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Die Welt hinter Facebook und Co.

“Ich mach‘ mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt …”
“Löschen!”, “Ignorieren!”, “Löschen!” – das ist die Formel dieser neuen Pippi-Langstrumpf Welt, die Hans Block und Moritz Riesewieck in ihrem gefeierten Dokumentarfilm “The Cleaners” sichtbar machen. Ihr Film erzählt die Geschichte einer gigantischen Schattenindustrie, in der digitale Zensur und Ideologien das bestimmen, was wir Nutzer von Sozialen Medien als Realität wahrnehmen. Es geht hierbei um viel mehr, als bloße Filterblasen. Wir haben die beiden Filmemacher interviewt!
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https://blog.mozilla.org/berlin/ich-mach-mir-die-welt-widdewidde-wie-sie-mir-gefaellt/

Guten Tag!

 

Einladung zum kostenlosen Kurzfilmfestival „Terms of Service“

Kurzfilme über Dich, mich und das Internet.
Die digitale Welt ist längst kein abgeschlossener Raum mehr. Online ist offline ist online. Wer sind wir eigentlich in dieser omnidigitalen Welt?

Am 9. November 2018 veranstalten Mozilla und Rooftop Films NYC ab 19:00 Uhr in der Berliner VILLA NEUKÖLLN den Kurzfilmabend „Terms of Service“, um genau diesen Fragen nachzugehen.

Kostenlos mit Anmeldung. Sag es weiter!

JETZT ANMELDEN

https://www.rooftopfilms.com/event/terms-of-service-berlin/

Für alle die nicht kommen können: Hier ein Film aus dem Programm. Call of the Wild von Neozoon!

Und bald auf dem Blog eine Zusammenfassung von allen Filmen!

Ihre Hilfe wird für die Rettung des offenen Internets benötigt

Aus tiefstem Respekt vor der Privatsphäre seiner Nutzer setzt Mozilla täglich seine einzigartige, globale Reichweite ein, um Offenheit, Sicherheit, Inklusion und Dezentralisierung im Internet voranzutreiben.

Ihre Spenden sind maßgeblich für diese globale Bewegung; wollen Sie heute noch etwas beisteuern?

https://donate.mozilla.org/de/

Ja, ich werde einen Betrag spenden.

Facebook steht unter Beschuss!

Hallo ,

in nur wenigen Tagen haben über 20 000 Menschen eine Petition unterschrieben, die Facebook dazu anhält, umgehend die Verwendung von Telefonnummern, die für die Zwei-Faktor-Authentifizierung gedacht waren, für Werbezwecke zu unterlassen. Facebook spürt diesen Widerstand; helfen auch Sie, den Druck aufrecht zu erhalten, damit Facebook die Privatsphäre seiner Nutzer wieder respektiert.

Möchten Sie nicht auch Ihren Namen der Liste noch heute hinzufügen?

Ja, ich werde mich der Liste anschließen.

https://foundation.mozilla.org/de/campaigns/enoughisenough/


Liebe Freunde,

Facebook hat gerade zugegeben, dass es Telefonnummern, die Nutzer als Teil einer Sicherheitsfrage zum Datenschutz angegeben haben, dazu genutzt hat, diesen Nutzern Werbung zu präsentieren.

Dies ist (wieder einmal!) ein großer Vertrauensbruch von Facebook. Er schadet auch nicht nur Facebook selbst – er untergräbt auch das Vertrauen in eine wichtige Sicherheitsfunktion, die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die im ganzen Internet zum Schutz sensibler Daten genutzt wird. Das ist nicht akzeptabel.

Facebook hat zuvor schon auf Druck der Öffentlichkeit mit Änderung seiner Praktiken reagiert. Daher bitten wir Sie, eine Petition zu unterzeichnen, die Facebook auffordert, ab sofort keine Telefonnummern zur Zwei-Faktor-Authentifizierung mehr zu gezielten Werbezwecken zu nutzen.

Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Facebook das Vertrauen der Menschen verletzt, die seine Dienste als Kontaktmöglichkeit mit Freunden und Verwandten nutzen. Es reicht.

https://foundation.mozilla.org/de/campaigns/enoughisenough/

Petition unterzeichnen

Im Namen des Mozilla-Teams

Sara

PS: Können Sie anderen Menschen von dieser Petition erzählen, indem Sie ihnen diese E-Mail weiterleiten? Je mehr Unterschriften wir sammeln, desto wahrscheinlicher ist es, dass Facebook dieses furchtbare Vorgehen ändert.

 

Unsere Theorie der Veränderungen – und warum wir um Ihre Unterstützung bitten

Guten Tag ,

wir haben heute die folgende neue Strategie an unsere aktuellen Spender geschickt und ich möchte sie auch Ihnen weitergeben. Ich hoffe, Sie lesen sie und wenn unsere Arbeit Sie inspiriert, spenden Sie vielleicht heute an die Mozilla Foundation.

https://donate.mozilla.org/de/

Wir befinden uns in einem entscheidenden Moment, denn die Themen, für die wir kämpfen, werden immer aktueller. Wir sind in einer einzigartigen Position, um Veränderungen zu bewirken – für ein gesünderes und offeneres Internet, das Datenschutz und Sicherheit aller Nutzer respektiert. Aber das schaffen wir nicht ohne Ihre Hilfe, daher hoffe ich auf Ihre Unterstützung.

https://donate.mozilla.org/de/

Jetzt spenden

Vielen Dank.

Beste Grüße

Mark Surman, Geschäftsführer
Mozilla Foundation


Wir alle bei Mozilla sagen… VIELEN DANK!
Lieber Freund,

willkommen zurück aus dem Sommer! (Oder Winter, für die Bewohner der Südhalbkugel.)

Wir blicken bisher auf ein großartiges Jahr zurück, denn wir haben Facebook und Amazon für ihren Umgang mit Daten zurechtgewiesen, haben unsichere vernetzte Spielzeuge aus dem Handel entfernt und haben in immer mehr Ländern effektive Datenschutzgesetze.

Aber nicht alles in Sachen Internetgesundheit ist rosig – in letzter Zeit wird es immer verrückter, und die Aufmerksamkeit dafür steigt. Auf Twitter oder Nachrichten-Websites in den USA liest man ständig über ernste Geschichten von Wahl-Hacking. Und Falschinformationen sind nur eines von zunehmend ernsten Themen – in Wirklichkeit und der öffentlichen Wahrnehmung.

Die Themen, über die Mozilla, unsere Verbündeten und unsere Gemeinschaft seit fast zwei Jahrzehnten sprechen, sind dringend und weithin bekannt geworden.

Für uns ist dies der Moment, uns einzumischen.

https://www.linuxjournal.com/content/what-point-mozilla

Glyn Moody schrieb kürzlich im Linux Journal, „Mozilla ist wahrscheinlich die einzige Organisation, die das glaubwürdig schaffen kann. Sie muss ihre bereits ausgeprägte Arbeit in der Interessenvertretung noch intensiver und breiter gestalten – zum Wohle der Allgemeinheit und ihrer eigenen Daseinsberechtigung.“ Und daran arbeiten wir.

Wir nutzen den Begriff „Internetgesundheit“, um Menschen zusammenzubringen und uns mit aktuellen Themen zu befassen und sie anzupacken. Wir haben eine Gruppe von Gleichgesinnten versammelt, die unseren Verbündeten bei der Verteidigung von Menschenrechten helfen und dem Geheimdienstausschuss des US-Senats die Bereiche Algorithmen und Cybersicherheit erklären, wo es um zunehmende Falschinformationen geht. Die Öffentlichkeit nimmt die Technologieunternehmen in den Blick und beginnt, Fragen zu stellen, und wir bieten den Menschen eine Möglichkeit, diese Unternehmen zu Änderungen an ihren Produkten aufzufordern. Wir haben in fast allen Fällen gewonnen.

Wir bleiben auf Kurs: Wir konzentrieren uns auf die aktuellen Themen, finden noch mehr Verbündete, mit denen wir arbeiten, und verbessern die Programme, die wir in den letzten Jahren entwickelt haben.

Ich bin sehr stolz auf das Team, die Programme und die Gemeinschaft, die wir dabei aufgebaut haben. Sie sind ein wesentlicher Teil dieser Gemeinschaft. Gemeinsam sind wir zur rechten Zeit am rechten Ort.

Das war’s. Es sind verrückte Zeiten. Und wir haben gute Chancen. Wir sind gut aufgestellt. Machen wir weiter. Ganz einfach, oder? 🙂

Ich freue mich darauf, mit Ihnen allen dabei zusammenzuarbeiten.

Einen schönen September…

Mark Surman
Geschäftsführer
Mozilla Foundation

So gewinnen wir (in Sachen Urheberrecht)

Die MdEPs stimmen nächste Woche in der EU-Plenarsitzung über die neuen Urheberrechtsentwürfe ab.

Anrufen

https://changecopyright.org/de/

Guten Tag

die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmen nächste Woche darüber ab, ob sie die neuen Urheberrechtsentwürfe annehmen oder ablehnen sollen, die dem offenen Internet in Europa einen schweren Schlag versetzen könnten.

Anfang des Jahres hat die große Graswurzelbewegung von Menschen dazu geführt, dass die MdEPs auf die Stimme der Bevölkerung gehört und gegen Vorschläge gestimmt haben, die dazu geführt hätten, dass Unternehmen die Macht bekommen zu entscheiden, was wir im Internet mit unseren eigenen Inhalten tun oder nicht tun können.

Jetzt brauchen wir erneut Ihre Hilfe.

Anrufe von Wählern sind den MdEPs sehr wichtig. Wir planen daher, eine Gruppe wichtiger MdEPs zu kontaktieren – und möchten wissen, ob Sie auch kurz anrufen möchten.

Wir haben ein kostenloses Anrufprogramm entwickelt — Sie müssen nur Ihre Telefonnummer eintragen, dann rufen wir Sie an, verbinden Sie mit einem MdEP und zeigen Ihnen, was Sie sagen können.

https://changecopyright.org/de/

Anrufen

Rufen Sie jetzt ein MdEP an.

Wir müssen jetzt gemeinsam handeln.

Wenn MdEPs in den nächsten Tagen genug von uns hören, verzichten sie vielleicht auf das Übernehmen dieser gefährlichen Änderungsvorschläge an ihren Urheberrechtsplänen.

Also, machen Sie mit?

Danke für Ihre Hilfe beim Schutz des freien und offenen Internets

Jon und das Mozilla-Team

 

Mozilla Berlin

Die heißeste Währung im Internet – Deine Aufmerksamkeit

von Katharina Nocun

Viele Menschen sind dankbar dafür, Dienste wie Facebook kostenlos nutzen zu können. Doch streng genommen sind wir eigentlich diejenigen, die dafür bezahlt werden sollten. Im ersten Quartal 2018 erwirtschaftete Facebook mit jedem Nutzer aus Nordamerika im Schnitt rund 23 US-Dollar Umsatz. Facebook verdient damit zumindest an einigen Nutzern mehr, als diese für ihr Netflix-Abo zahlen. Fast 5 Milliarden US-Dollar fuhr das Unternehmen im ersten Quartal 2018 ein – aller Skandale zum Trotz. Seinen ungebrochenen finanziellen Erfolg verdankt Facebook vor allem der geschickten Vermarktung der knappsten Ressource des Internets: dem Zugang zu unserer Aufmerksamkeit.

Personalisierte Werbung wirkt – ob wir wollen oder nicht

Viele der meistgenutzten Online-Dienste sind werbefinanziert. Werbekunden kaufen sich bei unserem Newsfeed und unserem Instagram-Stream ein oder zahlen für eine Top-Platzierung in den Google-Suchergebnissen. Längst nicht alle Nutzer sind sich dessen bewusst. Das gilt vor allem für Kinder und Jugendliche. Eine Umfrage der britischen Aufsichtsbehörde Ofcom aus dem Jahr 2017 zeigte, dass nur 43 Prozent der befragten 12-15-Jährigen wissen, dass es sich bei den ersten Treffern einer Google-Suche meist um bezahlte Anzeigen handelt. Nur die Hälfte gibt an zu wissen, wie personalisierte Werbung funktioniert und wie sich Google oder YouTube finanzieren. Solche Zahlen sind ein Grund zur Sorge. Denn nur wer begreift, wie ein Geschäftsmodell funktioniert, versteht seine Rolle darin. Und nur wer seine Rolle kennt, kann überhaupt anfangen, diese kritisch zu hinterfragen.

Wer erst einmal verinnerlicht hat, dass Aufmerksamkeit die knappe Ressource des Internets ist, sieht viele Zusammenhänge mit anderen Augen. So liegt es etwa in der Natur werbefinanzierter Netzwerke, dass sie ein großes Interesse daran haben, ihre Nutzer möglichst umfassend zu durchleuchten. Schließlich lässt sich unsere Aufmerksamkeit umso effektiver vermarkten, je stärker Werbung an unsere Interessen anknüpfen kann. Eine britisch-amerikanische Studie aus dem Jahr 2017 bestätigte eindrucksvoll, wie groß der Effekt psychologischen Targetings bei Facebook-Werbung sein kann. Im Rahmen eines Experiments wurden rund 3,5 Millionen weibliche Facebook-Nutzer anhand eines einzigen Likes in die Kategorien “introvertiert” oder “extrovertiert” sortiert. Je nach psychologischem Profil wurde anschließend eine an die Versuchsgruppe ausgespielte Facebook-Werbung entweder mit einer schüchtern in den Spiegel blickenden oder einer wild tanzenden Frau bebildert. Beide Anzeigen warben dabei für das gleiche Kosmetikprodukt. Das Ergebnis der Studie spricht für sich: Die personalisierten Anzeigen bekamen bis zu 40 Prozent mehr Klicks und führten zu fast doppelt so vielen Kaufabschlüssen. Und das wohlgemerkt nur anhand der Informationen aus einem einzigen „Like“.

Wie Unternehmen Milliarden damit verdienen, uns abzulenken

Auswirkungen auf das Produktdesign unserer Dienste

Wenn die Werbeeinnahmen umso heftiger sprudeln, je länger Nutzer auf der Plattform unterwegs sind, dann kann sich das sogar auf grundlegende Design-Entscheidungen auswirken. Wer allein auf die Werbeeinnahmen schaut, wird versuchen, Nutzer möglichst lange auf der Plattform zu halten. Man kann es noch drastischer formulieren: Es lohnt sich, seine Nutzer gezielt abzulenken oder sie gar abhängig zu machen. Betreiber werbefinanzierter sozialer Netzwerke haben einen finanziellen Anreiz, unseren Newsfeed zu manipulieren. Wenn uns Inhalte bevorzugt angezeigt werden, auf die wir mit hoher Wahrscheinlichkeit klicken, steigert dies die Einnahmen. Unsere Timeline und unser Newsfeed werden heute bei vielen Plattformen nach Kriterien vorgefiltert, die wir weder kennen noch beeinflussen können. Dabei gibt es guten Grund kritisch zu hinterfragen, welche Folgen solche Manipulationen schon heute auf die öffentliche Meinungsbildung haben.

Wir haben uns an die Nebenwirkungen werbefinanzierter Geschäftsmodelle so sehr gewöhnt, dass viele Nutzer sie bereits als geradezu alternativlos wahrnehmen. Doch irren wir uns da nicht gewaltig? Gäbe es nicht gerade wegen dieser Probleme gute Gründe, über Alternativmodelle nachzudenken? Um zu überlegen, wie ein „sozialeres“ soziales Netzwerk aussehen könnte, lohnt es sich, für einen Moment die Brille der Aufmerksamkeitsökonomie abzusetzen und ein Gedankenexperiment zu wagen: Wie würde eigentlich ein soziales Netzwerk aussehen, das nicht der Werbe-Logik folgt?

Katharina Nocun Social Media Aufmerksamkeits Ökonomie

Alternativen zur Werbe-Logik: Weniger Bevormundung

Ein soziales Netzwerk, das nicht durch Werbung finanziert wäre, dürfte sich in vielerlei Hinsicht vom Status quo unterscheiden. Das fängt schon beim Datenschutz an. Ohne personalisierte Werbung würde der größte Treiber für exzessives Tracking der Nutzer wegfallen. Es wäre dann vielleicht nicht mehr notwendig, sich als Nutzer mühsam durch kryptische Privatsphäre-Einstellungen klicken zu müssen, um das Schlimmste zu verhindern. Datenschutzfreundliche Standardeinstellungen hätten bessere Chancen sich durchzusetzen. Denn für die Verbesserung des Dienstes würden an vielen Stellen bereits anonymisierte Datenerhebungen reichen.

Derzeit bevormundet der Newsfeed-Algorithmus von Facebook seine Nutzer, indem er bevorzugt Inhalte anzeigt, von denen die Plattform meint, dass sie uns interessieren. Doch wie sähe unser Newsfeed eigentlich aus, wenn wir selbst entscheiden könnten, was wir sehen wollen – und was nicht? Manch einer will vielleicht gar nicht, dass alte Kontakte herunter gerankt werden, nur weil man mit ihnen selten interagiert. Wenn ein Mensch im Urlaub verstärkt auf seichte Kost wie Sport und Promi-News klickt heißt das noch lange nicht, dass er auch nach der Auszeit schwere Kost meiden will. Nur weil ein politischer Konflikt weniger öffentliche Aufmerksamkeit bekommt, heißt das noch lange nicht, dass er mich nicht trotzdem interessiert. Gar nicht so wenige Nutzer wünschen sich übrigens gar keine neuen intelligenten Filter-Algorithmen sondern die ganz altmodische chronologische Anzeige aller abonnierten Posts zurück. Ohne werbefinanziertes Modell gäbe es keinen triftigen Grund, warum die Nutzer ihre Filter nicht individuell bestimmen können sollten.

So gerne wir das Smartphone auch nutzen – auf nervige Benachrichtigungen und Apps mit eingebautem Sucht-Faktor würde so mancher gerne verzichten. Was würde eigentlich gegen ein Design sozialer Netzwerke sprechen, das uns dazu animiert, eine Plattform effizienter zu nutzen, statt möglichst viel Zeit damit zu vertrödeln? Wer einen Hang zur Prokrastination hat, könnte sich einen Filter gegen Ablenkungen einstellen (z. B. keine lustigen Tiervideos und Serien-Tipps mehr). Wer sich abgewöhnen möchte, den Account ständig zu checken, kann eine Zeitschaltung einrichten, die den Zugriff erst nach Feierabend erlaubt. Was spricht eigentlich dagegen anzuzeigen, wie viel Zeit ich heute schon auf der Plattform verbracht habe? Und warum muss man nach Einrichtung eines neuen Accounts erst einmal dutzende nervige Benachrichtigungen abstellen? Technisch wären solche Umstellungen kein Problem. Seine Nutzer dazu zu animieren, ihre Aufmerksamkeit lieber anderen Dingen zuzuwenden, passt nur leider überhaupt nicht zum werbefinanzierten Geschäftsmodell von Facebook.

Facebook hat ein strukturelles Problem

Das Gedankenexperiment macht vor allem eines deutlich: Viele Probleme werbefinanzierter Plattformen liegen zumindest zum Teil auch im Geschäftsmodell begründet. Facebook wird niemals das bestmögliche soziale Netzwerk sein, das die Menschheit verdient hätte. Das Ziel der Gewinnmaximierung steht im Konflikt zu wesentlichen Interessen der Nutzer. Zwar ist richtig, dass jeder Nutzer die Wahl hat, welche Dienste er in sein Leben lassen will. Wir alle müssen uns Abwehrstrategien gegen das aggressive Werben um unsere Aufmerksamkeit aneignen. Allerdings wäre es wünschenswert, wenn uns diejenigen Dienste, die einen großen Platz im Leben von hunderten Millionen Menschen einnehmen, mehr Selbstbestimmung in Bezug auf unsere Aufmerksamkeitspräferenzen erlauben würden. Und zwar auch, wenn das bedeutet, dass dadurch der Gewinn geschmälert wird.

Übrigens: Die Aufmerksamkeitsökonomie ist Schwerpunkt der neuesten Folge des Mozilla-Podcasts „IRL“. Wenn ihr mehr zum Thema erfahren wollt, solltet ihr unbedingt hier reinhören. Es lohnt sich!

JETZT HÖREN

[Der Podcast ist auf Englisch]

 

Deine Aufmerksamkeit ist die heißeste Währung im Internet

Alle wollen Deine Aufmerksamkeit
Kennst Du schon die neueste heiße Währung, mit der man überall dealt (und nein, wir sprechen nicht über Bitcoin)? Wir sprechen über Deine Aufmerksamkeit und was sie im Internet wert ist.

Erfahre jetzt mehr im neuen Blogpost.

JETZT LESEN

https://blog.mozilla.org/berlin/die-heisseste-waehrung-im-internet-deine-aufmerksamkeit/

Neues zum Thema: Eine kurze Nachricht mit der Bitte um Unterstützung 💗

Guten Tag, ich wollte nur sichergehen, dass Sie diese Nachricht vom Freitag bekommen haben. Wir planen für die zweite Jahreshälfte ehrgeizige Kampagnen und hoffen auf Ihre Unterstützung. Spenden Sie heute an Mozilla?

https://donate.mozilla.org/de/

Vielen Dank!
Ashley

(Ursprüngliche Nachricht folgt)


Mozilla glaubt, dass das Internet eine weltweite, öffentliche Ressource ist, die für alle offen und zugänglich bleiben muss. Wenn Sie das genauso sehen, können Sie dann heute an Mozilla spenden?

Ja, ich spende

Guten Tag Sylvia,

ich fasse mich kurz, weil ich weiß, dass Sie Besseres zu tun haben, als den ganzen Tag E-Mails zu lesen.

Sehen Sie sich an, was unsere Gemeinschaft im vergangenen Jahr gemeinsam erreicht hat:

  • Wir haben Facebook zur Verantwortung gezogen, als sie sorglos mit den Daten von über 87 Millionen Nutzern umgegangen sind.
  • Wir haben Target, Amazon und Walmart dazu gebracht, ein Spielzeug für kleine Kinder – Cloudpets – mit bekannten Sicherheitsproblemen nicht mehr zu verkaufen.
  • Wir haben Amazon zur Verantwortung gezogen, als sie Alexa for Kids entwickelt haben, ohne den Eltern zu sagen, wie sie die über die Kinder gesammelten Daten schützen.
  • Wir haben geholfen, Tausende von Bürgern in der EU dazu zu bringen, ihre Abgeordneten des Europäischen Parlaments zu kontaktieren – und sie so dazu gebracht, einen katastrophalen Gesetzesentwurf zur Urheberrechtsreform zu stoppen.

Wir wachsen, werden besser und sorgen für echte Veränderungen. Gemeinsam schaffen wir noch mehr. Dies ist möglich, weil Menschen wie Sie an unseren Kampagnen teilnehmen und uns mit Ihren Spenden unterstützen.

Ich bitte Sie jetzt um Geld. Wenn jeder, der diese Nachricht liest, nur den Preis einer Tasse Kaffee spenden würde, wäre unser Spendensammelziel für 2018 in nur wenigen Stunden erreicht.

https://donate.mozilla.org/de/

Jetzt spenden

Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre Unterstützung!

Ashley Boyd
Vice President, Advocacy
Mozilla

 

Eine kurze Nachricht mit der Bitte um Unterstützung

Ich fasse mich kurz, weil ich weiß, dass Sie Besseres zu tun haben, als den ganzen Tag E-Mails zu lesen.

Sehen Sie sich an, was unsere Gemeinschaft im vergangenen Jahr gemeinsam erreicht hat:

  • Wir haben Facebook zur Verantwortung gezogen, als sie sorglos mit den Daten von über 87 Millionen Nutzern umgegangen sind.
  • Wir haben Target, Amazon und Walmart dazu gebracht, ein Spielzeug für kleine Kinder – Cloudpets – mit bekannten Sicherheitsproblemen nicht mehr zu verkaufen.
  • Wir haben Amazon zur Verantwortung gezogen, als sie Alexa for Kids entwickelt haben, ohne den Eltern zu sagen, wie sie die über die Kinder gesammelten Daten schützen.
  • Wir haben geholfen, Tausende von Bürgern in der EU dazu zu bringen, ihre Abgeordneten des Europäischen Parlaments zu kontaktieren – und sie so dazu gebracht, einen katastrophalen Gesetzesentwurf zur Urheberrechtsreform zu stoppen.

Wir wachsen, werden besser und sorgen für echte Veränderungen. Gemeinsam schaffen wir noch mehr. Dies ist möglich, weil Menschen wie Sie an unseren Kampagnen teilnehmen und uns mit Ihren Spenden unterstützen.

Ich bitte Sie jetzt um Geld. Wenn jeder, der diese Nachricht liest, nur den Preis einer Tasse Kaffee spenden würde, wäre unser Spendensammelziel für 2018 in nur wenigen Stunden erreicht.

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Ashley Boyd
Vice President, Advocacy
Mozilla