier gar nicht erst ausgebrütet werden. Warum das nichts am Leid der Legehennen ändert, können Sie hier nachlesen.
Ernährungsarmut in der Corona-KriseDie Corona-Krise trifft vor allem einkommensschwache Menschen. Und das ist selbst im vergleichsweise wohlhabenden Deutschland der Fall. Denn viele Tafeln sind derzeit geschlossen, durch die Schließung der Kitas und Schulen fällt eine warme Mahlzeit für viele Kinder weg, die viele Familien kostenlos erhalten. Alles in allem gefährdet die Corona-Krise die ausreichende und ausgewogene Ernährung von Millionen Menschen. Das ist nicht akzeptabel!
Weitere Informationen zu diesem Thema und was foodwatch fordert, können Sie hier lesen. Was wurde eigentlich aus dem Fall Wilke?
Sie erinnern sich wahrscheinlich noch an den Wurstskandal um die in Hessen ansässige Firma Wilke: Nach Listerienfunden wurden im Herbst 2019 weltweit Wurstwaren aus Supermärkten, Kantinen, Krankenhäusern und Pflegeheimen zurückgerufen. Drei Todesfälle und mindestens 38 Erkrankungen werden mit Wurst der Firma Wilke in Verbindung gebracht. Wesentlich zu dem Skandal beigetragen hat das Versagen der Behörden in Hessen. Deshalb haben wir Strafanzeige gegen die hessische Verbraucherschutzministerin Priska Hinz und weitere politische Verantwortliche gestellt.
Was wir den hessischen Behörden im Detail vorwerfen, können Sie hier nachlesen.

PS: Der Erfolg in Sachen Titandioxid zeigt: Wenn wir uns gemeinsam engagieren, können wir etwas bewegen. Das macht Mut. Doch natürlich ist das nur ein kleiner Erfolg, wenn man das große Ganze betrachtet, vom Einsatz umstrittener Zusatzstoffe bis zu den Missständen in der Tierhaltung. Hier brauchen wir einen langen Atem, wenn wir grundlegende Verbesserungen erreichen wollen. Können Sie uns dabei helfen? Mit einem regelmäßigen kleinen Betrag pro Monat können Sie als Förderer*in dafür sorgen, dass unsere gemeinsame Stimme mehr Gehör findet. Bitte unterstützen Sie uns als Fördermitglied:
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Das darf AUSGERECHNET JETZT nicht passieren — foodwatch

Wie Lobbyisten die Krise schamlos ausnutzen. Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo und guten Tag,

im Windschatten der Corona-Krise hat die Agrarlobby einen echten Erfolg erzielt – zu Lasten von uns allen. Es geht um Nitrat, um unsere Gesundheit und um ein schamloses Lobbymanöver, um aus einer Pandemie, die uns allen große Sorgen bereitet, Nutzen zu ziehen.

Es darf nicht sein, dass Lobby-Gruppen sich mithilfe dieser schrecklichen Pandemie Vorteile verschaffen – bitte unterstützen Sie uns dabei, auch und gerade in diesen Zeiten wachsam zu bleiben. Werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch.
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Aber der Reihe nach: Seit langem ist bekannt, dass unser Grundwasser zu stark mit Nitrat belastet ist. Gelangt es ins Trinkwasser, kann das für Menschen schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben – vor allem für Säuglinge. Besonders in intensiv landwirtschaftlich genutzten Regionen ist Nitrat ein Problem, wo massenhaft Tiere auf engstem Raum gehalten werden und viel zu viel nitrathaltige Gülle auf den Äckern ausgebracht wird und ins Grundwasser sickert. Wasserwerke müssen hohen Aufwand betreiben, damit wir sauberes Trinkwasser bekommen. Das Geld dafür bezahlen wir alle über unsere Wasserrechnungen. Seit langem gilt daher das Ziel, den Nitrateintrag ins Grundwasser zu senken.
BRD ist der einzige EU-Staat, der seit 29 Jahren (!) die europäischen Nitratvorgaben nicht einhält. Erst nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs musste die Politik jetzt endlich handeln.

Bauernverbände jedoch wehren sich seit langem gegen schärfere Düngevorgaben zum Schutz des Wassers. Durch die Corona-Krise sah mancher Agrarfunktionär nun offenbar die Chance gekommen: Eine Bauern-Lobbyorganisation drohte im Falle von neuen Vorgaben sogar allen Ernstes mit einer Gefährdung der Lebensmittelversorgung in Deutschland – aber nicht etwa, weil dies eine zwangsläufige Folge der Düngevorgaben wäre, sondern weil neue Auflagen den Bauern „jegliche Motivation“ nehmen würden – und dies sei doch „fatal in Krisensituationen wie der aktuellen“… Doch so niveaulos die Verknüpfung wirtschaftlicher Interessen einzelner Gruppen mit der Corona-Notlage auch war: Die Lobby-Aktivitäten bewirkten etwas. In der vergangenen Woche erlaubte der Bundesrat, dass Bauern noch über Monate hinweg viel zu viel Gülle auf die Felder ausbringen und somit Nitrat ins Grundwasser eintragen dürfen. Schärfere Regeln wurden auf nächstes Jahr verschoben.

Die schlimme Corona-Krise darf nicht auch noch zu Einschränkungen beim gesundheitlichen Verbraucherschutz führen, liebe foodwatch-Interessierte!
Die Aufgabe von foodwatch ist es, genau hinzusehen und nicht nachzulassen bei unserem Einsatz für die Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Helfen Sie uns dabei und werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch!
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Zurecht wird dem neuartigen Corona-Virus eine hohe Priorität eingeräumt. Die allermeisten Menschen sind mehr oder weniger stark von der Pandemie betroffen und uns allen werden viele Veränderungen abverlangt. Sorge bereitet uns jedoch, dass die Krise politisch missbraucht wird, um alles Mögliche zu rechtfertigen. Beispiele gibt es dafür bereits. Aus den Niederlanden hören wir, dass wichtige Klimaschutzmaßnahmen verschoben werden – vorgeblich wegen Corona. Unsere Kolleginnen und Kollegen aus Frankreich berichten uns, dass die Lebensmittelbehörden bei der Nicht-Einhaltung mancher Kennzeichnungsvorgabe nicht mehr so genau hinsehen sollen – wegen Corona.

Und auch BRDist leider nicht außen vor. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat sich dafür stark gemacht, die Zahl der Lebensmittelkontrollen zu reduzieren – wegen Corona. Und tatsächlich fallen derzeit die meisten Kontrollen aus. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Dass Personal der Lebensmittelbehörden in der Corona-Krise in den Gesundheitsämtern aushilft und dass Kontrolleure nur dann in die Betriebe gehen sollten, wenn sie angemessene Schutzausrüstung haben, ist natürlich völlig richtig. Frau Klöckner aber will mit der Verringerung der Kontrollen etwas anderes erreichen, wie sie in einem Brief ans Kanzleramt schreibt: Sie will die Land- und Ernährungswirtschaft von vermeintlich belastendem „Verwaltungshandeln“ befreien – obwohl sie selbst betont, dass die Lebensmittelversorgung überhaupt nicht gefährdet sei. „Endlich“, mag sich manch Branchenlobbyist denken, der jetzt vielleicht darauf setzt, dass staatliche Vorgaben und Kontrollen vielleicht sogar dauerhaft gelockert werden könnten. Wir meinen: Nicht nur die Lebensmittelwirtschaft, sondern auch wirksame Lebensmittelkontrollen sind systemrelevant! Denn gerade jetzt muss die Einhaltung von Hygienestandards durchgesetzt, muss verhindert werden, dass es zusätzlich zu Corona auch noch zu lebensmittelbedingten Gesundheitsgefahren durch Salmonellen, Listerien oder anderen Keimen kommt. Das „Verwaltungshandeln“ ist aktiver Verbraucher- und Gesundheitsschutz, und unbedingt nötig. Alles andere also als überflüssige Bürokratie!

foodwatch wird dafür kämpfen, dass keine wichtigen Schutzstandards geschliffen werden und dass Corona nicht als Vorwand missbraucht wird, um Lobbyinteressen durchzusetzen. Unterstützen Sie uns dabei und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch!
Auch in dieser Krisenzeit dürfen wir nicht vergessen, dass es Missstände und Probleme gibt, die schon vor Corona da waren und die weiter bestehen. Und die wir keinesfalls aus den Augen verlieren dürfen. Um nur zwei Beispiele zu nennen:

Bund und Länder verhandeln weiter darüber, ob die grausame Zwangsfixierung von Muttersauen in engen Kastenständen endlich beendet wird – oder noch für viele Jahre weiter erlaubt bleibt, obwohl Kastenstände höchstrichterlich als tierschutzwidrig eingestuft wurden.

Die undemokratischen Geheimgremien, die mit dem europäisch-kanadischen Handelsabkommen CETA eingeführt wurden, haben längst ihre Arbeit aufgenommen. Beeinflusst von der Agrarindustrie arbeiten sie daran, unsere Standards bei Pestiziden abzusenken und Rückstände verbotener Mittel zu erlauben, die aus gutem Grund in der EU bislang verboten sind. Wir dürfen davon ausgehen: Industrielobbyisten werden ihre Ziele nicht vergessen, weil die Welt in Sorge vor dem Corona-Virus ist. Im Gegenteil: Sie werden versuchen es auszunutzen, dass fast die gesamte öffentliche Aufmerksamkeit auf die Pandemie gerichtet ist. Gerade deshalb müssen wir weiter hinsehen, liebe foodwatch-Interessierte. Bitte unterstützen Sie uns dabei und werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch! Wir versprechen Ihnen: Wir werden an all den wichtigen Themen weiter mit vollem Einsatz dran bleiben und nicht nachlassen. Mit Ihrer Hilfe! Bitte unterstützen Sie uns dabei als Förderin/Förderer von foodwatch! Jetzt foodwatch Mitglied werden! Vielen Dank und herzliche Grüße Ihr Martin Rücker
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Lebensmittel und Corona-Krise – was muss ich jetzt beachten? — foodwatch

Corona-Krise: Die wichtigsten Fragen und Antworten Um den Newsletter online zu lesen,
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viele Verbraucherinnen und Verbraucher fragen sich in der Corona-Krise: Wie kann ich mich beim Einkauf und der Zubereitung von Speisen vor einer Erkrankung schützen? Ist die Lebensmittelversorgung gesichert, auch wenn manche Supermarktregale leer sind? Kann ich mich über importierte Waren mit dem Coronavirus anstecken? Viele Gerüchte und Falschmeldungen über angeblich geschlossene Lebensmittelgeschäfte und Nahrungsergänzungsmittel, die vor Corona schützen sollen haben sich verbreitet und für Verunsicherung gesorgt.
Wir haben deshalb die wichtigsten Fragen zu Lebensmitteln und der Corona-Krise zusammengefasst – und beantworten, was sich sicher sagen lässt und benennen, was wir heute noch nicht sicher wissen.
Hier geht’s zum FAQ
Die gute Nachricht vorweg: Expertinnen und Experten halten eine Corona-Infektion Lebensmittel nach derzeitigem Kenntnisstand für unwahrscheinlich. Dennoch gibt es beim Kochen und der Küchenhygiene einiges zu beachten. Und das Selberkochen hat für viele in diesen Tagen einen höheren Stellenwert erhalten. Auch für diejenigen, die von zu Hause aus arbeiten oder lernen und die nicht wie gewohnt mittags in eine Kantine, ins Restaurant oder in die Schulmensa gehen. Auch wir im foodwatch-Team schwingen jetzt häufiger den Kochlöffel als noch vor der Corona-Krise. Und bei aller Vorsicht: Lassen Sie sich den Appetit nicht verderben! Ein leckeres Gericht – egal ob selbstgekocht oder im Lieblingsrestaurant abgeholt – kann die Stimmung heben. Und das ist doch sehr viel wert.

Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße

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Unsere Arbeit in Corona-Zeiten — foodwatch

Entschlossenheit während der
Corona-Krise Um den Newsletter online zu lesen,
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Liebe foodwatch-Interessierte,

es sind außergewöhnliche Zeiten, und natürlich hoffen wir vor allem, dass Sie und ihre Angehörigen wohlauf sind. Die Corona-Krise ist eine enorme Herausforderung für uns alle. In sehr kurzer Zeit hat sie unser aller Leben auf den Kopf gestellt – und auch bei foodwatch ist vieles anders geworden. Wir möchten Ihnen einige Einblicke in unsere Arbeit in Zeiten der Corona-Krise geben. Zunächst jedoch ist es uns wichtig, all denjenigen unsere aufrichtige Unterstützung und unseren Dank auszusprechen, die für uns alle eine so wichtige Arbeit leisten und dabei auch persönliche Risiken eingehen: Den Menschen, die in Krankenhäusern und Arztpraxen oder an anderer Stelle im Gesundheitssystem ihr Bestes geben, den Mitarbeiter*innen im Lebensmittelhandel und in Apotheken, Lastwagenfahrer*innen, Behördenmitarbeiter*innen und vielen Menschen mehr. Unsere Gedanken sind zudem bei den Schwächsten in unserer Gesellschaft, für die diese Zeit besondere Härten mit sich bringt, und bei all denjenigen, deren Angehörige oder Freunde direkt vom Corona-Virus betroffen sind. Wie sieht es gerade bei uns aus? Wir bei foodwatch haben unser Bestes versucht, um unsere Mitarbeiter*innen zu schützen – und sie in die Lage zu versetzen, ihre Familien schützen zu können. Wir haben Reisen, Termine und persönlichen Gespräche abgesagt und organisieren unsere Arbeit weitgehend von zu Hause aus. Den Austausch untereinander und zwischen den foodwatch-Teams in Berlin, Amsterdam, Paris und Brüssel haben wir auf Telefon- und Videokonferenzen verlagert. Auf diesem Wege sind wir auch weiterhin für Sie da. Unsere Arbeitsweise hat sich dadurch etwas verändert, aber unsere Ziele verändern sich nicht: Der Einsatz von foodwatch für stärkere Verbraucher*innenrechte wird selbstverständlich nicht aufhören. Wir werden diese Krisenzeit auch dazu nutzen, um zu reflektieren: Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die globale Ernährungssicherheit? Wie werden die globale Produktion und die Warenströme bei Nahrungsmitteln beeinflusst? Wir hegen die vorsichtige Hoffnung, dass ein solcher Schock und die außergewöhnlichen Umstände unserer Gesellschaft dabei helfen können, darüber nachzudenken, welche Dinge wirklich zählen. Dass es sich lohnt, für etwas so Grundlegendes wie das Recht auf ausreichende, gesunde Nahrung jeden Tag zu kämpfen, rückt die Corona-Krise noch einmal stärker ins Bewusstsein. So sehr die Corona-Krise auch Einschränkungen für unsere Arbeit mit sich bringt: Wir werden weiterhin gemeinsam mit Ihnen und Euch für eine Stärkung der Verbraucherrechte kämpfen. Wir haben weiter unten für Sie einige der Themen zusammengefasst, zu denen wir bei foodwatch gerade arbeiten. Mehr von uns werden Sie in den nächsten Wochen lesen. Und nun das Wichtigste zum Schluss: Bleiben Sie gesund, schützen Sie sich und andere und lassen Sie uns weiterhin gemeinsam für eine bessere Welt arbeiten!
(Einen etwas ausführlicheren Beitrag zur foodwatch-Arbeit in Corona-Zeiten finden Sie auf unserer Internetseite.)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße!


Ihr foodwatch-Team


Unsere Themen
Kastenstand: Entscheidung vertagt Längst hätte der Bundesrat darüber abstimmen sollen, wie es mit der tierschutzwidrigen Zwangsfixierung von Muttersauen in so genannten Kastenständen weitergeht. Doch das Thema wurde immer wieder von der Tagesordnung genommen und vertagt. Wir gehen davon aus, dass vor Mai keine Entscheidung fallen wird – und natürlich bleiben wir dran. Unsere Forderung, die verfassungswidrige Haltungspraxis schnellstmöglich zu beenden, haben bereits mehr als 400.000 Menschen (!) unterstützt. Doch noch immer liegt der Vorschlag der Bundesregierung auf dem Tisch, Kastenstände für weitere 17 Jahre zu dulden. Machen Sie deshalb weiter mit und unterzeichnen Sie unseren Appell an die Grünen, die diese Pläne im Bundesrat stoppen können. Und wenn Sie schon mitgemacht haben: Bitte empfehlen Sie die Aktion in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiter.
Entlarvt: Die Märchen der Zuckerlobby
Wie einst die Tabaklobby versucht die Zuckerindustrie mit haarsträubenden Falschaussagen, die gesundheitlichen Effekte des Zuckerkonsums zu verschleiern. Das Ziel: unliebsame politische Initiativen verhindern. Zucker mache weder dick noch krank, eine Zuckersteuer sei wirkungslos und es komme nicht auf den Zuckerkonsum, sondern auf die Kalorienbilanz an: Warum all diese Behauptungen nicht stimmen, erklären wir hier. Unsere Antworten auf Ihre Ernährungsfragen Wie gesund ist Hefeextrakt? Welches Gemüse esse ich besser roh und welches ist gekocht besser bekömmlich? Wofür brauche ich Ballaststoffe? Diese und viele weitere Fragen beantworten Ernährungsberaterin Alice Luttropp und weitere Expertinnen und Experten von foodwatch regelmäßig in unserer Frage des Monats. Stöbern Sie doch mal in den Antworten – nachzulesen auf unserer Internetseite unter diesem Link. P.S.: Durch die Corona-Krise waren wir vorübergehend telefonisch nur eingeschränkt erreichbar – inzwischen ist zumindest unser Verbraucher*innen-Telefon zu den gewohnten Zeiten wieder geschaltet. Sie erreichen uns unter (030) 28 09 39 95 von Montag bis Mittwoch zwischen 14 und 17 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 13 Uhr. Am besten ist, Sie schreiben uns eine E-Mail an service@foodwatch.de. Und natürlich sind wir auch auf unseren Social-Media-Kanälen aktiv: Auf Twitter, Facebook und Instagram. Impressum

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Aufgedeckt: Nestlés dreiste Werbelüge! — foodwatch

Von wegen marrokanischer Minztee… Um den Newsletter online zu lesen,
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Die Verpackung verspricht „Marrakesh Style Tea“, Minzblätter fallen dekorativ in die Teetasse – doch in Wirklichkeit besteht der Dolce Gusto Tee von Nestlé zu 95 Prozent aus Zucker! Minze ist nur als Aroma enthalten, hinzu kommt Palmöl. Verpackt ist das alles in einer Plastikkapsel. Geht’s noch, Nestlé?! 

Hallo ,

wenn es um Werbelügen geht, sind wir einiges gewohnt, doch der „Marrakesh Style Tea“ von Nescafé Dolce Gusto hat auch uns bei foodwatch erst einmal sprachlos gemacht. Schwer zu sagen, was bei diesem Nestlé-Mogelprodukt am meisten aufregt: Der vermeintlich hochwertige Tee besteht vor allem aus Zucker, gemischt mit Aroma und Palmöl, hinzu kommt ein völlig irrsinniger Verpackungsmüll. Und Nestlé lässt sich diesen Riesen-Stuss auch noch teuer bezahlen: 4,99 Euro sollen 16 Kapseln kosten!

Der Nestlé-Tee ist eine besonders dreiste Werbelüge, doch beileibe kein Einzelfall. Lebensmittel, die nicht halten, was sie versprechen, sind im Supermarkt allgegenwärtig. Gegen diesen Etikettenschwindel der Lebensmittelindustrie hat foodwatch den „Schummelmelder“ gestartet. Auf www.schummelmelder.de können Verbraucherinnen und Verbraucher Produkte hochladen, von denen sie sich getäuscht fühlen. Mehr als 400 Produkte haben Nutzerinnen und Nutzer bereits als irreführend eingereicht – hier können Sie sich die Beschwerden ansehen:

Hier geht’s zum Schummelmelder

Fünf Beispiele für Verbrauchertäuschungen auf Schummelmelder.de:

  • „Incredible Hack“ von Garden Gourmet: Große Packung, kaum Inhalt – darüber ärgerte sich Nutzer Jo bei dem Soja-Hackfleisch, das unter anderem bei Edeka verkauft wird. „Wohl eher Invisible Hack, statt Incredible Hack“, lautet sein Kommentar dazu auf schummelmelder.de.
  • „Knorr Feinschmecker Spargel Cremesuppe“ von Unilever: Das angebliche „Feinschmecker“-Produkt wirbt damit, keine geschmacksverstärkenden Zusatzstoffe zu verwenden. Tatsächlich enthalten sind aber Hefeextrakt und Aromen. Außerdem Palmöl.
  • Hipp „Durstlöscher“: Bei dem Getränk, das speziell für Kinder vermarktet wird, handelt es sich einfach um natriumarmes Mineralwasser – überteuert verkauft zu 2,60 Euro/Liter.
  • Dextro Energy „Schulstoff“: Die Aufmachung suggeriert Leistungssteigerung – dabei besteht das Produkt hauptsächlich aus Zucker und fördert deshalb Übergewicht oder auch Diabetes. Thomas G., der die Traubenzucker-Täfelchen hochgeladen hat, schreibt: „In Bezug auf die angesprochene Käuferschicht, hier Kinder und Jugendliche, halte ich dies in erhöhtem Maße für verwerflich.“
  • „Sensation Fruit“ von Lindt: Die Schoko-Pralinen werben mit Himbeere und Cranberry – obwohl im Produkt nur 3 Prozent Himbeeren und 1,7 Prozent Cranberries enthalten sind.

Haben Sie sich auch schon über die Tricks der Lebensmittelindustrie im Supermarkt geärgert? Melden Sie diese beim Schummelmelder:

Täuschungsprodukt melden


Die Produkte fließen in die Wahl zum Goldenen Windbeutel 2020 ein – unserem Schmähpreis für die dreisteste Werbelüge des Jahres!

Vielen Dank und herzliche Grüße!

Ihr foodwatch-Team

Weiterführende Informationen und Quellen:
Fotostrecke: Dreiste Verbrauchertäuschungen auf Schummelmelder.de
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