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Warum Thiacloprid verboten werden muss

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Gefährliches Insektengift: Wird Thiacloprid weiter zugelassen?

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Gefährliches Insektengift: Wird Thiacloprid weiter zugelassen?
das Insektengift Thiacloprid kann unter anderem ungeborenen Kindern schaden, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und ist vermutlich krebserregend. Dies sind laut EU-Pestizidverordnung eigentlich genügend Gründe, um den Einsatz zu verbieten. Zudem gehört es zur Gruppe der Neonicotinoide, die besonders gefährlich für Bienen und andere Insekten sind.

In Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern kommen Ackergifte mit dem Wirkstoff dennoch zum Einsatz, weil die Zulassung immer wieder provisorisch verlängert wird. Anfang kommender Woche diskutieren die EU-Mitgliedstaaten nun darüber, ob Thiacloprid weiter zugelassen oder verboten werden soll.

Für Deutschland werden dafür jeweils VertreterInnen aus dem Landwirtschafts- und dem Umweltministerium an den Gesprächen teilnehmen. Deshalb haben wir Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) schriftlich dazu aufgefordert, sich in Brüssel für ein Verbot von Thiacloprid stark zu machen.

Mehr über die Gefahren von Thiacloprid und warum Deutschland im Genehmigungsverfahren eine besonders wichtige Rolle zukommt, erfahren Sie in unserer aktuellen Meldung.

Mit „Fridays for Future“ zum EU-Gipfel
Vergangene Woche ist ein Bus mit „Fridays for Future“-Aktiven von München zum EU-Gipfel ins rumänische Sibiu gestartet. Das Ziel der Jugendlichen: Die Staats- und Regierungschefs mit ihren Forderungen nach konsequentem Klimaschutz zu konfrontieren. Lilian Spitzer, die beim Umweltinstitut gerade ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert, war dabei und hat ihre Eindrücke aufgeschrieben.
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Mochovce: Druck auf Slowakei wächst
Über 255.000 Unterschriften hatten wir im Gepäck, als wir am Donnerstag den Spitzenkandidaten der EVP-Europafraktion, Manfred Weber (links), trafen. Ebenso wie Österreichs Bundeskanzler Kurz spricht er sich für internationale Kontrollen auf der maroden AKW-Baustelle aus. Das ist besonders wichtig, weil Weber als nächster Präsident der EU-Kommission gehandelt wird. Inzwischen haben wir zusammen mit unseren Partnern schon über 300.000 Unterschriften gesammelt.
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Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

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Erst die Beiträge unserer SpenderInnen und Fördermitglieder ermöglichen unsere Aufklärungs- und Kampagnenarbeit. Wenn Sie sich jetzt entscheiden, uns mit einem regelmäßigen Beitrag zu fördern, erhalten Sie von uns als Dankeschön zwei Gläser besten Bio-Honig und ein Päckchen Saatgut, mit dem Sie Ihren Garten oder Balkon in ein kleines Paradies für Bienen und Schmetterlinge verwandeln können. Oder wählen Sie eine andere Prämie aus unserem Programm.
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Termine
So, 19. Mai
Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Stuttgart & weitere europ. Städte 
Demos: Ein Europa für alle
Eine Woche vor der Europawahl gehen am Sonntag in sieben deutschen Großstädten und zahlreichen weiteren Orten in ganz Europa zehntausende Menschen auf die Straße: gegen Nationalismus und für die Vision eines Europas, das Menschenrechte und Demokratie verteidigt, soziale Gerechtigkeit garantiert und den ökologischen Wandel vorantreibt.
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6. – 10. August
Wolfenbüttel
Sommerakademie Atomares Erbe
Atommüll geht unzählige nachfolgende Generationen etwas an. Die Sommerakademie bietet jungen Menschen
den Austausch mit erfahrenen ExpertInnen und Exkursionen in die „Asse“ und den „Schacht Konrad“.
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Riesenerfolg für Volksbegehren „Rettet die Bienen“

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Riesenerfolg für Volksbegehren „Rettet die Bienen“

Riesenerfolg für Volksbegehren „Rettet die Bienen“

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

lange Schlangen bildeten sich in den letzten Tagen in vielen bayerischen Orten vor den Rathäusern – so groß war der Andrang für das „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen“! Mit dem Volksbegehren soll die Staatsregierung zu konkreten Verbesserungen im Naturschutzgesetz verpflichtet werden, um das Artensterben, das sich vor allem bei Insekten und Vögeln bemerkbar macht, aufzuhalten.

Insgesamt haben über 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürger unterschrieben, das entspricht 18,4 Prozent der Wahlberechtigten. Damit ist das Volksbegehren das bislang erfolgreichste in Bayern. Vielen Dank an alle, die unterzeichnet haben!

Die große Beteiligung am Volksbegehren ist ein Riesenerfolg für die Umweltbewegung und ein starkes Signal an die bayerische Politik, die jetzt am Zug ist. Bereits für nächste Woche Mittwoch hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder zu einem „Runden Tisch“ zum Artensterben eingeladen. Was es damit auf sich hat und wie es mit dem Volksbegehren weitergeht, erfahren Sie in unserer aktuellen Meldung.

Castor-Protest nach Ahaus
Castor-Protest in Ahaus
Noch dieses Jahr könnten Atommüll-Transporte aus dem Versuchsreaktor Jülich und dem Forschungsreaktor in Garching nach Ahaus (Nordrhein-Westfalen) rollen. Diese Transporte sowie die Einlagerung in Ahaus erhöhen das Risiko, dass waffenfähiges Uran in die falschen Hände gerät. Wir fordern stattdessen die Uran-Abreicherung und den Bau von gesicherten Zwischenlagern vor Ort. Protestieren Sie mit uns am 9. März in Ahaus, bevor mit den Castor-Transporten Fakten geschaffen werden!
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Abdrift: Vom Winde verweht
Pestizide: Vom Winde verweht
Rückstände von Pestiziden finden sich in unserer Nahrung, in unserer Kleidung und sogar in Hygieneprodukten wie Tampons oder Babywindeln. Doch finden sich die Mittel auch in unserer Atemluft? Es mehren sich die Hinweise, dass wir es mit einem bislang sträflich unterschätzten Problem zu tun haben. Deshalb führen wir aktuell Untersuchungen durch, wie und welche Pestizide sich durch die Luft verbreiten. Erste Ergebnisse werden schon im März vorliegen. Lesen Sie mehr dazu in unserer aktuellen Meldung.
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Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

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Unsere kritische und unabhängige Arbeit ist nur möglich durch die Hilfe von Menschen wie Ihnen. Wenn Sie sich jetzt entscheiden, uns als Fördermitglied regelmäßig zu unterstützen, erhalten Sie von uns die DVD zum Film „Wackersdorf“ als Begrüßungsgeschenk. Das Politdrama erzählt die Hintergründe, die zum legendären Protest gegen den Bau einer atomaren Wiederaufbereitungsanlage in der Oberpfalz führten. Oder wählen Sie eine andere Prämie aus unserem Programm.
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Wir starten die Klimawende von unten!

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Wir starten die Klimawende von unten!

Wir starten die Klimawende von unten!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

das Kohlekraftwerk in München wird 2022 abgeschaltet – weil die Bürgerinnen und Bürger es so beschlossen haben. In Bamberg werden neue Fahrradstraßen und sichere Schulwegrouten gebaut – weil Aktive das in einem Bürgerbegehren gefordert haben. Immer mehr Menschen nehmen mit direkter Demokratie die Klimapolitik selbst in die Hand. Und sorgen für saubere Luft und Lebensqualität in ihren Städten.

Erfolge wie die in München und Bamberg habe ich zum Anlass für eine umfassende Recherche genommen: Wo können ähnliche Kampagnen organisiert werden? Welche Forderungen sind im Rahmen eines Bürgerbegehrens zulässig? Was braucht es für eine gelungene Mobilisierung? Die Antworten auf diese Fragen haben wir im Leitfaden „Klimawende von unten“ zusammengefasst, den Sie ab Ende Februar bei uns bestellen können. Darin stellen wir Mut machende Geschichten vor und geben Tipps und Empfehlungen für alle, die selbst aktiv werden wollen.

Wir wollen, dass in vielen weiteren Städten und Gemeinden die Energieversorgung ökologischer und die Straßen sicherer werden. Dafür haben wir in diesem Jahr viel vor: Wir arbeiten aktuell an einer Website, mit deren Hilfe sich Aktive austauschen und neue MitstreiterInnen finden können. Auf Veranstaltungen mit Ehrenamtlichen stelle ich das in unserem Leitfaden zusammengetragene Wissen vor. Interessierte Gruppen und Einzelpersonen können mich jederzeit ansprechen – ich berate sie, entwickele gemeinsam mit ihnen Pläne für lokale Kampagnen und unterstütze bei der Mobilisierung.

Wenn überall im Land die Menschen ihre Kommunen dazu bringen, beim Klimaschutz voranzugehen, kann das auch Bewegung in die festgefahrene Klimapolitik auf Bundesebene bringen. Bitte unterstützen Sie uns bei diesem langfristigen Projekt. Gemeinsam schaffen wir die Klimawende von unten!

Herzliche Grüße

Franziska Buch

Referentin für Energie und Klima

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Wir warten nicht auf die Kohlekommission oder den nächsten Diesel-Gipfel – wir nehmen die Klimapolitik selbst in die Hand! Wenn Sie sich jetzt entscheiden, uns dabei dauerhaft als Fördermitglied zu unterstützen, erhalten Sie von uns das Buch „Vier fürs Klima“ als Begrüßungsgeschenk. Darin berichtet das Journalisten-Paar Petra Pinzler und Günter Wessel auf unterhaltsame Weise über den Versuch, den CO2-Abdruck der eigenen Familie radikal zu verkleinern. Oder wählen Sie eine andere Prämie aus unserem Programm.
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Termine
Fr, 18. und 25. Januar
Berlin & deutschlandweit
Fridays for Future – Gemeinsam gegen die Klimakrise
Heute streiken an mehr als 50 Orten deutschlandweit Schülerinnen und Schüler, Studierende und junge Menschen für den Kohleausstieg und eine ambitioniertere Klimapolitik. Am 25. Januar soll es parallel zur Sitzung der Kohlekommission um 12 Uhr eine große Aktion vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin geben.
Weitere Informationen hier

Sa., 19. Januar ab 12 Uhr
Brandenburger Tor, Berlin
Wir haben es satt – Demo in Berlin
Gemeinsam demonstrieren wir für eine ökologische, bäuerliche Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung und ohne Gentechnik, für gesundes Essen, Klimagerechtigkeit und fairen Handel.
Weitere Informationen hier

Sa., 19. Januar, ab 13 Uhr
Bahnhof, Lingen
Anti-Atom-Demonstration in Lingen
40 Jahre Brennelemente-Produktion in Lingen sind genug! Aus Anlass des Betriebsjubiläums der Atomfabrik rufen wir gemeinsam mit zahlreichen Initiativen zur Teilnahme an der Demonstration auf: für die sofortige Stilllegung der Atomfabriken in Lingen, Gronau und Almelo sowie aller AKW und Atomanlagen weltweit!
Weitere Informationen hier

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Entscheidungsjahr 2019: Wir gehen auf die Straße!

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Entscheidungsjahr 2019: Wir gehen auf die Straße!

Entscheidungsjahr 2019: Wir gehen auf die Straße!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

unser Agrarsystem steckt in der Krise. Der Klimawandel, der Verlust an Biodiversität und fruchtbaren Böden, die Aneignung von Land und Saatgut durch immer weniger Konzerne – so kann es nicht weitergehen. Im Jahr 2019 stehen ganz konkrete, wichtige Entscheidungen an:

  • Die EU reformiert ihre Agrarsubventionen. Wird weiterhin lediglich Grundbesitz belohnt oder wird eine Landwirtschaft unterstützt, die wirklich etwas für den Schutz fruchtbarer Böden, des Klimas und der Artenvielfalt tut?
  • Die Industrie drängt darauf, das Gentechnikrecht aufzuschnüren. Sie will neue, noch mächtigere Gentechnologien unreguliert vermarkten. Finden wir schon bald Genfood ohne Kennzeichnung in den Supermärkten und auf den Feldern?
  • Deutschen Behörden liegen dutzende Anträge für Spritzmittel mit Glyphosat und neuen Insektengiften vor. Wie lange werden wir, die Insekten und unsere Böden noch mit diesen Chemikalien vergiftet?

Wie die Entscheidungen ausfallen, hängt auch davon ab, ob wir uns einmischen. Deshalb beginnen wir das Entscheidungsjahr 2019 mit einer großen Demo. Unter dem Motto „Wir haben es satt!“ demonstrieren wir am Samstag, 19. Januar in Berlin für die Agrarwende.

Wir haben es satt!
Wir haben es satt! – Demo in Berlin
Infomaterial und Infos zur Anreise mit Bussen aus ganz Deutschland finden Sie auf der Demo-Seite. Das Umweltinstitut ist mit einem Stand direkt am Kundgebungsort vertreten.

Auftakt: 12 Uhr, Brandenburger Tor, Berlin

Zur Demo-Seite 

 Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

Stellenangebot
Zur Verstärkung unseres Teams in München suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt:

Referent/in für Agrarpolitik

Mitarbeiter/in für Systemadministration, Systemarchitektur und -entwicklung

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Neue Aktion: Kein Spiel mit der Bombe!

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Kein Spiel mit der Bombe, Herr Söder!

Kein Spiel mit der Bombe, Herr Söder!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

mehr als 300 Kilogramm waffentaugliches Uran lagern vor den Toren Münchens – in Form von Brennelementen des Forschungsreaktors Garching, der allen internationalen Bestrebungen zum Trotz mit hochangereichertem Uran betrieben wird. Bereits der bisher entstandene Atommüll aus Garching würde reichen, um daraus 50 Atombomben zu bauen, wenn das Material in die falschen Hände gelangen sollte.

Ende 2018 läuft schon zum zweiten Mal eine Frist zur Abrüstung des Reaktors auf niedrig angereichertes Uran aus. Als die erste Frist vor acht Jahren verstrich, war Markus Söder Umweltminister und damit Chef der Atomaufsicht in Bayern. Als Ministerpräsident kann er jetzt das Spiel mit der Bombengefahr beenden. Fordern Sie Markus Söder noch heute dazu auf!

Jetzt mitmachen!

Die bayerische Staatsregierung möchte „ihren“ Reaktor am liebsten unbefristet mit hoch angereichertem Uran betreiben. So lässt sich jedenfalls ihre Antwort auf eine Anfrage des Umweltinstituts lesen. Dabei herrscht seit den späten 1970er Jahren international Konsens, in Forschungsreaktoren auf hoch angereichertes Uran zu verzichten. Der bislang einzige Neubau seit 1986, der sich nicht daran hält, steht in Garching. Nach 15 Jahren Betrieb ist es Zeit, sich endlich an die Spielregeln zu halten.

Mitte Oktober stehen in Bayern Landtagswahlen an und die CSU steht in den Umfragen mit dem Rücken zur Wand. Ein öffentlicher Konflikt um den Reaktor in Garching ist das letzte, was Markus Söder brauchen kann. Das ist unsere Chance, ihn dazu zu bewegen, den Weiterbetrieb des Reaktors an die Abrüstung auf niedrig angereichertes Uran zu knüpfen. Fordern Sie Markus Söder jetzt in unserer neuen Aktion dazu auf!

Jetzt mitmachen!

Unterschriftenübergabe: Brennelemente-Exporte nach Belgien stoppen!

Unterschriftenübergabe: Brennelemente-Exporte nach Belgien stoppen!

121.642 Menschen fordern von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die Brennelemente-Lieferungen an belgische Atomkraftwerke zu stoppen. Zusammen mit WeAct-Petent Alfred Pohl übergaben wir am Montag in Berlin gebündelt die Unterschriften seiner Petition und unserer Aktion „Lieferstopp für Risikoreaktoren“. Mit im Gepäck hatten wir außerdem eine Rücksendelieferung: Symbolisch überbrachten wir der Bundesregierung „Brennelemente“, die aufgrund der massiven Sicherheitsmängel der belgischen Atomkraftwerke „nicht zustellbar“ sind.

Bei der Übergabe machten wir mit Nachdruck deutlich: Die Bundesregierung muss die Brennelemente-Exporte an marode Meiler wie Tihange und Doel stoppen! Damit europa- und weltweit der Atomausstieg vorankommt, müssen die deutschen Atomfabriken stillgelegt werden! Mehr Informationen, ein Video und Fotos zur Aktion finden Sie in unserer aktuellen Meldung.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

Termine
Fr, 14. September
ab 19:30 Uhr
Zenzl Mühsam-Saal in der Seidl-Villa, Nikolaiplatz 1b, München
Nacht der Umwelt – Vortrag „Brisanter Brennstoff: Waffenfähiges Uran im Garchinger Forschungsreaktor“

Dr. Hauke Doerk, Referent für Radioaktivität beim Umweltinstitut, spricht über die Herausforderung einer sicheren Lagerung des Garchinger Atommülls sowie mögliche Zukunftsperspektiven des Reaktors.
Weitere Informationen hier

Sa, 6. Oktober
ab 11 Uhr
Königsplatz, München
„Mia ham’s satt“ – Demo in München
Am 6. Oktober demonstrieren wir gemeinsam für eine neue bayerische Landwirtschafts- und Verkehrspolitik.

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🌲 Rettet die Waldkarpaten! 🌲

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Bruno Manser Fonds - fairness im tropenwald

Nein zum Mega-Skiresort im Svydovets-Bergmassiv!

Liebe Freundinnen und Freunde des Bruno Manser Fonds,

Bitte helfen Sie mir heute, eine von Europas wertvollsten intakten Waldlandschaften zu schützen.

Die Waldkarpaten in der West-Ukraine sind eines der letzten Rückzugsgebiete für Bären, Wölfe und Auerhähne in Europa. 94 bedrohte Tier- und Pflanzenarten leben im Svydovets-Massiv. Die UNESCO hat die Buchenurwälder im Herz der Waldkarpaten sogar als Weltnaturerbe anerkannt.

Ein Mega-Projekt droht nun dieser einzigartigen Landschaft den Todesstoss zu versetzen: Ein riesiges Skiresort mit 60 Hotels, 390 Ferienhäusern, 230 Kilometern Skipiste, Golfplatz und eigenem Flugplatz soll gebaut werden – eine Retortensiedlung für Millionen Touristinnen und Touristen im Jahr. Das müssen wir verhindern!

Jetzt Petition unterschreiben!
Aktivistinnen und Umweltschützer aus der Ukraine kämpfen für den Schutz dieser Naturlandschaft und haben uns um Unterstützung gebeten: „Unsere Regierung hört nur zu, wenn internationaler Druck sie dazu zwingt“, sagte mir Iris del Sol von der “Free Svydovets-Bewegung“.

Vor kurzem konnte ich mir vor Ort einen Eindruck über die prekäre Situation verschaffen. In diesem Video erfahren Sie mehr über das Ausmass des Projekts und seine Konsequenzen:

Helfen Sie mit und unterschreiben Sie noch heute unseren Appell an den ukrainischen Präsidenten! 
Ja, ich unterschreibe den Appell!
Herzlichen Dank!
Lukas Straumann
Geschäftsleiter
Bruno Manser Fonds
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Bruno Manser Fonds, Socinstrasse 37, 4051 Basel
www.bmf.ch

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https://www.bmf.ch/waldkarpaten/de/videos/?vid=8

VIDEOS

Die Waldkarpaten sind eine unberührte Landschaft, die rücksichtslos zerstört werden soll. Ein geplantes Mega-Skiresort droht dem Gebiet den Todesstoss zu versetzen. Wir waren vor Ort und haben viel über die Menschen und ihr Leben in dieser Region gelernt. Ihr Kampf für die Erhaltung des Waldes ist auch ein Kampf um das eigene Überleben.

42 mal angeschaut

Der Insider aus dem Holzgeschäft

Die Geschichte des ukrainischen Sägereibesitzers Valera Pavluk zeigt: Lokaler Widerstand gegen das korrupte Holzgeschäft ist gefährlich und braucht internationale Unterstützung!

Ein Tourismusprojekt bedroht die Waldkarpaten

Mitten im Herz der Waldkarpaten soll ein Tourismuskomplex für 28’000 Touristen pro Tag gebaut werden. Dies würde das fragile Ökosystem des Svydovets-Massivs zerstören.

Illegaler Holzschlag in der Ukraine

Die ukrainischen Forstbehörden sind an der illegalen Abholzung mitbeteiligt. Korruption bis in die höchste Regierungsebene hat verheerende Konsequenzen für die Umwelt.

Die Waldkarpaten

Die Waldkarpaten in der West-Ukraine sind von einmaliger Schönheit und ökologischer Bedeutung. Das Gebiet wird bedroht durch ein geplantes Mega- Skiresort mit 230km Pisten.

Der Insider aus dem Holzgeschäft

Die Geschichte des ukrainischen Sägereibesitzers Valera Pavluk zeigt: Lokaler Widerstand gegen das korrupte Holzgeschäft ist gefährlich und braucht internationale Unterstützung!

Halten Sie sich den 6. Oktober frei!

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Am 6. Oktober wird’s laut und bunt

Am 6. Oktober wird’s laut und bunt

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

ob es um das Artensterben, dreckige Luft in den Städten oder den Flächenfraß auf dem Land geht: Bisher spielten Umweltthemen im bayerischen Wahlkampf nur eine Nebenrolle. Mit einer großen Demo kurz vor der Landtagswahl wollen wir das ändern. Die Resonanz auf diese Ankündigung aus unserem letzten Newsletter war überwältigend: Uns erreichten nicht nur zahlreiche begeisterte Anrufe und Emails. Viele haben uns darüber hinaus auch mit einer Spende gezeigt, dass ihnen unser Vorhaben besonders am Herzen liegt.

Dank dieser tollen Unterstützung sind wir uns sicher: Diese Demo hat das Potential richtig groß zu werden! Damit der Traum wahr wird, arbeiten wir in einem breit aufgestellten Bündnis mit vielen anderen Organisationen zusammen: Mit von der Partie sind beispielsweise der Bund Naturschutz, Campact, der adfc, das Aktionsbündnis Artgerechtes München und der Deutsche Tierschutzbund.

Am 6. Oktober wird es dann soweit sein: Gemeinsam rufen wir den bayerischen Parteien klar und deutlich zu: An der Umwelt kommt ihr bei dieser Wahl nicht vorbei!

Bitte helfen Sie mit, den Termin schon jetzt breit bekannt zu machen: Besuchen Sie jetzt unsere Demo-Seite und teilen Sie den Link in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis!

Alle Informationen zur Demo!

Von München bis Cottbus: Stadtwerke kohlefrei!

Von München bis Cottbus: Stadtwerke kohlefrei!

Am Dienstag gab der Geschäftsführer der Stadtwerke Frankfurt (Oder) den Ausstieg aus der Braunkohle bekannt. „Wir wollen eine langfristig grünere Energieversorgung“, begründete er die Entscheidung. Ab 2022 wird das kommunale Unternehmen Fernwärme ohne den Klimakiller erzeugen. Damit haben sich nun alle Stadtwerke in Brandenburg von der Braunkohle verabschiedet.

Während die Bundesregierung ihre Klimaziele krachend verfehlt, häufen sich auch im Rest der Republik die Nachrichten vom kommunalen Kohleausstieg. München, Erlangen, Cottbus, Dessau – die Liste wird immer länger. Die Energieversorger in öffentlicher Hand zeigen der Bundesregierung, wo die Reise hingeht! Erfahren Sie mehr in unserer aktuellen Meldung.

Neue Importzulassungen für Gen-Pflanzen

Neue Importzulassungen für Gen-Pflanzen

Die EU-Kommission hat den Import von zwei neuen genmanipulierten Mais-Sorten beschlossen und die Genehmigungen für drei weitere genveränderte Pflanzen verlängert. Die Sorten sind resistent gegen hoch giftige Pestizidwirkstoffe wie Glyphosat, das als wahrscheinlich krebserregend gilt. Eine der neuen Mais-Sorten ist sogar gegen zwei verschiedene Unkrautvernichter resistent – und produziert auch noch selbst Insektengifte. Solche Kombinationen können die gesundheitsschädliche Wirkung der einzelnen Wirkstoffe zusätzlich verstärken.

In den Zulassungsverfahren werden diese Risiken jedoch nicht ausreichend berücksichtigt – ebenso wenig wie die verheerenden Folgen in den Produktionsländern durch den hohen Pestizideinsatz, der beim Anbau resistenter Gen-Pflanzen üblich ist. Weitere Informationen zur Entscheidung der EU-Kommission finden Sie in unserer aktuellen Meldung.

Mit herzlichen Grüßen,

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Kamerun – Umweltschützer Nasako Besingi sofort freilassen!

Nasako Besingi mit Text "in Lebensgefahr"

Kamerun – Umweltschützer Nasako Besingi sofort freilassen!

ZUR PETITION  

Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

am 25. September 2017 haben Polizisten, Gendarmen und Soldaten das Büro der Umweltorganisation SEFE in Kamerun durchsucht. Sie konfiszierten Dokumente sowie elektronische Geräte und führten den Menschenrechtler und Umweltschützer Nasako Besingi auf die lokale Polizeistation ab.

Von dort wurde er 20 Minuten später auf der Ladefläche eines Geländewagens der Gendarmerie weggeschafft. Seitdem ist er verschwunden, es gibt kein Lebenszeichen von ihm. Das berichten übereinstimmend Menschenrechtsorganisationen und afrikanische Zeitungen. Einen Durchsuchungs- und Haftbefehl haben die Polizisten soweit bekannt nicht vorgelegt.

Nasako Besingi kämpft seit Jahren gegen Palmölprojekte amerikanischer Investoren im Regenwald von Kamerun. Sie sind der Lebensraum von Schimpansen und vieler weiterer bedrohter Arten. Im Rahmen seiner Arbeit wurde Nasako Besingi bereits mehrfach auf Betreiben der Palmölfirma verfolgt und inhaftiert.

Bitte fordern Sie von der Regierung des zentralafrikanischen Landes seine sofortige Freilassung:

ZUR PETITION  

Freundliche Grüße und herzlichen Dank

Reinhard Behrend
Rettet den Regenwald e. V.

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Umweltschützer: Das stille Sterben

http://www.spektrum.de/kolumne/umweltaktivisten-sterben-ohne-oeffentliche-aufregung/1482475

Mindestens 200 Umweltaktivisten starben letztes Jahr weltweit, weil sie sich gegen Bergbau oder Abholzung engagiert hatten. Einen größeren Aufschrei verursacht das leider nicht.

Ranger in Masai Mara, Kenia

© Africanway / Getty Images / iStock
(Ausschnitt)
Den Silwa aus Nicaragua, Jennifer Albacite von den Philippinen, der Kolumbianer Orlando Olave oder Jules Kombi Kambale aus der Demokratischen Republik Kongo – Namen, die wahrscheinlich nur sehr wenige Menschen hier zu Lande kennen. Sie gehören zu den rund 200 Umweltschützern, die 2016 in 24 Ländern weltweit getötet worden sind, weil sie sich gegen die Interessen von Bergbau, Landwirtschaft oder Holzindustrie gestellt haben oder Tiere vor Wilderern schützen wollten. Es ist ein trauriger Rekord, den die Nichtregierungsorganisation „Global Witness“ zusammengetragen hat.

Die Toten sind aber wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs, denn in vielen entlegenen Regionen geschehen die Verbrechen, ohne dass sie richtig registriert werden. Und die Liste erfasst nur die extremsten Beispiele, in denen Menschen im wahrsten Sinn des Wortes mundtot gemacht wurden. Die alltäglichen Drohungen und Erpressungen gegenüber Indigenen, Wildhütern oder Dorfoberhäuptern, die sich der Ausbeutung ihrer Heimat entgegenstellen, kann dieser Bericht niemals in vollem Umfang dokumentieren.

Die Zahl der Ermordeten hat gegenüber 2015 nochmals um 15 Menschen zugenommen, die Zahl der betroffenen Länder hat sich von 16 auf 24 erhöht. Mit Abstand die gefährlichste Nation ist und bleibt Brasilien, woher ein Viertel der getöteten Aktivisten stammt, gefolgt von Kolumbien und den Philippinen. Trotz des Friedensabkommens hat sich die Situation in Kolumbien verschärft – oder gerade deswegen. Denn Minenbetreiber und Agrarunternehmer drängen jetzt in Regionen, die zuvor wegen der FARC-Rebellen als unzugänglich galten, was neue Landnutzungskonflikte verursacht und bestehende verschärft. Vor allem Widerstand gegen Bergbau, Abholzung und Wilderei kann tödlich enden, wie die Statistik zeigt. Und neue Mega-Infrastrukturprojekte wie der geplante Kanal durch Nicaragua führen zu steigenden Todesraten: Seit das Vorhaben konkretisiert wird, nimmt die Zahl der damit zusammenhängenden Ermordungen in dem zentralamerikanischen Staat zu, so dass er bald Honduras als gefährlichsten Ort für Umweltaktivisten (im Verhältnis zur Bevölkerungszahl) ablösen könnte. Überdurchschnittlich häufig sterben zudem Indigene, die sich für ihre Landrechte einsetzen: Sie machen 40 Prozent der Opfer aus.

Nur selten werden diese Morde gesühnt und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt – in den meisten Fällen handelt es sich dann zudem um die Handlanger und nicht die Hintermänner der Verbrechen. Vielfach sterben die Aktivisten sogar während öffentlicher Demonstrationen durch Polizei- oder Militärgewalt, ohne dass dies zu größeren Untersuchungen durch die Staatsgewalt führt. Auch international sorgen diese Toten nicht für einen Aufschrei. Wem sagen die oben genannten Menschen schon etwas? Kaum einer von ihnen – oder der Ermordeten der letzten Jahre – machte international Schlagzeilen.

Lästige Kollateralschäden?

Das war vor knapp 30 Jahren noch anders. Damals wurde der brasilianische Kautschukzapfer und Regenwaldschützer Chico Mendes von dem Großgrundbesitzer Darli Alves de Silva und dessen Sohn Darci Alves de Silva in seinem Haus erschossen, weil er sich den illegalen Landaneignungen und Rodungen in seiner Heimat im Bundesstaat Acre entgegengestellt hatte. Weltweit rührten sich Proteste, und die brasilianische Regierung ergriff Gegenmaßnahmen. Schutzgebiete wurden ausgewiesen, und die Mörder wurden sogar zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

Heute hingegen scheint es, als würde man die Toten nur als lästige Kollateralschäden verbuchen, die sich der wirtschaftlichen Entwicklung entgegenstellen. Nicht einmal die ermordeten Ranger in afrikanischen Nationalparks erfahren größere Aufmerksamkeit, obwohl sie gegen international agierende Banden gekämpft haben, die mit modernsten Waffen und Fahrzeugen die Schutzgebiete plündern. Das damit erwirtschaftete Geld treibt Bürgerkriege in Afrika an, finanziert den internationalen Terror – und untergräbt damit die globale Sicherheit. Dennoch lässt man diese Menschen und ihre Angehörigen mit ihrem Schicksal weitgehend allein.

Dabei gäbe es Möglichkeiten, das Konfliktpotenzial und damit die Zahl der ermordeten Aktivisten zu reduzieren. Im März 2017 verabschiedete die Europäische Union etwa eine Richtlinie, die Importeure so genannter Konfliktminerale zu Transparenz und Sorgfaltsüberprüfungen verpflichtet. Sie müssen nachweisen, dass zum Beispiel Coltan aus dem Kongo oder Gold aus Myanmar nicht von Händlern stammen, die mit den Einnahmen Waffenkäufe tätigen. Die Verordnung hat nach Ansicht von Kritikern noch einige Lücken, ist aber immerhin ein erster Schritt. Sie umfasst beispielsweise nur vier Rohstoffe (Tantal, Wolfram, Zinn und Gold) aus wenigen Ländern. Langfristig könnte diese Verordnung stark ausgebaut werden und Gold aus dem Amazonasbecken in Peru ebenso umfassen wie Rosenholz aus Madagaskar. Doch dafür müsste die Zivilgesellschaft endlich ihr Desinteresse am Schicksal ferner Umweltschützer überwinden – das wird schwer genug.

Daniel Lingenhöhl

Daniel LingenhöhlDer Autor ist Redaktionsleiter von Spektrum.de.

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