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Re: Deutsche Bahn versprüht Glyphosat

Christian Bock, SumOfUs.org

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die Deutsche Bahn ist der größte Verbraucher von Glyphosat: Mehr als 65 Tonnen des wahrscheinlich krebserregenden Pestizides versprüht die Bahn jedes Jahr — und gefährdet damit Menschen und Umwelt im ganzen Land.

Die Deutsche Bahn bezeichnet sich selbst als “Umwelt-Vorreiter” und wirbt mit Nachhaltigkeit. Wenn der Konzern das ernst meint, darf er nicht länger im großen Stil das gefährliche Glyphosat versprühen.

https://actions.sumofus.org/a/deutsche-bahn-glyphosat/

 


Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Christian und das Team von SumOfUs


Die Deutsche Bahn vergiftet Deutschland — über 65 Tonnen des wahrscheinlich krebserregenden Glyphosats versprüht der Staatskonzern jährlich als riesige Giftspur im ganzen Land.

Fordern Sie jetzt die Deutsche Bahn auf, den Glyphosat-Einsatz zu stoppen und unsere Umwelt und Gesundheit zu schützen!

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https://actions.sumofus.org/a/deutsche-bahn-glyphosat/

Hier noch einmal unsere E-Mail:

die Deutsche Bahn ist der größte Verbraucher von Glyphosat: Mehr als 65 Tonnen des wahrscheinlich krebserregenden Pestizides versprüht die Bahn jedes Jahr — und gefährdet damit Menschen und Umwelt im ganzen Land.

Die Deutsche Bahn bezeichnet sich selbst als „Umwelt-Vorreiter” und wirbt mit Nachhaltigkeit. Wenn der Konzern das ernst meint, darf er nicht länger im großen Stil das gefährliche Glyphosat einsetzen.

Die Bundesregierung diskutiert gerade, wie der Glyphosateinsatz in Deutschland reduziert werden kann. Das ist die perfekte Gelegenheit, die Deutsche Bahn öffentlich unter Druck zu setzen — denn der Konzern gehört zu 100% dem Staat.

Fordern Sie jetzt die Deutsche Bahn auf, den Einsatz von Glyphosat zu stoppen!

https://actions.sumofus.org/a/deutsche-bahn-glyphosat/

33.500 Kilometer umfasst das Schienennetz der Deutschen Bahn — 33.500 Kilometer voller Glyphosat, die sich wie eine Giftspur durch die ganze Bundesrepublik ziehen. Dabei geht es auch anders: Die österreichische Bundesbahn hat bereits angekündigt, binnen fünf Jahren komplett auf Glyphosat zu verzichten.

SumOfUs-Mitglieder wie Sie haben bereits eindrücklich gezeigt, was wir von dem Pflanzengift halten: Gemeinsam haben wir dazu beigetragen, dass Glyphosat statt der geplanten 15 Jahre nur für fünf weitere Jahre in der EU zugelassen wurde.

Noch sind wir Glyphosat nicht los — aber wenn wir jetzt mit der Deutschen Bahn den größten Verbraucher des Giftes zum Umdenken bringen, ist das endgültige Aus von Glyphosat nicht mehr weit.

Fordern Sie die Deutsche Bahn auf, nicht länger das wahrscheinlich krebserregende Glyphosat zu verwenden!

 Petition Unterzeichnen 

https://actions.sumofus.org/a/deutsche-bahn-glyphosat/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Christian, Leonie und das Team von SumOfUs
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Glyphosat in der Muttermilch

Anne Isakowitsch, SumOfUs.org

trotz riesiger Proteste hat die Europäische Kommission das wahrscheinlich krebserregende Glyphosat für fünf weitere Jahre zugelassen. Jetzt wissen wir:

Die EU hat nicht nur gegen den Willen der Bürger/innen gehandelt — die Neu-Zulassung war womöglich sogar illegal.

Deswegen ziehen wir jetzt vor Gericht und fechten die Entscheidung an. Weitere fünf Jahre Glyphosat auf unseren Feldern würde verheerende Konsequenzen für unsere Nahrung und für die Umwelt nach sich ziehen. Glyphosat-Rückstände sind in fast allen Lebensmitteln zu finden, sogar in Muttermilch und Babynahrung.

Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir eine gute Chance, dass Glyphosat doch noch verboten wird. Und zwar nicht erst in fünf Jahren sondern jetzt!

Aber die Anwaltskosten sind enorm und wir haben nicht mehr viel Zeit, bevor wir loslegen müssen.

https://actions.sumofus.org/a/monsanto-glyphosat

Können Sie 1 € spenden, damit wir Glyphosat ein für allemal vom Acker bekommen?

Monsanto hat die Entscheidung der EU Kommission zur Neuzulassung von Glyphosat groß gefeiert. Aber jetzt stellt sich heraus: die EU hätte das Gift wahrscheinlich nicht zulassen dürfen.

Die Pestizid-Industrie und ihre Heerscharen von Lobbyist/innen haben mit schmutzigen Mittel gekämpft, um den giftigen Unkrautvernichter weiter versprühen zu dürfen — von Industrie-bezahlter Forschung bis hin zur Finanzierung dubioser Gruppen, die Fehlinformationen über die giftigen Chemikalien verbreitet haben.

Unabhängige wissenschaftliche Berichte und kritische Informationen über die Auswirkungen von Glyphosat wurden von der Europäischen Kommission ignoriert. Und jetzt ist unsere Chance das gemeinsam mit unseren Verbündeten vor Gericht zu beweisen.

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, uns auf den Fall vorzubereiten, aber Anwälte und Gerichtsverfahren kosten Geld. Können Sie uns heute bei unserer Klage unterstützen?

https://actions.sumofus.org/a/monsanto-glyphosat

Ja, ich spende 1 € damit wir gegen Monsantos Lieblingsgift vor Gericht ziehen können.

Wir haben weder mehrere Millionen Euro noch Tausende von Lobbyist/innen wie die Chemiekonzerne, aber wir wissen, dass wir etwas zum Schutz unserer Nahrung und unseres Planeten unternehmen müssen. SumOfUs-Mitglieder wie Sie haben bereits gezeigt, was wir gemeinsam gegen die Pestizidkonzerne erreichen können.

Hunderttausende haben sich bereits unserem Kampf gegen die Agrar-Riesen angeschlossen: Sie haben Werbeplakate finanziert, Briefe geschrieben, getwittert und sogar Entscheidungsträger/innen angerufen.

Wir konnten bereits verhindern, dass Monsanto die Glyphosat-Zulassung für 15 Jahre erhält. Jetzt ist unsere Chance, die Zulassung komplett zu verhindern.

Wir sind so weit gekommen, wir können jetzt nicht aufgeben. Können Sie bitte heute 1 € spenden, damit wir vor Gericht ziehen können?

https://actions.sumofus.org/a/monsanto-glyphosat

Ja, ich kann 1 € spenden, um Glyphosat ein für allemal zu stoppen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Anne, David und das Team von SumOfUs


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Deutsche Bahn versprüht Glyphosat

Christian Bock, SumOfUs.org

Die Deutsche Bahn vergiftet Deutschland — über 65 Tonnen des wahrscheinlich krebserregenden Glyphosats versprüht der Staatskonzern jährlich als riesige Giftspur im ganzen Land.

Fordern Sie jetzt die Deutsche Bahn auf, den Glyphosat-Einsatz zu stoppen und unsere Umwelt und Gesundheit zu schützen!

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Die Bundesregierung diskutiert gerade, wie der Glyphosateinsatz in Deutschland reduziert werden kann. Das ist die perfekte Gelegenheit, die Deutsche Bahn öffentlich unter Druck zu setzen — denn der Konzern gehört zu 100% dem Staat.

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Noch sind wir Glyphosat nicht los — aber wenn wir jetzt mit der Deutschen Bahn den größten Verbraucher des Giftes zum Umdenken bringen, ist das endgültige Aus von Glyphosat nicht mehr weit.

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Bayer und Monsanto dürfen nicht bestimmen, was auf unsere Teller kommt!

Das Horror-Paar:
Bayer & Monsanto
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Hallo und guten Tag,

unser Essen hat einen hohen Preis: verschmutztes Grundwasser, Klimaerwärmung und gequälte Tiere. Das ist der traurige Alltag unserer Landwirtschaft. Unkrautkiller wie Glyphosat sind Teil dieses perversen Systems, das die Profitinteressen von Saatgut- und Chemiekonzernen bedient, sich aber nicht um den Schutz der Umwelt, das Wohlergehen der Nutztiere und die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher schert.

Doch – erinnern Sie sich? Letztes Jahr ist Unerhörtes passiert: Millionen von Bürgerinnen und Bürgern in Europa hatten genug von Glyphosat und haben bei der EU-Kommission protestiert. Die Folge: In Brüssel lag endlich der Vorschlag auf dem Tisch, Glyphosat zu verbieten. Ein gigantischer Erfolg! Ohne diesen breiten Protest wäre es nie so weit gekommen. Aber was passierte dann? Deutschlands Stimme war das berühmte „Zünglein an der Waage“. Und was tat der damalige Landwirtschaftsminister Christian Schmidt? Er stimmte gegen das Verbot und setzte durch, dass die Zulassung von Glyphosat um weitere fünf Jahre verlängert wurde. Wieder einmal hatte sich der Agrar-Multi Monsanto behauptet – mit willfähriger Hilfe unseres Ministers. Aber gezeigt hat sich auch: Wir sind zwar Zwerge, aber völlig chancenlos sind wir nicht. Es lohnt sich: Unterstützen Sie uns bitte weiterhin gegen die Übermacht der Agrarmultis und werden Sie Fördermitglied von foodwatch:

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Dieser Kampf ist notwendig, denn Monsanto wird noch mächtiger. Der deutsche Konzern Bayer übernimmt das Unternehmen für 60 Milliarden (!) Dollar. Ein Grusel-Szenario: Bayer-Monsanto wird zum größten Agrarchemiekonzern der Welt. Nur noch drei Konzernriesen, nämlich neben Baysanto die Konzerne ChemChina und Dow/Dupont, werden danach den größten Teil des Weltmarktes für Saatgut und Chemikalien unter sich aufteilen und damit maßgeblich über unsere Ernährung bestimmen. Und zwar nach schmutzigen Regeln.

Denn eins ist klar: Diese wirtschaftliche Macht ist eine politische Macht. Die erneute Zulassung für den Unkrautkiller Glyphosat beweist es: Die europäischen Behörden schätzten Glyhosat als unbedenklich ein und beriefen sich dabei auf „wissenschaftliche“ Studien, die Monsanto SELBST (!) durchgeführt hat. Das ist ungefähr so, wenn für die Abgastests bei der Zulassung neuer Kraftfahrzeuge VW zuständig wäre …! Die Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hingegen stuften Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Ich weiß, liebe foodwatch Interessierte, unsere Chancen, diese Macht zu brechen, sind winzig. Aber sollen wir denn nichts tun? Nein, das kommt nicht in Frage, wir kämpfen weiter. Bitte helfen Sie uns dabei und unterstützen Sie uns als Fördermitglied!

Gerade in Deutschland können wir etwas bewegen, indem wir die Konzernhörigkeit deutscher Behörden und Politiker öffentlich machen. Denn nicht genug damit, dass sich europäische Behörden auf „Monsanto-Studien“ beriefen. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), auf dessen Glyphosat-freundliche Einschätzung die EU-Entscheidung basierte, hat sogar ganze Textpassagen fast wörtlich aus Studien von Monsanto übernommen!

Doch bei Glyphosat ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Denn die EU-Entscheidung bedeutet erst einmal nur, dass Glyphosat prinzipiell weiter zulässig ist. Deutschland kann deshalb jetzt selber über die weitere Zulassung von glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmitteln – die meisten stammen von Monsanto – entscheiden. Angeblich will die Bundesregierung die Anwendung von Glyphosat „so schnell wie möglich grundsätzlich“ verbieten, heißt es im Koalitionsvertrag. Doch was gut klingt, ist ein fauler Trick. Denn mit „Verbot“ ist nicht gemeint, was Sie vielleicht unter Verbot verstehen. Agrarministerin Julia Klöckner hat eine riesige Nebelkerze geworfen: Sie will – und das ist eine Lachnummer – zwar Glyphosat in öffentlichen Parks und für uns Privatleute untersagen, aber ausgerechnet in der Landwirtschaft soll das Gift weiter auf dem Acker angewandt werden dürfen! Es soll allenfalls Einschränkungen für die Landwirte geben und zahlreiche Ausnahmen! Helfen Sie uns, diese dreiste Täuschungspolitik von Frau Glöckner, öffentlich zu machen. Werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch!

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Ob Glyphosat tatsächlich krebserregend ist oder nicht – wir wissen es nicht. Ein solides Urteil kann solange nicht gefällt werden, wie die von der Industrie angefertigten Studien geheim bleiben. Unter diesen Umständen dürfen die Verantwortlichen schlichtweg keinerlei Risiken eingehen! Wir fordern deshalb: Die Bundesregierung muss endlich Schluss machen mit Glyphosat auf dem Acker. Umstrittene Pestizide wie Glyphosat dürfen nicht länger auf Grundlage von Studien, die die Industrie selbst durchgeführt hat, zugelassen werden.

Liebe foodwatch-Interessierte, es geht um viel mehr als um Glyphosat. Es geht darum, welche Art von Landwirtschaft wir wollen – eine die ohne Ackergifte auskommt, oder eine Landwirtschaft am Tropf von Bayer und Monsanto. Es geht darum, wer über solche wichtigen Fragen entscheidet: die Großkonzerne – oder wir. Deshalb bitte ich Sie: Machen Sie uns als unabhängige Verbraucherorganisation stark. Seien Sie dabei als Förderin/Förderer von foodwatch!

Vielen Dank und herzliche Grüße,
Ihr
Thilo Bode
Gründer von foodwatch

P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Fördererinnen und Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützerinnen und Unterstützer wir haben, desto leichter können wir Druck ausüben. Deshalb: Werden Sie bitte Förderin/Förderer, und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für Ihr Recht!

Weiterführende Informationen und Quellen:
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Glyphosat: Die Zusatzstoffe sind besonders giftig – und kaum untersucht

http://www.zeitpunkt.ch/glyphosat-die-zusatzstoffe-sind-besonders-giftig-und-kaum-untersucht

(Bild: Pixabay)

Die giftige Wirkung von glyphosathaltigen Pestiziden liegt weniger beim Glyphosat selber als vielmehr bei den Zusatzstoffen wie Arsen, Blei oder Polyoxyethylene Amin (POEA) (– schon wieder ein neues Gift, das man sich merken muss). Zu diesem Ergebnis kommt die neuste Studie des französischen Molekuarbiologen Gilles-Eric Séralini «Toxicity of formulants and heavy metals in glyphosate-based herbicides and other pesticides».

Während Glyphosat bis jetzt immer als Einzelsubstanz geprüft wurde, untersuchte Séralini die Formeln der handelsüblichen glyphosathaltigen Pestizide und verglich ihre Toxizität mit dem Einzelwirkstoff. Dabei stellte er fest, dass «Glyphosat allein in der für die Landwirtschaft empfohlenen Verdünnung nur schwach giftig» ist. Die Unkraut vertilgenden und giftigen Wirkungen geht dagegen vor allem auf die Zusatzstoffe zurück, allen voran POEA.

Die «grafische Zusammenfassung» von Séralinis Studie  zeigt, dass der Wirkstoff nicht die giftigste Substanz zu sein braucht. (Bild aus der Zusammenfassung der Studie)

Die neusten Erkenntnisse von Séralini werfen auf höchst bedenkliches Licht auf die Zulassungspraxis von Glyphosat, die auf der Toxizität des Einzelwirkstoffs basieren. So will die Umweltministerin Doris Leuthard den Grenzwert für Glyphosat in den Gewässern um das 3600-fache erhöhen. Unfassbar.
Gilles-Eric Séralini erregte 2012 mit einer Studie Aufsehen, die zeigte, dass Mäuse, die mit glyphosat-resistentem Mais gefüttert werden, einem signifikant erhöhten Krebsrisiko unterliegen. 2013 zog der Verlag «Elsevier» die Studie, die seinem Journal «Food and Chemical Toxicology» erschien, wieder zurück – nicht weil die Ergebnisse falsch gewesen wären, sondern weil die Zahl der Mäuse im Versuch zu klein gewesen sei. (Diskussion dazu hier). Auch die neuste Studie von Séralini erscheint in einem Journal aus dem Hause Elsevier, «Toxicology Reports». Man darf also davon ausgehen, dass in diesem Fall die statistischen Grundlagen über jeden Zweifel erhoben sind.

 

 

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. „Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen“.

Bayer-Monsanto-Deal verhindern! ++ Agrarminister verteidigt Glyphosat-Plagiat

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15.02.2018

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Aktion: Schluss mit dem Agrarmonopoly

Bayer-Monsanto-Deal verhindern!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

mit der geplanten Übernahme von Monsanto durch Bayer könnte schon bald der größte Agrarkonzern der Welt entstehen. Die Übermacht des neuen Agrarriesen macht selbst der EU-Kommission Sorgen. So äußerte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager im vergangenen Jahr große Bedenken gegenüber den Fusionsplänen.
Doch nun deutete sie an, dass sie Anfang April ihren Segen für die Konzern-Ehe geben könnte. Tatsächlich hat Bayer in der Zwischenzeit Teile seines Pestizid- und Saatgutgeschäfts verkauft, um die Einwände der Kommissarin zu zerstreuen. Dies ändert allerdings kaum etwas an der enormen Konzentration auf dem Agrarmarkt, die sich durch die Übernahme noch weiter verschärfen wird.

Frau Vestager gilt als vergleichsweise offen für die Anliegen der BürgerInnen. Wenn wir ihr jetzt zeigen, wie viele Menschen den Zusammenschluss von Monsanto und Bayer ablehnen, könnte dies den Ausschlag für ihre Entscheidung geben.

Die Zukunft unserer Ernährung darf nicht in Händen weniger Mega-Konzerne liegen!

Machen Sie jetzt mit bei unserer Aktion „Schluss mit dem Agrar-Monopoly“ und schreiben Sie Frau Vestager!

Jetzt mitmachen!

Agrarministerium verteidigt Glyphosat-Plagiat

Agrarministerium verteidigt Glyphosat-Plagiat

Im Herbst 2017 kam ans Licht, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wesentliche Teile seiner Bewertung des Unkrautvernichters Glyphosat direkt aus dem Antrag des Herstellers Monsanto abgeschrieben hat. Deshalb reichten wir im Oktober Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Präsidenten des BfR, Prof. Dr. Dr. Hensel, ein.

Nun haben wir die Antwort auf unsere Beschwerde erhalten: Laut Bundeslandwirtschaftsministerium liege keine Dienstpflichtverletzung vor. Es sei nämlich „üblich und anerkannt“, Bewertungen eines Antragstellers zu übernehmen. Die EU-Richtlinien, die vorgeben, dass dies zumindest kenntlich gemacht werden muss, seien nicht rechtsverbindlich. Daher müsse sich das BfR auch nicht daran halten.

Unsere Bedenken wurden durch das Ministerium nicht ausgeräumt, sondern nur verschärft: Wie viel Verlass ist auf das Urteil der Behörden, wenn es bei Pestiziden gängige Praxis ist, die Bewertung des Herstellers zu kopieren? Klarheit könnte nun von anderer Seite geschaffen werden: Das EU-Parlament hat beschlossen, einen Sonderausschuss einzurichten, der das fragwürdige Zustandekommen der Wiederzulassung von Glyphosat untersuchen soll.

Mehr dazu in unserer aktuellen Meldung.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

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Der Große Stillstand

Union und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Was bringt dieser für uns Verbraucherinnen und Verbraucher? Um den Newsletter online zu lesen,
klicken Sie bitte hier .

Hallo und guten Tag,
die Koalitionsvereinbarung zwischen Union und SPD steht. Sollten die SPD-Mitglieder Anfang März ihren Segen geben, ist der Weg endgültig frei für eine neue Große Koalition. Doch was bedeutet die GroKo für uns Verbraucherinnen und Verbraucher? Wir haben uns den Koalitionsvertrag angeschaut – und beginnen mit den guten Nachrichten.

Schluss mit Glyphosat und Kükentöten?

Union und SPD wollen laut Koalitionsvereinbarung glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel „deutlich einschränken mit dem Ziel, die Anwendung so schnell wie möglich grundsätzlich zu beenden„. Wir finden: Eigentlich hätte Glyphosat aus Vorsorgegründen europaweit seine Zulassung verlieren müssen. Insofern ist die Verabredung im Koalitionsvertrag weniger, als erhofft – aber letztlich doch mehr, als erwartet. Ein nationales Glyphosat-Verbot rückt in greifbare Nähe! Das ist unglaublich, wenn man bedenkt, dass noch vor rund einem Jahr die EU das Ackergift für weitere 15 Jahre (!) zulassen wollte. Der Protest aus der Zivilgesellschaft gegen diese Pläne war überwältigend. Ende letzten Jahres dann die Entscheidung der EU, Glyphosat nur noch für fünf Jahre zu verlängern. Und dass die zukünftige Bundesregierung nun ein nationales Verbot in die Wege leiten will, ist auch ein Riesen-Erfolg der mehr als 135.000 Unterstützerinnen und Unterstützer, die dies mit einer gemeinsamen Petition von Greenpeace und foodwatch gefordert haben! Doch die Formulierung im Koalitionsvertrag lässt Fragen offen. Wir werden genau verfolgen müssen, ob die GroKo wirklich „so schnell wie möglich“ Schluss macht mit Glyphosat!

Beim Kükentöten werden Union und SPD dagegen konkreter: „Das Töten von Eintagsküken werden wir bis zur Mitte der Legislaturperiode beenden.“ Das heißt: Ende 2019 muss es vorbei sein mit dem grausamen, millionenfachen Schreddern und Vergasen männlicher Küken, ohne Wenn und Aber. Das klingt gut, und dennoch müssen wir daran erinnern, was Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt schon im Sommer 2015 sagte: „Mein Ziel ist, dass das Kükenschreddern 2017 aufhört.“ Damit es diesmal nicht wieder nur bei Ankündigungen bleibt, ist der Druck der Zivilgesellschaft unerlässlich. Wir sind dazu bereit! Bitte helfen Sie uns dabei, indem Sie uns stark machen: Unterstützen Sie unsere Arbeit als Förderin/Förderer!

Bei anderen Ernährungs- und Verbraucherthemen fällt der Koalitionsvertrag leider ziemlich unambitioniert aus. Ein kurzer Überblick:

Kein unabhängiges Verbraucherministerium

Ob „Nein“ zur Lebensmittel-Ampel oder „Nein“ zu mehr Transparenz bei der Lebensmittelüberwachung – die Bundesregierung hat sich immer wieder im Sinne der Lebensmittellobby positioniert und Verbraucherinteressen hinten angestellt. Ein Grund: Für den gesundheitlichen Verbraucherschutz ist das Bundeslandwirtschaftsministerium zuständig. Ausgerechnet das Ministerium, das die Interessen der Ernährungsindustrie und Landwirtschaft vertritt, soll also gleichzeitig die oft gegensätzlichen Interessen von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern vertreten – ein unüberwindbarer Interessenskonflikt! Während der Koalitionsverhandlungen haben wir eine Eil-Aktion gestartet, der sich innerhalb von nur wenigen Tagen rund 25.000 Menschen angeschlossen haben. Unsere Forderung: Der Verbraucherschutz muss vom Landwirtschaftsministerium getrennt werden! Doch auch im künftigen Kabinett untersteht der gesundheitliche Verbraucherschutz dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Nestlé, Coca-Cola und der Bauernverband sitzen also weiter quasi mit am Kabinettstisch… Für uns kein Grund klein beizugeben. Jetzt ist es umso wichtiger, dass wir von foodwatch als Gegengewicht zur mächtigen Lebensmittelindustrie für Verbraucherrechte kämpfen!

Chance auf bundesweite Volksentscheide

Gerade in der Verbraucherpolitik haben viele Menschen das Gefühl, mit ihren Alltagssorgen kein Gehör zu finden. Statt Verbraucher- setzen sich immer wieder Wirtschaftsinteressen durch, was Wählerinnen und Wähler von den Gewählten entfernt. Das hat uns nachdenklich gemacht. Wir finden: Eine mögliche Antwort zur Stärkung der Demokratie könnte mehr Bürgerbeteiligung sein. Deshalb haben wir gemeinsam mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis, initiiert von der Organisation Mehr Demokratie, Unterschriften für Volksentscheide auf Bundesebene gesammelt. Mehr als 275.000 (!) Menschen haben diese Forderung unterstützt – und siehe da: Union und SPD befassen sich erstmals in einem gemeinsamen Koalitionsvertrag mit direkter Demokratie! Aber vom Ziel sind wir noch weit entfernt: Die GroKo will erst einmal eine „Expertenkommission“ einsetzen. Die soll Vorschläge erarbeiten, „ob und wie“ die parlamentarische Demokratie „durch Elemente der direkten Demokratie und weiteren Elementen der Bürgerbeteiligung ergänzt werden kann“. Wir haben also schon einiges erreicht, doch das Ergebnis ist noch völlig offen.

Ampel, „Tierwohl“-Label & Co.

Was ist mit den anderen drängenden Themen, die uns Verbraucherinnen und Verbraucher unmittelbar betreffen? Leider bleibt die GroKo mit ihrem Koalitionsvertrag zum Teil sogar noch hinter den nicht eingelösten Versprechen aus dem Koalitionsvertrag von 2013 zurück. Der hatte verbindliche Herkunftsangaben und eine klare Gentechnik-Kennzeichnung angekündigt – doch daraus wurde nichts, und im neuen Vertrag fehlen solche Zusagen. Wo klare Positionen erforderlich wären, versteckt sich die GroKo hinter Prüfaufträgen, wo Handeln geboten ist, will sie die Dinge „beobachten“.

Anstatt gesetzliche Vorgaben für die Tiergesundheit zu erlassen, damit alle Nutztiere tiergerecht gehalten werden, plant die GroKo lediglich ein freiwilliges „Tierwohllabel“, von dem optimistischen Schätzungen zufolge vielleicht 20 Prozent der Nutztiere profitieren könnten. Es gibt noch nicht einmal eine verbindliche Zusage, dass Produkte mit diesem Label sicher von gesund gehaltenen Tieren stammen.

Anstatt auf eine Ampelkennzeichnung nach französischem oder britischem Vorbild hinzuarbeiten, soll „unter Berücksichtigung der besonderen Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen“ ein eigenes Modell „erarbeitet“ werden, das „gegebenenfalls vereinfacht visualisiert wird“ – da sind andere Länder bedeutend weiter.

Staatliche Rezepturvorgaben?

Wenn es um gesunde Ernährung geht, werden Union und SPD an einer Stelle deutlich: Eine „Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten“ soll es geben, verbunden mit „verbindlichen Zielmarken“. Staatliche Rezepturvorgaben also? Da wären wir skeptisch. Zur Förderung gesunder Ernährung fallen uns (natürlich neben der Ampelkennzeichnung) ganz andere Dinge ein, die auch von Ärzteverbänden gefordert werden: Ein Wegfall der Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse zum Beispiel, Herstellerabgaben für besonders zuckerhaltige Getränke, eine gesetzliche Beschränkung der an Kinder gerichteten Werbung für unausgewogene Produkte – doch das sieht der Vertrag nicht vor. Zum Schutz vor Mineralölen in Lebensmitteln übrigens ebenso wenig, und nicht zuletzt soll es keine Veröffentlichung aller Lebensmittelkontrollergebnisse geben.

Kurzum: Mit Blick auf die Verbraucherrechte würde diese Große Koalition eher den Stillstand festschreiben. Das zeigt uns einmal mehr: Wenn sich in der Verbraucherpolitik etwas verbessern soll, bedarf es einer starken Zivilgesellschaft! Wer, wenn nicht wir Verbraucherinnen und Verbraucher können dafür den Anstoß geben? Wir von foodwatch werden auch die nächsten vier Jahre für eine ehrlichere Kennzeichnung, für eine tiergerechtere Nutztierhaltung und für sichere und gesunde Lebensmittel kämpfen. Nicht nur mit Petitionen, sondern auch mit Medienarbeit, Protestaktionen und, wenn nötig, mit Gerichtsprozessen. Unabhängig und hartnäckig! Unsere Arbeit ist dabei nur möglich durch die Menschen, die uns finanziell unterstützen. Werden auch Sie jetzt Mitglied von foodwatch und werden Sie Teil unserer Verbraucher-Bewegung!

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Hallo,

am Sonntag wird es spannend: Die SPD will auf einem Sonderparteitag entscheiden, ob es zu einer neuen Großen Koalition mit der Union kommt – und wohl niemand kann sicher sagen, wie die Delegierten abstimmen werden. Das ist unsere Chance, um der SPD noch einmal laut und deutlich zu sagen: Stopp Glyphosat! Falls es zu einer erneuten „GroKo“ kommt, muss als Bedingung ein Verbot des umstrittenen Ackergifts festgelegt werden.

Schon fast 130.000 Menschen haben unsere gemeinsame Protestaktion mit Greenpeace unterzeichnet – ein starkes Signal! Damit es noch mehr werden und die SPD unseren Protest nicht einfach ignorieren kann, unsere große Bitte: Leiten Sie jetzt diese E-Mail an Freunde, Bekannte und Familie weiter oder empfehlen Sie unsere Aktion über facebook und twitter. Vielen Dank – jede Stimme ist wichtig!

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An der SPD-Basis regt sich Widerstand gegen eine neue Große Koalition. Ein Knackpunkt ist Glyphosat. Sie erinnern sich: Vor wenigen Wochen drückte Bundesagrarminister Christian Schmidt von der CSU in Brüssel eine Verlängerung der Zulassung des Pflanzengifts durch – gegen den ausdrücklichen Willen der Sozialdemokraten und SPD-Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Für den Koalitionspartner ein Affront!

Mittlerweile stehen – nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche über eine „Jamaika“-Koalition zwischen Union, Grünen und FDP – jetzt alle Zeichen wieder auf „GroKo“. Die Verhandler von CDU/CSU und SPD haben sich schon auf grobe Linien einer neuen Regierung verständigt. Auch beim Thema Glyphosat gibt es offenbar eine Einigung: Ziel sei, die „Anwendung so schnell wie möglich grundsätzlich zu beenden“. Doch was genau heißt das, bitteschön? Bundesagrarminister Christian Schmidt ließ schon verlauten, man habe sich „kein zeitliches Datum gesetzt“. Und auch der Bauernverband macht Druck: Glyphosat solle unter Auflagen weiterhin als ein Instrument eingesetzt werden können.

Die SPD darf jetzt nicht einknicken, es darf keinen faulen Kompromiss geben. Wir fordern: Glyphosat gehört verboten – ohne Hintertürchen und ohne lange Übergangsfristen. Nach der Verlängerung der Glyphosat-Zulassung in der EU gibt es jetzt noch eine Möglichkeit: Ein Verbot Glyphosat-haltiger Mittel auf nationaler Ebene. Dafür kämpfen wir! Helfen Sie uns – gemeinsam können wir ein nationales Verbot von Glyphosat erreichen!

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19.01.2018

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Große Koalition gegen Glyphosat?

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

folgt der Bundestag schon bald dem Vorbild Frankreichs und beschließt ein Ausstiegsdatum für Glyphosat? Diese Hoffnung legen die Ergebnisse der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD nahe. Darin haben sich die möglichen Koalitionspartner auf ein „schnellstmögliches“ Ende der Glyphosat-Nutzung geeinigt. Bisher sind dies jedoch lediglich Absichtserklärungen. Noch fehlen konkrete Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen und auch ein Datum, bis zu dem die Glyphosat-Anwendung auslaufen soll.

Bei Schnee und Kälte diskutierten wir darüber gestern mit den zuständigen Bundestagsabgeordneten Kees de Vries (CDU), Rita Hagl-Kehl (SPD), Kirsten Tackmann (Linke) und Harald Ebner (Grüne) vor dem Reichstagsgebäude.

Lesen Sie in unserer aktuellen Meldung, was genau die Abgeordneten gesagt haben.

Auch auf europäischer Ebene tut sich etwas in Sachen Glyphosat: Während wir vor dem Bundestag standen, entschieden die Vorsitzenden der Fraktionen im Europaparlament, einen Sonderausschuss einzusetzen. Dieser soll den Skandalen um die Bewertung von Glyphosat nachgehen und das Zulassungsverfahren für Pestizide auf den Prüfstand stellen.

Dass es so weit gekommen ist, verdanken wir allen, die sich nicht entmutigen lassen und in den letzten Monaten im Internet und auf der Straße mit uns gegen Glyphosat protestiert haben. Diesen Samstag sehen wir uns wieder: Bei der Demo „Wir haben es satt!“ werden wir der Agrarindustrie in Berlin die Stirn bieten!

Mehr Informationen in unserer aktuellen Meldung.

Münchner Stadtgespräche

Transport: Neue Ausgabe der Münchner Stadtgespräche erschienen

Ob Toilettenpapier, frische Milch oder Katzenfutter: Immer mehr Waren werden im Internet bestellt und bis vor die Haustüre geliefert. Doch die neue Bequemlichkeit hat auch Schattenseiten: volle Straßen, Fahrzeuglärm und stetig steigende Emissionen. Selbst ohne den täglichen Besuch des Paketdienstes sind unsere Straßen bereits am Limit.

Doch es tut sich etwas gegen die Dominanz des Autoverkehrs. Bewegungen wie „Critical Mass“ erobern sich den öffentlichen Raum zurück und auch viele ExpertInnen sind sich einig: Eine Verkehrswende ist längst überfällig. In den neuen Stadtgesprächen lesen Sie mehr über Alternativen zum Auto, umweltfreundlichere Transportmöglichkeiten und wie immer größere Container-Schiffe den Klimawandel verstärken.

Themen dieser Ausgabe sind u.a.:
•    Geliebte Umweltsünde: Wie Deutschland zum Autoland wurde
•    Wir sind der Verkehr! Critical Mass erobert die Straßen
•    Selbst ist der Transport: Lastenrad, Anhänger & Co im Überblick
•    Zugestellt: Lieferverkehr auf der „letzten Meile“
•    Die Container-Revolution: Schiffstransporte belasten unser Klima

Jetzt online lesen und im pdf-Format herunterladen!

Die Printausgabe der Münchner Stadtgespräche können Sie hier bestellen.

Neue Prämie: Einfach öko

Einfach öko im neuen Jahr

Nicht umsonst machen wir regelmäßig auf die Fehlentwicklungen in der „großen Politik“ aufmerksam, denn dort werden die wichtigsten Stellschrauben für unsere Zukunft gestellt. Doch auch im Privaten hat jedeR von uns die Möglichkeit, eine Menge zum Schutz unserer Umwelt beizutragen.

Vielleicht haben auch Sie sich vorgenommen, im neuen Jahr ökologischer zu leben. Doch wo soll man anfangen? Das Buch „Einfach öko“ hilft, die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Marcus Franken und Monika Götze liefern darin 200 nützliche, alltagstaugliche Tipps aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Sie zeigen auf, wie man mit einfachen Maßnahmen das Klima schont, Müll vermeidet und sich gesund und nachhaltig ernähren kann.

Wenn Sie jetzt Fördermitglied des Umweltinstituts werden, schenken wir Ihnen das Buch als kleines Dankeschön für Ihre Unterstützung. Oder wählen Sie eine unserer anderen attraktiven Prämien.

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Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

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Bank für Sozialwirtschaft München

Bürgerinitiative gegen Glyphosat: EU-Kommission will mehr Transparenz in Zulassungsverfahren von Pestiziden

Link, um diese Information auf twitter/facebook zu verbreiten:
http://bit.ly/2BGR8L7

Heute hat die EU Kommission auf die Europäische Bürgerinitiative
„Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen
Pestiziden“ reagiert und mehr Transparenz in Zulassungsverfahren der
Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA angekündigt. Die
Petition wurde von mehr als einer Million EU-Bürgern unterzeichnet. Sie
fordert ein Verbot des Ackergiftes Glyphosat, eine Reform der
Zulassungsverfahren und verbindliche Ziele zur Pestizidreduktion.

Dazu sagt der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen/EFA-
Fraktion im Europäischen Parlament, Sven Giegold:

„Endlich eine positive Nachricht zum Thema Glyphosat aus Brüssel! Die
heutige Ankündigung der Kommission für eine Reform des
Zulassungsverfahren von Pestiziden zeigt, dass gesellschaftlicher Druck
wirkt.

Wenn die angekündigte Reform wirklich zu mehr Transparenz führt,
ist das ein großer Erfolg für die europäische Zivilgesellschaft. Die
Zulassungsbehörden könnten sich dann nicht mehr hinter geheimen
Industrie-Gutachten verstecken und müssten eine unabhängige und
wissenschaftliche Bewertung vornehmen.

Doch auch schon ohne Reform kann die Kommission mehr Transparenz
zulassen. Darauf verklagen vier grüne Europaabgeordnete die europäische
Zulassungsagentur EFSA. Hier kann die Kommission ihren schönen Worten
Taten folgen lassen, und alle Dokumente zugänglich machen. Zudem
fordern wir als Fraktion im Europaparlament die Einrichtung eines
Sonderausschusses, um aufzuklären wie bei der Wiederzulassung von
Glyphosat getrickst wurde.

So erfreulich die Aussagen zum Thema Transparenz sind, so enttäuschend
sind die Antworten auf die beiden anderen Forderungen nach dem Ende der
Glyphosat-Nutzung und Zielen zur Pestizidreduktion.

In Widerspruch mit der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC hält die Kommission an der Aussage fest, Glyphosat sei nicht krebserregend.

Dabei ist die IARC die einzige Behörde, die das Risiko eigenständig nach den Vorgaben
prüft, die die Kommission heute selbst vorgeschlagen hat: die zugrunde
liegenden Studien müssen öffentlich verfügbar sein. Der Widerspruch
zwischen Anspruch und Wirklichkeit seitens der Kommission ist
frappierend. Die Kommission muss jetzt die Zulassung von Glyphosat auf
Basis von öffentlich verfügbaren und wissenschaftlich geprüften Studien
neu evaluieren. Argumente zur Zerstörung von Ökosystemen und zur
Entwicklung von Antibiotika-Resistenzen zu ignorieren bedeutet, die
Gesundheit der Bürger aufs Spiel zu setzen.

Auch beim Thema Pestizidreduktion bleibt die Kommission hinter ihren
Möglichkeiten zurück, schiebt die Verantwortung auf die
Mitgliedsstaaten und vertröstet die Bürgerinnen und Bürger auf
unbestimmte Zeit bis gemeinsame Risikoindikatoren vorliegen. Die
Kommission darf sich nicht vor ihrer Verantwortung drücken und muss
endlich verbindliche Ziele für alle EU Länder festlegen.

Die heutige Antwort der Kommission ist ein Schritt vorwärts und ein
Erfolg für die europäische Zivilgesellschaft, doch wieviel die
Ankündigungen wert sind, muss die Kommission jetzt zeigen.“

Zur Pressemitteilung der Kommission::
http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-5191_de.htm

PS: Sie können hier selbst einstellen, zu welchen Themen Sie
Informationen von mir bekommen wollen:
http://www.sven-giegold.de:8080/r.html?uid=1.29j.11nz.89m.kp2kgaregz
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Sven Giegold, MdEP
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