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Pestizid-Infokampagne: Mitmachen und aufrütteln! — UMWELTINSTITUT

29.05.2019

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Pestizid-Infokampagne: Mitmachen und aufrütteln!

Pestizid-Infokampagne: Mitmachen und aufrütteln!

bis zu einer Million Tier- und Pflanzenarten könnten in den kommenden Jahrzehnten aussterben, warnten WissenschaftlerInnen erst kürzlich. Neben dem Klimawandel gilt die intensive Landwirtschaft als eine der Hauptursachen für dieses Massensterben. Wir brauchen deshalb einen radikalen Kurswechsel in der Agrarpolitik!

Einer der wichtigsten Hebel ist dabei die drastische Reduktion des Pestizideinsatzes. Darum kämpfen wir gerade an vielen Fronten gleichzeitig gegen die Ackergifte: Mit einem großangelegten Messprojekt werden wir in diesem Jahr nachweisen, wie sich die Gifte durch die Luft verbreiten. Die Ergebnisse könnten aufdecken, dass die Genehmigungen für viele Pestizidwirkstoffe in der EU auf falschen Annahmen beruhen. Gleichzeitig machen wir der Politik weiter Beine: Nach dem erfolgreichen Volksbegehren für die Artenvielfalt in Bayern, starten in Brandenburg und Baden-Württemberg nun zwei ähnliche Volksbegehren, die wir ebenfalls unterstützen. Bei allem Rückenwind, den wir dabei erfahren, stellen wir jedoch auch immer wieder fest, dass längst noch nicht alle Bescheid wissen, um was es geht.

Die Agrarwende kann nur gelingen, wenn sie eine breite Unterstützung in der Bevölkerung hat. Beteiligen Sie sich deshalb an unserer Infokampagne und helfen Sie mit, noch mehr Menschen über die Gefahren der Ackergifte aufzuklären: Bestellen Sie sich jetzt unser Infopaket und rütteln Sie die Menschen in Ihrer Umgebung auf!

Sie haben drei Möglichkeiten unsere Infokampagne zu unterstützen:

1) Infopaket bestellen
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Bestellen Sie noch heute unser Infospaket mit Faltblättern, Plakaten und Aufklebern und verteilen Sie die Materialien in Ihrem Umfeld.
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Unser Infomaterial ist kostenlos, aber nicht umsonst: Mit einer Spende von 30 Euro ermöglichen Sie uns den Druck und Versand eines Pakets.
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3) Unterstützen Sie uns dauerhaft!
Werden Sie jetzt Fördermitglied und unterstützen Sie unsere Aufklärungsarbeit mit einem regelmäßigen Beitrag. Als Dankeschön schenken wir Ihnen zwei Gläser besten Bio-Honig und ein Päckchen Bio-Saatgut oder eine andere Prämie Ihrer Wahl.
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Festival: „Beats + Bohne!“
Das Bündnis „Meine Landwirtschaft“, dem auch das Umweltinstitut angehört, organisiert seit Jahren die „Wir haben es satt“-Demos in Berlin. Dieses Jahr gibt es zusätzlich im Juni ein Angebot für junge Erwachsene: Das Festival „Beats + Bohne“ bietet vier Tage Programm mit Workshops, Konzerten, Vernetzung und Einblicken in die Landwirtschaft der Zukunft. Mehr Infos finden Sie auf der „Wir haben es satt“-Homepage.
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AKW Mochovce: Erster Durchbruch
Die Betreibergesellschaft des slowakischen Atomkraftwerks Mochovce 3 hat einer Inspektion der Baustelle durch ein Team der internationalen Atomaufsicht IAEO zugestimmt. Dies ist ein wichtiger Zwischenerfolg und könnte bei einer wirklich unabhängigen Prüfung das Aus für den Reaktor bedeuten. Was von der Inspektion zu erwarten ist, erfahren Sie in unserer aktuellen Meldung.
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Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

Umweltinstitut München e.V.
Landwehrstr. 64 a • 80336 München
E-Mail: info@umweltinstitut.org
Spendenkonto
Kto. 8831101, BLZ 70020500
IBAN: DE 70 7002 0500 0008 8311 01 • BIC: BFSWDE33MUE

Bank für Sozialwirtschaft München

Tödliches Obst

Christian Bock, SumOfUs.org

Vorhang auf für die Pestizidrebellen

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Das Wunder von Mals

Was Wunder bewirken

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

den Bürgerinnen und Bürgern im Südtiroler Dorf Mals gelang vor vier Jahren etwas Unglaubliches: Mit einer Mehrheit von 76 Prozent entschied die Gemeinde in einer Volksabstimmung, dass auf ihrem Boden künftig keine chemisch-synthetischen Pestizide mehr eingesetzt werden sollen. Dieses Ergebnis wirkt bis heute weit über die Gemeindegrenzen hinaus. Die Presse berichtete europaweit. Ein Professor aus Vermont schrieb für den US-Markt ein Buch über den Fall. Wir brachten den Malser Bürgermeister auf die Demo „Wir haben es satt“ in Berlin und Vandana Shiva, eine Ikone des Widerstands gegen Gentechnik, lud ihn zu Vorträgen nach Indien ein.

Filmregisseur und Buchautor Alexander Schiebel hat gemeinsam mit dem Umweltinstitut den Widerstand der Gemeinde von Anfang an begleitet. Am 28. Mai feiert sein Dokumentarfilm „Das Wunder von Mals“ nun in München Premiere. Der offizielle Kinostart folgt im September dieses Jahres. Weitere Infos zum Film finden Sie auf der Homepage zu „Das Wunder von Mals“.

Mals – Eine Region mit Vorbild-Charakter

Mals – Eine Region mit Vorbild-Charakter

Das Engagement der Malser BürgerInnen hat viele weitere Menschen motiviert: Benedikt Vierneisl ist einer von ihnen. Im Januar versammelte der Gärtner VertreterInnen aus Umweltschutz, Kommunalpolitik und Bio-Landwirtschaft in Miltenberg. Hier, wo Bayern, Hessen und Baden-Württemberg zusammentreffen, riefen sie das „Aktionsbündnis Giftfrei im Dreiländereck“ ins Leben. Unser Referent für Agrarpolitik berichtete auf dem Gründungstreffen, wie es Mals gelungen ist, Pestizide zu verbannen.

Und auch in Italien wächst der Widerstand gegen Pestizide. Am vergangenen Sonntag fand in Südtirol, im Trentino und in Venetien ein Aktionstag gegen die Gifte statt. Alleine im venetianischen Dorf Follina gingen rund 4.000 Menschen auf die Straße. Aus ihrer Umgebung kommt der Prosecco und die AnwohnerInnen leiden unter den häufigen Spritzungen im intensiven Weinbau. Ihr Motto ist klar und einfach: Stop Pesticidi!

In Mals ist das Pestizidverbot derweil nach einer langen juristischen Auseinandersetzung in Kraft getreten. Am 1. April ist die letzte Übergangsfrist abgelaufen. Wer jetzt noch spritzt, muss bis zu 500.000 Euro Strafe zahlen. Unsere Verbündeten in Mals stellen sich aber auf Klagen gegen das Pestizidverbot ein. Denn der Bauernbund und die Landesregierung sehen den Malser Weg nicht als Vorbild, sondern als Gefahr.

Wir werden berichten, wie es in Mals weitergeht und Initiativen für weitere pestizidfreie Regionen unterstützen!

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

Jetzt Fördermitglied werden und Bio aus Südtirol genießen
Rund 20 Kilometer von Mals entfernt liegt das Kräuterschlössl der Familie Gluderer, die in dem Ort Goldrain essbare Blüten, Gewürzkräuter und Tee in Bio-Qualität anbaut. Den Kampf gegen Pestizide in Südtirol unterstützen die Gluderers seit vielen Jahren mit großem Engagement. Wenn Sie jetzt Fördermitglied werden, schenken wir Ihnen ein Genusspaket aus dem Kräuterschlössl mit Südtiroler Brotgewürz, Kräutertee, Blütensalz und Hollernudeln als Dankeschön. Selbstverständlich können Sie auch eine andere Prämie aus unserem Programm wählen.
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Initiative für eine pestizidfreie Schweiz – schafft sie den Endspurt?

http://www.zeitpunkt.ch/initiative-fuer-eine-pestizidfreie-schweiz-schafft-sie-den-endspurt

Die Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» muss am 29. Mai 2018 eingereicht werden. Noch fehlen aber rund 20’000 Unterschriften.

Die Initiative verbietet den «Einsatz synthetischer Pestizide in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und in der Boden- und Landschaftspflege». Unter das Verbot fällt auch die «Einfuhr zu gewerblichen Zwecken von Lebensmitteln, die synthetische Pestizide enthalten oder mithilfe solcher hergestellt worden sind».

Die Initiative muss wegen ihrer Radikalität aus heutiger Sicht als chancenlos bezeichnet werden und ist deshalb nicht unumstritten. Aber: Der Bund hat rund 20 Jahre lang seine Versprechen zur Reduktion des Pestizid-Einsatzes nicht gehalten und erst vor kurzem begonnen, zaghaft einen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln umzusetzen. «Falls mit dem Aktionsplan nicht wesentliche Fortschritte erzielt werden», schreibt Bio-Suisse, stelle die Initiativen «eine radikale Möglichkeit zur nötigen Weiterentwicklung dar.»

Auch wer etwas skeptisch ist, kann die Initiative also getrost unterschreiben. Oft braucht es Druckmittel, um die Politik voranzutreiben.

Das Initiativkomitee wirbt mit etwas eigenartigen Methoden, indem es den Unterschriftenbogen auf den ersten Blick nur gegen Hinterlassung der eMail-Adresse elektronisch verschickt, anstatt ihn einfach downloaden zu lassen.
wecollect.ch, die für die Initiative tätig ist, gibt sogar vor, elektronisch Unterschriften zu sammeln, bis dato rund 3500 «online Unterschriften». Falls es sich dabei tatsächlich um online-Unterschriften handelt, sind diese nicht gültig.

Unterschriftenbogen direkt herunterladen

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. „Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen“.