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Gemeinsam für unsere Insektenwelt

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Schmetterlinge, Bienen und Co: Auf Ihre Hilfe kommt es an

Schmetterlinge, Bienen und Co: Auf Ihre Hilfe kommt es an

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

um die Vielfalt unserer Insektenwelt ist es schlecht bestellt: Von den mehr als 560 verschiedenen Wildbienen-Arten in Deutschland ist rund ein Drittel gefährdet, mehr als 30 Arten sind sogar schon ausgestorben. Dabei tragen die wilden Verwandten von Biene Maja wesentlich zur Bestäubung von Blütenpflanzen bei – und damit auch zu unserer Nahrungsmittelsicherheit. Verantwortlich für das große Artensterben ist nicht zuletzt die industrielle Landwirtschaft mit ihren Monokulturen. Besonders der großflächige Einsatz von Insektengiften setzt den Tieren zu.

Das Umweltinstitut kämpft für den Erhalt der Artenvielfalt: Mit Aktionen, Kampagnen und Aufklärungsarbeit machen wir auf die Gefahren von Ackergiften aufmerksam und bewegen die Politik zum Handeln.

Erst Ende April konnten wir dabei einen großen Erfolg verbuchen, als drei besonders gefährliche Neonicotinoide im Freiland verboten wurden. Doch die Chemieindustrie drängt bereits mit neuen, kaum weniger giftigen Spritzmitteln auf den Markt. Mit einer neuen Aktion fordern wir deshalb von der Bundesregierung, den neuen Insektiziden keine Genehmigung zu erteilen. Gemeinsam mit Campact haben wir innerhalb weniger Tage mehr als 265.000 Unterschriften gegen die Zulassung gesammelt.

Aktionen wie diese sind nur dank der Unterstützung durch unsere SpenderInnen und Fördermitglieder möglich. Wenn Sie sich jetzt entscheiden, Fördermitglied zu werden, bedanken wir uns bei Ihnen mit dem zweiteiligen Dokumentarfilm „Wildbienen und Schmetterlinge“. Im ersten Teil erfahren Sie viele beeindruckende und beinahe unglaubliche Details über die Lebensweise unserer Wildbienen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Vielfalt in der Welt der Schmetterlinge. Die eindrucksvollen Aufnahmen machen einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, unsere Insektenwelt zu erhalten.

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Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

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Jetzt bestellen: Postkarten gegen Risikoreaktoren

05.07.2018

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Aktionspaket "Lieferstopp für Risikoreaktoren"

Endspurt: Postkarten-Aktion gegen Risikoreaktoren

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

Brennstoff-Lieferungen aus Deutschland an Pannenreaktoren in Belgien? Das kann doch nicht sein! Im Oktober plant nun endlich der Umweltausschuss des Bundestages, sich mit dem Thema zu befassen. Gut möglich, dass auch die Regierung bis dahin Klarheit schafft, ob und wie sie tätig werden will. Für uns steht fest: Die deutschen Atomfabriken gehören stillgelegt! Und mehr als 25.000 Menschen unterstützen diese Forderung.

Aktionspaket "Lieferstopp für Risikoreaktoren"

Damit es noch mehr werden, benötigen wir Ihre Hilfe: Wir haben Postkarten drucken lassen, die den Abholscheinen eines großen Paket-Lieferdienstes zum Verwechseln ähnlich sehen. Unsere Botschaft an die AKW-BetreiberInnen lautet: Ihre Brennelemente sind unzustellbar – zu groß sind die Gefahren für die Bevölkerung! Die Rückseite des „Abholscheins“ ist gleichzeitig eine Postkarte an das Umweltinstitut, auf der man für einen Lieferstopp unterschreiben kann.

Fast 60.000 Exemplare haben wir bereits an AktivistInnen verschickt. Noch bis Ende August können Sie sich an unserer Aktion beteiligen. Senden Sie uns bis spätestens 31. August alle Unterschriften – gerne auch im Paket – und helfen Sie so mit, die Stilllegung der Atomfabriken durchzusetzen.

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Offener Brief: Neue Gentechnik muss reguliert werden

Offener Brief: Neue Gentechnik muss reguliert werden

Die Entscheidung, ob neue Gentechnik-Methoden künftig auch als solche gelten, steht kurz bevor. Das dazugehörige Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) wird für den 25. Juli erwartet. Konzerne wie Bayer, BASF und Co. drängen darauf, die neuen Technologien nicht als Gentechnik zu kennzeichnen. Denn Lebensmittel mit dem Aufdruck „Genfood“ sind in Deutschland Ladenhüter. Und das ist ein Dorn im Auge der Gentechnik-Industrie.

Ohne Kennzeichnung gibt es keine echte Wahlfreiheit beim Einkauf. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit 20 weiteren Umwelt-, Saatgut- und Anbauverbänden an die zuständigen PolitikerInnen gewandt. In einem gemeinsamen Brief fordern wir sie auf, sich für die Regulierung der neuen Verfahren nach dem Gentechnikrecht einsetzen. Denn Gentechnik bleibt Gentechnik, egal ob alt oder neu! Mehr über den Brief und das Urteil des EuGH erfahren Sie in unserer aktuellen Meldung.

490.438 Unterschriften gegen Glyphosat

490.438 Unterschriften gegen Glyphosat

Am Dienstag haben wir bei einer gemeinsamen Aktion mit Campact mehr als 490.000 Unterschriften für einen schnellen Glyphosat-Ausstieg an Maria Krautzberger, die Präsidentin des Umweltbundesamts (UBA), übergeben. Das UBA ist eine der Behörden, die an der Zulassung von Pestiziden in Deutschland beteiligt ist. Dort wird bewertet, wie sich Ackergifte auf die Umwelt auswirken.

Aktuell laufen in Deutschland die Genehmigungen der meisten glyphosathaltigen Pestizide ab, doch die Chemieindustrie hat bereits neue beantragt. Deshalb haben wir mit unserer Aktion nochmals betont, dass der Einsatz von Glyphosat eng mit dem gravierenden Vogel- und Insektensterben verknüpft ist. Wenn die Zulassungen nun nicht erneuert werden, dürfen die Gifte auch nicht mehr verwendet werden. Das wäre also die Chance, endlich aus der Glyphosat-Anwendung auszusteigen.

Mit herzlichen Grüßen,

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Unsere kritische und unabhängige Arbeit ist nur möglich durch die Hilfe von Menschen wie Ihnen. Wenn Sie sich jetzt entscheiden, uns als Fördermitglied regelmäßig zu unterstützen, schenken wir Ihnen als Dankeschön das Jugendbuch „Emmy und der Kern der Dinge“Die 12-jährige Emmy besucht darin Orte auf der ganzen Welt, um mehr über den strahlenden Stoff Uran und die Geschichte der Atomenergie zu erfahren. Selbstverständlich können Sie auch eine andere Prämie aus unserem Programm wählen.
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Neue Aktion: Insektengifte? Nicht schon wieder!

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28.06.2018

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Insektengifte? Nicht schon wieder!

Insektengifte? Nicht schon wieder!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

es ist kaum zu glauben: Während alle Welt vom Insektensterben redet, könnten schon bald neue Insektengifte zugelassen werden. Sie sollen die erst kürzlich im Freiland verbotenen Neonicotinoide ersetzen, obwohl sie ähnlich gefährlich für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind. Diese drohende Gefahr für unsere Insektenwelt müssen wir unbedingt abwenden!

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Ginge es nach dem zuständigen Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), dürften wir eigentlich gar nicht wissen, dass neue Insektizide auf den Markt kommen sollen. Denn schon allein die Information, ob Zulassungsanträge vorliegen, hält die Behörde für ein Geschäftsgeheimnis der Chemiekonzerne. Diese Geheimniskrämerei wollten wir nicht hinnehmen und haben dagegen geklagt. Mit Erfolg: Die Behörde musste uns Auskunft geben, ob solche Anträge eingereicht wurden.

Die Informationen, die wir nun erhalten haben, bestätigen unsere Befürchtungen: Schon im August könnten erste Pestizidmischungen mit dem Wirkstoff Flupyradifuron auf den Markt kommen. Und weil sich die Regierung im Bundestag verplappert hat, wissen wir außerdem, dass für zwei weitere Wirkstoffe – Sulfoxaflor und Cyantraniliprol – Zulassungsanträge vorliegen.

Die Bundesregierung muss jetzt aus den Fehlern lernen, die mit der Genehmigung der Neonicotinoide gemacht wurden. Angesichts des alarmierenden Insektensterbens wäre es völlig verantwortungslos, diese neuen Gifte auf den Markt zu bringen!

Umweltministerin Schulze (SPD) und Agrarministerin Klöckner (CDU) werden nicht müde zu beteuern, dass sie das Insektensterben aufhalten wollen. Das müssen sie jetzt beweisen: Fordern Sie mit uns von den Ministerinnen, den neuen Insektengiften die Zulassung zu verweigern.

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Neues Info-Portal: Pestizidfrei verpachten!

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Pestizidfrei verpachten!

Pestizidfrei verpachten!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

rund die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich bewirtschaftet. Etwa 60 Prozent des so genutzten Grunds gehören den LandwirtInnen jedoch nicht selbst, sondern sind gepachtet. Stellen Sie sich vor, alle VerpächterInnen würden in ihren Verträgen eine ökologische Bewirtschaftung einfordern, den Einsatz von Pestiziden untersagen oder gezielt an Bio-Betriebe und Projekte der solidarischen Landwirtschaft verpachten.

Das würde der Agrarwende enormen Schwung verleihen! Und es ist möglich!

Deshalb haben wir www.pestizidfrei-verpachten.de auf den Weg gebracht: Verpächterinnen und Verpächter finden auf diesem Info-Portal Broschüren mit praktischen Tipps, um ihre Pachtverträge umzustellen. Falls auch Sie Land besitzen und verpachten, können Sie mit wenigen Sätzen im Pachtvertrag der Natur etwas Gutes tun und Ihr Land für die kommenden Generationen gesund halten.

Zum Info-Portal

Bio-Revolution in Indien

Bio-Revolution in Indien

Der indischen Bundesstaat Andhra Pradesh zählt fast 50 Millionen EinwohnerInnen – und rund sechs Millionen Familien leben von der Landwirtschaft. Am 2. Juni verkündete der Ministerpräsident, dass diese bis spätestens 2024 auf chemisch-synthetische Pestizide verzichten sollen. In Südindien entsteht so eine pestizidfreie Region, die größer ist als Österreich, die Schweiz und Belgien zusammen. Dagegen sehen alle „Pestizidreduktionsprogramme“, „Nationale Aktionspläne Pflanzenschutz“ und Teilverbote in Europa alt aus!

Und Andhra Pradesh ist damit nicht allein: Sikkim, ein kleiner indischer Bundesstaat im Himalaya, war sogar noch konsequenter und hat ab 2003 Schritt für Schritt auf Bio umgestellt. Seit Anfang 2016 haben alle 60.000 landwirtschaftlichen Betriebe Sikkims ein Bio-Siegel. Mehr über die Bio-Revolution in Indien lesen Sie in unserer aktuellen Meldung.

Mals: Pestizidverbot bleibt vorerst außer Kraft

Mals: Pestizidverbot vorerst außer Kraft

Es darf wieder gespritzt werden in Mals, zumindest vorerst. Vergangene Woche verhandelte das Verwaltungsgericht in Bozen über das Pestizid-Verbot, für das sich die Südtiroler Gemeinde in einem Bürgerentscheid entschieden hat – und bestätigte den Eilantrag einiger Landwirte im Mai 2018. Bis gerichtlich geklärt ist, ob die Verordnung zulässig ist, ist sie damit außer Kraft gesetzt. Die Verhandlung darüber wird für den Januar 2019 erwartet.

Doch die Malserinnen und Malser geben nicht auf. Bürgermeister Ulrich Veith schrieb in einer Nachricht an die AktivistInnen: „Ich lasse euch und die vielen Bio-Bauern nicht ungeschützt den Giften ausgesetzt.“ Auch wir werden den Malser „Pestzidrebellen“ weiterhin zur Seite stehen und Sie über den weiteren Verlauf der Gerichtsverhandlung auf dem Laufenden halten.

Mit herzlichen Grüßen,

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Termine
So., 24. Juni, ab 12 Uhr
Berlin, München u.a.
„Stop Kohle – Deine Hände für den Klimaschutz“

Demo in Berlin: Treffpunkt Kanzleramt
Weitere Informationen

Aktion in München: Treffpunkt Bavaria, Theresienwiese
Weitere Informationen

Fr., 13. Juli, 19 Uhr
München, anstiftung, Daiserstraße 15
„Die Zukunft unseres Saatgutes: samenfest und frei, oder hybrid und privat?“
Verena Schmitt, Referentin für Ökolandbau beim Umweltinstitut, spricht über die aktuelle Situation auf dem Saatgutmarkt und die daraus resultierenden Probleme und Risiken.
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Eilaktion: — Keine Patente auf Leben!

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14.06.2018

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Eilaktion: Keine Patente auf Leben!

Eilaktion: Keine Patente auf Leben!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

Agrarkonzerne wie Bayer und Co. lassen immer wieder Tiere und Pflanzen patentieren, als hätten sie diese erfunden. Eigentlich wurde dieser Praxis 2017 ein Riegel vorgeschoben – ein Erfolg der jahrelangen Proteste aus der Zivilbevölkerung.

Doch es gibt noch immer ein Schlupfloch. Und das wird von Konzernen ausgenutzt, um sich auch weiterhin die Jahrtausende lange züchterische Arbeit von Bäuerinnen und Bauern einzuverleiben. Zuletzt hat sich so das niederländische Unternehmen Enza Zaden vom Europäischen Patentamt (EPA) ein Patent auf eine Melone gesichert, die durch eine zufällige Mutation resistent gegen einen bestimmten Pilz ist.

Gemeinsam mit Campact fordern wir mit einer neuen Aktion von der Bundesregierung, diese Praxis zu stoppen.

Die Schraube, an der wir dafür drehen können, ist der Verwaltungsrat des EPA. Er tagt schon am 27. Juni. Deutschland wird dort von Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) vertreten. Sie muss sich jetzt dafür einsetzen, dass die Lücke im Patentrecht geschlossen wird.

Fordern Sie jetzt mit uns von Justizministerin Katarina Barley, Patente auf Tiere und Pflanzen zu stoppen!

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Gegenwind für belgische Pannenreaktoren

Gegenwind für belgische Pannenreaktoren

Die Pannenserie bei den belgischen Atomkraftwerken (AKW) Doel und Tihange setzt sich fort: Am AKW Doel schaltete sich ein Reaktor nach einem technischen Defekt komplett ab. Andere Reaktoren in Tihange und Doel mussten wegen poröser Betondecken vorübergehend stillgelegt werden. Zugleich verwarnte die EU-Kommission Belgien erneut, weil Sicherheitsvorschriften nicht erfüllt sind. Und die deutsche Politik? Zögert weiterhin, die deutschen Atomfabriken stillzulegen und so die Brennelemente-Lieferungen nach Belgien zu stoppen.

Vergangenen Samstag setzten wir darum gemeinsam mit 500 DemonstrantInnen an der Atomfabrik in Lingen ein Zeichen gegen das Atomrisiko. Zudem fordern wir gemeinsam mit weiteren Umweltverbänden aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland in einem offenen Brief, dass die Bundesrepublik endlich die Brennelement-Exporte nach Belgien stoppt und ihre Aktienanteile an der Betreiberfirma der Pannenmeiler abstößt.

Mehr als 22.000 HamburgerInnen sagen „Tschüss Kohle!“

Mehr als 22.000 HamburgerInnen sagen „Tschüss Kohle!“

Wir gratulieren! Die von uns unterstützte Hamburger Volksinitiative „Tschüss Kohle“ konnte am Freitag 22.494 Unterschriften für einen zügigen Kohleausstieg bei der Senatskanzlei einreichen – mehr als das Doppelte der 10.000 benötigten Unterschriften. Der erfolgreiche Start von „Tschüss Kohle“ ist auch ein starkes Signal an die Kohle-Kommission der Bundesregierung, die in etwa zwei Wochen zum ersten Mal tagen wird.

Jetzt muss sich die Bürgerschaft mit dem Gesetzentwurf befassen, der einen Ausstieg aus der Kohleverbrennung für Fernwärme bis 2025 und zur Stromproduktion bis 2030 vorsieht.

Mit herzlichen Grüßen,

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Terminhinweis
Sa./So., 15./16. Juni
Frankfurt am Main, „Haus der Jugend“
Aktions- und Strategiekonferenz, Netzwerk Gerechter Welthandel
Unser Referent für Handelspolitik Karl Bär nimmt am Sonntag, 16. Juni, an der Podiumsdiskussion  Wo steht die Bewegung gegen CETA, TTIP & Co.?“ teil.
Weitere Informationen hier.

So., 24. Juni ab 12 Uhr
Berlin
Demo „Stop Kohle – Deine Hände für den Klimaschutz“
Treffpunkt: Kanzleramt, Berlin
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Mals: Die Pestizidrebellen brauchen unsere Hilfe!

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07.06.2018

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Der Hürdenlauf von Mals

Der Hürdenlauf von Mals

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

vergangene Woche feierte in München der Kinofilm „Das Wunder von Mals“ Premiere. Und „feiern“ ist genau das richtige Wort: Minutenlang klatschte das Publikum Applaus für den Film und für die AktivistInnen aus Mals, die seit Jahren für eine pestizidfreie Region kämpfen. Treffender als Gunter Wiegand, der bei der Premiere in München dabei war, kann man den Film und diesen Abend kaum zusammenfassen:

Gunter Wiegand, Fördermitglied des Umweltinstituts
„Es war aufregend zu sehen, wie die Menschen sich gegenseitig unterstützen und auch aus der einen oder andere Krise raushelfen. Die Gemeinschaft, die so entsteht, ist beispielhaft. Jeder, der diesen Film sieht, kann für sich persönlich Kraft tanken und für eigene Projekte nutzen. Im Herzen ist jede/r ein Malser, traut euch!“

Mit ihrem Mut und Durchhaltevermögen werden die Malser auch das neueste Hindernis überwinden, das sich ihnen in den Weg stellt: Kaum in Kraft getreten, setzte das Verwaltungsgericht in Bozen das Malser Pestizidverbot wieder aus. Das Gericht gab damit dem Eilantrag des Anwalts des Südtiroler Bauernbunds statt. Der Weg zur pestizidfreien Region gleicht einem Hürdenlauf. Wer jedoch die Malser AktivistInnen in München erlebt hat, weiß, dass sie nicht aufgeben werden! Und wir möchten ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind.

Unsere E-Mail-Aktion an Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher hat letztes Jahr ein großes Medienecho in der Region verursacht. Diesen Druck müssen wir nun aufrechterhalten, damit die Landesregierung den Malser Weg endlich als Modellprojekt anerkennt und fördert. Helfen Sie uns und laden Sie Ihre FreundInnen und Familie ein, bei der Solidaritätsaktion für die Malser Pestizidrebellen mitzumachen.

Jetzt Aktion teilen!

ExpertInnen fordern Kehrtwende in der Agrarpolitik

ExpertInnen fordern Kehrtwende in der Agrarpolitik

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) bekommt Gegenwind aus dem eigenen Ministerium: Gleich zwei Gutachten von Beiräten des Landwirtschaftsministeriums raten dringend zu einer Kehrtwende in der Agrarpolitik. Bisher wird der Löwenanteil der EU-Fördergelder für Bauern und Bäuerinnen nach Größe der Betriebe verteilt. Wer viel hat, bekommt viel. Ob Flächen umweltfreundlich bewirtschaftet werden, spielt dabei kaum eine Rolle. Die Beiräte für Artenvielfalt und Agrarpolitik empfehlen nun, die Fördergelder vor allem für gemeinwohlorientierte Umwelt- und Tierschutzmaßen zu vergeben. Das wäre ein großer Schritt hin zu einer umweltverträglicheren Landwirtschaft.

Der Ministerin scheinen die Stellungnahmen unangenehm zu sein. Anders als sonst üblich fand die Übergabe der Gutachten hinter verschlossenen Türen statt und bisher hat sich Julia Klöckner auch nicht öffentlich dazu geäußert. Doch die Berichte ihrer eigenen BeraterInnen kann und darf sie nicht ignorieren. Wir erwarten deshalb von Julia Klöckner, dass sie sich auf EU-Ebene für die Empfehlungen ihres Expertengremiums einsetzt. Weitere Informationen finden Sie in unserer aktuellen Meldung.

Auf diese Kommission werden wir ein Auge haben

Auf diese Kommission werden wir ein Auge haben

Am Mittwoch setzte das Bundeskabinett die Kohle-Kommission ein. Bis Ende des Jahres soll sie dem Braunkohle-Weltmeister Deutschland den Weg in ein Zeitalter ohne Kohleverstromung weisen.

Doch schon das Mandat der Kommission ist zu wenig ambitioniert, um den CO2-Ausstoß im nötigen Maß zu deckeln. Zudem dürfte die Kohlelobby in der Kommission auf die Bremse treten, um den Strukturwandel noch weiter hinauszuzögern. Wir werden die Arbeit der Kommission daher in den nächsten Monaten genau beobachten und kritisch begleiten. Mehr zur Zusammensetzung der Kommission erfahren Sie in unserer aktuellen Meldung.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

Jetzt Fördermitglied werden und Bio aus Südtirol genießen
Rund 20 Kilometer von Mals entfernt liegt das Kräuterschlössl der Familie Gluderer, die in dem Ort Goldrain essbare Blüten, Gewürzkräuter und Tee in Bio-Qualität anbaut. Den Kampf gegen Pestizide in Südtirol unterstützen die Gluderers seit vielen Jahren mit großem Engagement. Wenn Sie jetzt Fördermitglied werden, schenken wir Ihnen ein Genusspaket aus dem Kräuterschlössl mit Südtiroler Brotgewürz, Kräutertee, Blütensalz und Hollernudeln als Dankeschön. Selbstverständlich können Sie auch eine andere Prämie aus unserem Programm wählen.
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Monsanto-Übernahme: Proteste bei der Bayer-Hauptversammlung

30.05.2018

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Monsanto-Übernahme: Proteste bei der Bayer-Hauptversammlung

Monsanto-Übernahme: Proteste bei der Bayer-Hauptversammlung

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

am letzten Freitag trafen sich die Aktionärinnen und Aktionäre des Chemiekonzerns Bayer zur Hauptversammlung. Nachdem die Behörden dem Kauf des Agrarmultis Monsanto zugestimmt haben, wird Bayer zum größten Saatgut- und Pestizidhersteller der Welt.

Deshalb waren wir vor Ort, um bei denen zu demonstrieren, die das Unternehmen besitzen und für seine Geschäftspolitik verantwortlich sind. Dank eines kritischen Kleinaktionärs konnte unser Referent für Agrarpolitik Karl Bär sogar in der Versammlung sprechen.

In unserem Video sehen Sie einen Ausschnitt seiner Rede bei der Aktionärsversammlung und Bilder von den bunten Protest davor.

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Breite Mehrheit für Stilllegung der Atomfabriken

Breite Mehrheit für Stilllegung der Atomfabriken

Rund zwei Drittel der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sprechen sich für einen Lieferstopp deutscher Brennelemente an ausländische Atomreaktoren aus. Darüber hinaus befürworten ebenso viele Menschen die Stilllegung der Atomfabriken in Gronau und Lingen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Umweltinstituts.

Doch entgegen dem Willen der BürgerInnen beliefern die deutschen Atomfabriken in Gronau und Lingen noch immer hochgefährliche Reaktoren wie die in Tihange und Doel (Belgien). Statt wirkungsvoll gegen die Gefahren vorzugehen, verbergen sich Bundes- und Landespolitik weiter hinter symbolischen Gesten. Um das Risiko eines verheerenden Unfalls zu bändigen, braucht es jetzt einen Exportstopp und eine baldmöglichste Stilllegung der deutschen Atomfabriken.

Mehr zu den Umfrage-Ergebnissen lesen Sie in unserer aktuellen Meldung.

Demonstration in Lingen
Demo „Atomrisiko jetzt beenden!“
In Lingen demonstrieren wir für das Ende der Uranexporte und die Stilllegung der Atomfabriken.

Wann: Sa., 9. Juni, ab 13 Uhr
Treffpunkt: Bahnhof Lingen, Bernd-Rosemeyer-Straße
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Noch immer Glyphosat im Bier

Noch immer Glyphosat im Bier

Deutsche Biere sind mit Glyphosat belastet: Mit diesem Testergebnis sorgten wir bereits 2016 für einige Schlagzeilen. Nun bestätigt die Stiftung Warentest unsere Ergebnisse – und zeigt, dass das Interesse daran noch immer ungebrochen hoch ist. Bei einem Test von 20 alkoholfreien Bieren bewertete sie nicht nur Aspekte wie Geschmack oder Geruch, sondern untersuchte auch, ob in den Bieren das umstrittene Pflanzengift nachweisbar ist.

In fast allen Bieren wurden die Tester fündig und ermittelten ähnliche Werte wie bei unserer Untersuchung 2016. Immerhin erfreulich: Zwei der drei geprüften Bio-Biere wiesen keine Glyphosat-Rückstände auf.  Doch den meisten Brauereien ist es noch immer nicht gelungen, dieses Gift vollständig aus ihren Bieren zu verbannen. Wir fordern deshalb: Glyphosat muss schnellstmöglich von unseren Äckern verschwinden!

Mehr dazu erfahren Sie in unserer aktuellen Meldung.

Mit herzlichen Grüßen,

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Schluss mit Gentechnik wider Willen
Unterschriftenlisten „Schluss mit Gentechnik wider Willen“
Wenn Sie noch Unterschriftenlisten zur Aktion „Schluss mit Gentechnik wider Willen“ zu Hause haben, schicken Sie uns diese bis zum 17. Juni zurück! Wir möchten die Unterschriften zeitnah an die EU-Kommission übergeben. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz!
Zur Aktion
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Klimawandel: Zehn Familien reichen EU-Klage ein

  aktuell befinden sich in Deutschland 29 glyphosathaltige Pestizide im Wiederzulassungsverfahren.

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Und ob das PAG wirklich gültig ist, wird sich erst vor Gericht entscheiden: Schon von mehreren Seiten wurden Verfassungsklagen gegen das Gesetz angekündigt.

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Wir klagen für die kommenden Generationen

Wir klagen für die kommenden Generationen

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

Armando Carvalho aus Portugal hat vergangenes Jahr durch einen schweren Brand sein Anwesen und den von ihm bewirtschafteten Wald verloren. „Nichts konnte dem Feuer widerstehen, so heftig war es“, sagt er. Hitzewellen und Dürreperioden – und damit auch Waldbrände – nehmen in Südeuropa in den letzten Jahren immer weiter zu. Sie sind unmittelbare Folgen des Klimawandels und bedrohen die Lebensgrundlage von Menschen wie Armando.

Von der EU erwartet er, dass sie seine Grundrechte auf Leben, Gesundheit, Eigentum und Berufsfreiheit schützt. Doch bisher tut sie nicht das, was möglich ist. Deswegen reicht er nun gemeinsam mit neun weiteren betroffenen Familien aus Europa, Kenia und Fidschi Klage gegen die Europäische Union ein. Die Forderung: Die EU soll ihre Klimaziele bis 2030 nachschärfen und notwendige Maßnahmen verabschieden, um gefährliche Folgen des Klimawandels abzuwenden. Das Umweltinstitut ist von der Dringlichkeit politischen Handelns gegen die Klimakrise überzeugt und unterstützt deshalb die Klima-Klage.

Weitere Informationen und ein Video über die Schicksale der klagenden Familien finden Sie hier.

aktuell befinden sich in Deutschland 29 glyphosathaltige Pestizide im Wiederzulassungsverfahren.

Eine halbe Million Unterschriften für Svenja Schulze

Eine halbe Million Unterschriften für Svenja Schulze

Vier dicke Ordner mit 485.000 Unterschriften für ein Glyphosat-Verbot hatten wir im Gepäck, als wir vergangene Woche vor dem Bundesumweltministerium in Berlin standen. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) ließ es sich nicht nehmen, die gemeinsam mit Campact gesammelten Unterschriften persönlich entgegen zu nehmen. Die Ministerin zeigte sich begeistert über so viel geballtes Engagement. Unsere Unterschriften würden ihr Rückenwind geben, um den Glyphosat-Ausstieg in der Bundesregierung voranzutreiben. Überhaupt fände sie unser Motto „Ackergifte? Nein Danke!“ genau richtig, denn auch ihr Ziel sei es, den Pestizideinsatz deutlich zu reduzieren.

Über diese Reaktion der Ministerin freuen wir uns natürlich. Sie zeigt, dass unsere Botschaft inzwischen auch am Kabinettstisch angekommen ist. Doch unser Ziel erreicht haben wir damit noch lange nicht. Nun kommt es darauf an, dass den Worten auch Taten folgen. Eine Gelegenheit dazu bietet sich schon bald, denn aktuell befinden sich in Deutschland 29 glyphosathaltige Pestizide im Wiederzulassungsverfahren. Das Umweltbundesamt könnte die Zustimmung verweigern und somit auf einen Schlag den größten Teil der Spritzmittel mit Glyphosat vom Markt nehmen.

Polizeiaufgabengesetz: Überwachung jederzeit möglich!

Polizeiaufgabengesetz: Überwachung jederzeit möglich!

Nun ist es soweit: Das neue bayerische Polizeiaufgabengesetz (PAG) tritt in Kraft. Mit ihrer absoluten Mehrheit hat die CSU das Gesetz vergangene Woche gegen alle Widerstände aus Bevölkerung und Opposition durch das Parlament gepeitscht. In anderen Bundesländern steht uns ähnliches bevor: Auch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen planen, ihre Polizeigesetze deutlich zu verschärfen – und auf Bundesebene möchte Innenminister Horst Seehofer das PAG gar als Vorlage für ganz Deutschland nehmen.

Ab morgen darf die Polizei in Bayern nun also auch ohne konkreten Verdacht einer Straftat ermitteln und überwachen. Als Umweltschützerinnen und Umweltschützer sind wir über diese Entwicklung sehr besorgt – denn immer wieder stehen wir staatlichen Interessen im Weg, wenn wir auf die Belange der Natur aufmerksam machen. Und wer eine Kriminalisierung fürchten muss, wird sich weniger oder gar nicht engagieren.

Die Massenproteste von über 40.000 Menschen in München sowie Tausenden mehr in Augsburg, Bamberg, Passau und vielen weiteren Städten sollten der CSU zu denken geben. Schließlich ist im Herbst in Bayern Landtagswahl. Und ob das PAG wirklich gültig ist, wird sich erst vor Gericht entscheiden: Schon von mehreren Seiten wurden Verfassungsklagen gegen das Gesetz angekündigt.

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Vorhang auf für die Pestizidrebellen

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Das Wunder von Mals

Was Wunder bewirken

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

den Bürgerinnen und Bürgern im Südtiroler Dorf Mals gelang vor vier Jahren etwas Unglaubliches: Mit einer Mehrheit von 76 Prozent entschied die Gemeinde in einer Volksabstimmung, dass auf ihrem Boden künftig keine chemisch-synthetischen Pestizide mehr eingesetzt werden sollen. Dieses Ergebnis wirkt bis heute weit über die Gemeindegrenzen hinaus. Die Presse berichtete europaweit. Ein Professor aus Vermont schrieb für den US-Markt ein Buch über den Fall. Wir brachten den Malser Bürgermeister auf die Demo „Wir haben es satt“ in Berlin und Vandana Shiva, eine Ikone des Widerstands gegen Gentechnik, lud ihn zu Vorträgen nach Indien ein.

Filmregisseur und Buchautor Alexander Schiebel hat gemeinsam mit dem Umweltinstitut den Widerstand der Gemeinde von Anfang an begleitet. Am 28. Mai feiert sein Dokumentarfilm „Das Wunder von Mals“ nun in München Premiere. Der offizielle Kinostart folgt im September dieses Jahres. Weitere Infos zum Film finden Sie auf der Homepage zu „Das Wunder von Mals“.

Mals – Eine Region mit Vorbild-Charakter

Mals – Eine Region mit Vorbild-Charakter

Das Engagement der Malser BürgerInnen hat viele weitere Menschen motiviert: Benedikt Vierneisl ist einer von ihnen. Im Januar versammelte der Gärtner VertreterInnen aus Umweltschutz, Kommunalpolitik und Bio-Landwirtschaft in Miltenberg. Hier, wo Bayern, Hessen und Baden-Württemberg zusammentreffen, riefen sie das „Aktionsbündnis Giftfrei im Dreiländereck“ ins Leben. Unser Referent für Agrarpolitik berichtete auf dem Gründungstreffen, wie es Mals gelungen ist, Pestizide zu verbannen.

Und auch in Italien wächst der Widerstand gegen Pestizide. Am vergangenen Sonntag fand in Südtirol, im Trentino und in Venetien ein Aktionstag gegen die Gifte statt. Alleine im venetianischen Dorf Follina gingen rund 4.000 Menschen auf die Straße. Aus ihrer Umgebung kommt der Prosecco und die AnwohnerInnen leiden unter den häufigen Spritzungen im intensiven Weinbau. Ihr Motto ist klar und einfach: Stop Pesticidi!

In Mals ist das Pestizidverbot derweil nach einer langen juristischen Auseinandersetzung in Kraft getreten. Am 1. April ist die letzte Übergangsfrist abgelaufen. Wer jetzt noch spritzt, muss bis zu 500.000 Euro Strafe zahlen. Unsere Verbündeten in Mals stellen sich aber auf Klagen gegen das Pestizidverbot ein. Denn der Bauernbund und die Landesregierung sehen den Malser Weg nicht als Vorbild, sondern als Gefahr.

Wir werden berichten, wie es in Mals weitergeht und Initiativen für weitere pestizidfreie Regionen unterstützen!

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

Jetzt Fördermitglied werden und Bio aus Südtirol genießen
Rund 20 Kilometer von Mals entfernt liegt das Kräuterschlössl der Familie Gluderer, die in dem Ort Goldrain essbare Blüten, Gewürzkräuter und Tee in Bio-Qualität anbaut. Den Kampf gegen Pestizide in Südtirol unterstützen die Gluderers seit vielen Jahren mit großem Engagement. Wenn Sie jetzt Fördermitglied werden, schenken wir Ihnen ein Genusspaket aus dem Kräuterschlössl mit Südtiroler Brotgewürz, Kräutertee, Blütensalz und Hollernudeln als Dankeschön. Selbstverständlich können Sie auch eine andere Prämie aus unserem Programm wählen.
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Umfrage: Klare Mehrheit gegen neue Bienengifte

09.05.2018

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Klare Mehrheit gegen Zulassung neuer Insektengifte

Klare Mehrheit gegen Zulassung neuer Pestizide

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

deutlicher geht es kaum: 88 Prozent der deutschen Bürgerinnen und Bürger lehnen die Zulassung neuer Pestizide ab, die Bienen und anderen Fluginsekten schaden. 81 Prozent sind zudem gegen die Genehmigung von Spritzmitteln, die Glyphosat enthalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative forsa-Umfrage, die das Umweltinstitut in Auftrag gegeben hat. In der Bevölkerung gibt es also eine breite Zustimmung dafür, dass gefährliche Pestizide verboten oder gar nicht mehr zugelassen werden sollen. Die Menschen in Deutschland wollen raus aus der Pestizid-Tretmühle.

Die Bundesregierung ist aber noch immer viel zu zögerlich. Das „Ja“ zum Freilandverbot von Neonicotinoiden auf EU-Ebene sowie das angekündigte „Aktionsprogramm Insektenschutz“ sind begrüßenswert. Doch zum einen fehlen bisher konkrete Maßnahmen, um den Pestizid-Einsatz zu reduzieren. Zum anderen will Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner die Genehmigungsverfahren für neue Pestizide beschleunigen. Statt immer wieder ein Gift gegen ein anderes zu ersetzen, fordern wir den massiven Einsatz von Pestiziden ganz zu stoppen. Nur so lässt sich der dramatische Artenverlust aufhalten.

Mehr dazu und zu unserer Umfrage lesen Sie in unserer aktuellen Meldung.

Störfall im belgischen Pannenreaktor

Störfall im belgischen Pannenreaktor

Fast unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit ist es im belgischen Atomkraftwerk Doel zu einem beunruhigenden Störfall gekommen: Wegen eines Lecks im Notkühlsystem tritt am Reaktor 1 des AKW seit mehr als zwei Wochen radioaktives Wasser aus. Der Betreiber hat Doel 1 deshalb bis Oktober stillgelegt – obwohl er offiziell kein Sicherheitsproblem erkennt. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung besteht dadurch zum Glück nicht. Doch die Panne ist ein weiterer Beleg für die Anfälligkeit maroder Altmeiler.

Die Stilllegung wird nun wohl auch genutzt, um die Brennelemente von Doel 1 auszutauschen. Bizarrer Weise stammen diese noch immer aus Deutschland. Dabei kritisiert selbst die Bundesregierung die Sicherheit des belgischen AKW. Doch alleine zwischen 18. März und 4. April exportierte die Atomfabrik im niedersächsischen Lingen fünfmal Brennstoff nach Doel. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung klare Kante zeigt und einen Lieferstopp für Risikoreaktoren verhängt!

Weitere Informationen lesen Sie in unserer aktuellen Meldung.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

Auf Ihren Beitrag kommt es an
Unsere kritische und unabhängige Arbeit ist nur möglich durch die Hilfe von Menschen wie Ihnen. Wenn Sie sich jetzt entscheiden, uns als Fördermitglied regelmäßig zu unterstützen, schenken wir Ihnen als Dankeschön das Jugendbuch „Emmy und der Kern der Dinge“Die 12-jährige Emmy besucht darin Orte auf der ganzen Welt, um mehr über den strahlenden Stoff Uran und die Geschichte der Atomenergie zu erfahren. Autorin Sybille Tetsch erklärt in verständlicher und spannender Form, warum es gute Gründe gibt, sich für den weltweiten Ausstieg aus der Atomkraft zu engagieren.

Selbstverständlich können Sie auch eine andere Prämie aus unserem Programm wählen.

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Terminhinweise
So., 13. Mai, 10.15 Uhr
St. Josef am See, Südtirol
„Marcia Stop Pesticidi“ am Kalterer See
Treffpunkt: Hotel Seegarten, St. Josef am See, Südtirol
Weitere Infos hier. 

Mo., 14. Mai, 19 Uhr
Ismaning
„Artenvielfalt: Bienensterben – sind wir noch zu retten?“
Unser Landwirtschaftsexperte Karl Bär, ein Imker und KommunalpolitikerInnen diskutieren im Torfbahnhof in Ismaning darüber, was wir tun können, um die Artenvielfalt zu erhalten.
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