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KenFM-Spezial-Newsletter Frankfurter Buchmesse 2019

KenFM-Spezial-Newsletter
Frankfurter Buchmesse 2019

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KenFM war auf der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt am Messestand der BUCHKOMPLIZEN. Die wichtigsten dort aufgezeichneten Interviews und Diskussionsrunden fassen wir in diesem KenFM-Spezial-Newsletter Frankfurter Buchmesse 2019 zusammen.

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KenFM-Newsletter 17/2019 – Kalenderwoche 40/2019

KenFM-Newsletter

Newsletter 17/2019
Kalenderwoche 40/2019

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Gefährder in Berlin — KenFm

Gefährder in Berlin

Ein Beitrag von Willy Wimmer.

Man hat sich fast daran gewöhnt, in der Berliner Republik angelsächsische Anwaltskanzleien, an die der deutsche Staat outgesourct worden ist, für Regierungshandeln zu halten. Früher, als die deutsche Presse noch nicht aus „journalistischen Netzwerken“ in der Art einer merkwürdigen Quersubventionierung öffentlich-rechtlicher und kommerzieller Medien bestand, hätte man über diesen dramatischen Qualitätsverlust das eine oder andere in den heutigen Inquisitionsmedien erfahren können. Das kann man sich heutzutage „abschminken“, wie der Blick in regierungskonforme Mainstream-Zeitungen jeden Tag deutlich macht.

Das hat sich in der deutschen Bevölkerung kaum herumgesprochen. Zu sehr ist man noch dem Endruck verhaftet, dass man weiter in einem Land lebt, in dem man älter geworden ist. Dabei wäre es hoch an der Zeit, sich mit den „Spin-Doktoren“ zu beschäftigen, deren Hauptaufgabe es nicht nur im Bundeskanzleramt ist, dem Volk etwas um den Bart zu schmieren, damit es überhaupt noch bei der Stange bleibt. Man versucht es mit allen Mitteln, wie die gängige Formulierung vom „Pack“ deutlich macht, mit der sich Vertreter der Staatsspitze dem Volk gegenüber einlassen. Letztes Beispiel ist der Herr Bundespräsident, der sich bei den polnischen Veranstaltungen in Warschau anläßlich des Krieges, der zwischen Deutschland und Polen am 1. September 1939 begann, nicht zu schade war, das Gedenken an alle Opfer des danach von Großbritannien und Frankreich ausgelösten Zweiten Weltkrieges vor den Karren polnischen Staatsverständnisses zu spannen, wie aus dem Text der Rede des deutschen Bundespräsidenten abzulesen ist. Den menschlichen Opfern ist der deutsche Bundespräsident dadurch in keinster Weise gerecht geworden, als er derer nicht gedachte, die aus den Völkern der damaligen Sowjetunion den höchsten Blutzoll entrichten mussten. Soll so in Europa und der Welt Versöhnung über den Gräbern entstehen? In der Vergangenheit hat man das in Polen anders gesehen und der Opfer dieser Völker nicht nur gedacht, sondern deren staatliche Repräsentanten eingeladen. Es ist diese signifikante Verschärfung des Verhaltens anderen Völkern gegenüber, die nichts anderes als einen schalen Geschmack von diesen Veranstaltungen in Warschau übrig lässt.

Ob es nun die tatsächliche Besorgnis des amerikanischen Präsidenten Trump wegen eines gewaltigen Tropensturms gewesen ist, die Reise nach Warschau abzusagen oder politische Klugheit vor weiterem Einvernehmen mit dem russischen Präsidenten Putin, das mag dahingestellt bleiben. Jedenfalls hat sich Präsident Trump nicht an Dingen und Abläufen beteiligt, deren man sich schämen muss. Vor allem dann, wenn der amerikanische Präsident am 9. Mai 2020 seine Referenz den Opfern aus der ehemaligen Sowjetunion in Moskau entbietet.

Dem deutschen Bundespräsidenten hätte es nicht nur angestanden, diejenigen in Warschau besonders hervorzuheben, denen der bereits in Versailles 1919 geplante weitere europäische Krieg, jede Zukunft genommen hatte. Es wird der Dauermakel an die Anschrift des Herrn Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin sein, „Versailles“ nicht gedacht zu haben. Dort legte blinder Hass gegen Deutschland, Österreich-Ungarn und zahlreiche andere Länder die Lunte für den Zweiten Weltkrieg. Aber nicht nur das. Man muss vor dem Hintergrund angelsächsischen Aufmarsches gegen die heutige Russische Föderation davon ausgehen, dass die angepeilte Vernichtung Deutschlands über zwei Weltkriege lediglich die Blaupause für den dritten europäischen Großkrieg darstellen soll. Von der Hand zu weisen ist das alleine deshalb nicht, weil es die allgemeine Erwartung bei der letzten amerikanischen Präsidentschaftwahl gewesen ist, bei einem Wahlsieg von Frau Clinton die Kanonen in Europa wieder donnern zu hören. Präsident Trump hat ausdrücklich vor der Wahl erklärt, für Frieden einzustehen und dieses Versprechen gegen den größten Widerstand in Washington bis heute einzuhalten. Es hätte dem Herrn Bundespräsidenten bei seiner Rede in Warschau doch einfallen müssen, wie widerlich es ist, wenn sich das offizielle Deutschland an der Staatsspitze so demonstrativ gegen den amerikanischen Präsidenten Trump stellt, wie dies durch die europäische Rädelführerin und deutsche Bundeskanzlerin geschieht. Konsequenzen aus dem Elend des Zweiten Weltkrieges? Absolute Fehlanzeige, weil sich Deutschland auf die Seite der amerikanischen Kräfte geschlagen hat, die einen Krieg gegen Russland oder die Vernichtung, wenn möglich, billigend in Kauf genommen haben.

Gerade nach der Suada des Herrn Bundespräsidenten gegen eine erfolgreiche deutsche politische Partei, stellen sich in diesem Zusammenhang zwei Fragen:
Wird seitens des deutschen Staatsspitze eine Innenpolitik betrieben, die nach dem Bibelwort den „Splitter im Auge des anderen sieht, den Balken im eigenen Auge aber übersieht?“ Wann hat sich die deutsche Politik derart „blitz-radikalisiert“, dass sie wesentliche Teile des verfassungsmäßigen Staatsverständnisses außer Kraft gesetzt hat und zur Bemäntelung dieses Umstandes jene Teile der Bevölkerung übel attakiert, die von ihren legitimen Rechten Gebrauch machen?

Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat vor Jahren darauf verwiesen, mit der deutschen Beteiligung am Krieg gegen Jugoslawien gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben. Bei diesem Krieg ist es nicht geblieben und der Missachtung des Völkerrechtes in der Charta der Vereinten Nationen auch nicht. Jeder kann sich im Grundgesetz, dem Soldatengesetz und dem Starfgesetzbuch davon überzeugen, welche Folgen das hat.

Das stört die obersten Verfassungsorgane nicht im geringsten. Zieht man so Konsequenzen aus dem Zweiten Weltkrieg, dass man heuzutage nach dem Standard des 1. September 1939 andere Länder mit Krieg und Vernichtung überzieht und regierungsseitig zu erkennen gibt, wie wenig einen das Völkerrecht anficht? Nicht anders verhält es sich mit der Unfähigkeit der Bundesregierung, hunderttausende Menschen ins Land gelassen zu haben, die darauf keinerlei Anrecht nach den nationalen und internationalen Regeln haben. Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Seehofer spach in diesem Zusammenhang von der „Herrschaft des Unrechts“. Der ehemalige Verteidigungsminister und hoch angesehene Rechtslehrer, Herr Professor Rupert Scholz sprach öffentlich vom „fortdauernden Verfassungsbruch“. Aus dem Umstand, dass derartige Aussagen bei den obersten Verfassungsorganen keine Schnapp-Atmung hervorruft, kann daraus geschlossen werden, dass es sich bei der deutschen Beteiligung an völkerrechtswidrigen Kriegen und dem Bruch der Verfassung in Anbetracht der Migration nach Deutschland um erklärte Regierungs- und Staatspolitik handelt.

Und dann geht der Herr Bundespräsident hin und spricht Millionen Wählern die Legitimation ab. Es ist nicht die Frage danach, ob die Große Koalition bis Weihnachen 2019 kommt. Es ist die Frage danach, ob Deutschland diese Staatsspitze überlebt.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildhinweis: shutterstock/360b

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KenFM-Newsletter 16/2019 – Kalenderwoche 38/2019

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Deutsche Konzerne und ihre Rohstoffgier in Brasilien — kenfm

Deutsche Konzerne und ihre Rohstoffgier in Brasilien

Von Andreas Grünwald.

Die Verantwortlichen für die Brandrodungen in Brasilien sitzen zu einem starken Anteil in Deutschland. Anstatt uns also weiterhin nur mit Horror-Bildern über die Brände im Amazonas Gebiet gegenseitig in Schrecken zu versetzen, wäre es jetzt also doch viel notwendiger sich mit den ökonomischen und politischen Hintergründen und vor allem auch mit der Rolle deutscher Politik und deutscher Monopolunternehmen betreffs der Vernichtung der südamerikanischen Regenwälder zu beschäftigen. Denn nicht nur dass diese an diesem Vernichtungsfeldzug einen starken Anteil haben, allein dadurch könnte doch auch so etwas wie eigene Handlungsperspektive entstehen. Sich indes in schrillen Tönen immer wieder nur und ausschließlich über die besondere Brutalität von Jair Bolsonaro aufzuregen, das ist zwar verständlich, aber es bringt nur wenig. Denn Bolsonaro ist doch nur der Bluthund, der gerade auch zum Nutzen des deutschen Industrie- und Monopolkapitals, wie auch des Monopolkapitals aus einigen anderen Ländern, dort vor Ort in Brasilien dann die Drecksarbeit verrichtet.

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Deutsche Konzerne und ihre Rohstoffgier in Brasilien

KenFM-Newsletter 15/2019 – Kalenderwoche 36/2019

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Newsletter 15/2019
Kalenderwoche 36/2019

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Tagesdosis 29.8.2019 – Greta, the greatest Missverständnis — kenfm

 

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Greta, the one and only, betrat nun schlussendlich gestern gegen 21:45 Uhr deutscher Zeit, bei Regen und Wind New Yorker Boden. Das Wetter wollte bei der bis ins Detail geplanten Inszenierung einfach nicht mitspielen. Der Spiegel wusste abends jedoch zu berichten, Zitat: Weder das schlechte Wetter noch der Sturm im Internet haben sie aufgehalten (1)

Bitte nicht, werden jetzt diverse Leser und Hörer denken. Warum schon wieder Zeit verschwenden, mit diesem Gör, bzw. lasst doch mal das Mädchen in Ruhe? Nun ja, dieses Kind, so würde ich sie schon noch bezeichnen, hat eine Funktion. Ob sie es selber schon schlussendlich wirklich realisiert hat, sei dahingestellt. Das einem Großteil der Bevölkerung, vor allem Kinder und Jugendlichen, die Hintergründe nicht bekannt, Ältere nicht wirklich interessiert, kann bei ähnlichen Phänomen beobachtet werden. Stichworte Rezo, Fridays For Future und Luisa Neubauer.

Befassen wir uns nun mit dem jetzt schon legendären Segeltörn, der Bootsfahrt von Greta Thunberg. Beginnen wir mit den freundlichen spontanen Sponsoren und Unterstützern ihrer vermeintlichen Idee.

Der unbekannte Strippenzieher im Hintergrund ist der Schwede Ingmar Rentzhog, der in den Medien als Entdecker von Greta Thunberg gilt. Dieser gründete 2017 eine Organisation mit dem Namen „We don`t have Time“. Natürlich eine Klima-Organisation. Auf seinem Linkedin-Account formuliert Rentzhog das Ziel, eine Plattform aufzubauen, „auf der sich Millionen von Mitgliedern zusammentun, um Druck auf Leader, Politiker und Unternehmen auszuüben, um für das Klima zu agieren“ (2). Im darauffolgenden Jahr sprach er zufällig ein Kind, mit einem Schild in der Hand an und war begeistert. Sie war nämlich eine Klimaaktivistin. Etwas spitzer formuliert, das Maskottchen war vermeintlich gefunden.

Rein zufällig landete das erste Video, das es von Greta gibt, auf dem YouTube Kanal von – „We don`t have Time“. Der Rest soweit bekannt, alle begeistert, vor allem die Eltern von Greta und speziell Ingmar Rentzhog. Im Oktober 2018 veröffentlichte die Organisation eine dreiseitige Erklärung mit dem schönen Titel: Questions and answers about We Don’t Have Time’s relationship with Greta Thunberg (3). Dort wird allen Skeptikern versichert, Zitat: Gretas Erfolg ist alles das Ergebnis ihrer eigenen Bemühungen.

Die weltweite Fangemeinde wollte es glauben und so durfte Greta sofort im Dezember 2018 samt Schild zum Klimagipfel in Kattowitz, Polen. Dort stellte sie zusammen mit Mårten Thorslund und Stuart Scott We don`t have Time vor. Thorslund ist Chief Marketing (CSO) von We Don’t Have Time und Scott einer der Direktoren der Stiftung. Das entsprechende Video ist verlinkt (4). Innerhalb von Wochen, wurde aus der einfachen Schülerin mit dem Schild, 15-jährig, die Profi-Aktivistin. Ein Talent?

Im gleichen Jahr präsentierte der Club of Rome in Schweden seinen Klimakrisenplan. Der Club of Rome kämpft für nachhaltige Entwicklung und setzt sich für den Schutz von Ökosystemen ein (5). In der Liste der Mitglieder findet sich neben vielen Wissenschaftlern auch Elisabeth „Liz“ Mohn, Chefin der Bertelsmann Stiftung. Aktueller Präsident des Club of Rome ist Mojib Latif, einer der bekanntesten Klimaforscher in Deutschland (6). Dieser unterstützt und fördert wiederum aktiv die Fridays for Future und die Scientist for Future-Bewegung. Moderiert wurde die Veranstaltung des Club of Rome in Schweden von – Ingmar Rentzhog (7).

Fast vergessen, nur alte Männer hier, dachte sich Greta und wen traf sie glücklicherweise im Dezember 2018 zufällig in Kattowitz? Richtig – Luisa Neubauer von Fridays For Future. Glauben sie nicht? Hat die selbst der Süddeutschen im Februar 2019 erzählt (8).

Kommen wir zurück zur Bootstour. Ein Boot der Superlative, finanziert von BMW, dessen Werbung auf Initiative von Thunberg für die Überfahrt übermalert wurde. Der zweite Sponsor ist die FÜRST ALBERT II. VON MONACO Foundation. Nicht überraschend eine Stiftung, deren internationales Engagement sich vor allem auf die Bereiche Klimawandel, Biodiversität und Wasserversorgung konzentriert (9). Zudem ist Prinz Albert Schirmherr von UNEP. UNEP ist wiederum das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Dem Ziel von Greta Thunberg’s Segeltrip (der Klimagipfel der Vereinten Nationen am 23. September in New York). Die Legende, das Boot sei im Besitz der Rothschilds, stimmt nur bis zum Jahr 2017. Nach Veränderungen am Schiff, gehört es seit 2019 dem Stuttgarter Immobilienunternehmer Gerhard Senft, der es für das Team Malizia erworben hat.

Das Team Malizia hat übrigens die Malizia Ocean Challenge entwickelt, ein Projekt, das Schülerinnen und Schüler für den Meeres- und Klimaschutz sensibilisiert. Begleitet wird das Projekt von der Lebensgefährtin des Chef-Skippers Boris Herrmann. Dieses Projekt steht, lt. eigenen Angaben, der Prinz Albert II. von Monaco Stiftung nahe (10). Bitte merken für später.

Wir haben gelernt, Greta ist eine Aktivistin, Sprecherin, Mahnerin, sie erläutert und erklärt. Sie kann auch drohen, aber kann sie dazu auch noch segeln? Mal eben so quer über den Atlantik? Kurz vor Start ließ sie via dem Magazin Stern zum Thema Seefestigkeit wissen, Zitat: Dann werde ich mich eben zwei Wochen lang übergeben (11). Nun findet sich ein Video des Investigativ-Journalisten Gerhard Wisnewski. Es trägt den schönen Titel, Zitat: Atlantik: Greta – verzweifelt gesucht (12). Wisnewski stellt Fragen, die sich abspalten einer gängigen Betrachtung. Er stellt Zusammenhänge her, wo andere sagen, so ein Blödsinn. Das macht die Sache aber so interessant.

Ja, sie ist an Bord gewesen bei der Abfahrt. Wisnewski stellt jedoch die nicht völlig abwegige Frage, ob Greta Thunberg wirklich für die komplette Dauer an Bord der Mailizia II war? Woran orientieren sich u.a. seine Mutmaßungen, bzw. seine Skepsis? Im Verlauf der Überfahrt gab es zwei Live-Interviews, von Bord mit den deutschen Medien. Einmal mit dem Morgenmagazin der ARD am 21.08.2019. Gute fünf Minuten plaudert die Moderatorin begeistert mit dem Chef-Skipper Boris Herrmann, um dann auf die all entscheidende Frage, wo denn Greta sei, zu hören bekommt – sie schläft (13). Tja, schlicht schlechtes Timing, liebes MoMa, oder? Am 23.08. kündigt Boris Herrmann selber auf seinem Twitter Account an, Zitat: Greta Thunberg live im Gespräch mit Hamburger Schülern (14). Das Hamburger Abendblatt weiß zu berichten: Mail, Talk und Video-Botschaft: Klimaschutz-Ikone Greta Thunberg und Skipper Boris Herrmann melden sich bei Hamburger Schülern. Für die Kinder der 5. Klasse der Stadtteilschule Stellingen war es eine ganz besondere Unterrichtsstunde. Sie konnten mit dem Hamburger Boris Herrmann an Bord telefonieren und sogar eine Video-Konferenz abhalten. Möglich gemacht hat das das „Malizia Ocean Challenge“ Projekt, das der Extrem-Segler zusammen mit Pierre Casiraghi und seiner Freundin Birte Lorenzen gegründet hat (15).

Die Fragen der Schüler wurden per Mail vorab gestellt und dann live beantwortet von – Boris Herrmann, weil Zitat: als große Überraschung am Schluss einen kleinen Videogruß der beiden von Bord. Greta selbst schlief um diese Zeit. Schon sehr hinderlich, diese Zeitverschiebungen, für Pressetermine.

Ja, es finden sich auf beiden Twitter Accounts, also von Herrmann und Thunberg, kleine Filmchen und Fotos von Bord der Mailizia II. Wellengang, Kniebeugen, viel Wind, vor allem gute Stimmung. Greta sei super, sei tapfer. Ich habe sie mir angesehen. Mir wurde beim Anblick des Wellengangs schon schlecht (16). Siehste, sagen jetzt die einen, sie war an Bord. Na und, sagen die anderen, kann man vorproduzieren. Nehmen wir den Account von Boris Herrmann, da Greta sich ja nicht die ganze Zeit selbst fotografieren konnte. Es gibt für den Zeitraum der Überfahrt 23 Bilder. Davon sieben mit Greta drauf, sechs wiederum davon sind Retweets von Gretas Twitter Account, also hat er ihr sie zur Verfügung gestellt. Nett nicht wahr. Sie hat immerhin 17 Bilder. Am 21. August sieht man sie dann mal zusammen, der Text dazu: Interview from the atlantic – live on German TV. Wurde aber am Tag geschossen, da sie ja später schlafen musste.

Ich überlasse es ihnen, eine Meinung dazu zu haben. Meine? Ich formuliere es so, es würde mich nicht wirklich wundern, wenn das alles einen riesigen Budenzauber darstellen würde.

Nähern wir uns dem Finale, der Ankunft, weil in New York muss sie ja auf dem Boot sein. Gestern um 19.54 Uhr meldete jedoch der Merkur, Zitat: Greta Thunberg: Kurz vor Ankunft in New York zu Zwischenstopp gezwungen. Nur wenige Kilometer vor ihrer Einfahrt nach New York hat die Segeljacht von Klimaaktivistin Greta Thunberg nach ihrer Atlantik-Überquerung einen Zwischenstopp eingelegt. „Wir sind vor Coney Island vor Anker gegangen – Zollabfertigung und Einwanderung“, schrieb Thunberg am Mittwoch bei Twitter (17).

Also bitte, Zollbestimmungen müssen schon sein. Warum jetzt nicht ein paar hundert Meter, sondern wenige Kilometer vor den ersten Kameras, Entschuldigung, begeisterten New Yorkern, wir wissen es nicht. Vielleicht Quarantänebestimmungen. Ich habe mir dann gestern Abend live die letzten drei Stunden dieser Soap über Live-Schaltungen angetan. Als die Skyline sichtbar wurde, tauchten erst drei, später mehrere Schlauchboote und Boote auf. Eins durfte an die Mailizia II andocken. Von Greta nichts zu sehen. Es war 18:40 Uhr deutscher Zeit. Reges Treiben zwischen der Mailizia II und dem Beiboot. Dann erkennt man sie. An Bord und dem Boot daneben, zeitweise 10 – 12 Personen. 19:15 Uhr, die Mailizia II nimmt Kurs auf North Cove Marina, dem Anlegepunkt. Es zieht sich elendig bis halb neun.

Start des Regiebuchs, der PR-Kampagne, den so dringend benötigten Bildern. Greta klettert bei voller Fahrt zur Bugseite. Alleine sitzt sie da, sie hat es geschafft. Später steht sie und Herrmann kommt zu ihr mit zwei Leuchtfackeln. Die Moderation der Live zugeschalteten Welt-Redaktion erklärte den Zuschauern warum Greta keine in die Hand nehmen wird – Feuerwerk schadet der Umwelt, käme nicht gut an bei Aktivisten. Hat sie wirklich gesagt.

Ich kürze ab. Wieviele erwarteten Greta? 5000, 50.000? Es waren vielleicht 500. Unmittelbar, sofort nach dem Anlegen muss Greta zu ihrer Pressekonferenz, unter einem Baum. Zuerst spricht Xiye Bastida (17 Jahre alt), die Organisatorin von Fridays For Future NYC. Neben ihr steht Alexandria Villaseñor (14 Jahre alt), auch Klimaaktivistin und Mitbegründerin der Earth Uprising Kampagne. Greta steht am Baum, sieht nicht müde aus, eher konzentriert. Dann ein kurzes Statement und Fragen zur Überfahrt, dem Amazonas (er sei der key to the crisis) und natürlich Donald Trump (er solle der Wissenschaft zuhören, aber das mache er wohl nicht). Der Mann von der Welt Redaktion weiß: nein, sie wird keinen Einfluß auf den US- Wahlkampf haben. Glück gehabt Donald.

Ich habe kaum zugehört. Ich hätte gerne Greta, als Vater einer Tochter, in den Arm genommen und ihr zugesprochen: Mäuseken, was machen die denn mit dir? Da hätte sie mich angekuckt und ernst gesprochen: Bernhard, es brennt, die Zeit läuft uns weg. Für Gefühle ist da keine Zeit. Du alter Mann kennst doch bestimmt The Who, My Generation (18) Wie heißt es da doch in der zweiten Strophe:

Warum verblasst ihr nicht alle. Und versucht nicht zu verstehen, was wir alle sagen. Ich versuche nicht, ein großes Aufsehen zu erregen. Ich rede nur über meine g-g-g-g-generation.

(Why don’t you all fade away (Talkin‘ ‚bout my generation)
And don’t try to dig what we all s-s-say (Talkin‘ ‚bout my generation)
I’m not trying to cause a big s-sensation (Talkin‘ ‚bout my generation)
I’m just talkin‘ ‚bout my g-g-g-generation (Talkin‘ ‚bout my generation)

Kurz vor ihrem Segeltörn rief Greta Thunberg im Mai diesen Jahres ihren Fans, Aktivisten und Mitbürgern zu, Zitat: „Massenhafter Widerstand“  Greta Thunberg ruft alle zum weltweiten Streik auf . Dieser Aufruf erfolgte in Deutschland über die seit der letzten Me, Myself & Media Ausgabe bekannten Stroer-T-Online Verbindung (19).

Lassen wir uns überraschen, was während ihres US-Aufenthalts noch so aus dem „We don`t have Time“-Hut gezaubert wird.

Quellen:

  1. https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/greta-thunberg-klimaaktivistin-segelt-in-15-tagen-nach-new-york-a-1283897.html
  2. http://www.science-skeptical.de/klimawandel/greta-thunberg-we-dont-have-time-ingmar-rentzhog-und-der-club-of-rome/0017988/
  3. https://docs.wedonthavetime.org/wdht/2019-02-10-questions-and-answers.pdf
  4. https://www.youtube.com/watch?v=hqlTtZ0UyFE
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Club_of_Rome
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Mojib_Latif
  7. http://www.science-skeptical.de/klimawandel/greta-thunberg-we-dont-have-time-ingmar-rentzhog-und-der-club-of-rome/0017988/
  8. https://www.sueddeutsche.de/politik/profil-luisa-neubauer-1.4326529
  9. https://www.baumev.de/News/7819/FrstAlbertIIvonMonaco.html
  10. https://segelreporter.com/panorama/pr-coup-boris-herrmann-nimmt-greta-thunberg-mit-ueber-den-atlantik/
  11. https://twitter.com/dpa/status/1161319467978285056
  12. https://www.youtube.com/watch?v=9OqDFTgXGy4
  13. https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/videos/schalte_greta_unterwegs_-100.html
  14. https://twitter.com/borisherrmann/status/1164850556067823618
  15. https://www.abendblatt.de/hamburg/article226862587/Greta-Thunberg-Live-Yacht-USA-Reise-2019-Atlantik-Vater-CO2-Ausstoss-Interview-Satellitentelefon-Klimaschutz-Trump.html?utm_source=Twitter&utm_medium=Social&utm_campaign=share&__pwh=lJQWg8VtgsnZVvYlJ%2Fxz4g%3D%3D
  16. https://twitter.com/GretaThunberg/status/1165647328793047041
  17. https://www.merkur.de/politik/greta-thunberg-usa-kurz-vor-ankunft-in-new-york-zu-zwischenstopp-gezwungen-zr-12914106.html
  18. https://www.youtube.com/watch?v=uswXI4fDYrM
  19. https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_85808896/greta-thunberg-ruft-alle-zum-weltweiten-streik-auf-fridays-for-future.html

Bildhinweis: YT – Sc PBS NewsHour

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Tagesdosis 30.8.2019 – Klimabetrug: Gerichtsurteil stürzt CO2-Papst vom Thron

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Für den weltberühmten US-Klimaforscher, Professor Michael Mann stellt das vor wenigen Tagen erfolgte Urteil einen tiefen Fall dar. Unter den Anhängern der CO2 –Glaubensgemeinschaft war er bisher der unbestrittene „Wissenschafts“-Guru. Mann war mit Sicherheit der „Goliath“ unter den CO2-Wissenschaftlern, wenn man das, was er gemacht hat, überhaupt „Wissenschaft“ nennen kann. Im Jahr 2001 war Manns Hockeyschläger-Diagramm aus seiner Studie von 1998 (1) prominent im dritten Bewertungsbericht des bei der UNO angesiedelten, sogenannten „Weltklimarats“ (IPCC) vorgestellt worden.

In dem IPCC-Bericht waren Manns „Forschungsergebnisse“, die man angesichts des aktuellen Gerichtsurteils gegen ihn nur noch in Anführungszeichen setzen kann, als wegweisend aufgenommen worden. Wenig später wurden sie vom IPCC auf das Podest der „unumstößlichen Wahrheit“ gehoben, und von der CO2-Glaubensgemeinschaft ähnlich aufgenommen, wie ein ex-cathedra Urteil des Papstes von tief religiösen Katholiken. Zugleich wurden sie zur Grundlage für sämtliche Folgearbeiten des IPCC. Das Fundament dieser „unumstößlichen Wahrheit“ ist nun durch das Urteil des Obersten Gerichtshofs der westkanadischen Provinz British Columbia gegen Prof. Mann zutiefst erschüttert worden.

Um die Bedeutung dieses Urteils besser einzuschätzen, bedarf es etwas mehr Hintergrund zum Thema. Wann immer die Anhänger der Lehre vom menschengemachten CO2 als alleiniger Verursacher der Erderwärmung in einer Diskussion in Argumentationsnot geraten, flüchten sie sich in den „wissenschaftlichen Konsens“, der in dieser Frage angeblich herrscht. Diese Behauptung stimmt zwar nicht, weil auch dieser „Konsens“ nur das Ergebnis von inzwischen belegten statistischen Manipulationen ist, aber die eigentliche Kritik muss sich hier gegen die totale Unwissenschaftlichkeit einer solchen Behauptung richten. Denn Wissenschaft ist keine Sache des Konsenses!

Ein wissenschaftlich korrekter Schluss liegt nur dann vor, wenn unter denselben Bedingungen, jederzeit von anderen Forschern vor der Öffentlichkeit identische Ergebnisse reproduziert werden können. Das hatte Einstein mal so erklärt: Wenn Tausende Wissenschaftler von dem Ergebnis X überzeugt sind, aber auch nur einer unter den oben genannten Bedingungen den Nachweis führt, dass X falsch ist, dann haben sich alle anderen geirrt. Wissenschaftlich korrekte Ergebnisse sind also keine Frage des Konsenses oder demokratischer Abstimmungen. Bei Letzterem allerdings sind – je nach klimapolitischer Ausrichtung – zwei plus zwei nur selten vier, sondern immer öfter drei oder fünf.

Ungeachtet der Tatsache, dass Wissenschaft vom Zweifel lebt, dass ohne Kritik und Widerspruch Fortschritt überhaupt nicht möglich ist, war der Weltklimarat (IPCC) nach 2001 nicht mehr an weiteren Forschungen über andere, mögliche Gründe für den Klimawandel interessiert. Die Lösung dafür hatten schließlich Prof. Mann und einige Gleichgesinnte mit der CO2-Antwort bereits geliefert.

Und diese Lösung hieß, dass der vom Menschen gemachte Anteil am CO2-Gehalt in der Luft an allem Schuld ist. Dabei beträgt der CO2 Anteil in der Luft etwa 0,04 Prozent und das vom Menschen gemachte CO2 ist gerade mal 0,038 Prozent der gesamten CO2. Das heißt: in zehn Tausend Einheiten Luft gibt es gerade mal 15 Einheiten vom Menschen gemachtes CO2. Und wenn der Anteil nun auf das Doppelte, also auf 30 Zehntausendstel ansteigen würde, dann wäre es laut der CO2-Weltuntergangsproheten das absolute Desaster.

Nachdem der Weltklimarat 2001 diese unverrückbare Wahrheit etabliert hatte, hat er sich seither nur noch mit Umweltstudien beschäftigt, z.B. welche soziologischen oder wirtschaftlichen Wirkungen die angeblich von Menschen gemachte Klimaerwärmung auf bestimmte Regionen in unterschiedlichen Ländern der Welt haben könnte. Übrigens, die Vorsitzenden des Weltklimarats waren bisher stets Ökonomen und nicht Naturwissenschaftler. Das könnte mit erklären, warum eine nach allen Richtungen offene Klimaforschung im eigentlichen Sinne des Wortes vom IPCC seit 2001 nicht mehr betrieben wird.

Umso mehr wuchs unter Klimaexperten die massive Kritik an Prof. Manns „CO2-Hockeyschläger“ und an der Politik des IPCC. In den etablierten Medien erfuhr man davon aber nichts. Denn die Kritiker fanden weder unter Politikern noch in der Bevölkerung Gehör. Vor allem die Masse der einfachen Menschen soll weiterhin mit CO2-Weltuntergangsszenarien für mehr finanzielle Opfer in Form von Abgaben und Steuern weichgeklopft werden. So wurde der Glauben an die vom Menschen gemachte katastrophale Erderwärmung zur weithin akzeptierten „Tatsache“.

All das könnte sich mit dem Urteil des kanadischen Gerichtes ändern. Aber worum geht es da eigentlich? Es fing mit einer recht harmlosen Klage wegen Beleidigung und übler Nachrede an, allerdings mit einem Streitwert von mehreren Millionen Dollar. Kläger war der weltberühmte Erfinder(!) des „Hockeyschläger Diagramms“ Prof. Mann von der staatlichen „Ken State University“ und der Beklagte war der international bekannte Klimaforscher Dr. Tim Ball, vormals Professor im Geography Department der Universität Winnipeg und weltbekannter Kritiker des „Hockeyschlägers“. Die Klage geht auf den 25. März 2011 zurück. Über einige juristische Zwischenstationen ist sie schließlich beim obersten Gerichtshof gelandet. Anlass war ein Interview, das Prof. Ball einem kanadischen Magazin gegeben hatte.

Aus der Anklageschrift geht hervor (2), dass Dr. Ball in einem Interview zum „Climategate“ Skandal von 2009 die angebliche „Beleidigung“ ausgesprochen habe. Mit Climategate sind die damals gehackten E-Mails der führenden „Klimaforscher“ gemeint, aus denen hervorging, wie sich die beim IPCC einflussreichsten „Wissenschaftler“ untereinander darüber abstimmten, mit welchen „statistischen Anpassungen“, mit welchen speziell getrimmten Computermodellen und welchen anderen Tricks die Daten manipuliert werden sollen, um zu den gewünschten Ergebnisse zu kommen.

Aus manchen Mails geht sogar hervor, wie verzweifelt „Forscher“ waren, wenn die tatsächlich gemessenen, rohen Klimawerte sich einfach nicht in das vorherbestimmte Ergebnis einfügen ließen. Aus anderen Emails wurde deutlich, wie sie sich absprachen, auf keinen Fall ihre Berechnungsmethoden und ihre rohen Daten zu veröffentlichen. Und ein weiterer Block von Emails zeigte, mit welchen Methoden sie systematisch auf Medien und vor allem auf wissenschaftliche Zeitschriften eingewirkt haben, nur ja keinen CO2-kritischen Wissenschaftlern eine Plattform für ihre Sicht der Dinge zu geben. Bei Zuwiderhandlung würde niemand aus dem Kreis der Erleuchteten, nämlich der IPCC akkreditierten CO2-Wissenschaftlern diesen Medien für weitere Interviews zur Verfügung stehen.

Bereits im Jahr 2003 hatte eine Studie der kanadischen University of Guelph in Ontario gezeigt (3), dass das „Hockeyschläger“ – Diagramm von Prof. Mann „in erster Linie ein Artefakt des schlechten Datenhandlings, veralteter Daten und falscher Berechnung der Hauptkomponenten ist.“ In der Zusammenfassung der Studie heißt es, dass z.B. die Schätzung der Temperaturen von 1400 bis 1980 Sammelfehler enthält, sowie nicht zu rechtfertigende Kürzung oder Extrapolation von Quelldaten, veraltete Daten, geografische Standortfehler, falsche Berechnung der Hauptkomponenten und andere Qualitätskontrollmängel.“

Nach der Fehlerberichtigung und unter Verwendung aktuellerer Daten ergab sich dann ein ganz anderes Bild für den Durchschnittstemperaturindex der nördlichen Hemisphäre, speziell für den Zeitraum von 1400 bis 1980. unter Verwendung korrigierter und aktualisierter Quelldaten.

Das wichtigste Ergebnis der Studie war, dass der Hockeyschläger von Prof. Mann verschwand. Denn die Kleine Eiszeit in der nördlichen Hemisphäre, die vom 12. bis Anfang des 18. Jahrhunderts dauerte, wurde im frühen 15. Jahrhundert von einer Wärmephase unterbrochen worden war. In dieser Periode lagen die Hitzewerte weit über den Ergebnissen des 20. Jahrhunderts. Und das geschah alles ohne vom Menschen gemachtes CO2.

Was sich damals nach Bekanntwerden der Emails und ihrer Echtheitsverifizierung als Riesenskandal abzeichnete, wurde von den Medien in relativ kurzer Zeit im Gedächtnisloch entsorgt. Zu groß und finanziell lukrativ war schon damals der Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten, zu vielversprechend waren die Aussicht auf einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung aus der Krise mit Hilfe eines CO2 getrieben Investitionsbooms zur Anpassung der volkswirtschaftlichen Struktur und zur verkehrstechnischen Umrüstung, zu einflussreich in Politik und Medien war bereits die Lobby all jener, die von dieser Entwicklung profitieren würden. So kam es den auch bei den offiziellen, staatlich eingesetzten Untersuchungskommissionen in den USA und Großbritannien, wo die Hauptübeltäter saßen – inklusive Prof. Mann -, so, wie es kommen musste.

Wie den meisten, politisch hoch brisanten Fällen üblich wurde mit Hilfe der personellen Zusammensetzung der Untersuchungskommissionen dafür gesorgt, dass die Termine verschleppt, Sachverhalte vor der Öffentlichkeit vertuscht und schließlich die ganze Sache eingestellt wurde. Hier bewahrheitete sich wieder der Satz: „Willst Du einen Skandal erfolgreich unter den Teppich kehren, dann gründe eine Untersuchungskommission“.

Auch an Prof. Manns eigener Pennsylvania State University hatte infolge von „Climategate“ eine oberflächliche akademische „Untersuchung“ stattgefunden (4). Wie zu erwarten hat die Universität dann am 3. Februar 2010 ihren Klima-Professor und Weltstar von allen Verfehlungen freigesprochen. Als Meister der politischen Manipulation behauptete Prof. Mann dann auch noch – fälschlicherweise – , die Nationale Akademie der Wissenschaften (NAS) habe bei seiner Arbeit nichts Ungewöhnliches gefunden: „ (5)… die Nationale Akademie der Wissenschaften bestätigte meine Forschungsergebnisse in einer umfassenden unabhängigen Übersicht, die im Juni 2006 veröffentlicht wurde.“

Der NAS-Bericht hat nichts dergleichen getan und tatsächlich alle wesentlichen Kritikpunkte einer anderen Gruppe von Hockey-Schläger-Kritikern (McIntyre & McKitrick und der Wegman-Bericht) bestätigt. So gab die NAS u.a. an, dass die Unsicherheiten in den Daten durch die Hockeyschlägermethode systematisch unterschätzt wurden (S. 107). Aber nun zurück zur Anklageschrift gegen Dr. Ball. Demnach wurde ihm im Interview folgende Frage gestellt: „Verschiedene Regierungen und akademische Behörden haben den „Climategate“ Skandal bisher weißgewaschen. Glauben Sie, dass noch irgendjemand wegen Betrugs strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wird?“

Darauf folgte Dr. Balls Antwort mit der Passage, die seinen Widersacher Dr. Mann dazu veranlasste, Anzeige zu erstatten:

„Unter den Generalstaatanwälten der US-Bundesstaaten gibt es Bewegung, um die Strafverfolgung in Gang zu bringen. Zum Beispiel Michael Mann von Penn State (University) sollte im State Pen (im Staatsgefängnis) sitzen und nicht in der Pen State Uni. Auch in England gibt es Untersuchungen, die durch drei Dinge ausgelöst wurden: Erstens, die Informationen, die diese Emails enthielten. Zweitens, die Vertuschung (des Skandals) durch die so genannten ‚Untersuchungskommissionen‘. Drittens, das komplette Versagen des Britischen Wetteramts, weil die Leute dort mit den Leuten, woher die Emails stammen, eng zusammen gearbeitet haben. Diese drei Sachen beschäftigen derzeit (2011) die Politiker. Wir werden noch viel mehr Untersuchungen sehen.“

Mit seiner letzten Feststellung war Dr. Ball allerdings viel zu optimistisch, denn die Politiker haben ebenso wie die Medien „Climategate“ schnellstmöglich begraben. Eine kurze und aber prägnante Darstellung des Skandals in englischer Sprache findet man hier. (6)

Letztendlich hat sich Dr. Mann mit dem von ihm selbst angeregten Gerichtsprozess selbst zum Krüppel geschossen. Offensichtlich hatte er aufgrund seiner Erfahrungen im IPCC zu sehr darauf vertraut, dass das Wort des weltberühmten Wissenschaftlers, des Erfinders des CO2-Hockeyschlägers, für bare Münze gehalten wird, und dass er dafür keine Beweise vorlegen muss. Das funktionierte zwar in der Politik und in seiner CO2-Glaubensgemeinde, aber nicht vor dem Obersten Gericht in British Columbia. Er wurde aufgefordert, seine rohen, unbehandelten Klimamessdaten vorzulegen, seine Methoden zur Datenanpassung aufzudecken, die handgefertigten Computer Programmen für die CO2-Modellierung transparent zu machen, etc. p.p.. Kurz, er wurde vom Gericht dazu aufgefordert, das wissenschaftliche Vorgehen bei seiner Arbeit zu belegen. Und das hat er nicht getan!

Dr. Mann schlug alle Ermahnungen des Gerichts in den Wind und weigerte sich bis zuletzt zu belegen, dass er wissenschaftlich gearbeitet hat. Für das Gericht gab es keinen einleuchtenden Grund dafür. Denn unter Wissenschaftlern ist es die natürlichste Sache der Welt die rohen Daten und die Arbeitsmethoden mit anderen Kollegen zu teilen, wenn man nicht gerade an einer Patententwicklung arbeitet. Aber auch das konnte Dr. Mann unmöglich geltend machen, da es sowas in der Klimawissenschaft (noch) nicht gibt. Obwohl ihm schließlich klar war, dass seine Weigerung seine Daten und Methoden herauszugeben, dem angeklagten Dr. Ball Recht geben würde und dass dies ihn selbst Millionen Dollar kosten würde, zog er es vor, die finanziellen Kosten auf sich zu nehmen.

Dr. Manns Totalverweigerung ließ auch für das Gericht nur den Schluss zu, das die Hockeyschläger-Daten manipuliert und gefälscht sind. Denn wenn Dr. Mann sie herausgerückt hätte, wäre das der materielle Beweis für kriminellen Betrug gewesen und wegen der gigantischen Höhe des so angerichteten Schadens wäre womöglich bis zu seinem Lebensende von der Pen State University in den State Pen gewandert. Da zahlte er doch lieber ein paar Millionen Dollar für alle Gerichtskosten sowie die Kosten von Dr. Ball und blieb dafür in Freiheit. Zumindest vorerst.

Da dieses Urteil lediglich in einem Zivilprozess erfolgt ist, ist nun zu hoffen, dass endlich nach all den Jahren ein Kriminalprozess folgt, nicht nur gegen Dr. Mann, sondern auch gegen seine Komplizen. Da sie den kriminellen Klimabetrug, der mit gigantischen Kosten für die Wirtschaft und Gesellschaft einhergeht, bis heute fortgeführt haben, stehen die Chancen gut, dass eine Verjährung nicht eingetreten ist. So besteht die berechtigte Hoffnung, dass unter den veränderten politischen Bedingungen wenigsten in den USA die Beteiligten an dieser betrügerischen Klimaverschwörung sich doch noch vor einem Kriminalgericht verantworten müssen.

Vor allem Donald Trump hat noch eine Rechnung mit Prof. Mann offen. Der hatte nach seiner Wahl zur Rebellion gegen den neuen US-Präsidenten aufgerufen. Mit dem Einzug Trumps ins Weiße Haus seien die USA „ganz und gar ins Irrenhaus eingezogen, in dem der Präsident haarsträubende Attacken gegen die Wissenschaft reitet.“ Inzwischen gibt es bereits Anzeichen, dass Präsident Trump eine kriminelle Untersuchung gegen den nicht länger „weltweit führenden Wissenschaftler des Klimawandels“ einleiten will.

In der Tat haben sich nicht nur die Mainstream Medien, sondern viele Hundert nachfolgende Klimastudien auf Manns Ergebnisse blind verlassen. Der Ruf von Mann war derart, dass die meisten Klimaforscher nur seine und keine andere Grafik akzeptierten, ein typisches Beispiel für das Gruppendenken (groupthink)(7) bzw. für den oft zitierten „Klima-Konsens“.

Dr. Ball warnt seit langen Jahren davor, dass, wenn die Welt hinter die Geheimnistuerei von Prof. Mann und seinen Komplizen schauen dürfte, sie schockiert sein würde, wie korrupt und eigennützig diese „Wissenschaftler“ sind, die an der Spitze der Fake-Kampagne von der Menschengemachten globalen Erwärmung stehen.

Quellen:

  1. https://www.nature.com/articles/33859.epdf?referrer_access_token=UcQMRAUPUscPRGtZ_nmN0tRgN0jAjWel9jnR3ZoTv0PIU6928D7U3LQJxug20QYL9ESIIW5WxXKIhZdkFHPvJyCgGXYnBzO2iiIqbRp1deponI44NSXsWPHevD1owOCzy-M7seCPmAtP9uptNzLwM0cPBtAqbyWTRLYziB4QAcNUZppYicirN1qvEePdK7PXfPV0rWC3s1R_r-yu5jgaARXTHsmrZypQ4t2zgUOLblqSL4dO3ayXicSrBFhH94ERlk4rGXq0DDsogNi_Vg4Asw%253D%253D&tracking_referrer=blogs.scientificamerican.com
  2. https://www.desmogblog.com/sites/beta.desmogblog.com/files/Mann-Ball%20Libel%20Claim.pdf
  3. http://www.uoguelph.ca/~rmckitri/research/MM03.pdf
  4. https://www.theguardian.com/environment/2010/feb/03/climate-scientist-michael-mann
  5. https://hockeyschtick.blogspot.com/2011/03/there-he-goes-again-mann-claims-his.html
  6. https://www.telegraph.co.uk/comment/columnists/christopherbooker/6679082/Climate-change-this-is-the-worst-scientific-scandal-of-our-generation.html
  7. https://en.wikipedia.org/wiki/Groupthink

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Bildquelle: SNeG17/Shutterstock

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