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Rückschlag — foodwatch

Hallo

es war ein hart erkämpfter Sieg – und den dürfen wir uns jetzt nicht nehmen lassen: Über viele Jahre stritten Verbraucher:innen in ganz Europa gegen Monsanto, Bayer und Co. Im Jahr 2003 stellte die EU endlich klar: Gentechnisch veränderte Produkte müssen genau geprüft und vor allem gekennzeichnet werden [1].
Ob Gentechnik in unserem Einkaufskorb landet, können wir selbst entscheiden. Diese Wahlfreiheit will die Industrie uns nun wieder nehmen.
Ihr Trick:
Sie preist eine „neue“ Gentechnik an. Und versucht die EU zu überzeugen, dass Risikoprüfung und Kennzeichnung zukünftig überflüssig sind, weil die ganze Sache ja so harmlos sei.

Dafür fahren die Gentechnik-Konzerne in Brüssel gerade ihre gesamte Lobbymacht auf [2].
Was stimmt: Es gibt tatsächlich eine Reihe von neuen Verfahren, um das Erbgut von Pflanzen und sogar Tieren zu verändern.
Doch: Auch sie sind fehleranfällig. Regelmäßig verändern Forschende unbeabsichtigt Gensequenzen [3]. Was das bewirkt, wissen wir nicht. Es zeigt sich vielleicht erst in Jahren. Aber einmal in die Umwelt entlassen, lässt sich das veränderte Erbgut nicht mehr zurückholen.
Warum die Industrie trotzdem gern die Gentechnik-Regeln schleifen würde: Solange gentechnisch veränderte Produkte gekennzeichnet sind, liegen sie wie Blei in den Regalen der Supermärkte. Deswegen will die Industrie sie so gern unsichtbar machen – um uns Verbraucher:innen auszutricksen. Und das könnte ihr sogar gelingen. Denn viele von uns haben das Thema Gentechnik gar nicht mehr präsent.
Der neue Vorstoß der Konzerne bleibt weitgehend unbemerkt.
Daher bitte ich Sie, sylvia: Helfen Sie mit, Alarm zu schlagen und Bayer, BASF und Co. damit nicht durchkommen zu lassen. Werden Sie jetzt foodwatch-Mitglied! Schon wenige Euro pro Woche helfen.  
  Jetzt foodwatch-Mitglied werden  
  Was aus der EU-Kommission bislang nach außen drang, klingt überhaupt nicht gut. Wie immer prüfen die Brüsseler Beamten und Beamtinnen verschiedene Politik-Optionen, bevor sie neue Regeln vorlegen. Doch schon die Auswahl dieser Optionen klingen weitgehend nach Gentechnik-Lobby [4]. Wenn niemand einschreitet, ist es sehr wahrscheinlich, dass die EU deren Vorschläge direkt in ein Gesetz gießen wird. Schon knapp 50.000 Menschen haben unsere Petition unterzeichnet. Sie fordern von der Bundesregierung, in der EU endlich einzuschreiten und die Gentechnik-Kennzeichnung zu retten. Das zeigt, dass vielen Menschen die Wahlfreiheit wichtig ist. Doch wir alle wissen: Eine Online-Unterschriftenaktion allein wird nicht reichen, um der Lobbymacht der Gentechnik-Riesen Einhalt zu gebieten. Daher wollen wir in den nächsten Wochen nachlegen. Das Beispiel Gentechnik zeigt, wie wichtig es ist, Themen mit Ausdauer zu verfolgen. Denn die Industrie versucht es immer wieder. Um im entscheidenden Moment mit aller Kraft gegenhalten zu können, sind wir auf Menschen wie Sie angewiesen: mutige Verbraucher:innen, die sich zusammenschließen und eine Gegenmacht bilden. sylvia, werden Sie foodwatch-Mitglied und retten Sie die Gentechnik-Kennzeichnung!
 
  Hier foodwatch als Mitglied unterstützen!  

  Vielen Dank und herzliche Grüße Ihr Dr. Chris Methmann
Geschäftsführer  

P.S.: Atomkraft, Erneuerbare Energien – jetzt die Gentechnik: Glauben Sie mir, auch ich bin es leid, dass die Industrie ständig versucht, die Zeit zurückzudrehen und Fortschritt wieder rückgängig zu machen. Das Einzige, was dagegen hilft: Wir müssen zusammenhalten! Schließen auch Sie sich zusammen. > Werden Sie hier foodwatch-Fördermitglied

  Quellen:
[1] htt‍ps‍:/‍/‍ww‍w.bvl.bund.‍de/DE‍/Arbeitsbereiche/‍06_
Gentechnik/‍01_Aufgaben/02_‍Zustaendigkeiten
Einzelne‍Bereiche/‍07_NachweisverfahrenUndKontrollen
/‍06_Kennzeichnung/‍gentechnik_
Kennzeichnungsregelung_EU_1829_2003_Hintergrund_
basepage.html
[2] ht‍tps‍:/‍/corporateeurope.‍org/en/‍2021/03/‍derailing
-eu-rules-new-gmos
[3] ht‍tps:/‍/w‍w‍w.testbiotech.‍org/content/‍unintended-effects-new-‍genetic-engineering-new-hazards‍-risks
[4] ht‍tps:/‍/gmwatch.‍org/en‍/106-news/latest-news/20074-eu-commission-s-secret-policy‍-scenarios-show‍-full-gmo-
deregulation-on-the-cards  
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Für Wahlfreiheit — foodwatch

die wenigsten Menschen wissen bisher von den Überlegungen der EU-Kommission, „neue“ Gentechnik ohne Risikoprüfung und Kennzeichnung zuzulassen.
!!!!! — Dabei lehnt eine Mehrheit gentechnisch veränderte Lebensmittel ab.
Bitte helfen Sie jetzt mit, bekannt zu machen, dass unsere Entscheidungsfreiheit bedroht ist! 

Informieren Sie Freunde und Bekannte und bitten Sie sie, sich unserer Aktion anzuschließen: Wenn wir auch in Zukunft selbst entscheiden wollen, ob gentechnisch veränderte Produkte auf unserem Teller landen, müssen wir jetzt aktiv werden.  
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  Herzlichen Dank, dass Sie unsere Aktion unterstützen!

Viele Grüße
Christiane Groß, Leitung Webteam
 
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P.S.: Eine Sache verstehe ich persönlich bei der ganzen Diskussion wirklich nicht: Egal, für wie groß man die Risiken von Methoden wie CRISPR/Cas hält – was spricht eigentlich dagegen uns Verbraucher:innen die Entscheidung selbst zu überlassen?
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Die Rückkehr der Mutanten — foodwatch

Wenn die Gentechnik-Lobby jetzt Erfolg hat, können wir Gentechnik im Supermarkt bald nicht mehr erkennen. Die EU-Kommission plant bereits, „neue“ Gentechnik ohne Kennzeichnung und Sicherheitsüberprüfung zu erlauben. Fordern Sie die deutsche Regierung jetzt auf: Stoppen Sie diese Pläne!  
  Jetzt Petition unterzeichnen!  
  Hallo sylvia linnenkohl, Tomaten, die nie matschig werden, Möhren in leuchtenden Farben: Schon bald kann es unmöglich sein zu erkennen, ob hier Gentechnik zum Einsatz kam, oder nicht. Und das, obwohl eine überwältigende Mehrheit gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnt [1]. 

Der Trick der Gentechnik-Lobby: Sie tut so, als sei die „neue“ Gentechnik gar keine „richtige“ Gentechnik. So will sie die Kennzeichnungspflicht und Risikoprüfung aushebeln. Denn nur wenn niemand merkt, dass ein Produkt gentechnisch verändert ist, verkauft es sich. Deshalb setzt die Gentechnik-Lobby jetzt alles daran, dass die Gentechnik-Gesetze für die sogenannte „neue“ Gentechnik nicht mehr gelten. Und sie hat ihr Ziel schon fast erreicht: Die EU-Kommission hat bereits Pläne formuliert, die den Lobby-Vorstellungen der Gentechnik-Konzerne entsprechen [2].

Selbst Bauern und Bäuerinnen wissen dann nicht mehr, ob sie Gentechnik anbauen. Lebensmittelhersteller erfahren nicht, ob ihre Zutaten gentechnisch verändert sind. Und wir Verbraucher:innen haben im Supermarkt keine Chance herauszufinden, wo Gentechnik drin steckt und wo nicht. 

Und was tut die deutsche Bundesregierung? Sie lässt die EU-Kommission gewähren. Dabei haben sich SPD und Grüne bisher stets gegen Gentechnik ausgesprochen. Und die deutsche Stimme hat in Brüssel Gewicht: Wenn Deutschland den Plänen jetzt eine klare Absage erteilt, kann das den Vorstoß der EU-Kommission noch verhindern! 

Fordern Sie von Bundesernährungsminister Cem Özdemir und Bundesumweltministerin Steffi Lemke jetzt ein klares Nein zu Gentechnik ohne Kennzeichnung!   
  Hier unterzeichnen!  
  Was hat uns die Gentechnik-Industrie nicht schon alles versprochen: Als sie in den 1990ern die ersten Trans-Gen-Pflanzen auf den Markt bringen wollte, kündigte sie wahre Wunder an. Die Gentechnik würde für beständig mehr Erträge sorgen, die Pflanzen würden Dürre standhalten, sogar der Welthunger wäre mit Gentechnik zu besiegen. Nichts davon ist eingetroffen. Stattdessen wachsen auf Gentechnik-Feldern kaum bezwingbare Super-Unkräuter. Der Pestizid-Einsatz ist massiv gestiegen. Bauern und Bäuerinnen haben ihr Saatgut, ihre Ernte und ihre Lebensgrundlage verloren.

2012 tauchte eine neue Methode auf: CRISPR/Cas [3]. Diesmal hieß es, mit der neuen Technik wären Veränderungen am Erbgut ohne Risiko möglich, weil sich DNA damit viel gezielter verändern ließe als mit der sogenannten „alten“ Gentechnik. Und wieder sollten die tollsten Dinge möglich sein: von der Wiederauferstehung des Mammuts [4] bis zur klimafitten Pflanze. Nichts davon ist bisher gelungen. 

Zudem hat sich gezeigt, dass die neue Technik bei weitem nicht so risikolos ist wie behauptet. Denn sie hebelt die natürlichen Schutzmechanismen der Pflanzen aus, durch welche sie beispielsweise besonders wichtige Gene vor Mutationen schützen. Auch bei Eingriffen mit CRISPR/Cas kommt es zu oft unerwarteten und unbeabsichtigten Effekten. 

Deshalb muss das Vorsorgeprinzip gelten, einer der wichtigsten Grundsätze in der EU. Es greift, sobald es Hinweise auf Risiken gibt – und die gibt es hier ganz klar. Das Ministerium von Cem Özdemir schreibt auf seiner Website zum Thema neue Gentechnik: „Es darf keine Abstriche bei Transparenz und Sicherheit geben.“ [5]
Genau dieses Signal von Cem Özdemir an die EU fehlt aber bislang. Wenn die Kommission merkt, dass Deutschland einem Aufweichen der Gentechnik-Regeln nicht zustimmen wird, kann das verhindern, dass der Vorschlag überhaupt auf den Tisch kommt.

Schreiben Sie deshalb jetzt an Cem Özdemir und Steffi Lemke und fordern Sie ein klares Signal Richtung EU-Kommission: Keine Gentechnik ohne Kennzeichnung und Risikoüberprüfung!   
  Jetzt unterzeichnen!  
  Wo Gentechnik drin ist, muss auch Gentechnik draufstehen. Egal ob „alt“ oder „neu“. Dafür setzen wir uns ein.  
  Vielen Dank für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße

Christiane Groß
Leitung Webteam  

P.S.: 2015/16 wurden Rinder so gentechnisch verändert, dass ihnen keine Hörner mehr wuchsen [6]. Erst Jahre später stellte sich heraus: Auch Erbgut von Bakterien, das Antibiotika-Resistenzen verursachen kann, wurde dabei aus Versehen eingebaut. Das zeigt, wie unkontrollierbar die neue Technik ist. Unterzeichen Sie jetzt um zu verhindern, dass solche Produkte bald ohne unser Wissen in unserem Einkaufswagen landen! > Jetzt protestieren und weitersagen

  Quellen:

[1] „Mehrheit der Wählerinnen und Wähler gegen Lockerung der Gentechnik-Regeln“, Euractiv, 4.8.2021:  ht‍tps://w‍ww‍.eura‍ctiv.d‍e/secti‍on/all/news/mehrheit-der-waehlerinnen-und-waehler-gegen‍-lockerung-der-gentechnik-reg‍eln/.
[2] „EU Commission’s secret policy scenarios show full GMO deregulation on the cards“, GMwatch, 21.7.2022: ht‍tps‍:/‍/gmwatch.o‍rg/en/106-news/latest-news/20‍074-eu-co‍mmission-s-secret-policy-scenarios-show-full-gmo-deregulation-on-the-cards.
[3] „CRISPR/Cas – Beschreibung der Technik“, Fachstelle Umwelt und Gentechnik, Mai 2021: ht‍tps‍:/‍/fachstelle-gentechnik-umwelt.d‍e/wp-content/uploads/Hintergrundpapier_CRISPRCas_Erklaerung_der_Technik.p‍df.
[4] „Die Rückkehr der Mammuts“, 10. Januar 2022: h‍ttps‍://ww‍w.nationalgeographic.d‍e/wisse‍nschaft/2021/12/die-rue‍ckkehr-der-‍mammuts.
[5] „Neue genomische Techniken“, BMEL, 16.2.2022: ht‍tps:/‍/ww‍w.bmel.d‍e/DE/themen/landwirtschaft/gruene-gentechnik/neue-genomische‍-techniken.h‍tm‍l.
[6] „Hornlose Gentechnik-Rinder – Fehler der Gen-Schere erst Jahre später entdeckt“, Testbiotech, 2020: ht‍tps‍://w‍ww‍.testbi‍ote‍ch.o‍rg/gentechnik-gren‍zen/h‍ornlose-rinder.  
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Mit zwei Klicks den Tieren helfen — foodwatch

Hallo ,
viele von uns wollen Milch, Fleisch und Eier aus guter Tierhaltung kaufen. Fleischindustrie und Handel, aber auch die Politik versprechen uns: Wenn wir nur auf die richtigen Siegel achten, geht das. In einem kurzen Video zeigen wir, welche traurige Wahrheit die Siegel verschweigen – und was sich wirklich ändern muss.  Das Thema Tierhaltung ist gerade auf der politischen Agenda.  Jetzt gilt es zu verhindern, dass die Ampel-Koalition lediglich ein weiteres nichtssagendes Siegel einführt.
Dafür müssen wir dem Märchen von den mächtigen Siegeln etwas entgegen setzen. Nur so können wir erreichen, dass an den richtigen Stellschrauben gedreht wird – und es den Tieren endlich wirklich besser geht. 

Bitte helfen Sie uns dabei und teilen Sie unser Video, so viel sie können!  

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Es sind nur wenige Klicks, aber sie sind wichtig – danke für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Winkler
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  
P.S.: In Bayern vergehen 48 Jahre, bis ein Stall mal kontrolliert wird. Daran wird auch das schönste Siegel nichts ändern. Lassen Sie uns gemeinsam verhindern, dass der Eindruck sich festsetzt, Siegel seien die Lösung. Teilen Sie jetzt unser Video!   

Jetzt Video sehen & teilen!

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Wir haben Geburtstag und laden Sie ein — foodwatch

© foodwatch
  Hallo
,
wir haben uns mit Konzernen angelegt, vor dem Bundestag demonstriert, gejubelt, als die Ampelkennzeichnung Realität wurde und uns mit Politiker:innen wie Renate Künast und Horst Seehofer heiße Diskussionen geliefert: Und plötzlich feiern wir schon unseren 20. Geburtstag. Als kleines Team mit fünf Leuten um Thilo Bode sind wir 2002 in Berlin gestartet, inzwischen haben wir Büros in vier Ländern und schon einiges erreicht. Was das genau ist und vor allem, was es noch zu tun gibt – darüber möchten wir mit Ihnen aus diesem Anlass gerne sprechen! 

Wir laden Sie herzlich ein zu unserem „foodwatch Online Lunch-Talk“ am 27. September!

Chris Methmann, seit einem Jahr Geschäftsführer von foodwatch, Christiane Groß, Leiterin des Webteams und Andreas Winkler, Leiter des Presseteams, freuen sich auf den Austausch mit Ihnen! Wir wollen darüber reden, welche Produkte uns im Supermarkt besonders aufregen; was wir erreicht haben – und was unser größter Misserfolg war; und was die Klimakrise mit unserem Essen zu tun hat. Außerdem sind wir natürlich sehr gespannt auf Ihre Rückmeldungen und Wünsche.

Der Talk wird am Dienstag, 27. September von 12.30 bis 13.30 Uhr über die Videokonferenz-Plattform Zoom stattfinden. Den entsprechenden Link finden Sie unten. Für eine Teilnahme am PC ist keine Installation von Zoom notwendig, für eine mobile Teilnahme am Smartphone hingegen schon. Wir haben Ihnen unten Anleitungen für die unterschiedlichen Teilnahmemöglichkeiten verlinkt. 

Wir freuen uns auf Sie!  
Klicken Sie auf den Link, um dem Zoom-Meeting beizutreten:
us02web.zoom.us/j/88415125660?pwd=VlMvaDFYQXEreFFkVGNSOUI1ZDlIZz09  

Meeting-ID: 884 1512 5660
Kenncode: v&V5j7

Dienstag, 27. September 2022, 12:30-13:30 

Lunch-Talk zu 20 Jahren foodwatch
Was wir geschafft haben, wo wir gescheitert sind, wo es jetzt hingeht.
> Zum Zoom-Meeting
  Um teilzunehmen, klicken Sie einfach auf den obenstehenden Link und geben Sie nach Aufforderung den angegebenen Kenncode ein. Der Zoomraum öffnet fünf Minuten vor Beginn der Veranstaltung

Hinweis: Zur Durchführung der Online-Veranstaltung verwenden wir Zoom
(Hinweise zur Datenverarbeitung
 
Teilnahme ohne Zoom per Computer
Sie haben Zoom nicht installiert? Kein Problem, wenn Sie über Ihren Computer teilnehmen wollen, ist weder eine Installation noch ein Account notwendig. Befolgen Sie einfach die folgenden Schritte:  
  Für die Teilnahme an einem Zoom-Meeting im Browser klicken Sie auf den an Sie versandten Einladungslink. 
Jetzt werden Sie aufgefordert, das Programm oder die App zu installieren. Diese Pop-Ups lehnen Sie einfach ab.  Nun fragt Zoom erneut, ob Sie die App öffnen möchten, was Sie erneut ablehnen. Danach erscheint die Option „Treten Sie über Ihren Browser bei“. Klicken Sie nun diesen Link an und geben Sie anschließend Ihren Namen ein. Zuletzt stimmen Sie den Nutzungsbedingungen zu und werden daraufhin direkt zum Meeting weitergeleitet.  Quelle: Computerbild  
  Sie wollen per Smartphone teilnehmen? In diesem Fall ist eine Installation erforderlich, jedoch nicht das Anlegen eines Accounts. Wie Sie Zoom installieren und an der Veranstaltung teilnehmen können, erklärt diese Anleitung der Lebenshilfe e. V. 

Dann vielleicht bis zum 27. September – wir würden uns freuen! 
 
  Herzliche Grüße Ihre Christiane Groß
Leiterin Webteam   
P.S.: Falls Sie neugierig geworden sind, aber nicht teilnehmen können: Hier finden Sie unsere Themen und Erfolge aus 20 Jahren foodwatch zum Nachlesen, von Acrylamid bis Werbelügen:

foodwatch.org/de/ueber-uns/unsere-erfolge
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Die Preise steigen und steigen — foodwatch

Werden Sie jetzt foodwatch-Mitglied! 
  Die Lebensmittelpreise steigen und steigen. Warum das auch für foodwatch ein Problem ist, schreibt Ihnen heute unser Geschäftsführer Chris Methmann – und erklärt, was Sie tun können.  
  Hallo sylvia linnenkohl, „Ich habe sie jahrelang unterstützt. Leider ist es mir aufgrund der enorm ansteigenden Lebenshaltungskosten nicht mehr möglich, weiterhin an foodwatch zu spenden.“ Zuschriften wie diese erreichen uns in den letzten Wochen vermehrt.

Es ist bedrückend zu lesen, wie viele Menschen die aktuelle Krise in Geldnot stürzt. Sie müssen abwägen: Was kann ich mir noch leisten? Wo kann ich sparen?

Diese Misere treibt mich nicht nur als Mensch, sondern auch als Geschäftsführer von foodwatch um. Momentan kündigen deutlich mehr Menschen ihre Mitgliedschaft bei foodwatch als üblich. Welche Aktivitäten wir uns noch leisten können – das wird eine zunehmend schwere Entscheidung für uns. Daher bitte ich Sie heute:
Werden Sie jetzt foodwatch-Mitglied!   
  Denn gerade weil so viele Menschen sparen müssen, braucht es eine starke, unabhängige Organisation wie foodwatch, die die Tricks der Lebensmittel-Konzerne entlarvt. Denn tricksen tun sie, gerade jetzt, auf dem gesamten Weg vom Bauernhof in unseren Einkaufskorb. Drei Beispiele:  
Die mächtige Bauernlobby vergießt Krokodilstränen, weil das Brot so teuer geworden ist. Dabei verfüttert sie über 60 Prozent der hiesigen Ernte an ihre Tiere [1]. Doch statt weniger Tiere zu halten und das Gedränge im Stall zu reduzieren, fordert der Bauernverband: noch mehr Ackergifte einsetzen zu dürfen, um aus den Böden das letzte herauszupressen [2]. Auch viele Hersteller greifen zu einem alten Trick: Sie verstecken die Preiserhöhungen in kleineren Packungen. Für das gleiche Geld gibt es dann weniger Gummibären, Erdnüsse [3] oder Margarine [4]. Schließlich haben wir in den Supermärkten mal genau hingeschaut: In den letzten Monaten haben Rewe und Co. die Preise für konventionelle Milch massiv erhöht. Und tatsächlich profitieren davon auch die Landwirt:innen. Anders bei der Bio-Milch: Hier haben nach unseren Recherchen nur die Handelsketten und die Molkereien das Geld eingestrichen. Bei den Landwirt:innen ist nichts angekommen. Der Handel hat die höheren Preise einfach festgelegt, weil er es kann. Weil die Verbraucher:innen davon ausgehen, dass Bio-Milch halt teurer ist.
  Wenn Konzerne im Windschatten der Inflation so schamlos Kasse machen, macht mich das einfach nur wütend. Dagegen müssen wir Verbraucher:innen uns wehren. Als foodwatch gelingt es uns immer wieder, die Werbelügen und Tricks der Industrie aufzudecken – wir werden in Zeiten wie diesen dringend gebraucht. Aber gerade jetzt gehen wir geschwächt in diese Auseinandersetzungen.

Dass viele Menschen sich die Unterstützung für foodwatch nicht mehr leisten können, dafür habe ich großes Verständnis. Wenn Sie allerdings ein paar Euro im Monat übrig haben, dann frage ich Sie heute: Können Sie einspringen? Bitte setzen Sie ein Zeichen gegen die Maschen und Winkelzüge der Lebensmittel-Industrie. Helfen Sie uns dabei, die Lebensmittelindustrie daran zu hindern, aus der schwierigen Situation vieler Verbraucher:innen Profit zu schlagen. Werden Sie jetzt foodwatch-Mitglied!  
  Hier foodwatch stärken!  

  Vielen Dank und herzliche Grüße

Ihr Dr. Chris Methmann
Geschäftsführer  

P.S.: Nicht nur Lebensmittel, auch Strom, Papier, die Heizung für unsere Büros und unser Aktionsmaterial wird teurer. Diese Kosten belasten unser Budget zusätzlich. Helfen Sie mit, diese Preissteigerungen abzufedern, und werden Sie jetzt foodwatch-Mitglied! >
Hier klicken, und foodwatch unterstützen

  Quellen:
[1] Rheinische Post, „Bauernverband warnt vor „Preissprüngen in ungekanntem Ausmaß“ bei Lebensmitteln“, 25.03.2022: h‍ttp‍s://‍rp-online.d‍e/wirtschaft/preiserhoehu‍ng-lebensmittel-brotpre‍is-koennte-sich-verdoppeln_aid-67‍495293
[2] ZDF, Bauernverband für Priorisierung:“Ohne Gas keine Milch, keine Butter“, 01.07.2022: htt‍ps‍://w‍ww.‍zdf.d‍e/nachrichten/wirtschaft/bauernverband-rukwied-gasversorgung-landwirtschaft-100.h‍tm‍l
[3] Spiegel Online, „Verbraucherschützer warnen vor versteckten Preiserhöhungen“, 19.08.2022: h‍ttps‍://w‍ww.‍spieg‍el.d‍e/wir‍tschaft/service/inflation-verbraucherschu‍etzer-monieren-pre‍iserhoehungen-ueber-verpackungstri‍ck-a-81e88bca-1ea0-4‍c3e-a171-cd1ce9bfc‍4b1
[4] Verbraucherzentrale Hanburg, „Shrinkflation: Wie Upfield mit Rama kräftig absahnt!“, 11.08.2022: htt‍ps:/‍/ww‍w.vzhh.d‍e/themen/mog‍elpackungen/mogelpackung-des-monats/shri‍nkflation-wie-upfield-rama-kraeftig-abs‍ahnt  
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Erfolg: Wir haben die Klage gewonnen! — foodwatch

Ende Juli hat uns das Verwaltungsgericht Köln Recht gegeben. Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Die ehemalige Ernährungsministerin Julia Klöckner hätte die Studie nicht geheim halten dürfen. Das Urteil ist außerordentlich bedeutend für die Freiheit der Forschung in Deutschland.  
  Die Vorschrift schützt die Behörde bei der Entscheidungsfindung auch nicht vor politisch unliebsamen Ergebnissen von eingeholten Fachstudien [3]. Zitat aus dem Urteil des Verwaltungsgerichts Köln  
  Das Urteil stellt klar: Die Bürger:innen haben ein Recht darauf, dass ihnen die mit Steuergeldern finanzierten Studienergebnisse ohne politische Zensur der jeweiligen Regierung zugänglich gemacht werden. Was die Politik später aus den Erkenntnissen macht, ist Teil des politischen Aushandlungsprozesses – die Meinungsbildung muss jedoch unzensiert möglich sein. Das Urteil ist damit ungeheuer wichtig für den demokratischen Diskurs in Deutschland.   
  Viele Dank für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen
Rauna Bindewald, Volljuristin im Kampagnenteam von foodwatch
Quellen:
[1] Industrie investierte 1 Milliarde Euro in Kampf gegen die Ampel, 16.06.2022: ht‍tp‍s://‍w‍ww‍.foodwatch.‍or‍g/d‍e/aktuelle-nachrichten/‍2010/industr‍ie-investierte-1-milliarde-eur‍o-in-kampf-gegen-die-ampel/
[2] Interner BMEL-Vermerk zum vertraulichen Umgang mit der Original-Studie, Herbst 2018: ht‍tps‍://‍ww‍w.foodwatch‍.or‍g/file‍admin/-DE‍/Themen/Ampel/Dok‍umente/2019-04_In‍terne_E-Mails_BMEL_geschw‍aerzt.p‍df
[3] Urteil des Verwaltungsgerichts Köln, 28.07.22: ht‍tp‍s://w‍ww‍.foodwatch.o‍rg/‍fileadm‍in/-DE/Themen/Ampel/Dokumente/Urteil_‍Verwaltungsgericht_Koeln_‍MRI.p‍d‍f 

Eltern gegen Goliath — foodwatch

Hallo ,
Tony the Tiger besucht Cem Özdemir: Mit einer Protest-Aktion vor dem Ernährungsministerium zum Kinder-Überzuckerungstag [1] haben wir klargemacht:
Bei dem im Koalitionsvertrag versprochenen Gesetz gegen an Kinder gerichtetes Junkfood-Marketing muss sich endlich etwas tun! Mit Erfolg – Staatssekretärin Silvia Bender hat sich uns und den Fragen anwesender Journalist:innen gestellt und angekündigt: Es soll bald einen Gesetzesentwurf geben. Ihr Haus arbeite „mit Hochdruck daran, dass wir im Laufe dieses Jahres etwas vorlegen können“.

Wir werden am Thema dran bleiben und für eine wirksame Regelung kämpfen.

Aber nicht alle halten ein Gesetz gegen Kindermarketing für ungesunde Lebensmittel für eine gute Idee. Als ich vom Ministerium zurückgekehrt, habe ich die vielen Rückmeldungen von foodwatch-Mitgliedern zum Überzuckerungstag gelesen. Eine Unterstützerin schreibt uns:  
  Ich bin Mutter von zwei Kindern im Kindergartenalter und Schulalter. Und ich bin weit entfernt davon zu sagen, dass immer alles einfach ist, im Gegenteil, täglich lernen wir dazu und machen neue Erfahrungen. Aber ganz klar ist es meine Entscheidung und Verantwortung, zum einen wie viel Fernsehen (und welches) meine Kinder schauen und welche und wie viele Süßigkeiten [sie essen]. – foodwatch-Unterstützerin  
  Vielleicht sehen Sie das genauso: Eltern sind für die Gesundheit ihrer Kinder verantwortlich. Ich finde: Sie haben Recht! Lesen Sie bitte weiter, wieso ich mich trotzdem für ein Gesetz gegen Junkfood-Werbung einsetze.

Aus meiner Sicht ist der Kampf der Eltern gegen die Lebensmittelindustrie der Kampf David gegen Goliath.

Es ist der Kampf von Eltern gegen mehr als eine Milliarde Werbe-Euro. Soviel hat die Süßwarenindustrie allein 2021 für Werbung ausgegeben. Mit diesen Unsummen haben Konzerne wie Ferrero und Nestlé vor allem junge Menschen im Visier. Denn egal, ob im Fernsehen, im Internet oder im Supermarkt: Junkfood-Marketing beeinflusst nachweislich sowohl die Vorlieben als auch die Mengen von Süßwaren, die ein Kind zu sich nimmt [2]. Und vielleicht können Eltern beim gemeinsamen Einkauf dem Gequengel ihrer Kinder noch widerstehen. Aber spätestens mit dem ersten Taschengeld geht ein Stück dieser Kontrolle verloren.

Leider bewirbt die Lebensmittelindustrie mit ihrem Kindermarketing fast ausschließlich Junkfood. Oder ist Ihnen schon mal eine bunte Comicfigur auf Brokkoli oder Vollkornbrot aufgefallen? Der Grund: Softdrinks, Chips oder Schokoriegel bringen deutlich höhere Profite als Mineralwasser, Obst oder Gemüse. Dieses einseitige Marketing der Lebensmittelindustrie trägt dazu bei, dass Kinder in Deutschland doppelt so viel Süßwaren, aber nicht halb so viel Obst und Gemüse essen wie empfohlen.

Wenn Sie, wie unsere Unterstützerin, den Kampf um gesunde Ernährung bei Ihren Kindern gewinnen, verdient das Anerkennung. Aber es kostet viel Kraft, auch das klingt in der Zuschrift an. Auch ich bin Mutter von zwei Kindern und ärgere mich immer wieder: Wieso darf die Lebensmittelindustrie unsere Bemühungen mit ihren raffinierten Marketing-Tricks andauernd torpedieren? Warum müssen wir ständig gegen die Verlockungen der Junkfood-Industrie ankämpfen?

Außerdem – die hohe Zahl übergewichtiger Kinder zeigt: In vielen Fällen verliert David leider gegen Goliath. Das hat verschiedene Gründe. Die Werbemilliarden sind aber sicher einer davon! Am Ende leiden die Kinder. Die überflüssigen Pfunde werden sie im Erwachsenenalter meist nicht mehr los. Spätestens dann sind die Folgen oft lebensbedrohlich: Jede/r vierte Erwachsene in Deutschland gilt als adipös. Etwa zehn Millionen sind an Typ 2-Diabetes erkrankt. Fehlernährung tötet hierzulande etwa genauso viele Menschen wie das Rauchen. Und dafür ist die Lebensmittelindustrie mitverantwortlich! Alles andere ist, als würde man die Tabakkonzerne von ihrer Mitverantwortung für Lungenkrebs freisprechen.

Fachleute aus Medizin und Wissenschaft sehen das übrigens genauso: Werbung für Ungesundes fördert Übergewicht und macht Kinder krank – mit langfristigen Folgen. Deshalb fordern medizinische Fachorganisationen, Krankenkassen und Ärzteverbände bis hin zur Weltgesundheitsorganisation schon seit Jahren ein Gesetz gegen Junkfood-Marketing. 

Fazit: Natürlich tragen Eltern Verantwortung für die Ernährung ihrer Kinder. Süßigkeiten und Snacks in Maßen sind völlig ok. Nicht ok ist es, wenn sich Konzerne gezielt auf Kosten der Kindergesundheit bereichern. Denn der Kampf um gesunde Kinderernährung ist keiner auf Augenhöhe. Genau wie viele Ärzt:innen und Expert:innen wollen wir Eltern deshalb den Rücken stärken. Es geht uns nicht um Bevormundung, sondern um Befreiung von manipulativer Werbung. Eltern sollen es leichter haben, ihre Kinder gesund zu ernähren. Und dabei nicht gegen Tony Tiger auf den zuckrigen Frühstücksflocken, SpongeBob auf der Cola oder gegen Junkfluencer in den sozialen Medien ankämpfen müssen.  

  Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Mit freundlichen Grüßen

Luise Molling, Kampagnen und Recherche  

P.S.: Sie wollen uns im Kampf gegen Goliath unterstützen? Wir arbeiten seit vielen Jahren am Thema Kindermarketing. Die Ankündigung zu einem Gesetz im Koalitionsvertrag war ein großer Schritt zu unserem Ziel. Aber für ein effektives Gesetz brauchen wir weiter Ihre Unterstützung. Denn nur wenn wir mit Aktionen, Recherchen und Medienrummel genug Aufmerksamkeit erzeugen, können wir der Süßwarenlobby trotzen. Werden Sie deshalb heute foodwatch-Fördermitglied! > Jetzt Mitglied werden!

  Quellen:

[1] rbb, „Protest gegen Junkfood-Werbung“, 12.08.2022: ht‍tps‍://‍ww‍w.rbb-onli‍ne.d‍e/abend‍schau/vid‍eos/20220812_‍1930/Kinder_
ue‍berzuckerung_ju‍nkfood_‍werbung‍.ht‍m‍l
[2] Jama Network, „Association of Food and Nonalcoholic Beverage Marketing With Children and Adolescents’ Eating Behaviors and Health“, 2.Mai 2022: h‍t‍tps‍:‍//‍jama‍net‍work.c‍om‍/journals/
jamap‍ediatrics/fullar‍ticle/‍2791859  
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Teufelskreis — foodwatch

Das Bienensterben nimmt weltweit immer größere Ausmaße an [1]. Mit dramatischen Folgen. Schuld sind die Gifte, die auf den Feldern versprüht werden. Kräuter, Tiere und Insekten fallen den Pestiziden von Bayer Monsanto, Syngenta oder BASF zum Opfer. foodwatch hat eine Strategie entworfen, wie der Einsatz von Ackergiften vollkommen gestoppt werden kann. Helfen Sie uns dabei und werden Sie Förder:in von foodwatch.  
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  Hallo es ist ein lichter Sommermorgen in Hildesheim. Margeriten, Salbei und Flockenblumen blühen. Neben einem kleinen Kiessee kontrolliert Imker Christian sein Wildbienenhotel: flott fliegen die Bienen raus, um auf Blüten nach Nektar und Pollen zu suchen, die sie wieder zurück bringen, um ihre Brut zu versorgen, die im nächsten Jahr schlüpfen wird. Alles scheint in Ordnung.
Doch innerhalb weniger Stunden bricht das Unheil hinein. In der Nähe besprüht ein Landwirt sein Maisfeld mit Ackergiften – und bringt damit das Summen der Bienen zum Verstummen. Wo sich gestern Hunderte von Bienen vor dem Bienenhotel tummelten, kriechen jetzt nur noch wenige Tiere.  Das ist kein Einzelfall.
Ein weltweites Bienensterben ist im Gange [2] – kein unabänderliches Schicksal, sondern menschengemacht. Die Hauptschuld trägt der ungezügelte Einsatz von Pestiziden. Und die bringen noch mehr Folgeschäden mit sich: Mittlerweile sind 80 % der Gewässer in Agrarlandschaften belastet [3]. Es kostet Wasserwerke mehrere Millionen Euro, das verschmutzte Grundwasser zu filtern [4]. Und wir erleben ein nie dagewesenes Insekten- und Vogelsterben [5]. Es sind potente, hochdosierte Giftstoffe, die natürliche Kräuter, Tiere und Insekten abtöten sollen. Mit den Stoffen verdienen die Chemieriesen der Welt wie Bayer Monsanto, Syngenta oder BASF unglaubliche Summen. Obwohl das Problem immer mehr Menschen bewusst wird und sich viele gegen Pestizide einsetzen, werden immer potentere Giftstoffe auf unseren Äckern und Wiesen versprüht.
Der Einsatz von Pestiziden in der EU ist heute wesentlich höher als in den 1990er Jahren [6] – mit fatalen Folgen für Artenvielfalt, Klimaschutz, Bodenqualität und Gesundheit.  foodwatch hat deswegen mit dem anerkannten Pestizid-Experten Lars Neumeister zwei Jahre lang an einer detaillierten Studie gearbeitet [7]. Wir zeigen darin auf, wie der komplette Ausstieg aus dem giftigen Pestizidmarkt gelingen kann. Dafür werden wir in den nächsten Monaten und Jahren kämpfen. Das wird nicht einfach werden – denn wir haben mit der Pestizid-Lobby mächtige Gegner. Daher brauchen wir Ihre Unterstützung.   
 
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  Auch den Landwirt:innen schadet der Gifteinsatz auf dem Acker massiv. Sie sind in eine starke Abhängigkeit geraten. Ein Teufelskreis hat sich entwickelt: auf immer größeren Flächen pflanzen sie Monokulturen und versuchen die Kosten weiter zu senken, um auf einem globalen Markt mithalten zu können. Diese industrielle Landwirtschaft benötigt dann Pestizide. Und auf einmal geht es nicht mehr ohne – scheinbar.   Denn bislang hat sich kaum jemand getraut, sich vorzustellen, wie eine Welt ganz ohne Ackergifte aussehen könnte – und aufzuschreiben, wie das funktionieren könnte.
Unser Bericht zeigt, wie der Ausstieg aus den Pestiziden gelingen kann. Einfach geht es bei Weizen und Mais. Auch für Gemüse ist kein Herbizid oder Pestizid nötig. Bei Früchten ist es etwas schwieriger. Doch auch bei Trauben und Äpfeln ist ein kompletter Ausstieg aus der Nutzung von Pestiziden möglich – er braucht nur etwas länger. Der Einsatz von Pestiziden muss deutlich teurer und ein Verzicht auf Pestizide honoriert werden. Wir haben den Bericht bereits den wichtigsten Entscheider:innen in der Europäischen Kommission vorgelegt. Die haben zwar sehr aufgeschlossen reagiert, aber wir müssen weiter Druck machen.
In den nächsten Monaten wollen wir richtig loslegen und die Industrie mit kreativen Aktionen und hartnäckigem Protest dazu bringen, sich auf einen Verzicht einzulassen.

foodwatch entlarvt seit Jahren die verbraucherfeindlichen Praktiken der Lebensmittelindustrie und kämpft für das Recht der Verbraucherinnen und Verbraucher auf qualitativ gute Lebensmittel. Dazu gehört auch, dass keine Pestizidreste auf unseren Tellern landen. Der beste Weg dahin: Ackergifte gar nicht erst ausbringen. Unterstützen Sie uns dabei und werden Sie heute foodwatch-Mitglied.  
 
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  Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Herzliche Grüße
Ihre Annemarie Botzki
Campaignerin für Tierhaltung und Landwirtschaft    
 
P.S.: Nur ein Bruchteil der landwirtschaftlichen Fläche in Europa wird derzeit für die Produktion von Lebensmitteln genutzt, die die Menschen essen sollten, um sich gesund (und klimafreundlich) zu ernähren.

Große Mengen an Land werden für die Produktion von Tierfutter für die Fleisch- und Milchproduktion verwendet. Die Landwirtschaft in der EU ernährt sieben Milliarden Nutztiere pro Jahr und etwa 0,45 Milliarden Menschen [8]. Auf diesen riesigen Flächen werden ebenfalls Unmengen an Pestiziden eingesetzt. Das muss sich endlich ändern! Deshalb: > Werden Sie Mitglied von foodwatch!
 
  Quellen:
[1]  htt‍ps:‍/‍/w‍ww.iucn.org/content‍/nearly-one-10-wild-bee-species-face-extinction-europe‍-while-status-more-half-remains-unknown-iucn-‍report und h‍ttp‍s:/‍/ww‍w.cbsnews.‍com/news‍/wild-bee-species-missing-since-1990s‍-extinction/
[2] ht‍tp‍s:‍//w‍ww.quarks.de/umwelt‍/tierwelt/darum-verhungern-die-‍wildbienen/
[3] ht‍tp‍s:‍/‍/ww‍w.ufz.de/index.php?de=36336&webc_pm=33/‍2021
[4] Nach Mohaupt et al. 2020 „Etwa 64.000 Grundwasserproben werden jährlich auf Atrazin, das am häufigsten getestete Pestizid, analysiert. Geht man von Kosten von 400€ pro Probe aus, würde allein diese Prüfung Kosten verursachen über 25 Millionen Euro“ mehr Infos im Pestizid report hier: ht‍tp‍s:/‍/w‍ww.foodwatch.org/en/reports/2022/‍locked-in-pesticides-europes-dependency-on-harmful-‍pesticides-and-how-to-overcome-it‍/
[5] Der Begriff Insektensterben dürfte vor allem durch die Ergebnisse der sogenannten „Krefelder Studie“ aus dem Herbst 2017 an Fahrt aufgenommen haben. Sie berichtete über einen Verlust von rund Dreivierteln der Biomasse fliegender Insekten – vor allem aus Naturschutzgebieten Nordwestdeutschlands. ht‍tp‍s:/‍/journals.plos.‍org/plosone/‍article?id=10.1371/journal.pone.‍0185809
[6] Seite 32 und folgende: ht‍tp‍s:/‍/www.foodwatch.‍org/fileadmin/-INT/‍pesticides/2022-06-30_Pesticides_Report_foodwatch.‍pdf
[7] Hier zu finden: ht‍tp‍s:/‍/ww‍w.foodwatch.‍org/de/reports/2022‍/locked-in-pesticides‍/ Eine deutsche Zusammenfassung des Reports findet sich hier: ht‍tp‍s:/‍/ww‍w.foodwatch.org/fileadmin/‍-DE/Themen/Pestizide/Dokumente/2022-06-30_‍Kurzfassung_Pestizid-Report.‍pdf
[8] Seite 87 ht‍tp‍s:/‍/www.foodwatch.‍org/fileadmin/-INT/pesticides/2022-06-30_‍Pesticides_Report_foodwatch.‍pdf  
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Die Gastro-Lobby ist gescheitert — foodwatch

Ein Riesenerfolg: Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig müssen auch die Behörden des letzten Bundeslandes in Deutschland ihren Widerstand gegen unsere Mitmach-Plattform „Topf Secret“ aufgeben. Die Rechtslage ist nun bundesweit klar: Verbraucher:innen haben ein Recht auf Zugang zu den Ergebnissen amtlicher Lebensmittelkontrollen, die bisher geheim gehalten wurden. Ab sofort kann jede:r die Hygiene-Berichte von Restaurants, Bäckereien und anderen Betrieben einsehen, erfragen und auf „Topf Secret“ veröffentlichen. Machen Sie jetzt mit: Klicken Sie sich durch, stellen Sie Ihren Antrag zu einem Betrieb Ihrer Wahl und schaffen Sie damit Transparenz bei Lebensmittelkontrollen!  
  Hier klicken & Bericht anfordern!  
  Hallo sylvia linnenkohl, Wissen Sie, wie sauber es in Ihrem Lieblingsrestaurant zugeht? Ob in der Backstube der Konditorei um die Ecke regelmäßig geputzt wird? Höchstwahrscheinlich nicht. Zwar kontrollieren die Behörden örtlich ansässige Lebensmittelbetriebe. Aber die Ergebnisse dieser Kontrollen bleiben in der Regel streng geheim.

Mit der Mitmach-Plattform „Topf Secret“ wollten wir 2019 Licht ins Dunkel bringen. Mit wenigen Klicks können dort Bürger:innen die Berichte amtlicher Kontrollen bei den zuständigen Behörden anfragen und später veröffentlichen.

Nach dem Start des Portals stellten zehntausende Bürger:innen einen Antrag. Einige erhielten Einblick in Berichte mit teils ekelerregenden Details, wie Kakerlaken in der Backstube oder massiver Schimmelbefall an Küchenwänden. Ein Teil der Antragsteller:innen bekam von den Behörden hingegen überhaupt keine Rückmeldung – oder haarsträubende Antworten: Manche Ämter erklärten sich überlastet, manche drohten mit Gebühren in vierstelliger Höhe, andere sabotierten den Antragsprozess, indem sie Einblick in die Kontrollberichte nur persönlich in den Behörden-Räumen gewährten – inmitten der ersten Corona-Welle.

Auch die betroffenen Betriebe machten mobil gegen die Transparenz-Plattform – unterstützt durch den Gastro-Lobbyverband DEHOGA. Bundesweit reichten sie Klage ein, worauf sich einige Behörden ausruhten. Diese wollten die Kontrollberichte erst herausgeben, wenn die Rechtslage geklärt ist.

In den folgenden Monaten haben Gerichte in ganz Deutschland die Klagen nach und nach abgeschmettert. Zuletzt urteilte das Verwaltungsgericht Schleswig, dass auch die Kontrollberichte in Schleswig-Holstein herauszugeben sind. Gemäß dem Verbraucherinformationsgesetz (VIG) haben Bürger:innen ein Recht auf Zugang zu den Ergebnissen amtlicher Lebensmittelkontrollen. Die Rechtslange ist endlich geklärt!

Machen Sie jetzt mit: Stellen Sie Ihren eigenen Antrag auf „Topf Secret“.  
  Klicken zu Topf Secret  
  Verbraucher:innen haben ein Recht darauf zu erfahren, ob ein Lebensmittelbetrieb pfuscht oder nicht. Dänemark zeigt, wie es geht: Dort erfährt man direkt an der Ladentür und im Internet anhand von Smiley-Symbolen, wie es um die Sauberkeit in den Betrieben bestellt ist. Wenige Jahre nach Einführung dieses „Smiley-Systems“ im Jahr 2002 hat sich die Quote der beanstandeten Unternehmen halbiert – von 30 auf rund 15 Prozent. In Deutschland bleibt die Beanstandungsquote seit Jahren konstant bei etwa 25 Prozent. Je mehr Menschen bei „Topf Secret“ mitmachen, desto größer ist der Druck auf die Behörden – und damit auch auf die Politik: Sie muss – wie in Dänemark – die Betriebe per Gesetz verpflichten, die Ergebnisse amtlicher Lebensmittelkontrollen pro-aktiv zu veröffentlichen. Das entlarvt die Schmuddelbetriebe – und beseitigt den Wettbewerbsnachteil für die vielen sauberen Unternehmen, die Mühe und Geld in Hygiene investieren – wovon aber niemand etwas mitbekommt.

Werden Sie jetzt mit uns gemeinsam aktiv und stellen Sie Ihren Antrag auf „Topf Secret“!  
  Hier Kontrollbericht anfragen  
  Vielen Dank und herzliche Grüße
Ihr Dario Sarmadi
Pressesprecher & Öffentlichkeitsarbeit  
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