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Müll im Meer

Wiebke Schroeder, SumOfUs.org

Die EU hat Plastikmüll den Kampf angesagt — doch wenn wir nicht aktiv werden, bleibt die Schweiz außen vor.

Fordern Sie die Schweizer Regierung auf, dem Beispiel der EU zu folgen und die Plastikflut einzudämmen!

 Petition Unterzeichnen 

https://actions.sumofus.org/a/schweiz-plastik/

 

fast 100 kg Plastikabfälle pro Kopf fallen jedes Jahr in der Schweiz an — das ist mehr als das Dreifache des europäischen Durchschnitts.

Und während weltweit der Kampf gegen Plastikmüll an Fahrt aufnimmt, tritt die Schweizer Regierung auf die Bremse.

Dabei warnen Forscher/innen eindringlich: Wenn wir nicht handeln, schwimmt 2050 mehr Plastik als Fisch in den Ozeanen.

Umweltschützer/innen in der Schweiz setzen sich unermüdlich gegen die Plastikflut ein. Gemeinsam können wir ihrem Einsatz mehr Gehör verschaffen — und mit einem europaweiten Appell dafür sorgen, dass die Schweizer Regierung das Problem nicht länger ignoriert.

Fordern Sie die Schweizer Regierung auf, sich der EU-Strategie anzuschließen und gegen die Plastikflut vorzugehen!

https://actions.sumofus.org/a/schweiz-plastik/

Die EU bringt Verbote von Einweg-Plastik wie Wattestäbchen und Trinkhalmen auf den Weg, doch die Schweiz stellt sich quer. Dabei hat eine neue Studie gerade erst das alarmierende Ausmaß der Plastik-Krise verdeutlicht: Selbst Schweizer Naturschutzgebiete sind mit Mikroplastik verseucht.

Mikroplastik entsteht, wenn Kunststoffprodukte wie Plastiktüten in winzige Teile zerfallen. Es gelangt aber auch in Böden und Gewässer, weil die Industrie Pflege- und Kosmetikprodukte mit den Plastikteilchen anreichert.

Letztes Jahr hätte das Schweizer Parlament genau dieses Mikroplastik in Kosmetik fast verboten — doch am Ende hat sich eine Mehrheit dem Druck der Unternehmen gebeugt.

Deshalb brauchen wir jetzt Ihre Unterstützung! Gemeinsam mit unseren Partnern hatten hunderttausende SumOfUs-Mitglieder die EU-Kommission aufgefordert, die Plastik-Lobbyisten zu ignorieren und endlich wirksam gegen die Plastikflut vorzugehen — mit Erfolg: Die EU will Einwegprodukte aus Plastik verbieten. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Schweiz nachzieht.

Rufen Sie die Schweizer Regierung auf, gegen Plastikmüll vorzugehen und den Umweltschutz endlich über Lobbyinteressen zu stellen!

https://actions.sumofus.org/a/schweiz-plastik/

 Petition Unterzeichnen 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Wiebke, Christian, Leonie und das Team von SumOfUs
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Mehr Informationen:

EU-Plastikverbot: Was heisst das für die Schweiz? Handelszeitung, 29. Mai 2018
Tonnenweise Mikroplastik – auch im Hochgebirge, Deutschlandfunk. 14. Mai 2018
Stop Plastic Pollution CH
Plastik in der Schweiz: Top beim Verbrauch, Flop beim Recycling, SwissInfo. 2. Mai 2018

 

 


SumOfUs sind Millionen von Menschen, die ihre Macht als Verbraucher, Arbeitnehmerinnen und Investoren nutzen, um Konzerne weltweit zur Verantwortung zu ziehen. Wir nehmen kein Geld von Regierungen oder Unternehmen an, denn nur so bleiben wir unabhängig.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit als SumOfUs-Fördermitglied. Mit einer monatlichen Spende stellen Sie sicher, dass wir auch in Zukunft Großkonzerne zur Verantwortung ziehen können.

Neuigkeit zur Petition: Schluss mit dem Müll im Meer! Kannst du uns dabei unterstützen?

https://www.change.org/p/angela-merkel-cdu-unsere-ozeane-sind-keine-m%c3%bcllkippe-frau-merkel-stoppen-sie-diesen-irrsinn/u/21380101

Hannes Jaenicke und die Deutsche Umwelthilfe e.V.

18. Sep. 2017 — Wir haben gemeinsam über 154.000 Menschen gegen den Meeresmüll mobilisiert! Und wir haben es – gemeinsam mit unserem Unterstützer Hannes Jänicke – geschafft, Kanzlerin Angela Merkel am Rande ihrer Jahrespressekonferenz in Berlin mit unserer Forderung zu konfrontieren. Darauf können wir alle stolz sein! JETZT geht es darum, einen persönlichen Termin mit der neuen Bundesregierung zu bekommen, um unsere Forderungen und die Lösungsvorschläge im Detail zu besprechen. Heute wenden wir uns mit einer Bitte in eigener Sache an Dich.

Unsere Kampagne für den Meeresschutz, für eine andere Fischereipolitik und gegen den Plastikmüll braucht Zeit, Kraft und Geld. Gleich nach der Bundestagswahl müssen unsere Forderungen für einen besseren Naturschutz in Nord- und Ostsee, eine korrekte Umsetzung der europäischen Schutzvorschriften zur Fischerei und zur Vermeidung von Plastikmüll im neuen Regierungsprogramm verankert werden.

Wir haben kürzlich unsere Freunde und Förderer gebeten, diese und weitere Aktionen zum Schutz der Meere mit einer Spende zu unterstützen. Leider reichen die bisherigen Einnahmen aber nur knapp bis Ende des Jahres – und bis dahin wird der Kampf für den Meeresschutz leider nicht gewonnen sein.

Es wäre deshalb eine riesengroße Hilfe, wenn Du uns dabei unterstützen könntest! Eine Spende in jeder Höhe – egal ob 10 Euro, 25 Euro oder 150 Euro – hilft uns dabei enorm.

Wenn nicht, fühle Dich bitte nicht belästigt! Es ist allein deine Entscheidung, ob du diese Aktionen finanziell unterstützen möchtest. Aber wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn du dich dazu entscheidest. Hier kommst du auf unsere Seite mit mehr Infos: http://l.duh.de/changemeere

Ganz herzlichen Dank!
Das Meeresschutz-Team der Deutschen Umwelthilfe e.V.

Deutsche Umwelthilfe e.V.: Schutzgebiete müssen Schutz bieten!
Bitte helfen Sie uns jetzt, die Meeresbewohner vor den fatalen Folgen von Überfischung und Plastikmüll zu retten!

 

 

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Neuigkeit zur Petition: Wir sind viele! 100.000 Menschen kämpfen gemeinsam gegen die Vermüllung der Meere!

https://www.change.org/p/angela-merkel-cdu-unsere-ozeane-sind-keine-m%c3%bcllkippe-frau-merkel-stoppen-sie-diesen-irrsinn/u/20941693

Hannes Jaenicke und die Deutsche Umwelthilfe e.V.

31. Juli 2017 — Liebe/r Unterstützer/in,

die 100.000 Unterschriften haben wir in Rekordzeit geknackt, großartig! Ich danke Dir ganz herzlich für Deine Unterstützung! Ich habe deshalb extra ein Video aufgenommen:

https://www.facebook.com/Change.orgDeutschland/videos/1577943528904423/

Bitte teile es in Deinem Netzwerk, damit wir den nächsten Meilenstein erreichen!

Pünktlich zum Earth-Overshoot Day am 2. August wollen wir Frau Merkel einen Brief schreiben und unsere Forderungen an sie senden. Die Menschheit lebt über ihre Verhältnisse: alle natürlichen Ressourcen, die ab dem kommenden dem 2. August 2017 verbraucht werden, kann die Erde in diesem Jahr nicht mehr regenerieren! Die sinnlose Ressourcenverschwendung durch die Herstellung von immer mehr Verpackungen und das Anhäufen riesiger Müllmengen muss ein Ende haben!

Lasst uns noch mehr werden! Wir wollen 150.000 Unterschriften sammeln und Frau Merkel zeigen, wie wichtig das Thema ist.
Je mehr wir sind, desto größer wird der Druck auf die Politik! Also bitte erzähle auch weiterhin Deinen Freunden, Bekannten und Nachbarn von unserer Petition. Das geht natürlich auch über Facebook
und Twitter: change.org/plastik

Denn wenn wir so weitermachen wie bisher, schwimmen 2050 mehr Plastikteile als Fische in unseren Ozeanen! Das darf nicht sein!

Vielen Dank für Dein Engagement und Dein Vertrauen!

Herzlich,

Dein Hannes Jaenicke

PS: NGOs, wie die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), sind auf Unterstützer angewiesen, um eine Vielzahl an Umwelt- und Verbraucherschutzthemen zu bearbeiten. Die DUH freut sich über eine Unterstützung ihrer Arbeit. Hier könnt ihr Fördermitglied werden, schon ab 5 Euro im Monat.

DUH Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN: DE45 3702 0500 0008 1900 02
BIC: BFSWDE33XXX


 

 

Plastikplanet: Noch ein Müllstrudel im Pazifik

http://www.spektrum.de/news/noch-ein-muellstrudel-im-pazifik/1485775

Der pazifische Müllstrudel nördlich von Hawaii ist wohlbekannt. Nun zeigt sich: Es gibt ein südliches Gegenstück dazu.

Feuerfisch inspiziert Plastiktüte im Meer

© richcarey / Getty Images / iStock
(Ausschnitt)
Vermutet wurde es schon lange, doch erst jetzt gibt es die offizielle Bestätigung, dass auch im Südpazifik ein gewaltiger Müllstrudel vornehmlich aus Plastikabfällen kreist. Er nimmt eine Fläche von rund 2,6 Millionen Quadratkilometern ein und entspricht damit etwas mehr als der tausendfachen Fläche des Saarlands. Das berichtete Charles Moore von der Algalita Marine Research Foundation gegenüber „ResearchGate„, der mit seinem Team eine Schiffsexpedition in die Region durchgeführt hatte. Dabei entnahmen sie unter anderem rund um die Oster- und Robinson-Crusoe-Inseln Wasserproben, um den Plastikgehalt darin zu messen.

Im Gegensatz zum schon länger bekannten Müllstrudel im Nordpazifik besteht das südliche Pendant zumindest in diesem Seegebiet vor der südamerikanischen Küste weniger aus großen Abfällen wie Plastikflaschen, Zahnbürsten oder Schuhen, sondern vor allem aus Granulat: Das Material war bis dahin also schon länger im Ozean unterwegs und entsprechend zerkleinert. „Wir haben gewaltige Mengen Kunststoff gefunden“, fasst es Ozeanforscher Moore zusammen. Auch andere Indizien sprechen dafür, dass hier viel Müll kreist – und darunter nicht nur Kleinteile. Im Mai 2017 wurde beispielsweise eine Studie veröffentlicht, wie viel Kunststoff sich innerhalb weniger Jahre auf der unbewohnten und isolierten Henderson-Insel angesammelt hat. Auch sie liegt im potenziellen Einflussgebiet des Müllstrudels.

Das Problem scheint sich im Südpazifik zu verschärfen, denn eine Studie aus dem Jahr 2011 erbrachte deutlich weniger Müll als heute. In der abgelegenen Region fern von Siedlungszentren reichern sich also erst seit relativ kurzer Zeit Abfälle an, doch geschehe dies in hohem Tempo, so Moore. Woher sie stammen, ist noch unklar, denn sie müssen wegen der geringen Größe eine längere Reise hinter sich haben, was auf eine Quelle außerhalb des Südpazifiks hinweist. Womöglich stammen die Partikel aus dem nördlichen Gegenstück und driften über den Äquator. Laboranalysen sollen genaueren Aufschluss über die Herkunft geben. Die Datenauswertung soll zudem abschätzen helfen, wie viel Müll hier eigentlich unterwegs ist. „Nach dem, was ich gesehen habe, gehe ich davon aus, dass auf einer riesigen Fläche im Südpazifik Millionen Plastikteilchen pro Quadratmeter schwimmen“, schätzt Moore.

Potenziell kann jeder der fünf großen Meereswirbel im Atlantik, Pazifik und Indischen Ozean als Müllstrudel enden. Wirklich gut untersucht sind jedoch nur der nordpazifische und in etwas geringerem Umfang der nordatlantische Wirbel. Zu den anderen drei Wirbeln liegen hingegen kaum Daten vor. Vorherrschende Winde und Meeresströmungen sorgen dafür, dass Abfälle von den Küsten und aus der Schifffahrt hier eingetragen werden und dann für längere Zeit im Meer kreisen. Ein Teil des Mülls sinkt in die Tiefsee, wird zerkleinert und gelangt in die Nahrungskette oder endet schließlich doch wieder an den Küsten. Es existieren Pläne, diese Abfälle aus dem Wasser zu fischen und zu entsorgen, doch bislang ist noch kein Ansatz über Pilotprojekte hinausgekommen.

© Spektrum.de

Langeoog: Invasion des Plastikspielzeugs

http://www.spektrum.de/news/invasion-des-plastikspielzeugs/1434281

Sturmtief Axel brachte Norddeutschland nicht nur ein Wetterchaos, sondern der Nordseeinsel Langeoog auch eine Kinderüberraschung. Sie droht zum Umweltproblem zu werden.

Sturmtief Alex schwemmte zehntausende Plastikeier auf Langeoog an

© DPA / Polizei Langeoog
(Ausschnitt)
Eine für Kinder schöne, für Ökologen jedoch traurige Überraschung erlebten Einheimische und Touristen auf der ostfriesischen Insel Langeoog am Donnerstagmorgen: Sturmtief Axel brachte nicht nur Wetterchaos nach Norddeutschland, sondern trieb auch zehntausende Plastikeier an den Strand. Zudem landen nach und nach massenweise Legosteine an sowie weitere Plastikverpackungen mit Inhalt an, wie der Norddeutsche Rundfunk meldet. Woher das Spielzeug stammt ist noch unklar. Während die Polizei vermutet, dass die Kapseln aus einem oder mehreren Containern eines Schiffs stammen, das bereits bei einem Orkan rund um Weihnachten Teile seiner Ladung verloren hatte. Dagegen geht das Wasser- und Schifffahrtsamt vor Ort davon aus, dass die Kunststoffteile von einem Frachter der dänischen Reederei Maersk stammen, dem Mittwochvormittag auf seiner Fahrt von Rotterdam nach Bremerhaven insgesamt fünf Container wegen Axel über Bord gegangen waren. Aus den beschädigten Behältern entwichen dann die leichten und wegen der Lufteinschlüsse gut schwimmenden Plastikeier.

In vielen Eiern steckten bunte Tierfiguren mit beigefügten Zetteln mit kyrillischen Schriftzeichen, weswegen davon ausgegangen wird, dass die Fracht für Russland bestimmt war. Experten des Wasser- und Schifffahrtsamts hatten vorausberechnet, dass Wind und Strömungen die Kapseln vor allem nach Langeoog treiben würden. Gerätselt wird aber noch darüber, warum die umhüllende Schokolade und die Aluminiumfolie fehlen (sofern die Eier bereits fertig produziert waren) – womöglich wurde das zerbrechliche Material im rauen Meer zertrümmert, denn am Strand finden sich nur nackte Kapseln. Anfänglich lasen Passanten die Eier vor allem aus Spaß auf, doch mittlerweile geht die Gemeinde Langeoog mit Hilfe des örtlichen Kindergartens gezielt vor, die Plastikeier aufzusammeln. Damit soll verhindert werden, dass der Müll wieder ins Meer gespült wird. Viele Meerestiere halten die Kunststoffabfälle für essbare Beute und schlucken sie, was zu Gesundheitsschäden und Tod führen kann.

Auf der anderen Seite kann derartiges Treibgut der Meeresforschung helfen, wie das Beispiel der Friendly Floaties zeigt: Diese Plastikenten waren 1992 während eines Sturms im Pazifik von Bord eines Frachters gegangen und trieben in den folgenden Jahren um die Erde. Über die Nordostpassage gelangten sie sogar in den Atlantik und wurden Anfang des 21. Jahrhunderts im Nordosten der USA und wenige Jahre später in Großbritannien an Land gespült. Ihre Reise brachte wichtige Erkenntnisse darüber, ozeanische Strömungen nachzuverfolgen.

© Spektrum.de