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Der wahre Preis der Mode

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06. OKTOBER 2017 
VON: 

  

 

Die neue Doku «Sweatshop: Deadly Fashion»
Modebloggerinnen aus Norwegen arbeiten in einer Kleiderfabrik in Kambodscha und lernen die wahren Kosten der Mode kennen.

Die drei norwegischen Modeblogger Frida, Anniken und Ludvig sitzen in einer Kleiderfabrik in Kambodscha und nähen. Sie tauchen ein in den Alltag kambodschanischer Näherinnen und Näher und erfahren den wahren Preis der Mode, die sie so sehr lieben. Der Film «Sweatshop: Deadly Fashion» dokumentiert, wie es ihnen dabei ergeht und wie diese Erfahrung ihr Leben verändert.
Ein Jahr lang arbeiten um sich eine neue Jacke leisten zu können? In Kambodscha ganz normal. Dort arbeiten die Näherinnen und Näher zwölf Stunden und mehr pro Tag, sieben Tage die Woche. Sie haben keine Pausen, kennen Ferien und bezahlte Krankheitstage nur vom Hörensagen und sind konstant schlecht ernährt und übermüdet. Der Lohn: etwa drei Dollar pro Tag.
Die norwegische Zeitung Aftenposten hat die drei jungen Modeblogger nach Kambodscha geschickt, damit sie die Produktionsbedingungen der Kleider kennenlernen, die sie in Norwegen kaufen. Dass sie das an ihre physischen und psychischen Grenzen bringen wird, ahnen sie nicht.

Realitätstest in Kambodscha
Vor der Abreise nimmt sich Frida vor, die Näherinnen zu fragen, wo sie sich in den nächsten Jahren sehen. Als sei deren Arbeit bloss eine Zwischenstation auf dem Weg zu einem besseren Leben und keine Sackgasse ohne Ausweg. Ihren Irrtum wird sie schon bald am eigenen Leib erfahren, als sie, Anniken und Ludvig den Alltag einer kambodschanischen Näherin bewältigen müssen: In einer winzigen Wohnung leben, mit sehr wenig Geld und Essen auskommen und unter unmenschlichen Bedingungen nähen, nähen und noch mehr nähen. Bis zur Erschöpfung.
Nicht nur der Alltag überfordert die drei komplett, sondern auch die Menschen und Schicksale, die sie kennenlernen. Eine Näherin erzählt, dass sie seit 14 Jahren jeden Tag die immer gleiche Schulternaht näht. Ambitionen haben in so einem Leben keinen Platz, denn nur schon die Forderung der Näherinnen und Näher nach einem Monatslohn von 160 Dollar, um wenigstens für sich selber gerade genug zum Leben zu haben, wird bei Demonstrationen brutal niedergeschlagen.

Fremdschämen wandelt sich in Bewunderung
Ob die drei sich auf das Projekt eingelassen hätten, wenn sie gewusst hätten, was sie erwartet? Wahrscheinlich nicht, aber darin liegt die Stärke dieses Films. Denn wie sie von ihren naiven Gedanken eingeholt werden und lernen, wie die Modeindustrie funktioniert und wie sie zu Aktivisten werden ist sehr, sehr mutig. Sie begnügen sich nicht damit, die Missstände zu dokumentieren. Sie fordern die Konzerne wie H&M auf, Verantwortung zu übernehmen für ihre Mitarbeitenden und kämpfen zusammen mit den Aktivistinnen und Aktivisten für gerechtere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

 

Sweatshop: Deadly Fashion. Regie: Joakim Kleven. Produktion: Syndicado, Norwegen. Dauer: 53 Minuten.

Die DVD des Films ist hier erhältlich.

 

Dieser Film sowie weitere Filme zu diesem Thema sind auf der Filmseite Multinationale Wirtschaft & Fairtrade aufgelistet.

Der monatliche Filmtipp wird von Filme für die Erde präsentiert. www.FILMEfürdieERDE.org ist die weltweit grösste Website zu Film und Nachhaltigkeit, mit über 100 Filmen, die direkt online angeschaut werden können.

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Seminar mit Bruce Lipton

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Die «neue» Biologie: Wie der Geist über die Gene triumphiert
Eine Renaissance in der Wissenschaft bringt eine wahrhaftige Revolution im Denken und Verstehen hervor, die so radikal ist, dass sie die Welt verändert. Der Zellbiologe und Bestsellerautor Bruce Lipton nimmt Dich am Seminar vom 23.10.17 mit auf eine Reise vom Mikrokosmos der Zellen in den Makrokosmos des Geistes.

Seminar mit Don J. Goewey
Von Stress zu radikalem Frieden: Durch Veränderung der Geisteshaltung stressfrei leben
Schon Ende Jahr stressfrei mit den Übungen dieses 2-Tages-Seminars 4.-5.11.17, basierend auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und der humanistischen Psychologie.

 

02. OKTOBER 2017 
VON:

  

Der illegalen Vogelwilderei das Handwerk legen

http://www.zeitpunkt.ch/

Chapeau für das Komitee gegen Vogelmord e.V

Jeden Herbst fliegen Milliarden von Zugvögeln aus ganz Europa nach Nordafrika, um dort zu überwintern. Die Reise ist lang und beschwerlich. 

Um sich ein kleines Fettpolster anzufressen, legen viele im Südosten Zyperns einen Zwischenhalt ein. Oft kostet das ihnen das Leben: Sie werden gewildert und als Delikatesse in einschlägigen Restaurants feilgeboten. Mit Schrotflinten oder riesigen Netzen holen sie die WildererInnen vom Himmel.

07. OKTOBER 2017 • VON TOBIAS SENNHAUSER

Wir sind dann mal da

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Zwei Menschen, zwei Rucksäcke, ein Weg – Sesto und Gabriele Castagnoli haben ihren Besitz verschenkt und das Pilgern zum Lebensinhalt gemacht. Dazu hätten sie den Mut nicht, sagen viele Menschen. Aber die Castagnolis fühlen sich so lebendig wie nie zuvor: Dabei haben sie schon einiges erlebt und auf die Reihe gebacht.
Sie folgen ihrem inneren Ruf: Sesto und Gabriele Castagnoli haben ihren Besitz auf zwei Rucksäcke reduziert und sind seit ­anderthalb Jahren auf einer «Pilgerschaft in die Gesellschaft». Foto: zvg

«Wir haben keine Botschaft», sagen Sesto und Gabriele Castagnoli übereinstimmend. Aber sie sind eine! Wenn ein Unternehmer mit 40 und eine Marketingfrau mit 20 Jahren Berufserfahrung ihr Hab und Gut verschenken und mit zwei Rucksäcken durch das Hier und Jetzt pilgern, dann ist das eine starke Ansage, wenn auch ohne Worte. Einfach so alles hinter sich lassen und in die Freiheit des Augenblicks hinaustreten, das möchten viele, schaffen aber wenige.
Sesto gab 2004 seine Tätigkeit als Unternehmer auf und gründete das World Spirit Forum WSF in Arosa, das parallel zum World Economic Forum stattfand und ein enormes Medienecho auslöste. Als sie das Konzept des Anlasses änderten und auf die Begegnung statt auf die spirituellen Grössen aus aller Welt ausrichteten, musste das WSF aus Kostengründen eingestellt werden. Sesto und Gabriele engagierten sich in der Folge vor allem als Berater.

Anfang 2015 wurde Sesto Senior Adviser für das Projekt «Green Faith in Action» der Stiftung «R20 Regions for Climate Change». Bei dem Projekt ging es um eine nachhaltige Gestaltung der Pilgerstätten der Welt. Da war pilgern die naheliegendste Art, an den Pariser Klimagipfel zu reisen. Dabei lernten Sesto und Gabriele die schwierige Lektion, dass man manchmal auch um etwas bitten muss. Geben ist eben seliger als nehmen. Jeden Abend mussten sie für eine Übernachtung an fremde Türen klopfen. «Das hat auf beiden Seiten Mut gebraucht», sagt Sesto, «zu klopfen und Fremden die Türe zu öffnen.»
Die Fussreise nach Paris war die Vorbereitung für die Pilgerschaft ohne zeitliche Begrenzung, die sie am 2. Februar 2016 begannen. Sie lösten ihre Wohnung auf, reduzierten ihren Besitz auf zwei Rucksäcke und stellten ihr Leben radikal um.

Ihre Art zu leben verstehen sie als «Pilgerschaft in die Gesellschaft» mit der Begegnung als zentralem Element. Wenn sie unterwegs sind, begegnen sich in erster Linie Menschen, nicht Funktionen, Rollen oder Kontostände, und das fühlt sich für Sesto und Gabriele so lebendig an wie nie zuvor. Sie werden eingeladen von Menschen, die sie im Café treffen, an Konferenzen oder im Internet und immer wieder an Freunde weiterempfohlen und lernen so viele kleine Paradiese kennen. Ihre Lebenshaltungskosten decken sie mit Spenden. «Es gibt unglaublich viele hilfsbereite Menschen da draussen», sagt Gabriele Castagnoli, der seit längerem seine beiden Hüften operieren sollte, aber den Weg der Selbstheilung gehen will.
Dieses Jahr wurden die beiden sogar nach Japan eingeladen, um dort auf einem Symposium für den internationalen Bewusstseinswandel zu sprechen. Ein Höhepunkt waren die Meditation und das Beten mit tausenden Menschen am Mount Fuji und eine wahre Flut von Einladungen zum Übernachten, die die beiden Pilger gar nicht alle in Anspruch nehmen konnten.

Es gibt zwar keine grossen Medienberichte mehr wie zu Zeiten des WSF. Aber unter dem Stichwort «Grüne Gedanken» ergeben sich immer wieder spontane Dialoge mit Gruppen an den Orten, an denen sie Station machen. Obwohl sie sich mit Ausnahme eines Blogs nicht um Publizität bemühen, sieht Sesto ihre Pilgerschaft als wirkungsvoller an als das World Spirit Forum. «Wenn du den Mut aufbringst, deinen Weg zu gehen, verändert sich die Welt», ist seine Erfahrung. Und Gabriele meint auf die Aufforderung, ihre Erfahrung in einem Satz zusammenzufassen: «Die Menschen sollen einfach losgehen.» Wenn wir uns führen lassen, brauchen wir uns um die Richtung offenbar keine Sorgen zu machen.

Der Blog von Gabriele Castagnoli: www.thegreenpilgrims.ch
Auf Facebook: Sesto Giovanni Castagnoli

Was uns heute bewegt

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Frau-Sein allein genügt nicht

Leila Dregger:
Frau-Sein allein genügt nicht – mein Weg als Aktivistin für Frieden und Liebe

edition Zeitpunkt, 2017. 196 Seiten
ISBN: 978-3-9523955-6-1
Fr. 19/€ 17

Die Macht der schwachen Strahlung

Cornelia Hesse-Honegger:
Die Macht der schwachen Strahlung – was uns die Atomindustrie verschweigt

edition Zeitpunkt, 2016. 232 Seiten
ISBN: 978-3-9523955-5-4.
Fr. 29/€ 26

Das Märchen vom Multitasking macht Frauen und Männer krank

http://www.zeitpunkt.ch/index.php/das-maerchen-vom-multitasking-macht-frauen-und-maenner-krank

Frauen müssen alles unter einen Hut bringen. Und Frauen können das auch. Erfolgreich in der Karriere, liebevolle Mutter, erotische Partnerin. So zumindest die landläufige Meinung. „Multitasking kann nicht funktionieren, wenn Frau sich nicht auf ihr Frau-Sein besinnt und auch mal ‚Nein‘ sagt.“ So lautet die klare Aussage einer der bekanntesten Frauenmotivatorinnen, der Autorin Daniela Hutter. Sie will, dass Frauen auch mal an sich selbst und Ihre eigenen Bedürfnisse denken und damit an ihr elementares Frau-Sein.
 

Fakt ist, dass immer mehr Mütter mit Kindern erwerbstätig sind. Drei Viertel aller Frauen zählen zu dieser Gruppe. „Wir Frauen tendieren dazu, alles perfekt machen zu wollen. Aber perfektes Multitasking gibt es nicht, das macht sowohl Frauen als auch Männer kaputt. Gelassenheit ist angesagt und eine Rückkehr zu den eigenen Wünschen. Mit einer gewissen Entspanntheit gegenüber den alltäglichen Problemen, gesundet auch die eigene Psyche wieder,“ so die Mutter von zwei Kindern, die als Unternehmerin, Vortragsreisende und Ehefrau die Anforderungen an die moderne Frau selbst sehr gut kennt.

Daniela Hutter ist Autorin des Bestsellers „Das Yin-Prinzip“ und ihre Online-Akademie war eine der ersten im deutschsprachigen Raum.

Frau muss und soll zu allererst Frau sein dürfen

„Frau-Sein bedeutet nicht, Putzen, Waschen, Arbeiten und auf das Kind aufpassen. Das kann es doch nicht gewesen sein. Frauen wollen mehr“ – dies war schon vor zehn Jahren eine der Grundüberlegungen, die sich die Bestseller-Autorin Daniela Hutter gestellt hat, weil sie selbst in dieser Tretmühle des Alltags gefangen war. Die Entscheidung, die sie damals getroffen hat, wurde auch zum Befreiungsschlag von tausenden Frauen, die seitdem die Bücher von Daniela Hutter gelesen haben und ihre Seminare und Webinar besucht haben.

Daniela Hutter will, dass Frauen ihr Leben nicht dem Zufall überlassen und sich einfach nur vom Alltag treiben lassen. Sie will, dass Frauen zu sich selbst finden und zu ihrer inneren weiblichen Stärke. „Man kann mit dem Alltag viel besser umgehen, wenn man mit sich und seinem Leben im Reinen ist. Dazu ist es notwendig, die eigenen weiblichen Stärken zu kennen und diese auch zu nutzen. Frau darf nicht versuchen, der toughere Mann zu sein, sondern Sie muss ihre weibliche Yin-Power nutzen. Egal, ob in der beruflichen Karriere, bei der Erziehung der Kinder oder im meist eher eintönigen Liebesleben. Frau kann bekommen, was sie will, wenn sie weiß wie sie ihr Frau-Sein richtig einsetzen kann.“ Der Yin-Faktor eröffnet Frauen neue Horizonte und stärkt sie für einen selbstbewussten und selbstbestimmten Lebensweg.

Die Live-Seminare und die Online-Akademie von Daniela Hutter bieten Frauen eine Fundgrube an Themen, und diesen Herbst finden auch Yin-Seminare in Kufstein, Salzburg, Wien, Stuttgart, Hamburg und in Sins in der Schweiz statt.

ZEITPUNKT.ch

mutig – feige

Ausgabenummer
151
Sep/
Okt 2017
An Lager
Ja

EditorialNur Mut!
Christoph Pfluger

Chapeau! Wir ziehen den Hut vor PanEco und der «Jane Goodall der Orang-Utans» Regina Frey, der Organisation umverkehR, dem Herrn der Bücher José Alberto Guitérrez und der Steuerbetrugsaufdeckerin S.B.

Was uns Mut macht sind die Unterstützer von Flüchtlingsfrauen in Damaskus, die Zapoteken-Gemeinschaft in einem Bergdorf Mexikos, Niki Roten und ihr Hilfswerk in Guatemala und Politiker, die für den Frieden meditieren.

 

mutig | feige?
Mut: der Weg zum Glück? – philosophische Überlegungen in Zeiten der Ungewissheit
Klaus Petrus

alles lesen … http://www.zeitpunkt.ch/aktuelle-ausgabe

Endlich: Ein wissenschaftsbasierter Friedensansatz

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Weltfriedensgipfel der «Global Union of Scientists for Peace» 14./15. Juni in Kiew.

Von: Franz Rutz

Kriege entstehen im Kopf… Was lange bestenfalls als weiser philosophischer Satz galt, scheint sich immer mehr auf der wissenschaftlichen Ebene zu bewahrheiten. Nicht nur das: Umsetzungen dieser Erkenntnisse zeigen in jahrelangen Praxistests erstaunliche Ergebnisse, auf individueller und sozialer Ebene. Sie sind darum der neue Ausgangspunkt, die veralteten Konzepte zu Krieg und Terror in unseren Köpfen aufzuweichen.

Dies war der Grund, dass sich Mitte Juni eben gerade eine wissenschaftliche und nicht eine politische Elite zu einem Friedensgipfel in Kiew traf. In der Ukraine darum, weil diese einerseits den grossen politisch-wirtschaftlichen Spannungsknoten zwischen Ost und West darstellt. Andererseits aber auch, weil einer der einflussreichsten Generäle in diesem Land, Vasyl Krutov, die Vertreter der «Global Union of Scientists for Peace» GUSP dazu eingeladen hatte (siehe GUSP-Direktorium auf https://www.gusp.org/de/). Rund 600 Wissenschaftler, Bildungsexperten und Politiker aus 21 Ländern kamen, über Dutzende von Medien-Kanälen wurden die News dazu verbreitet.

«Krieg und Terror zerstören unser Volk – wir müssen alles unternehmen, um über unsere politische Gesinnungen hinaus wachsen zu können. Die Wissenschaft zeigt uns neue Wege dazu», das eines der Statements des 3-Sterne-Generals.

An der zweitägigen Konferenz zeigten Wissenschaftler, wie individueller Stress gehirnphysiologische Notfallprogramme im Einzelnen auslöst. Diese erzeugen die typischen Verhaltensmuster von Angst, Aggression oder Depression. Der Mensch, genetisch grundsätzlich zum sozialen Wesen bestimmt, degradiert damit zum«Stress-Roboter». Verdichtet sich individueller Stress zu Rivalitäten zwischen Gruppen und Völkern, sind das Resultat gesellschaftliche Konflikte, Krieg und Terror.

Die neue Friedensstrategie verfolgt darum einen neurowissenschaftlichen Ansatz zum Frieden (BBAP – Brain-Based Approach to Peace). Sie wird bereits in hunderten von Schulen erfolgreich eingesetzt. Es sind Strategien, die den Stressmodus im Gehirn des Einzelnen umkehren. Dazu kommen Technologien, die den kollektiven Stress in der Gesellschaft als Ganzes reduzieren, wie wissenschaftliche Feldversuche gezeigt haben.

Zu Wort kamen neben Repräsentanten aus verschiedensten Wissenschaftsbereichen auch jene Pioniere, welche die evidenzbasierten Programme zur kollektiven Stressreduktion erfolgreich einsetzten oder es immer noch tun: der ehemalige Ministerpräsident von Mozambique, Joachim Chissano; der jetzige Friedens-Nobelpreisträger und Präsident von Kolumbien, Juan Manuel Santos; Schulverantwortliche der öffentlichen Schulen von San Francisco und Chicago; hohe Militärs aus USA, Mittel- und Südamerika. BBAP hat inzwischen weltweit in über 20 Ländern Einzug im Bereich von Bildung und Militär gehalten.

Die Ukraine hat vor zwei Jahren begonnen, diese BBAP-Programme einzuführen. Sie umfasst Übungen in Transzendentaler Meditation, individuell und in Gruppen. Unterstützt werden sie dabei von den beiden Universitäten des Landes. Die Resultate sind so vielversprechend, dass die Programme nun ausgeweitet werden.

Meine Teilnahme am Friedensgipfel hat meine Zuversicht weiter genährt: Wenn sich alte Konzepte zu relativieren beginnen, ist der Weg offen, für einen nächsten Evolutionsschritt in der Menschheit. Unbeirrte Pioniere sind die Wegbereiter.

Franz Rutz hat am Friedensgipfel der GUSP vom 14. und 15. Juni 2017 in Kiew teilgenommen.

Website GUSP: https://www.gusp.org/de/

Montag, 24. Juli 2017

 


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Grossmütter-Revolution: im Spannungsfeld zwischen privat und politisch

http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/grossmuetter-revolution-im-spannungsfeld-zwischen-privat-und-politisch.html

Von: Marie-Louise Barben

Meine erste Demo war eine 8.-März-Demo zum Frauentag, wohl Ende 1970er Jahre. Jetzt gehen wir, die Aktivistinnen der GrossmütterRevolution, auf die Strasse: Wir wollen selbstbewusst und bunt Bewusstsein schaffen für ein ernstes Thema: das hohe Alter.Hochaltrigkeit ist eine Folge unserer Wohlstandsgesellschaft und somit ein Erfolg. Lasst uns das würdigen, anstatt darüber zu jammern. Und kümmern wir uns mit Augenmass und Empathie um diejenigen Menschen, die Unterstützung, Pflege und Zuwendung brauchen. Mit Geld allein ist es nicht getan.

1959, ich war gerade zwanzig, lehnten die Schweizer Männer zu meinem Entsetzen das Frauenstimmrecht ab. Als es 1971 angenommen wurde, war ich mit drei kleinen Kindern zuhause. 1983 begann ich mit 45 ein Unistudium. Nach dessen Abschluss konnte ich die Fachstelle für Gleichstellung im Kanton Bern aufbauen und zehn intensive Jahre lang leiten. Bereits im Rentenalter machte ich ein Evaluationsstudium und arbeitete noch acht Jahre selbständig. Die erste Zukunftskonferenz der GrossmütterRevolution 2010 kam dann gerade recht. Seit damals bin ich eine begeisterte Mitstreiterin.

Wir engagieren uns dort mit Themen, die uns als Frauen im Alter betreffen. Zugleich sind es gesellschaftspolitische Fragen von höchster Brisanz.

Bis heute bin ich aktiv in der Manifestgruppe, die sich mit aktuellen (alters)politischen Fragen befasst und das GrossmütterManifest, zwei Studien und das Manifest zum hohen Alter verfasst hat. Letzteres gab uns den Impuls zur Demo am 2. September in Bern.

Komm mit nach Bern! Auch du wirst einmal alt!

«Das Alter ist uns teuer»

Wir setzen uns ein für eine gutes Leben im Alter

Wir wollen Zuwendung statt Demokratie

Alt für Jung & Jung für Alt

Samstag, 2. September 2017

14–16 Uhr, Waisenhausplatz in Bern

Setzt einen bunten Hut auf, nehmt Familie, Freundinnen und Freunde mit!

Programm und weitere Infos: www.grossmuetter.ch

Die GrossmütterRevolution wird unterstützt vom Migros-Kulturprozent.

Dienstag, 01. August 2017

 


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Freihandel: Es gibt hunderte von Alternativen

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Gemeinsam statt Einsam – gegen Freihandel im Dienste multinationaler Konzerne

Tagung zum Welternährungstag vom 14.10.17, 10-16Uhr, an der FHNW in Olten.

 

Von: Redaktion

Mehr als eine Milliarde Menschen leiden an Hunger, Mangel- und Unterernährung mit all ihren bitteren Folgen. Primär ist dies die Folge westlicher Machtpolitik und wirtschaftlicher Interessen, mit denen die Länder des Südens ausgebeutet werden. Dabei spielt der Freihandel eine zentrale Rolle. Investoren haben zudem riesige Anbaugebiete zusammengerafft, oft verbunden mit der Vertreibung ansässiger Kleinbauern, denen jetzt der Zugang zu fruchtbarem Land fehlt.«There is no alternative» (TINA) zu diesem Wirtschaftssystem, behauptete Margreth Thatcher in den 80er Jahren. Das ist längst tausendfach widerlegt: Es gibt unzählige erfolgreiche Alternativen. Mit einigen davon befasst sich die Tagung «Gemeinsam statt einsam – gegen Freihandel im Dienste multinationaler Konzerne» vom 14. Oktober, dem Welternährungstag in Olten. Mit Vorträgen von Mathias Binswanger, Tina Goethe und Silke Helferich, der Vorstellung verschiedenen Commons-Projekten und einer Podiumsdiskussion.

Gemeinsam statt Einsam – gegen Freihandel im Dienste multinationaler Konzerne

Tagung am 14.10.17, 10-16Uhr, an der FHNW in Olten. Das detaillierte Programm ist auf agrarinfo.ch aufgeschaltet.

agrarinfo.ch/veranstaltungshinweise/

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind erwünscht und Rückfragen willkommen an gemeinsam.statt.einsam@agrarinfo.ch

Mittwoch, 02. August 2017

 


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