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Der Sommer der Demokratie geht in die Verlängerung — ZEITPUNKT

Wann immer man sich auf der Seite der Mehrheit befinden, ist es Zeit zum Innehalten und Nachdenken.
Mark Twain

Liebe Leserinnen und Leser

Der Slogan war gut gewollt, aber zu kurz gedacht: Ein Sommer genügt nicht, die Demokratie wiederherzustellen, weder in Deutschland, wo das Motto entstand, noch in der Schweiz.

Heute ist zwar, von kaum jemandem bemerkt, die Notverordnung vom 16. März ausgelaufen (hier mehr dazu). Aber die Fortsetzung in Form des Covid-19-Gesetzes dürfte am Ende der Herbstsession wie geplant in Kraft treten.

Ein paar unentwegte Verfassungsfreunde wollen das nicht widerspruchslos hinnehmen. Sie schlossen sich Ende Juli zusammen und lancierten das Notrechts-Referendum.


Mittlerweile gibt es knapp 900 Verfassungsfreunde und das Referendum wird von 21’000 Menschen unterstützt. Wenn Sie eine noch eine dreistellige Mitgliedschaftsnummer möchten, dann können Sie sich hier auf der provisorischen Website der Verfassungsfreunde eintragen.

Und wenn Sie bei der Notrechts-Kampagne mithelfen wollen oder den Unterschriftenbogen bei Beginn der Sammlung sofort erhalten wollen, können Sie sich hier anmelden.

Es gibt aber noch kräftigeren demokratischen Zündstoff: Als GenossenschafterInnen haben wir ungeahnte Einflussmöglichkeiten auf einige der wichtigsten Unternehmen des Landes. Demokratie in der Wirtschaft ist möglich!

Der Verein «detailwandel.ch» hat ein Jahr lang ein Konzept ausgearbeitet, das einen fundamentalen Wandel im Detailhandel bewirken kann – wenn rund 500 Leute mit geringem Aufwand mitmachen.

Das Konzept ist zu kräftig, als dass die Details an dieser Stelle ausgebreitet werden können, auch wenn ich kein Freund von Geheimnissen bin. Raffael Wüthrich, Co-Präsident des Vereins wird das gerne an Infoverantaltungen tun. Es gibt noch Gelegenheit heute Abend in Basel und morgen Donnerstag in Bern. Anmelden kann man sich hier.

Der Sommer der Demokratie beginnt erst richtig im Herbst.

Mit herzlichen Grüssen

Christoph Pfluger, Herausgeber




Neuerscheinung Dmitry Orlov:
Die Lehre vom Kollaps – die fünf Stufen des Zusammenbruchs und wie wir sie überwinden
144 S. Fr./€15.–

Der Kollaps einer Gesellschaft beginnt mit der Erosion des Vertrauens in eine bessere Zukunft und erfolgt in fünf Stufen:
1. finanzieller Zusammenbruch
2. kommerzieller Zusammenbruch
3. politischer Zusammenbruch
4. sozialer Zusammenbruch und
5. kultureller Zusammenbruch.
Dmitry Orlov wagt es, das Ende präzis zu Ende zu denken.
Bestellung hier.
Neu auf zeitpunkt.ch

 
Autofreie Parkplätze! Dieser Freitag wird zum PARK(ing) Day, wo Parkplätze für kreative Freiräume statt für Autos genutzt werden. Die Umweltorganisation umverkehR ruft zum Mitmachen auf. Maske auf! – in den Kitas Im Kanton Freiburg müssen Kita-Betreuuerinnen die Maske dauernd tragen. Nicht nur Kitaangestellte, auch Psychologen sehen dies problematisch.    
Wer auf Befehl Gewalt anwendet, empfindet weniger Empathie
Anderen Schmerzen zuzufügen, löst bei
den meisten Menschen Empathie aus. Dieses Gefühl schwindet allerdings, wenn wir nach Befehlen handeln, zeigt eine Studie.   Traumjahr in Südamerika fällt weg Junge Schweizerinnen und Schweizer können das ersehnte Austauschjahr oder die lange Reise nach der Matura nicht antreten. Das spiegelt sich auch in den Zahlen der Unis

Nachtwandern: Graubünden by Night Mit diesem Slogan wirbt der Schweizer Kanton auf seiner offiziellen Seite. Den ganzen September über kann man in den Bündner Bergen geleitete nächtliche Wandertouren unternehmen   War früher alles besser? Der Musiker und Autor Anton Brüschweiler hat seine Meinung geändert. Dazu beigetragen, hat das genauere Hinschauen aufs Leben von Ötzi.
Laupen Unverpackt – wer ist dabei?

Im bernischen Laupen entsteht der neue Unverpacktladen «lu», die Abkürzung für «laupen unverpackt». «lu» wurde als Crowdfunding-Projekt geboren, und viel braucht es nicht mehr, damit der neue Laden das Licht des Kantons Bern erblickt  

Die Beziehung zur Nahrung fördern… …und Lebensmittel im Abfall verhindern. Eine Wanderausstellung von foodwaste.ch zeigt, wie es geht.  

Campax stoppt sämtliche Petitionen, welche die Corona-Massnahmen kritisieren Die Plattform zensuriert auch die E-Mails der Petitionäre an ihre UnterzeichnerInnen, legt die Kriterien aber nicht offen.
 
Amazon startet eigenen Geheimdienst gegen Arbeitende
Der weltweit grösste Online-Händler Amazon gehe rigoros gegen Arbeitnehmer-Gewerkschaften vor und suche dazu gar Geheimdienst-Analysten per Stelleninserate, schreibt die online-Ausgabe vn RT deutsch.

  Wie der Trick mit dem Gesslerhut funktioniert Sinnlose symbolische Akte rauben uns den Verstand und den freien Willen. Rede von Christoph Pfluger an der Kundgebung «Gehorsamsprobe» vom 5. September in Altdorf.



Bücher für die nächste Welt

«Die Strategie der friedlichen Umwälzung – eine Antwort auf die Machtfrage» von Christoph Pfluger.
Die Reformen, die unser Planet so dringend braucht, werden alle verwässert, verzögert oder ins ­Gegenteil verkehrt. Wenn wir Zukunft haben wollen, müssen wir uns den Mächten stellen, die Frieden und ­Gerechtigkeit verhindern.

Die Strategie der friedlichen Umwälzung identifiziert den großen Gegner und entwickelt Werkzeuge zu seiner Entmachtung. Das Gute daran: Bereits die ersten Schritte bringen Befriedigung und Freiheit.
Es braucht keine Mehrheit und auch nicht viele. Aber es braucht dich!


Was bleibt!? Das Beste aus 27 Jahren Zeitpunkt. 27 Jahre lang hat der ZEITPUNKT das Bild einer besseren, gerechten Welt gemalt. Er hat analysiert, kritisiert und appelliert, er hat geträumt, gespottet, gelobt und vernetzt – auf mehr als elftausend Seiten. Was hat es gebracht?

Mit Beiträgen von Andreas von Bülow, Dorothe Frutiger, Paul Dominik Hasler, Geni Hackmann, Leopold Kohr, Klaus Petrus, Christoph Pfluger, Roland Rottenfußer, Peter Russell, Juliane Sacher, Beat von Scarpatetti, Vandana Shiva, Harald Welzer und vielen anderen.

«Das AntWort – die Wahrheit des Absurden», das Buch von Anton Brüschweiler hat einen guten Start erlebt. Rund 600 Exemplare dieser humoristischen Textsammlung haben in den letzten Wochen Leser gefunden.

Hier können Sie in dem Buch blättern. Die edition zeitpunkt hat vom Autor die Erlaubnis, dieses Buch ausdrücklich auch als Lektüre für das stille Örtchen anzupreisen. Wenn das keine Empfehlung ist!


«Frau-Sein allein genügt nicht» die ungekürzten Erfahrungen von Leila Dregger als Aktivistin für Frieden und Liebe



«Unverblümt», die aphoristische Denkprosa von Erwin Schatzmann, die auch in kleinen Häppchen enorm anregend wirkt


Wenn Sie noch ein paar Argumente für die Energiewende brauchen:
«Die Macht der schwachen Strahlung», Cornelia Hesses eindrücklich illustrierte Schilderung von dem, was uns die Atomindustrie verschweigt


«Das nächste Geld», für das ich selber meine ganze Schreibkunst mobilisiert habe, um Sie aus den zehn Fallgruben des Geldsystems zu führen.
Manchmal ist es hilfreich, die Probleme zu kennen, bevor sie einem auf den Kopf fallen.
 


Geld-Magazin, Österreich:
«Christoph Pfluger ist wohl eines der besten Bücher zum Thema ‹Geld› gelungen. Wer es liest, versteht, was Sache ist.»

Christoph Pfluger: Das nächste Geld – die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden. 2. rev. Aufl., 2016. 252 Seiten, Fr. 23.-/€ 21.- (hier bestellen)   
Geld-Magazin, Österreich:
«Christoph Pfluger ist wohl eines der besten Bücher zum Thema ‹Geld› gelungen. Wer es liest, versteht, was Sache ist.»

Christoph Pfluger: Das nächste Geld – die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden. 2. rev. Aufl., 2016. 252 Seiten, Fr. 23.-/€ 21.- (hier bestellen)

Postadresse:
ZeitpunktWerkhofstrasse 19
Solothurn 4500 Switzerland


Veränderungen kann man nicht bestellen,
aber die Anregungen dazu.

Wer den Zeitpunkt für ein Jahr abonniert, bezahlt, was er will. (Hier bestellen).

Den Zeitpunkt verschenken: (Bestellformular für Geschankabos)

Schnupperabo (2 Ausgaben für Fr. 20.–, null Risiko), Bestellformular
Postadresse:
ZeitpunktWerkhofstrasse 19
Solothurn 4500 Switzerland

Der nächste Zeitpunkt

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen.
Chinesische Weisheit

Liebe Leserinnen und Leser

Wo steckt der neue Zeitpunkt? Die Antwort auf diese Frage beginnt am 7. März, als ich von einem befreundeten Arzt aus Deutschland den ersten kritischen Corona-Text von Dr. Wolfgang Wodarg erhielt.



Ich besuchte seine Website, sah sein offenes, freundliches Gesicht, seine bemerkenswerte Aufarbeitung des Schweinegrippe-Skandals im Auftrag des Europaparlaments und wusste sofort: Der weiss, wovon er redet.

Schon nach wenigen Tagen Arbeit bemerkte ich, wie die Internet-Recherchen ständig schlechtere Ergebnisse lieferten. Um die wichtigen Ergebnisse zu sichern und darzustellen, richteten wir deshalb auf zeitpunkt.ch eine Corona-Datenbank ein.

Das brachte uns viele Zugriffe, aber auch ein Problem: Der Zeitpunkt wollte kein Corona-Verlag sein, selbst wenn das ein Geschäft geworden wäre.

Also gründeten ein paar Freunde am Osterdienstag den Verein «Corona-Reset», der sich eine möglichst umfassende und zuverlässige Corona-Plattform zum Ziel setzte. Wir wollten die vielen kritischen Studien und Analysen, über die der Mainstream kein Wort verliert und die meist nur schwierig zu finden sind, übersichtlich zusammenfassen und darstellen. Titel und Untertitel sollten die Sache bereits auf den Punkt bringen.

Viele Helferinnen und Helfer meldeten sich, ein Dutzend blieb dabei und ein paar wenige legten sich in der Corona-Werkstatt hinter der Datenbank richtig ins Zeug. Verarbeitet wird das Material von vier Profi-Journalisten (mit insgesamt 96 Jahren Berufserfahrung) und einem Pensum von rund 200 Prozent.

Rechtzeitig vor dem Start Mitte April merkten wir, dass wir eigentlich gar keinen Reset wollen, also eine Rückkehr zum Alten. Wir wollen vielmehr dazu beitragen, dass die Corona-Krise, die ja erst der Auftakt zu einer viel umfassenderen Umwälzung ist, für eine echte Transformation genutzt wird. Also: Namenswechsel auf corona-transition.org.



Zur Zeit liegen wir bei 12’000 bis 15’000 täglichen Besuchern, Tendenz steigend. Dank einigen Betteleien meinerseits ist sogar die Finanzierung zur Zeit gesichert. Wir bekommen enorm viel positives Echo, das wir gar nicht angemessen beantworten können. In einem Monat geht eine tolle App an den Start. Alles gut – für den Moment.

Ich freue mich natürlich, wenn Sie den Newsletter der corona-transition abonnieren und zur Verbreitung der Website beitragen, deren Datenbank mit gegen 1000 Abstracts und Zusammenfassungen ziemlich einzigartig im deutschen Sprachraum ist.

Weil der Lockdown auch mich überrascht hat – ich beantworte immer noch die Frage nach Verzögerung des Zeitpunkt – musste ich mit Satire antworten:Bersets Homeoffice entstand. In einem kleinen Team mit einem Schauspieler und zwei Leuten für Kamera, Technik und Schnitt produzierten wir 20 Folgen, die zwischen 2000 und 10’000 Leute erreichten. Ob sie alle lachten, hat uns Google nicht verraten.

Nach ein paar Mahnwachen und Briefen an Bundesrat, Politiker und Ämter war klar: Diese Krise ist nicht mit Protest zu meistern, sondern nur mit einer politischen Antwort. So trafen sich an Pfingsten rund 70 Menschen aus der ganzen Schweiz auf dem Rütli und bekräftigten ihre Entscheidung, die Verfassung zu verteidigen – und zu vollenden. Denn noch sind wir ein gutes Stück entfernt von den Zielen, die in der Präambel so schön beschrieben sind.




In der Folge wurde Ende Juni die Kampagne für das Referendum gegen die geplante Verlängerung des Notrechts gestartet, das Ende Juli von den eben gegründeten «Freundinnen und Freunde der Verfassung» übernommen wurde und zur Zeit rund 15’000 Unterstützer zählt. Gut, aber nicht gut genug. Hier finden Sie die Gründe und ein Formular, in dem Sie sich für eine Unterschrift eintragen können.

Die «Verfassungsfreunde» ihrerseits scheinen einen Nerv getroffen zu haben. Ein Monat nach der Gründung zählt die Bewegung bereits über 700 Mitglieder. Vergangene Woche wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit den Themen nach dem Referendum befassen soll: Mit einer Volksinitiative zur Regelung des Notrechts in der Verfassung, der möglicherweise notwendigen Sanierung der Grossbanken und einigem mehr.

Man kann übrigens auch «Verfassungsfreund» oder «-freundin» werden, wenn man nicht in eine parteifreie Politik von unten einsteigen will. Es genügt die Überzeugung, dass der Souverän in der Politik ein starke Stimme braucht. Die Website ist noch provisorisch. Aber ich hoffe, sie genügt, um das Häkchen an der richtigen Stelle machen zu wollen (Mitgliederbeitrag Fr. 50.–).

Das Engagement in all diesen Bereichen schien mir wichtiger als die Arbeit an der nächsten Zeitpunkt-Ausgabe «Zur Lage des Menschen». Aber jetzt, wo die jungen Pflanzen erste Früchte tragen, kann ich mich wieder meiner liebsten Aufgabe zuwenden: für Sie eine Publikation zu machen, die Sie vielleicht auf- (oder an-)regt, die das Bewusstsein erweitert und die Hoffnung nährt, dass wir die wirklich guten Zeiten der Menschheit noch erleben – wenigstens in Ansätzen.

Ich glaube jedenfalls ganz fest daran, dass wir sehr guten Zeiten entgegengehen. Ohne Geduld, ohne eine gewisse Leidensfähigkeit für den Übergang und ohne Erfahrung von Sinn wird es allerdings nicht gehen.

Weil Sie bis hierher gelesen haben, kann ich Sie noch auf ein vertrauliches Projekt aufmerksam machen: Als GenossenschafterInnen haben wir ungeahnte Einflussmöglichkeiten auf einige der wichtigsten Unternehmen des Landes. Demokratie in der Wirtschaft ist möglich! Aber sie muss konkret gewollt und geschickt organisiert werden. Ein paar Freunde von detailwandel.ch haben dieses Projekt ein Jahr lang vorbereitet und wollen jetzt «die Bevölkerung ans Ruder» bringen.

Raffael Wüthrich, Co-Präsident des Vereins und ehemaliger Mediensprecher der Vollgeld-Initiative und seine Kollegen werden das Projekt an den folgenden fünf Orten vorstellen:

  • St. Gallen: Mittwoch, 9. September
  • Fribourg: Mittwoch, 9. September
  • Luzern: 11. September
  • Zürich: Dienstag, 15. September
  • Basel: Mittwoch, 16. September
  • Bern: Donnerstag, 17. September

Für die Anmeldung an einem der Daten und weitere Infos bitte hier klicken.

Ja, wir leben in spannenden Zeiten mit ungeahnten Gestaltungsmöglichkeiten. Hinein uns Vergnügen!

Mit herzlichen Grüssen

Christoph Pfluger, Herausgeber




Die Gesichtsmaske ist der neue Gesslerhut. Dies hat die Urner Lehrerin Prisca Würgler zu einem Spaziergang von Flüelen zum Tell-Denkmal in Altdorf inspiriert, wo am nächsten Samstag vor dem Zeughaus eine Kundgebung stattfindet.



Mir fällt die grosse Ehre zu, an diesem historischen Ort die Schlussrede zu halten. Ich verspreche Ihnen: Ich werde alles geben!
Ich hoffe, dass es keinen Live-Stream gibt. Und ich bin sicher, dass sich der Ausflug in die Urschweiz lohnt. Sie werden viele Freunde treffen, die Sie noch nicht gekannt haben.

Neuerscheinung Dmitry Orlov:
Die Lehre vom Kollaps – die fünf Stufen des Zusammenbruchs und wie wir sie überwinden
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Der Kollaps einer Gesellschaft beginnt mit der Erosion des Vertrauens in eine bessere Zukunft und erfolgt in fünf Stufen:
1. finanzieller Zusammenbruch
2. kommerzieller Zusammenbruch
3. politischer Zusammenbruch
4. sozialer Zusammenbruch und
5. kultureller Zusammenbruch.
Dmitry Orlov wagt es, das Ende präzis zu Ende zu denken.
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Reminder: Besuch am Krankenbett der Schweiz — ZEITPUNKT

Es kommt eine Zeit, in der man eine Position einnehmen muss, die weder sicher, noch politisch, noch populär ist – aber man muss sie einnehmen, einfach weil sie richtig ist.
Martin Luther King

Liebe Leserinnen und Leser

An ihrem Geburtstag geht es der Schweizerischen Eidgenossenschaft nicht besonders gut – trotz, oder vielleicht eher wegen der Massnahmen.

Der Souverän – die Gemeinschaft der Schweizerinnen und Schweizer – ist gewissermassen ans Krankenbett gefesselt. Ein geheimnisvoller Schädling hat die Säulen unserer Verfassung befallen. Die Freiheit ist der Fremdbestimmung gewichen, die Gleichheit hängt von einem weitestgehend folgenlosen Test für ein kleines Virenbruchstück ab und die Geschwisterlichkeit ist erzwungen.

Die Ursachen für diese Krankheit des Souveräns liegen tiefer als Corona. Das Virus hat die Symptome nur für alle sichtbar gemacht.

Die Krankheit des Souveräns liegt daran, dass sich niemand für ihn einsetzt. Die Parteien als massgebliche Repräsentanten der politischen Kräfte vertreten alle Einzelinteressen – mehr für die Einen, weniger für die Andern.

Aber niemand setzt sich dafür ein, dass der Souverän bleibt, was er gemäss der Verfassung sein soll: souverän!

Das haben auch ein paar Freundinnen und Freunde der Verfassung erkannt,
die sich an Pfingsten auf dem Rütli getroffen und sich versprochen haben, für die Verfassung einzustehen und sie zu verteidigen.

Letzte Woche haben sie sich als Verein konstituiert und erste Massnahmen beschlossen. Das erste Projekt der «Freunde der Verfassung» ist das Referendum gegen die vom Bundesrat vorgeschlagene Verlängerung des Notrechts bis Ende 2022.

Das Ziel ist ambitiös: Bis zum Beginn der Herbstsession am 7. September sollen 50’000 Unterstützerinnen und Unterstützer zusammenkommen, damit dem Parlament eine klare Botschaft übermittelt werden kann: Das Covid-19-Gesetz ist unnötig, und der politische Wille ist da, es zu verhindern.



Der Start ist gelungen: Bereits haben sich über 5000 Personen zur Unterstützung des Notrecht-Referendums eingetragen. Der Weg ist noch weit, aber er wird mit jeder Zusage einer Unterschrift kürzer.

Noch länger ist der Weg für die «Freunde der Verfassung»: Sie wollen die Stellung des Souveräns mit weiteren Vorstössen stärken. Das ist nicht für jedermann, aber vielleicht für Sie. (Prov. Website hier)

Auf jeden Fall wäre eine Mitgliedschaft ein schönes Geschenk an die Schweiz – für bloss 50 Franken im Jahr. Für eine Mitgliedschaft anmelden können Sie sich hier.

Mit dieser Perspektive der konstruktiven Erneuerung wünsche ich Ihnen einen schönen Feiertag und
bleiben Sie frei!

Christoph Pfluger, Herausgeber




PS: Endlich beginnt es mit öffentliche Debatten zur Corona-Krise. Das «Unternehmen Mitte» in Basel macht am heutigen 3. August mit einem «Zeitgespräch» zwischen dem Epidmiologen Prof. Dr. Marcel Tanner, Präsident der Schweiz. Akademie der Wissenschaften und mir einen erfreulichen Anfang. 19.30 bis 21.00 Uhr im Unternehmen Mitte, Gerbergasse 30, Basel. Infos.

Podiumsdiskussion: «Corona-Pandemie und ihre Massnahmen». Am Freitag, 14. August 2020, findet beim Kultur- und Kongresshaus KUK in Aarau ein Podium zu den Corona-Massnahmen statt. Ansprache durch Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, Moderation: Roger Bittel. Sitzplatzreservation: Restaurant Oscar One: 062 824 99 96. Koordination: Theres Schöni: 056 668 25 84 Neuerscheinung Dmitry Orlov:
Die Lehre vom Kollaps – die fünf Stufen des Zusammenbruchs und wie wir sie überwinden
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Der Kollaps einer Gesellschaft beginnt mit der Erosion des Vertrauens in eine bessere Zukunft und erfolgt in fünf Stufen:
1. finanzieller Zusammenbruch
2. kommerzieller Zusammenbruch
3. politischer Zusammenbruch
4. sozialer Zusammenbruch und
5. kultureller Zusammenbruch.
Dmitry Orlov wagt es, das Ende präzis zu Ende zu denken.
Bestellung hier. Der neue Zeitpunkt:

Corona – das riesige Nichts
128 S. Fr./€ 15.–

Aus dem Inhalt:
Christoph Pfluger:
Was soll das Ganze? Es steht nicht viel auf dem Spiel, sondern alles
Mathias Bröckers: Corona-Dämmerung
Dmitry Orlov: Die fünf Stufen des Zusammenbruchs – wer sie kennt, kann sie vermeiden
Charles Eisenstein: Die Krönung
Robert F. Kennedy Jr.: Bill Gates’ globaler Impfstoff-Plan
Olaf Arndt: Der Brunner-Affekt
Leila Dregger: Corona im globalen Süden: Die Katastrophe sind die «Massnahmen»
Bestellung hier.
  Hier Abo, Geschenkabo oder Einzelnummer bestellen
Neu auf zeitpunkt.ch

  Der Mann der ersten Stunde geht am 1. August auf den Bundesplatz Alec Gagneux kennt die Szene der Mahnwachen in den meisten grösseren Städten der Schweiz. Am 1. August kehrt er auf den Bundesplatz zurück und freut sich, wenn weitere Freiheitsliebende mit hinstehen.
«Wenn Grundrechte ausgehebelt werden, müssen wir unglaiblich aufpassen». Kämpferischer Poet auf der Suche nach einer Welt, die es noch nicht gibt: Konstantin Wecker im Interview.
«5G – der Wind dreht» 1’450 Einsprachen und 120’000 Unterschriften gegen Baugesuche von 5G-Antennen in nur einem Jahr. Dies schreibt der Verein «Schutz vor Strahlung» in seinem Halbjahresbericht und fordert ein nationales Moratorium für die neue Mobilfunkgeneration 5G.
Nur bewusstes Genießen macht glücklich
Wer beim Ausspannen an Dingen herumstudiert, die erledigt werden sollten, untergräbt das Bedürfnis, sich zu entspannen. Dies geht aus einer Studie der Universität Zürich hervor. «Wir haben als Kirche versagt» Der reformierte Pfarrer Andreas Gygli kritisierte in einer flammenden Predikt das Verhalten seiner Kirche während des Lockdowns. Dann stieg er von der Kanzel und trat aus der Kirche aus. Seine Predigt müsste alle Christen erschüttern. Zirkus Chnopf spielt! – unterm Sternenhimmel Freilicht Spectacle en plein air: Zirkus Chnopf geht auf Schweiz-Tournee mit seinem neuen Programm «Pluto». Es ist eine Jubiläumsproduktion, den Nachwuchszirkus gibt es nun schon seit 30 Jahren.   Eine Checkliste zeigt: Die Pandemie wird von Leuten mit Sektenmentalität verwaltet Das Verhalten der Pandemiemanager offenbart Züge einer Sekte, wie eine Checkliste der Sektenberatungsstelle Infosekta zeigt. 

Besuch am Krankenbett der Schweiz — ZEITPUNKT

Liebe Leserinnen und Leser

An ihrem Geburtstag geht es der Schweizerischen Eidgenossenschaft nicht besonders gut – trotz, oder vielleicht eher wegen der Massnahmen.

Der Souverän – die Gemeinschaft der Schweizerinnen und Schweizer – ist gewissermassen ans Krankenbett gefesselt. Ein geheimnisvoller Schädling hat die Säulen unserer Verfassung befallen. Die Freiheit ist der Fremdbestimmung gewichen, die Gleichheit hängt von einem weitestgehend folgenlosen Test für ein kleines Virenbruchstück ab und die Geschwisterlichkeit ist erzwungen.

Die Ursachen für diese Krankheit des Souveräns liegen tiefer als Corona. Das Virus hat die Symptome nur für alle sichtbar gemacht.

Die Krankheit des Souveräns liegt daran, dass sich niemand für ihn einsetzt. Die Parteien als massgebliche Repräsentanten der politischen Kräfte vertreten alle Einzelinteressen – mehr für die Einen, weniger für die Andern.

Aber niemand setzt sich dafür ein, dass der Souverän bleibt, was er gemäss der Verfassung sein soll: souverän!

Das haben auch ein paar Freundinnen und Freunde der Verfassung erkannt,
die sich an Pfingsten auf dem Rütli getroffen und sich versprochen haben, für die Verfassung einzustehen und sie zu verteidigen.

Letzte Woche haben sie sich als Verein konstituiert und erste Massnahmen beschlossen. Das erste Projekt der «Freunde der Verfassung» ist das Referendum gegen die vom Bundesrat vorgeschlagene Verlängerung des Notrechts bis Ende 2022.

Das Ziel ist ambitiös: Bis zum Beginn der Herbstsession am 7. September sollen 50’000 Unterstützerinnen und Unterstützer zusammenkommen, damit dem Parlament eine klare Botschaft übermittelt werden kann: Das Covid-19-Gesetz ist unnötig, und der politische Wille ist da, es zu verhindern.



Der Start ist gelungen: Bereits haben sich über 5000 Personen zur Unterstützung des Notrecht-Referendums eingetragen. Der Weg ist noch weit, aber er wird mit jeder Zusage einer Unterschrift kürzer.

Noch länger ist der Weg für die «Freunde der Verfassung»: Sie wollen die Stellung des Souveräns mit weiteren Vorstössen stärken. Das ist nicht für jedermann, aber vielleicht für Sie. (Prov. Website hier)

Auf jeden Fall wäre eine Mitgliedschaft ein schönes Geschenk an die Schweiz – für bloss 50 Franken im Jahr. Für eine Mitgliedschaft anmelden können Sie sich hier.

Mit dieser Perspektive der konstruktiven Erneuerung wünsche ich Ihnen einen schönen Feiertag und
bleiben Sie frei!

Christoph Pfluger, Herausgeber




PS: Endlich beginnt es mit öffentliche Debatten zur Corona-Krise. Das «Unternehmen Mitte» in Basel macht am kommenden 3. August mit einem «Zeitgespräch» zwischen dem Epidmiologen Prof. Dr. Marcel Tanner, Präsident der Schweiz. Akademie der Wissenschaften und mir einen erfreulichen Anfang. 19.30 bis 21.00 Uhr im Unternehmen Mitte, Gerbergasse 30, Basel. Infos.

Podiumsdiskussion: «Corona-Pandemie und ihre Massnahmen». Am Freitag, 14. August 2020, findet beim Kultur- und Kongresshaus KUK in Aarau ein Podium zu den Corona-Massnahmen statt. Ansprache durch Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, Moderation: Roger Bittel. Sitzplatzreservation: Restaurant Oscar One: 062 824 99 96. Koordination: Theres Schöni: 056 668 25 84 Neuerscheinung Dmitry Orlov:
Die Lehre vom Kollaps – die fünf Stufen des Zusammenbruchs und wie wir sie überwinden
144 S. Fr./€15.–

Der Kollaps einer Gesellschaft beginnt mit der Erosion des Vertrauens in eine bessere Zukunft und erfolgt in fünf Stufen:
1. finanzieller Zusammenbruch
2. kommerzieller Zusammenbruch
3. politischer Zusammenbruch
4. sozialer Zusammenbruch und
5. kultureller Zusammenbruch.
Dmitry Orlov wagt es, das Ende präzis zu Ende zu denken.
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Corona – das riesige Nichts
128 S. Fr./€ 15.–

Aus dem Inhalt:
Christoph Pfluger:
Was soll das Ganze? Es steht nicht viel auf dem Spiel, sondern alles
Mathias Bröckers: Corona-Dämmerung
Dmitry Orlov: Die fünf Stufen des Zusammenbruchs – wer sie kennt, kann sie vermeiden
Charles Eisenstein: Die Krönung
Robert F. Kennedy Jr.: Bill Gates’ globaler Impfstoff-Plan
Olaf Arndt: Der Brunner-Affekt
Leila Dregger: Corona im globalen Süden: Die Katastrophe sind die «Massnahmen»
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  Der Mann der ersten Stunde geht am 1. August auf den Bundesplatz Alec Gagneux kennt die Szene der Mahnwachen in den meisten grösseren Städten der Schweiz. Am 1. August kehrt er auf den Bundesplatz zurück und freut sich, wenn weitere Freiheitsliebende mit hinstehen.
«Wenn Grundrechte ausgehebelt werden, müssen wir unglaiblich aufpassen». Kämpferischer Poet auf der Suche nach einer Welt, die es noch nicht gibt: Konstantin Wecker im Interview.
«5G – der Wind dreht» 1’450 Einsprachen und 120’000 Unterschriften gegen Baugesuche von 5G-Antennen in nur einem Jahr. Dies schreibt der Verein «Schutz vor Strahlung» in seinem Halbjahresbericht und fordert ein nationales Moratorium für die neue Mobilfunkgeneration 5G.
Nur bewusstes Genießen macht glücklich
Wer beim Ausspannen an Dingen herumstudiert, die erledigt werden sollten, untergräbt das Bedürfnis, sich zu entspannen. Dies geht aus einer Studie der Universität Zürich hervor. «Wir haben als Kirche versagt» Der reformierte Pfarrer Andreas Gygli kritisierte in einer flammenden Predikt das Verhalten seiner Kirche während des Lockdowns. Dann stieg er von der Kanzel und trat aus der Kirche aus. Seine Predigt müsste alle Christen erschüttern. Zirkus Chnopf spielt! – unterm Sternenhimmel Freilicht Spectacle en plein air: Zirkus Chnopf geht auf Schweiz-Tournee mit seinem neuen Programm «Pluto». Es ist eine Jubiläumsproduktion, den Nachwuchszirkus gibt es nun schon seit 30 Jahren.   Eine Checkliste zeigt: Die Pandemie wird von Leuten mit Sektenmentalität verwaltet Das Verhalten der Pandemiemanager offenbart Züge einer Sekte, wie eine Checkliste der Sektenberatungsstelle Infosekta zeigt. 

Nach dem Protest: das staatsbürgerliche Engagement — ZEITPUNKT

Es ist leichter eine Lüge zu glauben,
die man schon hundert mal gehört hat,
als die Wahrheit, die man noch nie gehört hat.

Robert Lynd

Liebe Leserinnen und Leser

Das gesellschaftliche Klima in der Schweiz ändert sich weiterhin schnell. Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr ist schärfer als während der Spitzenzeiten der Pandemie, als die Ansteckungsrate mit über 20 Prozent „Testpositiven“ mehr als 20 mal so hoch war wie jetzt. Das hat Konsequenzen

Um dieses Gebot durchzusetzen, hat die Boulevardzeitung «Blick» ihre Leser aufgerufen, Maskenverweigerer mit Foto und Video zu denunzieren.
Der Arzt Rainer Schregel hat dagegen Beschwerde beim Presserat eingereicht und behält sich Strafklagen vor.

Gegen die wachsende Polarisierung helfen Information und Protest allein nicht. Es braucht auch politisches Engagement. Die Politik ist der traditionelle Ort, wo Konsens geschaffen wird. Die Mittel dazu sind die Volksrechte der direkten Demokratie. Also sollten wir uns langsam mit der Idee vertraut machen, sie einzusetzen. Wir, nicht die andern. Jetzt, und nicht später.

«Wenn ich zwangsgeimpft werden sollte, werde ich mich wehren», sagte mir vor kurzem ein Freund, ein engagierter Lehrer, als wir über das Covid-19-Gesetz diskutierten. Wenn der Arzt mit der Spritze vor einem steht, ist es allerdings zu spät, etwas zu unternehmen.

Der Zeitpunkt ist jetzt. Das Covid-19-Gesetz, mit der Bundesrat seine notrechtlichen Kompetenzen auf eine gesetzliche Grundlage stellen und bis Ende 2022 verlängern will, ermöglicht dem Bundesrat auf eine vertrackte Art die Einführung von Zwangsimpfungen für die gesamte Bevölkerung. Das geltende Epidemiengesetz überlässt diese Kompetenz den Kantonen und beschränkt sie auf gewisse Personengruppen.

Morgen endet die verkürzte Vernehmlassungsfrist für dieses umstrittene Gesetz. Wenn Sie heute noch von Ihrem Recht zu einer Stellungnahme Gebrauch machen wollen, finden Sie hier zwei Vorlagen, die Sie frei verwenden können. Die Nutzung dieses Bürgerrechts kostet Sie eine halbe Stunde und eine A-Post-Briefmarke.
Details dazu: Am 10. Juli läuft die Vernehmlassung zum Covid-19-Gesetz ab

Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie noch auf die Website corona-transition.org aufmerksam machen, die vom Zeitpunkt ins Leben gerufen wurde. Sie bringt täglich rund acht Zusammenfassungen der wichtigsten Studien und Ereignisse zur Corona-Krise und wird – ohne jegliche Werbung – von mittlerweile über zehntausend Interessierten besucht.  Den Newsletter der corona-transition können Sie hier abonnieren.

«Zur Lage des Menschen» – dies ist das Thema des nächsten Zeitpunkt. Hintergrund ist die Feststellung, dass sich im Moment nicht nur die Welt als Ganzes, sondern auch die einzelnen Menschen fundamental ändern. «Wo stehen wir? Wohin gehen wir?» – dies sind die Fragen, zu denen wir gerne Ihre Überlegungen (im Umfang bis 1500 Zeichen) publizieren möchten. Bitte schicken Sie uns Ihren Text bis 15. Juli an redaktion@zeitpunkt.ch Stichwort «Wie geht es uns».

Wir betreiben seit Beginn des Corona-Wandels eine Reihe von Aktivitäten ausserhalb unseres Kerngeschäfts. Sie können dieses Engagement gerne unterstützen, ganz einfach, indem Sie unsere Verlagsprodukte beziehen.

«Corona – das riesige Nichts» ist sehr beliebt und wird täglich mehrmals verschenkt. (Fr./€ 15.-)

Etwas stärkere Nerven erfordert «Die Lehre vom Kollaps» des russisch-amerikanischen Autors Dmitry Orlov, der als studierter Ingenieur (und Linguist) das Ende ganz nüchtern zu Ende denkt. Das Positive an seinem Buch über «die fünf Stufen des Zusammenbruchs»: Es motiviert, als Staatsbürger in das Geschehen einzugreifen und das Management der Krise nicht allein der Politik und der Wirtschaft zu überlassen. Denn darum geht es doch: Schwierigkeiten lassen sich nur gemeinsam überwinden.

In diesem Sinn, und

mit herzlichen Grüssen!

Christoph Pfluger, Herausgeber


 
Der neue Zeitpunkt:

Corona – das riesige Nichts
128 S. Fr./€ 15.–

Aus dem Inhalt:
Christoph Pfluger:
Was soll das Ganze? Es steht nicht viel auf dem Spiel, sondern alles
Mathias Bröckers: Corona-Dämmerung
Dmitry Orlov: Die fünf Stufen des Zusammenbruchs – wer sie kennt, kann sie vermeiden
Charles Eisenstein: Die Krönung
Robert F. Kennedy Jr.: Bill Gates’ globaler Impfstoff-Plan
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Leila Dregger: Corona im globalen Süden: Die Katastrophe sind die «Massnahmen»
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  Schweizer Banken sollen armen Ländern Schulden erlassen
Verschiedene Entwicklungsorganisationen, darunter die Schweizer NGOs Alliance Sud und Public Eye oder das Hilfswerk Swissaid rufen in einem Schreiben zum Schulderlass auf.

Die heilende Kraft der Natur
Natur tut gut, das hört man immer wieder. Diese Worte sind aber mehr als nur eine Volksweisheit. Genügend wissenschaftliche Studien belegen, dass Natur uns gesund hält.

Die zweite Welle: keine Wissenschaft, kaum Kranke, aber mehr Einschränkungen

Mit der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln beginnt  offiziell in der Schweiz die zweite Welle. Angesichts fehlender Wissenschaft und Krankheitsfälle kann man über Sinn und Zweck der Verschärfungen nur rätseln.
«Es geht um die Anpassung des Individuums an die vorherrschende Normalität»
Psychologie und Psychiatrie sind auf soziale Anpassung ausgelegt. Dies sagt Paul Verhaeghe, Professor für Psychodiagnostik an der Universität Gent in Belgien.
  «Es geht hier nicht um Leben und Tod»
Ein Gespräch mit dem Philosophen Robert Pfaller über Corona-Moralismus und Stressverminderung als Luxus-Gut. Außerdem: Der Österreicher sieht die Selbstbestimmung erwachsener Menschen bedroht.

Das Leben eines Tönnies-Schweines
Seit dem Corona-Ausbruch bei Mitarbeitern vom Fleischproduzenten Tönnies in Deutschland, sind Schlachthöfe und Tierhaltung wieder vermehrt im Gespräch: Die Tierrechtlerin Friederike Schmitz beschreibt das Leben eines typischen Tönnies-Schweines – von seiner Geburt bis zur Schlachtung.

«Café Med» öffnet wieder
In der Medizin gibt es meist keinen Weg ohne Fragen: Ärztinnen, Psychologen, Sozialarbeiter und andere Fachpersonen werden neu auch in Bern auf medizinische Fragen versuchen Antworten zu finden. Das unentgeltliche Angebot Café Med findet im Berner Generationenhaus statt.

Der nächste Ruck — ZEITPUNKT

Die Freiheit lieben, heisst andere lieben;
die Macht lieben, sich selbst lieben.

                                                      William Hazlit

Liebe Leserinnen und Leser

Eigentlich haben wir ja alle ein bisschen genug von Corona. Man möchte, dass es möglichst schnell wieder normal wird. Aber das wird es nicht.

Denn der Bundesrat hat die Verlängerung der Notverordnungen bis Ende 2022 auf den Weg gebracht. Dabei ist er sehr clever vorgegangen.

Das Parlament war faktisch schon in der Sommerpause, als der Bundesrat seinen Vorschlag für die Weiterführung der Notverordnungen als dringliches Bundesgesetz veröffentlichte. Keine Medienkonferenz, keine Kameras, nur eine einfache Mitteilung auf der Website der Bundeskanzlei am frühen Nachmittag des Freitags voriger Woche. Die Medien, die sonst kein Corona-Thema verpassen, nahmen kaum Notiz.

Doch die Vorlage hat es in sich: Sie verändert eine ganze Reihe von Gesetzen, sie erleichtert die Einfuhr schwach geprüfter Impfstoffe und vor allem sollen damit «die bisher vom Bundesrat erlassenen … Massnahmen durch einen Parlamentsentscheid legitimiert werden», wie es auf Seite 6 der Erläuterungen heisst.

Wie in der Geschichte schon oft, will sich eine Regierung die in Krisenzeiten gewonnenen ausserordentlichen Vollmachten erhalten. Das ist keine gute Nachricht für die Rechte des Volkes – immerhin der Souverän in einem direktdemokratischen Staat.

Einmal verloren, sind die Grundrechte nur mit grossem Aufwand wieder zurückzugewinnen. Nach dem Krieg brauchte es sieben Volksinitiativen, bis der Bundesrat 1952 seine notrechtlichen Vollmachten an Parlament und Souverän zurückgab. Und damals waren die Bundesräte genauso nett und kompetent wie heute (Historisches Lexikon der Schweiz: Vollmachtenregime)

Talleyrand hatte recht, als er schrieb: Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht. Man tut deshalb dem Bundesrat einen Gefallen, den unvermeidlichen Abschied von seinen Sondervollmachten früh und schnell zu gestalten.

Das wird aus folgendem Grund anspruchsvoll: Der Bundesrat beantragt nämlich dem Parlament, sein «Covid-19-Gesetz» für dringlich zu erklären. Stimmt die Bundesversammlung zu, kann es durch ein Referendum nicht aufgeschoben werden und tritt sofort in Kraft. Und die Abstimmung folgt erst fast ein Jahr später, in einem «new normal».

Es wird also darum gehen, noch vor der Herbstsession genügend politische Kraft zu mobilisieren, damit das Parlament das unnötige Gesetz zurückweist oder ihm zumindest die Dringlichkeit verwehrt. Das ist nicht leicht in einem Land, dem es doch so gut geht und dessen Bevölkerung die Volksrechte als Selbstverständlichkeit betrachtet.

Ich hoffe, dass an der morgigen Kundgebung «Zrügg zur Schwiz» auf dem Bundesplatz in Bern ein Ruck durch das Land geht, wie Bundespräsidentin Sommaruga zu Beginn der «ausserordentlichen Lage» forderte. Der Ruck, der jetzt ansteht, darf allerdings kein Schritt ins Homeoffice sein, sondern raus aus der politischen Komfortzone, hinein in die direkt-demokratische Post-Corona-Realität.

Wie diese aussieht, zeigen die Bedingungen, die uns für die Kundgebung von morgen auferlegt wurden: Rückverfolgbarkeit der Kontakte, Trennung des Bundesplatzes in Sektoren (political distancing :-), Verbot der Nennung der Redner und Künstlerinnen – ich darf Ihnen nicht einmal sagen, ob ich sprechen werde oder nicht – und Verbot der Kommunikation über die sozialen Medien.

Man könnte fast meinen, es gehe hier nicht um den Kampf gegen Covid-19, sondern gegen ein politisches Virus. Tatsächlich: Das spontane Einstehen für die Verfassung, das in den letzten beiden Monaten viele Plätze der Schweiz erobert hat, ist ansteckend. Und wenn ich den Ansteckungskoeffizienten richtig modelliert habe, wäre es jetzt an der Zeit, die Politik anzustecken.

Als erste Aktion kann man sich an der Vernehmlassung zum dringlichen Bundesgesetz beteiligen, die von drei Monaten auf drei Wochen verkürzt wurde und bereits am 10. Juli endet. Hier finden Sie meinen Überblick über die Vorlage und die Adresse für die Stellungnahme.

Es tut mir leid, wenn ich mit diesem Brief dem Einen oder der Anderen die Post-Corona-Ruhe unterbrochen habe. Aber: Wer in der Demokratie schläft, wird in der Diktatur aufwachen. Dann lieber zeitig aufwachen und die Arbeit in Angriff nehmen. Wer früher beginnt, ist eher fertig und kann länger geniessen.

Mit herzlichen Grüssen!

Christoph Pfluger, Herausgeber


«Zur Lage des Menschen»
– die nächste Zeitpunkt-Ausgabe

«Es geht mir komisch» – so oder ähnlich müsste für viele die Antwort auf die Frage lauten «wie geht es mir?» In der Tat: Wenn sich die ganze Welt so schnell verändert wie jetzt, dann werden auch wir uns verändern. Nur: in welche Richtung? Und was machen die Beziehungen mit uns, die unter Corona brüchig geworden oder sogar zerrissen sind? Haben wir eher Angst vor der Zukunft oder freuen wir uns auf die neuen Möglichkeiten?
Antworten von Ihnen auf diese und verwandte Fragen, möchten wir gerne in der nächsten Ausgabe publizieren. Senden Sie Ihre Überlegungen bis Freitag 3. Juli an redaktion@zeitpunkt.ch. Stichwort: Wie geht es uns? Maximaler Umfang: 1500 Zeichen (inkl. Leerschläge). Und geben Sie bitte an, ob Ihr Text mit vollem Namen oder mit Initialen erscheinen soll. Wir freuen uns auf Ihren Denkanstoss.



Sie erinnern sich vielleicht: Der Zeitpunkt hat relativ früh kritische Informationen zur Corona-Krise verbreitet und damit zur Entstehung einer Bewegung für Grundrechte beigetragen.




Aus der ersten kleinen Datenbank auf zeitpunkt.ch ist als spin-off das Informationsportal corona-transition.org entstanden.
Drei Profijournalisten und ein Dutzend Freiwillige schreiben Zusammenfassungen der wichtigsten Studien, Entdeckungen und Ereignisse zur Corona-Krise und den Folgen, die uns noch lange beschäftigen werden.
Rund 600 kurze, übersichtliche Artikel sind in den letzten drei Monaten entstanden. corona-transition.org, verantwortet vom Verein Corona Reset, erhält dicke Komplimente und wächst erfreulich. Tauchen Sie ein in die lebendige Welt der kritischen Corona-Fakten – ganz ohne Verschwörungsgeschwurbel –, schenken Sie sich eine stabile Basis zur eigenen Meinungsbildung und
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Neuerscheinung

Dmitry Orlov:
Die Lehre vom Kollaps – die fünf Stufen des Zusammenbruchs und wie wir sie überwinden
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Der Kollaps einer Gesellschaft beginnt mit der Erosion des Vertrauens in eine bessere Zukunft und erfolgt in fünf Stufen:
1. finanzieller Zusammenbruch
2. kommerzieller Zusammenbruch
3. politischer Zusammenbruch
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Dmitry Orlov wagt es, das Ende präzis zu Ende zu denken.
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Neu auf zeitpunkt.ch

Der Bundesrat will das Notrecht verlängern

Der Bundesrat schlägt mit dem «Covid-19-Gesetz» eine Verlängerung seiner notrechtlichen Befugnisse bis Ende 2022 vor. Das Parlament soll die Vorlage in der Herbstsession als dringliches Bundesgesetz verabschieden und damit die Referendumsmöglichkeiten einschränken.
Corona-Lockdown erhöht Solarstrom-Ausbeute
Sauberere Luft in der Metropole Delhi in Indien führt zu Ertragssteigerungen bei der Photovoltaik um 8,3 Prozent.

Künstler vor dem Ruin – die Krise in der Krise
«Es kommt der Bund, verbietet mir zu spielen, aber lässt mich dann im Regen stehen», sagt ein Musiker. Die Situation für Kulturschaffende ist dramatisch. Viele stehen kurz davor, zum Sozialamt gehen zu müssen. Wie weiter? Wer hilft der Kulturbranche wieder auf die Beine? Künstler sind vom Bundesrat enttäuscht.
«Kunst ist eine Brücke von der inneren zur äusseren Welt»
Ein offenes Haus für die Menschen in Zürich und ein Ort für den Wandel: Das soll das «House of Transformation» sein. Was BesucherInnen da erwartet und warum Kunst hier die Hauptrolle spielt, davon erzählen die Initianten in einem Interview.

Trottoirs sind meist zu schmal
Aarau, Basel, Bellinzona, Chur und Neuenburg wird die «goldene Schuhbürste» übergeben. Sie erfüllen schon manche Kritierien für Fussgänger. Dennoch: Dem Fussverkehr soll in der Schweiz einen höheren Stellenwert eingeräumt werden. Dies geht aus dem Bericht «GEHsund – Städtevergleich Fussverkehr» hervor.
Die Schweiz ist das sicherste Land in der Coronakrise
Quarantäne-Vorgaben, Überwachung und Erkennung des Virus: Um einige der Kategorien zu nennen, die in einer umfassenden Studie unter die Lupe genommen wurden. Die Schweiz schnitt am besten ab.
Unglaubliche Perspektiven auf die Pandemie – ein Zeugenbericht aus den USA
Obwohl mehrmals negativ getestet, wurden zahlreiche Patienten im Elmhurst-Hospital in New York als Covid-19-Patienten falsch behandelt – mit Todesfolgen. Dies zeigt das mit versteckter Kamera aufgenommene Video «The (undercover) Epicenter Nurse» der Krankenschwester Erin Marie Olszewski.
Normopathie
Die folgenschwerste Krankheit unserer Zeit und wie wir uns davon heilen
Der Bundesrat hat die geltende Rechts- und Verfassungsordnung verlassen
«Die Bundesversammlung muss ihre Kompetenzen wahrnehmen und kann sich nicht einfach fluchtartig zurückziehen», sagt der Staatsrechtler Prof. Andreas Kley von der Universität Zürich in einem Gespräch mit Thomas Kaiser von «Zeitgeschehen im Fokus».
filmingo – streamen mal anders
Die Schweizer Arthouse-Plattform filmingo.ch bietet sorgsam ausgewähltes unabhängiges Filmschaffen fürs Heimkino.
 Bücher für die nächste Welt

«Die Strategie der friedlichen Umwälzung – eine Antwort auf die Machtfrage» von Christoph Pfluger.
Die Reformen, die unser Planet so dringend braucht, werden alle verwässert, verzögert oder ins ­Gegenteil verkehrt. Wenn wir Zukunft haben wollen, müssen wir uns den Mächten stellen, die Frieden und ­Gerechtigkeit verhindern.
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Was bleibt!? Das Beste aus 27 Jahren Zeitpunkt. 27 Jahre lang hat der ZEITPUNKT das Bild einer besseren, gerechten Welt gemalt. Er hat analysiert, kritisiert und appelliert, er hat geträumt, gespottet, gelobt und vernetzt – auf mehr als elftausend Seiten. Was hat es gebracht?
Mit Beiträgen von Andreas von Bülow, Dorothe Frutiger, Paul Dominik Hasler, Geni Hackmann, Leopold Kohr, Klaus Petrus, Christoph Pfluger, Roland Rottenfußer, Peter Russell, Juliane Sacher, Beat von Scarpatetti, Vandana Shiva, Harald Welzer und vielen anderen.

«Das AntWort – die Wahrheit des Absurden», das Buch von Anton Brüschweiler hat einen guten Start erlebt. Rund 600 Exemplare dieser humoristischen Textsammlung haben in den letzten Wochen Leser gefunden. Hier können Sie in dem Buch blättern. Die edition zeitpunkt hat vom Autor die Erlaubnis, dieses Buch ausdrücklich auch als Lektüre für das stille Örtchen anzupreisen. Wenn das keine Empfehlung ist!


«Frau-Sein allein genügt nicht» die ungekürzten Erfahrungen von Leila Dregger als Aktivistin für Frieden und Liebe



«Unverblümt», die aphoristische Denkprosa von Erwin Schatzmann, die auch in kleinen Häppchen enorm anregend wirkt


Wenn Sie noch ein paar Argumente für die Energiewende brauchen:
«Die Macht der schwachen Strahlung», Cornelia Hesses eindrücklich illustrierte Schilderung von dem, was uns die Atomindustrie verschweigt


«Das nächste Geld», für das ich selber meine ganze Schreibkunst mobilisiert habe, um Sie aus den zehn Fallgruben des Geldsystems zu führen.
Manchmal ist es hilfreich, die Probleme zu kennen, bevor sie einem auf den Kopf fallen.
 


Geld-Magazin, Österreich:
«Christoph Pfluger ist wohl eines der besten Bücher zum Thema ‹Geld› gelungen. Wer es liest, versteht, was Sache ist.»

Christoph Pfluger: Das nächste Geld – die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden. 2. rev. Aufl., 2016. 252 Seiten, Fr. 23.-/€ 21.- (hier bestellen)   





Veränderungen kann man nicht bestellen,
aber die Anregungen dazu.

Wer den Zeitpunkt für ein Jahr abonniert, bezahlt, was er will. (Hier bestellen).

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Trotz allem: Die Mahnwachen sind ein Erfolg — ZEITPUNKT

Wo Recht zu Unrecht wird,
wird Widerstand zur Pflicht.      
Bertold Brecht


Liebe Leserinnen und Leser

Zuerst ganz kurz in eigener Sache: Die nächste Zeitpunkt-Ausgabe mit dem Titel «Corona – das riesige Nichts» wird seit einer Woche «aus Corona-Gründen» von der Speditionsfirma «Interfracht» festgehalten. Wir mussten ein Formular ausfüllen mit Nummern aus internationalen Datenbanken (ohne Registrationspflicht) – insgesamt ziemlich schikanös. Die Auslieferung an die Abonnenten wird nun voraussichtlich am Freitag stattfinden.

Anderthalb Wochen nach dem schockierenden Samstag, den 16. Mai darf man sagen: Die Mahnwachen waren trotz allem ein Erfolg. Die meisten Leute sind zwar etwas ratlos und eingeschüchtert vom Platz gegangen. Aber es beginnt sich etwas zu regen.

Verschiedene Parlamentarier beginnen sich Gedanken zu machen, wie die Rechte und Möglichkeiten des Parlaments in Zeiten eines Notrechtsregimes besser organisiert werden können. Während der Corona-Sondersession hat diese Debatte erstaunlicherweise nicht stattgefunden. (Parlamentarier wollen Bundesrat entmachten, BZ, 17.5.20)

Dies ist natürlich erst ein Anfang. Und es ist wichtig, dass die Rechte des Souveräns dabei nicht vergessen gehen. Von 1930 bis 1945 haben Bundesrat und Parlament das dringliche Bundesrecht oft und nicht immer gerechtfertigt eingesetzt. Und es brauchte nicht weniger als sieben Volksinitiativen (die alle von Bundesrat und Parlament abgelehnt wurden), bis 1952 die direkte Demokratie wiederhergestellt wurde. (David Eugster: Das Vollmachtenregime in der Schweiz und Historisches Lexikon der Schweiz: Vollmachtenregime)

Auch der Bundesrat beginnt sich zu bewegen, wenn auch in symbolischer Dosis. Am 18. Mai hat sein Pandemie-Delegierter Daniel Koch vor den Medien erklärt, es seien jetzt wieder «Demonstrationen» mit bis zu fünf Personen zugelassen. (Infosperber: «Wirtschaft darf öffnen – Volksrechte bleiben beschränkt»)

Mit Verlaub: Das war nie verboten. Während des ganzen Lockdowns durften sich fünf Personen zusammen im öffentlichen Raum aufhalten. Und es war auch nie verboten, dabei ein Plakat mit sich zu führen.

Worum es bei dieser Pseudolockerung wirklicht geht, präzisiert das Bundesamt für Justiz. Auch bei räumlicher Trennung mehrerer Fünfergruppen bestehe ein inhaltlicher Zusammenhang, sei also ein Verstoss gegen das Versammlungsverbot. Das sind Spitzfindigkeiten einer Behörde im Argumentationsnotstand, die vermutlich von keinem unabhängigen Gericht geschützt werden. (Mehr dazu in einer Weisung des Justizdepartements des Kantons Bern «Widerhandlungen gegen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus»)

Und dass der Bundesrat die teilweise Wiederherstellung eines politischen Grundrechtes durch einen für medizinische Fragen zuständigen Berater ankündigen lässt, mutet doch sonderbar an. Dies zeigt auch, dass die politischen Rechte nicht mehr an sich gelten, sondern von willkürlichen Faktoren wie einem «inhaltlichen Zusammenhang» abhängig gemacht werden.

Heute will der Bundesrat weitere Lockerungen ankündigen – gute Nachrichten für viele Menschen. Gleichzeitig ist angesichts der bisherigen Informationspolitik grösste Vorsicht geboten. Dafür gibt es konkrete Anhaltspunkte.

Am 20. Mai hat der Bundesrat seine Botschaft für eine dringliche Änderung des Epidemiengesetzes veröffentlicht. Zentraler Punkt ist die Lancierung einer freiwilligen Tracing App (wofür es keine eine Gesetzesänderung braucht und schon gar nicht ein dringliche).

Wir müssen also dranbleiben, und das wird nach den heftigen Wochenenden schwieriger werden. Die ständige Wiederholung, die «Corona-Proteste» würden von Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern gekapert, zeigt Wirkung. Auch ich selber werde persönlich angegriffen und z.B. von der NZZ in die Nähe des Rechtsextremismus gerückt. «Beweis» dafür ist allerdings nicht das, was ich schreibe oder tue, sondern der Umstand, dass ich mich dreimal von Ken Jebsen in seiner Büchersendung «KenFM im Gespräch» habe interviewen lassen. Hier meine Antwort an die NZZ am Sonntag.

Jetzt spürt die Schweiz auch – und das ist das Verdienst der Mahnwachen –, dass wir ein institutionelles Problem haben. Das klingt vielleicht nicht besonders bedeutungsvoll, ist es aber trotzdem. Warum?

Wenn der Markt die bevorstehende Krise nicht bewältigen kann – und das wird mit grösster Wahrscheinlichkeit der Fall sein – dann sind die Institutionen gefragt. Nehmen wir an – nicht ganz aus der Luft gegriffen – eine Grossbank wird zum Sanierungsfall.

Werden dann wieder Bankchefs mit dem Bundesrat ein Päckchen schnüren und am Volk vorbei in den Haushalt schmuggeln? Unter dem Regime des Notrechts wäre das möglich. In der direkt-demokratischen Realität der Schweiz wäre es eine Katastrophe.

Die Mahnwachen haben einigen Leuten die Augen geöffnet, dass unsere Institutionen krisensicher gemacht werden müssen. Wenn rasches Handeln nötig ist, darf man in einem Land wie der Schweiz mit notorisch schwachen Regierungen nicht in erster Linie die Kompetenzen des Bundesrates erweitern. Dann muss die demokratische Abstimmung beschleunigt werden.

Das ist nicht Wunschdenken eines in der Wolle gefärbten Direktdemokraten. Es ist die Logik von Krisen. In dieser Hinsicht darf man durchaus etwas von den Amerikanern lernen (den Menschen, nicht ihrer Regierung). Wenn irgendwo die Hölle los ist, packen alle zu, ohne Befehl und Bürokratie.

Wenn es hart auf hart geht, braucht es Kooperation zwischen Volk und Regierung. Das heisst nicht, das Volk mit millionenschwerer Propaganda von den Anordnungen des Bundesrats und seiner Experten zu überzeugen. Das heisst: debattieren und zu einem gemeinsamen Entschied zu kommen.

«Erfolg» heisst natürlich nicht, dass das Ziel erreicht ist, sondern bloss, dass man das Richtige getan hat. Es war richtig, standhaft und friedlich zu bleiben und dafür eine Anzeige zu riskieren. Wie gross die Bereitschaft der Behörden ist, politische Prozesse in Kauf zu nehmen, wird man noch sehen.

Trotzdem die Frage, die mir des öfteren gestellt wurde: Wie weiter? Ich glaube, und das ist leider eine Wiederholung, dass es richtig ist, sich im Kleinen zu organisieren und Mahnwachen an möglichst vielen Orten durchzuführen.

Frauen haben meiner Ansicht nach die Mahnwachen massgeblich geprägt. Sie waren mutiger, origineller, fröhlicher und in einigen Fällen bemerkenswert standhaft.

Das kleine, um nicht zu sagen «weibliche» Format hilft auch, Leute fernzuhalten, die der Sache schaden. Ich habe zwar in Bern keine Rechtsextremen beobachtet, die nach Darstellung des tiefen (Blick) und des hohen Boulevards (NZZ) die Bewegung gekapert hätten. Aber auszuschliessen ist es nicht.

Es ist sicher sinnvoll, die leichte politische Lockerung auch für direkt-demokratische Lockerungsübungen zu nutzen und mal eine Mahnwache auszuprobieren. Meine Erfahrung: Machen Sie es für sich selber! Zivilcourage tut einfach gut.

Wer uns von einer Mahnwache ein Video für unsere Zusammenstellung schicken möchte, schicke es bitte bis Samstag 18.00 Uhr an diese Adresse: redaktion-zeitpunkt@gmx.ch

Gutes Gelingen und

bleiben Sie bei sich!

Christoph Pfluger, Herausgeber
 
Der neue Zeitpunkt ist (fast) da (Versand 21. Mai 2020)

Corona – das riesige Nichts
128 S. Fr./€ 15.–
Für Empfänger dieses Newsletters: Fr./€ 10.– (

Das Gesicht des Corona-Staates, Mahnwachen vom 16. Mai 2020

Ob allein oder mit anderen, schweigend oder singend – wer am 16. Mai an einer Mahnwache in den drei grössten Städten der Deutschschweiz teilnahm, musste mit einer Anzeige rechnen, und oft auch mit Gewalt. Lockerung für den Konsum, aber nicht für die politischen Rechte.

Qualitätspresseschau. Bersets Homeoffice, Folge 18

Alain Berset, wieder einmal in seinem geliebten Homeoffice, hat Zeit für die Sonntagszeitungen. Endlich erfährt er, wer die Drahtzieher der Corona-Proteste sind.

Daniel Koch übernimmt. Bersets Homeoffice, Folge 19

Das Bundesamt für Gesundheit ist neuerdings auch für die politischen Rechte zuständig. Chefpandemiologe Daniel Koch erklärt die politische Lockerung und die neue Normalität der freien Meinungsäusserung..

Mahnwache vor dem «neuen Bundeshaus» — ZEITPUNKT

Liebe Leserinnen und Leser
Liebe Frau Linnenkohl

Alles kurz und knapp – das nehme ich mir jedes Mal vor, wenn ich mich hinsetze, um Ihnen einen Brief zu schreiben. Zwar sind die meisten Sätze kurz. Aber man muss viele Mosaiksteine zusammenfügen, um das ganze Bild zu sehen.

Die meisten Teilnehmer haben die Mahnwachen vom vergangenen Samstag als friedlich, entspannt und auch regelkonform erlebt. Einzig in Bern, wo die Polizei mit einem Kordon  die Teilnehmer vom weiten Bundesplatz in den engen Bärenplatz drängte bildete sich eine Art Gedränge. Aber das war weniger die Schuld der Teilnehmer als vielmehr der Polizei, die den Platz kontinuierlich einschränkte.

Trotzdem haben Polizei und Medien – mit etwas Verzögerung – sehr heftig reagiert. In Zürich, wo die Mahnwache mit gegen 400 Teilnehmern auf dem Sechseläutenplatz sehr friedlich verlief, wurde der Einsatzleiter gleich doppelt öffentlich abgestraft, einmal von der NZZ und einmal, indem sich die Polizeiführung von ihm distanzierte. Der «Blick» bezeichnete die Teilnehmer an den Mahnwachen als «Irre» und ein Kolumnist sprach sogar von einer «Achse der Idioten». (Es war bestimmt eine Ferndiagnose.)

In den sozialen Medien sind offenbar bereits viele Trolle unterwegs, die die Kommentarspalten mit Standardvorwürfen wie «Verschwörungstheoretiker» zumüllen. Der EU-Koordinator für Terrorismusbekämpfung rückt Corona-Kritik sogar in die Nähe des Terrorismus. So geht das heute. Ob die Taktik funktioniert, ist allerdings unsicher. Momentan geht alles schnell. Und selbst eine bestens organisierte Behörde ist nicht so schnell, wie der freie Mensch, der aus eigenem Antrieb handelt.

Selbstverständlich wurde nirgendwo die gespaltene Haltung der Polizei thematisiert. Uns wurde ein (leider fast unverständliches) Video aus Bern geschickt mit einem netten Gespräch zwischen einem schwerstbehinderten Rollstuhlfahrer und einem Polizisten. Der Rollstuhlfahrer: «Auf Wiedersehen, bis nächsten Samstag.» Der Polizist: «Aber ohne mich, Sie machen mich fertig.»

Ein anderer Dialog zwischen einer fröhlichen jungen Teilnehmerin und einem freundlichen älteren Polizisten: Er: «Ich muss» [Dienst tun]. Sie «Ich muss auch» [Mahnwache halten]. (Zu sehen bei Min. 19:13 in diesem Video
Ich hoffe sehr, dass der betreffende Mann nicht gerügt, sondern ihm aus Respekt vor seinem Gewissen ein anderer Dienst zugeteilt wird.

Noch eine schöne Geschichte: Bei der Einvernahme der Teilnehmerin an einer stillen Mahnwache ohne Plakate sagte ihr der Polizeibeamte: «Ich tue hier meinen Dienst. Wenn ich die Uniform ausziehe, bin ich ein Mensch, wie Sie.»

Aber es gibt leider auch anderes:
Ein Teilnehmer aus St. Gallen: Der Beamte, der meine Personalien aufgenommen hat, klärte mich auf, dass in St.Gallen mein Auftritt mit einer Botschaft auf Papier «Kundgebung» bedeute, was eben verboten sei.»
Und eine Teilnehmerin aus Genf: «Friedlich stand ich vor dem Bahnhof in Genf auf dem Bürgersteig  und habe ohne Schild in der Hand nur mit einem T-Shirt einen Aufruf kund gegeben, der an unsere Parlamentarier gerichtet ist. Ich wurde von den gereizten Polizisten aufgefordert weiterzugehen , eingeschüchtert … und, um es kurz zu machen, ohne jeglichen Grund mit Handschellen auf die Polizeiwache abgeführt -wie ein Verbrecher durchsucht , um dann mit völlig fadenscheinigen Einschüchterungen wieder freigelassen zu werden.»

Die heftige Reaktion zeigt dreierlei:
1. Die staatlichen Organe fühlen sich schwach. Die
Mahnwachen treffen offenbar einen wunden Punkt.
2. «Wir» werden trotz der geringen Zahl von vielleicht 2500 Leuten entweder als starke Kraft eingeschätzt, die mit starken Mitteln bekämpft werden muss oder es wird versucht, jeden Protest, nicht zuletzt den friedlichen und regelkonformen, im Keim zu ersticken.
3. Es wird versucht, einen Keil zwischen die Teilnehmer der Mahnwachen und denen zu treiben, die dem Protest innerlich nahe stehen. Hier die «Irren», dort die Andern, denen mit der Ankündigung polizeilicher Massnahmen der Mumm für eine Teilnahme am nächsten Samstag genommen wird. Das könnte durchaus wirken.

Was mir an den Medienberichten noch aufgefallen ist: Für viele Menschen war die drohende Umwandlung des Notrechts in dringendes Bundesrecht (mit stark eingeschränkter Referendumsmöglichkeit) der entscheidende Anlass für die Teilnahme an einer Mahnwache. Diese Tatsache wurde von den Medien unterschlagen. Warum?

Nach meiner Einschätzung ist der Schutz der verfassungsmässigen Rechte des Souveräns unsere stärkste Position und eine, mit der sich viele Menschen in der Schweiz identifizieren können, die sonst nicht auf die Strasse gehen. Ich war erstaunt, dies in meinen Interviews und auf dem Platz so oft zu hören.

Viele Menschen lehnen es ab, dass ausgerechnet in Zeiten demokratischer Einschränkungen Notrecht als dringliches Bundesrecht verlängert werden soll. Dadurch wird die verfassungsmässige Position des Souveräns über Jahre eingeschränkt.

Es kann auch nicht sein, dass auf Gesetzesstufe die Verfassung modifiziert wird. Zwar ist das Schweizervolk in der Verfassung nicht explizit als Souverän genannt. Aber in der Präambel heisst es unmissverständlich: «Das Schweizervolk und die Kantone … geben sich folgende Verfassung», deren Artikel 2 den Zweck definiert: «Die Schweizerische Eidgenossenschaft schützt die Freiheit und die Rechte des Volkes…»

Niemand kann dem Schweizervolk die Rechte und Freiheiten nehmen, die es sich selber gegeben hat, das Parlament nicht, der Bundesrat nicht und erst recht nicht Experten. Das können nur wir selber, und zwar in einer Volksabstimmung.

Leider ist dies nicht verbindlich in der Verfassung festgeschrieben, sondern ergibt sich nur aus der Präambel. Deswegen können wir uns nicht auf einen bestimmten Buchstaben des Gesetzes berufen, sondern nur auf seinen Sinn und Geist.

Hätten wir eine Verfassungsgerichtsbarkeit, wäre es unbestritten, dass die Rechte des Souveräns nicht beschnitten werden können. Oder wie es der Staatsrechtler und ehem. Ständeratspräsident René Rhinow (FDP/BL) formuliert: «Die Verfassung sagt klipp und klar, dass der Kerngehalt der Grundrechte unantastbar sei.» (René Rhinow: Die Schweiz und ihre Verfassung, 2012, S. 6.)

Ich schlage also vor, dass bei den Mahnwachen, die allenthalben stattfinden, die Stellung des Souveräns in den Vordergrund gestellt wird: Ja zu den Volksrechten. Nein zur Verlängerung des Notrechts. Und nehmen Sie eine grosse oder kleine Schweizerfahne mit. Sie schützt vor undemokratischem Verhalten.

Und ich bitte alle, freundlich aber standhaft gegenüber den Polizisten zu bleiben. Sie machen nur ihren Job und wenn sie die Uniform ausziehen, sind sie Menschen wie du und ich. Aber sie sollen den Schmerz ruhig spüren, wenn sie gegen das vorgehen müssen, was sie eigentlich schützen sollten, «die Freiheit und Rechte des Volkes». Kurze, nach Möglichkeit wörtliche Berichte über Gespräche mit Polizisten nehmen wir gerne entgegen: redaktion-zeitpunkt@gmx.ch (neu und nur für die Berichterstattung über die Mahnwachen)

Niemand, der sich an die Abstandsregeln hält und das nun mal bestehende Wegweisungsrecht der Polizei befolgt, kann nach geltendem Recht bestraft werden. Drohungen in dieser Richtung sind leer und können nicht wahr gemacht werden können.

Ich halte es andrerseits nicht für sinnvoll, sich an Mahnwachen mit vielen Teilnehmern zu beteiligen. Wenn sich die Behörden schwach fühlen, wie dies jetzt offenichtlich der Fall ist, sollte man sie nicht herausfordern. Das führt nur zu unnötigen Konflikten. Es geht nicht gegen die Polizei. Es geht für die Verfassung.

Die Berner Stadtpolizei beginnt übrigens einzulenken. Polizeidirektor Reto Nause, der noch am Samstag am liebsten auch Mahnwachen von drei bis vier Menschen verboten hätte, hat mit Alec Gagneux Kontakt aufgenommen, mit dem die Bewegung der Mahnwachen vor drei Wochen begonnen hat.

Die Übereinkunft: Die Mahnwache in Bern findet am Samstag ab 14.00 Uhr auf der Allmend statt. Das ist nicht wirklich «offiziell». Aber: Wenn schon eine grosse Mahnwache, dann richtig und an einem Ort mit genügend Platz zur Einhaltung der Abstandsregeln. Stuttgart mit über 10’000 Teilnehmern hat gezeigt, dass es geht.

Obwohl ein etwas trostloses Messegelände, hat der Ort als temporärer Versammlungsort der Eidg. Räte bereits ein bisschen Symbolgehalt. Jetzt braucht er noch seine basisdemokratische Feuertaufe. Die Politik soll spüren: Wo immer sie hingeht, wir folgen ihr auf den Fersen. Früher oder später wird sie uns folgen

Alec Gagneux hofft, dass viele Leute Musikinstrumente mitnehmen und eine fröhliche und aufbauende Stimmung und vielleicht eine neue Form von direkt-demokratischem Volksfest entsteht.

Also: Entweder nach Bern vors neue «Bundeshaus» auf der Allmend (Tram Nr. 9, Guisanplatz) oder eine Mahnwache in kleiner Gruppe wo immer in der Schweiz.

Es sind überall positive Erfahrungen möglich. Ein Leser hat uns geschrieben: «Wir waren  am Anfang der Bahnhofstrasse – rund 20 Personen. Es war zufrieden, viele gute Gespräche. Null Polizei. Der Ort ist gut. Es kommen dort viele Passanten vorbei. Ich kann mir vorstellen, das wieder zu machen.»

Noch drei Anliegen:
• Wenn Sie Mahnwache halten und nicht allein bleiben wollen, senden Sie uns bitte eine eMail an redaktion-zeitpunkt@gmx.ch
mit Zeit und Ortsangabe sowie Ihrem Namen und Telefonnummer (für Rückfragen). Wir publizieren keine Namen, aber selbstverständlich auch nichts aus anonymen Quellen.
• Sie können uns gerne bis Samstag 17.00 ein Video (± 2 Minuten) und einen kurzen schriftlichen Bericht schicken, den wir in unser wöchentliches Video über die Mahnwachen einbauen. Bitte ebenfalls an redaktion-zeitpunkt@gmx.ch
• Die Datenbank, die wir unter dem Titel Corona Update auf zeitpunkt.ch veröffentlicht haben, wurde wesentlich ausgebaut und wird jetzt vom Verein «Corona Reset» auf der Website corona-transition.org geführt. Hinter der Datenbank steht eine Werkstatt für «Coronistas», die Studien, Analysen und wichtige Entwicklungen zusammenfassen und publizieren. Wer schreiben kann und etwas für die Verbreitung seriöser, kritischer Information tun will, soll sich bitte an den Werkstattchef unter pool@corona-reset.org.
Die Datenbank wird von Profis mit langjähriger journalistischer Praxis betreut.

Zum Schluss noch ein Dank. In meinem Homeoffice wartet ein Stapel mit Adressen von Spenderinnen und Spendern der letzten Wochen, denen ich einen handgeschrieben Dankbrief schreiben wollte. Ich werde vermutlich nicht dazu kommen und stattdessen den Computer zu Hilfe nehmen. Man nehme mir das nicht übel.

Damit die Spenden in Zukunft nicht mehr durch das Zeitpunkt-Konto fliessen, besteht seit einigen Wochen der Verein «Corona-Reset» mit Sitz in Emmenbrücke. Präsident ist der Anwalt Vital Burger, der dafür sorgt, dass alles mit rechten Dingen zu- und hergeht.
Das Konto des Vereins, der explizit auch die Corona-Aktivitäten des Zeitpunkt unterstützt:
Postkonto: 15-479455-6, IBAN CH18 0900 0000 1547 9455 6.
Finanziert werden damit die Videos, die der Zeitpunkt produziert, Aufbau und Entwicklung der Datenbank und der dahinterstehenden Werkstatt, das professionelle Management der Kanäle. Aber nicht meine eigene Arbeit. Ich möchte mein Einkommen nach wie vor mit seriösen Verlagsprodukten verdienen. Das neuste finden Sie gleich unten.

Ich wünsche Ihnen viel Genugtuung beim direkt-demokratischen Wake-up, alles Gute und:

Bleiben Sie bei sich!

Christoph Pfluger, Herausgeber
 
Neuerscheinung zum Subskriptionspreis für Zeitpunkt-Abonnenten:

Dmitry Orlov: Die Lehre vom Kollaps
Die fünf Stufen des Zusammenbruchs und wie wir sie überleben.
edition Zeitpunkt, 144 S. Fr./€ 15.–.Band 2 der Reihe «Brennende Bärte».
Subskriptionspreis: Fr./€ 10.– (bis Ende Mai 2020).

Der Kollaps einer Gesellschaft beginnt mit der Erosion des Vertrauens in eine bessere Zukunft und erfolgt in fünf Stufen:
1. finanzieller Zusammenbruch
2. kommerzieller Zusammenbruch
3. politischer Zusammenbruch
4. sozialer Zusammenbruch und
5. kultureller Zusammenbruch.
Sind in einer globalisierten Welt die Stufen eins und zwei einmal in Gang gesetzt, ist diese Dynamik nicht mehr aufzuhalten. Der russische-amerikanische Autor Dmitry Orlov erklärt in seinem Buch die Mechanismen der einzelnen Stufen, wie man sich vor den Folgen schützt und wie sie zu beeinflussen sind.
Ein im wahrsten Sinn des Wortes wegweisendes Buch.
Bestellung per eMail an verlag@zeitpunkt.ch. (Auslieferung bis 10. Juni)

Hier Abo, Geschenkabo oder Einzelnummer bestellen

Überall, im ganzen Land — ZEITPUNKT

Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit,
das Geheimnis der Freiheit ist der Mut
.

Perikles

Liebe Leserinnen und Leser

Jetzt muss man von einer Volksbewegung sprechen: Über 1000 Menschen in Bern, 400 in Zürich, 200 in Luzern, 100 in Basel und ein paar Dutzend in St. Gallen, Thun und Kreuzlingen – ohne jede Organisation. Wer hätte das vor zwei Wochen gedacht, als knapp 100 Leute dem Beispiel von Alec Gagneux folgten und auf dem Bundesplatz Mahnwache hielten für die demokratischen Grundrechte?

Hier unser Videobericht:
https://youtu.be/9rtaeWQPSr0
Es war ein direkt-demokratisches Familienfest: friedlich, originell und bunt gemischt. Freunde, wohin man schaute.

Es war ein direkt-demokratisches Familienfest: friedlich, originell und bunt gemischt. Freunde, wohin man schaute.
Die Bewegung für Souveränität ist damit zu einem Faktor geworden, zu dem sich in der Tagesschau von SRF verschiedene Leute äussern dürfen, nur keine direkt Beteiligten.

Die Polizei, auch das eine Erkenntnis des gestrigen Tages, sucht noch ihren Umgang mit dem Phänomen. In Bern wurde langsam, aber beharrlich geräumt, in Zürich liess man lange gewähren, in Basel trat die Polizei gar nicht in Erscheinung, in Luzern wurden erst hinterher ein paar Leute zur Verzeigung herausgepflückt und in Kreuzlingen brachte sich die Polizei mit acht Polizisten gegen zwölf Mahnwachende in Position.

Natürlich wünschen wir uns alle weiterhin friedliche und fröhliche Mahnwachen – in meinem Vokabular «zeitpunktig». Aber ich habe auch einige besorgte Mails erhalten, u.a. von Leuten, die wegen des Zeitpunkt verzeigt wurden.
Unser Standpunkt war: Wir veröffentlichen Nachrichten von Menschen, die Mahnwache halten, nicht als Aufruf, sondern als Mitteilung – «ich bin dann mal da» – und unter Angabe von Zeit, Ort und mit Namen, also nicht anonym.

Wofür sie angezeigt werden, ist noch offen. Auch die Verzeigten der ersten Mahnwache vor zwei Wochen warten noch auf Post von der Staatsanwaltschaft. Einige Gründe sprechen für langsame Mühlen.

Der Zeitpunkt wird für juristische Verteidigung und einen Fonds sorgen, damit niemand wegen Bussen in Nöte kommt. Wir werden andrerseits angekündigte Mahnwachen nicht mehr mit Namen, aber nach wie vor nur aus zuverlässiger Quelle veröffentlichen.

Eine mögliche Eskalation muss früh erkannt und verhindert werden. Der problematische Faktor ist, dass beide Seiten aus einer gewissen Unterlegenheit handeln. «Wir», weil die Rolle des Souveräns gerade auf ein paar nette Worte in der Verfassung reduziert wird. «Sie», die Behörden, weil die Unterdrückung einer legitimen Aktion sehr unschweizerisch ist und unerwünschte Folgen haben könnte. Sie spüren, dass wir recht haben.

Um die Fragen (mit denen ich mich hier im Detail befasse) auf eine kurze Antwort zu reduzieren: Ich denke, es ist gut, wenn sehr viel mehr Menschen an sehr viel mehr Orten eine gelassene bis fröhliche Mahnwache halten, in kleinen Gruppen mit dem zur Zeit gebührlichen Abstand.

Es war schön, gestern auf dem Bärenplatz. Mit wildfremden Leuten aufgestellte Gespräche zu führen und zu spüren: Kopf, Herz und (in diesem Fall) Füsse sind bereit, für unsere gemeinsamen Rechte hinzustehen. Dieses direkt-demokratische Familienfest war für mich ein einzigartiges Ereignis.

Aber in einer Krise muss man rasch lernen und sich schnell verändern. So verlockend und schön eine glückliche Menschenmenge sein kann: Es ist überhaupt nicht in unserem Interesse, mit grossen Menschenansammlungen eine Eskalation an den Brennpunkten zu provozieren. Ein Streit auf der Strasse kann von keiner Seite gewonnen werden.

Deshalb mein Vorschlag: Selber eine Mahnwache durchführen! Überall, im ganzen Land. Ich weiss aus eigener Erfahrung: Es braucht ein bisschen Mut. Aber nur beim ersten Mal. Und Sie müssen auch nicht allein hinstehen. Jeder hat Freunde, die für so etwas zu haben sind.

Und noch etwas: Machen Sie es für sich! Ich weiss nicht warum: Aber es tut einfach gut, öffentlich zu dem zu stehen, was innerlich in einem vorgeht. Warten Sie nicht, bis der Druck so gross ist, dass er sich nur noch in Zorn entladen kann. Lieber früh und ein bisschen ängstlich als spät und wütend.

Und machen Sie sich keine Sorgen wegen der Polizei. Sie ist der Regel sehr freundlich. Und in kleiner Gruppe ist eine Mahnwache so legal, wie an einer Strassenecke auf jemanden zu warten. Nur: Wir warten nicht, wir verteidigen dir direkte Demokratie jetzt.

Ich wünsche rundum einen guten Geist und

bleiben Sie bei sich!

Christoph Pfluger, Herausgeber
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Mahnwachen statt Wahn-Mache! — ZEITPUNKT

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.                           Mahatma Gandhi       

Liebe Leserinnen und Leser

Das Vorbild von Alec Gagneux, der am 30. April auf seiner Website angekündigt hatte, auf dem Bundesplatz Mahnwache zu halten, hat rasend schnell Nachahmer gefunden.


An vielen Ort finden morgen Samstag Mahnwachen für demokratische Grundrechte statt. Auf unserer Redaktion sind folgende Meldungen eingegangen: Basel, Marktplatz, Cristina Hagmann, c.hag@sunrise.ch) 14.00 bis 15.00 Uhr
Kreuzlingen, Bahnhofplatz, 14.00 bis 15.00 Uhr. Regina Hirsig und Richard Stadler, info@regina-hirsig.ch
Kreuzlingen, «grenz-verbindende Menschenkette», beim alten (geschlossenen) Zollübergang. Keine Schilder, nur Blumen und Kerzen, würdevoll und friedlich in Präsenz und Wachheit. Kerstin Kalisch, kerstinkalisch@bluewin.ch
Luzern, Bahnhofplatz, 14.00 bis 15.00 Uhr
Reinach/AG, 14.00 Uhr vor dem Zentrum Bärenpark
St Gallen, Vadiansdenkmal, Kontakt: Sebastian Gibas contact@sebastian-gibas.com) 10.30 Uhr.
Solothurn, Amthausplatz, 14.00 Uhr, Johannes Kappes, johannes.kappes@kirschbaumbluete.ch
Thun, Aarefäldplatz, 14.00 bis 15.00 Uhr
Uster, Stadthausplatz, 14.00 Uhr, Heidi Hofmann, heidi.hoffmann@hispeed.ch
Zürich, Sechseläutenplatz, 14.00 Uhr, Adrian Ulrich
Zürich, HB, Anfang Bahnhofstrasse, 14.00 Uhr, Johannes Mahler
Zürich, Lindenhof, 14.00 Uhr. Stille Meditation für eine ehrliche Zukunft. Keine Musik, keine Redner, keine Transparente. Roberto negro@g34.ch
und auf dem Dorfplatz in Adligenswil, Kontakt luciano.dietschi1@bluewin.ch, ohne Zeitangabe
Weitere Meldungen bitte direkt auf unserer Facebook-Seite hinterlegen.
In den meisten Meldungen sind Aufforderungen zu individuellem, friedlichem Handeln und zum Einhalten der Abstandsregeln enthalten.

Bitte sendet uns von jeder Mahnwache bis Samstag, 17.00 Uhr ein kurzes Video (bis 2 Min) an redaktion@zeitpunkt.ch. Bei Handy-Videos: Kameras quer halten. Wir setzen sie dann zu einem Bericht über die verschiedenen Aktionen in der ganzen Schweiz zusammen. Bitte mitliefern: Angaben über Teilnehmerzahl, besondere Vorkommnisse und Telefonnummer des Absenders für Rückfragen.

 https://youtu.be/2cmPhUAXsU0
In Dutzenden von Städten auf der ganzen Welt gab es Protestmärsche, Demonstrationen und Mahnwachen für Demokratie und gegen den Lockdown. Es ist, als ob die Gilets jaunes erwacht wären und sich über den ganzen Globus verteilt hätten. Eindrücklich.

In Dutzenden von Städten auf der ganzen Welt gab es Protestmärsche, Demonstrationen und Mahnwachen für Demokratie und gegen den Lockdown. Es ist, als ob die Gilets jaunes erwacht wären und sich über den ganzen Globus verteilt hätten. Eindrücklich.

Alec Gagneux schreibt zu den Mahnwachen von morgen Samstag in einer Mitteilung auf seiner Website: Wer Mahnwache hält, tut dies aus eigener Initiative und auf eigene Verantwortung,
Wer Freunde zum Mittun auffordert, tut dies aus eigenem Antrieb. Niemand soll sich von irgendwem instrumentalisieren lassen
Wer mit anderen Mahnwache hält, soll die Abstandsregeln einhalten und Provokationen vermeiden. Wir geben nur unserer Sehnsucht nach Wahrheit und Respekt vor den Grundsätzen der Verfassung Ausdruck. Wir nehmen nur unsere Bürgerpflicht zum Schutz der Verfassung wahr.
Wer spricht, tut dies im eigenen Namen. Verbale Gewalt (physische sowieso) ist strikte zu vermeiden.
Zur rechtlichen Situation schreibt er: «Mahnwachen können, wenn die Abstandsregeln beachtet werden, aufgrund der Covid-19-Verordnung des Bundesrates nicht verboten werden, wenn sie das Ziel der «Verminderung des Übertragungsrisikos» nicht in Frage stellen. Zweck der Verordnung  ist in Art 1 wie folgt beschrieben: «Diese Verordnung ordnet Massnahmen gegenüber der Bevölkerung, Organisationen und Institutionen sowie den Kantonen an zur Verminderung des Übertragungsrisikos und zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19)»
Die Polizei hat jederzeit das Recht, Menschen ohne Begründung wegzuweisen. Erst wer sich solchen Anweisungen widersetzt, macht sich evt. strafbar.
Und: «Freuen wir uns über die ansteckende Ausbreitung eines politischen Bewusstseins, das sich für Freiheit, Fairness, Frieden und umfassende Gesundheit in uns und rund um Mutter Erde einsetzt.»

Gemeinsames Singen macht Mahnwachen besonders eindrücklich und vermittelt Gemeinschaft über die Grenzen der sozialen Distanzierung hinweg. Die Musiker Jana Beck und Matthias Gerber haben extra ein Blatt mit «Lockdown-Shockdown-Liedern» mit Links zu den Melodien kreiert, das man hier herunterladen kann. Beondere Perle auf dem Blatt: Schacher Seppli als «Corona Sars-Cov zwäi». Hier die erste Strophe:
I bi Corona Sars-Cov zwäi
 im ganzä Land bekannt.
Ha friähner zur Familie gheert,
jetz wird ich ganz verdammt.
D ‘Lyt wärdid wägä miär iigschpeert
s ’tued miär im Härzä weh.
Ich stuine fescht und frage mich:
”Wiä cha so eppis gscheh ?“

Mehr dazu hier: «Auch Schacher Seppli geht an die Mahnwache»

Ich wünsche rundum alles Gute und

Ich wünsche rundum alles Gute und:

Bleiben Sie bei sich!

Christoph Pfluger, Herausgeber
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