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• Sind der Staat und seine Behörden neutral? — S&G

Auf den ersten Blick denkt man immer, die Behörden des Staates sind
neutral und unabhängig voneinander. Zudem haben sie immer das
Wohl der Bürger im Sinn.

Beim Blick auf den Mobilfunk wird aber
schnell deutlich, dass der Staat in Form der BRD direkt bei der
Telekom beteiligt ist und damit selber Mobilfunknetze wie GSM
(2G), UMTS (3G) und LTE (4G) betreibt. Dazu noch unzählige
WLAN-Hotspots und ein flächendeckendes Mobilfunknetz im Tetra-
Standard für die Behörden und Organisationen mit Sicherheits-
aufgaben. Und ebenso bei der Deutschen Bahn ein GSM-R-Netz* für
die Züge und Anlagen für das schnelle mobile Internet.

Ebenso
unterstehen ihm die Gesundheitsämter, welche die Mobilfunk-
schäden nicht untersuchen dürfen, das Baurecht, welches großzügige
Ausnahmegenehmigungen zum Bau von Sendeanlagen gibt, die
Bundesnetzagentur, die die Lizenzen versteigert und das Bundesamt
für Strahlenschutz […].

All diese Behörden sind für den Ausbau der
Mobilfunksysteme ausgelegt und kritische Beamte wurden versetzt
oder in den Vorruhestand geschickt. Jetzt hat sich die Monopol-
kommission zu Wort gemeldet und bestätigt, dass der Staat selber
Mobilfunkbetreiber ist und keiner seiner Behörden neutral ist.

Hier
ist die Verantwortung der Bürger gefragt, sich ihr Recht auf Schutz
der eigenen Gesundheit wieder selbst zurückzuholen.
*GSM-R (GSM-Rail) baut auf dem Mobilfunkstandard GSM (2G) auf,
wurde jedoch für die Verwendung bei den Eisenbahnen erweitert

Zivilstand. — Der Staat hat auch die allerzarteste Blüte des Menschenlebens mit Beschlag belegt.

Der Abbau des Staates

Die Staatsmaschine greift in das Liebesleben ein. Er führt, ähnlich wie der Tierzüchter ein Stallbuch, das er Zivilstandsregister nennt und erklärt alle Ehen ungültig, die nicht in diesem Buch eingetragen werden. Die missglückten, von ihm selbst geschlossenen Ehen, hält er gewaltsam zusammen, indem er der Ehescheidung Hindernisse in den Weg legt.

So verstößt der Staat gegen den in jedem Menschen lebendigen tiefen Glauben, dass nur aus einem durch nichts anderes als Liebe vereinten Paar normale, glückliche, harmonische Menschen entspringen können.

Unzucht ist es, nichts anderes, was der Gräuel hier betreibt. Zerrbilder des Menschen entstehen aus solchen Zwangsverhältnissen, Material für Toll- und Zuchthäuser, die oft genannten Vielzuvielen.
Das Eingreifen des Staates in die Ehe hat zur notwendigen Folge, dass das Verantwortlichkeitsgefühl des Menschen in Bezug auf das Liebesleben abgestumpft wird.

Die heiligsten und wichtigsten Triebe, die Kräfte, die uns gebildet, denen wir den Aufstieg aus dem Tierzustand verdanken, die werden durch das Dazwischentreten des Staates entnervt.

Wenn der mit einem Ministerium für Volksgesundheit ausgestattete Staat, der uniformierte Staat, jede Ehe, auch die ungeheuerlichste Interessenehe, gesetzlich anerkennt, dann müssen die natürlichen, das Liebesleben leitenden Triebe für die Nachkommenschaft ohne Bedeutung sein.

Genau wie beim Alkoholismus tötet die Autorität des Staates das Gefühl der Selbstverantwortung in dieser wichtigsten aller menschlichen Handlungen.

Der Glaube an den Staat lässt uns sündig werden. Was der Staat duldet, ist erlaubt, sagt der auf den Staatsschulen herangebildete Mensch, und was erlaubt ist, muss auch züchtig sein.
Wir wollen den Staat abbauen. Das Liebesleben ist ureigenste Angelegenheit des Mannes und der Frau. Schaffen wir das Zivilstandsregister ab – es hatte ja doch nur für die Forschung nach Erbtanten Bedeutung. Wer die Zivilstandesregister beibehalten möchte um des Stammbaumes wegen, mag für sich einen solchen anlegen. Seine ureigenste Sache ist es. Mir aber kann es einerlei sein, ob Schulze von Krause oder Müller abstammt. Weg mit dem Staat.
Jetzt hat der Staat zu seiner eigenen Stärkung den Frauen das Wahlrecht verliehen. Welches Wahlrecht? Welche Wahl käme für eine Frau wohl in erster Linie in Betracht? Die Frau muss den Mann, den Vater ihrer Kinder, frei wählen können. Ohne durch den Staat, ohne durch wirtschaftliche Rücksichten sich auf den Weg der Unzucht abdrängen zu lassen. Das große, edle, zur menschlichen Weiterentwicklung führende Wahlrecht, das ist wahres Frauenwahlrecht.

Diesem Recht aber stehen der Staat und die von ihm geschützten wirtschaftlichen Zustände im Wege. Weg mit dem Staat; er ist der Zerberus, der uns das Tor versperrt zum Paradies.
Damit wäre der Staat abgebaut bis auf seine Grundmauern, das Verkehrswesen – Geld, Eisenbahn, Kanäle, Telekommunikation, Schifffahrt, Flugwesen – alle Wesen, deren Lebenstriebe gegen alle Grenzhindernisse gerichtet sind, deren Antennen die Welt umspannen. Das Verkehrswesen kennt keine Rasse, keine Religion, Geschichte, Sprache, Privatinteressen der Staatenlenker. Immer ist es bestrebt, seine Stränge mit denen der ganzen Welt in Verbindung zu bringen, zu verlöten. Damit enthüllt sich uns auch der wahre Trieb des imperialistischen Gedankens, des einzigen edlen Zuges der Politik.

Für den Verkehr haben alle Grenzen immer nur provisorischen Charakter. Immer strebt der Verkehr nach Durchbruch der Grenzen; der wahre, große, erlösende Imperialismus geht immer nur vom Verkehr aus. Darum kann es auf die Dauer auch nur einen Staat geben, ein Panimperium, das selber keine Grenzen mehr hat, weil es die Welt umspannt. Für zwei Staaten ist kein Raum auf dieser Erde. Ich oder du! Die Staaten werden und müssen immer zusammenstoßen, bis die sie scheidenden Verkehrsgrenzen fallen. Dieser Zusammenstoß führt bei Staaten, denen ein in sich abgeschlossenes Wirtschaftsgebiet als Ziel vorschwebt, zwangsläufig zu Kriegen, zu Völker- und Brudermord. Zwischen abgebauten Staaten dagegen, wo vom Staat nichts bleibt als das Verkehrswesen, wird solcher Zusammenstoß einfach zu einem Zusammenfluss, zu einer Hochzeit wie bei zwei nach Vereinigung strebenden liebenden Wesen. Auch darum wollen wir abbauen. Allgemeiner Abbau der Staaten – das ist die wahre Formel des Völkerbundes.

Nach dem Zweck des Staates forschte man bisher vergeblich. Keine der vielen Zweckbestimmungen des Staates deckte sich mit dem Wesen des Staates. Namentlich wenn man von „völkischen“ Gedanken ausging, verwickelte man sich in unlösbare Widersprüche. Am besten war schließlich die etwas nüchterne Definition: „Anstalt für eine zwangsweise Einziehung des arbeitslosen Einkommens“. Aber diese Bezeichnung setzte soviel politische Witterung voraus, dass sie nur ganz selten rückhaltlos anerkannt wurde.
Jetzt kennen wir den Zweck des Staates. Nachdem wir ihm alle Hüllen abnahmen, die Nebenzwecken dienten, erkennen wir im Staat einfach eine Organisation für die Förderung des Verkehrs.
Silvio Gesell, 1919 – 1921

Es muss betont werden, dass hier nicht eine Utopie beschrieben wird, sondern der echte und eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation! Die Natürliche Wirtschaftsordnung, welche die „hohe Politik“ (Machtausübung) überflüssig macht, wäre schon damals zu verwirklichen gewesen, wenn es früher gelungen wäre, die Religion (Machterhalt) zu erklären und damit wegzuerklären: 

Das Jüngste Gericht
Stefan Wehmeier, 2012 Der Weisheit letzter Schluss