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Schluss mit hochgefährlichen Pestiziden, Syngenta!

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Heute starten wir eine neue Kampagne: Wir fordern von Syngenta, die Produktion und den Verkauf von hochgefährlichen Pestiziden endlich einzustellen.

Mehrere Monate lang recherchierte Public Eye zu diesem geheimen und lukrativen Business. Wir können – basierend auf exklusiven Daten – aufzeigen, dass der Verkauf solcher Substanzen im Mittelpunkt des Geschäftsmodells von Syngenta steht. Im Jahr 2017 verkaufte der Basler Agrochemie-Riese für fast 4 Milliarden Dollar hochgefährliche Pestizide – mehr als jedes andere Unternehmen.

Syngenta nutzt in Ländern wie Brasilien, Argentinien oder Indien Regulierungslücken aus und verkauft dort Pestizide, die in der Schweiz wegen ihrer Gefährlichkeit für Mensch oder Umwelt verboten sind. In Indien vergiften sie Tausende von Bäuerinnen und Bauern. In Brasilien sind Millionen von Menschen täglich einem Cocktail von Pestiziden im Trinkwasser ausgesetzt.

Hochgefährliche Pestizide sind eine tickende Zeitbombe. Immer mehr Studien belegen einen Zusammenhang zwischen der Pestizidbelastung und Krebserkrankungen, Missbildungen bei Babys und Fehlgeburten.

Für uns ist klar: Syngenta darf keine Profite auf Kosten der Gesundheit von Millionen von Menschen machen. Bitte unterzeichnen Sie darum unsere Petition, mit der wir Syngenta dazu auffordern, die Produktion und den Verkauf von hochgefährlichen Pestiziden einzustellen:

Jetzt Petition an Syngenta unterzeichnen
Vielen herzlichen Dank!

Für Public Eye,
Roman Bolliger

PS: Möchten Sie mehr über die Hintergründe unserer Kampagne erfahren? Dann klicken Sie hier.

Public Eye | Dienerstrasse 12 | Postfach | 8021 Zürich | www.publiceye.ch
 

Dringend: Konzernlobby setzt sich im Ständerat durch. Jetzt braucht es eine Reaktion!

Im Ständerat wurde heute der Gegenvorschlag zur Konzernverantwortungsinitiative mit 22 zu 20 Stimmen versenkt. Economiesuisse und Swissholdings haben sich mit ihrem Lobbying durchgesetzt: Selbst minimale Regeln gegen Menschenrechtsverletzungen wurden abgelehnt.

Jetzt braucht es eine starke Reaktion von unserer Seite! Denn nun ist klar, dass wir die Abstimmung an der Urne gewinnen müssen.

Als sichtbare Reaktion auf diesen inakzeptablen Entscheid wollen wir in mehreren Zeitungen ein Inserat platzieren, unterzeichnet von mindestens 1000 Personen. Mit dem Inserat können wir weitere Menschen einladen, sich für die Initiative zu engagieren. Das ist wichtig, denn so steigt unsere Chance die Initiative zu gewinnen!

Möchten Sie auch mit ihrem Namen hinter der Initiative stehen und öffentlich zeigen, dass wir für den Abstimmungskampf bereit sind?

Dann tragen Sie sich hier ein
Mit engagierten Grüssen
Christian Engeli

PS: Wenn wir 1000 Personen finden, wird das Inserat so aussehen:

Public Eye | Dienerstrasse 12 | Postfach | 8021 Zürich | www.publiceye.ch

Aus heiterem Himmel

Syngenta-Pestizide vergiften Schule in Brasilien
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Aus heiterem Himmel
 
Im Mai 2013 fliegt ein Agrarflugzeug über die Schule São José do Pontal im brasilianischen Bundesstaat Goiás. Der Pilot drückt im falschen Moment auf den Knopf und Tausende von Litern des hochgiftigen Pestizids Engeo Pleno – hergestellt vom Basler Agrochemieriesen Syngenta – werden über den rund hundert Schulkindern ausgeschüttet. Die Auswirkungen des Gifts sind sofort spürbar: Juckreiz, Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel, Ohnmachtsanfälle. Viele der Opfer leiden noch heute unter den Folgen.

2018 werden sowohl das verantwortliche Luftfahrtunternehmen Aerotex und auch Syngenta Brasilien von einem regionalen Bundesgericht verurteilt – jedoch lediglich zu einer tiefen Geldstrafe. Die Opfer erhalten keine Entschädigung, Syngenta weist jede Verantwortung von sich. Die ganze Reportage können Sie hier lesen oder anschauen.

Damit die Konzernverantwortungsinitiative an der Urne ein Erfolg wird, müssen wir weitere solche Fallbeispiele recherchieren und aufdecken. Dazu brauchen wir die finanzielle Unterstützung unserer Mitglieder.

Sie sind noch kein Mitglied? Dann schliessen Sie sich jetzt unserer Bewegung für eine gerechtere Welt an:

Mitglied von Public Eye werden (ab CHF 75/Jahr)
Sie sind bereits Mitglied? In diesem Falle: Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Für Public Eye,
Roman Bolliger

PS: Die brasilianische Bevölkerung ist chronisch Pestiziden ausgesetzt und die Vergiftungen nehmen zu. Wir sind aktuell mitten in einer neuen Recherche dazu – die – besorgniserregenden – Resultate werden wir im Frühling enthüllen.

Public Eye | Dienerstrasse 12 | Postfach | 8021 Zürich | www.publiceye.ch
 

Schweizer Zigaretten und alte Schiffe: zwei spannende neue Recherchen! — Public Eye

Die Enthüllung verborgener Fakten kann die Welt verändern. Aus diesem Grund lancierte Public Eye im letzten Jahr anlässlich ihres 50. Geburtstags den «Investigation Award» für Recherchen, die in Verbindung mit Praktiken von Schweizer Akteuren in einem Entwicklungs- oder Schwellenland stehen. Eine Jury hat aus den 55 eingegangenen Projekten zwei Recherchen ausgewählt.

Heute, nachdem mehrere Monate intensiv recherchiert wurde, liegen nun die spannenden Resultate dieser zwei Recherchen vor:

Starker Tabak für Afrika
Die unabhängige Journalistin Marie Maurisse recherchierte zu den Geheimrezepten der Schweizer Tabakmultis. Sie hat herausgefunden, dass für den afrikanischen Markt bestimmte Zigaretten viel giftiger sind als diejenigen, die für die Schweiz produziert werden.
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Die Hölle auf dem Schiffsfriedhof
Gie Goris vom flämischen MO* Magazine ist nach Indien gereist, um mit der Unterstützung von Nicola Mulinaris von der NGO Shipbreaking Platform herauszufinden, unter welchen Bedingungen Schweizer Reedereien dort ihre ausgedienten Schiffe abwracken lassen.
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Marie Maurisse, Gie Goris und Nicola Mulinaris stellen die Resultate ihrer Recherchen heute Abend ab 20.00 Uhr in Zürich persönlich vor – an einer Veranstaltung im KOSMOS. Zudem werden sie mit dem bekannten amerikanischen Journalisten Mark Lee Hunter und diverseren weiteren renommierten Gästen über Journalismus an der Schnittstelle von Medien und NGOs diskutieren. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt und sie kann auch auf unserer Facebook-Seite mittels Live-Stream verfolgt werden.

Wir freuen uns über Ihren Besuch des Anlasses!

Für Public Eye,
Roman Bolliger

PS: Die beiden Recherchen finden Sie auch im aktuellen Public Eye Magazin. Dieses können Sie hier gratis bestellen.

Public Eye | Dienerstrasse 12 | Postfach | 8021 Zürich | www.publiceye.ch
 
 

Jetzt Korrektur-Initiative gegen Waffenexporte unterzeichnen.

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Sie wollen kein langes E-Mail lesen, sondern einfach die Korrektur-Initiative gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer unterzeichnen?
Dann klicken Sie hier. Vielen Dank!

Sie wollen wissen, weshalb uns die Korrektur-Initiative so wichtig ist? Dann nehmen Sie sich 4 Minuten Zeit für einen kurzen Rückblick auf die unsägliche Aufweichung der Schweizer Waffenexport-Politik:

Im vergangenen Juni erfüllte der Bundesrat der Rüstungsindustrie einen grossen Wunsch: Kriegsmaterial soll auch in Bürgerkriegsländer wie Jemen oder Syrien exportiert werden dürfen. Es war bereits die zweite Lockerung in wenigen Jahren: Schon 2014 strich der Bundesrat das Export-Verbot für Länder, in denen Menschenrechte systematisch und schwerwiegend verletzt werden.

Gemäss Bundesrat ist die Anpassung nur eine „kleine, vernünftige Änderung“. Natürlich wolle man sicherstellen, dass keine Waffen in Bürgerkriegen eingesetzt werden. Man wolle auch in Zukunft nur restriktiv bewilligen.

Wie unglaubwürdig diese Argumentation ist, zeigt ein Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle: Die Rüstungsindustrie nutzt schon heute Lücken, um die geltenden Exportbeschränkungen zu umgehen – von „restriktiver Handhabung“ der Gesetze keine Spur.

Die gute Nachricht: Die Reaktion der Öffentlichkeit war gewaltig. Neben zahlreichen fassungslosen und kopfschüttelnden Kommentaren in Zeitungen und Sozialen Medien formierte sich rasch auch handfester Widerstand. Eine breite Allianz von Organisationen (ja, natürlich auch  Public Eye!) machte klar, dass diese Fehlentscheide korrigiert werden müssen. Wir begannen mit den Vorbereitungen der Korrektur-Initiative.
Der Bundesrat krebste unter diesem Druck zwar für den Moment zurück. Im Parlament wurde darüber diskutiert, ob die Spielregeln geändert werden sollen, damit der Bundesrat nicht in einigen Monaten erneut Geschenke an die Rüstungsindustrie verteilen kann.

Die schlechte Nachricht: Der Ständerat schob das Geschäft am 6. Dezember auf die lange Bank. Er will im Moment keinen Entscheid fällen und hat eine entsprechende Motion an die sicherheitspolitische Kommission zurückgewiesen.

Für uns ist damit klar: Es braucht die Korrektur-Initiative. Jetzt. Wir haben kein Vertrauen in das Parlament und den Bundesrat: Sobald der unmittelbare öffentliche Druck weg ist, wird die Rüstungsindustrie erneut für eine Aufweichung lobbyieren.

Mit der Initiative schlagen wir einen Pflock ein.
Keine Rüstungsexporte in Bürgerkriegsländer. Nie.


Deshalb: Bitte unterzeichnen Sie die Initiative – hier und jetzt.

Vielen Dank

Christian Engeli,
Public Eye

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Sinnvolle Geschenke

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Sind sie auf der Suche nach einem nachhaltigen und schönen Weihnachtsgeschenk, das nicht gleich in einer Schublade verschwindet? Dann helfen wir Ihnen gerne weiter und präsentieren Ihnen heute alternative Geschenkideen abseits des üblichen Massenkonsums.

Wofür Sie sich auch entscheiden: Zu jedem Geschenk erhalten Sie gratis einen zeitlosen Gymbag von Public Eye mit dazu. Diesen können Sie gleich als Verpackung für Ihr Geschenk verwenden und so Verbrauchsmaterial sparen.

Wir wünschen Ihnen schöne und besinnliche Festtage und bedanken uns für Ihre Unterstützung!

Für Public Eye,
Roman Bolliger

PS: Bestellungen, die bis Montag, 17. Dezember eingehen, werden garantiert noch vor Weihnachten geliefert.

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Verschenken Sie an Ihre Liebsten eine reguläre Public Eye Mitgliedschaft für 75 Franken oder eine Jugendmitgliedschaft (bis 27 Jahre) für 30 Franken. Die oder der von Ihnen Beschenkte erhält fünfmal pro Jahr die neuste Ausgabe unseres Magazins mit exklusiven Recherchen und informativen Reportagen. Unsere Mitglieder sind die Basis für unsere Arbeit. Je mehr wir sind, desto eher führt unsere  Arbeit zu Verbesserungen.
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Ein Bilderbuch aus Tansania. In kräftigen, leuchtenden Bildern erzählt John Kilaka, wie Solidarität und gemeinschaftliches Handeln zum Erfolg führt.

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1968 wurde Public Eye als Erklärung von Bern gegründet. Zum 50-jährigen Jubiläum lohnt sich ein Blick zurück auf die bewegte und spannende Geschichte unserer Organisation.

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Weitere Geschenkideen finden Sie in unserem Online-Shop.
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Die dubiosen Geschäfte der Schweizer Rohstoffhändler – Teil 3

Neuer Bericht zeigt: Bundesrat drückt sich seit 2013 vor der Regulierung der Rohstoffbranche.
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Ob dubiose Öldeals mit Oligarchen im Kasachstan oder die riesige Korruptionsaffäre um den brasilianischen Erdölkonzern Petrobras: In beiden Fällen sind Schweizer Rohstoffhandelsfirmen involviert. Dies deckten zwei Recherchen von Public Eye auf, die wir diesen Monat veröffentlichten. Diese Fälle sind aber nur die Spitze des Eisbergs, wie der heute von uns veröffentlichte Bericht „Fünf Jahre verschlafen – Warum der Bundesrat den Rohstoffhandel endlich regulieren sollte“ zeigt.

2013 hat der Bundesrat zum ersten Mal einen „Grundlagenbericht Rohstoffe“ veröffentlicht, in den nächsten Tagen wird er einen neuen Bericht vorstellen. Die Bundesbehörden haben in den letzten 5 Jahren wenig unternommen und wenig erreicht, die gravierenden Probleme im Rohstoffhandel werden weiter ignoriert. Es ist offensichtlich, dass „freiwillige Massnahmen“ nichts nützen.
Es braucht darum mehr denn je eine angemessene und verbindliche Regulierung der Rohstoffbranche!

Wir fassen in unserem Bericht die Unterlassungssünden unserer Regierung zusammen. Zudem zeigen wir Wege auf, wie die Schweiz Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen im Rohstoffbereich effektiv bekämpfen und verhindern könnte.

Hier können Sie und der Bundesrat unseren Bericht zur Rohstoffbranche lesen:

Jetzt Bericht lesen
Für Public Eye,
Roman Bolliger

PS: Der Rohstoffhandelsplatz Schweiz muss endlich in die Verantwortung genommen werden! Dank Ihrer Spende können wir uns dafür einsetzen. Herzlichen Dank.

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Die dubiosen Geschäfte der Schweizer Rohstoffhändler – Teil 2

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Wie letzte Woche versprochen, senden wir Ihnen hier unsere zweite Recherche über fragwürdige Geschäftspraktiken in der Rohstoffbranche.

Kennen Sie Vitol? Sie ist die weltweit grösste private Ölhandelsfirma und hat ihren Sitz in Genf. Wir haben aufgedeckt, wie Vitol zu einer der bedeutendsten Akteurinnen im Erdölhandel in Kasachstan wurde. Um den lukrativen kasachischen Markt zu erobern, gründete Vitol eine Firma – gemeinsam mit einem Mann, der der Machtelite des korruptionsanfälligen Landes sehr nahesteht. Dieses Unternehmen schüttete Gewinnanteile in Milliardenhöhe aus – von denen indirekt wohl auch Timur Kulibajew, der Schwiegersohn des Präsidenten, profitierte.

Jetzt unsere Reportage lesen
Die jüngsten Fälle in Kasachstan und Brasilien unterstreichen einmal mehr die Notwendigkeit, die Rohstoffbranche endlich verbindlich zu regulieren! Der Bundesrat wird in Kürze seinen neuesten Bericht zum Rohstoffsektor in der Schweiz veröffentlichen. Wird unsere Regierung die Lehren ziehen aus den wiederkehrenden Skandalen rund um Konzerne mit Sitz in Zug oder Genf? Wir sind skeptisch – und bleiben dran.

Für Public Eye,
Roman Bolliger

PS: Übrigens, Unsere Recherche „Vitol in Kasachstan“ ist die Titelgeschichte des aktuellen Public Eye Magazins. Wenn Sie die Geschichte lieber „offline“ nachlesen möchten, können Sie das Magazin hier bestellen. (Hinweis: Falls Sie Public Eye Mitglied sind, erhalten Sie das Magazin automatisch).

Über Anregungen, Lob oder Kritik freuen wir uns: newsletter@publiceye.ch.
Public Eye, Postfach, 8021 Zürich, Switzerland
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Die dubiosen Geschäfte der Schweizer Rohstoffhändler – Teil 1

Petrobras-Affäre: Schweizer Rohstoffriesen bezahlten zweifelshafte Mittelsmänner
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Der Bundesrat veröffentlicht in Kürze seinen neuesten Bericht zum Rohstoffsektor in der Schweiz. Public Eye publiziert vorgängig zwei Fälle von fragwürdigen Geschäftspraktiken in der Rohstoffbranche.
In der Hauptrolle der ersten Recherche: die Schweizer Firmen Glencore, Vitol und Trafigura.
Im Rahmen der Petrobras-Affäre, einem der grössten Korruptionsskandale der Geschichte, interessiert sich die brasilianische Justiz auch für Verträge der drei Firmen mit dem Ölkonzern Petrobras. Glencore, Vitol und Trafigura, die weltweit grössten Rohstoff-Handelsgesellschaften, schlossen mit dem brasilianischen Konzern lukrative Öldeals ab.

Eine neue Recherche von Public Eye und der britischen NGO Global Witness zeigt: Es wurden Millionen von Dollars an Kommissionszahlungen bezahlt – und dies manchmal an Vermittler mit höchst zweifelhaftem Profil.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte
Public Eye setzt sich seit Jahren für eine verbindliche Regulierung der Rohstoffbranche ein. Die Schaffung einer Rohstoffmarktaufsicht und die Einführung von Sorgfaltspflichten müssen endlich Realität werden. Nur so können das Korruptionsrisiko vermindert und der «Rohstofffluch» bekämpft werden, der die Bevölkerungen rohstoffreicher Länder dringend nötiger Mittel beraubt.

Wir bleiben dran!

Für Public Eye,
Roman Bolliger

PS: Nächste Woche informieren wir Sie über ein weiteres Beispiel eines dubiosen Geschäfts eines Schweizer Rohstoffhändlers.

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Schweizer Pestizid vergiftet Bauern in Indien

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Die Geschichte scheint unglaublich: Im zentralindischen Yavatmal wurden letztes Jahr innert 12 Wochen etwa 800 Landarbeiter schwer vergiftet, als sie auf Baumwollfeldern Pestizide ausbrachten. Über zwanzig von ihnen starben. Ein dafür verantwortliches Insektizid stammt aus der Schweiz: „Polo“ wird von Syngenta im Wallis hergestellt und in Länder des Südens exportiert, obwohl es hierzulande wegen seiner Gefährlichkeit für Gesundheit und Umwelt längst verboten ist.

Können wir es verantworten, dass eine Schweizer Firma im Ausland einen Giftstoff verkauft, der bei uns wegen seiner Gefährlichkeit nicht erlaubt ist? Können wir akzeptieren, dass der Bundesrat es als einen «nicht verhältnismässigen» Einschnitt in die Wirtschaftsfreiheit bezeichnet, die Menschen anderswo gleichermassen vor Vergiftung zu schützen wie uns? Können wir darüber hinwegsehen, dass in diesen Tagen in den indischen Zeitungen bereits wieder Dutzende Vergiftungen vermeldet werden, ohne dass wirksame Massnahmen ergriffen worden wären, diese zu verhindern?

Nein, das können wir nicht. Und wir müssen es auch nicht. Es liegen Instrumente auf dem Tisch, um Skandale wie jenen von Yavatmal zu verhindern. Der Nationalrat kann ein Verbot des Exports von bei uns nicht zugelassenen Pestiziden beschliessen. Und die Konzernverantwortungsinitiative würde Konzerne wie Syngenta in die Pflicht nehmen, endlich entschieden dagegen vorzugehen, dass Menschen Opfer ihres Geschäftsmodells werden.

Lesen Sie hier die ganze Recherche und was die Politik unternehmen kann: www.giftexporte.publiceye.ch

Liebe Grüsse
Christian Engeli, Public Eye

PS: Damit die Politik handelt, braucht es öffentlichen Druck. Wir freuen uns deshalb, wenn Sie in Ihrem Umfeld auf unsere Recherche aufmerksam machen.
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