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Glyphosat: Die Zusatzstoffe sind besonders giftig – und kaum untersucht

http://www.zeitpunkt.ch/glyphosat-die-zusatzstoffe-sind-besonders-giftig-und-kaum-untersucht

(Bild: Pixabay)

Die giftige Wirkung von glyphosathaltigen Pestiziden liegt weniger beim Glyphosat selber als vielmehr bei den Zusatzstoffen wie Arsen, Blei oder Polyoxyethylene Amin (POEA) (– schon wieder ein neues Gift, das man sich merken muss). Zu diesem Ergebnis kommt die neuste Studie des französischen Molekuarbiologen Gilles-Eric Séralini «Toxicity of formulants and heavy metals in glyphosate-based herbicides and other pesticides».

Während Glyphosat bis jetzt immer als Einzelsubstanz geprüft wurde, untersuchte Séralini die Formeln der handelsüblichen glyphosathaltigen Pestizide und verglich ihre Toxizität mit dem Einzelwirkstoff. Dabei stellte er fest, dass «Glyphosat allein in der für die Landwirtschaft empfohlenen Verdünnung nur schwach giftig» ist. Die Unkraut vertilgenden und giftigen Wirkungen geht dagegen vor allem auf die Zusatzstoffe zurück, allen voran POEA.

Die «grafische Zusammenfassung» von Séralinis Studie  zeigt, dass der Wirkstoff nicht die giftigste Substanz zu sein braucht. (Bild aus der Zusammenfassung der Studie)

Die neusten Erkenntnisse von Séralini werfen auf höchst bedenkliches Licht auf die Zulassungspraxis von Glyphosat, die auf der Toxizität des Einzelwirkstoffs basieren. So will die Umweltministerin Doris Leuthard den Grenzwert für Glyphosat in den Gewässern um das 3600-fache erhöhen. Unfassbar.
Gilles-Eric Séralini erregte 2012 mit einer Studie Aufsehen, die zeigte, dass Mäuse, die mit glyphosat-resistentem Mais gefüttert werden, einem signifikant erhöhten Krebsrisiko unterliegen. 2013 zog der Verlag «Elsevier» die Studie, die seinem Journal «Food and Chemical Toxicology» erschien, wieder zurück – nicht weil die Ergebnisse falsch gewesen wären, sondern weil die Zahl der Mäuse im Versuch zu klein gewesen sei. (Diskussion dazu hier). Auch die neuste Studie von Séralini erscheint in einem Journal aus dem Hause Elsevier, «Toxicology Reports». Man darf also davon ausgehen, dass in diesem Fall die statistischen Grundlagen über jeden Zweifel erhoben sind.

 

 

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. „Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen“.

Bayer-Monsanto-Deal verhindern! ++ Agrarminister verteidigt Glyphosat-Plagiat

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15.02.2018

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Aktion: Schluss mit dem Agrarmonopoly

Bayer-Monsanto-Deal verhindern!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

mit der geplanten Übernahme von Monsanto durch Bayer könnte schon bald der größte Agrarkonzern der Welt entstehen. Die Übermacht des neuen Agrarriesen macht selbst der EU-Kommission Sorgen. So äußerte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager im vergangenen Jahr große Bedenken gegenüber den Fusionsplänen.
Doch nun deutete sie an, dass sie Anfang April ihren Segen für die Konzern-Ehe geben könnte. Tatsächlich hat Bayer in der Zwischenzeit Teile seines Pestizid- und Saatgutgeschäfts verkauft, um die Einwände der Kommissarin zu zerstreuen. Dies ändert allerdings kaum etwas an der enormen Konzentration auf dem Agrarmarkt, die sich durch die Übernahme noch weiter verschärfen wird.

Frau Vestager gilt als vergleichsweise offen für die Anliegen der BürgerInnen. Wenn wir ihr jetzt zeigen, wie viele Menschen den Zusammenschluss von Monsanto und Bayer ablehnen, könnte dies den Ausschlag für ihre Entscheidung geben.

Die Zukunft unserer Ernährung darf nicht in Händen weniger Mega-Konzerne liegen!

Machen Sie jetzt mit bei unserer Aktion „Schluss mit dem Agrar-Monopoly“ und schreiben Sie Frau Vestager!

Jetzt mitmachen!

Agrarministerium verteidigt Glyphosat-Plagiat

Agrarministerium verteidigt Glyphosat-Plagiat

Im Herbst 2017 kam ans Licht, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wesentliche Teile seiner Bewertung des Unkrautvernichters Glyphosat direkt aus dem Antrag des Herstellers Monsanto abgeschrieben hat. Deshalb reichten wir im Oktober Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Präsidenten des BfR, Prof. Dr. Dr. Hensel, ein.

Nun haben wir die Antwort auf unsere Beschwerde erhalten: Laut Bundeslandwirtschaftsministerium liege keine Dienstpflichtverletzung vor. Es sei nämlich „üblich und anerkannt“, Bewertungen eines Antragstellers zu übernehmen. Die EU-Richtlinien, die vorgeben, dass dies zumindest kenntlich gemacht werden muss, seien nicht rechtsverbindlich. Daher müsse sich das BfR auch nicht daran halten.

Unsere Bedenken wurden durch das Ministerium nicht ausgeräumt, sondern nur verschärft: Wie viel Verlass ist auf das Urteil der Behörden, wenn es bei Pestiziden gängige Praxis ist, die Bewertung des Herstellers zu kopieren? Klarheit könnte nun von anderer Seite geschaffen werden: Das EU-Parlament hat beschlossen, einen Sonderausschuss einzurichten, der das fragwürdige Zustandekommen der Wiederzulassung von Glyphosat untersuchen soll.

Mehr dazu in unserer aktuellen Meldung.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

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Der Große Stillstand

Union und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Was bringt dieser für uns Verbraucherinnen und Verbraucher? Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo und guten Tag,
die Koalitionsvereinbarung zwischen Union und SPD steht. Sollten die SPD-Mitglieder Anfang März ihren Segen geben, ist der Weg endgültig frei für eine neue Große Koalition. Doch was bedeutet die GroKo für uns Verbraucherinnen und Verbraucher? Wir haben uns den Koalitionsvertrag angeschaut – und beginnen mit den guten Nachrichten.

Schluss mit Glyphosat und Kükentöten?

Union und SPD wollen laut Koalitionsvereinbarung glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel „deutlich einschränken mit dem Ziel, die Anwendung so schnell wie möglich grundsätzlich zu beenden„. Wir finden: Eigentlich hätte Glyphosat aus Vorsorgegründen europaweit seine Zulassung verlieren müssen. Insofern ist die Verabredung im Koalitionsvertrag weniger, als erhofft – aber letztlich doch mehr, als erwartet. Ein nationales Glyphosat-Verbot rückt in greifbare Nähe! Das ist unglaublich, wenn man bedenkt, dass noch vor rund einem Jahr die EU das Ackergift für weitere 15 Jahre (!) zulassen wollte. Der Protest aus der Zivilgesellschaft gegen diese Pläne war überwältigend. Ende letzten Jahres dann die Entscheidung der EU, Glyphosat nur noch für fünf Jahre zu verlängern. Und dass die zukünftige Bundesregierung nun ein nationales Verbot in die Wege leiten will, ist auch ein Riesen-Erfolg der mehr als 135.000 Unterstützerinnen und Unterstützer, die dies mit einer gemeinsamen Petition von Greenpeace und foodwatch gefordert haben! Doch die Formulierung im Koalitionsvertrag lässt Fragen offen. Wir werden genau verfolgen müssen, ob die GroKo wirklich „so schnell wie möglich“ Schluss macht mit Glyphosat!

Beim Kükentöten werden Union und SPD dagegen konkreter: „Das Töten von Eintagsküken werden wir bis zur Mitte der Legislaturperiode beenden.“ Das heißt: Ende 2019 muss es vorbei sein mit dem grausamen, millionenfachen Schreddern und Vergasen männlicher Küken, ohne Wenn und Aber. Das klingt gut, und dennoch müssen wir daran erinnern, was Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt schon im Sommer 2015 sagte: „Mein Ziel ist, dass das Kükenschreddern 2017 aufhört.“ Damit es diesmal nicht wieder nur bei Ankündigungen bleibt, ist der Druck der Zivilgesellschaft unerlässlich. Wir sind dazu bereit! Bitte helfen Sie uns dabei, indem Sie uns stark machen: Unterstützen Sie unsere Arbeit als Förderin/Förderer!

Bei anderen Ernährungs- und Verbraucherthemen fällt der Koalitionsvertrag leider ziemlich unambitioniert aus. Ein kurzer Überblick:

Kein unabhängiges Verbraucherministerium

Ob „Nein“ zur Lebensmittel-Ampel oder „Nein“ zu mehr Transparenz bei der Lebensmittelüberwachung – die Bundesregierung hat sich immer wieder im Sinne der Lebensmittellobby positioniert und Verbraucherinteressen hinten angestellt. Ein Grund: Für den gesundheitlichen Verbraucherschutz ist das Bundeslandwirtschaftsministerium zuständig. Ausgerechnet das Ministerium, das die Interessen der Ernährungsindustrie und Landwirtschaft vertritt, soll also gleichzeitig die oft gegensätzlichen Interessen von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern vertreten – ein unüberwindbarer Interessenskonflikt! Während der Koalitionsverhandlungen haben wir eine Eil-Aktion gestartet, der sich innerhalb von nur wenigen Tagen rund 25.000 Menschen angeschlossen haben. Unsere Forderung: Der Verbraucherschutz muss vom Landwirtschaftsministerium getrennt werden! Doch auch im künftigen Kabinett untersteht der gesundheitliche Verbraucherschutz dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Nestlé, Coca-Cola und der Bauernverband sitzen also weiter quasi mit am Kabinettstisch… Für uns kein Grund klein beizugeben. Jetzt ist es umso wichtiger, dass wir von foodwatch als Gegengewicht zur mächtigen Lebensmittelindustrie für Verbraucherrechte kämpfen!

Chance auf bundesweite Volksentscheide

Gerade in der Verbraucherpolitik haben viele Menschen das Gefühl, mit ihren Alltagssorgen kein Gehör zu finden. Statt Verbraucher- setzen sich immer wieder Wirtschaftsinteressen durch, was Wählerinnen und Wähler von den Gewählten entfernt. Das hat uns nachdenklich gemacht. Wir finden: Eine mögliche Antwort zur Stärkung der Demokratie könnte mehr Bürgerbeteiligung sein. Deshalb haben wir gemeinsam mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis, initiiert von der Organisation Mehr Demokratie, Unterschriften für Volksentscheide auf Bundesebene gesammelt. Mehr als 275.000 (!) Menschen haben diese Forderung unterstützt – und siehe da: Union und SPD befassen sich erstmals in einem gemeinsamen Koalitionsvertrag mit direkter Demokratie! Aber vom Ziel sind wir noch weit entfernt: Die GroKo will erst einmal eine „Expertenkommission“ einsetzen. Die soll Vorschläge erarbeiten, „ob und wie“ die parlamentarische Demokratie „durch Elemente der direkten Demokratie und weiteren Elementen der Bürgerbeteiligung ergänzt werden kann“. Wir haben also schon einiges erreicht, doch das Ergebnis ist noch völlig offen.

Ampel, „Tierwohl“-Label & Co.

Was ist mit den anderen drängenden Themen, die uns Verbraucherinnen und Verbraucher unmittelbar betreffen? Leider bleibt die GroKo mit ihrem Koalitionsvertrag zum Teil sogar noch hinter den nicht eingelösten Versprechen aus dem Koalitionsvertrag von 2013 zurück. Der hatte verbindliche Herkunftsangaben und eine klare Gentechnik-Kennzeichnung angekündigt – doch daraus wurde nichts, und im neuen Vertrag fehlen solche Zusagen. Wo klare Positionen erforderlich wären, versteckt sich die GroKo hinter Prüfaufträgen, wo Handeln geboten ist, will sie die Dinge „beobachten“.

Anstatt gesetzliche Vorgaben für die Tiergesundheit zu erlassen, damit alle Nutztiere tiergerecht gehalten werden, plant die GroKo lediglich ein freiwilliges „Tierwohllabel“, von dem optimistischen Schätzungen zufolge vielleicht 20 Prozent der Nutztiere profitieren könnten. Es gibt noch nicht einmal eine verbindliche Zusage, dass Produkte mit diesem Label sicher von gesund gehaltenen Tieren stammen.

Anstatt auf eine Ampelkennzeichnung nach französischem oder britischem Vorbild hinzuarbeiten, soll „unter Berücksichtigung der besonderen Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen“ ein eigenes Modell „erarbeitet“ werden, das „gegebenenfalls vereinfacht visualisiert wird“ – da sind andere Länder bedeutend weiter.

Staatliche Rezepturvorgaben?

Wenn es um gesunde Ernährung geht, werden Union und SPD an einer Stelle deutlich: Eine „Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten“ soll es geben, verbunden mit „verbindlichen Zielmarken“. Staatliche Rezepturvorgaben also? Da wären wir skeptisch. Zur Förderung gesunder Ernährung fallen uns (natürlich neben der Ampelkennzeichnung) ganz andere Dinge ein, die auch von Ärzteverbänden gefordert werden: Ein Wegfall der Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse zum Beispiel, Herstellerabgaben für besonders zuckerhaltige Getränke, eine gesetzliche Beschränkung der an Kinder gerichteten Werbung für unausgewogene Produkte – doch das sieht der Vertrag nicht vor. Zum Schutz vor Mineralölen in Lebensmitteln übrigens ebenso wenig, und nicht zuletzt soll es keine Veröffentlichung aller Lebensmittelkontrollergebnisse geben.

Kurzum: Mit Blick auf die Verbraucherrechte würde diese Große Koalition eher den Stillstand festschreiben. Das zeigt uns einmal mehr: Wenn sich in der Verbraucherpolitik etwas verbessern soll, bedarf es einer starken Zivilgesellschaft! Wer, wenn nicht wir Verbraucherinnen und Verbraucher können dafür den Anstoß geben? Wir von foodwatch werden auch die nächsten vier Jahre für eine ehrlichere Kennzeichnung, für eine tiergerechtere Nutztierhaltung und für sichere und gesunde Lebensmittel kämpfen. Nicht nur mit Petitionen, sondern auch mit Medienarbeit, Protestaktionen und, wenn nötig, mit Gerichtsprozessen. Unabhängig und hartnäckig! Unsere Arbeit ist dabei nur möglich durch die Menschen, die uns finanziell unterstützen. Werden auch Sie jetzt Mitglied von foodwatch und werden Sie Teil unserer Verbraucher-Bewegung!

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Weiterführende Informationen und Quellen:
Koalitionsvertrag in voller Länge
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Um Glyphosat zu stoppen, brauchen wir noch einmal Ihre Hilfe!

Jetzt geht’s um alles: Empfehlen Sie unsere Glyphosat-Protestaktion! Um den Newsletter online zu lesen,
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Hallo,

am Sonntag wird es spannend: Die SPD will auf einem Sonderparteitag entscheiden, ob es zu einer neuen Großen Koalition mit der Union kommt – und wohl niemand kann sicher sagen, wie die Delegierten abstimmen werden. Das ist unsere Chance, um der SPD noch einmal laut und deutlich zu sagen: Stopp Glyphosat! Falls es zu einer erneuten „GroKo“ kommt, muss als Bedingung ein Verbot des umstrittenen Ackergifts festgelegt werden.

Schon fast 130.000 Menschen haben unsere gemeinsame Protestaktion mit Greenpeace unterzeichnet – ein starkes Signal! Damit es noch mehr werden und die SPD unseren Protest nicht einfach ignorieren kann, unsere große Bitte: Leiten Sie jetzt diese E-Mail an Freunde, Bekannte und Familie weiter oder empfehlen Sie unsere Aktion über facebook und twitter. Vielen Dank – jede Stimme ist wichtig!

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An der SPD-Basis regt sich Widerstand gegen eine neue Große Koalition. Ein Knackpunkt ist Glyphosat. Sie erinnern sich: Vor wenigen Wochen drückte Bundesagrarminister Christian Schmidt von der CSU in Brüssel eine Verlängerung der Zulassung des Pflanzengifts durch – gegen den ausdrücklichen Willen der Sozialdemokraten und SPD-Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Für den Koalitionspartner ein Affront!

Mittlerweile stehen – nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche über eine „Jamaika“-Koalition zwischen Union, Grünen und FDP – jetzt alle Zeichen wieder auf „GroKo“. Die Verhandler von CDU/CSU und SPD haben sich schon auf grobe Linien einer neuen Regierung verständigt. Auch beim Thema Glyphosat gibt es offenbar eine Einigung: Ziel sei, die „Anwendung so schnell wie möglich grundsätzlich zu beenden“. Doch was genau heißt das, bitteschön? Bundesagrarminister Christian Schmidt ließ schon verlauten, man habe sich „kein zeitliches Datum gesetzt“. Und auch der Bauernverband macht Druck: Glyphosat solle unter Auflagen weiterhin als ein Instrument eingesetzt werden können.

Die SPD darf jetzt nicht einknicken, es darf keinen faulen Kompromiss geben. Wir fordern: Glyphosat gehört verboten – ohne Hintertürchen und ohne lange Übergangsfristen. Nach der Verlängerung der Glyphosat-Zulassung in der EU gibt es jetzt noch eine Möglichkeit: Ein Verbot Glyphosat-haltiger Mittel auf nationaler Ebene. Dafür kämpfen wir! Helfen Sie uns – gemeinsam können wir ein nationales Verbot von Glyphosat erreichen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr foodwatch-Team

P.S.: Wir kämpfen gegen Gift im Essen und den Lobby-Einfluss der Industrie – unabhängig und kritisch. Wussten Sie, dass foodwatch kein Geld von Staat und Lebensmittelindustrie annimmt, sondern sich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert? Nur durch unsere vielen tausend Fördermitglieder ist unsere Arbeit jeden Tag möglich. Seien auch Sie dabei und werden Sie jetzt Mitglied von foodwatch:

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Weiterführende Informationen und Quellen:
Mehr Infos zum Sondierungspapier von SPD und Union
Agrarminister Schmidt zu Glyphosat
Foto: Chafer Machinery/CC BY SA 2.0/flickr.com
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Große Koalition gegen Glyphosat? ++ Transport: Neue Ausgabe der Stadtgespräche erschienen ++ Einfach öko im neuen Jahr

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19.01.2018

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Große Koalition gegen Glyphosat?

Große Koalition gegen Glyphosat?

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

folgt der Bundestag schon bald dem Vorbild Frankreichs und beschließt ein Ausstiegsdatum für Glyphosat? Diese Hoffnung legen die Ergebnisse der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD nahe. Darin haben sich die möglichen Koalitionspartner auf ein „schnellstmögliches“ Ende der Glyphosat-Nutzung geeinigt. Bisher sind dies jedoch lediglich Absichtserklärungen. Noch fehlen konkrete Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen und auch ein Datum, bis zu dem die Glyphosat-Anwendung auslaufen soll.

Bei Schnee und Kälte diskutierten wir darüber gestern mit den zuständigen Bundestagsabgeordneten Kees de Vries (CDU), Rita Hagl-Kehl (SPD), Kirsten Tackmann (Linke) und Harald Ebner (Grüne) vor dem Reichstagsgebäude.

Lesen Sie in unserer aktuellen Meldung, was genau die Abgeordneten gesagt haben.

Auch auf europäischer Ebene tut sich etwas in Sachen Glyphosat: Während wir vor dem Bundestag standen, entschieden die Vorsitzenden der Fraktionen im Europaparlament, einen Sonderausschuss einzusetzen. Dieser soll den Skandalen um die Bewertung von Glyphosat nachgehen und das Zulassungsverfahren für Pestizide auf den Prüfstand stellen.

Dass es so weit gekommen ist, verdanken wir allen, die sich nicht entmutigen lassen und in den letzten Monaten im Internet und auf der Straße mit uns gegen Glyphosat protestiert haben. Diesen Samstag sehen wir uns wieder: Bei der Demo „Wir haben es satt!“ werden wir der Agrarindustrie in Berlin die Stirn bieten!

Mehr Informationen in unserer aktuellen Meldung.

Münchner Stadtgespräche

Transport: Neue Ausgabe der Münchner Stadtgespräche erschienen

Ob Toilettenpapier, frische Milch oder Katzenfutter: Immer mehr Waren werden im Internet bestellt und bis vor die Haustüre geliefert. Doch die neue Bequemlichkeit hat auch Schattenseiten: volle Straßen, Fahrzeuglärm und stetig steigende Emissionen. Selbst ohne den täglichen Besuch des Paketdienstes sind unsere Straßen bereits am Limit.

Doch es tut sich etwas gegen die Dominanz des Autoverkehrs. Bewegungen wie „Critical Mass“ erobern sich den öffentlichen Raum zurück und auch viele ExpertInnen sind sich einig: Eine Verkehrswende ist längst überfällig. In den neuen Stadtgesprächen lesen Sie mehr über Alternativen zum Auto, umweltfreundlichere Transportmöglichkeiten und wie immer größere Container-Schiffe den Klimawandel verstärken.

Themen dieser Ausgabe sind u.a.:
•    Geliebte Umweltsünde: Wie Deutschland zum Autoland wurde
•    Wir sind der Verkehr! Critical Mass erobert die Straßen
•    Selbst ist der Transport: Lastenrad, Anhänger & Co im Überblick
•    Zugestellt: Lieferverkehr auf der „letzten Meile“
•    Die Container-Revolution: Schiffstransporte belasten unser Klima

Jetzt online lesen und im pdf-Format herunterladen!

Die Printausgabe der Münchner Stadtgespräche können Sie hier bestellen.

Neue Prämie: Einfach öko

Einfach öko im neuen Jahr

Nicht umsonst machen wir regelmäßig auf die Fehlentwicklungen in der „großen Politik“ aufmerksam, denn dort werden die wichtigsten Stellschrauben für unsere Zukunft gestellt. Doch auch im Privaten hat jedeR von uns die Möglichkeit, eine Menge zum Schutz unserer Umwelt beizutragen.

Vielleicht haben auch Sie sich vorgenommen, im neuen Jahr ökologischer zu leben. Doch wo soll man anfangen? Das Buch „Einfach öko“ hilft, die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Marcus Franken und Monika Götze liefern darin 200 nützliche, alltagstaugliche Tipps aus unterschiedlichen Lebensbereichen. Sie zeigen auf, wie man mit einfachen Maßnahmen das Klima schont, Müll vermeidet und sich gesund und nachhaltig ernähren kann.

Wenn Sie jetzt Fördermitglied des Umweltinstituts werden, schenken wir Ihnen das Buch als kleines Dankeschön für Ihre Unterstützung. Oder wählen Sie eine unserer anderen attraktiven Prämien.

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Bürgerinitiative gegen Glyphosat: EU-Kommission will mehr Transparenz in Zulassungsverfahren von Pestiziden

Link, um diese Information auf twitter/facebook zu verbreiten:
http://bit.ly/2BGR8L7

Heute hat die EU Kommission auf die Europäische Bürgerinitiative
„Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen
Pestiziden“ reagiert und mehr Transparenz in Zulassungsverfahren der
Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA angekündigt. Die
Petition wurde von mehr als einer Million EU-Bürgern unterzeichnet. Sie
fordert ein Verbot des Ackergiftes Glyphosat, eine Reform der
Zulassungsverfahren und verbindliche Ziele zur Pestizidreduktion.

Dazu sagt der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen/EFA-
Fraktion im Europäischen Parlament, Sven Giegold:

„Endlich eine positive Nachricht zum Thema Glyphosat aus Brüssel! Die
heutige Ankündigung der Kommission für eine Reform des
Zulassungsverfahren von Pestiziden zeigt, dass gesellschaftlicher Druck
wirkt.

Wenn die angekündigte Reform wirklich zu mehr Transparenz führt,
ist das ein großer Erfolg für die europäische Zivilgesellschaft. Die
Zulassungsbehörden könnten sich dann nicht mehr hinter geheimen
Industrie-Gutachten verstecken und müssten eine unabhängige und
wissenschaftliche Bewertung vornehmen.

Doch auch schon ohne Reform kann die Kommission mehr Transparenz
zulassen. Darauf verklagen vier grüne Europaabgeordnete die europäische
Zulassungsagentur EFSA. Hier kann die Kommission ihren schönen Worten
Taten folgen lassen, und alle Dokumente zugänglich machen. Zudem
fordern wir als Fraktion im Europaparlament die Einrichtung eines
Sonderausschusses, um aufzuklären wie bei der Wiederzulassung von
Glyphosat getrickst wurde.

So erfreulich die Aussagen zum Thema Transparenz sind, so enttäuschend
sind die Antworten auf die beiden anderen Forderungen nach dem Ende der
Glyphosat-Nutzung und Zielen zur Pestizidreduktion.

In Widerspruch mit der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC hält die Kommission an der Aussage fest, Glyphosat sei nicht krebserregend.

Dabei ist die IARC die einzige Behörde, die das Risiko eigenständig nach den Vorgaben
prüft, die die Kommission heute selbst vorgeschlagen hat: die zugrunde
liegenden Studien müssen öffentlich verfügbar sein. Der Widerspruch
zwischen Anspruch und Wirklichkeit seitens der Kommission ist
frappierend. Die Kommission muss jetzt die Zulassung von Glyphosat auf
Basis von öffentlich verfügbaren und wissenschaftlich geprüften Studien
neu evaluieren. Argumente zur Zerstörung von Ökosystemen und zur
Entwicklung von Antibiotika-Resistenzen zu ignorieren bedeutet, die
Gesundheit der Bürger aufs Spiel zu setzen.

Auch beim Thema Pestizidreduktion bleibt die Kommission hinter ihren
Möglichkeiten zurück, schiebt die Verantwortung auf die
Mitgliedsstaaten und vertröstet die Bürgerinnen und Bürger auf
unbestimmte Zeit bis gemeinsame Risikoindikatoren vorliegen. Die
Kommission darf sich nicht vor ihrer Verantwortung drücken und muss
endlich verbindliche Ziele für alle EU Länder festlegen.

Die heutige Antwort der Kommission ist ein Schritt vorwärts und ein
Erfolg für die europäische Zivilgesellschaft, doch wieviel die
Ankündigungen wert sind, muss die Kommission jetzt zeigen.“

Zur Pressemitteilung der Kommission::
http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-5191_de.htm

PS: Sie können hier selbst einstellen, zu welchen Themen Sie
Informationen von mir bekommen wollen:
http://www.sven-giegold.de:8080/r.html?uid=1.29j.11nz.89m.kp2kgaregz
Wenn Sie Einladungen zu meinen Veranstaltungen in Ihrer Region bekommen
möchten, tragen Sie bitte auch Ihre Postleitzahl ein (nur in
Deutschland).

———————————–
Sven Giegold, MdEP
www.sven-giegold.de
Ich freue mich über Unterstützung auf:
twitter: https://twitter.com/sven_giegold
facebook: https://www.facebook.com/sven.giegold

Glyphosat killt alles – auch das Vorsorgeprinzip

Zulassung von Glyphosat
für weitere fünf Jahre: Wir brauchen Sie!
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klicken Sie bitte hier .

Hallo und guten Tag, 

das für die meisten Undenkbare – es ist passiert! Das Ackergift Glyphosat ist für weitere fünf Jahre zugelassen worden. Und das obwohl 73 Prozent der deutschen Bevölkerung ein Verbot von Glyphosat fordern! Mehr politische Ignoranz geht nicht. Der noch amtierende Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat sich einfach über das Votum unzähliger Menschen hinweggesetzt und „Ja“ zu dem umstrittenen Ackergift gesagt. Angeblich ein Alleingang, sogar das Kanzleramt hatte den Minister angewiesen, sich zu enthalten. Hätte Christian Schmidt dies befolgt, hätte es in der EU keine Mehrheit für eine weitere Zulassung von Glyphosat gegeben. Ausgerechnet der deutsche Minister war das Zünglein an der Waage für Monsanto & Co., die Hersteller des Unkrautgiftes!

Was hat ihn nur geritten? Er hat nicht nur vielen Menschen, die sich in Petitionen gegen Glyphosat ausgesprochen haben, vor den Kopf gestoßen, sondern auch der mitregierenden SPD – und damit das Zustandekommen einer erneuten Großen Koalition ernsthaft riskiert. Wofür nur nimmt er so viel Krach in Kauf, um Glyphosat gegen alle Bedenken durchzusetzen?

Die Entscheidung pro Glyphosat basiert wesentlich auf der Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), das Glyphosat als nicht krebserregend einstuft. Allerdings wurde bekannt, WIE das BfR zu seiner Einschätzung kam. Es hat nämlich ganze Textpassagen fast wörtlich aus Studien von Monsanto übernommen. Ausgerechnet von dem Konzern also, der mit Glyphosat Profit macht! Nicht nur deshalb bestehen Zweifel an der Unabhängigkeit der Behörden.

Die Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind dagegen der Meinung, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend“ beim Menschen ist! Auch an ihnen gibt es Kritik.

Ganz offen: Wir können diesen Streit der Wissenschaftler nicht auflösen. Wir können Ihnen nicht sagen, ob Glyphosat nun krebsauslösend ist oder nicht. Aber eines wissen wir: Genau für solche Fälle gibt es in Europa das Vorsorgeprinzip, fest verankert im Umwelt- und Lebensmittelrecht! Der Gesundheitsschutz muss absoluten Vorrang haben, auch wenn es keine wissenschaftliche Klarheit über die Risiken gibt. Soweit die gesetzliche Theorie – in der Praxis erleben wir gerade wieder, wie das Vorsorgeprinzip ausgehöhlt wird. Ob bei der Zulassung von Unkrautvernichtern oder Zusatzstoffen für Lebensmittel: Immer wieder werden unnötige Risiken für die Menschen in Kauf genommen. Damit muss endlich Schluss sein! Jetzt braucht es eine starke Verbraucherlobby, die dafür sorgt, dass das Vorsorgeprinzip nicht nur auf dem Papier steht. Bitte helfen Sie uns, damit wir Behörden und Politik genau auf die Finger sehen können: Werden Sie jetzt Fördermitglied von foodwatch!

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Sie fragen sich vielleicht, wie es sein kann, dass eine deutsche Behörde bei Monsanto abschreibt. Das BfR hat dafür eine überraschende Erklärung parat: Es sei „üblich und anerkannt“, dass Behörden „Passagen aus eingereichten Dokumenten in ihre Bewertungsberichte integrieren“ – natürlich nur „nach kritischer Prüfung“. Komisch nur, dass die kopierten Passagen nicht so einfach über Quellenangaben oder sonstige Hinweise auf Monsanto zurückzuführen sind… Nochmal: Es geht um die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die staatlichen Wissenschaftler schreiben bei Monsanto ab – und meinen dann lapidar: Ist halt so! Für uns ist das unwissenschaftlich und inakzeptabel – und vor allem ist ein solches Vorgehen nicht dazu geeignet, Zweifel an den Bewertungen der Behörden zu zerstreuen.

Das BfR argumentiert, dass schließlich auch bei anderen Zulassungsverfahren für Unkrautvernichter oder Chemikalien genauso verfahren worden sei. Soll uns das jetzt beruhigen? Nein, im Gegenteil! Es zeigt uns vielmehr, dass wir uns auf die Risikobewertungen von Behörden offenbar nicht einfach verlassen können, sondern ganz genau hinschauen müssen! Wir meinen: Industrieinteressen dürfen in den Zulassungsverfahren keine Rolle spielen, wenn es um unsere Gesundheit geht. Und es kann nicht sein, dass ein deutscher Minister im Alleingang eine fatale Entscheidung für Millionen Menschen in ganz Europa trifft, noch dazu gegen alle Absprachen! Je stärker wir sind, desto besser können wir hinsehen – machen Sie uns stark und werden Sie jetzt Förderer/Förderin von foodwatch!

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Es geht dabei um so viel mehr als Glyphosat! Bei Glyphosat ist JETZT eine Entscheidung gefallen, die wir so nicht hinnehmen werden. Doch in dem Streit über die Zulassung oder Nicht-Zulassung dieses einen Unkrautvernichter-Wirkstoffes steckt bedeutend mehr. Es geht um die Frage, welche Art von Landwirtschaft wir wollen. Und es geht darum, wie transparent Zulassungsverfahren in Zukunft ablaufen, und wie stark der Gesundheitsschutz dabei gegenüber wirtschaftlichen Interessen berücksichtigt wird.

Wenn wir Verbraucherinnen und Verbraucher uns nicht zusammentun, wird uns niemand zuhören. Dann werden wir bei diesen Fragen nicht mitreden können. Bitte helfen Sie uns dabei, unser aller Verbraucherrechte zu stärken. Wir von foodwatch haben uns diesem Ziel verschrieben, aber wir werden nur erfolgreich sein, wenn möglichst viele einzelne Menschen hinter uns stehen. Deshalb meine Bitte: Werden Sie foodwatch-Förderer/Förderin.

Viele Entwicklungen zeigen uns, dass das – richtige und wichtige! – Vorsorgeprinzip in Gefahr ist. Wenn es zwar auf dem Papier steht, aber bei der Zulassung eines möglicherweise krebserregenden Wirkstoffs nicht berücksichtigt wird – dann ist das Papier nicht viel wert. Auch bei dem Handelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada ist das Vorsorgeprinzip nachweislich nicht ausreichend verankert – und bei TTIP sah es in den bekannten Entwürfen ganz ähnlich aus. Bei CETA sind wir auch deshalb vor das Bundesverfassungsgericht gezogen, ein Urteil steht noch aus. Das alles aber zeigt: Wenn wir nicht hinsehen, wird das Vorsorgeprinzip auf dem Altar der Konzerninteressen geopfert! Helfen Sie dabei, dass wir weiter wachsam sein und für das Vorsorgeprinzip kämpfen können, notfalls auch vor Gericht: Werden Sie jetzt Fördermitglied von foodwatch!

Vielen Dank und herzliche Grüße,
Ihr
Martin Rücker
Geschäftsführer foodwatch Deutschland

P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Fördererinnen und Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützerinnen und Unterstützer wir haben, desto leichter können wir Druck ausüben. Deshalb: Werden Sie bitte Förderin/Förderer, und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für Ihr Recht!

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Deutschland muss Glyphosat jetzt auf nationaler Ebene verbieten. Um den Newsletter online zu lesen,
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Ein Schock: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat in Brüssel ein „Ja“ zu Glyphosat durchgedrückt. Das umstrittene Ackergift ist für weitere fünf Jahre in der EU erlaubt. Ist damit die Sache entschieden? Nein! Denn die deutsche Bundesregierung kann Unkrautvernichtungsmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat trotzdem auf nationaler Ebene verbieten. Das ist unsere Chance: Wir fordern ein Verbot von Glyphosat in Deutschland!

Jetzt unterzeichnen: Stopp Glyphosat!

Hallo und guten Tag, 

heute bekommen Sie ausnahmsweise schon wieder einen E-Mail-Newsletter von foodwatch – denn das Thema ist einfach zu wichtig! Und die Zeit drängt…

Vielleicht erging es Ihnen wie uns Anfang dieser Woche? Wir waren geschockt, als wir hörten, dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) in Brüssel für eine weitere Zulassung von Glyphosat gesorgt hat. Monatelang hatte es in der Bundesregierung Streit über das Thema gegeben, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte sich immer strikt GEGEN Glyphosat ausgesprochen. Doch Agrarminister Schmidt hat in der entscheidenden Sitzung auf EU-Ebene trotzdem einfach für Deutschland mit „Ja” gestimmt. Damit war klar: Das Ackergift wird für weitere lange Jahre in Europa zugelassen. Christian Schmidt hat wissenschaftliche Studien ignoriert, die vor Schäden für Umwelt und Gesundheit durch Glyphosat warnen. Und der Minister hat nicht nur die vielen hunderttausend Menschen, die sich gegen Glyphosat ausgesprochen haben, vor den Kopf gestoßen. Er hat auch den Krach mit dem möglichen künftigen Koalitionspartner SPD in Kauf genommen.

Wie genau die Sache in Brüssel gelaufen ist, und ob Bundeskanzlerin Angela Merkel Bescheid wusste – wir werden es vielleicht nie erfahren.

Aber fest steht: Die Sache ist jetzt noch nicht „durch”. Unser Protest geht weiter. Denn es gibt noch eine Möglichkeit: Zwar hat die EU entschieden, den Wirkstoff Glyphosat weiter zuzulassen. Aber die Bundesregierung kann Unkrautvernichtungsmittel auf Glyphosat-Basis trotzdem auf nationaler Ebene verbieten. Frankreich hat bereits angekündigt, das tun zu wollen.

Deutschland muss sich daran ein Beispiel nehmen! Dabei kommt der SPD eine entscheidende Rolle zu. Nach dem Scheitern der „Jamaika”-Sondierungen wird eine Große Koalition aus Union und SPD wieder wahrscheinlich. Wir fordern von der SPD: Die Partei muss bei den anstehenden Gesprächen mit der CDU/CSU zur Bedingung machen, dass die kommende Bundesregierung das problematische Pestizid verbietet! Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat just heute in Aussicht gestellt, dass sich die SPD für ein Verbot stark machen möchte.

Wir finden: Aus Worten müssen Taten werden! Unterschreiben Sie daher jetzt unsere gemeinsame Aktion von Greenpeace und foodwatch an Martin Schulz! 

Glyphosat-Protestaktion unterzeichnen!

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Glyphosat – dem weltweit am häufigsten verwendeten Unkrautvernichtungsmittel – sind heftig umstritten. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Stoff als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ eingestuft. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) teilt diese Bedenken nicht.

Ganz offen: Wir bei foodwatch können Ihnen nicht sagen, ob Glyphosat nun krebsauslösend ist oder nicht. Aber eines wissen wir: Genau für solche Fälle, in denen es in der Wissenschaft Zweifel gibt, gibt es im EU-Recht das Vorsorgeprinzip! Wir finden: Der Gesundheitsschutz muss absoluten Vorrang haben, auch wenn es keine wissenschaftliche Klarheit über die Risiken gibt.

Deshalb braucht es eine Reform des Zulassungsverfahrens von Pestiziden. Unsere zweite Forderung an Martin Schulz lautet daher: In Zukunft darf die Zulassung von Unkrautvernichtern nicht mehr durch Behörden des Agrarministeriums erfolgen, sondern von Bundesbehörden, die dem Umwelt- und Gesundheitsministerium unterstehen. Helfen Sie uns! Gemeinsam können wir ein nationales Verbot von Glyphosat erreichen!

Hier geht’s zur Protestaktion

Vielen Dank für Ihre Unterstützung,

Ihr foodwatch-Team

PS: Egal ob gegen Glyphosat oder irreführende Mogelprodukte: foodwatch kämpft für die Rechte von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern. Unabhängig und hartnäckig! Unsere Arbeit ist dabei nur möglich durch die zehntausenden Menschen, die uns finanziell unterstützen. Werden auch Sie jetzt Mitglied von foodwatch:

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Weiterführende Informationen und Quellen:
Mehr Infos zum Thema Glyphosat
Foto: Chafer Machinery/CC BY SA 2.0/flickr.com

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Geschäftsführer sind Dr. Thilo Bode und Martin Rücker.

Glyphosat stoppen

Einer darf das nicht

Liebe Freundinnen und Freunde des OMNIBUS,

laut eigener Aussage hat unser Landwirtschaftsminister Christian Schmidt ganz persönlich die Entscheidung für die Weiterverwendung des umstrittenen Herbizids Glyphosat getroffen. Damit wird die Regelung für Europa rechtskräftig. Wer also dieses Pflanzengift weiterhin verwendet, kann für die Folgen rechtlich nicht belangt werden.

Ich möchte das Fass an Unterstellungen und Verwünschungen in Richtung des Menschen Schmidt nicht weiter füllen, eines muss aber bei diesem Vorgang unbedingt festgehalten werden:

Wie kann es sein, dass eine solch weitreichende Entscheidung Rechtsgültigkeit erlangt, wenn ein einzelner Mensch sie trifft und das auch noch entgegen der Absprache mit seinen gewählten Mitverantwortlichen? Warum erfolgt, selbst in einer Übergangsregierung, nicht die sofortige Entfernung aus dem Amt? Kann man Strafermittlungen einleiten, wenn ein Einzelner das europäische Vorsorgeprinzip so ausser Acht läßt, zu Ungunsten von Millionen Menschen?

Solch weitreichende Entscheidungen, zumal gültig für ganz Europa, dürfen nicht mehr unseren VertreterInnen „eigenverantwortlich“  überlassen bleiben. Das können wir nur gemeinsam verantworten, denn die Folgen tragen immer alle gemeinsam und nicht nur ein Minister Christian Schmidt.

Das sogenannte fakultative Referendum sollte da das mindeste zur Verfügung stehende Rechtsmittel sein. Damit können von PolitikerInnen getroffene Entscheidungen von der Bevölkerung in einem bestimmten Zeitraum rückgängig gemacht werden.

Es ist dringend an der Zeit, dass wir die Rechtsebene in die Verantwortung Aller bekommen. Wir dürfen unsere Zukunft nicht den anonymen Kräften der Weltwirtschaft überlassen und schon gar nicht die damit überforderten Politiker allein lassen. Deutlicher kann es eigentlich nicht mehr vorgeführt werden.

Herzlich

Michael von der Lohe
PS.
Wir sammlen weiterhin Unterschriften für bundesweite Volksabstimmungen.
Hier können Sie unterzeichnen!
Hier noch ein Interview von Kurt Wilhelmi mit Nikolai Fuchs zu Volksabstimmungen und ökologischer Landwirtschaft. Nikolai Fuchs ist im Vorstand der GLS Treuhand Stiftung und war viele Jahre Geschäftsführer bei Demeter e.V..
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