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Gerichte geben uns Recht. Jetzt mitmachen! — foodwatch

Bereits mehr als 8000 Kontrollergebnisse veröffentlicht!
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Auf der Internetplattform „Topf Secret“ können Sie mit wenigen Klicks bei der zuständigen Behörde erfragen, wie ein Restaurant, ein Imbiss oder eine Bäckerei bei der letzten Lebensmittelkontrolle abgeschnitten hat – und das Ergebnis dann öffentlich machen. Vor einem Jahr haben wir „Topf Secret“ gestartet und waren selbst überrascht von dem riesigen öffentlichen Echo. Sofort wurden tausende Anträge gestellt und durch die Lebensmittelbranche ging ein Aufschrei: Die Plattform sei illegal! Unternehmen klagten, Behörden blockierten. Doch mehrere Gerichtsentscheidungen haben inzwischen klargestellt: Ja, wir Verbraucherinnen und Verbraucher haben einen Rechtsanspruch auf diese Informationen. Deshalb antworten jetzt auch Behörden, die sich bisher quergestellt haben. Nutzen auch Sie darum jetzt die Möglichkeit und entlarven Sie Schmuddelbetriebe!

Hier Antrag stellen

Hallo ,

immer wieder gibt es ekelerregende Zustände in Lebensmittelbetrieben – ob Mäusekot in der Bäckerei oder Schimmel im Restaurant. Bisher landen Kontrollergebnisse in der Regel nur in den Aktenschränken der Behörden, wir erfahren davon nichts. Das wollen wir mit „Topf Secret“ ändern. Verbraucherinnen und Verbraucher haben über die Plattform schon mehr als 40.000 Anträge gestellt und mehr als 8.000 Kontrollergebnisse veröffentlicht. Damit ist die Plattform schon heute die größte Datenbank für Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen in Deutschland. Helfen Sie dabei, dass wir alle bald noch mehr Informationen auf „Topf Secret“  finden können und stellen auch Sie einen Antrag! Das geht ganz einfach:

So funktioniert Topf Secret

  1. Besuchen Sie die Plattform www.topf-secret.foodwatch.de und wählen Sie auf der Karte das Restaurant, den Bäcker, Supermarkt oder Imbiss aus, dessen Hygienebericht Sie erfragen wollen.
  2. Klicken Sie auf „Antrag stellen“ und geben Sie die benötigten Daten für die Anfrage ein – jetzt nur noch abschicken und die komplizierte Bürokratie arbeitet im Hintergrund.
  3. Antwortet die Behörde per E-Mail, werden Sie automatisch Die meisten antworten allerdings per Post, schauen Sie also in Ihren Briefkasten.

Zu Topf Secret

Seit Jahren finden Lebensmittelkontrolleure in jedem vierten (!) Betrieb Mängel, meist geht es um die Hygiene. Doch niemand erfährt, wo sauber gearbeitet wird und wo nicht. foodwatch will erreichen, dass die Ergebnisse dieser Kontrollen grundsätzlich veröffentlicht werden müssen – so wie es in Dänemark schon seit 2001 der Fall ist. Dort hängt in jedem Restaurant und Lebensmittelbetrieb ein Smiley, der fröhlich oder traurig schaut und so das Ergebnis der letzten Kontrollbesuche anzeigt. Seit der Einführung dieses Transparenz-Systems hat sich die Quote der beanstandeten Betriebe halbiert.

Mit „Topf Secret“ wollen wir zeigen, dass Transparenz auch in Deutschland nötig ist und funktioniert. Mit einem Antrag sorgen Sie nicht nur dafür, dass Sie und andere eine konkrete Information bekommen. Sondern Sie helfen auch, politisch Druck zu machen, damit bald auch in Deutschland die Ergebnisse der staatlichen Lebensmittelkontrollen standardmäßig veröffentlicht werden müssen.

Seien Sie dabei – je mehr Anträge gestellt werden, desto klarer ist das Signal: Wir Bürgerinnen und Bürger wollen wissen, was die Behörden bisher geheim halten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße

Ihr foodwatch-Team


Weiterführende Informationen:
Oberste Gerichte geben „Topf Secret“ recht
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Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
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Geschäftsführer sind Dr. Thilo Bode und Martin Rücker.

Ministerin für Verbraucherbashing — foodwatch

Julia Klöckner kritisiert
Verbraucherinnen und Verbraucher
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Hallo , Demonstrationen für mehr Umwelt- und Klimaschutz, Bauernproteste und Treckerblockaden: Rund um die internationale Agrarmesse „Grüne Woche“ wird dieses Jahr besonders hitzig und zugespitzt über Landwirtschaft und Ernährung diskutiert. Viele Menschen fordern Veränderungen ein – und wie orchestriert haben Bundesernährungsministerin Julia Klöckner und der Bauernverband die Bühne der Grünen Woche genutzt, um darauf mit einer plakativen Debatte über die Verantwortung der Einzelnen beim Einkauf zu antworten. Mehr noch: Es ist ein regelrechtes Bashing von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Die pauschale Botschaft, für die das Bundesministerium sogar eine eigene Plakatkampagne unter dem Titel „Du entscheidest“ gestartet hat: Wir schätzen Lebensmittel nicht ausreichend wert und sollen doch bitte einfach mehr Geld für Essen ausgeben. Mit unserer Schnäppchen-Mentalität tragen wir die Schuld für all die Missstände, von untragbaren Zuständen in der Tierhaltung bis zu den Umwelt- und Klimafolgen landwirtschaftlicher Produktion.

Wir bei foodwatch wissen, dass solche Aussagen durchaus bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern verfangen. Richtig ist, dass wir – selbstverständlich! – eine Verantwortung für die Folgen unseres Tuns haben. Und natürlich gibt es Menschen, denen beim Einkauf nichts wichtig ist außer einem günstigen Preis. Doch die Pauschalkritik der Ministerin ist falsch und noch dazu ziemlich dreist. Warum? Die wichtigsten Argumente:

  • Als zentralen Fakt nennen Frau Klöckner und andere, dass wir in Deutschland nur einen geringen Anteil (etwa zehn Prozent) unseres Einkommens für Lebensmittel ausgeben. Das stimmt, und das ist – prozentual – weniger als etwa in Italien oder Frankreich, die bei manchen als Sehnsuchtsländer der Esskultur gelten. Das belegt jedoch mitnichten die These von einer scheinbar kollektiven Geiz-ist-geil-Mentalität: Die geringen Pro-Kopf-Anteile sind nämlich kein Zeichen für eine mangelnde Wertschätzung für Lebensmittel, sondern ganz einfach Ergebnis unseres Wohlstands und anderer ökonomischer Umstände. Denn wir müssen nur deshalb einen so geringen Anteil unseres Einkommens für Essen ausgeben, weil unser Einkommen so hoch ist (viel höher als in Italien oder Frankreich) – und weil die Lebensmittelpreise wegen des massiven Konkurrenzkampfs der Handelskonzerne deutlich niedriger sind als in diesen Ländern. Was uns hier als vermeintliche Logik verkauft wird, ist in Wahrheit ein Trugschluss. Denn wenn die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt 80 Prozent ihres Einkommens oder mehr für Essen ausgeben, so ist dies schließlich auch keine Frage ihrer Einstellung – sondern die blanke Not. Eigentlich ist es ganz einfach: Wer viel Geld hat, kann sich viel Luxus leisten und muss nur einen kleineren Anteil für Notwendiges wie Essen ausgeben. Über diese Zusammenhänge setzt sich Frau Klöckner hinweg und nutzt die Zahlen für eine ganz andere Erzählung.
  • Besonders plump ist die Forderung, Verbraucherinnen und Verbraucher sollten doch einfach mehr Geld für Essen ausgeben – und damit den Eindruck zu erwecken, als würde dies die Probleme in Landwirtschaft und Tierhaltung lösen. Ohne Zweifel: Gerade Fleisch und tierische Lebensmittel werden oft viel zu billig angeboten. Erhält ein Bauer nur Dumpingpreise, kann er damit keine hohen Standards beim Umweltschutz oder in der Tierhaltung bezahlen. Doch meist  haben wir das alles  beim Einkauf gar nicht in der Hand: Kaufen wir das teuerste Produkt, heißt das nämlich längst nicht, dass zum Beispiel ein Bauer davon profitiert und dann plötzlich anders produzieren kann – den höheren Profit streichen vor allem die Supermärkte und Lebensmittelhersteller ein, ohne dass die Standards in der Produktion verbessert werden.
  • Wer ehrlich ist, sollte auch sagen: Ein höherer Preis garantiert bei Lebensmitteln gerade keine höhere Qualität. Die teure Markenmilch stammt womöglich von denselben Kühen und aus denselben Bedingungen wie das billigere No-Name-Produkt, das im Regal daneben steht. Das teure Fleisch ist teurer – aber stammt es deshalb von gesunden Tieren? Das alles erfahren wir nicht. Zu den teuersten Lebensmitteln, gemessen an den Produktionskosten, gehören zum Beispiel kleine probiotische Joghurts mit haltlosen Gesundheitsversprechen, Limonaden oder Junk Food von Markenherstellern, oftmals hergestellt mit billigem Zucker, billigem Palmfett, billigen Zusatzstoffen – die Produkte sind also teuer, aber eben gerade nicht von hoher Qualität.

Und so lenkt Ministerin Julia Klöckner mit ihrer Wertschätzungsdebatte vor allem von der eigenen Verantwortung ab. Denn offensichtlich ist doch: Viele von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern wollen unnötiges Tierleid nicht mehr akzeptieren – sie erfahren aber nicht, unter welchen Umständen ein konkretes Produkt im Supermarkt hergestellt wurde. Viele Menschen wollen beim Einkauf etwas tun – für ihre eigene Gesundheit, für den Umweltschutz, für das Klima. Viele sind bereit, Verantwortung beim Einkaufen zu übernehmen – wenn sie nur die Qualität von Lebensmitteln zuverlässig vergleichen könnten. Doch sie erfahren ja nicht einmal, woher die Erdbeeren in der Marmelade kommen.

Mancher, der zu ökologischen Produkten greift, ist enttäuscht, dass bei allen Vorteilen selbst beim Bio-Siegel unnötiges Tierleid nicht ausgeschlossen ist, dass auch in der Bio-Eier-Produktion männliche Eintagsküken direkt nach dem Schlüpfen getötet werden dürfen, dass auch Lebensmittel, die mit hohem Wasserverbrauch oder schlechter Klimabilanz durch die halbe Welt gekarrt werden, das Siegel tragen dürfen. Die Menschen wünschen sich endlich bessere Hilfestellungen beim Einkauf. Warum macht Frau Klöckner nicht endlich Schluss mit tierquälerischen Praktiken, weil es dafür schließlich keine gute Begründung gibt? Und warum stärkt die Ministerin nicht die Informationsrechte der Menschen, sorgt für klare und verständliche Kennzeichnungen in lesbar großer Schrift? Warum mutet sie uns immer noch unzählige irreführende Versprechen zu und lässt uns im Dunkeln tappen, wie gut die Produkte wirklich sind?

Das anzugehen – und kein Verbraucherbashing – wäre die vordringliche Aufgabe für eine Bundesernährungsministerin.

Vielen Dank und herzliche Grüße
Ihr
Martin Rücker, Geschäftsführer

PS: Wir von foodwatch finden: Es gibt vieles, was die Verbraucherinnen und Verbraucher tun können. Die großen Probleme aber lassen sich nicht durch ein bestimmtes Einkaufsverhalten Einzelner verändern. Hierfür braucht es gute Regeln und Gesetze – deshalb ist die Politik gefragt. Es ist Frau Klöckner, die es in der Hand hätte, zum Beispiel die unhaltbaren Zustände in der Tierhaltung zu ändern. Deshalb werden wir nicht müde, unsere Forderungen weiter laut zu wiederholen und leeren Behauptungen Fakten entgegen zu setzen. Bitte unterstützen Sie uns dabei, am besten als Fördermitglied – je mehr wir sind, desto nachdrücklicher können wir Veränderungen einfordern!

Weitere Informationen:
Einen weiteren Text mit Quellen und ökonomischen Fakten finden Sie hier

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Schamlose Skalpellpolitik von EDEKA und Co — foodwatch

Sinnlose Quälerei … Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo und guten Tag, ,

immer noch werden Tag für Tag tausenden Ferkeln unvorstellbare Schmerzen zugefügt, weil sie bei lebendigem Leib und ohne die kleinste Betäubung kastriert werden. Der Hodensack wird aufgeschnitten und dann werden die kleinen Hoden unter dem jämmerlichen Gequieke der kleinen Schweine rausgedrückt. Wenn Sie auch der Meinung sind, dass diese Grausamkeit so schnell wie möglich aufhören muss, dann unterstützen Sie uns und werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch.

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EIGENTLICH hatten Bauernverband, Fleischwirtschaft und Einzelhandel sogar selbst bereits im Jahr 2008, also vor 12 (!) Jahren, das Ziel des baldmöglichen Verzichts auf die Ferkelkastration ausgegeben. Und vor fast genau einem Jahr hätte diese mittelalterliche Praxis des betäubungslosen Kastrierens von Ferkeln beendet sein sollen. Dann aber wurde auf Druck eben dieser Wirtschaftslobby eine Verlängerung um weitere zwei Jahre im Bundestag beschlossen. Das bedeutet, dass auch im letzten Jahr Millionen Ferkel unerträgliche Schmerzen leiden mussten und dass dies noch mindestens ein weiteres Jahr so weitergehen wird. Wenn Sie das genauso unerträglich finden wie wir, dann stellen Sie sich mit uns gegen diese Praxis und werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch!

Weil wir das so nicht hinnehmen wollten, hatten wir uns 2019 an den Lebensmitteleinzelhandel gewandt und Rewe, Edeka und Co. aufgefordert, keine Fleisch- und Wurstwaren mehr von betäubungslos kastrierten Ferkeln zu verkaufen. Die Handelsunternehmen haben die entsprechende Marktmacht, um diese Forderung ihren Lieferanten gegenüber durchzusetzen. Es wäre für sie ein Leichtes gewesen, diese sinnlose Quälerei der Ferkel zu beenden, zumal es da längst hervorragende Alternativen wie die Immunokastration gibt.

Dieser Forderung hatten sich dann auch mehr als 100.000 Verbraucherinnen und Verbraucher angeschlossen. Aber leider ohne Erfolg. Denn keines der angeschriebenen Handelsunternehmen hat sich in irgendeiner Weise öffentlich erklärt! Allem Anschein nach ist es diesen Unternehmen (bzw. den Menschen, die dort die Verantwortung tragen!) egal, wenn Lebewesen, die auf Gedeih und Verderb von ihren wirtschaftlichen Entscheidungen abhängig sind, absurde Schmerzen zugefügt werden. Und das, obwohl genau diese Handelsunternehmen behaupten, ihre angebliche Tierfreundlichkeit mit dem im Frühjahr 2019 eingeführten „Haltungskompass“ zu beweisen. Doch Millionen betäubungslos kastrierte Ferkel machen deutlich: „Tierschutz“ in den Ställen ist bei EDEKA, REWE und Co. nicht viel mehr als Marketinggetöse. Statt um die Tiere geht es den Handelsriesen vor allem um das eigene Image. Diese schamlose Heuchelei wollen wir nicht akzeptieren und weiter dafür kämpfen, dass Tierqual nicht mehr im Angebot der Supermärkte ist. Wenn Sie uns dabei helfen wollen, dann treten Sie jetzt bei!

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Aber natürlich geht es nicht „nur“ um die betäubungslose Kastration der Ferkel, sondern darum, wie alle unsere Nutztiere gehalten und viel zu häufig buchstäblich krank gemacht werden. Und wie ernst der Staat seine Kontrollaufgabe nimmt. Bundesweit werden die Tiere in deutschen Ställen nur alle 17 (!) Jahre kontrolliert. In Bayern sogar nur alle 50 Jahre! Wenn Sie auch finden, dass dies ein völlig unhaltbarer Zustand ist, dann werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch und helfen Sie uns dabei, der Wirtschaftslobby eine Lobby für die Nutztiere entgegen zu setzen.

Die Analyse zahlreicher wissenschaftlicher Studien durch foodwatch hat ergeben, dass etwa jedes vierte (!) Nutztier in Deutschland krank ist. Die Kühe leiden häufig unter Euterentzündungen und Klauenerkrankungen. Die Schweine werden nicht nur als Ferkel betäubungslos kastriert, sondern erkranken später sehr oft an Lungenentzündungen und trockenem Brüllhusten. Die Knochen der Legehennen brechen regelmäßig, weil sie das Kalzium aus den Knochen für die Eierschalenbildung benötigen.

Bei dieser Aufzählung handelt es sich nur um einen kleinen Auszug der häufigsten Krankheiten. Wir könnten sie noch lang fortführen und mit Details anreichern, aber das wollen wir Ihnen ersparen.

Was wir Ihnen nicht ersparen wollen, ist mit uns zusammen dafür einzutreten, dass alle Tiere, die für die Erzeugung von Lebensmitteln gehalten werden, bestmöglich vor Leiden und Schmerzen geschützt werden. Und dass Ausreden, Verharmlosungen und Verbrauchertäuschungen über das Elend in den Ställen endlich aufhören – genauso wie die grausame Praktik des betäubungslosen Kastrierens der Ferkel! Helfen Sie uns dabei und werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch.

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Vielen Dank und herzliche Grüße
Ihr
Matthias Wolfschmidt
Internationaler Kampagnendirektor von foodwatch und approbierter Tierarzt

Weiterführende Informationen und Quellen:
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Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
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Weniger Lebensmittelkontrollen? Das müssen wir jetzt verhindern! — foodwatch

Trotz Wilke-Skandal will Julia Klöckner die Zahl der Pflicht-Lebensmittelkontrollen senken! Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo ,

Der Skandal um die mit Listerien belastete Wurst der Firma Wilke mit mehreren Todesfällen scheint schon wieder vergessen: Zumindest will Ernährungsministerin Julia Klöckner die Zahl der Pflicht-Kontrollen in Lebensmittelbetrieben senken, obwohl bereits jetzt schon jede dritte vorgeschriebene Kontrolle ausfällt. Wir brauchen nicht weniger, sondern MEHR Kontrollen. Dazu haben wir im Dezember eine E-Mail-Aktion an Frau Klöckner und die zuständigen Ministerinnen und Minister der Länder gestartet. Unterstützen Sie uns und unterzeichnen auch Sie die E-Mail-Aktion! 

Ja, ich möchte mitmachen

Hier können Sie nochmal unsere E-Mail zum Start der Aktion im Dezember nachlesen:

Hallo,

fast 400 Behörden in Deutschland sind für die Kontrolle von Lebensmittelbetrieben verantwortlich, und fast alle sind eklatant unterbesetzt – das konnte foodwatch mit einer umfassenden Recherche belegen. Das erschreckende Ergebnis: Deutschlandweit fällt etwa jede dritte (!) vorgeschriebene Betriebskontrolle aus, weil es in den Ämtern an Personal fehlt. Die Behörden wurden so lange kaputt gespart, dass allein im Jahr 2018 mindestens eine Viertelmillion vorgeschriebener Kontrollen einfach nicht durchgeführt wurde. Dabei sind regelmäßige Kontrollen eine wichtige Voraussetzung für hygienische und sichere Lebensmittel in Restaurants, Kantinen oder im Supermarkt!

Doch statt dass die Behörden neue Stellen schaffen, arbeitet Bundesministerin Julia Klöckner an einem ganz absurden Plan: Ihr Ministerium hat den Entwurf für eine bundesweite Vorschrift vorgelegt, nachdem künftig weniger – ja, weniger, nicht mehr! – Kontrollbesuche vorgeschrieben werden sollen. Weil die nötigen Stellen nicht da sind, damit die Ämter endlich ihre Aufgaben erfüllen können, sollen jetzt offenbar die Aufgaben einfach an den Personalmangel angepasst werden!

Das müssen wir verhindern – bitte appellieren Sie mit uns an Frau Klöckner und an die Verbraucherschutzministerinnen und -minister der Bundesländer, diese Pläne jetzt zu stoppen!

Jetzt Aktion unterzeichnen!

Es ist leider kein Witz: foodwatch hat den brisanten, bis dahin unveröffentlichten Entwurf einer neuen Verwaltungsvorschrift publik gemacht, der eine massive Schwächung der Lebensmittelkontrollen bedeuten würde. Selbst für Risikobetriebe sollen nach dem Vorschlag des Klöckner-Ministeriums weniger Kontrollen vorgeschrieben sein. Statt bis zu täglichen Kontrollen schlägt das Ministerium höchstens noch wöchentliche Pflichtkontrollen vor. Selbst ein Unternehmen wie die Fleisch-Firma Wilke, die kürzlich wegen des Listerienskandals traurige Bekanntheit erlangt hat, würde nach den Klöckner-Plänen statt zwölf Mal nur noch vier Mal im Jahr im Rahmen von Routinekontrollen untersucht!

Das darf alles nicht wahr werden. Zum Glück können die Länder die Vorschrift im Bundesrat stoppen. Appellieren Sie deshalb mit unserer Aktion auch an die Verantwortlichen in den Bundesländern, „Nein“ zu den Plänen zu sagen!

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Vielen Dank für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße!

Ihr foodwatch-Team

Weiterführende Informationen und Quellen:
foodwatch-Bericht: „Kontrolle ist besser“
foodwatch-Leak zur Schwächung der Lebensmittelüberwachung
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So war 2019 für foodwatch

Danke für Ihre Unterstützung! Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo ,

vermutlich haben Sie schon einige Newsletter mit Jahresrückblicken erhalten oder haben bereits Ihr persönliches Jahr 2019 Revue passieren lassen. Für uns bei foodwatch war 2019 ein Jahr, in dem wir einiges erreicht haben. Vieles auch (noch) nicht, und es bleibt noch viel zu tun – doch zum Start ins neue Jahr wollen wir uns noch einmal kurz auf die Erfolge besinnen, die wir gemeinsam mit Ihnen feiern konnten.

Bevor Sie anfangen zu lesen, möchten wir uns jedoch bei Ihnen für Ihre Unterstützung ganz herzlich bedanken – ob als treue Leserinnen und Leser, Petitions-Unterzeichner oder Spenderinnen. Ohne Sie wäre das alles nicht möglich!

So war das Jahr 2019 für foodwatch

Topf Secret bringt Licht ins DunkelIm Januar hat foodwatch gemeinsam mit der Transparenzinitiative FragDenStaat das Verbraucherportal Topf Secret gestartet – seitdem ist eine Menge passiert: Mehr als 22.000 Bürgerinnen und Bürger wollen wissen, wie es um die Hygiene beim Bäcker nebenan oder in der Kantine bestellt ist und haben bei den zuständigen Behörden die Hygiene-Berichte von rund 40.000 Lebensmittelbetrieben beantragt. Das hat es zuvor noch nie gegeben! Hunderte Betriebe zogen dagegen mit Klagen vor Gericht – offenbar soll niemand von Hygienemängeln erfahren. Doch es zeichnet sich ab: Die Gastro-Lobby wird damit nicht durchkommen!

Kein Steuergeld mehr für zuckrige Schulmilch!

Die staatliche Förderung gezuckerter Schulmilch gehört bundesweit der Geschichte an. Nach Hessen, Berlin und Brandenburg beendeten auch Hamburg und Nordrhein-Westfalen als letzte Bundesländer die Subvention für gesüßten Kakao. Damit fördern alle teilnehmenden Bundesländer nur noch ungesüßte Milchprodukte im Rahmen des Schulmilchprogramms. Im Einklang mit Kinder- und Zahnärzten, Diabetologinnen und Ernährungswissenschaftlern hatte foodwatch genau dies gefordert.

Die Nutri-Score-Ampel kommt – endlich!

Ärzteverbände, Krankenkassen und Verbraucherorganisationen wie foodwatch haben lange dafür gekämpft – Ende September hat Ernährungsministerin Julia Klöckner endlich ihren Widerstand aufgegeben: In Deutschland soll es eine Ampelkennzeichnung für Lebensmittel geben! Ganz ehrlich: Wir haben bei dieser Nachricht die Sektkorken knallen lassen. Doch so groß unsere Freude auch war, unsere Arbeit ist noch nicht beendet: Denn der Nutri Score ist bisher nur ein freiwilliges Modell. Ob ihn die Hersteller von Lebensmitteln auch auf ihre Packung drucken, bleibt einzig und allein ihnen selbst überlassen. Der Nutri Score wird uns deshalb wohl auch noch 2020 begleiten: Wir wollen so viele Unternehmen wie möglich dazu bringen, ihre Produkte mit der Ampel zu versehen. Und Druck auf Frau Klöckner ausüben: Sie muss sich in Brüssel dafür einsetzen, dass der Nutri Score verbindlich in der Europäischen Union eingeführt wird.


Darüber hinaus haben wir uns natürlich auch noch mit weiteren Themen beschäftigt – auch mit weniger schönen, wie in den vergangenen Monaten mit dem Listerien-Skandal um die Wurstfirma Wilke. Dabei starben mindestens drei Menschen und mehrere Dutzend erkrankten. Während die Behörden nur scheibchenweise informierten, hakte foodwatch nach und deckte das miserable Krisenmanagement der Behörden auf – und wichtiger noch: Die Schwachstellen in den Gesetzen, die immer und immer wieder zu solchen Skandalen führen. Die Debatte ist da, und wir werden dafür kämpfen, diese Lücken endlich zu schließen!

Das Thema Lebensmittelkontrollen wird uns auch deshalb im Jahr 2020 weiter begleiten, weil eine aktuelle foodwatch-Untersuchung einen weiteren Missstand ans Tageslicht gebracht hat: Etwa jede dritte vorgegebene Lebensmittelkontrolle fällt aus, da die Ämter zu wenig Personal haben. Doch statt für mehr Kontrollen zu sorgen, hat Julia Klöckner vor, die Anzahl der vorgegebenen Kontrollen zu verringern. Dagegen werden wir uns auch in diesem Jahr einsetzen!

Doch jetzt wünschen wir Ihnen erstmal ein frohes neues Jahr. Und wir freuen uns, wenn Sie uns auch in diesem Jahr unterstützen!

Herzliche Grüße!

Ihr foodwatch-Team

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Der Behördenskandal des Jahres — foodwatch

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Hallo und guten Tag,

mindestens drei Tote und Dutzende Erkrankte: Das ist die schockierende Folge des Lebensmittelskandals, der mit der Firma Wilke in Verbindung gebracht wird. Sie erinnern sich: In der hessischen Wurstfabrik hatten die Behörden eklatante Verstöße gegen Hygieneregeln festgestellt. Nachdem die Opfer längst erkrankt waren, notierten die Behörden Dinge wie „Verwesungsgeruch“, „Mäusekot“ und „Fliegenbefall“, von verschimmelten Decken tropfte Wasser in offene Fleischwannen. Es herrschten „ideale Bedingungen“ für die gefährlichen Listerien-Keime.

Erst später kam heraus: Die Firma Wilke wurde viel zu selten kontrolliert. Seltener, als vorgegeben – und selbst dann noch, als die Behörden bereits von „Auffälligkeiten“ wussten. Auch das hat zu dem Skandal beigetragen. Wenn Sie auch finden, dass ein solches Behördenversagen absolut inakzeptabel ist, dann helfen Sie uns dabei zu verhindern, dass so etwas wieder passiert – werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch.

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Doch wer solch mangelhafte Kontrolle für einen Einzelfall hält und annimmt, dass sonst die amtlichen Lebensmittelkontrolleure regelmäßig in den Unternehmen nach dem Rechten sehen, der irrt sich leider gewaltig!

Manches Restaurant ist seit vielen Jahren nie kontrolliert worden. Die Ämter sind so dramatisch unterbesetzt, dass sie jede dritte (!) Kontrolle ausfallen lassen, die sie nach einer bundesweiten Vorschrift eigentlich durchführen müssten. Jede dritte Kontrolle entfällt, das heißt im Jahr finden in Deutschland eine Viertelmillion vorgeschriebener Kontrollbesuche NICHT statt, weil an den Stellen für Kontrollpersonal gespart wurde. Diese Tatsache ist für sich genommen ein Skandal. Noch viel schlimmer finden wir aber, dass von diesem ganzen Ausmaß niemand etwas wüsste, wenn wir, also foodwatch, diesen Missstand nicht ans Tageslicht gebracht hätten! Sieben Monate lang haben wir diese Daten bei den Behörden recherchiert, zum Teil gegen heftige Widerstände: Wir haben sage und schreibe 400 (!) Anfragen und ungezählte Nachfragen gestellt, wir haben Widerspruchsverfahren und Aufsichtsbeschwerden eingeleitet und sind in einem Fall sogar vor Gericht gezogen, weil die Ämter Auskünfte verweigerten.

Bitte unterstützen Sie uns dabei, solche wichtigen Recherchen machen zu können und Auskunftsrechte auch gegen Widerstände durchzusetzen: Werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch!

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Die bittere Wahrheit ist: Fast 90 Prozent der für die Lebensmittelkontrollen zuständigen Verbraucherschutzämter in Deutschland schafft es nicht, die vorgeschriebene Zahl an Betriebskontrollen einzuhalten. 90 Prozent! Da drängen sich viele Fragen – an die für das Spardiktat verantwortlichen Landräte, Bürgermeisterinnen und Minister – auf. Wieso sparen sie ausgerechnet bei der Lebensmittelsicherheit so massiv am Personal? Warum haben sie die nötigen Stellen nicht geschaffen? Wie rechtfertigen sie es, dass ihre Verbraucherschutzbehörden selbst gegen Verbraucherschutzvorgaben verstoßen, nämlich gegen die vorgegebene Anzahl von Betriebskontrollen? Und wann gedenken sie, etwas daran zu ändern?

Auf diese naheliegenden Fragen erwarten wir Antworten. Und mit Antworten meinen wir nachvollziehbare Erklärungen und keine Ausreden. Denn davon haben wir in den vergangenen Wochen bereits genug gehört: „Wir sind gut aufgestellt“, behaupteten gleich mehrere Landesminister. „Die Menschen müssen sich keine Sorgen machen, Lebensmittel sind sicher“, hieß es pauschal aus manchem Landkreis. Oder sinngemäß auch: „Dort, wo es ein Risiko gibt, kontrollieren wir immer noch ganz oft.“ Das haben wir im Fall Wilke gesehen, liebe foodwatch-Interessierte! Kaum eine Politikerin, ein Politiker, die ernsthaft darauf eingehen, dass sich fast flächendeckend Verbraucherschutzbehörden nicht an ihre Vorgaben halten. Die eingestehen, dass es hier ein Problem gibt – und die erklären, wie sie es lösen werden. Was sie – die verantwortlich sind für all die fehlenden Stellen – uns stattdessen unterbreiten, sind nichts anderes als die Aneinanderreihungen leerer Worthülsen.

Abstreiten, verschleiern und beiseiteschieben: Genau dieses Drumherumgerede und dieses Verweigern von Antworten ist es doch, weshalb sich so viele Menschen von „der Politik“ abwenden. Es ist auch keine Frage der Partei, denn über die Parteigrenzen hinweg redeten die Vertreter von Landesregierungen oder Kommunen um den heißen Brei herum – und auch die Oppositionsvertreter haben die Missstände in den Lebensmittelämtern bisher nicht zum Thema gemacht. Ich halte das für den besten Beleg dafür, dass es starke Verbraucherorganisationen braucht, um solch wichtige Themen auf die Tagesordnung zu setzen. Machen Sie foodwatch stark, indem Sie uns als Fördermitglied unterstützen: Treten Sie jetzt bei!

Wenn Sie denken, schlimmer geht’s nimmer, dann haben Sie die Rechnung ohne Julia Klöckner gemacht. Denn unsere Bundesernährungsministerin hat einen Entwurf für eine neue bundesweite Vorschrift erarbeiten lassen, mit dem alle Probleme von Personalmangel und Unterbesetzung ganz einfach gelöst werden. Wie? Das Klöckner-Ministerium schlägt vor, einfach weniger Betriebskontrollen vorzuschreiben! Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Zahl der vorgegebenen Kontrollen soll sinken. Risikobetriebe, für die bisher tägliche Kontrollen vorgesehen sind, sollen nur noch wöchentlich verbindlich kontrolliert werden. Und selbst Wurstfabrikant Wilke würde planmäßig nicht mehr 12 Mal im Jahr (wie bisher) kontrolliert, sondern nur noch 4 bis 8 Mal. Wenn Sie mit uns der Meinung sind, dass solche irren Pläne gestoppt werden müssen, dann schließen Sie sich uns jetzt an als Förderin/Förderer von foodwatch.

Wir werden im neuen Jahr alles daransetzen, eine Schwächung der Verbraucherschutzkontrollen zu verhindern. Wir werden weiter hartnäckig recherchieren und Missstände ans Tageslicht bringen, auch wenn wir dabei gegen massive Widerstände kämpfen müssen. Und wir werden Kampagnen für ein besseres statt ein schlechteres Kontrollsystem machen – denn unser Anspruch ist, dass sich Fälle wie Wilke nicht mehr wiederholen können! Seien Sie dabei und unterstützen Sie foodwatch.

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Vielen Dank und herzliche Grüße
Ihr
Martin Rücker
Geschäftsführer

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Diesen irren Plan müssen wir stoppen! — foodwatch

Trotz Wilke-Skandal will Julia Klöckner die Zahl der Pflicht-Lebensmittelkontrollen senken! Um den Newsletter online zu lesen,
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Etwa jede dritte vorgeschriebene Kontrolle in Lebensmittelunternehmen fällt aus, weil die Ämter zu wenig Personal haben. Doch statt die Länder aufzufordern, endlich die nötigen Stellen zu schaffen, will Bundesernährungsministerin Julia Klöckner jetzt einfach die Zahl der Pflicht-Kontrollen senken. Auch ein Unternehmen wie der Wursthersteller Wilke, bei dem es massive Hygieneverstöße gab und der mit Todesfällen durch Listerien in Verbindung gebracht wird, müsste dann noch seltener kontrolliert werden. Fordern Sie Frau Klöckner und die zuständigen Ministerinnen und Minister der Länder auf, diese Pläne zu stoppen!

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Hallo ,

fast 400 Behörden in Deutschland sind für die Kontrolle von Lebensmittelbetrieben verantwortlich, und fast alle sind eklatant unterbesetzt – das konnte foodwatch mit einer umfassenden Recherche belegen. Das erschreckende Ergebnis: Deutschlandweit fällt etwa jede dritte (!) vorgeschriebene Betriebskontrolle aus, weil es in den Ämtern an Personal fehlt. Die Behörden wurden so lange kaputt gespart, dass allein im Jahr 2018 mindestens eine Viertelmillion vorgeschriebener Kontrollen einfach nicht durchgeführt wurde. Dabei sind regelmäßige Kontrollen eine wichtige Voraussetzung für hygienische und sichere Lebensmittel in Restaurants, Kantinen oder im Supermarkt!

Doch statt dass die Behörden neue Stellen schaffen, arbeitet Bundesministerin Julia Klöckner an einem ganz absurden Plan: Ihr Ministerium hat den Entwurf für eine bundesweite Vorschrift vorgelegt, nachdem künftig weniger – ja, weniger, nicht mehr! – Kontrollbesuche vorgeschrieben werden sollen. Weil die nötigen Stellen nicht da sind, damit die Ämter endlich ihre Aufgaben erfüllen können, sollen jetzt offenbar die Aufgaben einfach an den Personalmangel angepasst werden!

Das müssen wir verhindern – bitte appellieren Sie mit uns an Frau Klöckner und an die Verbraucherschutzministerinnen und -minister der Bundesländer, diese Pläne jetzt zu stoppen!

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Es ist leider kein Witz: foodwatch hat den brisanten, bis dahin unveröffentlichten Entwurf einer neuen Verwaltungsvorschrift publik gemacht, der eine massive Schwächung der Lebensmittelkontrollen bedeuten würde. Selbst für Risikobetriebe sollen nach dem Vorschlag des Klöckner-Ministeriums weniger Kontrollen vorgeschrieben sein. Statt bis zu täglichen Kontrollen schlägt das Ministerium höchstens noch wöchentliche Pflichtkontrollen vor. Selbst ein Unternehmen wie die Fleisch-Firma Wilke, die kürzlich wegen des Listerienskandals traurige Bekanntheit erlangt hat, würde nach den Klöckner-Plänen statt zwölf Mal nur noch vier Mal im Jahr im Rahmen von Routinekontrollen untersucht!

Das darf alles nicht wahr werden. Zum Glück können die Länder die Vorschrift im Bundesrat stoppen. Appellieren Sie deshalb mit unserer Aktion auch an die Verantwortlichen in den Bundesländern, „Nein“ zu den Plänen zu sagen!

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Hallo ,

das ist das deutlichste Ergebnis aller Zeiten: 53 Prozent von fast 70.000 Verbraucherinnen und Verbrauchern haben beim Goldenen Windbeutel für die Kinder-Tomatensoße von Zwergenwiese gestimmt. Noch nie zuvor hat ein Kandidat für den Goldenen Windbeutel einen so großen Anteil an Stimmen bekommen. Damit gewinnt Zwergenwiese ganz klar den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres 2019. Der Bio-Pionier mogelt Eltern eine Zuckerbombe in den Einkaufskorb: Das Kinderprodukt enthält ganze 140 Prozent mehr Zucker als die Tomatensoße für Erwachsene.

Wir waren gestern vor Ort am Firmensitz in Schleswig-Holstein, um Zwergenwiese den Negativpreis zu überreichen. Und tatsächlich: Erstmalig (!) hat ein Hersteller den Goldenen Windbeutel angenommen und der Chef war für eine Diskussion vor laufenden Kameras bereit.

Sie wollen wissen, was genau Zwergenwiese dort versprochen hat? Klicken Sie hier für unser Video der Verleihung:


Hier Video anschauen

Neben der Kinder-Tomatensauce von Zwergenwiese waren noch vier weitere Produkte für den Goldenen Windbeutel nominiert. Sehen Sie hier das Abstimmungsergebnis im Überblick:

Vielen Dank an alle, die sich an der Abstimmung beteiligt haben!

Ihr foodwatch-Team

P.S.: Werbelügen begegnen uns leider bei jedem Einkauf, denn noch immer darf die Lebensmittelindustrie legal täuschen. Wir setzen uns mit dem Goldenen Windbeutel dafür ein, dass morgen verboten ist, was heute noch legal ist. Wir schauen genau hin und entlarven den täglichen Etikettenschwindel. Das ist nur möglich, weil uns viele Menschen als Fördermitglieder mit 5 Euro im Monat unterstützen. Bitte helfen auch Sie uns, dass diese Arbeit weitergehen kann, werden Sie Fördermitglied von foodwatch!

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Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
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foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg
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Killer-Lobby — foodwatch

Hallo und guten Tag,

IMMER NOCH werden in Deutschland Jahr für Jahr etwa 45 Millionen (!) männliche Hühnerküken getötet, kaum dass sie geschlüpft sind. Mit Kohlendioxid vergast oder geschreddert – im Schnitt weit mehr als 100.000 Küken jeden einzelnen Tag!

Aber warum „IMMER NOCH“? Weil es das grausame Töten schon längst nicht mehr geben sollte:

  • Beinahe fünf Jahre ist es her, als der damalige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt ankündigte: spätestens 2017 ist Schluss. Passiert ist: nichts.
  • In ihrem aktuellen Koalitionsvertrag versprachen Union und SPD dann ohne Wenn und Aber: Bis Mitte der Wahlperiode wird das Kükentöten beendet. Das wäre jetzt, im Herbst 2019 – und passiert ist: wieder nichts.

Es wird auch weiterhin nichts passieren, wenn wir Verbraucherinnen und Verbraucher nicht Druck machen! Bitte helfen Sie uns dabei!

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Die jüngsten Winkelzüge sind wirklich empörend, liebe foodwatch-Interessierte. Denn vollmundig kündigt Julia Klöckner, unsere heutige Agrarministerin, an, dass der Ausstieg aus dem Kükentöten jetzt aber wirklich komme: ganz, ganz bestimmt bis Ende 2021 (dass sie das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag längst gebrochen hat, verschweigt sie dabei …).

Doch wie will die Ministerin das neue Ziel erreichen? Sie ahnen es vielleicht bereits, und es ist leider kein Witz: Mit einer gänzlich freiwilligen Selbstverpflichtung der Geflügelbranche!

Das Problem ist nur: Die wichtigsten Vertreter der Branche wollen das Kükentöten am liebsten gar nicht beenden und erst recht nicht schnell. foodwatch hat heute ein geheimes Lobbypapier veröffentlicht , mit dem der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft Frau Klöckner Mitte Oktober sein „großzügiges“ Angebot unterbreitet hat:

Als unverbindliches „Ziel“ solle die Zahl der getöteten Küken bis 2022 lediglich um die Hälfte gesenkt werden. Mit anderen Worten: Die Geflügel-Lobbyisten wollen auch in Zukunft noch mehr als 20 Millionen Küken pro Jahr ersticken lassen oder durch den Reißwolf jagen! Wann – oder OB überhaupt – sie zu einem vollständigen Ausstieg aus dem sinnlosen Töten bereit sind, lässt das Lobby-Papier vollkommen offen. Es ist der blanke Hohn!

Die Lobbyisten können anscheinend machen, was sie wollen, und unsere Ministerin setzt immer noch auf eine „freiwillige“ Einsicht. Ich frage mich: Wollen die uns eigentlich für dumm verkaufen? Wenn Sie diese Taktik, einfach immer weiter auf Zeit zu spielen, genauso falsch finden wie wir, dann helfen Sie uns im Kampf gegen diese unselige Praxis!

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Erst im Juni hatte sogar das Bundesverwaltungsgericht höchstrichterlich entschieden, dass das Kükentöten eigentlich gar nicht zulässig sein dürfte!

Denn unser Tierschutzgesetz besagt, dass Tiere nicht „ohne vernünftigen Grund“ gequält oder getötet werden dürfen. Allein die wirtschaftlichen Interessen von Unternehmen an Hennen, die auf maximale Legeleistung getrimmt sind, stellen keinen „vernünftigen Grund“ dar, so das Gericht – eigentlich doch eine Selbstverständlichkeit!

Leider hat das Gericht trotzdem nicht den sofortigen Stopp des Kükentötens beschlossen. Für eine Übergangszeit soll das sinnlose Sterben erlaubt bleiben. So lange nämlich, bis zum Beispiel ein Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei marktreif geworden ist, mit dem die Eier männlicher Küken schon vor dem Schlüpfen aussortiert werden könnten. Doch das kann dauern, wie wir bereits leidvoll erfahren haben – und in dieser Zeit sterben weiterhin jedes Jahr Millionen von Küken, die von den Brütereien auch aufgezogen werden könnten!

Eine bloße Ankündigungsministerin u

nd eine Lobby, die den Tierschutz blockiert: Es ist eine fatale Mischung – zumal das Bundesgericht noch nicht einmal begrenzt hat, wie lange denn diese „Übergangsphase“ gehen darf. Drei Jahre, fünf, zehn – noch länger?

Es wird also auf den Druck von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen! Wir finden, dass diese Praxis nicht bis zum St. Nimmerleinstag fortgesetzt werden darf. Wenn Sie auch finden, dass die ewigen Versprechungen nicht ausreichen und jetzt endlich Taten folgen müssen, dann werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch!

Das wahre Problem lässt sich auch mit Technik nicht lösen, liebe foodwatch-Interessierte.

Das wahre Problem besteht darin, dass unsere „Nutztiere“ allein der Profitmaximierung dienen sollen und ohne Rücksicht auf Verluste auf Höchstleistung gezüchtet werden! In der Tierhaltung gilt: Was nicht passt, wird passend gemacht – und wenn es die Tiere sind. Das Ergebnis:

Sauen im engen Kastenstand und Milchkühe in Anbindehaltung, fast jeder Möglichkeit beraubt, sich einfach nur zu bewegen. Menschen kupieren Schweinen die Schwänze, schneiden männlichen Ferkeln ohne Betäubung die Hoden ab und nehmen es in Kauf, dass Legehennen die Knochen brechen, weil ihr Körper das Kalzium in die Produktion der Eierschalen steckt und es für das eigene Skelett nicht mehr ausreicht. Statt Bedingungen zu schaffen, um Tiere so gesund und gut wie möglich halten zu können, versuchen wir, die Tiere nach unseren Bedingungen zu züchten. Damit muss Schluss sein!

foodwatch setzt sich für ein grundsätzliches Umdenken in der Tierhaltung und Tierzucht ein. Das ist auch eine Frage des Verbraucherschutzes, denn ich bin davon überzeugt: Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wollen tierische Lebensmittel kaufen – aber sie akzeptieren nicht, wie viele Tiere heute gehalten werden. Bitte unterstützen Sie uns dabei und werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch!

Wir finden: Die Bundesregierung sollte aufhören, auf freiwillige Lösungen zu setzen. Praktiken wie das sinnlose Kükentöten müssen endlich gestoppt werden. Alle Tiere müssen tiergerecht und so gesund wie möglich gehalten werden – in jedem landwirtschaftlichen Betrieb! Wir müssen den Druck auf die Politik erhöhen. Doch dazu benötigen wir Ihre Hilfe! Wenn Sie ENDLICH die Sicherheit haben wollen, beim Lebensmitteleinkauf keine Tierquälerei zu unterstützen, dann helfen Sie uns in unserer Arbeit für eine tiergerechtere Haltung. Je mehr Unterstützerinnen und Unterstützer foodwatch hinter sich weiß, umso besser können wir uns Gehör verschaffen. Stellen Sie sich hinter uns!

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Vielen Dank und herzliche Grüße
Ihr
Martin Rücker
Geschäftsführer

Weiterführende Informationen und Quellen:
Dieser Newsletter mit allen relevanten Quellen.
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So hat Zwergenwiese reagiert — foodwatch

Danke, dass Sie beim Goldenen Windbeutel mitgemacht haben! Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo,

Ja, Sie lesen richtig. Mit der Aussage „Je jünger das Kind, desto süßer ’sollte‘ das Produkt sein“ verteidigt Bio-Pionier Zwergenwiese seine zuckrige Kinder-Tomatensauce, die für den Goldenen Windbeutel nominiert ist. Dafür kassiert  Zwergenwiese vom Präsidenten der Kinderärzte Dr. Fischbach eine verbale Ohrfeige: „Das ist ebenso dumm wie gefährlich. Geschmack wird anerzogen und es gehört in die Verantwortung von Herstellern wie Eltern, hier die richtigen Weichen zu stellen.“ Dieses Beispiel zeigt besonders gut, welche irrsinnigen Argumente von der Lebensmittelindustrie benutzt werden, um ihre ungesunden und überzuckerten Produkte an Verbraucherinnen und Verbraucher zu bewerben. Und es zeigt auch, warum wir jedes Jahr den Goldenen Windbeutel verleihen.

Vielen Dank, dass Sie bereits Ihre Stimme für ein Produkt abgegeben haben! Jetzt brauchen wir nochmal Ihre Unterstützung, denn wir möchten Zwergenwiese und die anderen Hersteller weiter unter Druck setzen, damit sie mit den Tricks und Täuschungen aufhören. Je mehr Menschen beim Goldenen Windbeutel mitmachen, desto klarer ist das Signal an die Hersteller. Teilen Sie daher die Abstimmung zum Goldenen Windbeutel mit Ihren Kollegen, Ihrer Familie und Ihren Freundinnen.

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Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Herzliche Grüße

Ihr foodwatch-Team

P.S.: Corny hat bereits angekündigt, seinen vermeintlichen Fitness-Riegel vom Markt zu nehmen. Hipp weist unsere Kritik mit fadenscheinigen Argumenten ab. Auf die Antworten von Yakult und Rewe warten wir noch. Die Reaktionen der Hersteller und andere Informationen zum Goldenen Windbeutel finden Sie in Kürze auf unserer Webseite.

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