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Protestwelle – Aktionswoche gegen das betäubungslose Schlachten 2021! — respektiere

Im kleinen Weinviertler Ort Bruderndorf, unweit von Stockerau, aber dennoch bereits wieder völlig abseits des Stroms der Geschichte, befindet sich der Schlachthof des Herrn G., wo vor allem Fleischesser aus dem muslimischen Kulturkreis bedient werden. Jetzt, rechtzeitig zu Beginn des islamischen Opferfestes, vergleichbar mit dem mit ebenfalls übermäßigen Fleischverzehr einhergehenden katholischen Osters oder Weihnachtens – beides Feste, die genauso direkt in das (noch) massenhafte(re) Abschlachten von Tieren münden – verdient der Betreiber wohl auch ganz gut an seinem ‚betäubungslosen-Schlachten-Angebot‘; jedenfalls wird die Anzahl der Opfer jedes Jahr auf ein Neues in die Höhe geschraubt. Heuer, so dem Vernehmen nach, sollen es bereits weit mehr als 1 000 Schafe gewesen sein, welche innerhalb von drei Tagen einen fürchterlichen Tod starben. Denn allesamt stand den Tiere die Tortur des Schächtschnitts, also das Aufschneiden der Luft- und Speiseröhre ohne vorhergehende Anästhesie, bevor; eine Tötungsart, die in Österreich eigentlich und ganz und gar selbstverständlich strikt verboten ist! Weil aber die Religionsfreiheit laut den Gesetzesbüchern ein ‚höheres Gut‘ als der Tierschutz darstellt, werden Ausnahmen erteilt, dann, wenn eine anerkannte Religion glaubhaft macht, dass ein derartiger Ritus als Pflicht in den ‚heiligen Büchern‘ der jeweiligen Gemeinschaft niedergeschrieben ist.
Und all das scheint nicht genug: Zudem, wie wir in den letzten Tagen beweisen mussten, haben die armen Tiere am Tag vor ihrem Tod auch noch einen Langstreckentranspoert quer durch Europa, von Rumänien bis nach Österreich, zu erdulden…
Fotos oben und unten: Proteste in Bruderndorf am laufenden Band!
Fotos: Beweis erbracht: hier kommt gerade der Transporter aus Rumänien (!!!) mit den Opfertieren! Nicht nur, dass sie die Qual des unfassbaren betäubungslosen Schlachtens erwartet, müssen sie zuvor auch noch eng zusammengedrängt einen Transport quer durch Europa erdulden – kontrolle? Keine! RespekTiere verwehrt sich aus tiefstem Herzen gegen eine Sichtweise, wo der Allmächtige solche ‚Opfer‘ verlangt. Zum einen, weil in den bezüglichen Schriften wenig überraschend überhaupt kein derartiger Hinweis zu finden ist (wie sollte er auch, eine moderne Betäubung war zu Zeiten der Buchverfassung selbstredend unbekannt, konnte deshalb auch nicht per se verboten worden sein), und zweitens, weil eine Tierquälerei immer eine Tierquälerei bleibt, auch wenn sie im Namen eines Gottes geschieht.
 
Deshalb treten wir geballt für ein ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schlachtens ein, ohne jeden Kompromiss; selbstverständlich aber suchen wir das Gespräch, haben nicht zuletzt das Symposium ‚Tierschutz im Islam‘ veranstaltet oder uns mit Vertretern der islamischen oder jüdischen Gemeinschaft getroffen. Leider liegen diese Lichtblicke oft Jahre zurück, und zu unteilbar scheint die Diskussionsgrundlage für die Hardliner der Konventionen zu sein. Zudem ist die Nachfrage, nicht zuletzt aufgrund des Zuzuges vieler muslimischer MitbürgerInnen, nach Fleisch aus einer betäubungslosen Schlachtung massiv gestiegen (wir haben immer davor gewarnt – ein ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schlachtens muss schnellstens umgesetzt werden, weil ohne jede Frage ein solcher Schritt in kommenden Jahren zunehmend schwieriger werden wird).
Fotos: aufsehenderregende Proteste in Baden bei Wien, einer Kultur-Kleinstadt, in deren Umgebung gleich drei Schächtbetriebe ansässig sind!

Das in der Alpenrepublik vorgeschriebene ‚Post Cut Stunning‘, also die Betäubung unmittelbar nach dem Schächtschnitt, ist ein typisch österreichischer Lösungsversuch, darauf abgezielt, sich aus einer etwas unangenehmen Zwickmühle möglichst unelegant herauszuwinden, dabei keine Seite vor den Kopf zu stoßen, und somit beide unzufrieden zurückzulassen; so ungefähr ist ‚Post Cut‘ nämlich zu verstehen, als ob man im Zuge einer Operation die Narkose erst dann erhält, wenn der Arzt bereits damit begonnen hat, die ersten Schnitte zu setzen und den Brustkorb öffnet, bevor der Anästhesist an die Reihe kommt…
                
Mag die innerösterreichische Verhaltensart in einigen Affären als durchaus charmant empfunden werden, geht es in diesem Bereich aber um das Schmerzempfinden, um unfassbares Leid und die pure Todesangst von Lebewesen. Spätestens da muss ein schwammiger ‚gütlicher Vergleich‘ als völlig inakzeptabel gelten!
Fotos: laute Proteste an jenem Ort, wo wir im letzten Jahr ein unfassbares Video von völlig illegalen Schächtungen an Kühen der Staatsanwaltschaft übermittelten; Folge: Straferlass an Tom über mehrere hundert Euro wegen Besitzstörung!!! Ein Großaufgebot der Polizei begleitete die energische Kundgebung! Sprechchöre begleiten die Kundgebung!
Deshalb versammelten sich RespekTiere-AktivistInnen an den Tagen des ‚Opferfestes‘ vor den Tötungsanstalten, um direkt vor Ort des Geschehens ihre Meinung zur Thematik kundzutun. Verständlich aber trotzdem unsagbar traurig ist, dass sich immer noch sehr wenige Tierrechtsorganisation in unserem Land zu einem deutlichen derartigen Zeichen entschließen können; verständlich darum, weil es bezüglich des betäubungslosen Schlachtens und des Auftretens dagegen leider immer politische Richtungen gibt – in diesem Falle der schmutzige rechte Rand – welche derartige Aktionen gerne für ihre eigenen verstaubten Interessen zu nützen versuchen und man deshalb in Gefahr läuft, ebenfalls diesem Dunstkreis zugerechnet zu werden. Es nützt dann auch kaum sich zu distanzieren, selbst in aller Deutlichkeit; hundert Mal, tausend Mal, haben wir bereits verkündet, unser Auftreten hat so überhaupt gar nichts mit Stimmungsmache gegen BürgerInnen mit anderer Hautfarbe oder anderer Religionszugehörigkeit zu tun, sondern einzig und alleine mit der Tatsache, dass wir uns unermüdlich und ausnahmslos dort einsetzen, wo Tiere leiden. Ob das nun vor einem konventionellen Schlachthof ist, gegen das so unsagbar feige Wegsehen der katholischen Kirche zum Thema oder gegen irgendeine andere Causa, wo unseren Mitgeschöpfen übel mitgespielt wird, wir sind dort, wo uns die Tiere brauchen. RespekTiere versteht sich als Sprachrohr für die Stimmlosen, und einzig und allein diesem Bestreben gilt sämtliche Energie. Wie gesagt, Rechtfertigungsversuche (und alleine, dass solche überhaupt nur zu machen sind, ist schon schlimm genug) verhallen zumeist aber leider ungehört im geistigen Zwischenraum…
Traurig, weil aus Angst in eine bestimmte Ecke gedrängt zu werden, gerne lieber geschwiegen wird… Angst ist aber kein guter Ratgeber, und Wegsehen ist nicht weniger als eine stumme Zustimmung…

Wer unsere Arbeit verfolgt, sieht, an wie vielen verschiedenen Fronten wir unterwegs, wie stark wir gefordert sind; umso schrecklicher ist es, wenn man sich für das Auftreten gegen Tierleid dann auch noch instrumentalisiert sieht, seinen Standpunkt immer und immer wieder zur Rechtfertigung neu erklären muss. Niemand mag sich vorstellen, wie viel Kraft und Energie das kostet, Energie, die viiiiiel besser in die direkte Tierschutzarbeit investiert werden sollte!
 
Jedenfalls, wir versuchen es nochmals: unsere zum speziellen-Thema-Kundgebungen sind alleine FÜR die Tiere und nicht GEGEN irgendjemanden!
Fotos: Proteste auch vor dem Niederösterreich-Landtag; Niederösterreich ist das ‚Haupt-Schächt-Bundesland‘, eine traurige Tatsache für die ansonsten so wunderschöne Region!
Wir können es nicht oft genug betonen, wir als TierschützerInnen sind für die Tiere da, es kann und darf nicht sein, dass wir uns bei dieser ohnehin immensen Aufgabe dazu hinreißen lassen, in menschliche Abgründe hinein zu geraten, uns von Wut und Zorn leiten zu lassen. Unsere Aufgabe ist es für die Tiere stark zu sein, gegen alle und jede/n vorzugehen, der/die die Würde der Tiere untergräbt, Tiere misshandelt, Tieren ihre ohnehin viel zu geringen Rechte zu berauben versucht. Rassistische Töne haben dabei nichts verloren, denn so etwas bringt nicht nur rein gar nichts der Sache selbst, es macht auch uns zu schlechteren Menschen. Es muss uns aber dennoch auch völlig egal sein, aus welchen Kulturkreis oder Erdteil, aus welchen Gründen oder politischen Entwicklungen Menschen Tiere schlecht behandeln, wir müssen das Problem selbst an der Wurzel packen, ohne dabei aber unsere eigene Menschlichkeit zu verlieren.
 
Schächten – gemeint ist an dieser Stelle selbstredend das betäubungslose – ist und bleibt eine völlige Barbarei, und egal wer eine solche betreibt, der oder die muss unsere Gegenwehr spüren. Aber ganze Völker oder Religionen einen ‚Schwarzen Peter‘ zuzuspielen, das kann und darf nicht der richtige Weg sein.
 
Festzuhalten gilt aber ohne jede Abstriche, das betäubungslose Schlachten darf OHNE JEDE AUSNAHME nicht erlaubt sein, alles andere zu propagieren ist ein bodenloser Verrat am Tierschutz. Ein solches Töten ist ja zudem eigentlich sowieso verboten, das Problem aber sind die ‚Sonderregelungen‘, etwa dann, wenn dies aus religiösen Gründen geschieht. Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen, aber wenn Ihr unsere Seiten aufmerksam lest, wisst Ihr, wir haben uns in der Vergangenheit mit der Islamischen Gemeinschaft getroffen, mit der Israelitischen Kultusgemeinde, mit dem türkischen Botschafter, und immer das Gespräch gesucht. Wenn dann allerdings alle diesbezüglichen Bemühungen dennoch sofort von diesen Seiten als Hetze verleumdet werden, dann läuft auch etwas gewaltig schief. Natürlich protestieren wir auch gegen das ’normale‘ Schlachten, RespekTiere ist ein 100 % veganer Verein, wir machen sogar ‚Kreuzzüge für Tierrechte‘ wie Ihr wisst, und alleine deshalb darf es und wird es von uns keine Ausnahme geben, wir werden immer gegen Tierquälerei eintreten, völlig bedeutungslos, wie scharf der Gegenwind ist. Diese Kampagne werden wir also erst dann beenden, wenn VOR dem Schächtschnitt eine Betäubung erfolgen MUSS, nicht erst, wie es der österr. Gesetzgeber vorgibt, NACH dem Schnitt! Und bitte kommt nicht mit dem Totschlagargument, auch in konventionellen Schlachthöfen wachen Tiere nach der Narkose auf, denn wenn sie das tun ist es ein Verbrechen und kann und muss natürlich ebenso gewaltig bekämpft werden. Aber aus diesem Grund, weil so etwas ILLEGAL passiert, kann man doch nicht pauschal das betäubungslose Schlachten damit rechtfertigen oder gar als legitim erklären!!! Wir regen uns (mehr als nur zurecht!!!) furchtbar auf, wenn geschätzte 20 % oder sogar mehr der konventionell geschlachteten Tiere aus der Narkose zu früh erwachen, das ist unfassbar furchtbar! Aber andererseits akzeptieren wir auch wie es scheint gerne mal 100 %, nur weil diese dann von Menschen getötet werden, welche unbestreitbar ‚ohnehin minderheitsbezogenen Problemen‘ ausgesetzt sind – aber bitte erklärt es, was hat das eine mit dem anderen zu tun???!!! Mit solch schizophrenen Verhalten helfen wir ihnen nämlich kein bisschen in der Lösungsfrage, im Gegenteil wir tragen dazu bei, die Gräben zu vertiefen anstatt sie zu beseitigen!!!
Wir haben selbst viele Schächtungen miterleben müssen, und können deshalb aus tiefster Seele behaupten, es ist eine monströse Tierquälerei und dürfte, Ausnahmegenehmigung hin oder her, NIEMALS und unter keinen Umständen legitimiert sein.
Fotos: ein Ort, der keine Schächtungen – wie erforderlich – bei der Behörde gemeldet hatte; ist es ein Zufall, dass gerade zu den Opfertagen die ‚Abfallkübel‘ mit Resten von so vielen Schafen überquellen???
Fazit unserer Proteste-Woche 2021: wieder haben wir viele Orte des Geschehens besucht. Es gibt in Niederösterreich zwar nur mehr eine Handvoll von Betrieben, welche überhaupt eine Genehmigung erteilt bekommen haben; Fakt ist, dass aufgrund unserer Proteste jedes Jahr ein neuerlicher Betrieb das betäubungslose Töten einstellt. Für heuer beispielsweise konnte eine Schlachterei in der Nähe von Klosterneuburg dazu überredet werden, das blutige Geschäft sein zu lassen. Auch ein weiterer Betrieb in der St. Pöltener Umgebung ließ in diesem Jahr keine Schächtungen zu
Fakt ist aber auch, der Trend geht nun hin zu jenen Orten, welche direkt von muslimischen MitbürgerInnen geführt werden. Und dort werden mehr und mehr Schafe gezüchtet und letztendlich auch geschächtet, Tendenz stark steigend. Solche Fleischfirmen dann zum Aufhören zu bewegen, das wird wohl ungleich schwieriger werden, als die ‚einheimischen‘ Pendanten – denn in diesem Falle gibt es kaum die Hemmschwelle ‚was werden die Nachbarn sagen’…

Deshalb wird es letztendlich nur eine einzige Folgerung geben können: die österreichische Bundesregierung MUSS sich zu einer klaren Linie bekennen! Das Post-Cut-Stunning ist viel zu wenig, es bietet zudem – was noch schlimmer ist – geöffnete Türen für alle Arten der ‚Auslegung‘ (zum Beispiel: was genau heißt ‚unmittelbar nach dem Schnitt‘???? Sind das Augenblicke, sind es Sekunden? Oder nicht so genau definiert? Also im Prinzip eh alles erlaubt?).
Das betäubungslose Töten von Tieren muss, nochmals und nochmals und nochmals, ohne jede Ausnahme verboten werden, jetzt sofort.
Alles andere wäre nichts als ein hochnotpeinlicher Kniefall von völlig falsch verstandener Toleranz, ein solcher, der jede/n StaatsbürgerIn egal welcher Religion angehörig die Schamesröte ins Gesicht treiben muss. Natürlich auch den muslimischen und jüdischen; denn eines ist Gewiss: solange man derartiges zulässt, solange gießt man Öl ins Feuer rechter PopulistInnen. Ohne Ende. Was in einem Staat verboten ist, muss auch verboten bleiben. Ohne Ausnahme. Umso mehr dann, wenn es um Belange von fühlenden, leidenden Wesen geht. Da MUSS deren Schutz absoluten Vorrang haben. Fotos: Protestimpressionen! Und genau diesen Vorrang werden wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln einfordern. Schon sehr bald wird in diesem Bestreben die nächste Runde eingeläutet. Sie werden sich an diese Worte erinnern, denn das ist ein Versprechen!!!
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Unfassbar! Kettenhund nach jahrelanger Tierqual gerettet, und was ist die Folge? Hausdurchsuchung! — respektiere

Was für ein Tag! Gestern noch waren wir wegen eines unübersehbaren Katzenleides auf einem Bauernhof im Waldviertel gewesen – und entdeckten dabei einen völlig zersausten Husky, der, wie sich später herausstellte, schon Jahrelang an der Kette hing. Triste pur. Eine Tragödie, fernab vom Strom der Geschichte. Unbemerkt von der Welt da draußen. Unbeweint. Seine ganze Welt – 2 Meter Stahlglieder und ein kleiner abgestellter Autoanhänger, wo ihm das ‚darunter‘ als Schlafplatz dient… Wobei bei Regenfall wohl die ganze Umgebung im Schlamm versinkt, und für ihn kein Quadratzentimeter trockener Boden bleibt. So schrecklich es auch ist, aber dies ist tatsächlich alles, was er hat. Nicht einmal eine Futterschüssel ist zu sehen. Nur Schmutz und Elend. Einsamkeit. Ganz nebenbei: Ihr wisst es, in Österreich herrscht das totale Anbindeverbot für Hunde, selbst ein ‚zwischendurch‘ ist dem Gesetz nach nicht erlaubt. Und dann das hier…

Was also tun? Die Behörde einschalten? Aber was passiert danach? Es ist die traurige Einsicht, die sich immer und immer bestätigt: das Veterinäramt wird vorbeikommen, wird das Ablassen von der Kette verlangen, wird einen geringstmöglichen Strafbescheid verhängen – viel eher noch eine kleine Verwarnung – und der Hund wird in Folge, sobald Amtstierarzt/ärztin den Ort des Geschehens verlassen hat, genauso weiterleben wie bisher. Nur, dass dann das Tor zu Hof geschlossen ist, sodass es keinen ‚unangekündigten‘ Besuch mehr gibt!
Denn jemand, der/die mehr als 2 Jahre solche Umstände duldet, dem ist eine derartige ‚Verwarnung‘ ziemlich egal. Fazit wäre also gewesen:  der Behörde die Hand geschüttelt, Tor zu, und in Zukunft würde dieses immer verschlossen sein. Wenn Amtsorgan wieder erscheint, würde zuerst die Kette gelockert, dann die Tür bedient…jede Wette. 25 Jahre Erfahrung gestatten – nein, verlangen – diese Einsicht.
Die Frau war zu Hause; mit ihren drei kleinen Kindern. Sie rief schließlich ihren Mann. Der ließ sich – Hörer von der Frau zu uns, von uns zu ihm, von ihm zur Frau, von Frau zu uns- nach langen Gesprächen zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit schließlich doch noch vom Unvermeidbaren überzeugen. Und 200 Euro, die wir sofort übergaben, waren ja auch nicht so schlecht. Ja, es wäre ihm und seiner Angetrauten durchaus bewusst gewesen, dass man einen Hund nicht derart halten darf. Schon gar nicht einen Husky. Aber der wäre ansonsten abhauen – welch eine Überraschung aber auch. Huskys, jedermann/frau kennt die Angewohnheiten dieser Rasse, deren unabdingbare Triebe, deren Freiheitsdrang, deren Lauffreudigkeit. Hier reduziert auf Aufstehen, Niederlegen, zwei Schritte gehen. Niemals Abwechslung. Tagein tagaus, derselbe alles verzehrende Einheitsbrei…
Wir setzten nun blitzschnell eine Übereinkunft auf; nicht, dass es im Nachhinein Probleme mit der Zuordnung der neuen ‚Eigentümer‘ geben würde.
Bello ging übrigens ohne ein einziges Mal des Umdrehens mit uns mit. Ganz so, als wenn er eine schlechte Erinnerung einfach abstreifen wollte. Kein Abschied, vielmehr ein Aufbruch in ein neues Leben. Auch in die sich immer im Auto befindliche Hundebox ließ er sich ohne jedes Problem heben, schien sich darin sogar ganz wohl zu fühlen. Eiliges Telefonieren folgte; Platzsuche. Ein vorübergehendes zu Hause, wenigstens. Und wir waren erfolgreich! Schon bald darauf konnte sich Bello ausstrecken; entspannen. Ganz ohne Kette. Und so soll, muss, es auch bleiben!

Heute sind wir wieder unterwegs. Das Telefon läutet. Der Mann einer der beiden bei der gestrigen Rettungsaktion mit anwesenden, so mutigen Tierschützerinnen ist am anderen Ende. Aufgeregt. Erbost. Hausdurchsuchung! Angeordnet vom Staatsanwalt. Fünf Uniformierte durchkämmen das zu Hause. Auf der Suche nach Bello.

Hatte der ehemalige Hundehalter, Tierquäler, so darf man jemanden offiziell nennen, der einen Hund sein ganzes Leben an der Kette hält, doch tatsächlich später die Polizei gerufen. Betrüger hätten ihm seinen ‚Besitz‘ gestohlen. Entführt, seine Frau unter Druck gesetzt. Bedroht. Zumindest Psychisch. Un-un-unfassbar!

So sitzen wir am Nachmittag allesamt am Posten. Unsere Akte trägt die Überschrift: Beschuldigter – u.a. Verdacht auf Betrug!
Ich kann es nur wiederholen: un-un-unfassbar! Aber dennoch Realität!

Wir werden natürlich alsbald über den weiteren Verlauf dieser furchtbaren Affäre berichten – und bis dahin selbstverständlich kein Wort über den zwischenzeitlichen Verbleib von Bello verlieren. So sehr Vater Staat auch presst. Denn niemals, niemals, niemals werden wir zulassen, dass der Arme zurück in seine Hölle muss. Ein ganzes Leben an der Kette sind schließlich genug.
Foto: und so fanden wir uns heute wieder: im Vernehmungszimmer der Polizei!
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Aufgedeckt – hunderte Schafe im rumänischen Tiertransporter in den betäubungslosen Tod gekarrt — respektiere

Es ist eigentlich unfassbar – die Opfertage 2021 haben noch gar nicht begonnen, und schon gibt es den ersten handfesten Skandal! Ja, die Gerüchte aus dem letzten Jahr bestätigten sich leider: gestern Abend, nach einem ganzen Tag des Zuwartens vor Ort im Auto, mussten TierschützerInnen tatsächlich AugenzeugInnen werden, als zwei drei- bis vierstöckige Tiertransporter mit rumänischen Kennzeichen samt jeweils mindestens 300 Tieren im vollgepferchten Laderaum zu einem österreichischen Schächtschlachthof einbogen! Man mag gar nicht darüber nachdenken, gerade noch im Tiertransporter nach einer Wahnsinnsfahrt durch das brennend heiße Osteuropa, über hunderte Kilometer hinweg, nur um einen Tag später, immer noch völlig mitgenommen von den ‚Reise’strapazen, in unserem Land einen furchtbaren Tod ohne vorhergehende Betäubung entgegenzusehen…
Ein Vor-Ort-Bericht: ‚Es war ein langer Tag gewesen; zu Mittag war erstmals ein Adrinalinschub spürbar, dann, als wir auf der Autobahn einen Schweinetransporter erspähten – an einem Sonntag noch dazu, wo im allgemeinen LKW-Fahrverbot herrscht – und wir diesen bis zum nächstgelegenen Schlachthof verfolgten. Dort angekommen, stieg der Fahrer aus, nur um aus dem am stacheldrahtumzäunten Gelände geparktem Privatauto Zigaretten zu holen. Das Kennzeichen sollte ein tschechisches sein – nicht überraschend, denn fast sämtliche Tötungsanstalten bauen inzwischen zum allergrößten Teil auf dem Anschein nach leichter auszubeutende Hilfskräfte aus Ost-Europa… dass aber auch diese längst die Tierschutzproblematik erkannt haben, bewies die Tatsache, dass der gute Mann schließlich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen irgendwie doch auf uns aufmerksam wurde und schon im nächsten Augenblick durch den Zaun hindurch die TierschützerInnen fotografierten…
Hier konnten wir ohnehin heute nichts mehr ausrichten, und so machten uns alsbald wieder auf den Weg zurück zum Ausgangspunkt; unser Ziel für den heutigen Tag sollte ja ein gänzlich anders sein – es galt nämlich, Gerüchte zu belegen, dass für das kommende Opferfest auch jede Menge Schafe aus dem Osten angekarrt werden! Die Hartnäckigkeit machte sich schließlich bezahlt; tatsächlich, es war nun bereits ein langer Tag gewesen und die Uhr läutete mittlerweile die 19. Stunde ein, wurde der Spähposten plötzlich aus der sich über die langen Stunden hinweg langsam einschleichenden Lethargie gerissen. 2 riesige LKW’S donnerten vorbei, Tiertransporter, mit rumänischen Kennzeichen! Aufregung zuerst, dann sofortiges Handeln. Motor starten, Druck auf’s Gaspedal, und los! Bald holten wir die PS-Monster ein und konnten die riesigen LKW’s von der Ausfahrt weg verfolgt, über einige Kilometer Landstraße hin zum Ort des Geschehens; es stellte sich schnell heraus, der Käufer der armen Tiere sollte kein Unbekannter sein, war er doch die letzten Jahre hinweg immer wieder durch regelrechter Ausraster im Zuge der RespekTiere-Anti-Schächt-Kampagnen aufgefallen.
So auch dieses Mal; im Wissen, nur unabdingbares Vorgehen – Zögern als auserkorenes Unwort – kann in so einem Falle den nötigen Erfolg bringen, folgte die vorbestimmte Einsicht: das Fotografieren wäre unmöglich, sobald der Innenhof der Tötungsanstalt den Transporter verschluckt haben würde. Weil es aber ihrer zwei Fahrzeuge waren, musste das erste vorerst entlang der Umzäunung des Geländes parken – und diese Chance packten wir beim Schopf. Starker Regen war noch dazu der Freund der Mutigen, denn nur dadurch wohl sollten die Arbeiter, zudem inzwischen mit dem Abladen beschäftigt, nicht in der Laune sein, sich wie sonst üblich außerhalb aufzuhalten.
Allerdings, der Fahrer wartete im Cockpit! Keine Zeit zum Grübeln, was soll’s – Augen zu und durch. Schon legten wir die gut zweihundert Meter lange Strecke von der Straßeneinmündung im Laufschritt zurück, und im nächsten Moment schauten wir bereits in das Angesicht der Todgeweihten. Unfassbar traurig, aber dennoch pure Realität. Sie alle auserwählt, um Gott geopfert das Leben in einem staubigen Hinterhof in einem der angeblich fortschrittlichsten Ländern der Welt mit ohne jeder Betäubung geöffneter Kehle auszuhauchen. Das einzige, was wir jetzt noch für sie tun konnten, war, deren Schicksal öffentlich zu machen. Es der Anonymität des verlassenen Dorfes im niederösterreichischen Weinviertel zu entreißen. Menschen aufmerksam zu machen, den Gesetzgeber an seine Verantwortung zu erinnern.
Bildermaschinen gezückt, bannten wir die Szenerie auf Speicherkarte. Im folgenden Augenblick aber öffnete sich auch schon die Fahrzeugkabine, der Lenker sprang heraus und fragte, die Worte in englische Sprache gepackt, nach dem Begehren. Eine vorsichtige Diskussion folgte, ruhig zuerst. Mehr ein Austausch unter Interessierten.
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Es ist eigentlich unfassbar – die Opfertage 2021 haben noch gar nicht begonnen, und schon gibt es den ersten handfesten Skandal! Ja, die Gerüchte aus dem letzten Jahr bestätigten sich leider: gestern Abend, nach einem ganzen Tag des Zuwartens vor Ort im Auto, mussten TierschützerInnen tatsächlich AugenzeugInnen werden, als zwei drei- bis vierstöckige Tiertransporter mit rumänischen Kennzeichen samt jeweils mindestens 300 Tieren im vollgepferchten Laderaum zu einem österreichischen Schächtschlachthof einbogen! Man mag gar nicht darüber nachdenken, gerade noch im Tiertransporter nach einer Wahnsinnsfahrt durch das brennend heiße Osteuropa, über hunderte Kilometer hinweg, nur um einen Tag später, immer noch völlig mitgenommen von den ‚Reise’strapazen, in unserem Land einen furchtbaren Tod ohne vorhergehende Betäubung entgegenzusehen…


Ein Vor-Ort-Bericht: ‚Es war ein langer Tag gewesen; zu Mittag war erstmals ein Adrinalinschub spürbar, dann, als wir auf der Autobahn einen Schweinetransporter erspähten – an einem Sonntag noch dazu, wo im allgemeinen LKW-Fahrverbot herrscht – und wir diesen bis zum nächstgelegenen Schlachthof verfolgten. Dort angekommen, stieg der Fahrer aus, nur um aus dem am stacheldrahtumzäunten Gelände geparktem Privatauto Zigaretten zu holen. Das Kennzeichen sollte ein tschechisches sein – nicht überraschend, denn fast sämtliche Tötungsanstalten bauen inzwischen zum allergrößten Teil auf dem Anschein nach leichter auszubeutende Hilfskräfte aus Ost-Europa… dass aber auch diese längst die Tierschutzproblematik erkannt haben, bewies die Tatsache, dass der gute Mann schließlich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen irgendwie doch auf uns aufmerksam wurde und schon im nächsten Augenblick durch den Zaun hindurch die TierschützerInnen fotografierten…


Hier konnten wir ohnehin heute nichts mehr ausrichten, und so machten uns alsbald wieder auf den Weg zurück zum Ausgangspunkt; unser Ziel für den heutigen Tag sollte ja ein gänzlich anders sein – es galt nämlich, Gerüchte zu belegen, dass für das kommende Opferfest auch jede Menge Schafe aus dem Osten angekarrt werden! Die Hartnäckigkeit machte sich schließlich bezahlt; tatsächlich, es war nun bereits ein langer Tag gewesen und die Uhr läutete mittlerweile die 19. Stunde ein, wurde der Spähposten plötzlich aus der sich über die langen Stunden hinweg langsam einschleichenden Lethargie gerissen. 2 riesige LKW’S donnerten vorbei, Tiertransporter, mit rumänischen Kennzeichen! Aufregung zuerst, dann sofortiges Handeln. Motor starten, Druck auf’s Gaspedal, und los! Bald holten wir die PS-Monster ein und konnten die riesigen LKW’s von der Ausfahrt weg verfolgt, über einige Kilometer Landstraße hin zum Ort des Geschehens; es stellte sich schnell heraus, der Käufer der armen Tiere sollte kein Unbekannter sein, war er doch die letzten Jahre hinweg immer wieder durch regelrechter Ausraster im Zuge der RespekTiere-Anti-Schächt-Kampagnen aufgefallen.


So auch dieses Mal; im Wissen, nur unabdingbares Vorgehen – Zögern als auserkorenes Unwort – kann in so einem Falle den nötigen Erfolg bringen, folgte die vorbestimmte Einsicht: das Fotografieren wäre unmöglich, sobald der Innenhof der Tötungsanstalt den Transporter verschluckt haben würde. Weil es aber ihrer zwei Fahrzeuge waren, musste das erste vorerst entlang der Umzäunung des Geländes parken – und diese Chance packten wir beim Schopf. Starker Regen war noch dazu der Freund der Mutigen, denn nur dadurch wohl sollten die Arbeiter, zudem inzwischen mit dem Abladen beschäftigt, nicht in der Laune sein, sich wie sonst üblich außerhalb aufzuhalten.
Allerdings, der Fahrer wartete im Cockpit! Keine Zeit zum Grübeln, was soll’s – Augen zu und durch. Schon legten wir die gut zweihundert Meter lange Strecke von der Straßeneinmündung im Laufschritt zurück, und im nächsten Moment schauten wir bereits in das Angesicht der Todgeweihten. Unfassbar traurig, aber dennoch pure Realität. Sie alle auserwählt, um Gott geopfert das Leben in einem staubigen Hinterhof in einem der angeblich fortschrittlichsten Ländern der Welt mit ohne jeder Betäubung geöffneter Kehle auszuhauchen. Das einzige, was wir jetzt noch für sie tun konnten, war, deren Schicksal öffentlich zu machen. Es der Anonymität des verlassenen Dorfes im niederösterreichischen Weinviertel zu entreißen. Menschen aufmerksam zu machen, den Gesetzgeber an seine Verantwortung zu erinnern.


Bildermaschinen gezückt, bannten wir die Szenerie auf Speicherkarte. Im folgenden Augenblick aber öffnete sich auch schon die Fahrzeugkabine, der Lenker sprang heraus und fragte, die Worte in englische Sprache gepackt, nach dem Begehren. Eine vorsichtige Diskussion folgte, ruhig zuerst. Mehr ein Austausch unter Interessierten.spektiere.at

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Achtung-Notmeldung!!! Es geht um ein Leben – welches nur im ‚ZUSAMMEN‘ gerettet werden kann! — respektiere

Gut eine Woche ist es nun schon zurück, da entdeckten besorgte TierschützerInnen eine humpelnde Gans am Leopoldskroner Weiher in Salzburg Stadt. Schnell stellte sich heraus, die Arme war in eine weggeworfene Angelschnur – wie sich zum allgemeinen Ärgernis dutzende solcher rund um den Fischteich finden – getreten und der Nylonfaden hat sich fest um das Bein geschnürt. Für die Gans unentfernbar, verrichtet das Fischerutensil gar übles Werk: es zieht sich fester, so lange wohl, bis der Fuß aufgrund einer fehlenden Blutzirkulation abzusterben droht. Ohne Hilfe von außen absterben wird. Oberste Devise deshalb: das verletzte Tier so schnell als möglich einzufangen und ärztlich behandeln zu lassen! Das Problem nur: wie bloß fängt man ein nicht nur wehrhaftes, sondern auch extrem flugfähiges Wesen, dass ja nicht weiß, ein ‚Zugriff‘ wäre nur zu seinen Gunsten?
Foto: fast schon eine Attraktion, zumindest ist es für alle mit Herz für Tiere eine solche: die starke Gänsepopulation rund um den Weiher und den Almkanal in Salzburg Stadt! Hilfe kommt in solchen Fällen nur mühselig und langsam; aber das ist nicht allein in Salzburg so. TierschützerInnen bundesweit wissen davon ein trauriges Lied zu singen. Niemand fühlt sich so richtig zuständig, allesamt möchten sie am liebsten den anderen – wer immer das dann auch ist – den Vortritt lassen. Zumindest bei der anfallenden Arbeit. Fürchte zu ernten, in dem Falle vielleicht Lob für einen gelungenen Einsatz, da wird die Drängelei an der Front eine ungleich größere sein. Gar keine Frage. Ist aber ebenfalls auch anderswo gleich, von Scheibbs bis Nebraska, wie die Redewendung sagt.
Foto: das ist sie, die Arme! Immer mit ihrer ‚Gang‘ unterwegs, drei FreundInnen, die alles teilen – auch das Leid! Apropos Zuständigkeit: da gäbe es dann schon einige, deren Aufgabe, ja Pflicht es wäre, bei Gefahr im Verzug Dinge in Bewegung zu setzen. Zuallererst einmal ist die Feuerwehr kompetent; hier hat Salzburg natürlich keine Amateurtruppe, welche die spärliche Freizeit opfert, um bei Katastrophenfällen hilfreich zur Seite zu stehen. Und selbst wenn jene Situation, wo Tiere die Hauptinvolvierten sind, aus Sicht der Menschen leider oft nicht als ‚Katastrophe‘ eingestuft wird, für besagte Gans ist er es allemal.
Aber zurück zur Fragestellung; nein, Salzburgs Feuerwehr ist eine professionelle, eine, wo die MitarbeiterInnen hauptberuflich angestellt sind. Zum Aufgabenbereich gehört dann auch der Einsatz für verletzte Wildtiere; das Bergen solcher aus Gefahrensituationen, genau wie die spätere Übergabe an entsprechende VeterinärInnen bei physischer Verwundung. Und ja, die Feuerwehr war auch zur Stelle, nur stieß sie schnell an ihre Grenzen. Die Gans entwischte, einen weiteren Plan zum ‚doch noch einfangen‘ gibt es leider anscheinend nicht.
Foto: alle Annäherungsversuche sind bisher erfolglos geblieben… Es existiert in Salzburg auch eine Tierrettung. Die sieht dann mehrere Male nach der Situation, auf eine zündende Idee zu warten, stellt sich als allerdings als Zeitverschwendung heraus. Der Versuch ist das Ende der Fahnenstange. Und, nur nach der Armen ‚zu sehen‘, davon hat sie leider nichts.
Dann gibt es auch noch den Zoo; dort arbeiten echte Profis, die aus der Erfahrung viele gute Ratschläge haben. Und natürlich helfen wollen – allerdings erst dann, sobald die Gans eingefangen ist.
Zurück bleibt ein verletzter Vogel und eine Handvoll inzwischen verzweifelter TierschützerInnen. Die, inklusive uns, wollen zwar eingreifen, versuchen jeden Tag ihr Bestes zu geben, aber das Beste scheitert an den Möglichkeiten. Womit wir wieder am Anfang sind – wie fängt man eine inzwischen ob verschiedener Versuche ziemlich scheu gewordene Gans, die noch dazu ‚Fliegen‘ wie kaum ein anderer Vogel beherrscht? Guter Rat ist teuer. Aber soll und darf das das Fazit sein? Müssen wir jetzt alle kapitulieren, zuschauen, bis die Gans ihr Bein verliert und sie dann einem langsamen Sterben preisgegeben ist? Sind das die Lorbeeren der Zivilisation? Dass eine Kulturstadt wie Salzburg überhaupt keine Antworten und halt andere Probleme hat, keinen Plan und vielleicht noch weniger Willen, einer Verletzten in Not zu entsprechend beizustehen?
Foto: Auch – und sogar ganz besonders – die Fischer sind gefordert: schließlich ist die Misere von einem/einer der ihren verschuldet! Man erkennt es im Bild nur ansatzweise: eine Anglerschnur schnürt den Fuß ab! Es ist fünf vor Zwölf, sie braucht Hilfe – JETZT!!! Ach ja, und dann wären ja selbstredend auch noch die Fischer selbst; die, die die Ufer besetzen, Leben aus bloßem Zeitvertreib nehmen und dann auch noch deren Hilfsmittel zurücklassen, welche ganz schnell zur tödlichen Gefahr für noch mehr völlig unschuldige Lebewesen werden. Nur, um in solchen Begebenheiten wie der jetzigen mit den Schultern zu zucken und die Hände in Unschuld zu waschen? Nennen wir es beim Namen – ja, wie man es dreht und wendet, sie sind die eigentlich Schuld habenden an der Misere, nur sie, und dennoch kommt von deren Seite kein Muckser. Wie immer, würde der Schelm sagen. Vielleicht nicht nur der.
Dürfen wir sie verantwortlich machen, dürfen wir verlangen, dass sie die Suppe auslöffeln, die sie angerichtet haben? Dürfen wir? Ja! Müssen wir sogar. Also, Jungs – und vielleicht auch ein paar Mädchen, die inzwischen ebenfalls dem blutigen Handwerk zugetan sind – krempelt die Ärmel hoch und zeigt Verantwortung. Zeigt Präsenz! Und lernt endlich dazu – lehrt Euren Mitgliedern einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt. Seht endlich den Zusammenhang, nicht nur am Leopoldskroner Weiher, sondern an den allermeisten ‚Fisch-Weihern‘; ja, es ist einfach über die Verschmutzung der Meere zu schimpfen, weil die sind ohnehin weit weg. Da hat jedermann/freu eine Meinung dazu und kann die Klappe weit aufreißen. Aber das hier, direkt vor der Haustüre, das ist Eure Schande, euer Tun. Die Kutter sind es, welche die Ozeane verdrecken, und ihr seid es, die selbiges nur zu oft rund um die Seen machen. Wir gehen auch nicht in Euren Garten und lassen dann unseren Müll zurück. Der Leopoldskroner Weiher, er ist aber der Garten der Öffentlichkeit. Also unserer. Wir sind alle Gäste und sollten uns auch so benehmen. Dazu gehört in erster Linie einmal den verursachten Abfall zu entsorgen. Besonders, wenn es sich dabei um künftig potentiell tödliche Fallen für andere Tiere handelt! Wir freuen uns auf Eure Ideen zur Bergung der Verletzten.
Foto oben und unten: die Gänse sind längst eine liebgewonnene Attraktion von BesucherInnen und TierschützerInnen gleichermaßen! ‚Unsere‘ braucht dringenst Hilfe, wir müssen sie JETZT retten, bevor es zu spät ist! Bitte helft alle mit, indem Ihr den unten angegebenen Adressen schreibt und die verschiedenen Stellen um ein GEMEINSAMES EINGREIFEN bittet! Last but not least: die Behörde. So ein Fall liegt auch in deren Verantwortung. Und daran müssen wir sie erinnern.
Fakt ist, wir werden der Gans nur zusammen helfen können. Wenn sich jedermann/frau oben Genannter einbringt und wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, dann wird der Erfolg auf unser Mitstreiter sein. Die Mühe ist sowas von wert. Es gilt ein Leben zu retten. Und die Medaille hierfür nennt sich ‚Menschlichkeit‘.
Bitte lasst uns die verschiedenen Stellen zum SOFORTIGEN und GEMEINSAMEN Handeln annimieren; Eure kurzen Briefe für die Gans werden bestimmt ganz viel dazu beitragen können!
birgit.schmid@fischereiverband.at; post@bg-salzburg.at; office@birdlife.at; jakob.poehacker@hausdernatur.at; christine.medicus@hausdernatur.at; bundesverband@naturschutzbund.at; Maria.jerabek@salzburg.gv.at; susanne.stadler@salzburg.gv.at;
post@lfv-sbg.at (Feuerwehr); alexander.geyrhofer@salzburg.gv.at (Tierschutz-Ombudsmann); marktamt@stadtsalzburg.at (Veterinäramt Salzburg); Amtstierarzt Salzburg, Mag. Christophorus Huber: christophorus.huber@stadt-salzburg.at; Dr. Josef Schöchl, Veterinärdirektor Salzburg: josef.schoechl@salzburg.gv.at!
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Trotz Verbot: Wahnsinns’brauchtum‘! Kätzchen aus Teneriffa suchen ein zu Hause! Hundenahrung für Albanien! — respektiere

Bevor wir aber mit den Platzgesuchen beginnen, müssen wir uns aber schnell noch leider wieder mit einer inzwischen totgeglaubten Angelegenheit beschäftigen – jenem unfassbaren ‚Brauchtum‘ in weiten Teilen Niederösterreichs nämlich, mit welchem wir uns in der Vergangenheit schon so oft auseinandersetzen mussten: dem Aufstellen eines Schweine- oder Kuhkopfes an den Häuserfronten von Junggesellen zu deren runden Geburtstagen! Ihr erinnert Euch: noch im letzten Jahr haben einen riesen Druck ausgeübt, inklusive der Abgabe von 1000 Untrschriften zu unserer ‚End the shame‘-Kampagne beim ‚Tierschutzministerium‘ in Wien. Letztendlich half uns der so großartige Amtstierarzt von Krems, Dr. Michael Oppitz, zum endgültigen Durchbruch (nachzulesen ‚Breaking News: ‚End the Shame‘-Kampagne beendet die Schande! https://us12.campaign-archive.com/?u=934c73a0228dce0980c5a7fcb&id=39ee139b4d): er erstellte eine Vorgabe, abgedruckt im Amtsblatt, welche allgemeine Gültigkeit hat und eine derartige Abscheulichkeit fortan mit hoher Strafe belegt (siehe unten)!

Ekelerregende Aktionen
Anbringen von Tierköpfen (Schwein; Rind) vor den Türen von unverheirateten Männern zum runden Geburtstag
Da eine angebliche Tradition einem unverheirateten Mann anlässlich eines runden
Geburtstages Tierköpfe an die Tür zu hängen oder auf dem Grundstück öffentlich
sichtbar anzubringen vereinzelt immer noch gepflogen wird, sehen wir uns veranlasst
auf die Bestimmung des Tiermaterialiengesetzes zum einem und auf die allgemeinen Hygienebestimmungen hinzuweisen.
Laut § 10 Abs 1 Tiermaterialiengesetz (TMG) idgF sind 
1. tierische Nebenprodukte oder Materialien der Kategorie 1 und 2
    (ausgenommen Gülle, Magen- und Darminhalt) gemäß der Verordnung (EG)
    Nr. 1069/2009, 
2. tierische Nebenprodukte oder Materialien der Kategorie 3, welche nicht
    gemäß Artikel 14 lit. d, e, und j der Verordnung (EG) Nr. 1069/2009
    anderweitig verwendet werden,
3. sowie sonstige Personen, die solche Nebenprodukte und Materialien in
    Verwahrung haben,
verpflichtet, diese unverzüglich an einen geeigneten, gemäß § 3 registrierten oder
zugelassenen Betrieb oder an einen nach den Bestimmungen der Verordnung (EG)
Nr. 1069/2009 registrierten oder zugelassenen Betrieb in einem anderen
Mitgliedsstaat abzuliefern.
 
Wer entgegen § 10 Abs 1 TMG die tierischen Nebenprodukte oder Materialien nicht
abliefert oder die gemäß § 10 Abs. 2 leg. cit. vorgesehene schriftliche Vereinbarung
nicht abschließt oder auf Aufforderung nicht vorlegt, begeht, sofern die Tat nicht den
Tatbestand einer in die Zuständigkeit der Gerichte fallenden strafbaren Handlung
erfüllt, oder nach anderen Verwaltungsstrafbestimmungen mit strengerer Strafe
bedroht ist, eine Verwaltungsübertretung und ist von Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu € 15.000, — zu bestrafen. 
Daher fällt die angebliche Tradition einem unverheirateten Mann anlässlich seines
runden Geburtstages Tierköpfe an die Tür zu hängen oder auf dem Grundstück
öffentlich sichtbar anzubringen unter diese Strafbestimmungen und sind somit nicht
zulässig. Außerdem stellt der Anblick eines im öffentlichen Raum angebrachter
Tierkopf (Schwein; Rind) ein ekelerregendes Bild dar und birgt die Gefahr Ungeziefer
und andere Tiere anzulocken.

Dass die Ewiggestrigen leider nicht aussterben, bewies sich nun wieder einmal dramatisch; da rief uns doch tatsächlich ein aufgebrachter Tierschützer an und berichtete von genau einem solchen Vorfall. Der mutige junge Mann war mit dem Auto in einem Dorf in der Umgebung von St. Pölten unterwegs, wo er die schaurige Aufnahme machte… Foto c/o Helmut S.: wir dachten die ‚End the shame‘-Kampagne längst beendet… Natürlich erstatteten wir sofort Anzeige bei der zuständigen Behörde, mit dem Hinweis auf oben angeführte Vorlage. Jetzt sind wir mal gespannt, wie das Amt reagiert – denn ein Kavaliersdelikt darf eine derartige Grausamkeit ganz bestimmt nicht darstellen. Wir werden jedenfalls berichten!
Eine dringende Bitte dazu: wenn Ihr wo auch immer noch einmal einen abgetrennten Tierkopf zum Zwecke des Brauchtums hängen seht, meldet Euch umgehend! Ebenso, wenn Ihr Rabenvögel aufgehängt auf den Feldern erspäht, denn auch hier sind wir längst bemüht, ein gesetzliches Verbot zu erwirken! Aber jetzt zu unseren vierbeinigen Schätzchen: Eifrige Newsletter-LeserInnen wissen es natürlich: wir unterstützen seit einigen Jahren Silvia Binder’s Katzenhilfe auf Teneriffa, wo ganz hervorragende Arbeit für die Straßentiere geleistet wird. Monat für Monat überweisen wir die Tierarztkosten für Kastrationen, und unzählige solcher konnten inzwischen durchgeführt werden.
Silvia beherbergt aber selbstverständlich auch immer ein gutes Dutzend der armen Seelen bei sich zu Hause, unentwegt im verzweifelten Versuch, für sie irgendwie und irgendwo ein zu Hause zu finden. Foto. diese beiden Süßen brauchen ein trautes Heim! Katcherchen hat zudem noch einen zweifach gebrochenen Fuß, wo für die notwendige OP die weithin bekannte Salzburger Tierärztin Dr. Boshammer schon auf ihn warten würde… So auch jetzt; dem unfassbar süßen Geschwisterpaar wurde übel zugespielt. Ausgesetzt, ohne jede Chance. Besonders der kleine Kater leidet – seine Hinterpfote ist an zwei Stellen gebrochen. Es gäbe aber Hoffnung – die sich immer im Einsatz für die Notleidenden befindende Dr. Maria Boshammer aus Salzburg würde nämlich die unbedingt nötige Operation zum Spezialpreis durchführen, es gäbe auch schon Flugpaten: beide Kätzchen könnten am 10.07. nach Salzburg kommen! Nach dem Eingriff würden wir aber einen End- oder zumindest Pflegeplatz für das Duo benötigen!!! Vielleicht kennt jemand von euch jemanden, der/die die Armen zwischenzeitlich (oder natürlich dann auch gerne für immer) bei sich aufnehmen könnte? Bitte sagt’s Bescheid, es ist sooo dringend: info@respektiere.at oder gleich direkt an Binder-Silvia@gmx.at! Und weil wir heute schon in unseren Gedanken auf Teneriffa sind – auch eine zweite, ganz wunderbare Tierschützerin aus Österreich hat sich vor langer Zeit aufgemacht, um auf der Baleareninsel den unzähligen Straßentieren zu helfen. Annamaria kümmert sich seither ebenfalls aufopferungsvoll vor allem um die Katzen, deren Los allgemein als das schlimmste angesehen wird – allein schon wegen der schieren Anzahl von Opfern; weil es tatsächlich so viele davon gibt, die niemand haben möchte… Fotos unten: links, beim Auffinden in der Garage; rechts, schon wesentlich entspannter und zufriedener im Badezimmer! In diesem Sinne berichtete sie jetzt von einer Katzenmama, welche vor 2 Monaten, nachdem die Familie ihre Schwangerschaft bemerkt hatte, vor die Tür gesetzt wurde. Nun ganz auf sich alleine gestellt, gebar die werdende Mama schließlich in einer fremden Garage ihre Kinder; leider wollten sich auch die Hausbesitzer nicht um die Ausgestoßenen kümmern, und so schritt Annamaria ein. Obwohl ihre Wohnung, so wie bei Silvia, längst übervoll mit tierlichen WeggefährtInnen ist, konnte sie nicht anders – wie denn auch, im Wissen, was passiert, wenn sie ’nein‘ sagen würde… Die Katzenfamilie, Mama und fünf Babys, zogen also bei ihr ein. Ins Badezimmer, sonst ist kein Platz mehr frei…
Annamarie wird Ende Juli nach Österreich kommen; die Austrian Airlines erlauben ihr dann die Mitnahme von 2 Kätzchen. Auch hier gilt der Notruf mit Hochdringlichkeitsstufe! Bitte sagt Bescheid, wenn Euch eine Lösung einfällt!!! Unser Partnerverein in Albanien, ‚Pro Qen Albania‘ leistet wahrhaft wunderbare Arbeit! Selbst in der Hochzeit der Pandemie konnten hunderte Hunde von der Straße gerettet und über 200 alleine 2020 sogar ins sichere Ausland verfrachtet werden – dies alles ist nur aufgrund des unermüdlichen Einsatzes der VereinsgründerInnen Mag. Erza Cermjani sowie ihres Mannes Karl Steiner möglich! Letzterer, trotz seiner immerhin schon 65 Jahren auf dem Buckel – dann also, wenn die meisten von uns längst ihren wohlverdienten Ruhestand genießen – hat beispielsweise seit Jahresbeginn bereits wieder weit über 30 000 Kilometer zurückgelegt auf seinem persönlichen ‚Kreuzzug für die Hunde‘ zwischen Albanien und dem Westen! Eine unfassbare Leistung!
Fotos: Anhänger und Auto werden mit Hundenahrung vollgestopft! oben rechts: auch Hundegeschirre sind sehr begehrt! Nachdem wir uns im Jahre 2018 vor Ort von dem wirklich bahnbrechenden Einsatz des Teams am Balkan überzeugt hatten, konnten wir immer wieder mit Hundenahrungsmittel aushelfen; so auch jetzt, wo Karl erneut einen der Armen nach Salzburg vermittelt hatte und auf dem Retourweg zurück nach Albanien hunderte Kilos Hundefutter bei uns zuladen konnte! Wir sind stolz auf Euch, bitte macht weiter so!!!! Ganz herzlichst bedanken möchten wir uns an dieser Stelle noch bei Herrn Ernst Jäger (und selbstredend bei seiner Nichte Doris Jäger, welche die Idee umsetzte), dem wir gleichzeitig alles, alles Gute zu seinem 80. Geburtstag wünschen! Der Tierfreund hat sich bei der entsprechenden Feier im Kreise seiner Lieben keine Geschenke gewünscht, anstatt dessen sollten die GratulantInnen doch bitte an RespekTiere für die armen Tiere spenden. Fast 400 Euro sind so zusammengekommen! Einfach nur: Großartig! Lieber Herr Jäger, mögen Ihnen das Leben noch viele, viele wunderbare Jahre schenken!!!
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Sportalm Kitzbühel verkauft noch immer Echtpelz! — respektiere

Man mag es gar nicht so richtig glauben – selbst jetzt noch, wo die allermeisten Modemarken weltweit längst aus dem Echtpelzverkauf ausgestiegen sind, ja, wo dieser langsam aber sicher zu einer der verpöntesten Handlungsweisen auf diesem Planeten mutiert – gibt es tatsächlich noch immer ein paar Konzerne, welche die Zeichen der Zeit sowas von nicht zu deuten wissen. Das einheimische Unternehmen ‚Sportalm Kitzbühel‘ ist einer davon; neben dem notorischen ‚KleiderBauer‘ bietet es nach wie vor Tierleid pur auf Mäntel, Jacken und Hauben zum Verkauf feil. Gegenüber den Vier Pfoten (www.vier-pfoten.at), wo fast 15 000 Unterschriften gegen den Echtpelzverkauf bei Sportalm gesammelt wurden, gaben die Betriebssprecher an, ’nur‘ Pelz ‚aus ’nachhaltigen, kontrollierten skandinavischen Zuchtfarmen‘ zu verwenden; das Problem dabei: solche gibt es nicht, kann es gar nicht geben! Pelzfarmen sind ohne jede Ausnahme immer extrem grausam, egal wo sie auch angesiedelt sein mögen. Fakt ist, ‚Pelztiere‘ artgerecht zu halten, wäre wirtschaftlich sowas von überhaupt nicht tragbar – wer anderes glaubt, glaubt dann wohl auch an Rumpelstilzchen, Rotkäppchen und an den Froschkönig…   (wussten Sie es? Pelzfarmen sind beispielsweise in der Schweiz nicht explizit verboten, aber das entsprechende Gesetz schreibt vor, dass Fuchs und Nerz bei den EidgenossInnen nach Zoostandards gehalten werden müssten… was, wie gesagt, wirtschaftlich niemals rentabel sein könnte; deshalb gibt es auf Schweizer Boden seit vielen Jahren keine solch unfassbar grausamen Orte mehr. Allerdings ist, wie bei uns in Österreich, der Import von Fellen nicht untersagt. Nach Angaben der Zollverwaltung importierte die Schweiz deshalb 2018 rund 380 Tonnen Pelzprodukte, wobei die Verbrämungen an Jackenkrägen noch nicht einberechnet sind; aber das ist eine andere Geschichte: eine solche, die jedoch sehr bald ebenfalls ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden muss und wird. Denn die einzig logische Konsequenz vom Pelzfarmverbot muss dann das Pelzimportverbot sein). Fakt ist, an Echtplez klebt Blut. Unmengen davon. Und unfassbares Leid, unfassbare Qual. Sie werden uns zustimmen, es ist schon sehr schwer zu verstehen, dass Unternehmen wie ‚Sportalm‘ dennoch nicht vom Verkauf dessen absehen möchten. Wirtschaftliche Not kein kein Antrieb hierfür sein, Notwendigkeit sowieso nicht. Auf die Umsatzzahlen würden sich ein Ausstieg wohl kaum negativ auswirken – ganz im Gegenteil! Ein solcher würde vielmehr nur Sympathien bringen.
Was ist es aber dann, liebe Verantwortliche? Sturheit? Bosheit? Empathielosigkeit? Das wollen wir einfach nicht glauben. Deshalb bitten wir Sie inständig, stoppen Sie den Verkauf von Echtpelz! In Ihrem und im Sinne der Tiere! Zeigen Sie, dass Sie Tierleid zutiefst ablehnen. Jetzt!!!
Foto: Auslage der anderen Art! Hier ist unser Brief an Sportalm: Sehr geehrte Damen und Herren!
Wir hoffen, Sie erfreuen sich bester Gesundheit!
Leider hat unser Brief einen traurigen Hintergrund; wie wir zuletzt immer wieder informiert wurden, verkaufen Sie immer noch Artikel aus Echtpelz. Dies tat uns sehr leid zu hören, denn ein Traditions-Unternehmen wie das Ihre hat doch selbstredend einen Ruf zu verteidigen. Bestimmt lebt ein solches bei all der heutigen Konkurrenz ja geradezu von der öffentlichen Wahrnehmung, und Kratzer sind deshalb tunlichst zu vermeiden. Alleine aus diesem Grunde würde man eigentlich erwarten, Sie handeln stets bewusst, ethisch und menschlich. Ganz sicher brauchen wir sie nicht auf den weltweiten Trend weg von Pelz hinzuwiesen, welchem mittlerweile fast alle Modeschöpfer und Bekleidungskonzerne folgen. Über diese Tatsache wissen Sie selbst bestens Bescheid. Umso überraschender ist dann aber Ihr schlichtes Festhalten an einer furchtbaren Tierqual, noch dazu einer, die dann auch schon längst vom Gesetzgeber als solche anerkannt ist. Nicht umsonst gibt es in Österreich und praktisch allen unserer Nachbarländer inzwischen ein Pelzfarmverbot. Jetzt holen Sie tief Luft für eine Erwiderung, stimmt’s? Die Entgegnung auf Ihre vermutete Antwort folgt deshalb postwendend: Ja, Sie haben natürlich recht, der Handel und der Verkauf sind nicht untersagt, aber ob dann – wenn noch dazu und ganz nebenbei offiziell festgestellt, dass die ‚Herstellung‘ ärgste Tierquälerei beinhaltet  – auch ethisch vertretbar, das ist sicher eine andere Frage. Eine, welche die allermeisten Menschen wohl sofort und ansatzlos mit ‚NEIN‘ beantworten werden. Liebe GeschäftsführerInnen, wir bitten Sie von Herzen, überdenken Sie den Echtpelzverkauf in Ihren Geschäften. Gerade Zeiten wie diese schreien richtiggehend nach Vorbildern. Seien Sie ein solches, zeigen Sie Verantwortung und Achtung vor dem Leben, und Sie werden sehen, Ihr Unternehmen wird dadurch nur gewinnen. Die positiven Schlagzeilen als bloßer Nebeneffekt, dazu wird Ihr Ruf ein wiederhergestellter sein, besonders auch in TierschützerInnen-Kreisen. Es ist nie zu spät, um ‚das Richtige zu tun‘. Gehen Sie in sich und überlegen Sie – eine Entscheidung gegen Tierquälerei trägt wie kaum andere dazu bei, Sympathiewerte deutlich anzuheben. Bluttriefende Accesoires im Geschäft eher weniger. Bitte denken Sie darüber nach! wir verbleiben mit den besten Grüßen und freuen uns auf Ihre Antwort bleiben Sie gesund Tom Putzgruber, Verein RespekTiere Foto oben: im Gespräch! unten: während der lebhaften Kommunikation platziert sich eine Aktivistin zum Eingang; ihre Botschaft lautet: ‚Pelz tragen tötet!’… Bitte schreiben auch Sie an Sportalm Kitzbühel und bittten Sie die Verantwortlichen um die Beendigung des Echtpelzverkaufes! Hierfür genügen ein paar Sätze. Musterbrief: Sehr geehrte Damen und Herren! Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass Sie noch immer Kleidungsstücke aus Echtpelz verkaufen. Echtpelz bedeutet immer schreckliche Tierqual, ob nun als Mantel, als Verbrämung oder als Bommel auf der Mütze. Bitte zeigen Sie Verantwortung, beweisen Sie Ihr Herz für Tiere.
P.S.: Ich werde auch gerne wieder Ihr Geschäft besuchen, sobald ich weiß, dass Sie sich gegen Tierqual entschieden haben!
sportalm@sportalm.at
Fotos oben: so und nicht anders sieht es in einer Pelzfarm aus. Wer anderes behauptet, lügt. Ohne jeden Abstrich! Um den Tierschutzstandpunkt zu unterstreichen, entschloss sich RespekTiere zu einer spektakulären Aktion. Erboste TierschützerInnen mit toten Füchsen und Nerzen in den Händen, dazu Schilder wie ‚Pelz stinkt nach Tierquälerei!‘ und ‚Pelz tragen tötet‘ – da darf die aufgesetzte Gasmaske natürlich nicht fehlen – konnten deshalb plötzlich und zur besten Geschäftszeit in der Auslage der Niederlassung im Salzburger Europark gesehen werden. In Folge kam es sogar zu einem kurzen Gespräch mit der Verkäuferin, welche letztlich den Eindruck hinterließ, dass auch ihr das Geschäftsgebaren des Arbeitgebers peinlich wäre. 
Natürlich werden wir es nicht bei dem einen Protest belassen – es sei denn, die Geschäftsleitung beginnt laut über den Ausstieg aus dem Pelzhandel nachzudenken. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt!
Fotos oben und unten: um das Hausrecht nicht zu verletzen, verlagern wir den Protest schließlich nach außen!
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die US-Botschaft ruft RespekTiere Mauretanien zu Hilfe – wieder ein schwer verletzter Hund! — respektiere

Und wenn der Anlass ein noch so trauriger ist – es ist auf der anderen Seite so unfassbar schön, so unfassbar wichtig, dass wir uns in Mauretanien inzwischen einen derart guten Ruf erarbeitet haben, dass in Notfällen – und die gibt es zuhauf – immer unser Team gerufen wird! So auch dieser Tage; da tauchte nahe des Gelä
ndes der US-Botschaft ein schwer verletzter Hund auf, mit einer Wunde, welche ohne ärztlicher Kunst in Kürze zum Tod geführt hätte… und die Mitarbeiter der ‚Red. White and Blue‘ wussten sofort, wohin sie sich zu wenden hatten!
Unter den Augen ganz vieler Schaulustiger – was in diesem Falle aber was enorm Gutes in sich birgt, nämlich die Tatsache, dass so der Tierschutzgedanke mitten in die Gesellschaft getragen wird – unterstützt von einer Dutzendschaft von Helfern, gelang es Dr. Dieng und seinem Assistenten Moussa schließlich, den Armen einzufangen, zu betäuben und entsprechend zu versorgen! Dessen Verletzung ist wahrhaft eine unfassbar grässliche; wo der Hund eine derartige Wunde erlitten hatte, darüber möchten wir gar nicht nachdenken. Wichtig ist im Moment nur, es geht ihm gut, und er steht jetzt unter dem Schutz des US-Sternenbanners! Dr. Dieng wird sich natürlich auch weiterhin um den Armen kümmern, die Wunde reinigen, desinfizieren, neu verbinden. RespekTiere-Einsatz at it’s best, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Wie gut, dass wir vor Ort sind, und wie wichtig, dass wir es endlich, endlich geschafft haben, das Bewusstsein der Menschen zu ändern. Kaum ein paar Jahre zurück nämlich wäre gar niemand auf die Idee gekommen, wegen eines verletzten Tieres überhaupt nur jemanden anzurufen. ‚Tierschutz‘, allein das Wort, ist in Mauretanien zur Assoziation ‚RespekTiere‘ geworden. Worauf wir unfassbar stolz sind!!! 
Aber auch dieser Fall zeigt einmal mehr: wir müssen unser langfristiges Ziel, die Errichtung einer entsprechenden Einrichtung zur Versorgung genau solcher Tiere, zügig umsetzen! Dazu benötigen wir aber Ihre Unterstützung: bitte helfen Sie uns helfen! Zusammen können wir sooo viel bewegen! Die Tiere Mauretaniens, sie brauchen uns – und wir brauchen Sie! Bitte unterstützen Sie das Projekt ‚Hope‘, die Errichtung eines Gnadenortes in Nouakchott! Jeder Cent zählt. Ein Zusatz, weil es so unfassbar ist… immer wieder hört man Menschen sagen, ja, das ist halt in Afrika, oder in anderen Fällen ‚im Osten‘, bei uns alles ja viiiiel besser. Aber Fakt ist: Salzburg beispielsweise ist keine Insel der Seligen mehr, ist es tatsächlich nie gewesen – wie wir darauf kommen? Binnen 24 Stunden, an einem einzigen Tag, erreichten uns vier ‚Beschwerden‘, noch dazu aus vier verschiedenen ‚Fachgebieten‘!

Zum einen lag da also wieder eine Kuh völlig ungeschützt im Freien, in praller Sonne (vergesse man nicht, es hat nahezu 35 Grad!!!), unfähig, aufzustehen; ja, liebe mitlesende LandwirtInnen, wir wissen längst, wir alle kennen uns nicht aus, und solches Vorgehen hat natürlich Gründe. Für kranke Kühe wäre es allemal besser abgeschieden und vor allem außerhalb des Stalles zu sein. Auch das verstehen wir: aber, bei all den ‚gescheiten Kommentaren‘ seid Ihr noch immer eine Erklärung schuldig geblieben, nämlich, warum man solchen Patienten dann nicht wenigstens einen provisorischen Wetterschutz errichtet? Platz unendlich, Werkzeug alleine berufsbedingt massenhaft vorhanden, Holz aus dem eigenen Wald –
wo bitte ist das Problem?
Am Foto sieht man den Umkreis, wenige Meter, wo sich das arme Tier herumgeschleppt hat; wohl um der wanderenden Sonne auszuweichen. Erfolglos. Aufgestellt wurde ihr nichts als ein winziger Sonnenschirm, siehe Bild. Und der direkt in die Erde gerammt, also nahezu in Bodenhöhe. Wie die Beobachtenden berichten lag sie dort ‚mindestens 10 Tage‘. Unverändert. Wochen zuvor, Ihr erinnert Euch, waren wir auf nahezu idente Situation gstoßen; damals hattes aber des Nachts ncoh unter Null Temperatur, und dazu strömenden Regen.
Jetzt, nachdem wir erfuhren und Nachschau hielten, ist besagte Kuh übrigens plötzlich unauffindbar. Zu viel Interesse hat wohl an ihr bestanden.
Nur knapp darauf, wieder ein dringender Anruf; es geht dabei um Schweine. Die zwar auch im Freien sind, dann aber in einer winzigen Betongrube, in welcher ansonsten nur der Mist heinenkommt.Unter praller Sonne. Ohne Wetterschutz. Ohne Wasser. Der Bauer meint: ‚Wasser bekommen sie, wenn wir sie in den Stall zurückbringen.‘ Der Amtstierarzt meint: “Seids doch froh, dass endlich mal Schweine auch ins Freie dürfen!‘ Nur eine Stunde später, eine erboste Frau ist am Telefon. Sie hätte gegen Mittag einen Fiakerfahrer gesehen, welcher unentwegt auf seine völlig abgekämpften Pferde einschlug. Bei weit über 30 Grad; wo eigentlich ab 30 Grad sowieso ein Fiakerfahrverbot vorherrscht. Welches aber von der Innung wieder und wieder ignoriert wird. Der Fahrer antwortet auf ihre Intervention wütend: ‚Scheren Sie sich zum Teufel! Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Angelegenheiten‘. Selbst die sofortige Anzeige via Telefon beim Amt bringt leider nichts; weil sich die Tierschützerin in all dem Stress nicht die Kutschennummer gemerkt hatte, kann man von dort aus nichts tun… Foto: immer wieder protestieren TierschützerInnen in Salzburg gegen die ‚Tradition’… unten: ‚passiert‘ auch in Salzburg immer wieder: tote Krähen zur Abschreckung. Wie im Mittelalter. Ein Wildtier, welches man im normalen nicht halten darf, wird gesichtet. Doch auf diese Angelegenheit kommen wir nochmals später zurück.
Da passen die kürzlich wieder auf einem Feld aufgehängten Rabenvögel wirklich nur zu gut ins Bild.

Jetzt spricht man ‚bei uns‘ so gerne von ‚Einzelfällen‘. ‚Einzelfälle‘ sind solche, welche völlig aus der Norm fallen. Oder wie ‚Wikipedia‘ so schön sagt: ‚Der Einzelfall ist ein konkretes Ereignis oder eine Situation, die individuell zu beurteilen oder zu behandeln ist, oder etwas, das eine Ausnahme darstellt und sich nur mit geringer Wahrscheinlichkeit in derselben Form wiederholen wird.‘
Nur, sowohl die ‚Ausnahme‘ als auch die ‚geringe Wahrscheinlichkeit‘ treffen einmal zu oft zu, alsdass man sie auch weiterhin ‚Ausnahme‘ oder ‚geringe Wahrscheinlichkeit‘ nennen sollte dürfen… Apropos Dürfen: Ja, eine solche Feststellung darf dann auch mal getätigt werden!
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Einsatz in Ungarn – sooo wichtig!!! — respektiere

Die Luft ist labil. Drohend schwarze Wolken irgendwo im Westen künden bereits vom nahenden Regen. Noch aber hält der Feuerplanet seinen Stand am flirrenden Firmament, doch ob er diesen auch über den Tag hinweg gegen die aufziehenden Heere an dunklen Wattebauschen am fernen Horizont wird verteidigen können, darüber darf getrost spekuliert werden.
Sei es wie es sein; wir – wären wir ein Stamm der Native-Americans, müssten wir wohl Comanchen sein, ‚die, die immer in Bewegung‘ – sind jedenfalls wieder unterwegs! Das orange RespekTiere-Mobil ist voll beladen, bis unter die Dachkante gefüllt mit Gütern für Tier und Mensch; ganz respekTIERE IN NOT-Einsatz eben! Alex, der unentbehrliche Tierschutzkollege, hat zur ganz große Freude erneut neben mir Platz genommen und so steht einer perfekten Hilfsfahrt nichts mehr im Wege! Gemeinsam harren wir also der kommenden Ereignisse, genießen eine duftende Tasse Kaffee und verlieren uns in herzlichen Gesprächen.
Foto: wie immer ist der Van beim Start bis obenhin voll; rien ne va plus, nix geht mehr, nicht einmal ein Sack zusätzlich hätte hier wohl noch Platz gefunden!
Müde Augen, schmerzende Knochen, der Tribut an die fortschreitende Anzahl von Lebensjahren; doch dem halten wir noch immer unbesiegbaren Ehrgeiz und Willen entgegen, und solange die Konstellation derart verläuft, solange gibt es keinen Grund zur Sorge. Die Schnelligkeit, die Leichtlebigkeit, derartiges mag vielleicht mehr und mehr verlorengehen, aber all dies wird zunehmend ersetzt durch neue Werte. Und vielleicht sogar sind dies noch zielführendere. Genauigkeit, Gelassenheit, Erfahrung zum Beispiel. Allesamt unbezahlbare Eigenschaften. Somit ist also bloß der Reset-Knopf gedrückt, die Vorteile der Jugend aufgehoben durch die Bedacht des Alters. Die Messlatte wieder auf ‚Unentschieden‘ gestellt, die tickende Uhr ausgetrickst. Zumindest bis zur nächsten Abrechnung.  Aber damit soll’s das dann auch schon gewesen sein mit den Vergleichen, versprochen, jetzt kein weiteres Wort mehr zur Thematik – ja, die Zeit arbeitet zwar gegen uns, jede/r Einzelne wird das bestätigen, aber noch lange, lange nicht ist sie übermächtig. Und außerdem, derartige Überlegungen, sie haben auch einen grundlegenden Vorteil; denn auf jeden Fall ist es soweit, dass man nun längst sagen kann ‚too old to die young‘. Ein Faktum, das bedeutet: alles, was jetzt kommt, ist Zugabe. Die Einsicht beruhigt ungemein, lässt Steine vom Herzen fallen. Ist ja auch schon mal was! 🙂
Foto: von den Ausläufen des Wienerwaldes geht es mitten hinein in die Metropole; die unser Fahrzeug aufzusaugen scheint, es aber gleich darauf genauso wieder ausspuckt…
Heute wie auch schon in den letzten Tagen zeigt sich ein signifikantes Wettergefälle; je weiter es in den Osten geht, desto heißer wird die Luft. Sie vibriert bald sogar. Während um die Alpen noch schwere Gewitterwolken wie festgezurrt am Horizont hingen, hatten sich diese bis ins Linzer Becken nahezu aufgelöst, nur um nun wie erwähnt langsam wieder in geballter Form zu erscheinen. Jedoch, die Temperaturen zu drücken, das schafften die Wattebauschen nicht. Ganz im Gegenteil, sie kreierten vielmehr eine drückende Schwüle.
Aber die Wetterkonstellation, sie ist uns ohnehin meist völlig egal. Augen zu und durch, so die Devise. Wichtig ist bloß, die Straße hat uns wieder, und so viel haben wir mitgebracht, was ganz vielen Wesen in Not, egal ob nun tierlicher oder menschlicher Herkunft, ganz viel helfen wird können. Alleine jener Gedanke vertreibt die Gewittertürme, zumindest jene in unseren Herzen.
Als wir die Bundeshauptstadt erreichen, zeigt die Uhr bereits nach 12 Uhr mittags; dann aber taucht der Van in das Meer der metallenen Fische ein und treibt am Strom namens Ostautobahn der Grenze zum Magyarenland entgegen. Dort nämlich ist die Heimat unseres Ziels, die Hundehilfe Nordbalaton. Und die maßgeblichen Menschen in jenem Asyl leisten wirklich großartiges! Tatsächlich kümmert man sich vorrangig um Hunde; allerdings dann um die Ärmsten der Armen. Und weil es in der Heimatstadt selbst dem Himmel sei’s gedankt kaum mehr Straßenhunde gibt – liegt sie doch in einem Kern-Tourismusgebiet – hat man gar fruchtbare Allianzen geschmiedet. Eine Mitarbeiterin, Sylvia, sie wohnt hart an der Grenze zu Rumänien, kümmert sich um die Vierbeiner in den anliegenden Romadörfern. Arbeit ohne Ende. Und ohne Belohnung, sei es nur eine gesellschaftlich-soziale; vielmehr reagiert das Umfeld auf die Bemühungen dann viel eher mit bestenfalls Unverständnis, noch öfters aber mit direkten Anfeindungen. Als verrückt abgestempelt, alle jene als Gesamtes, welche sich um die Mitgeschöpfe kümmern…
Foto oben: die Ost-Autobahn ist über weite Strecken hinweg zur Baustelle geworden; unten: er wächst und wächst, der grüne Industriepark!
Nichtsdestotrotz schafft es die junge Frau, rund 25 Hunde im Monat in Richtung Balaton zu befördern. Dort finden die Armen Aufnahme im Tierheim der Hundehilfe, werden gesundgepflegt, gechipt, kastriert – und weitervermittelt. In hoher Anzahl – im letzten Jahr beispielsweise insgesamt rund 350 – können die Ausgestoßenen dieserart direkt in den goldenen Westen, meist nach Germanien, verfrachtet werden. 350 Hunde, welche ansonsten sowas von überhaupt keine Chance gehabt hätten… alleine aufgrund der Tatsache müssten eigentlich alle Beteiligten jeden Tag verdammt gut schlafen können; als Ironie des Schicksals ist es aber gerade andersrum, denn Träume über das Gesehene, alleine Gedanken darüber, sie können jeglichen Versuch einer Nachtruhe im Handumdrehen zunichte machen…
Alex und ich nehmen heute einen ganz anderen Weg als sonst; da es in Richtung Balaton ohnehin nur ein paar Dutzend Autobahnkilometer sind, ersparen wir uns diese gleich vollends – und dazu 32 Euro an Highway-Benutzungsgebühr! Bei Pamhagen/Burgenland überqueren wir deshalb die Grenze; es ist ein winziger Übergang dort, in Fakt merkt man kaum, dass man nun zwischen den Länder gewechselt hat, aus rot-weiß-rot plötzlich rot-weiß-grün wurde! Eine schmale Straße in der Pampas, dazu ein kleiner Container an der Seite, von den österreichischen GrenzbeamtInnen dann auch noch völlig unbenutzt; auf ungarischer gibt es zwar eine Zöllnerin, doch die ist mit ihrem Handy beschäftigt und winkt uns einfach weiter! Ein weiteres Indiz, es geht nach der Pandemie langsam zurück in die Normalität.
Foto: der Grenzübergang ist ein winziger, und – zumindest auf österreichischer Seite – unbesetzt!
Das Magyarenland zeigt sich hier von einer seiner besten Seiten; viel Natur, malerische Dörfer, überall Storchennester auf den Strommasten, prächtige Kirchen, bunte Felder. ‚Büschelschön‘, eine ihrem Namen entsprechende Heilpflanze, wächst in großen Mengen, lilafarbene Fluren so weit das Auge reicht.
Knapp zwei Stunden nötigt uns die Fahrt bis zum ersten Ziel ab; Felsörs, nahe Veszprem, genau dort wohnt die deutschstämmige Tierschützerin Gabi mit ihrem Mann Zoran und den 12 Hunden; heute sind es gar 14, 2 zusätzliche auf ‚Besuch‘ – und auch die wollen höchstwahrscheinlich für immer bleiben, denn an jenem Platz darf Hund Hund sein, und das Versprechen merkt man der kleinen Meute tatsächlich an. Allesamt sind sie gerettete aus verschiedensten dramatischen Situationen, allesamt sind sie ziemlich klein – aber im Spiel und in der Aufmerksamkeit (wie sie beispielsweise jeden unserer Schritte beobachten) ist schnell selbst beim winzigen Chihuahua der Wolf in den Genen erkennbar! 🙂
Foto oben: Alex identifiziert ‚Büschelschön‘ über die Handy-App; unten: Storche brüten in großer Anzahl!
Gabi empfängt uns wie immer mit großer Freude; eine feste Umarmung später sind wir aber auch schon an der Arbeit – gilt es doch, den bis obenhin vollgepackten Van auszuladen! Wahrliche Schwerarbeit. Denn unfassbar, wie viel wir wieder mitgebracht haben. Sooo schön, die Freude darüber in Gabi’s Gesicht abzulesen – was für uns die allerbeste ‚Belohnung‘ darstellt!
11 Pferde sind ebenfalls am Hof; auch diese stammen durchwegs aus schlimmen Verhältnissen, und die Equiden haben längst ihre eigene Abmachung mit der Hundemeute geschlossen. Genau wie die Hauskatze, welche sich zwar ständig und wie selbstverständlich unter den kleinen Rackern bewegt, diesen aber ganz eindeutig und jederzeit zu erkennen gibt, wer hier der tatsächliche Boss ist!
Die Uhr schreitet unbarmherzig voran; wir wollen unbedingt das Tierheim selbst besuchen, welches in der direkten Umgebung des ‚Ungarnmeeres‘, des Balaton-Sees, liegt. Dort werden wie gesagt all die Schützlinge untergebracht, welche Sylvia im Stunden entfernten Grenzort aus oft unfassbarer Misere rettet. Da gibt es welche, die im Hasenstall gehalten wurden, im Gitterkäfig, in ausgehölten Fässern, welche im Sommer unerträglich heiß werden, im Winter die Kälte nicht abhalten können…
Für Sylvia sind die von uns für Menschen mitgebrachten Güter dann sozusagen ein Türöffner; sie beschenkt damit die Ärmsten der Armen genau wie viele HundehalterInnen – so kommt sie ins Gespräch, so schafft sie eine Basis, so erzeugt sie Vertrauen. Ganz nach unserem Motto ‚Tierschutz ist im besten Falle immer auch Menschenhilfe‘!
Fotos: es gilt den Van zu entladen… und, rechts unten, die Süßen gleich einmal eine Kostprobe zu reichen! 🙂
Fotos unten: im Lagerraum stapeln sich die Güter…
Foto unten links: …das ganze Auto riecht nach Futter; vielleicht ist da auch noch was versteckt?
Fotos oben und unten: Impressionen aus Gabi’s wunderbarer Welt!
http://www.respektiere.at
Ab See-Nähe merkt man das touristische Potential der Region; besonders an Freitagen und Sonntagen, so erzählt uns Gabi, wäre der Verkehr von oder nach Budapest ein wahrlich erschreckender;

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…Hoffnung, sei keinmieser Verräter – und ist sie doch! :( — respektiere

Es tut uns im Herzen weh mitteilen zu müssen, das kleine Kätzchen aus Ungarn hat es nicht geschafft… an einem Tag, an welchem die Sonne ungehindert vom Firmament strahlt und trotzdem der Himmel weint. Ihre Krankheit hat sich als völlig unheilbar herausgestellt, ein bösartiger Tumor, der den Körper zerfrisst. Furchtbare Schmerzen verursacht. Ständige. Immerzu. Und trotz dieser war sie so unfassbar anschmiegsam geblieben, hatte bis zuletzt volles Vertrauen in uns Menschen gehabt. Welches wir nun bitterst enttäuschen mussten…
Denn während wir Dir noch von der schönen Zukunft erzählten, hatte ER schon längst Platz nebenan genommen. Milde gelächelt über die Naivität in den Worte. Und geduldig gewartet, der Umhang flatternd im lauen Wind. Die knöcherne Hand ausgestreckt nach Dir und ‚Komm mit, hab keine Angst‘, geflüstert.
Trotz all der Umstände, trotz eines Lebens mit allen un- und vorstellbaren Entbehrungen, hat die Süße nie am Bund mit uns gezweifelt. So wird sie uns immer in Erinnerung bleiben, als ein ganz, ganz, ganz besonders Wesen; in der nur so kurzen Zeit, die wir uns kennen durften, hat sie unsere Herzen nicht nur erobert, sie hat sie regelrecht aus den Angeln gehoben. Über wen von uns wird wohl jemals irgendwer so etwas Schönes behaupten können?
Foto: so haben wir Dich gefunden, bitter im Stich gelassen von jenem, der Dich behüten hätte sollen. Haben Dich sofort ins Herz geschlossen. Kein Weg zurück. Foto oben: trotz der schrecklcihen Wunde ein so wunderschönes Gesicht; alle Würde, alle Güte dieser Welt in einem Blick, der Herzen schmelzen lässt. Wir, Homo Sapiens, werden nie auch nur ansatzweise begreifen können, welch unfassbar wunderbare, unfassbar großherzige, unfassbar geduldige, unfassbar liebenswerte Mitgeschöpfe da unseren Weg begleiten. Den Dank, den wir ihnen schulden, einfach nur dafür, dass sie da sind, werden wir niemals in ausreichendem Maße erstatten können. Sie sind die wahren ‚Menschlichen‘ dieses Planeten, sie sind es, denen wir zu tiefster Dankbarkeit verpflichtet sind.

Süßes Kätzchen, wir werden die nächsten Tage noch bitterste Tränen um Dich weinen. Doch, und das ist ein großes Versprechen, noch bevor die Blumen an Deinem Grab verwelkt sind, werden wir uns wieder aufrichten, um dann umso mehr für Deinesgleichen dazusein. In Deinem Namen. Wir werden Dich nie vergessen. Rest in Peace, kleiner Engel, der Du im Vorbeifliegen unsere Seelen gestreift und unvergessliche Erinnerungen zurückgelassen hast.
Fotos: nichts wünschen wir mehr, als dass Du in Deiner letzten Nacht wenigstens Geborgenheit gefühlt hast; und Liebe. Das wäre unser einziger Trost.
Zusatz: am Weg zur Vet-Klinik hatte ich dem Kätzchen noch fest versprochen, alles wird gut! Du wirst wieder gesund, wirst ein wunderbares Heim bekommen, nie mehr Leid erdulden, immer satt zum Schlafen gehen und immer geliebt sein. Von ganzem Herzen.
Ich hatte sogar noch ein Foto gemacht, wir beide zusammen im Auto, auf dem Weg ins Glück. Wollte es gemeinsam mit jenem imaginären posten, wo wir uns dann auf der Heimfahrt befinden, im Wissen, es ist geschafft. Sorgen umsonst. Zwar eine Falte mehr im zerfurchtenen Gesicht, aber die war es sowas von wert.

Bewahrheitet hat sich schließlich nur die zusätzliche Falte. Den Nachhauseweg trat ich tatsächlich mit Dir an, aber aus deinem Körper war inzwischen das Leben gewichen.

Alles wird gut, hatte ich gesagt.
Nein, die Hoffnung ist der miese Verräter nicht. Der bin nämlich ich. Und diese Einsicht tut schrecklich weh.

Fotos: Rest in Peace, wir werden Dich nie vergessen!
Unser herzlichster Dank gilt dem Tierasyl und der Franzikus Tierambulanz unter Dr. Julian Astelbauer und Dr. Julia Reiser. Sie haben dem Namen der Praxis alle Ehre erwiesen!
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Hoffnung, bitte sei dieses eine Mal kein mieser Verräter… respektiere

Ein gar furchtbares Ereignis überschattete unseren Ungarn-Einsatz; was war passiert? Auf dem Weg zum Tierheim mussten wir ein Kätzchen entdecken, welches zusammengekauert auf der hektargroßen Baustelle vor dem Asyl im Sand saß; sofort wurde klar, das arme Wesen befindet sich in einem äußert kritischen Zustand. Dass die Arme spindeldürr und schmutzstarr sein sollte, war dann offensichtlich das kleinste Problem. Tatsächlich fehlte ihr die gesamte Nase, dort, wo eine solche sein sollte, breitete sich stattdessen ein von einer blutigen Kruste umgebener Krater aus – die offene Wunde reichte bis tief in den Gesichtsbereich hinein. Foto: hier hat sie gelebt, in all ihrem Leid… Sie saß dort einfach im Sand, etwas lethargisch anmutend zwar, aber andererseits doch interessiert an dem, was sie umgab. Wir stoppten den Wagen, ganz langsam gingen wir auf das Kätzchen zu, nur ja nicht erschrecken. Denn würden wir Misstrauen verbreiten, würde sie vor uns weglaufen, fangen könnten wir sie wohl niemals. Aber die Vorsicht war dann gar nicht geboten; die Herzallerliebste erhob sich, begrüßte uns mit einem erwärmenden Schnurren, so als ob gar nichts gewesen. So als ob alles in bester Ordnung. Heile Welt. Umgeben vom perfekten Chaos und Verfall zwar, aber dennoch die einzige, die sie je kannte.
Ja, und die Entscheidung war dann schnell gefallen – nie, nie, niemals konnten wir sie hier zurücklassen, so ganz alleine ihrem Schicksal ergeben. Welchen Schmerz eine derartige Verletzung wohl verursacht, eine Entzündung, die die Kraft in sich trägt, eine Katzennase in Grund und Boden zu zerfressen? Noch dazu, jetzt, wo die Sonne wieder vom Himmel brennt, wie lange hätte es wohl gedauert, bis sich Fliegen in diese grausame Wunde einnisten? Man mag gar nicht darüber nachdenken! Foto: von Gabi lässt sich die Süße ganz einfach hochheben! Unser Partnerverein hier in Ungarn, in Person der so wunderbaren Gabi, erzählte, dass das arme Tier sogar einen ‚Besitzer‘ hätte, welchen man schon des Öfteren darum gebeten hatte, die Kranke doch endlich zum Tierarzt zu bringen. Ihnen hätte er so etwas nicht erlaubt, und Ihr wisst, im Osten laufen die Uhren diesbezüglich noch immer viel zu oft ganz anders. Jedenfalls, der Mann wohnt in einem Container, inmitten der Megabaustelle, und auf das Flehen der TierschützerInnen antwortete er bloß stereotyp: ‚Was habt Ihr denn, der geht’s doch gut!‘ Unfassbar.
Ganz zufällig, tatsächlich völlig unerwartet, hatten wir – inzwischen war die gesamte Spendengutladung schon an einem entfernten Ort untergebracht – eine Katzentragebox im Auto gelassen. Der Grund, warum sie nicht ebenfalls im Lager ‚unserer‘ TierschützerInnen vor Ort gelandet war, sollte ein trivialer sein: weil wir wie immer auch unsere Demosachen mitgebracht hatten, endlich wieder wollten wir einen Protest im Ungarnland veranstalten, dazu einen weiteren nach der Rückkehr in ‚good old Austria‘ zugunsten der Beendigung der Kettenhaltung der Kühe, und weil keine Schachtel übrig sein sollten, hatten wir die Utensilien eben ganz einfach in einer der vielen mitgebrachten Transportboxen gesteckt… Manchmal gibt es sie, die unbewusste Voraussicht. Gar keine Frage. Kätzchen ließ sich anstandslos aufheben. Anstandslos einpacken. Anstandslos ins Auto verladen. Ja, sie schien sogar froh darüber, endlich in einer Art Höhle zu sein, endlich freundliche Stimmen, endlich ein bisschen Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten… Fotos: zwischenzeitlich muss die Box gereinigt werden; Kätzchen hatte am Tag, so erfuhren wir, von Gabi viel Essen erhalten, wo der Magen dann den Herausforderungen der ungarischen Kleinstraßen nicht standhielt… Dann die Fahrt, welche eine endlose werden sollten; Rückankunft erst gegen 2 Uhr morgens, aus diversen Gründen, über welche wir später im detaillierten Newsletter berichten werden. Dazwischen musste selbstredend die Unterlage in der Box gewechselt werden, nicht, weil die Arme ihre Notdurft verrichtete, sondern weil wohl die ungewohnten – ganz bestimmt war sie bis dato noch nie in einem Auto transportiert worden – Schüttelbewegungen den Brechreiz hervorgerufen hatten. So einfach ist es im normalen aber bei Gott nicht, eine Katze während einer Fahrt zu versorgen; das Risiko ist ein hohes, dass es dabei zu unkontrollierbaren Problemen kommt. Nicht jedoch in unserem Falle: sie ließ einfach gewähren, und während wir den Innenraum reinigten, schmiegte sie sich an unseren Beinen im geschlossenen Van.
Auch aufgrund einer Panne mit Automobilclub-Einsatz, sollten wir erst derart spät den vorgesehenen Zwischenstopp, den Schlafort erreichen; da galt es noch ein Zimmer für die Patientin herzurichten – von den Eltern natürlich bereist vorbereitet – und dann, fast noch wichtiger, ausgiebig zu schmusen. Nicht aber bevor die Süße noch ein für sie bestimmt wahrlich fürstliches Mahl genossen hatte… Und dann, es war jetzt bereits halb drei Uhr morgens, ein paar Stunden schlafen… Fotos: spät nachts angekommen genießt der Schatz noch eine herzliche Mahlzeit! Ein Schlaf, der viel zu früh und jäh unterbrochen wurde: hatte doch das so großartige Tierheim Krems, dessen Leiterin Frau Nina Zinnenburg, wie so oft und so unentbehrlich noch gestern Nacht, ohne auch nur einen Moment zu zögern sofortige Hilfe zugesagt; wir durften ‚unser‘ Kätzchen gleich frühmorgens zum Tierarzt in die Ordination im Asyl bringen!
Kätzchen, nach dem Aufwachen, genoss inzwischen noch die Liebkosungen der Eltern; dann wieder hinein in die Box. Der Veterinär warten schon…
Und jetzt gilt es auszuharren; bangen Stunden. Denn die erste Prognose, über das gestern noch gesendete Foto, wäre eine niederschmetternde. Verdacht auf bösartigen Tumor, ein Art, die keinen Halt kennt; sich, falls sich die Diagnose bestätigt, schließlich innerhalb kurzer Zeit quer durch den Mundraum fressen wird; wie ein niemals sattes Monster… Und die Befallenen völlig chancenlos zurücklässt.
Aber manches Mal, so sagt der Volksmund, geschehen noch Zeichen und Wunder. Vielleicht, und das wäre in jener Situation tragischer Weise das wesentlich kleinere Übel, hätte sie ja doch ein Fuchs oder ein Hund gebissen… Fotos, oben: noch im Haus der Eltern, unten: das Warten auf den Veterinär… Foto unten: die immer unfassbar nette Betreuung im Tierheim Krems ist mehr als beispielgebend – einfach fantastisch! Hoffnung ist ein mieser Verräter, nur allzu oft; aber bitte, bitte liebe Himmelsmächte, gebt ihr, die noch gar nicht wirklich leben konnte, so ein schweres Schicksal bis zu diesem Moment so unfassbar geduldig und so herzzerreißend bewältigt hatte, wenigstens eine klitzekleine Chance, schenkt ihr noch ein bisschen Zukunft. Dieses eine Mal lasst den miesen Verräter außen weg… bitte, bitte…
Schreiben ist eine Seelen-Therapie, für den Autor dieser Zeilen zumindest. Ein wahrer Freund, es beruhigt den Geist, dann, wenn sich das Gedankenrad unermüdlich dreht und die Sorgen keine Sekunde der Ruhe gestatten. Es gilt abzuwarten. Grausam lange, nicht endend wollende Momente. Bis zur Gewissheit.
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