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Bemerkenswertes gibt es dieser Tage auch von der Deutschen Bank zu lesen. — Norbert Haering

 „Bargeld bietet im Zahlungsverkehr einen hohen Grad an Privatsphäre und trägt so dazu bei, den Anstieg der Informationsasymmetrie zwischen Verbrauchern und Unternehmen sowie zwischen Bürgern und staatlichen Institutionen zu verlangsamen.

Da Wissen über die Gegenseite Macht ist, spielt die Privatsphäre für den Einzelnen eine entscheidende Rolle, wenn es um den Schutz der eigenen Position geht im Umgang mit Organisationen, die mächtiger sind als das Individuum.“

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Scholz wirbt für eine Vollgeld-Reform und die Deutsche Bank für das Bargeld — Norbert Haering

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Finanzminister Scholz sagte kürzlich: „Die Herausgabe einer Währung gehört nicht in die Hände eines Privatunternehmens, denn sie ist ein Kernelement staatlicher Souveränität.“

Das ist auch Kernaussage der Vollgeld-Reformer. Sie wollen, dass nicht mehr private Banken 90 Prozent unseres Geldes herausgeben. Scholz Statement ging aber gegen die geplante Facebook-Währung Libra. Es zeigt, dass kaum jemand, einschließlich unserem Finanzminister, versteht, wie unser Geldsystem tatsächlich funktioniert.

Unterdessen schlägt sich die Deutsche Bank – möglicherweise aufgeschreckt vom Facebook-Plan  auf die Seite der Bargeld-Bewahrer.

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… die Bankguthaben, mit denen wir zahlen, dürfen Euro heißen, genau wie das Original, die von der Zentralbank ausgegebenen Euro-Banknoten.

Das ist jedoch ein Etikettenschwindel. Sie sind nicht das gleiche, auch wenn zu normalen Zeiten garantiert ist, dass sie zum Kurs von 1 zu 1 gegen Euro-Banknoten getauscht werden können.

… Das  Bundesverwaltungsgericht äußerte  immerhin schon mal die Meinung, dass nach deutschem Recht offenkundig Bankengeld nicht das gleiche ist wie Euro-Banknoten, und der Staat nicht von mir verlangen kann, eine Geldschuld mit Bankengeld zu begleichen.

Ausgerechnet die Finanzämter, die Olaf Scholzens Ministerium unterstehen, praktizieren aber genau dies. Sie akzeptieren das einzige gesetzliche Zahlungsmittel nicht für die Begleichung von Steuerschulden, sondern fordern privates Bankengeld ein.

Der Weg zur totalitären Silicon-Valley-Weltwährung — Norbert Haering

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Aus Anlass der von Facebook verkündeten Pläne für eine eigene Währung namens Libra will ich das Unterkapitel „Auf dem Weg zu einer totalitären Weltwährung“ aus meinem Buch „Schönes neues Geld“ zur Lektüre anbieten. Es ist an Amazon entlanggeschrieben, aber im Verständnis, dass Amazon ein Social-Media-Unternehmen wie Facebook schluckt oder mit ihm kooperiert.

„Stellen wir uns also einen großen dominierenden Plattformbetreiber mit Banklizenz als eine Kombination aus Google, Facebook und Amazon vor, an den weltweit die meisten Marktteilnehmer verkaufen und von dem die meisten kaufen“, schreibe ich im Buch. Ich gehe auch heute davon aus, dass Amazon sich entweder an der Libra-Association beteiligen wird (was spätmöglichst bekanntgegeben würde, um die Pferde nicht noch scheuer zu machen), oder eine konkurrierende Währung entwickeln wird.

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Was schließlich die Daten und ihre Verarbeitung angeht, haben die Banken gegenüber den IT-Unternehmen ganz schlechte Karten.

Denn auf dem Gebiet sind diese zu Hause. Eine Studie eines deutsch-amerikanischen Ökonomenquartetts ergab, dass schon ein paar Daten, die jeder Webseitenbetreiber ganz standardmäßig von jedem Besucher abgreifen kann, ähnlich viel Informationen über dessen Kreditwürdigkeit liefern, wie das Rating einer traditionellen Kreditauskunftei.

Solche Daten sind die Art des genutzten Geräts und dessen Betriebssystem, ob man direkt oder über eine Suchmaschine oder ein Preisvergleichsportal kommt, der E-Mail-Provider, ob man Groß- und Kleinschreibung beachtet, ob man sich vertippt und ob die E-Mail-Adresse Vornamen oder Nachnamen enthält. „Mit ihrem überlegenen Zugang zu digitalen Fußabdrücken und ihrer überragenden Fähigkeit, diese zu verarbeiten, können die FinTechs das Geschäftsmodell der Banken gefährden“, schließen die Autoren. …

Mit Mini-Bots gegen Brüssel und Frankfurt and more…

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Italiens Regierung hatte Stress mit Brüssel, wie schon viele andere Länder. Die EU-Kommission hatte schon die ersten Schritte für die Verhängung hoher Strafen wegen Verletzung von EU-Budgetregeln eingeleitet. In dieser Phase ventillierte die Regierung in Rom den Plan zur Ausgabe von speziellen Schuldverschreibungen, die man wie Geld verwenden kann. Das Projekt sorgte zur Recht für Aufsehen, denn es könnte zur Keimzelle eines Euro-Ersatzes werden.

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Der Griff der Großkonzerne nach der Weltherrschaft — Norbert Haering

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Das Weltwirtschaftsforum und die Vereinten Nationen (UN) haben ein Memorandum of Understanding zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit unterzeichnet. Es ist der UN erkennbar peinlich – aus gutem Grund.

Es ist ein weiterer Schritt der Selbstentmachtung der UN und ein weiterer Meilenstein für den Club der Multis auf dem Weg zu seinem erklärten Ziel – der Weltherrschaft.

Zu starker Tobak?

Lesen Sie selbst, was das Weltwirtschaftsforum zu dem Thema schreibt.

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Um die jüngste Kooperationserklärung zwischen dem Weltwirtschaftsforum und den Vereinten Nationen einordnen zu können, muss man 10 Jahre zurückgehen, ins Jahr 2009.

Damals hat eine „Global Redesign Initiative“ (GRI) des Weltwirtschaftsforums nach 18 Monaten Arbeit vieler Arbeits- und Beratergruppen einen Bericht veröffentlicht, wie sie sich die künftige Weltregierung (Global Governance) vorstellt.

Das Weltwirtschaftsforum ist eine Lobby der 1000 größten multinationalen Konzerne, die sich „DIE internationale Organsiation für öffentlich-private Kooperation“ nennt. Das Forum zieht nach eigener Darstellung „die wichtigsten politischen Wirtschafs- und sonstigen Führer der Gesellschaft hinzu, um globale, regionale und Branchen-Agenden zu bestimmen“. Die Richtung geben die 100 größten und einflussreichsten vor, die das meiste Geld beisteuern.

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Probleme können schneller angegangen werden, ohne zögerliche Regierungen und abweichende Meinungen in der Zivilgesellschaft.

Weil die Unterwerfung der UN unter die Konzerne keine gute Presse hat (siehe obige Studien) und von vielen der weniger mächtigen Länder kritisch gesehen wird, ist kein Wunder, dass die UN einen Mantel des Schweigens über das Memorandum legt, das sie mit der Konzernlobby abgeschlossen hat. Auf der Website der UN findet man nichts zum Inhalt oder gar das Memrandum selbst. Nicht einmal die Unterzeichnungszeremonie mit den beteiligten Personen wird gezeigt. Lediglich ein Foto eines Füllhalters, der angeblich zur Unterzeichnung des Abkommens verwendet wurde, ist auf der Website zu finden.

Für Informationen zum Inhalt muss man sich auf die Website des Weltwirtschaftsforums begeben. Dort wird den Mitgliedern der jüngste Erfolg stolz präsentiert.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk führend bei Zwangsvollstreckungen: 6,3 Millionen in fünf Jahren

http://norberthaering.de/de/27-german/news/1153-beitragsseervice-2018

Es wird wohl in Deutschland niemand geben, der mehr Zwangsvollstreckungen in Auftrag gibt als der „Beitragsservice“, der für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk den Rundfunkbeitrag eintreibt. Auch im Jahr 2018 hat er, gemäß seinem gerade veröffentlichten Jahresbericht wieder über eine Million Mal die Zwangsvollstreckung gegen einen Beitragsschuldner in die Wege geleitet.

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Ich würde mir wünschen, dass der Beitragsservice in einem seiner Jahresberichte erklärt, wie es in einem angeblich gerechten und effizienten Beitrags- und Beitragsbeitreibungssystem zu solch absurden Größenordnungen der Zwangsvollstreckungen kommen kann.

Wirtschaftskrisen, wie die derzeitige in der Türkei, haben oft ihren Ursprung in der Geldpolitik der USA – Norbert Haering

http://norberthaering.de/de/27-german/news/1152-fed-entwicklungslaender

Das Weltwirtschaftsklima hat sich abgekühlt. In wichtigen Schwellenländern wie China geht das Wachstum zurück, andere, wie die Türkei, Argentinien und Brasilien stecken in veritablen Wirtschaftskrisen.

Als Gründe werden gern die zunehmenden Handelsstreitigkeiten angeführt, außerdem Fehler der Regierungen.

Selten ist dagegen die Rede von etwas, das die gemeinsame Aufwärts- und Abwärtsbewegung in ganz verschiedenen Weltgegenden mit erklären könnte: der Abhängigkeit der Entwicklungs- und Schwellenländer von der amerikanischen Geldpolitik.

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Urlaub und Videoempfehlung

http://norberthaering.de/de/27-german/news/1151-urlaub-und-videoempfehlung

Dieser Blog macht einige Tage Urlaubspause. Gegen etwaige Langeweile empfehle ich noch einmal das lange Interview bei KenFM, das auf die 50.000 Abrufe zuläuft, zum Schönen neuen Geld. Vielleicht holt es ja noch die schönen 142.000 Abrufe des ersten KenFM-Interviews zur Abschaffung des Bargelds von vor zwei Jahren ein. Ich bin immer wieder tief beeindruckt, wie Ken Jebsen es regelmäßig schafft, mit 90-Minuten-Interviews und 3-Stunden-Gesprächen Zehntausende und zum Teil Hundertausende zu erreichen. Wer erst in den letzten zweieinhalb Jahren zu diesem Blog gestoßen ist, dem möchte ich außerdem die Lektüre meines Beitrags „Trojanische Pferde des Kremls“ empfehlen, weil er geeignet ist, einiges zu erklären, was seither in der deutschen Politik geschehen und deutschen Politikern widerfahren ist. Er gehört mit über 200.000 Abrufen zu den zehn meistgelesenen. Und natürlich möchte ich weiter für das Mitmachen bei der #BargeldChallenge werben, die noch die Marke von 100.000 Abrufen knacken muss und die mir sehr wichtig ist.

Es gibt keine Klimarettung aus der Portokasse

http://norberthaering.de/de/27-german/news/1150-klimarettung

Die Schülerinnen und Schüler, die freitags für den Erhalt eines lebensfreundlichen Weltklimas demonstrieren, fordern eine Steuer auf Kohlendioxid-Emissionen von 180 Euro je Tonne. Es ist ein Votum für materiellen Verzicht, denn dadurch würden sich die Preise für Langstreckenflüge etwa verdoppeln, bei vielen anderen Produkten, darunter Fleisch, würden sie noch mehr steigen…

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Interview bei KenFm zu dem was nach dem Bargeld kommt und was Dateneigentum in Wahrheit bedeutet

http://norberthaering.de/de/27-german/news/1149-kenfm2

Seit ein paar Tagen ist das Video-Interview auf Youtube oder bei KenFM verfügbar, das Ken Jebsen gewohnt kundig und ausführlich mit mir geführt hat. Knapp 40.000 Mal wurde es bereits geklickt. Wir sprechen darüber, wer die weltweite Politik und den Kommerz regieren wird, wenn es kein Bargeld mehr gibt und alles was wir tun, von zentralen Computern aus weltweit überwacht werden kann. Auch um Dateneigentum geht es, dem das Weltwirtschaftsforum zum Durchbruch vrhelfen möchte, damit wir künftig dazu erzogen werden können, unsere eigene Stasi zu sein.