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Gesucht: die dreisteste Werbelüge im Supermarkt

Jetzt im Schummelmelder Werbelüge einreichen! Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo und Guten Tag,

„Gesunde“ Zuckerbomben, Hühnersuppe ohne Hühnerfleisch und „Natur“-Produkte mit Zusatzstoffen – im Supermarkt tummelt sich munter ein Schummelprodukt neben dem anderen. Hersteller tricksen, um ihre Produkte besser aussehen zu lassen, sie tricksen, weil es die Wettbewerber auch tun – und sie tricksen, weil es häufig ganz legal ist und keine Behörde einschreiten kann. Das nervt Sie genau so wie uns? Dann hat es sich jetzt bald ausgetrickst – und das mit Ihrer Hilfe! In den nächsten Wochen suchen wir Kandidaten für die dreisteste Werbelüge des Jahres – den Goldenen Windbeutel. Egal ob im Supermarkt oder am Mittagstisch: Wann immer Ihnen eine Werbelüge begegnet, reichen Sie diese auf unserer neuen Webseite – dem foodwatch-Schummelmelder ein.

Hier Werbelüge einreichen

Die Erfahrung zeigt: Nur wenn Verbraucherinnen und Verbraucher sich beschweren, sind die Hersteller zu Änderungen bereit. Daher sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Je mehr Produkte im Schummelmelder eingereicht werden, umso deutlicher die Botschaft an die Lebensmittelindustrie: Wir lassen uns nicht länger mit dreisten Werbelügen und Schummelprodukten abspeisen!

Wie lade ich ein Produkt im Schummelmelder hoch?
Wann immer Ihnen eine Werbelüge begegnet, machen Sie mit Ihrem Smartphone ein Foto von der gesichteten Werbelüge und laden Sie es im Schummelmelder hoch. Dies können Sie auch direkt vom Handy machen. Wenn Sie kein Smartphone haben, können Sie auch mit einer Fotokamera ein Bild machen und es von Ihrem Computer oder Laptop aus hochladen.
Jetzt Werbelüge einreichen:
www.schummelmelder.de

Über den Schummelmelder können Sie ein deutliches Signal an die Lebensmittelindustrie senden – und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei foodwatch aktiv helfen, den Tricks der Hersteller auf die Schliche zu kommen. Einige der Produkte werden in die engere Auswahl für den Goldenen Windbeutel kommen und dann zur Wahl stehen – vielleicht auch Ihres? 

Viel Spaß beim Einreichen und herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Viele Grüße

Ihr foodwatch-Team

Hier Bildergalerie mit Werbelügen ansehen!

P.S.: Der foodwatch-Schummelmelder ist ein Resultat Ihres Engagements! Denn: wir bekommen immer wieder Werbelügen von Verbraucherinnen und Verbrauchern per E-Mail oder Facebook zugeschickt. Und da dachten wir uns: Warum nicht eine Plattform erstellen, wo Sie direkt Werbelügen hochladen können. Daher möchten wir uns bei Ihnen bedanken und Ihnen viel Spaß mit dem Schummelmelder wünschen!

Impressum

Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
E-Mail: 
aktuell@foodwatch.de
Info-Telefon: 030 – 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg
Geschäftsführer sind Dr. Thilo Bode und Martin Rücker.

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Das gefährdet unsere Demokratie!

Wie der Einfluss von Konzern- und Agrarlobbyisten das Gemeinwohl gefährdet. Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo und guten Tag, 

haben Sie sich schon einmal gefragt, WARUM eigentlich so viele umstrittene Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt werden dürfen, obwohl die meisten Menschen das ablehnen? WARUM die wichtigsten Angaben auf Lebensmittelpackungen in winzig kleiner Schrift versteckt auf der Rückseite stehen? Oder WARUM die Tierschutzstandards nicht endlich besser kontrolliert werden?

Ein Teil der Antwort liegt sicher in dem, was die frühere Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner laut „Spiegel“ einem Bundestagsabgeordneten beim Bier gestanden haben soll: „Ich tue alles, was der Bauernverband will.“

Eine gewählte Volksvertreterin und vereidigte Ministerin, die sich ihre Politik von der Agrarlobby diktieren lässt? Das ist schlimm – noch schlimmer aber ist, dass es sich bei der Ministerin mitnichten um einen Einzelfall handelt. Im Gegenteil: Die Macht der Einflüsterer vom Bauernverband und den Lobbyverbänden der Lebensmittelindustrie ist gewaltig, und wir spüren sie jeden Tag. Mit foodwatch kämpfen wir dafür, dass die Interessen von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht unter die Räder geraten – helfen Sie uns dabei und werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch!

Wie groß der Einfluss der Lobbyisten tatsächlich ist, lässt sich an einigen erschreckenden Beispielen nur erahnen:

  • Die Wissenschaftler der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) haben im Auftrag der Bundesregierung Qualitätsstandards für eine gute Ernährung in Kindergärten entwickelt. Aber: Das Ernährungsministerium hat sie danach nicht einfach veröffentlicht, sondern erst einmal dem Lobbyverband der Lebensmittelwirtschaft zur Stellungnahme gegeben – und die Standards daraufhin allen Ernstes abgesenkt! Die Lobbyisten freuten sich, dass sie „zahlreiche Inhalte“ noch „verbessern“ konnten. Konkret: Künstliche Aromen, Geschmacksverstärker, Schmelzkäse oder Süßstoffe blieben in den Kitas weiter „erlaubt“. Und das entgegen dem Rat der unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler!

  • Eine Milliarde Euro (!) hat die Lebensmittelindustrie EU-weit investiert, um die von zahlreichen Verbraucherinnen und Verbrauchern gewünschte Ampelkennzeichnung für Lebensmittel zu verhindern – mit vollem Erfolg, es gibt bis heute keine verbindliche Nährwert-Ampel. In der Lobby-Schlacht um die Kennzeichnungsvorgaben baute die Lebensmittelindustrie ihre „Informations“-Stände sogar mitten im Europaparlament auf! Auch eine bessere Herkunftskennzeichnung, für die sich das Europaparlament schon ausgesprochen hatte, verhinderte sie. Und sie drückte zusätzlich noch eine 1,2-Millimeter-große Schrift für die Angaben auf Etiketten durch, nachdem ursprünglich größere Angaben vorgesehen waren.
  • Die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung zeigt besonders deutlich, welche Macht die Wirtschaftslobby hat. Bei ihrer Risikobewertung schrieb die zuständige Behörde aus Monsanto-Studien ab. Und als bei der EU-Abstimmung das deutsche „Ja“ den Ausschlag für eine erneute Zulassung des Ackergifts gab, hatte der damalige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt gute Unterstützung: Sein Staatssekretär Peter Bleser nämlich ist in der Branche bestens vernetzt. Vor seinem Amt im Ministerium war er nicht einfach nur der „verbraucherschutzpolitische Sprecher“ seine Fraktion, sondern saß auch im Aufsichtsrat eines Agrarhändlers mit Milliardenumsatz. Und ließ sich auch mal zum „Paten“ (!) eines Monsanto-Gentechnikfeldes ernennen! Wenig überraschend, dass Monsanto bis heute seine Studien, nach denen Glyphosat angeblich unbedenklich sei, noch nicht einmal veröffentlichen muss…

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Das alles dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen. Wir dürfen nicht länger zulassen, dass sich Politiker zum Büttel der Industrie machen und sich mehr für den Profit der Industrie- und Agrarkonzerne einsetzen als für die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher. Das aber geschieht immer und immer wieder. Bitte helfen Sie uns, diese Fälle ans Licht zu bringen und immer wieder unseren Finger in die Wunde zu legen – seien Sie dabei als Förderin/Förderer von foodwatch!

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Der einseitige Einfluss von Konzern- und Agrarlobbyisten gefährdet das Gemeinwohl und die Demokratie.

Allein der Bauernverband habe in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich eine Vielzahl strengerer Umwelt- und Tierschutzvorgaben verhindert, zitierte die Süddeutsche Zeitung einen Abgeordneten.

Ja, es ist die bittere Wahrheit: Der lange Arm der Wirtschaftslobbyisten reicht hinein bis in unsere Ställe, Supermärkte und Kindergärten!

Es ist aber nicht damit getan, diesen Missständen auf die Schliche zu kommen. Wir müssen uns wehren. Wehren Sie sich gemeinsam mit uns und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch! Wir sind fest davon überzeugt: Die beschriebenen Fälle sind nur die kleine Spitze eines gewaltigen Eisbergs. Wir wissen nur einen Bruchteil, das meiste geschieht im Verborgenen. Aber wir dürfen das nicht länger hinnehmen. Mit foodwatch wollen wir eine starke Gegenlobby aufbauen – helfen Sie uns dabei und werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch!

Schätzungen zufolge sind allein in Brüssel 25.000 Lobbyisten aktiv, mit einem Jahresbudget im Milliardenbereich nehmen sie Einfluss auf die Gesetzgebung der EU, oftmals hinter verschlossenen Türen – und die meisten arbeiten für Unternehmen oder Wirtschaftsverbände. Mit öffentlichen Recherchen und Kampagnen wollen wir dagegenhalten. Welchen Einfluss Industrie und Konzerne haben, muss ans Tageslicht – und wir müssen etwas dagegensetzen!

Bitte stärken Sie uns als Antwort auf Nestlé, Monsanto, Zuckerlobby & Co. – unterstützen Sie uns dabei, eine starke, europaweite Verbraucherorganisation aufzubauen – werden Sie noch heute Mitglied von foodwatch!

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Vielen Dank und herzliche Grüße,
Ihr
Martin Rücker,
Geschäftsführer

Weiterführende Informationen und Quellen:
Dieser Newsletter mit allen relevanten Quellen
Bildquelle: © Fotolia.com/Robert Kneschke

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Vom Amazonas bis Kenia: Wie Nestlé & Co. Menschen weltweit krank machen

Wie globale Unternehmen uns schaden und die Demokratie zerstören. Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo und guten Tag, 

wussten Sie, dass sich in 73 Ländern der Erde der Anteil der Fettleibigen seit 1980 mindestens verdoppelt hat? Betroffen sind neben den westlichen Industrienationen auch viele Länder in Asien, Afrika, Südamerika und dem Mittleren Osten. Besonders leiden junge Menschen: 124 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit sind fettleibig, etwa zehn Mal so viele wie 1975. Für diese globale Fettleibigkeitsepidemie tragen die internationalen Lebensmittelkonzerne eine große Mitverantwortung: Nestlé, Coca-Cola & Co. brüsten sich gerne damit, Armut und Mangelernährung zu bekämpfen – doch in Wahrheit drängen die Weltkonzerne mit aggressiven Marketingmethoden und zwielichtigen Lobby-Verbindungen gezielt in die Märkte in ärmeren Ländern. Die hochkalorischen und stark verarbeiteten Lebensmittel verdrängen traditionelle Ernährungsweisen – Fehlernährung und ernährungsbedingte Krankheiten sind die dramatischen Folgen.

Vielleicht denken Sie jetzt: Diese Machenschaften von Nestlé & Co. sind doch nichts Neues. Ja, klar – aber die neuen Recherchen von foodwatch-Gründer Thilo Bode zu den konkreten Praktiken der Konzerne haben selbst uns teilweise überrascht … Lesen Sie hier mehr darüber, wie Nestlé, Coca-Cola und andere Global Player der Ernährungsindustrie Menschen weltweit krank machen:

So machen Nestlé & Co. weltweit Menschen krank

Mehr von unseren Themen:

Schulmilch: Es tut sich was!

Bei unserer Aktion gegen gezuckerte Schulmilch auf Kosten der Steuerzahler tut sich richtig was: Nach Hessen hat jetzt auch NRW reagiert und immerhin angekündigt, das Programm zu überprüfen. Bis zu den Herbstferien soll eine Entscheidung fallen. Nur Berlin und Brandenburg stellen sich immer noch stumm. Wir müssen daher weiter Druck machen! Wir fordern: Angesichts des ohnehin schon zu hohen Zuckerkonsums von Kindern dürfen die Bundesländer gezuckerte Milchprodukte wie Kakao oder Vanillemilch nicht länger subventionieren und vergünstigt an Schulen abgeben:

Keine Zuckermilch an Schulen!

Belgien führt Ampel ein!

Nach Großbritannien und Frankreich führt nun auch Belgien eine Nährwert-Ampel für Lebensmittel ein. Um es den Menschen „leichter zu machen, sich für eine gesunde Ernährung zu entscheiden“, soll auf die Verpackungen belgischer Produkte in Kürze zusätzlich eine Ampelkennzeichnung gedruckt werden, erklärte die belgische Gesundheitsministerin am Dienstag. Und in Deutschland? Wehrt sich Bundesernährungsministerin Julia Klöckner weiterhin mit Händen und Füßen gegen eine farbliche Kennzeichnung von Zucker, Salz & Co. – obwohl Ärzteverbände, Krankenkassen und Verbraucherorganisationen ein Ampel-System schon seit Jahren fordern und auch die Mehrheit der Menschen in Deutschland eine Ampel will. Wir finden: Frau Klöckner sollte endlich den Appellen der Fachwelt folgen, statt nach der Pfeife der Lebensmittel-Lobby zu tanzen! Unterstützen Sie unsere Protestaktion für eine Lebensmittelampel und für weitere wirksame Maßnahmen gegen Fehlernährung und Fettleibigkeit:

Protestaktion unterstützen! 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr foodwatch-Team

P.S.: Die Macht globaler Konzerne war gestern auch Thema in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ –  zu Gast: foodwatch-Gründer Thilo Bode, der unter anderem über die Machenschaften der Lebensmittelkonzerne berichtete. Spannend! Die vollständige Sendung finden sie hier:

www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-23-august-2018-100.html

Weiterführende Informationen und Quellen:
Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zu Übergewicht weltweit
Foto: Nestlé

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Bye, bye Zuckermilch: Das ist IHR Erfolg!

Unser Protest hat die Finanzierung gezuckerter Milchgetränke in Hessen beendet! Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo und guten Tag, 
danke für Ihre Protest-E-Mail an die vier Zucker-Bundesländer – Hessen hat am Freitag angekündigt, die Finanzierung gezuckerter Milchgetränke an Schulen zu stoppen! Wir finden: Berlin, Brandenburg und NRW müssen direkt nachziehen! Und dafür brauchen wir noch einmal Ihre Unterstützung: Wir möchten den Druck durch unseren E-Mail-Protest an die verbleibenden drei Bundesländer jetzt aufrechterhalten, damit auch sie sobald wie möglich die Zuckermilch-Finanzierung beenden. Teilen Sie unsere Aktion bei Facebook und Twitter oder leiten Sie diese E-Mail an  Freundinnen, Bekannte und Familie weiter.

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Die hessische Landesregierung hat das Problem im Vergleich zu den anderen Bundesländern direkt erkannt und reagiert. Bereits am Freitag schrieb Ministerin Priska Hinz über Twitter:

Priska Hinz hat das einzig Richtige getan: Die absurde Praxis, mit Steuergeldern die Fehlernährung von Kindern zu fördern, hat in Hessen bald ein Ende. Daran sollten sich die Regierungen in Berlin, Brandenburg und NRW ein Beispiel nehmen und Zuckermilch nicht länger subventionieren. Denn Kinder essen viel zu viel Zucker. Wer das mit Steuergeldern auch noch fördert, betreibt verantwortungslose Politik auf Kosten der Kindergesundheit.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr foodwatch-Team

P.S.: Um solche Erfolge erzielen zu können, sind wir auch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Wenn Sie jetzt noch mehr machen möchten, als unsere Aktion zu teilen, dann werden Sie doch foodwatch-Fördermitglied: www.foodwatch.de/mitglied-werden

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Zucker in Schulen auf Staatskosten – jetzt protestieren!

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Die EU will aus gesundheitlichen Gründen keine gezuckerte Schulmilch mehr fördern. In Deutschland haben jedoch vier Bundesländer eigens Ausnahmeregelungen geschaffen, um weiterhin gezuckerte Milchgetränke wie Kakao oder zum Teil Erdbeermilch an Schulen zu finanzieren – obwohl Ärzte und Ernährungsexperten davon abraten. Stattdessen könnte an allen Schulen Obst und Gemüse vergünstigt oder kostenlos abgeben werden. Schreiben Sie jetzt an die vier Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hessen und NRW und fordern Sie das Ende dieser mit Steuergeldern finanzierten Fehlernährung!

Hier E-Mail-Aktion unterzeichnen

Hallo und guten Tag,

bestimmt gibt es in ihrer Familie oder in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis Kinder, bei denen gerade die Schule begonnen hat oder in den nächsten Wochen beginnt. Oder Sie können sich vielleicht an den Kakao in Tetrapaks oder kleinen Glasflaschen aus ihrer eigenen Schulzeit erinnern. Dass diese Milchgetränke viel Zucker enthalten ist Ihnen vermutlich bekannt. Sie wurden jahrelang von der EU subventioniert. Im letzten Jahr jedoch hat die EU ihr Förderprogramm für das Schul- und Kitaessen überarbeitet. Seitdem dürfen subventionierte Lebensmittel eigentlich keine Zusätze von Zucker, Salz, Fett oder Süßungsmittel enthalten – allerdings können Ausnahmeregelungen geschaffen werden. Und in Deutschland haben vier Bundesländer genau das gemacht: Berlin, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Jetzt protestieren!
Zufälligerweise handelt es sich genau um jene Bundesländer, in denen FrieslandCampina („Landliebe“) als Schulmilchlieferant auftritt. Das Unternehmen – einer der größten Molkereien Deutschlands – beliefert insgesamt rund 5.000 Schulen. Offensichtlich haben die Landesregierungen vor allem die Absatzförderung für die Milchwirtschaft im Blick und nicht die Gesundheit der Kinder. Damit muss Schluss sein! Die EU begründete die Überarbeitung ihres Förderprogramms für Schul- und Kitaessen ausdrücklich mit der Zahl übergewichtiger Kinder. In Deutschland 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen gelten als übergewichtig – ein wesentlicher Grund dafür ist eine unausgewogene Ernährung.

Hier mitmachen!

Die Bundesländer verteidigen sich unter anderem mit dem Argument: Wenn sie gezuckerte Milchgetränke nicht fördern würden, würden die Kinder gar keine Milch trinken. Doch diese Logik – besser Zucker-Milch als keine Milch – ist hanebüchen. Wenn Kinder kein Obst essen möchten, gibt man ihnen doch auch keine Obsttorte als Ersatz. Gesundheitsexperten raten explizit von gezuckerten Milchprodukten für Kinder ab. Berlin und Brandenburg rechtfertigten ihr Zucker-Programm sogar mit einer „Kakao-Studie“ – als wir weiter bohrten und nach der Studie fragten, erhielten wir nur einen PR-Newsletter. Verantwortlich für diesen Newsletter: Ausgerechnet FrieslandCampina!

Und all das passiert auf Kosten der Steuerzahler und auf Kosten der Kindergesundheit. Wenn Ihnen das genauso gegen den Strich geht wie uns, dann nehmen Sie an unserer E-Mail-Aktion an die zuständigen Ministerinnen und Minister der vier Bundesländer teil.

Jetzt teilnehmen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr foodwatch-Team

P.S.: Und nein, es geht uns nicht um das Verbot einer staatlichen Subventionierung von Milch für Kinder. Sondern um ein Ende der Finanzierung von gezuckerten Milchgetränken wie Kakao. Stattdessen könnte es vergünstigt oder kostenlos Obst und Gemüse geben. Wenn Sie das genau so sehen und noch mehr machen möchten, als an dieser E-Mail-Aktion teilzunehmen, dann werden Sie doch foodwatch-Fördermitglied: www.foodwatch.de/mitglied-werden

Weiterführende Informationen und Quellen:
DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Schulen
foodwatch-Recherchen zu der Umsetzung des EU-Schulprogramms in Berlin, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen inklusive Zitaten aus dem Schriftwechsel mit den Bundesländern

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Was für eine Schweinerei!

Jedes vierte tierische Lebensmittel stammt von einem kranken Tier. Das können Sie tun…  Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo und guten Tag, 

letzten Monat hat die Bundesregierung erschreckende Zahlen zu staatlichen Tierschutz-Kontrollen in deutschen Tierhaltungsbetrieben veröffentlicht: Sie werden nicht nur selten, sondern im Durchschnitt nur alle 17 (!) Jahre kontrolliert. Im Durchschnitt heißt, manchmal auch noch seltener. So in Bayern: Da finden Tierschutz-Kontrollen nur etwa alle 50 Jahre statt. Das bedeutet, dass manche Tierhalter ihr ganzes Berufsleben lang nicht kontrolliert werden!

Liebe foodwatch-Interessierte, wir finden, dass diese Zahlen für sich sprechen und offizielle Äußerungen über das angeblich hohe Tierschutzniveau in Deutschlands Ställen als dreiste Ammen-Märchen entlarven.

Zumal heutzutage eigentlich jeder weiß, dass es den Nutztieren in unserem wohlhabenden Land verzweifelt schlecht geht. WIE schlecht es ihnen geht und wie groß ihre Schmerzen sind, können uns die Millionen Kühe, Schweine und Hühner nicht sagen. Aber wir alle wissen, dass jeden Tag in unseren Ställen gelitten und gestorben wird.

Wenn Sie auch finden, dass es nicht mehr reicht zu klagen, sondern dass gehandelt werden muss, dann helfen Sie uns dabei!

Jetzt foodwatch unterstützen

Weil sie sich nicht wehren und nicht sprechen können, können sie uns auch nicht mitteilen, wie viel Quadratmeter Platz sie denn bräuchten, damit es ihnen gut ginge. Die Hennen können uns nicht sagen, wieviel Eier sie legen könnten, ohne zu leiden und die Kühe können uns nicht sagen, wieviel Milch sie geben könnten, ohne sich zu quälen.

Aber wir Menschen (zumindest einige von uns) sind mitfühlende Wesen, die spüren, dass es einem Tier nicht wirklich gut gehen kann, wenn es auf kleinstem Raum gehalten wird und in vielen Fällen niemals das Tageslicht sieht. Das täglich „Höchstleistungen“ zu bringen hat und Eier oder Milch in Rekordmengen abliefern muss. Oder „einfach nur“ so schnell wie möglich zu wachsen hat, damit es nach möglichst kurzer Zeit getötet werden kann. Wenn auch Sie der Meinung sind, dass das nicht so weitergehen darf, dann helfen Sie uns dabei, diese Zustände zu ändern und werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch.

Weil wir mit den Tieren nicht sprechen können, sind wir auf Daten angewiesen, die uns über das Befinden der Tiere Auskunft geben. Das sind Gesundheits- oder besser Krankheitsdaten aus jedem Stall. Wir haben bei foodwatch tausende Daten aus zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten zusammengetragen und das Ergebnis ist niederschmetternd: Etwa jedes vierte (!) Nutztier in Deutschland ist krank. In manchen Betrieben sieht es noch viel schlimmer aus, in manchen besser. Doch im Durchschnitt bedeutet das, dass jedes vierte tierische Produkt, das wir kaufen und verzehren von einem kranken Tier stammt. Und sehr, sehr oft sind diese Krankheiten, die Schmerzen und die Leiden vermeidbar.

Um welche Krankheiten handelt es sich?

Kühe: Die häufigste Erkrankung von Kühen ist die extrem schmerzhafte Euterentzündung. Statistisch gesehen, stammt jeder vierte Liter Milch von einer Kuh mit Euterentzündung. Klauenerkrankungen, Gelenkveränderungen, Lahmheiten und Stoffwechselstörungen sind ebenfalls an der Tagesordnung.

Schweine: Sie leiden in vielen Fällen unter Klauen- und Gelenkentzündungen, blutigem Durchfall, nässenden Ekzemen, Gebärmutter- und Lungenentzündungen sowie eitrigem Augenausfluss, trockenem Brüllhusten und vielem mehr.

Hühner: Fast alle Masthühner sind auf maximalen Fleischansatz der Brustmuskulatur gezüchtet. Der Körperschwerpunkt ist in der Folge verlagert. Dadurch sind Hüften, Gelenke, Beine deformiert und sie humpeln und lahmen. Fußballenentzündungen sind die Regel. Jede zweite Legehenne leidet unter Knochenweiche und Knochenbrüchen. Eine Folge der hohen Legeleistung: Das für die Eierschalenbildung notwendige Kalzium wird den Knochen entzogen.

Diese Liste der Krankheiten könnte beinah beliebig erweitert und mit Details angereichert werden. Aber das wollen wir Ihnen ersparen. Das, was Sie und wir von foodwatch wissen, reicht aus, um sagen zu können: Das dürfen wir nicht länger zulassen.

Wir sind der Meinung, dass sich die Menschlichkeit einer Gesellschaft auch daran bemisst, wie sie mit den schwächsten Geschöpfen – also den Tieren – umgeht, die sie zur Nahrungsmittelproduktion benutzt. Wenn Sie diese Meinung teilen, dann schließen Sie sich uns an!

Jetzt Förderin/Förderer werden

Zwar sind die Haltungsbedingungen gesetzlich festgelegt – zum Beispiel wie groß die Ställe sein sollen und ob und wieviel Stroh vorhanden sein muss. Es gibt auch Abstufungen zwischen konventioneller und biologischer Haltung und den Vorschriften verschiedener Verbände. Doch all dies sagt nichts darüber aus, wie krank oder gesund ein Tier ist. Die Unterschiede von Betrieb zu Betrieb können enorm sein und – ob uns das gefällt oder nicht – das gilt auch für die ökologische Landwirtschaft. Das Haltungsverfahren allein ist leider kein Garant dafür, dass die Tiere auch wirklich ein gutes Leben haben. Die Vermeidung und Verhinderung von Krankheiten ist eine Herausforderung, der sich jeder Tierhalter stellen und an deren Erfolg oder Misserfolg er sich messen lassen muss.

foodwatch setzt sich dafür ein, dass die Tiergesundheit in Zukunft DAS entscheidende Kriterium beim Nutztier-Schutz wird. Wir wollen, dass es klare Zielvorgaben für die Gesundheit aller Tiere gibt und die Einhaltung dieser Vorgaben konsequent und transparent überwacht und durchgesetzt wird.

Wir wollen, dass die Lebensbedingungen den Bedürfnissen der Tiere angepasst werden und nicht umgekehrt. Damit wir als Verbraucherinnen und Verbraucher sicher sein können, dass uns der Handel keine Milch, keinen Käse, kein Fleisch und keine Eier mehr von krank gemachten, leidenden Geschöpfen unterjubelt! Wenn Sie diese Forderungen unterstützen, dann werden Sie ein Teil von foodwatch.

Denn nur, wenn sich möglichst viele Menschen hinter uns stellen und damit kundtun, dass sie als nicht-vegane Verbraucherinnen und Verbraucher nicht mehr länger ungewollt eine tierquälerische Nahrungsmittelproduktion unterstützen wollen, können wir die Politik und die Nahrungsmittelproduzenten zum Umsteuern bewegen.

Jetzt foodwatch unterstützen

Vielen Dank und herzliche Grüße,
Ihr
Matthias Wolfschmidt
Internationaler Kampagnendirektor

Weiterführende Informationen und Quellen:
Informationen der Bundesregierung zu Tierschutzkontrollen
Jedes vierte Tierprodukt stammt von einem kranken Tier (inkl. Studien)
Foto: Fotolia.com / Dusan Petkovic 

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Mikroplastik in Mineralwasser

https://www.foodwatch.org/de/informieren/aktuelle-nachrichten/trinken-wir-mikroplastik/

Trinken wir Mikroplastik?

26.07.2018

Gerade in diesen heißen Sommertagen greift man häufig dazu: die eiskalte Flasche Mineralwasser. Doch was ist, wenn Mineralwasser – egal ob in Plastik- oder Glasflasche – winzige Plastikpartikel enthält, die wir mit dem bloßen Auge nicht sehen können?

Eine dem Verbraucherschutzministerium in Nordrhein-Westfalen unterstellte Behörde hat Ende 2017 eine Studie veröffentlicht, in der Mikroplastik-Partikel in Mineralwasser nachgewiesen wurden. Jedoch nennt das Ministerium auf Nachfrage von uns keine Hersteller- oder Produktnamen. Dabei ist es das Mindeste, dass Verbraucherinnen und Verbraucher erfahren, in welchen Produkten Mikroplastik enthalten ist.

Mikroplastik auch in Meeresfrüchten und Salz

Zahlreiche Studien wiesen in den letzten Jahren nach, dass Lebensmittel winzige Plastikpartikel und -fasern enthalten, wie etwa Meeresfrüchten oder Meersalz „Fleur de Sel“.

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA-MEL) hat in einer Kooperation mit der Universität Münster in einer Laboranalyse von November 2017 nun auch in Mineralwasser Mikroplastik nachgewiesen.

Getestet wurden dabei 38 Produkte, darunter sowohl Plastik- als auch Glasflaschen. Besonders hoch waren die Werte bei Wasser aus Mehrweg-Plastikflaschen. Doch auch in einigen Mineralwässern in Glasflaschen war eine erhöhte Zahl an Mikroplastik-Partikeln enthalten.

foodwatch hatte im Februar 2018 einen Antrag auf Herausgabe der Herstellernamen unter Berufung auf das Verbraucherinformationsgesetz (VIG) gestellt. Doch das Verbraucherschutzministerium Nordrhein-Westfalen lehnte den Antrag ab, unter anderem weil die betroffenen Analysen im Rahmen eines laufenden Promotionsverfahrens durchgeführt wurden.

„Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium stellt Wirtschaftsinteressen über Verbraucherinteressen, wenn es die Namen der Mineralwasser-Marken, die mit Mikroplastik belastet sind, geheim hält“, kritisierte Sophie Unger von foodwatch. „Wenn eine staatliche Behörde Tests durchführt, haben Verbraucherinnen und Verbraucher ein Recht darauf, die Ergebnisse zu erfahren. Die Menschen wollen wissen, welche Wässer Mikroplastik enthalten. Doch dazu müssen erstmal alle Fakten auf Tisch. Besonders bei einem Lebensmittel wie Mineralwasser, das Viele jeden Tag in großen Mengen konsumieren.“

Sophie Unger, Campaignerin bei foodwatch

Risiken unklar

Ob Mikroplastik gesundheitliche Schäden hervorrufen kann, ist derzeit noch völlig unklar. Es gibt Hinweise darauf, dass der Verzehr von Mikroplastik Entzündungen beim Menschen hervorrufen könnte. Obwohl die zuständigen Behörden – das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) – schon seit Jahren zu dem Thema arbeiten, gibt es bislang keine Risikobewertung zu Mikroplastik. Das liegt laut BfR daran, dass es bislang zu wenig belastbare Daten zu Mikroplastik in Lebensmitteln gibt. Trotzdem hat das BfR foodwatch gegenüber im Hinblick auf die Studie aus Nordrhein-Westfalen angegeben, dass „nach dem derzeitigen Stand der Kenntnis kein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher angenommen“ werde.

Das heißt also: Einerseits kann das BfR keine gesundheitliche Bewertung von Mikroplastik in Lebensmitteln vornehmen, da hierfür die Daten fehlen – andererseits nimmt sie an, dass durch die Funde im Mineralwasser kein Risiko bestehe.

Ja, was denn nun? Das BfR muss endlich Tacheles reden. Wir brauchen eine richtige Risikobewertung und keine Mutmaßungen. Wenn die Daten fehlen, müssen sie erhoben werden!

Wir wollen es wissen!

Möchten Sie auch wissen, in welchen Mineralwässern Mikroplastik enthalten ist? Dann wenden Sie sich hier an das Verbraucherministerium NRW und fordern Sie die Veröffentlichung der Herstellernamen und Produkte!

https://www.foodwatch.org/de/informieren/mikroplastik/e-mail-aktion/

Jetzt mitmachen und die Aktion per E-Mail unterzeichnen!

So geht es weiter nach JEFTA

JEFTA ist durch – aber wir kämpfen weiter Um den Newsletter online zu lesen,
klicken Sie bitte hier .

Hallo und guten Tag,

Sie haben es bestimmt heute in den Nachrichten mitbekommen: JEFTA ist durch – das Handelsabkommen zwischen der EU und Japan ist heute in Tokio unterzeichnet worden. Damit wurde der Vertrag in einem Schnellverfahren an den nationalen Parlamenten vorbei gewunken und soll bereits nächstes Jahr in Kraft treten.

Unser Ziel, dass der Deutsche Bundestag und die Parlamente in den anderen EU-Ländern über einen so weitreichenden Vertrag mitentscheiden, haben wir leider nicht erreicht. Doch davon lassen wir uns nicht unterkriegen! Fest steht: Wir bleiben dran. Nicht, weil wir gegen internationalen Handel sind. Sondern weil wir uns für faire und demokratische Handelsabkommen stark machen.

Deshalb möchten uns wir uns ganz herzlich bei Ihnen für Ihre Unterstützung bei unserer E-Mail-Aktion zum Freihandelsabkommen JEFTA bedanken! Gemeinsam mit 35.791 anderen Menschen haben Sie sich in den vergangenen Monaten gegen die Umgehung der nationalen Parlamente bei den Verhandlungen zu JEFTA eingesetzt. Ohne Ihre E-Mail ist dieser Protest nicht möglich.

Sie möchten wissen, wie es jetzt weiter geht?

Ja, JEFTA ist unterzeichnet worden und vielleicht sagen Sie jetzt, was bringt es denn, sich gegen Freihandelsabkommen einzusetzen? Das bringt etwas, weil wir uns nicht entmutigen lassen und Sie uns dabei unterstützen können! Die Europäische Union verhandelt zurzeit hinter verschlossenen Türen eine ganze Reihe weiterer Abkommen, die ähnlich gefährlich sind – zum Beispiel mit dem südamerikanischen Staatenbund MERCOSUR. Dagegen setzen wir uns weiter ein. Falls Sie noch nicht an unserer E-Mail-Aktion teilgenommen haben, können Sie das hier tun:

Hier protestieren!

Ansonsten empfehlen Sie bitte die Protestaktion Ihren Freunden und Bekannten weiter – jede Stimme ist wichtig!

Aktion weiterempfehlen!

Auch in Sachen CETA lassen wir nicht nach: Gemeinsam mit den Organisationen Campact und Mehr Demokratie bereiten uns derzeit auf das Hauptsacheverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht vor. Dort haben wir Verfassungsbeschwerde gegen das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen eingelegt. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden, wenn es hier neue Entwicklungen gibt.

Oft haben wir heute gehört: In Zeiten von Donald Trump und Co. sei es doch gut, dass die EU ein solches Abkommen mit Japan abschließt. Wir können es nicht oft genug sagen: foodwatch ist GEGEN Protektionismus und Nationalismus. Aber die Alternative kann doch nicht heißen: Handel um jeden Preis. Mit noch mehr Handelsabkommen, die nur den großen Konzernen dienen.

Wir hoffen, dass auch Sie sich nicht entmutigen lassen!

Vielen Dank und herzliche Grüße,
Ihre
Lena Blanken,
Campaignerin

P.S.: Wir kämpfen weiter für faire und demokratische Handelsabkommen – mit unserem kleinen Team, das sich fast ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert. Wenn Sie uns nicht nur per E-Mail unterstützen wollen, dann werden Sie foodwatch-Mitglied. Denn ohne Ihre Unterstützung ist unsere Arbeit nicht möglich.

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Sumpfgebiete

Hallo und guten Tag,

die meisten Menschen haben EINEN Job und sind damit voll ausgefüllt. Andere brauchen zwei, um irgendwie über die Runden zu kommen. Und dann gibt es da noch einige Bundestagsabgeordnete, die ganz viele Jobs haben – neben ihrem Mandat. So, wie Johannes Röring, einer der einflussreichsten Politiker, wenn es um unsere Lebensmittel geht. Er muss ein wahrer Tausendsassa sein, denn er ist selbst Landwirt und führt dazu noch sage und schreibe 21 (!) Funktionen „nebenher“ auf. WIE kann das funktionieren? Und vor allem: WARUM machen Abgeordnete das?

Die Antwort ist so einfach wie skandalös. Diese Politiker – Herr Röring ist nur einer von vielen – verdienen nicht nur mehrfach. Sie arbeiten gleichzeitig als Unternehmer, Berater, Aufsichtsrat und, ja: als Lobbyist. Eine Ämterhäufung, die hochproblematisch ist für unsere Demokratie!

Es darf nicht sein, dass sich Lobbyisten im Bundestag ihre eigenen Gesetze zimmern. Zeigen Sie, dass sie damit nicht einverstanden sind, indem Sie unsere Macht als Verbraucherinnen und Verbraucher dagegen setzen und werden Sie jetzt Förderer/Förderin von foodwatch!

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Herr Röring sitzt im Agrarausschuss des Bundestages und ist GLEICHZEITG gleichzeitig Chef eines Agrarlobbyverbandes in NRW und Präsidiumsmitglied des mächtigen Bauernverbandes. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, besitzt er einen eigenen Schweinemastbetrieb. Er lobbyiert für seine eigenen Interessen – und kann dann im Agrarausschuss praktischerweise über Tierschutzvorgaben gleich selbst mitentscheiden!

Was hat das mit Volksvertretung noch zu tun? Ich bin mir sicher, dass der Verbraucher-, Umwelt- oder Tierschutz nur dann nicht unter die Räder kommt, wenn WIR außerhalb des Bundestages Druck machen. Helfen Sie uns dabei, eine Gegenmacht der Verbraucherinnen und Verbraucher aufzubauen und schließen Sie sich uns an als Förderer/Förderin von foodwatch!

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Wie ist es möglich, dass jemand als Abgeordneter genau für den Bereich zuständig ist, indem er als Unternehmer und Lobbyist auf eigene Rechnung arbeitet? Leider geht es nicht um Einzelfälle, die Verflechtung zwischen Wirtschaft und Politik hat längst höchste Kreise erreicht. Zum Beispiel Peter Bleser: Jahrelang oberster Verbraucherschützer seiner Fraktion, „nebenher“ Aufsichtsratschef eines Agrarhändlers mit Milliardenumsatz, 2006 „Pate“ (!) für Felder mit genverändertem Monsanto-Mais – Ende 2017 machte er sich als Staatssekretär im Namen der Bundesregierung für den weiteren Einsatz des Ackergifts Glyphosat stark, mit dem vor allem Monsanto Profit macht.

Gibt es denn gar keine Schamgrenze? Eine solche Verquickung von Interessen DARF es einfach nicht geben! Wenn Lobbyisten in Bundestag und Bundesregierung ihre eigenen Gesetze bauen und über die eigenen Subventionen entscheiden, hilft nur eins: WIR Verbraucherinnen und Verbraucher müssen dagegen halten! Unterstützen Sie uns dabei und werden Sie jetzt Förderer/Förderin von foodwatch!

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Das schlimmste ist: Im Ernährungs- und Agrarbereich gibt es eine kaum enden wollende Zahl von Überschneidungen zwischen Unternehmen, Lobbyverbänden und der Politik. Es wimmelt nur so von Interessenkonflikten, munter werden die Rollen gewechselt und vermischt:

Friederich-Otto-Ripke: erst Staatssekretär in Niedersachsen, dann Lobbyist für die Geflügelwirtschaft.
Matthias Berninger: erst Verbraucherschutzstaatssekretär, dann Konzernlobbyist für Mars und Mit-Verhinderer der Ampelkennzeichnung.
Günther Tissen: jahrelang Regierungsdirektor im Bundesernährungsministerium, heute Cheflobbyist der deutschen Zuckerindustrie.
Karl-Heinz-Funke: früher Bundeslandwirtschaftsminister, jetzt im Kuratorium der Wiesenhof-Stiftung.
Christian von Boetticher: erst Umwelt- und Agrarminister in Schleswig-Holstein, heute Lebensmittelproduzent und Vizechef des Lobbyverbandes der Ernährungsindustrie und noch immer Landeschef des einflussreichen CDU-Wirtschaftsrats.
Franz-Josef Holzenkamp: lange Zeit „verbraucherpolitischer Sprecher“ seiner Bundestagsfraktion, jetzt (und bereits neben dem Mandat) Chef des mächtigen Raiffeisenverbandes.
Silvia Breher: Holzenkamps Nachfolgerin im Bundestag, erst Geschäftsführerin eines Bauernlobbyverbandes, jetzt im Agrarausschuss des Bundestages.
Gert Lindemann: erst Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (das ist das Ministerium, das auch FÜR den Verbraucherschutz da ist!), danach Aufsichtsrat bei Nordzucker, einem Konzern, der zu den Top-Profiteuren von Agrarsubventionen gehört. Und dann, als ob nichts gewesen sei, plötzlich zum Landwirtschafts- und Verbraucherminister in Niedersachsen berufen…

Diese Liste ist keineswegs vollständig. Und jetzt frage ich Sie: Wie soll die Landwirtschaft verbraucher- und umweltfreundlicher werden, der Tierschutz verbessert, der Pestizideinsatz reduziert, der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung erfolgreich geführt werden, wenn in Bundestag und Bundesregierung Politiker sitzen, die so eng mit der Branche verbandelt sind? Es gibt nur einen Weg, ihnen etwas entgegenzusetzen: Wir müssen es selbst tun! Helfen Sie uns, die Stimme der Verbraucherinnen und Verbraucher zu stärken und eine Gegenlobby aufzubauen. Werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch!

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Diese Interessenverquickung führt unsere Demokratie ad absurdum. Die Süddeutsche Zeitung zitierte unlängst einen Politiker, der nach einer kritischen Rede von einem Agrarminister angesprochen worden sei: „Wenn du irgendwann auch auf Linie bist, dann sorgen wir auch für dich.“ – „Lukrative Posten“ als Gegenleistung für Linientreue? Das schlägt dem Fass den Boden aus! Da sitzen Abgeordnete mit Nebenjobs, die in eigener Sache lobbyieren und dann über ihre eigenen Interessen abstimmen. Verbände und Unternehmen kaufen sich Ex-Politiker ein, die ihre Drähte in die Politik nutzen, um Wirtschaftsinteressen durchzusetzen. Und wenn einer immer noch nicht auf Linie ist, zeigt man ihm schon mal dezent, wo es lang geht. Das können wir uns nicht länger gefallen lassen! Helfen Sie uns, eine starke Gegenlobby aufzubauen: Werden Sie jetzt Förderin/Förderer von foodwatch!

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Vielen Dank und herzliche Grüße,
Ihr
Martin Rücker,
Geschäftsführer

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Impressum

Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
E-Mail: 
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Info-Telefon: 030 – 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg
Geschäftsführer sind Dr. Thilo Bode und Martin Rücker.

Quecksilber in Fisch: Jetzt kommt es auf Sie an!

Fisch kann das hochgiftige Schwermetall Quecksilber enthalten. Vor allem Raubfische, die am Ende der Nahrungskette stehen, sind oft stark belastet – so stark, dass die Bundesregierung Schwangere ausdrücklich vor dem Verzehr bestimmter Fischarten warnt. Trotzdem wollte die EU-Kommission die Grenzwerte für einige dieser Raubfische lockern! Ein Plan, der Verbraucherinnen und Verbrauchern eine höhere Quecksilber-Belastung zumutet. Und das rein aus wirtschaftlichen Überlegungen, nämlich um hoch belasteten Fisch verkaufen zu können! Zunächst sah es so aus, als sei dieser Plan vom Tisch – ein Erfolg für uns alle, die gegen die Anhebung der Grenzwerte protestiert haben. Doch jetzt haben wir erfahren, dass das noch keineswegs sicher ist: Die Abstimmung über diese Frage wurde verschoben. Das Thema wird anscheinend gerade erneut diskutiert. Darum müssen wir JETZT noch einmal aktiv werden! Informieren Sie Freunde und Bekannte über die bevorstehende Entscheidung und bitten Sie sie, die EU-Kommission mit uns aufzufordern: Hände weg von den Quecksilber-Grenzwerten! Die Zeit drängt, denn JETZT gerade ist das Thema in der Kommission auf der Agenda!

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Hallo und guten Tag, 

fangen wir noch einmal ganz am Anfang an: Viele Fische sind mit dem Schwermetall Quecksilber belastet – mehr als die meisten anderen Lebensmittel. Und Quecksilber ist hochgiftig. Vielleicht gehören Sie auch zu denjenigen, die von ihren Eltern als Kinder noch zu besonderer Vorsicht mit Quecksilber-Fieberthermometern ermahnt wurden? Quecksilber gerät durch Kohlekraftwerke in großen Mengen in die Luft und damit in Gewässer und Weltmeere. Dort wandelt es sich in das 100-mal giftigere Methyl-Quecksilber um und wird von Fischen aufgenommen.

Besonders hoch belastet sind Raubfische wie Schwert- und Thunfische, da sie am Ende der Nahrungskette stehen und in ihrem Leben viele kleine, belastete Fische verspeisen. Für uns Menschen kann das ein Gesundheitsrisiko darstellen. Quecksilber kann die Entwicklung von Föten schädigen und auch bei Erwachsenen zu Nervenschäden führen und das Immunsystem angreifen. Die Bundesregierung warnt deshalb Schwangere ausdrücklich vor dem Verzehr einiger Fischsorten wie Aal, Heilbutt oder eben Schwert- und Thunfisch.

Trotzdem wollte die EU den Grenzwert für einige große Raubfische lockern! Warum? Gute Frage! Vor allem aus wirtschaftspolitischen Gründen.

Denn es ist so: Der im Moment geltende Quecksilber-Grenzwert für größere Raubfische (1 Milligramm pro Kilogramm Fisch) führt aufgrund der tatsächlich hohen Belastung der Fische dazu, dass etwa die Hälfte dieser Fische nicht verkauft werden darf. Die Idee, die im Raum steht: Man verdoppelt diesen Grenzwert einfach auf zwei Milligramm pro Kilogramm Fisch – und schon dürfen die meisten Fische legal verkauft werden. Dass wir Verbraucherinnen und Verbraucher damit potenziell stärker mit dem Nervengift Quecksilber belastet werden als ohnehin schon, schien dabei zunächst keine Rolle zu spielen.

Mit mehr als 50.000 anderen Verbraucherinnen und Verbrauchern haben Sie bei der EU-Kommission bereits gegen diese Pläne protestiert – dafür vielen Dank! Und unser Erfolg schien schon zum Greifen nah: In einem neuen Entwurf für das Gesetz war keine Rede mehr von einer Erhöhung der Grenzwerte. Doch jetzt kommen Zweifel auf: Anders als ursprünglich geplant, wurde im Juni doch noch nicht in der Expertengruppe abgestimmt. Die Diskussionen über höhere Grenzwerte werden offenbar weiter geführt. Deshalb müssen wir JETZT noch einmal ein Zeichen setzen: Bitte empfehlen Sie unsere Aktion weiter und fordern Sie Freunde und Bekannte auf, sich unserem Protest anzuschließen:

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Wir meinen: Statt an den Quecksilber-Grenzwerten herumzuschrauben, sollte die EU dafür sorgen, dass der Quecksilberausstoß durch die Verbrennung von Kohle zur Energiegewinnung konsequent reduziert wird. Denn hier ist der Ursprung des Problems!

Bitte unterstützen Sie unsere Forderung und empfehlen Sie unsere Aktion an Familie und Freunde weiter. Hier der Link zu unserer E-Mail-Aktion:

www.quecksilber-aktion.foodwatch.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung,

Ihr foodwatch-Team

P.S.: Gefährliche Schadstoffe in Lebensmitteln sind ein riesiges Problem – für uns alle. Viel zu oft werden die Grenzwerte solcher Stoffe immer noch an Wirtschaftsinteressen festgemacht, nicht aber an unserer Gesundheit. Wir brauchen Ihre Unterstützung, um dies zu ändern! Werden Sie deshalb Förderer/in von foodwatch:

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Weiterführende Informationen und Quellen:
Nachricht auf foodwatch.de zur ursprünglich geplanten Grenzwerterhöhung

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