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Tönnies‘ Schweine-System

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Hallo und guten Tag,
ein gleichermaßen ätzendes und verharmlosendes Wort macht die Runde: der „Schweinestau“. Hunderttausende Tiere, so heißt es, stünden in diesem „Stau“ – oder, wie es ein Lobbyverband formulierte: Sie „warten auf ihre Schlachtung“. Bis Weihnachten sollen gar eine Million Schweine im „Schweinestau“ stecken.

Wenn ein Begriff fast alles zum Ausdruck bringt, was in der Fleischindustrie falsch läuft, dann ist es diese zynische Wortschöpfung. Zwei folgenschwere Ereignisse – die Corona-Pandemie und die Afrikanische Schweinepest – bringen gerade ein gnadenlos durchrationalisiertes System ins Wanken, das im Normalfall darauf ausgelegt ist, allein in Deutschland Jahr für Jahr mehr als 50 Millionen Schweine zu schlachten, in Schinken und Koteletts zu zerteilen und zu Bratwurst zu verarbeiten.
Doch weil jetzt große Schlachthöfe nur eingeschränkt oder gar nicht arbeiten, herrscht echte Not: Mastbetriebe wissen nicht, wohin mit schlacht„reifen“ Schweinen – und Ferkelerzeuger nicht, wohin mit ihren Ferkeln. In vielen Ställen drängen sich deshalb viel zu viele, viel zu groß gewordene Tiere auf ohnehin schon viel zu engem Raum, und neue Ferkelwürfe stehen bevor. Weil Abnehmer fehlen und die Preise im Keller sind, kämpfen Bauernfamilien um ihre Existenz. Ein Drama für Mensch und Tier – dieser „Stau“ ist also wahrlich kein technisches Problem.
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Aber wissen Sie, was uns dabei am meisten zu denken geben sollte? Dass uns ausgerechnet die Riesen-Schlachtfabriken von Tönnies & Co. als Lösung für dieses Problem verkauft werden. Tönnies, jener milliardenschwere Fleischkonzern, der wie kaum ein zweiter in der Kritik steht, jede Gesetzeslücke auszunutzen, um seine Massenware auf Basis von fragwürdigen Arbeitsbedingungen zu Billigst-Preisen in den Markt zu drücken.
Allen Klagen über Ausbeutung von Menschen und miserable Tierhaltungsstandards zum Trotz:
Als der Konzern seinen größten Schlachthof aufgrund von Corona-Fällen vorübergehend schließen musste, sah ein NRW-Staatssekretär absurderweise den Tierschutz in Gefahr, wenn Tönnies nicht bloß schnell seine Tore wieder öffnen könnte. Fehlte nur noch der Zusatz: Um die ungeduldig auf ihre Schlachtung wartenden Schweine reinzulassen…

Ich meine: Wenn der Tierschutz von den Fließbandschlachtungen des Tönnies-Konzerns abhängen soll, dann läuft etwas gewaltig schief.
Das müssen und das wollen wir ändern! Bitte unterstützen Sie uns dabei, dass jetzt nicht einfach Tönnies & Co. als Lösung des ganzen Problems dargestellt werden – und dann alles weiter läuft wie bisher: 
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Doch wie kam es zu dem Schlamassel? Wegen Corona dürfen viele der Riesen-Schlachthöfe unter den nötigen Hygieneauflagen nur noch eingeschränkt arbeiten, nach massenhaften positiven Testergebnissen unter Arbeitern mussten sie teilweise ganz schließen. Und wegen der Afrikanischen Schweinepest haben rund um den Globus wichtige Absatzländer wie China den Import von deutschem Schweinefleisch gestoppt. Niemand kann etwas für diese Ereignisse, doch sind sie eben auch nur der letzte Teil der Wahrheit, liebe foodwatch-Interessierte – und der andere Teil ist hausgemacht. Denn die Folgen dieser Ereignisse zeigen schonungslos, wie krank unser System ist – wie krankhaft abhängig vom Wachstumszwang großer Massenbetriebe und vom Exportgeschäft. Denn die Schweinehaltung in Deutschland orientiert sich nicht an unserem „Bedarf“ an Schweinefleisch. Sie dient vor allem den Profit- und Wachstumszielen einiger weniger Fleischbarone. Wenn Sie das genauso verwerflich finden, wie wir, dann unterstützen Sie bitte unsere Arbeit und werden Sie
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Heute mästen wir Schweine mit Futter, das wir importieren müssen, um Fleisch zu produzieren, das wir gar nicht brauchen. Und ganz nebenbei ertrinken wir in Unmengen von Gülle, die unsere Grundwasserspeicher verdreckt. Doch vor gerade einmal 20 Jahren musste Deutschland noch Schweinefleisch importieren, um den Bedarf zu decken. Dieses rasante Wachstum hin zum Massenexporteur wurde politisch gefördert, und zwar ohne Rücksicht auf Verluste: Ausbeuterische Leiharbeitsverhältnisse wurden erlaubt, tierquälerische Bedingungen wie die grausamen Kastenstände für Muttersauen selbst dann noch geduldet, als diese Praxis längst schon gerichtlich als rechtswidrig abgeurteilt war. Um billig und immer billiger produzieren und damit auf dem Weltmarkt „erfolgreich“ sein zu können, braucht dieses fatale System Dumping beim Tierschutz, Dumping bei den Arbeitnehmerstandards, Dumpingpreise für Bauern. Doch nur durch Exporte können die Gewinne der Schlachtindustrie weiter wachsen, denn in Deutschland aßen die Menschen zuletzt immer weniger Schweinefleisch. 

Wir meinen: Das kranke Billig-System der Fleischindustrie muss beendet werden! Statt Exportüberschüssen in den Taschen der Fleischbarone brauchen wir endlich Regeln, die verlässlichen Tierschutz bieten und Menschen vor der Ausbeutung bewahren. Dafür setzen wir uns bei foodwatch ein – bitte
unterstützen Sie uns dabei mit Ihrem Beitrag als Fördermitglied!
…im Vordergrund steht aktuell einfach nur, den Abfluss an Ferkeln zu organisieren. – Ruth Beverborg, Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Als Antwort auf den so genannten „Schweinestau“ sprechen Agrarfunktionäre technisch-distanziert davon, dass es „einfach nur“ darum gehe, „den Abfluss an Ferkeln zu organisieren“ – oder notfalls gesunde Tiere vorzeitig „zu töten und zu entsorgen“. 

Die makabre Wortwahl, die weder sprachlich noch inhaltlich dem Problem gerecht wird, zeigt: Es wird Zeit, dass wir Verbraucherinnen und Verbraucher uns in diese Debatte einmischen. Mit einer Mitgliedschaft bei foodwatch helfen Sie uns bei dem Ziel, dass endlich die gesamte Ausrichtung der Fleischwirtschaft hinterfragt wird – seien Sie jetzt dabei!
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Vielen Dank und herzliche Grüße

Martin Rücker
Geschäftsführer 
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🛒Im Supermarkt die Welt retten?🛒 — foodwatch

foodwatch
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Hallo
wann immer wir über Missstände berichten, höre ich als Pressesprecher bei foodwatch von Journalistinnen und Journalisten regelmäßig die Frage: Was kann ich im Supermarkt dagegen tun? Auch viele von Ihnen fragen uns das. Ich befürchte, meine Antwort wird viele von Ihnen enttäuschen. Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft reden uns zwar seit Jahren ein, wir Konsumentinnen und Konsumenten seien es, die mit unseren Kaufentscheidungen die Verantwortung für eine bessere Welt tragen.
Doch in diese Falle dürfen wir nicht tappen. 

Damit Sie mich nicht missverstehen: Natürlich ist es richtig, darauf zu achten, was und wo wir einkaufen und wie wir uns verhalten. Damit können wir Haltung zeigen, eine Veränderungsbereitschaft demonstrieren und Vorbild für andere sein.Entscheidend ist jedoch:
 Auch wenn es schwerfällt, müssen wir akzeptieren, dass wir durch einen „ethischen“ Konsum zwar Vorbild sein und unseren individuellen Fußabdruck verbessern, aber nicht die Märkte verändern können – vor allem aus zwei Gründen. Welche das sind und warum auch der Griff zu Bio-Produkten nicht immer die Lösung ist, erläutern wir in folgendem Artikel.
Hier geht es zum Artikel
Vielen Spaß beim Lesen!
Herzliche GrüßeAndreas Winkler, Pressesprecher bei foodwatch
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Dafür haben wir zehn Jahre gekämpft — foodwatch

Es gibt bald eine Nährwertkennzeichnung in
den Supermarktregalen!

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Diese fünf Werbelügen sind besonders dreist. Aber welche ist am dreistesten? Jetzt abstimmen: Die Wahl endet in 48 Stunden! www.goldener-windbeutel.de Die Nährwert-Ampel ist da!
Von diesem November an dürfen Hersteller in Deutschland den NutriScore ganz offiziell auf die Verpackungen drucken, denn die entsprechende Verordnung tritt endlich in Kraft. Bei einer zunehmenden Anzahl von Produkten werden dann grüne, gelbe oder rote Markierungen schnell Auskunft über die Nährwertqualität geben. Wir haben mehr als ein Jahrzehnt (!) gebraucht, um dies zu erkämpfen, denn der Widerstand von Industrieverbänden, Unternehmen und nicht zuletzt den verschiedenen Bundesernährungsministern war groß – auch wenn jetzt Ministerin Julia Klöckner die Kennzeichnung mit einer Info-Kampagne und großen Plakaten anpreist, als hätte sie die Ampel schon immer gewollt. Lesen Sie hier, wie es dazu kam – und welchen Haken es noch immer bei der Nährwert-Ampel gibt…
Hallo ,

„EU-Parlament stimmt gegen die Ampelkennzeichnung – Abgeordnete beugen sich massivem Lobbydruck der Industrie“. So lautete die Überschrift eines unserer Newsletter vor fast genau zehn Jahren, mit dem wir über ein enttäuschendes Votum aus Brüssel informierten. Unser Kampf war verloren, und so viele Menschen hatten sich damals ein anderes Ergebnis erhofft. „Die Ampel ist tot“, hatte da bereits der Lobbyverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft vor der sich abzeichnenden Entscheidung gegen verbraucherfreundliche Nährwertangaben triumphiert.
Jetzt, fast genau zehn Jahre (!) später, können wir Verbraucherinnen und Verbraucher uns freuen. Denn die Ampel lebt – und sie kommt, ganz bald und auch in Ihren Supermarkt! Der so genannte NutriScore, die in Frankreich entwickelte Ampelkennzeichnung, bewertet Produkte auf einer Skala von A (für ausgewogene Produkte) bis E (für eher ungesunde Produkte). Hinterlegt mit den Ampelfarben Grün-Gelb-Rot ermöglicht die Kennzeichnung den schnellen Vergleich zwischen Lebensmitteln einer Kategorie. Das zeigt, unser langer Atem und gemeinsamer Einsatz hat sich gelohnt!
Studien und Erfahrungen etwa in Frankreich beweisen schon jetzt: Die NutriScore-Ampel hilft Menschen, die gesündere Wahl zu treffen, gibt Herstellern endlich einen Anreiz, Rezepturen ausgewogener zu gestalten – und sie kann auf einen Blick entlarven, wenn eine Zuckerbombe als Fitnessprodukt vermarktet wird. Auch deshalb ist der NutriScore jene Kennzeichnung, die die Lebensmittelindustrie mit aller Macht verhindern wollte. Es ist wohl das erste Mal überhaupt, dass sich in Deutschland eine verbraucherfreundliche und von unabhängigen Wissenschaftlern entwickelte Kennzeichnung durchsetzt, gegen den Willen der Lebensmittellobby. Als vor mehr als zehn Jahren erstmals eine Ampelkennzeichnung – damals nach einem britischen Modell – „drohte“, mobilisierten die großen Konzerne alle Kräfte.
Als noch recht junge und damals nur in Deutschland aktive Organisation reisten wir seinerzeit zu einzelnen Gesprächen nach Brüssel. Ich erinnere mich gut: Wo wir auch hinkamen – die Ampel-Gegner von Industrieverbänden, Coca Cola & Co. waren bereits da, hatten Lobbystände sogar mitten im Gebäude des Europaparlaments (!) aufgebaut.
Am Ende hatten sie EU-weit eine Milliarde Euro investiert, um ihr eigenes Kennzeichnungsmodell durchzusetzen und damit die Ampel zu verhindern. Eines konnten sie nicht abwehren: 2010 führte die EU erstmals überhaupt eine verpflichtende Angabe für den Gehalt von Zucker, Fett, Salz & Co. in Form der bekannten Nährwerttabellen im Kleingedruckten ein – bis dahin blieben selbst diese Angaben meist geheim. Ohne den Druck der Ampel-Diskussion wäre das wohl nicht gelungen. Wir haben unseren Einsatz für eine Ampelkennzeichnung auf der Verpackungsvorderseite in all den Jahren fortgeführt – entsprechend groß ist unsere Freude, wenn nun der NutriScore Einzug in die Supermärkte hält!
Denn auch diesmal haben die Industrielobby um den Lebensmittelverband Deutschland und Ernährungsministerin Julia Klöckner alles versucht, eine ampelfarbige Kennzeichnung zu verhindern. Beide entwickelten Gegen-Modelle, das Ministerium ließ eine den NutriScore empfehlende Studie umschreiben – wenig blieb unversucht. Doch nachdem auch große Unternehmen wie Danone, Iglo und Nestlé das Hickhack beenden und auf den NutriScore setzen wollten, weil in allen seriösen Studien und Umfragen der NutriScore als verständlichstes System hervorging, musste Julia Klöckner ihren Widerstand Ende 2019 schließlich aufgeben. Der Weg war frei.
Ende gut, alles gut? Leider (noch) nicht, liebe Leserinnen und Leser. Denn der Kampf um die Ampel geht weiter: Vor zehn Jahren, bei der Abstimmung im Europaparlament, hat die Lebensmittelindustrie ihren wichtigsten Lobbyerfolg erzielt: Die EU-Staaten dürfen eine Ampelkennzeichnung seither nicht verpflichtend einführen, sondern nur als freiwilliges Modell. Vorerst könnten also vor allem Hersteller den NutriScore auf ihre Packungen drucken, die ohnehin vor allem ausgewogene Produkte anbieten. Damit die Kennzeichnung zum echten Erfolg wird, muss sie also verpflichtend für alle Lebensmittel werden – und das geht nur mit einer neuen EU-Verordnung. Für die gibt es bisher keine Mehrheit. Der Lebensmittelverband Deutschland musste zwar akzeptieren, dass der NutriScore in Deutschland kommt – er versucht aber bereits, die Berechnungsgrundlage für das Label zu verwässern, damit zum Beispiel zuckerhaltige Getränke oder Wurstwaren besser bewertet werden als von den unabhängigen Wissenschaftlern empfohlen. Wie unter dem Brennglas zeigt die Debatte, wie Lebensmittelpolitik funktioniert – und welchen Einfluss die Industrie auf eine banale Kennzeichnung hat, die doch eigentlich für uns Verbraucherinnen und Verbraucher da sein sollte. So lange es gedauert hat, erst überhaupt Nährwertangaben und dann zumindest eine freiwillige Ampel zu bekommen, so sehr wissen wir: Wir sind längst noch nicht am Ziel. Ich verspreche Ihnen: Wir bleiben dran und kämpfen weiter für eine Kennzeichnung, die sich an den Interessen der Menschen und nicht an denen der Hersteller orientiert – ob es nun um Nährwerte, um Herkunftsangaben oder um Gentechnik geht. Und wenn es noch einmal zehn Jahre dauern sollte!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße Martin Rücker
Geschäftsführer von foodwatch Deutschland P.S.: Wie der NutriScore genau funktioniert haben wir hier erklärt.

P.P.S.: Dass wir vor zehn Jahren nicht bereits mehr für die „Ampel“ erreichen konnten, gab für uns den Anstoß, foodwatch zum europäischen Projekt zu machen. Seitdem haben wir Büros in den Niederlanden und in Frankreich gegründet, wie in Deutschland als politisch und finanziell unabhängige Verbraucherorganisationen. Wir sind uns sicher: Ohne die gemeinsame Arbeit hätten wir es nie geschafft, die französische Nutri-Score-Ampel so populär zu machen. Das alles ist nur möglich, weil uns viele Verbraucherinnen und Verbraucher als Mitglied unterstützen. Seien auch Sie dabei: Werden Sie jetzt Förderin von foodwatch und setzen Sie damit ein Zeichen gegen den Einfluss der (Leben) Nahrungsmittellobby in Europa: www.mitglied-werden.foodwatch.de

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Jetzt protestieren: Tierhaltungslüge stoppen! — foodwatch

Diese fünf Werbelügen sind besonders dreist. Aber welche ist am dreistesten? Jetzt abstimmen: Die Wahl endet in 48 Stunden! www.goldener-windbeutel.de
Der „Fall Grünländer“ ist wohl die dreisteste Verbrauchertäuschung, die uns seit vielen Jahren untergekommen ist: Die Großkäserei Hochland bewirbt ihren Grünländer Käse mit „Milch von Freilaufkühen“ und einer „grünen Seele“ – und das, obwohl die Tiere im Stall stehen! Hochland hat für diese dreiste Täuschung 2020 den „Goldenen Windbeutel“ bekommen – unseren Negativpreis für die Werbelüge des Jahres. Doch der Hersteller weigert sich trotzdem bis heute, die Irreführung zu beenden! Deshalb haben wir jetzt die zuständige Kontrollbehörde eingeschaltet und den Fall dort gemeldet. Diese muss bis Ende November eine Entscheidung treffen. Doch es ist längt nicht sicher, ob die Behörde wirklich einschreitet. Daher benötigen wir Ihre Unterstützung, um dem Landratsamt  deutlich zu machen: Schluss mit der Verbrauchertäuschung!
Hier unterschreiben: Jetzt Werbelüge stoppen!
Hallo ,
offiziell verbietet das Lebensmittelrecht irreführende Informationen über Lebensmittel – und damit auch Werbelügen wie den Grünländer Käse. Das Problem: Die Lebensmittelbehörden, die die Einhaltung dieser Vorschriften überwachen sollen, schreiten nur in den seltensten Fällen ein. Das wollen wir nicht länger akzeptieren – schließlich ist Grünländer nur die Spitze des Eisbergs. Im Supermarkt ist Irreführung die Regel und nicht die Ausnahme. Die Behörden müssen endlich dafür sorgen, dass die alltägliche Verbrauchertäuschung gestoppt wird. Um einen Anfang zu machen, haben wir den Fall Grünländer jetzt beim zuständigen Landratsamt in Lindau gemeldet. Helfen Sie uns deshalb jetzt, dass die Behörde die Verbrauchertäuschung unterbindet!
Jetzt an die Lebensmittelbehörde Lindau schreiben!
Hier geht es um mehr als um einen einzelnen Käse: Im Supermarkt sind wir ständig konfrontiert mit Produkten, die uns das Blaue vom Himmel versprechen – oder besser gesagt, das Grüne. Nicht selten nutzen die Konzerne den Wunsch vieler Verbraucherinnen und Verbraucher nach guter Tierhaltung, klimafreundlicher Produktion und gesunden Lebensmitteln schamlos aus. Sie geben ihren Produkten einen nachhaltigen Anstrich, auch wenn diese ganz konventionell produziert wurden. Wir setzen uns deshalb weiter hartnäckig für das Recht der Verbraucherinnen und Verbraucher auf ehrliche Lebensmittel ein – wenn es sein muss, auch mit rechtlichen Mitteln.

Hier die Aktion unterzeichnen


Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Herzliche Grüße Oliver Huizinga
Leiter Recherche und Kampagnen bei foodwatch
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Julia Klöckners geheime Lobby-Kontakte — foodwatch


Was Julia Klöckner auf keinen Fall preisgeben möchte.

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Hallo und guten Tag,

Julia Klöckner und Nestlé – da war doch was. Genau: Nach einem Treffen mit dem Chef des Megakonzerns war der Bundesernährungsministerin nichts Besseres eingefallen, als ein Video über die sozialen Medien zu verbreiten, das sie bei allzu distanzlosen Plaudereien mit dem Top-Manager zeigte.
Frau Klöckner handelte sich damit viel Kritik ein. Auffällig, dass seither nur punktuell Informationen durchsickern: Welche Lobbyistinnen und Lobbyisten werden im Ministerium vorstellig? Wem gewähren Ministerin Klöckner und ihre Staatssekretäre Termine? Wann hören sie auf die Einflüsterer von Konzernen oder Wirtschaftsverbänden und entscheiden dabei gegen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger? Auf welche Gesetze wird dabei Einfluss genommen?

Wir finden: Die Antworten auf diese Fragen sollten öffentlich werden! Schließlich dreht sich alles im Ernährungsministerium um Themen, die uns alle jeden Tag direkt beschäftigen:
Es geht um sichere Lebensmittel, um Grenzwerte und Zusatzstoffe, um Pestizide und Regeln für die Tierhaltung. Setzen Sie sich mit uns dafür ein, dass der Lobby-Einfluss nicht länger hinter verschlossenen Türen stattfinden darf – unterstützen Sie unsere Arbeit und
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Wenn Julia Klöckner nicht von sich aus über ihre Termine informiert, dann dachten wir uns: Fragen wir eben nach. Denn zum Glück gibt uns das Informationsfreiheitsgesetz ein Recht auf amtliche Informationen. Wir beantragten daher beim Ernährungsministerium beispielhaft für einen Monat Auskunft über alle Lobby-Termine der Ministerin und ihrer Staatssekretär*innen laut Terminkalender, mitsamt der offiziellen Gesprächsprotokolle.

Die Antwort kam weit nach der gesetzlichen Frist für solche Auskünfte – und sie war deutlich. „Der Antrag wird abgelehnt“, schrieb uns Klöckners Ministerium. Mit einer Begründung, die in ihrer Unverfrorenheit schon fast wieder originell ist:

Erstens könne man uns „aus Sicherheitsgründen“ keine Auskunft über die Lobby-Termine geben. Über Termine, die in der Vergangenheit stattgefunden hatten, wohlgemerkt – denn daraus könnte jemand ein Bewegungsprofil erstellen. Will uns das Ministerium damit etwa sagen, dass Frau Klöckner Nestlé, Mars, den Bauernverband & Co. jeden Monat in der gleichen Reihenfolge besucht? Diese Begründung ist absurd – auch deshalb, weil die Pressestelle des Ministeriums selbst jede Woche eine – wenn auch kleine und unvollständige – Auswahl von Terminen der Ministerin sogar im Vorfeld öffentlich macht und hierbei offenbar so gar keine Sicherheitsbedenken hegt.
Die zweite Begründung, mit der das Ministeriums unseren Auskunftsantrag ablehnte, macht es nur noch abstruser: Es gebe eine „solche Vielzahl“ von Lobby-Kontakten, heißt es in dem Bescheid, dass „jede Auskunft“ geeignet wäre, „sich dem Vorwurf mangelnder Vollständigkeit auszusetzen“.
Mit anderen Worten: Frau Klöckner spricht mit so vielen Lobbyisten, dass es schwierig ist, den Überblick zu bewahren – und deshalb gibt es für die interessierte Öffentlichkeit besser gleich gar keine Informationen. Wenn das Thema nicht so ernst wäre, man müsste die Verfasser des Bescheids für den Deutschen Kabarettpreis nominieren!
Wir halten diese Gründe natürlich für vorgeschoben, liebe foodwatch-Interessierte. Offenbar will Frau Klöckner, dass ihre Lobby-Kontakte auch weiterhin geheim bleiben. Das wollen und das werden wir nicht akzeptieren! Bitte helfen Sie uns, jetzt weitere Schritte einzuleiten und
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Was können wir nach diesem unverschämten Bescheid unternehmen? Als erstes haben wir Widerspruch eingelegt – das ist aus formalen Gründen nötig, auch wenn wir uns nicht viel davon versprechen. Denn entscheiden muss über unseren Widerspruch erneut das Bundesernährungsministerium von Julia Klöckner.

Doch wir sind fest entschlossen, den Fall auch vor Gericht zu bringen, wenn unser Widerspruch erwartungsgemäß keinen Erfolg hat. Eine gute Kanzlei steht uns zur Seite und will mit uns die Auskunftsrechte durchsetzen – es könnte ein Musterfall werden für die Frage, wie transparent die Bundesregierung bei Lobby-Kontakten arbeiten muss. Womöglich wird es mehrere Jahre dauern, bis ein endgültiges Urteil vorliegt. Doch wir halten es für wichtig, diesen Fall jetzt durchzuziehen, auch wenn ein solcher Prozess nicht billig werden dürfte – und nach dieser Antwort des Klöckner-Ministeriums erst recht!

Bitte helfen Sie mit, diese Klärung zu ermöglichen und Transparenz über die Lobby-Kontakte von Ministerin Klöckner und ihrer Staatssekretäre durchzusetzen. Stärken Sie uns in dieser Auseinandersetzung mit dem Ministerium und
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Interessen zu vertreten, ist völlig legitim, liebe Leserinnen und Leser. Auch wir von foodwatch vertreten Interessen, nämlich die von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Problematisch wird es, wenn Lobbyeinfluss einseitig zugunsten von Agrarindustrie und Großkonzernen stattfindet – und zu Lasten von Menschen oder Umwelt geht. Diese Gefahr ist umso größer, je weniger transparent die Einflussnahme abläuft. Deshalb hat die Öffentlichkeit ein Recht zu erfahren: Wie viele Lobbyisten von Nestlé, Bayer-Monsanto & Co, die allein den kommerziellen Zielen ihrer Unternehmen verpflichtet sind, versuchen bei Frau Klöckner Einfluss auf Gesetze zu nehmen?
Wie aktuell diese Auseinandersetzung ist, zeigt auch die Posse um das Lobby-Register. Lange gefordert, um Transparenz über Einflussnahme von Verbänden und Unternehmen auf die Politik zu schaffen, hat die Lobby-Affäre um Philipp Amthor hier endlich frischen Wind in die festgefahrene Debatte gebracht – jenen jungen Politiker, der als Bundestagsabgeordneter Lobbyarbeit für eine umstrittene IT-Firma machte, mit der er selbst verbandelt war. Doch als die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD endlich ihren Gesetzentwurf vorlegten, war ausgerechnet die Lobbyarbeit bei der Regierung, also dem Kanzleramt und den Ministerien, von den Transparenzpflichten zunächst ausgenommen.

Wie gut das Gesetz am Ende wird, ist noch völlig offen – ebenso wie der Ausgang unseres Rechtsstreits mit dem Klöckner-Ministerium. Bitte stärken Sie unserer Arbeit den Rücken. Und damit dem Ziel, Licht ins Dunkel der Lobbytätigkeiten beim Klöckner-Ministerium zu bringen.
Werden Sie jetzt Förderin/Förderer bei foodwatch!                    Jetzt foodwatch Mitglied werden!

Vielen Dank und herzliche Grüße Ihr Martin Rücker
Geschäftsführer Weiterführende Informationen und Quellen: Dieser Newsletter mit allen relevanten Quellen
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🍭Muss der Mensch Zucker essen?🍭 — foodwatch

Wir klären über 
Lebensmittelmythen auf

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Hallo , 
„Bier auf Wein, das lass‘ sein“, „Kaffee entzieht dem Körper Wasser“ – solche Mythen über Lebensmittel kennen wir alle. Doch was davon stimmt eigentlich? Und welche Mythen werden von der Lebensmittelindustrie bewusst aufrechterhalten, um weiterhin bestimmte Produkte als „notwendig“ oder vermeintlich gesund vermarkten zu können? Wir klären in unserem Newsletter zu fünf dieser Mythen über Lebensmittel auf:
Mythos 1: Menschen müssen Zucker essen Die Lebensmittelindustrie setzt alles daran, den Mythos aufrecht zu erhalten, Menschen müssten ein gewisses Maß an Zucker verzehren. So behauptet die Zuckerlobby auf ihrer Website: „Kohlenhydrate wie Zucker sind wichtige Energielieferanten und somit lebensnotwendig, da der Körper sie als Energiequelle für seinen Stoffwechsel braucht.“ Auch  der ehemalige Ernährungsminister Christian Schmidt behauptete in einer Talkshow „Der Mensch braucht Zucker“. Weshalb der hier geweckte Eindruck schlichtweg falsch ist, können Sie hier nachlesen.
Mythos 2: „Bier auf Wein, das lass‘ sein; Wein auf Bier, das rat ich dir?“ Wer zu tief ins Glas schaut, dem droht am nächsten Morgen häufig ein Kater. Ob Unwohlsein oder Kopfschmerzen – schön ist das nicht. Hängt der Kater nur damit zusammen, wieviel man getrunken hat oder auch damit, in welcher Reihenfolge? Dazu haben Forscherinnen und Forscher an der Uni Witten/Herdecke ein feuchtfröhliches Experiment durchgeführt. Und Sie können es sich schon denken, Sprichwörter haben häufig einen anderen Hintergrund als gedacht. Was bei dem Experiment heraus kam, können Sie hier nachlesen.
Mythos 3: Kaffee entzieht dem Körper Wasser Dieser Mythos hat sich auch bei uns im Team erstaunlich lange gehalten und, Überraschung – auch er ist nicht wahr. Denn: Ja, Kaffee fördert die Wasserausscheidung des Körpers. Aber diese Wirkung macht sich erst bei mehr als sechs Tassen Kaffee am Tag bemerkbar – wenn überhaupt. Nach Angaben des Berufsverbands der Internisten (BDI) scheiden wir nach Kaffeegenuss 84 Prozent der aufgenommenen Flüssigkeit innerhalb von 24 Stunden wieder aus. Bei Wasser sind es 81 Prozent. Weitere Details dazu und wie viel Kaffee tatsächlich gesund ist, können Sie hier nachlesen.
Mythos 4: Nach dem schweren Essen erstmal ein Verdauungsschnaps Nach Gerichten wie einem Braten oder Käsefondue schwören viele Menschen auf einen Verdauungsschnaps. Grundsätzlich wird Bitterstoffen eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. In hochprozentigen Kräuterlikören sind diese auch enthalten, doch der Alkohol darin macht die positive Wirkung wieder zunichte. Denn Alkohol lähmt die Magenmuskulatur- und hemmt damit sogar die Verdauung. Weitere Informationen dazu und was tatsächlich bei der Verdauung hilft, können Sie hier nachlesen.
Mythos 5: Apfeldicksaft ist gesünder als Zucker Dass Zucker ungesund ist, wissen die meisten. Daher süßen Lebensmittelhersteller ihre Produkte jetzt häufiger mit Alternativen wie Apfeldicksaft – klingt schließlich viel gesünder. Doch Hauptbestandteil von Apfeldicksaft ist: Zucker. Während ein durchschnittlicher Apfel etwa 10 Prozent Zucker enthält, sind es bei dem Konzentrat ganze 80 Prozent. Im vergangenen Jahr haben wir den Goldenen Windbeutel an den Bio-Hersteller Zwergenwiese verliehen. Der Hersteller täuschte Verbraucherinnen und Verbraucher, in dem er seine Kindertomatensauce als kindgerecht vermarktete. Doch die Kindertomatensauce enthielt mehr als doppelt so viel Zucker wie die Erwachsenen-Version – und auch Zwergenwiese versuchte sich zunächst damit herauszureden, man süße ja schließlich aber mit Apfeldicksaft, als mache das den hohen Zuckergehalt wett. Auf unsere Kritik hin veränderte Zwergenwiese dann die Rezeptur seiner Kindertomatensauce. Diese enthält nun 43 Prozent weniger Zucker und entspricht damit den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Weitere Informationen dazu können Sie hier nachlesen. Fragen rund um die Ernährung werden monatlich auf unserer Website vorgestellt und gemeinsam mit unserer Ernährungsberaterin Alice Luttropp beantwortet.
Weitere Ernährungsfragen finden Sie hier: Mehr Ernährungsfragen auf foodwatch.de.

Viel Spaß beim Lesen!
Vielen Dank für Ihre Unterstützung
Herzliche Grüße Laura Knauf
Online-Campaignerin bei foodwatch
P.S.: Als foodwatch Mitglied können Sie sich übrigens auch Ihre ganz persönlichen Fragen rund um das Thema Ernährung kostenlos von unserer Ernährungsberaterin Frau Luttropp beantworten lassen. Mehr Informationen zu den Vorteilen einer foodwatch-Mitgliedschaft finden Sie hier: www.mitglied-werden.foodwatch.de Impressum

Wilke? Tönnies? Weniger Kontrollen! — foodwatch

Sie haben zusammen mit mehr als 150.000 Menschen unsere Petition an den Bundesrat unterzeichnet und gefordert, einen Reformentwurf von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Reduktion der Lebensmittelkontrollen zu stoppen. Dafür ganz herzlichen Dank!

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Landesregierungen die Reform heute trotz unseres gemeinsamen Widerstandes und trotz der Warnungen von Lebensmittelkontrolleuren, Amtstierärzten und Verbraucherzentralen im Bundesrat beschlossen haben. Wir haben alles versucht – und mussten heute doch eine ganz bittere Niederlage einstecken. Als wären die Empörung über den Schlachtkonzern Tönnies bereits verhallt, der Skandal um den Wursthersteller Wilke nicht Warnung genug: In Zukunft werden die Behörden Lebensmittelunternehmen weniger kontrollieren, als das bisher vorgesehen ist. Was klingt wie ein schlechter Scherz, ist leider Realität. Selbst so genannte Risikobetriebe müssen die Verbraucherschutzämter künftig seltener überprüfen, als es die bisherige Vorschrift will – das ist fatal. Firmen aus der Kategorie der Wurstfabrik Wilke zum Beispiel: Bisher 12 Pflicht-Kontrollen im Jahr, künftig nur noch vier. Für Unternehmen, bei denen die Ämter im Falle schlechter Hygiene das höchste Gesundheitsrisiko erwarten – die größten Fleischbetriebe etwa – können jetzt sogar 200 Pflicht-Kontrollen im Jahr wegfallen, weil statt arbeitstäglich nur noch wöchentliche Pflicht-Kontrollen in der Vorschrift stehen. Diese unfassbare Reform zeigt, dass die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher für Frau Klöckner und die Landesregierungen keine entscheidende Rolle zu spielen scheinen. Freuen darf sich die Fleischindustrie, die trotz aller Skandale seltener kontrolliert werden muss. Und auch einige Bürgermeisterinnen und Landräte werden zufrieden sein: Sie hatten schon vor der Reform so sehr bei den Stellen gespart, dass in ihren Städten und Gemeinden viel zu wenig Lebensmittelkontrollen stattfanden – mit der Klöckner-Reform werden jetzt einfach die Aufgaben dem Personalmangel angepasst. Das ist, als würde man einfach die Blitzer abbauen, wenn zu viele Autos bei Tempoverstößen erwischt werden – und am Ende erzählt man wahrscheinlich noch stolz, dass es jetzt weniger Raser gebe…

Wir müssen erkennen, dass wir nicht in der Lage waren, diese unsägliche „Reform“ zu verhindern. Natürlich fragen wir uns: Was hätten wir besser machen können? Und wir sagen: Jetzt erst recht! Wir werden uns nicht davon abhalten lassen, weiter dafür zu kämpfen, dass sich Skandale wie Wilke nicht wiederholen. Bitte helfen Sie uns deshalb, beim nächsten Mal stärker zu sein: Unterstützen Sie unsere Arbeit als Förderin/Förderer! Jetzt Förderer/Fördererin von foodwatch werden
Ich kann Ihnen nicht verhehlen, dass die Enttäuschung bei uns im foodwatch-Team – und auch meine ganz persönliche – nach der heutigen Abstimmung im Bundesrat riesig ist. „Das kann doch einfach nicht wahr sein“, denken wir. Im Mai 2019 waren wir es, die die bis dahin allein zwischen den Regierungen von Bund und Ländern hinter verschlossenen Türen vorbereiteten Pläne überhaupt erst öffentlich gemacht hatten, nachdem uns ein erster Referentenentwurf aus dem Klöckner-Ministerium zugespielt worden war. Immerhin: Eine noch drastischere Kürzung der Kontrollen, wie zunächst geplant, wurde vom Tisch genommen. Zu mehr hat es nicht gereicht.

Dabei haben wir gerade in den vergangenen Wochen wie die Löwen gekämpft – mit der fantastischen Unterstützung von Ihnen! Mein Team hat hart gearbeitet und vieles auf die Beine gestellt: In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Verbänden der Lebensmittelkontrolleure und Amtstierärzte vor den Plänen gewarnt, Entscheidungsträger auf Bundesebene in allen 16 Bundesländern kontaktiert, unzählige Gespräche geführt, hunderte Briefe, E-Mails und Beiträge in den sozialen Medien geschrieben. Auch die Verbraucherzentralen warnten gestern noch einmal eindringlich vor den Folgen der Reform. Alles vergeblich: Julia Klöckner hat ihren Entwurf mit der Zustimmung der Landesregierungen durchgesetzt.

Helfen Sie uns, dass das nicht noch einmal passiert: Stärken Sie foodwatch als unabhängige Verbraucherorganisation. Ich frage Sie nicht einfach um Geld, sondern ich bitte Sie, bei foodwatch Fördermitglied zu werden und uns damit mit Ihrer Stimme den Rücken zu stärken. Denn je mehr hinter uns stehen, umso größer unser Mandat ist, desto wirkungsvoller können wir unsere Stimme erheben: Seien Sie jetzt dabei!
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Aber warum konnte Julia Klöckner eigentlich mit diesem Reformvorschlag durchdringen? Gab es denn niemanden, der ihr widersprochen hat? Doch, liebe foodwatch-Interessierte: Wir hatten einige Unterstützung von Verbraucherschutzpolitikerinnen und -politikern quer durch die Parteien, von den Linken bis zur FDP. Als es jedoch zählte, haben sich die entscheidenden Personen an den Spitzen der Parteien und Ministerien bequem hinter der Kommunikationsstrategie von Julia Klöckner versteckt – und die lautete: Tricksen und Täuschen, wie ich es selten erlebt habe. Die Reform werde „deutlich mehr Lebensmittelkontrollen“ bringen und eine „stärkere Ausrichtung der Kontrollen auf neuralgische Punkte“ durch zusätzliche Kontrollen in „Problembetrieben“, hieß es da. Wie bitte? Genau: Das alles stimmte nicht, mit diesen Aussagen verdrehten Frau Klöckner und ihre Leute den eigenen Entwurf praktisch in ihr Gegenteil. Alle Behördenleute, Veterinäre, Kontrolleure, mit denen wir gesprochen haben, bestätigten: Gegenüber der bisherigen Vorschrift werden durch die Reform sogar gerade bei den Risikobetrieben Pflicht-Kontrollen weggestrichen, ohne dass diese adäquat ersetzt werden könnten. Wir finden: So geht das nicht! Um das zu klären, haben wir sogar eigens ein juristisches Gutachten beauftragt. Darin bestätigt der renommierte Rechtsprofessor Ekkehard Hofmann der Universität Trier, dass die Versprechen des Ministeriums haltlos sind. Auch das hat leider nichts genutzt, denn Julia Klöckners Behauptungen waren in der Welt – und wurden auch von vielen Medien ungeprüft übernommen. Aber ich sage es nochmal, bei aller Enttäuschung: Wir lassen uns davon nicht entmutigen und werden in den nächsten Monaten alles daran setzen, besser zu werden. Den Anspruch, dass es so etwas wie einen neuen Wilke-Skandal nicht noch einmal geben kann, wollen wir nicht einfach aufgeben! Helfen Sie uns dabei – werden Sie jetzt Förderin/Förderer bei foodwatch! Jetzt foodwatch Mitglied werden!

Vielen Dank und herzliche Grüße Ihr Martin Rücker
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Eilt: Bundesrat entscheidet am Freitag! — foodwatch

Weniger Lebensmittelkontrollen?! Klöckner-Reform im Bundesrat stoppen!
Kommenden Freitag entscheidet der Bundesrat: Sollen für Lebensmittelbetriebe in Zukunft weniger Kontrollen vorgeschrieben sein als heute? So sieht es allen Ernstes ein Vorschlag von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vor. Dabei fallen schon heute deutschlandweit etwa 250.000 Kontrollen pro Jahr aus, weil es zu wenig Personal gibt. Die Ämter müssten endlich die dringend benötigten Stellen erhalten – doch stattdessen will Frau Klöckner einfach die Aufgaben reduzieren. Das wollen wir nicht zulassen: Fordern Sie den Bundesrat jetzt auf, die Reform zu stoppen – die Zeit drängt, es sind nur noch 6 Tage bis zur Abstimmung! 
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Hallo und guten Tag,

gerade noch war die Empörung über den Schlachthofkonzern Tönnies groß, Einigkeit bestand darin: Die Fleischindustrie muss stärker kontrolliert werden. Wahrscheinlich haben Sie auch noch einen der jüngsten Lebensmittelskandale in Erinnerung, ob Berichte von Mäusen und Schaben in Großbäckereien oder den Eklat um gefährliche Listerien in der Wurstfabrik Wilke. Die Bilder von den verschimmelten Salami-Würsten, die durch die Medien gingen, machten auf einen Blick klar: Hier haben Behörden gewiss nicht zu viel, sondern zu wenig kontrolliert!
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All diesen Ereignissen zum Trotz will Frau Klöckner nun die Zahl der vorgeschriebenen Lebensmittelkontrollen sogar noch verringern. Das ist leider kein Witz: Lebensmittelbetriebe beispielsweise, die bisher monatlich kontrolliert werden müssen, sollen künftig nur noch vierteljährlich verpflichtend kontrolliert werden. Macht 4 statt 12 Kontrollen pro Jahr – das betrifft Unternehmen der Kategorie Wilke. Für Fleischbetriebe in der allerhöchsten Risikokategorie, für die bisher Pflicht-Kontrollen an jedem Arbeitstag vorgesehen sind, wären nur noch wöchentliche Amtsbesuche geplant – in diesen Hochrisiko-Unternehmen würden also rund 200 Pflichtkontrollen im Jahr wegfallen.
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Wie befürchtet hat das Bundeskabinett bereits beschlossen, das Vorhaben der Ministerin zu unterstützen. Jetzt steht die endgültige Entscheidung an: Am kommenden Freitag soll der Bundesrat über den Reformvorschlag von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner abstimmen. Das ist wahrscheinlich die letzte Chance, dieses Vorhaben zu verhindern. Unterzeichnen Sie deshalb jetzt unsere Aktion und fordern Sie die Länderkammer auf, den Vorstoß von Frau Klöckner abzulehnen!
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„Mehr Lebensmittelsicherheit durch gezieltere Kontrollen“: So hat Julia Klöckner ihre Pläne vor der Entscheidung in der Bundesregierung verkauft. Wie kommt sie auf eine solche Aussage? Das Klöckner-Ministerium argumentiert, dass die Ämter durch die Verringerung der Pflichtkontrollen Freiräume erhielten, die sie für zusätzliche Kontrollen in Problembetrieben nutzen könnten. Doch das führt in die Irre: Denn viele Hygiene-Probleme in Betrieben werden überhaupt erst bei Pflichtkontrollen bemerkt. Zudem gibt es im Entwurf keinerlei konkrete Vorgabe, wie viele zusätzliche Kontrollen gemacht werden müssen. Wenn aber heute schon die Lebensmittelbehörden nicht ausreichend Stellen bekommen, um ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen – wie sollen sie in Zukunft das Personal bekommen, um über ihre Pflicht hinaus zusätzliche Aufgaben zu übernehmen? Diese Rechnung kann nicht aufgehen. Deshalb haben wir auch gemeinsam mit den Verbänden der Lebensmittelkontrolleure und der Amtstierärzte vor den Folgen einer solchen Reform gewarnt. Und auch die Verbraucherzentralen fordern ein Nein im Bundesrat. 
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Wir müssen verhindern, dass dieser Plan Realität wird – bitte appellieren Sie mit uns an die Verbraucherministerinnen und -minister der Bundesländer und fordern Sie sie auf, den Vorschlag von Frau Klöckner abzulehnen! Mehr als 130.000 Menschen haben inzwischen unterzeichnet. Es wäre ein starkes Signal, wenn wir bis Freitag 150.000 Unterschriften schaffen!
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Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Julia Klöckner mit ihrem Entwurf, der die Lebensmittelkontrollen gravierend schwächen würde, nicht so einfach durchkommt!
Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung
und herzliche Grüße Martin Rücker
Geschäftsführer von foodwatch
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Der Goldene Windbeutel geht an… — foodwatch

mit großem Abstand hat der Grünländer-Käse von Hochland den Goldenen Windbeutel 2020 gewonnen: Rund 43 Prozent der mehr als 65.000 Verbraucherinnen und Verbraucher wählten das dreiste Marketing mit den „Freilaufkühen“ zur Werbelüge des Jahres. Hersteller Hochland verspricht auf der in Wiesen-Optik gestalteten Verpackung eine „grüne Seele“ und „Milch von Freilaufkühen“. So entsteht der Eindruck, dass die Kühe auf einer grünen Weide grasen können. Aber mit der grünen Seele ist es nicht weit her: Tatsächlich werden die Kühe im Stall gehalten.  

Wir haben Hochland gestern an seinem Firmensitz in Bayern besucht und wollten den Goldenen Windbeutel überreichen. Die Reaktion des Herstellers war – nun ja, sehen Sie selbst, wir haben alles im Video für Sie festgehalten:
https://youtu.be/3f6uNx8QmTc
Video auf Youtube ansehen 

Neben dem Grünländer-Käse waren vier weitere Produkte für den Goldenen Windbeutel nominiert. Deren Abstimmungsergebnisse liegen in diesem Jahr recht nah bei einander. Hier das Wahlergebnis im Überblick:
1. Platz: Grünländer Käse von Hochland  (28.443 Stimmen, rund 43,5 Prozent), 2. Platz: Volvic Bio Rooibos-Tee von Danone Waters (11.527 Stimmen, 17,6 Prozent), 3. Platz: Arla haltbare Bio-Weidemilch (9193 Stimmen, 14 Prozent), 4. Platz: Zentis „50% weniger Zucker“ Erdbeere (8709 Stimmen, 13,3 Prozent), 5. Platz: Be-Kind Protein-Riegel Erdnuss von Mars (7584 Stimmen, 11,6 Prozent)
1. Platz: Grünländer Käse von Hochland  (28.443, 43,5%) 2. Platz: Volvic Bio Rooibos-Tee von Danone Waters (11.527 Stimmen, 17,6%)  3. Platz: Arla haltbare Bio-Weidemilch (9193 Stimmen, 14%)  4. Platz: Zentis „50% weniger Zucker“ Erdbeere (8709 Stimmen, 13,3%) 5. Platz: Be-Kind Protein-Riegel Erdnuss von Mars (7584 Stimmen, 11,6%)

Herzliche Grüße Manuel Wiemann
Campaigner und Wahlleiter beim Goldenen Windbeutel P.S.: Windbeutel-Preisträger Hochland hat sich maximal uneinsichtig gezeigt – doch wir lassen nicht locker: Wir haben den Grünländer-Käse von Hochland bereits bei den Lebensmittelüberwachungsbehörden angezeigt, denn Informationen über Lebensmittel dürfen eigentlich nicht täuschend sein. So sagt es das Gesetz – doch nur viel zu selten schreiten die Behörden ein. Das wollen wir mit unserer Anzeige ändern, die wir beispielhaft gegen Grünländer sowie die Produkte von Arla und Danone eingereicht haben. Wenn die Behörden nicht aktiv werden und die Täuschungen beenden, werden wir Klage gegen die Ämter einreichen. Wir werden nicht hinnehmen, dass Unternehmen wie Hochland weiter täuschen – und die Verbraucherschutzbehörden das achselzuckend zur Kenntnis nehmen! Rechtsprozesse und Aktionen wie der Goldene Windbeutel kosten Geld und sind nur möglich, weil uns tausende Menschen als Fördermitglieder unterstützen. Bitte seien auch Sie dabei – jede kleine monatliche Summe hilft. Gemeinsam können wir die alltäglichen Lügen der Lebensmittelindustrie beenden! www.foodwatch.org/de/unterstuetzen/mitglied-werden
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Goldener Windbeutel: Nur noch zwei Tage – jetzt abstimmen! — foodwatch

Diese fünf Werbelügen sind besonders dreist. Aber welche ist am dreistesten? Jetzt abstimmen: Die Wahl endet in 48 Stunden! www.goldener-windbeutel.de
Nur noch 48 Stunden – wer gewinnt in diesem Jahr den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres? Noch können Sie entscheiden. Stimmen Sie jetzt ab und setzen Sie mit Ihrer Stimme ein Zeichen gegen Irreführung und Abzocke! 
Ja, ich möchte abstimmen!
Hallo

Sie fragen sich vielleicht: Gibt es nicht wichtigere Themen als den Goldenen Windbeutel?

Natürlich gibt es Probleme, die wichtiger sind als fünf Werbelügen im Supermarkt. Doch es steckt mehr dahinter: der tagtägliche Einfluss der Lebensmittelindustrie auf das Leben von Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern. Denn die allermeisten von uns gehen mindestens einmal pro Woche in den Supermarkt – und ganz ehrlich: geärgert haben wir uns doch alle schon, weil wir im Glauben an Werbeversprechungen etwas gekauft haben, was wir eigentlich nicht hätten kaufen wollen. In diesem Jahr stehen fünf besonders dreiste Produkte zur Wahl. Die Hersteller nutzen schamlos aus, dass viele etwas Gutes tun wollen beim Einkauf – für bessere Tierhaltung, Klimaschutz oder die eigene Gesundheit. Überzeugen Sie sich selbst und stimmen Sie noch bis Sonntagabend ab – und setzen Sie sich mit zehntausenden anderen gegen die alltägliche Irreführung im Supermarkt ein!
Hier abstimmen!
Bisher zeigen die Hersteller der nominierten Produkte kein Bewusstsein für Verbrauchertäuschung, sie winden sich mit fadenscheinigen Gegenargumenten. Profite scheinen wichtiger zu sein, egal ob Großmolkerei, Bio-Hersteller, globaler Player oder Familienunternehmen.
Deswegen brauchen wir Ihre Stimme für ein deutliches Signal! Denn je mehr Menschen für den Goldenen Windbeutel abstimmen, desto größer ist der Druck auf die Unternehmen. So bekommen sie zu spüren, dass sie mit der notorischen Irreführung und Abzocke nicht weiter machen dürfen – und dass wir Verbraucherinnen und Verbraucher uns nicht alles gefallen lassen. Das ist auch ein Zeichen an die Politik, die Täuschung im Supermarkt endlich zu beenden. Stimmen sie daher jetzt ab! Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Lügen der Lebensmittelindustrie ein Ende haben!
Meine Stimme für den Goldenen Windbeutel!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße Manuel Wiemann
Campaigner und Wahlleiter beim Goldenen Windbeutel
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