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Für eine Globalisierung der Menschlichkeit: das Sommer WEFF in Davos — ZEITPUNKT.ch

Liebe Leserinnen und Leser

In Davos kann man sich nicht nur treffen, um ewiges Wachstum zu planen (z.B. am World Economic Forum), sondern auch die Globalisierung der Menschlichkeit. Dies ist die Idee meines guten Freundes Alec Gagneux. Deshalb organisiert der Solaraktivist und Entwicklungspionier für alle, die für die Grenzen des Wachstums, für die Erde, für Frieden und Freiheit einstehen das Sommer WEFF.

Am 24. und 25. August kommen mutige Pioniere nach Davos, u.a. der IWF- und Finanzexperte Ernst Wolff, Christian Kreiß, Professor für Finanzierung und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Aalen, Franziska Herren, Initiantin der Trinkwasserinitiative, der Journalist Helmut Scheben (ex SRF), der ehemalige Vizekanzler Oswald Sigg, der die Mikrosteuer-Initiative vorstellt und der Satiriker Andreas Thiel mit einem Versuch, das Glück im Kapitalismus zu finden.
Ich selber stelle die «Strategie der friedlichen Umwälzung» vor, die im September als Buch erscheint.

Was sich Alec Gagneux mit dem Sommer WEFF wünscht, erklärt er in diesem kurzen Interview:

Ich freue mich, wenn Sie nach Davos kommen und eine neue Tradition begründen, eine Art Gipfeltreffen für die Globalisierung der Menschlichkeit. Die Kosten werden durch freie Beiträge gedeckt. Hier finden Sie weitere Informationen und das Anmeldeformular: http://www.weff.ch

Wenn Sie ein eigenes Projekt vorstellen möchten, stehen Infotische für Informationsmaterial zur Verfügung. Es muss allerdings selber gebracht werden. Wir möchten Menschen, nicht einfach nur Papier.

Noch eine Information zum Zeitpunkt-Abo: Die Ausgabe 162, ein «Best of» aus 27 Jahren Zeitpunkt unter dem Titel «Was bleibt!?» wird am 15. August ausgeliefert, also etwas verspätet. Der Versand der Nummer 163, der ersten Ausgabe nach dem neuen Konzept, erfolgt dann im September.

Ich freue mich zusammen mit Alec Gagneux und den vielen Helferinnen und Helfern, möglichst viele von Euch am 24./25. August in Davos für zwei inspirierende Tage des Netzwerkens zu treffen und wünsche Ihnen bis dahin entspannende Sommertage.

mit herzlichem Gruss

Christoph Pfluger, Herausgeber

Neu im Zeitpunkt-Infoportal


Der Weg des wahren Mannes
Er ist bekannt für Tabubrüche und unbequeme Wahrheiten: David Deida schlachtet heilige Kühe und räumt auf mit Geschlechterklischees. Sein spiritueller Wegweiser für Männer ist auch für Frauen lesenswert.

Eine Bank mit 49 Billionen Dollar Derivat-Verbindlichkeiten schmilzt vor unseren Augen dahin

Was die Massenentlassungen bei der Deutschen Bank bedeuten.

Vielfalt schafft stabile Systeme
Das Ziel der Permakultur ist es, stabile Systeme zu erschaffen, die sich selbst regulieren und unterhalten. Das funktioniert – nicht nur im Garten, sondern auch in sozialen Gemeinschaften.
1. Nationale Landsgemeinde fürs Klima
Möglichst bald netto Null Treibhausgas-­Emissionen: Das ist das Ziel der 1. Nationalen Landsgemeinde fürs Klima am 1. August im Mittelpunkt der Schweiz auf Alp Aelggi (OW). Dazu laden die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU), Ärzte für soziale Verantwortung (PSR/IPPNW), SONNEschweiz und sun21 die Zivilgesellschaft ein.
Meere schützen im Urlaub
Sie wollen verreisen? Ans Meer? Der Schutz der Ozeane beginnt beim Kofferpacken – mit vier einfachen Tipps von OceanCare.

Was Kinder wirklich brauchen
Vielen Eltern befassen sich mehr mit ihrem Smartphone als mit ihren Kindern. Was können wir tun?

Schöne Scheisse – jetzt an vielen Open airs
Komposttoiletten lösen zwei grosse Probleme: die fehlenden Sanitäranlagen für Milliarden von Menschen und die Verschwendung von Nährstoffen durch die Wasserspülung.

Ferienlektüre für Changemaker
Glück anstatt Konsum; Food saving anstatt Verschwendung; selber denken anstatt kollektive Trance; erdverträglich leben anstatt verbrannte Erde hinterlassen: Unsere 9 Lesetipps für Ferientage.

Im Land der Architektinnen
Architektur ist eine Männerdomäne, ausser in Havanna. Architektinnen und Ingenieurinnen verleihen der Metropole ein neues Gesicht. Ein Forschungsprojekt gibt Einblick in das Wirken kubanischer Frauen.

Wohin die Vollgeld-Energie fliesst
Ein Jahr nach der Abstimmung über die Vollgeld-Initiative stellen die Initianten ihre Aktivitäten für die Zukunft vor.

Ein Appell an die Jugend und an alle anderen
Wenn der Einsatz der Jugend und die Erfahrung einer immer noch radikalen und aktiven älteren Generation zusammenkommen, kann viel geschehen. Ein Appell von Dr. Dieter Duhm, Mitbegründer von Tamera.

Warum arbeiten wir so viel?
Wir schuften 40 Stunden pro Woche, 40 Jahre lang, und freuen uns auf die Pensionierung, damit wir endlich tun können, was wir gerne tun: Sieht so ein erfülltes Leben aus?

Hinweise

aus verschiedenen Quellen
Das Essen der Zukunft

In den nächsten Monaten entsteht mit der Genossenschaft «Die Cuisine» in Altstetten ein kollaborativer Ort für Projekte rund um nachhaltigen Lebensstil. Es soll hier eine lebendige Umgebung gestaltet werden, die Menschen rund ums Essen inspiriert und begeistert. 15 Genossenschafter/innen sind bereits an Bord – und weitere sind willkommen.

Mehr Infos: https://www.diecuisine.ch/

ZeroWaste: Besser leben mit weniger Ballast

Herr und Frau Schweizer produzieren über 700 Kilo Abfall pro Jahr. Knapp die Hälfte davon wird rezykliert – aber den grössten Beitrag leistet, wer Dinge gar nicht erst kauft oder auf die Verpackung verzichtet. Der Verein «ZeroWaste Switzerland» gibt auf seiner Website viele praktische Tipps dazu, wie Abfall vermieden wird und wie man Dinge für den täglichen Gebrauch leicht selber machen kann.

Mehr Infos: https://zerowasteswitzerland.ch/de/

NOCH VIELE HELFENDE HÄNDE FÜR UNSER FESTIVAL GESUCHT!

«Filme für die Erde» sucht für das Festival vom 20. September noch helfenden Hände als Eventmanager*in, Helfer*in, Moderator*in, Fotograf*in, Film-DJ oder Food and Beverage Manager*in an verschiedenen Festivalstandorten.

Infos und Anmeldung

8. Bewusstseins-Symposium
mit Pionierinnen und Pioniere der Neuen Zeit, Samstag 10. August 2019 im Kongresshaus Davos
mit Anet Janik CY,  Prof. Dr. Ralf Otterpohl DE, Dipl. Ing. Madjid Abdellazis, Saint von Lux CH. (Details)
Was kann ich tun, damit diese Welt zu einem friedlichen Zuhause für alle wird?

Das soziale Netzwerk DumondaMe (im Aufbau) will die wichtigsten Fragen unserer Zeit mit Antworten aus der Community verknüpfen. Wie das geht und wieviel Geld es dazu noch braucht, zeigt das Video auf der Crowdfunding-Plattform wemakeit. Dumondame wird, wie wir festgestellt haben, von etlichen Zeitpunkt-Abonnenten unterstützt.

https://wemakeit.com/projects/dumondame

https://www.dumonda.me

Slow Food auf dem Hof Waldenstein

Der Hof Waldenstein im solothurnischen Faltenjura bewirtschaftet seit über dreissig Jahren seine kargen und unwegsamen Parzellen unter dem Vorzeichen der Biodiversität. Am Samstag, 27. Juli, führt Mitarbeiter Patrick Rohner Interessierte über den Hof. Dauer inkl. Hofdegustation: zirka drei Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Samstag, 27. Juli 2019, 12.30 bis 16.30 Uhr

Hof Waldenstein, 4229 Beinwil/SO (Google Map)

Anmeldung bis Mittwoch, 24. Juli, an basel(at)slowfood.ch

Mehr Infos: http://www.slowfoodyouth.ch/agenda/2019/7/27/biodiversitt-als-landwirtschaft

 

Summer-Camp Global Ecovillage Network – Suisse�

31.Juli – 4. August im Herzfeld Sennrüti

Sennrütistrasse 23, 9113 Degersheim

Gemeinschaftsprojekte als gelebte, lokale Antwort auf die globalen Herausforderungen.

Überall in der Schweiz gibt es Menschen, die sich täglich für einen positiven Wandel einsetzen. Es existieren unzählige Grassroot-Projekte. Diese und alle Interessierte ladet Global Ecovillage Network (GEN)-Suisse ein, sich am Summer Camp zu vernetzen.

Infos und Anmeldung

Cinema Sud tourt in der Deutschschweiz

Cinema Sud, das mobile, solarbetriebene Open-Air-Kino von Helvetas macht ab 2. August in 14 Städten der Deutschschweiz Halt. Gezeigt werden renommierte Filme aus dem globalen Süden, aktuell aus Kenia und aus der Türkei. Der Besuch ist kostenlos; Sitzgelegenheiten nimmt jede/r selber mit.

Zum Tourneeplan mit allen Infos: https://www.helvetas.org/de/schweiz/wer-wir-sind/veranstaltungen/film-vorstellungen/cinema-sud

Die Bibel ist voller Wunder- und Heilungsgeschichten. Aber die Reformierte Kirche gilt nicht gerade als Ort florierender Spiritualität oder körperlichen Wohlbefindens. Was hat es mit Geistigem Heilen auf sich? Hokuspokus und Scharlatanerie? Oder ein wichtiges Thema religiösen Lebens und Erlebens?

Dazu ein Gespräch von Dr. Stefan Jütte mit dem Theologen, Autor und Geistheiler

Matthias A. Weiss.

https://invidio.us/watch?v=yeEey3X7Tgo

AHV und/oder Grundeinkommen? Podiumsgespräch und Diskussion

Mit

• Prof. Dr. Ueli Mäder, em. Professor für Soziologie an der Uni Basel

• Daniel Häni, als Vertreter des bedingungslosen Grundeinkommens

• Dominique Lüdi, Moderatorin

Mittwoch, 21. August 2019, 19:30 Uhr, Freie Gemeinschaftsbank, Saal im Erdgeschoss

Meret Oppenheim-Strasse 10, Basel (Nähe Bahnhof SBB).

https://integrale-politik.ch/event/ahv-und-oder-grundeinkommen/

Fossil Phaseout Congress

Fachtagung der Schweiz. Energiestiftung, 30. September 2019, Technopark Zürich

Der Fossil Phaseout Congress nimmt sich der Frage an, wie wir konkret und innert nützlicher Frist aus den fossilen Energien Öl, Gas und Kohle aussteigen. Wo können wir diese durch Alternativen ersetzen und wo nicht? Wie können wir als Gesellschaft fossilfrei leben? Und was muss die Politik leisten? » Anmeldung und weitere Informationen. http://www.energiestiftung.ch/fachtagung19

Gesucht: grosses Haus in Zürich

Die Jupiterhaus-Gemeinschaft in Zürich verliert ihre 18-Zimmer-Villa, die 23 Luxus-Eigentumswohnungen Platz machen muss.

Das Mehrgenerationen- wohn- und Arbeitsprojekt mit 14 Bewohnern zwischen 18 und 60 Jahren sucht auf Ende September in Zürich eine neue Bleibe mit 15 bis 30 Zimmern sowie Gewerberäumen (70 bis 100m). https://jupiterhaus.ch

Kleinanzeigen

Ferien/Unterkünfte

Ferien auf Biobauernhof in der Natur mit Pferden, Eseln, Hasen Ziegen und viel Platz zum Spielen.www.casalabarca.it

CH-Tessin, wildromantische Obst- & Garten-Oase im Kastanienwald. 30 Min. zu Fuss/einfach & günstig, 1-15 Pers. Tel. +41 077 427 16 43. http://www.meraggia.ch

Achtsam reisen – milder Herbst. Innehalten, Entschleunigen, Stille, Wandern, Kreativ sein, Yoga, Ayurveda, Qi Gong, Pilates…. Individuell oder in der Gruppe – am Meer und in den Bergen. Auch für Alleinreisende. http://www.inspiration-reisen.ch

Ligurien, Golf von La Spezia, geräumige Villa mit Schlafgelegenheit für bis 6 Erwachsene. Mitten im Olivenhain, direkt am Meer (über mehrere Treppen Badebuchten in 5 Min. erreichbar).www.villailboschetto.ch061 382 52 93

Die ertägliche Leichtigkeit des Seins im Naturschutzgebiet in der Algarve. Dies findet ihr bei uns auf Quintamar – Ruhe und Entschleunigung statt Hotelburgen und Partystrände. An unserem natürlichen Schwimmteich sitzen, entspannt den Fröschen lauschen und den Blick über die Landschaft mit den Mandel- und Olivenbäumen schweifen lassen. In der Ferne ist das Rauschen des Meeres hörbar. Quintamr steht für familien- und kinderfreundliche Ferien. Mehr dazu hier: http://www.quintamar.com/de

Das «etwas andere» Albergo im Herzen des Malcantone! Wandern im wildromantischen Wandergebiet und Baden im nahen Felsenschwimmbecken. http://www.casa-santo-stefano.ch, 091 609 19 35

Ruhe in der Natur, 06. – 12. Oktober 2019, Casa Civetta – Maggiatal. Wanderungen im Schweigen, Körper- und Atemübungen, Meditation, Focusing. Abende gemütlich am Cheminéefeuer. info@casacivetta.ch

Vom 4.-10. August 2019 findet im Taminatal die Wandern & Sein Woche statt. Wanderungen in der berühmten Tektonikarena Sardona. Spaziergänge durch lauschige Bergheiden, lichte Wälder und über rauschende Bäche. Eintauchen in die Tiefe einer Schlucht mit einem alten Badehaus. Hoch oben auf der Alp die Wildblumen bestaunen und ein frisches Alpjoghurt geniessen oder einfach nur Sein. http://www.wirk-statt.com

Gesundheit

Nachhaltige Menstruationsprodukte für blutende Göttinnen und kluge Alltags-Sachen für bewusste Erdlinge. http://www.purpurtage.ch

Hypnose-CD: Besser schlafen 071 422 74 15 gesundheitspraxis-andres.ch/hypnose-cd

Klangliege / Klangmassage zum kennen lernen 15 Min. à 20.00 http://www.klangmassage-basel.ch Kohlenberg 11 Basel

Helfen

Lebensberatung und Homöopathie. Unterstützung für Sie, durch erfahrene Dipl. Therapeutin. Einfühlsam und effektiv. 079 198 01 71 / Fr. 2.- Min. / KK www. homeopathiepraxis.ch

Kontakte

Erzähl Mahl – die etwas tiefgründigere Art neue Menschen kennen zu lernen.Termine und Infos: http://www.wirklich-begegnen.ch

Kurse/Seminare

Tango Argentino 50plus, Workshop am 7./8. September in Basel, www.tango50plus.ch, 079 470 61 49

Von Duftwässern und ihren Geheimnissen mit Renato Strassmann. Im Kurs werden wichtige Techniken zur Gewinnung von Duftwässern gelernt sowie ihre Eigenschaften und Wirkungsweise vorgestellt. Im Zentrum dabei – die Rose. Schweibenalp, 26.- 28. Juli. 033 952 20 00, http://www.alpine-permakultur.ch

Wald – die andere Begegnung. Der erfahrene Forstwart und Waldmystiker Sam Hess weiht die Teilnehmer an diesem Tag in die Geheimnisse rund um Naturwesen und die Heilkraft des Waldes ein. Schweibenalp, 7. September 2019, 033 952 20 00, http://www.alpine-permakultur.ch

Rückkehr der Ahnfrauen. Frauen-Körpermalen Ferienwoche mit Sabine Kapfer. Für Frauen um 50 bis 100 Jahre. Vom Mo 22. – Fr. 26.7. im schönen Berner Mittelland. Tel. 062 968 01 67. http://www.lebensausdruck.ch

Verkaufen

Bijou zu verkaufen: Camper VW T4 2.4D Syncro, Jg. 97, Weiss, Diesel, mit Schrägdach und Dachfenster, Küche und Tisch eingebaut. Schlafplatz für 4 Pers., 4 Alufelgen, frisch ab Kontrolle. Kontakt über: ursiaeschu@yahoo.com

Zu verkaufen ab Platz Bern: roter Opel Astra CNG Caravan. Naturgas-Antrieb, plus Reservetank für bleifreies Benzin. geprüft Aug. 2018 172’000km JG 2003, kürzlich ersetzt: Kupplung, Alternator, Batterie. Typ: 10A849, 8 fache Bereifung, unfallfrei. CHF 2’800.-
Tel: +41 (0) 79 206 05 81 e-mail: th.schori@vtxmail.ch“

Piemont – Realisierbarer Traum vom Landhaus auf Hügel mit Weitsicht. 3 schöne Wohnungen, 2 Hekt. Land. Ort der Ruhe und Kraft. Ideal für Selbstversorgung, Tierhaltung, Zimmer/Wohnungsvermietung. Verkaufe mein Juwel im Piemont für 360’000 Euro (verhandelbar). Schau es an: http://www.casacreavita.ch- susannaknutti@sunrise.ch  076 382 07 03

Verschiedenes

Steinformen. http://www.gcocco.ch

Führung durch die Alpine Permakultur Schweibenalp. Wir laden herzlich ein unsere Permakulturgärten zu entdecken! Sa 14. Sept, Sa 12. Okt. CHF 28/Pers. Kids ab 12 J. 50%. Sa 17. Aug. Tag der offenen Gärten. 033 952 20 00, http://www.alpine-permakultur.ch

Entdecken Sie die Alpine Permakukltur Schweibenalp auf einer Führung durch unsere Gärten und Landschaft. Daneben haben Sie die Gelegenheit, unsere grosse Auswahl an Kräuter-, Heil- und Wildpflanzen, Gemüsesetzlingen, Saatgut sowie Kräuterprodukten kennenzulernen. Das Team freut sich auf einen spannenden Austausch mit Ihnen!Schweibenalp, Sa 17. Oktober, ganztags. 033 952 20 00, http://www.alpine-permakultur.ch.

Kleine Plantage mit 2 grossen Gewaechshaeusern und Wohnmoeglichkeit im sued-piemont zu vermieten.Tel.0039 3387545393

Livemusik für Ihr Fest: Evergreens aus Pop, Rock, Country – http://www.skarabaeus-music.ch“

Weiter-/Persönlichkeitsbildung

Ein Jahr berufsbegleitend deine zeitgemäss praktizierte Ritualgestaltung ausbilden und in dein Leben integrieren. Ab 21. September. Info: lebensausdruck.ch Tel 062 968 01 67

Geistiges Heilen und Medialität. Die Fachschule für Medialität bietet Ihnen eine grundlegende und seriöse Schulung der Medialität an, basierend auf der Tradition der klassischen englischen Medienschulung:
– 1 1/2-jährige berufsbegleitende Grundausbildung Geistiges Heilen und Medialität. Nächster Start: 27.10.19
– Einführungskurs Sensitivität / Medialität: 4 Samstage
– Zirkel für mentale Medialität
– Weiterbildungsseminare
Infos und Details unter http://www.fachschulemedialitaet.ch“

Versöhnung und Dankbarkeit: Das ist Naikan! Während einer Woche wird im Naikan sein Leben in vorgegebenen Zeitabschnitten in Bezug auf einzelne Personen oder Themen betrachtet. Dies geschieht in Stille, ohne Kommunikation unter den Teilnehmern und geleitet durch drei Fragen:
Was hat die Person für mich getan?
Was habe ich für die Person getan?
Welche Schwierigkeiten habe ich der Person bereitet?
http://www.naikanschweiz.ch

Wohnen

Schwarzwald b.Basel & weltweit: Beratung Seminare Immobilien Bücher Filme Rundbrief für Gemeinschaftssuche/-gründung. Festivals mit Gemeinschaften, GründerInnen & Interessierten jährlich 28.12.-2.1. in Taunus-Gemeinschaft +Sommer 2020 Bodensee oekodorf@gemeinschaften.de 0049 7764 933999

Bücher für die nächste Welt

«Frau-Sein allein genügt nicht» die ungekürzten Erfahrungen von Leila Dregger als Aktivistin für Frieden und Liebe

«Unverblümt», die aphoristische Denkprosa von Erwin Schatzmann, die auch in kleinen Häppchen enorm anregend wirkt

Wenn Sie noch ein paar Argumente für die Energiewende brauchen:
«Die Macht der schwachen Strahlung», Cornelia Hesses eindrücklich illustrierte Schilderung von dem, was uns die Atomindustrie verschweigt

«Das nächste Geld», für das ich selber meine ganze Schreibkunst mobilisiert habe, um Sie aus den zehn Fallgruben des Geldsystems zu führen.
Manchmal ist es hilfreich, die Probleme zu kennen, bevor sie einem auf den Kopf fallen.

«Das AntWort – die Wahrheit des Absurden», das Buch von Anton Brüschweiler hat einen guten Start erlebt. Rund 600 Exemplare dieser humoristischen Textsammlung haben in den letzten Wochen Leser gefunden. Hier können Sie in dem Buch blättern. Die edition zeitpunkt hat vom Autor die Erlaubnis, dieses Buch ausdrücklich auch als Lektüre für das stille Örtchen anzupreisen. Wenn das keine Empfehlung ist!

Geld-Magazin, Österreich:
«Christoph Pfluger ist wohl eines der besten Bücher zum Thema ‹Geld› gelungen. Wer es liest, versteht, was Sache ist.»

Christoph Pfluger: Das nächste Geld – die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden. 2. rev. Aufl., 2016. 252 Seiten, Fr. 23.-/€ 21.- (hier bestellen)

Veränderungen kann man nicht bestellen,
aber die Anregungen dazu.

Wer den Zeitpunkt für ein Jahr abonniert, bezahlt, was er will. (Hier bestellen).

Den Zeitpunkt verschenken: (Bestellformular für Geschankabos)

Schnupperabo (3 Ausgaben für Fr. 20.–, null Risiko), Bestellformular

Postadresse:
Zeitpunkt

Werkhofstrasse 19

Solothurn 4500

Switzerland
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Kluge Landwirtschaft: Portugal trotzt der Wüste — ZEITPUNKT

http://www.zeitpunkt.ch/kluge-landwirtschaft-portugal-trotzt-der-wueste

Im heissen Sommer wird selbst hierzulande das Wasser knapp. Wie Böden auch ohne aufwändige künstliche Bewässerung fruchtbar bleiben, zeigen zwei Beispiele in Portugal.
Küstenlandschaft in Portugal aus der Vogelschau, Meer mit Brandung und mehrere kleine Häuser mit roten Dächern auf dem Land
Sonnenstube Portugal: Hitze und Trockenheit sind die Kehrseite der Medaille. (Bild: Alex Bykov on Unsplash)

Permakultur, Agro-Forstwirtschaft, syntropische Landwirtschaft: Sie alle sind Bewirtschaftungsformen, die sich an natürlichen Prozessen orientieren und dabei gute Erträge generieren. Sie werden auch erfolgreich dort angewendet, wo angeblich nichts mehr grünt und blüht – zum Beispiel im Süden Europas, wo die Gefahr der Wüstenbildung wächst.

7000 Personen leben in Mértola im Südosten Portugals. Hier wollen engagierte Menschen eine Bewirtschaftungsform entwickeln, die dem Boden und dem veränderten Klima angepasst ist. Langfristig sollen rund um Mértola 550 Hektaren Boden regeneriert werden. Das Ziel ist der Aufbau einer regionalen Versorgung mit gesunden Lebensmitteln sowie ein ökonomisches, ökologisches und soziales Netzwerk.

Eine besondere Herausforderung ist die Etablierung von Mischkulturen mit Bäumen und mehrjährigen Pflanzen ohne künstliche Wasserzufuhr. Das entscheidende Wissen dazu liefert ein Schweizer: Ernst Götsch, ehemals Agronom am Eidgenössischen Institut für Pflanzenbau in Zürich, hat ein System entwickelt, um ausgelaugte Böden in tropischen Ländern zu regenerieren. Er nennt diese Form der Agro-Forstwirtschaft «syntropischen Landwirtschaft». Die bezeichnet das Zusammenwirken der Gewächse und den Aufbau einer komplexen Ordnung, die natürlichen Prozessen entspricht und den Boden bereichert anstatt verarmen lässt.

Der Infosperber war vor Ort und berichtet in diesem Artikel ausführlich über das Projekt in Mértola.

Permakultur in Tamera

1995 gegründet, gilt die Arbeits- und Lebensgemeinschaft Tamera in Alentejo, Portugal, als Friedensforschungszentrum. Rund 170 Menschen leben dort; Gäste und Volontäre sind willkommen. Hier hat der europäische Pionier der Permakultur Sepp Holzer ein Paradies angelegt, das mitten in der Wüste liegt.

Insgesamt fallen hier jährlich gut 500 Millimeter Regen – eigentlich genügend, wenn nicht alles auf einmal käme. Wenn 100 Millimeter in wenigen Stunden fallen, braucht es extrem aufnahmefähige Böden und Rückhaltebecken für temporäre Überschüsse.

Permakultur beginnt mit dem Wassermanagement. Wasser ist das Allerwichtigste – denn ohne Wasser gibt es kein Leben. Das ist aber längst nicht alles: Das Ziel der Permakultur ist die Schaffung stabiler Systeme, die sich weitestgehend selbst regulieren. In Tamera funktioniert das ausgezeichnet: Die Farm hat sich innerhalb von zehn Jahren zu einer der fruchtbarsten im Land entwickelt – trotz der südlichen Lage.

Vermehrt heisse und trockene Sommer lassen auch Schweizer Bauern und Gärtner über Wassermanagement nachdenken. Ein Grundsatz der Permakultur lautet, dass es keine offenen und ungeschützten Flächen gibt. Es gilt: Komplette Bodenbedeckung das ganze Jahr, die so genannten Schattengare. Dadurch verlieren Böden nicht nur weniger Feuchtigkeit, sondern es wird auch weniger Humus abgetragen, beispielsweise durch Wind und Wasser. Und Humus wiederum ist ein wichtiger Speicher für CO2.

MEHR DAZU

Die Wasser-Retentionslandschaft von Tamera (Video, 12.28 Min.)
Akademie für Permakulturgestaltung mit Kursen in der Schweiz
Dossier Landwirtschaft bei Infosperber

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Quellen: Infosperber, Delinat

Chapeau für Aviv Geffen — ZEITPUNKT

http://www.zeitpunkt.ch/chapeau-fuer-aviv-geffen

Der Sänger gegen die Apartheid in Israel
(Foto: Wikimedia Commons)

Er war der letzte Mensch, der Yitzak Rabin umarmte. Dann drang der Attentäter auf die Bühne und erschoss den israelischen Friedenspremier. Die grosse Friedenskundgebung vom 4. November 1995 in Tel Aviv, die so tragisch endete, ist der entscheidende Wendepunkt im Leben von Aviv Geffen, dem androgynen israelischen Popstar, den ausserhalb des Landes nur wenige kennen. Keiner geisselt den Krieg, die Armee und die Apartheid in Israel so scharf und so eingängig, wie der Grossneffe von Moshe Dayan, dem Helden des Sechstagekrieges von 1967.

Er fordert die Mütter auf, ihre Kinder nicht mehr in den Krieg zu schicken. Er ist für den Rückzug aus den Siedlungen in den besetzten Gebieten, wo er selber (für ein TV-Programm) kurze Zeit gelebt hat und einem Mann begegnete, der den ganzen Tag mit der Waffe vor dem Haus auf Palästinenser wartete.

Künstler sollen sich um die Politik kümmern, gerade in Israel, sagt er. Er will, dass mehr Menschen gegen ihre Regierungen aufbegehren, auf die Bühne gehen und für Frieden beten und für Frieden kämpfen. Dass er eine solche Kraft in der arabischen Welt nicht sieht, macht ihn wütend. «Es sind Feiglinge», sagt er in seiner unverblümten Art.

Wer so scharf gegen den Hass auftritt und mit seiner Musik so viel Erfolg hat, bekommt den Hass selber zu spüren. Aviv Geffen erhält oft Morddrohungen, kann seine Haus nur mit Body Guards verlassen und trägt auf der Bühne oft eine schusssichere Weste.

Vielleicht kann man auch mit sanfterer Stimme für den Frieden singen. Aber in einer Welt, in der Krieg, Spaltung und Ausbeutung normal geworden sind, braucht es offenbar die Provokation, um wahrgenommen zu werden. Die Welt kann froh sein um Künstler wie Aviv Geffen.

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. „Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen“.

Ferienlektüre für Changemaker — ZEITPUNKT

http://www.zeitpunkt.ch/ferienlektuere-fuer-changemaker

Glück anstatt Konsum; Food saving anstatt Verschwendung; selber denken anstatt kollektive Trance; erdverträglich leben anstatt verbrannte Erde hinterlassen: Unsere 9 Lesetipps für Ferientage.
oberer Bildteil zeigt blauen Himmel und einen Streifen Meer; unterer bildteil zeigt den oberen Rand eines Buches mit ein paar Zeilen Schrift in Holländisch
Ferienzeit ist Lesezeit. (Bild: Gonard Fluit on Unsplash)

Defend the Sacred. Wenn das Leben siegt, wird es keine Verlierer geben, von The Grace Foundation

In diesem Buch kommen Frauen und Männer aus aller Welt zu Wort, die wissen: Nur mit vereinter Kraft können sie die Herausforderungen der Zeit meistern. Nur gemeinsam wird es gelingen, das Lebendige – das Heilige – weltweit zu verteidigen, im Inneren wie im Äusseren. «Beeindruckende Initiativen, ein ermutigender Gegenpol zu dem, was heute in Europa geschieht.» (Noam Chomsky)

 

Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand, von Harald Welzer

Der Autor ist Direktor von Futurzwei, Stiftung Zukunftsfähigkeit in Berlin und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er Sozialpsychologie an der Universität St. Gallen. In diesem Buch zeigt Harald Welzer, welche Rolle man selbst bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft einnehmen kann, in der es nicht um Wachstum, sondern um Kultivierung geht; nicht um Effizienz und Fremdversorgung, sondern um Achtsamkeit und Freiheit. Nicht um Konsum, sondern um Glück.

 

Warum schweigen die Lämmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören, von Rainer Mausfeld

«Besonders die sogenannten gebildeten Schichten sind anfällig für die Illusion des Informiertseins. Diese Schichten sind aus naheliegenden Gründen in besonderem Grade durch die jeweils herrschende Ideologie indoktriniert – das war im Nationalsozialismus nicht anders als heute; sie sind durch ihre schweigende Duldung ein wichtiges Stabilisierungselement der jeweils herrschenden Ideologie»: Rainer Mausfeld deckt die Systematik dieser Indoktrination auf, zeigt dabei auch ihre historischen Konstanten und macht uns sensibel für die vielfältigen psychologischen Beeinflussungsmethoden.

 

Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien, von Rainer Mausfeld

Rainer Mausfeld wirkt an der Universität Kiel und hatte bis zu seiner Emeritierung den Lehrstuhl für Wahrnehmungs- und Kognitionsforschung inne. Dieses Buch ist eine Erweiterung des «Schweigens der Lämmer» und ein Weckruf zur rechten Zeit. Angsterzeugung ist ein Herrschaftsinstrument, und Techniken zum Erzeugen von gesellschaftlicher Angst gehören zum Handwerkszeug der Macht. «In dem Buch geht es insbesondere um Täuschung und Illusionen, was den Begriff der Demokratie und den Zustand der Gesellschaft angeht.» (Telepolis)

 

Don’t kill the Messenger: Freiheit für Julian Assange, von Mathias Bröckers

Am 11. Apri 2019 wurde der Wikilieaks-Gründer Julian Assange aus der ecuadorianischen Botschaft, wo er Asyl gefunden hatte, in ein britisches Hochsicherheitsgefängnis verschleppt. Britische Gerichte entscheiden über einen Auslieferungsantrag der USA, die Assange eine Verschwörung mit Chelsea Manning zum Einbruch in einen Pentagon-Computer vorwerfen. Und das nicht, weil er kriminelle Taten begangen hat, sondern weil er solche enthüllt hat – im Irak, in Afganistan und anderswo. Der Ausgang des Verfahrens wird zeigen, wie es um die Presse- und Meinungsfreiheit bestellt ist. Mathias Bröckers ist freier Journalist, der unter anderem für die taz und Telepolis schreibt. Neben Artikeln, Radiosendungen und Beiträgen für Anthologien veröffentlichte er zahlreiche Bücher.

 

Der Wissenschaftswahn. Warum der Materialismus ausgedient hat, von Rupert Sheldrake

Der Biologe und Bestsellerautor Rupert Sheldrake gehört zu den Vorreitern eines neuen ganzheitlichen Weltbilds, das Naturwissenschaft und Spiritualität verbindet. Dieses Buch handelt vom Irrglauben der Wissenschaft, die meint, die Welt sei schon erklärt und «es fehlten nur noch ein paar Details». Der Autor zeigt anhand von zehn Dogmen der Wissenschaft, dass die meisten Forscher an Vorstellungen festhalten, die längst überholt sind, und fordert ein neues, grenzüberschreitendes Denken in den Naturwissenschaften. «Sheldrake ist ein herausragender Wissenschaftler. Er gehört zu jenen echten, visionären Entdeckern, die in früheren Zeiten neue Kontinente fanden.» (New Scientist)

 

Permakultur. Dein Garten. Deine Revolution, von Sigrid Drage

Du wolltest schon immer mal wissen, was überhaupt dran ist an der Permakultur – und ob das etwas für dich wäre? Dann lies dieses Buch: Es ist perfekt für Einsteiger/innen, locker-flockig geschrieben, informativ und schön gestaltet, mit vielen guten Tipps für die Praxis. Die Autorin, eine leidenschaftliche Gärtnerin und Permakulturistin, hat ein Ökologie-Studium absolviert und bewirtschaftet mit Gleichgesinnten den Bio-Betrieb Sonnentor Frei-Hof – natürlich im Sinne der Permakultur. Ein essbares Ökosystem gestalten, das ganze Jahr ernten und selbstbestimmt leben – das kann man auch mit wenig Platz. Alles ist gut, so lange du wild bist!

 

Glücklich leben ohne Müll. Zero Waste Home, von Bea Johnson

Der Klassiker zum Thema «Zero Waste» und das perfekte Einsteigerbuch in die Philosophie vom einfacheren Leben mit weniger Müll. Die Autorin erzählt in ihrem Buch, wie sie ihr Leben vereinfacht, indem sie ihren Müll zuhause drastisch reduzierte. Heute produziert die vierköpfige Familie gerade noch ein Glas voll Abfall pro Jahr. Müllvermeidung ist aber nur ein Aspekt: «Zero Waste» ist eine Lebensphilosophie, bedeutet den Ausstieg aus der Konsumspirale und die Hinwendung zu den Dingen, die uns wirklich wichtig sind.

 

Über Reste zu Taten, von Claudia Graf-Grossmann

Warum wird in unseren Supermärkten ausschliesslich makelloses Gemüse angeboten? Weshalb bleiben für jede verkaufte Karotte zwei weitere beim Bauern zurück, obwohl sie qualitativ einwandfrei sind? Wieso gelangen 60 Prozent des angebauten Brotweizens nie auf einen Teller? Die Autorin wirft neugierige Blicke auf Bauernhöfe, Grosshandelshallen, in Restaurant-Küchen, Frühstücksbuffets in Hotels, private Kühlschränke und Mülltonnen. Sie erläutert, welche Abfälle in den verschiedenen Phasen der Nahrungskette entstehen, und wie sie verhindert werden können. Mehr als ein Dutzend leidenschaftliche Food Saver erzählen, wie sie Food Waste verhindern oder daraus köstliche Menüs zaubern und geben zahlreiche Tipps.

 

Ein Appell an die Jugend und an alle anderen — ZEITPUNKT

Wenn der Einsatz der Jugend und die Erfahrung einer immer noch radikalen und aktiven älteren Generation zusammenkommen, kann viel geschehen. Ein Appell von Dr. Dieter Duhm, Mitbegründer von Tamera.
Ein Adler in Regenbogenfarben kreist über dem Gebirge
«Durch Gewalt kam noch nie etwas Besseres auf die Erde.» (Bild: zvg)

Ich bin 76 Jahre alt, heute noch so politisch aktiv wie in der Studentenbewegung 1968, aber mit Erfahrungen, die ich mitteilen muss, weil ich inzwischen verstanden habe, woran bisher fast alle Bewegungen gescheitert sind.

Heute gehen viele Tausend junger Leute auf die Straßen für Klimaschutz und Systemwechsel.Danke dafür! Ich kann nur hoffen, dass diese Bewegung genügend innere Kraft und Ausdauer gewinnt, um tatsächlich zu einem Systemwechsel zu führen. Das wäre wirklich eine historische Wende, denn seit Jahrhunderten kämpfen Menschen gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt, und seit Jahrhunderten verlieren sie ihren Kampf gegen die Übermacht des bestehenden Systems.

Und doch ist dieser Kampf nicht mehr zu stoppen, denn überall sind Menschen, vor allem junge Menschen, welche die Barbarei der bestehenden Gesellschaft nicht ertragen können. Sie kämpfen bei den Lakota-Indianern in Standing Rock (USA), sie kämpfen im Hambacher Forst in Deutschland, sie kämpfen in der Friedensgemeinschaft von San José de Apartadó in Kolumbien, sie kämpfen um die Wiederherstellung von Riace ( Italien), sie kämpfen auf den Rettungsschiffen für die Flüchtlinge im Mittelmeer, sie kämpfen … auf allen Kontinenten.

Immer wieder verlieren viele nach einiger Zeit ihre Kraft; enttäuscht und entmutigt ziehen sie sich zurück, werden krank oder drogensüchtig oder kriminell. Ich selbst habe in der marxistischen Linken in Deutschland (1968) vier Jahre lang diese Art von Kampf miterlebt und mitgeführt. Bis ich gemerkt habe, dass wir eine andere Lösung brauchen. Die Vorstellung der alten Revolutionen ist vorbei, durch Gewalt kam noch nie etwas Besseres auf die Erde. Die ganze Welt braucht eine neue Information. Wie erzeugen wir diese neue Information und wie bringen wir sie in die Welt? Das war seitdem die Frage und die Aufgabe.

«Es gibt einen Sozialismus, der jenseits aller Parteien und Ideologien steht: es ist der Sozialismus von Vertrauen, Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung.»

Wir danken euch für den kollektiven Aufruf zu einer lebenswerten Zukunft. Möge eure weltweite Rebellion ihr inneres Ziel finden, ein Ziel für die ganze Menschheit. Die wenigen, die heute den Mut haben, aus dieser kollektiven Hypnose auszutreten, brauchen solidarische Unterstützung. Nutzt euren Freiraum stellvertretend für alle, die jetzt nicht diese Möglichkeit haben und deshalb eure Hilfe dringend brauchen. Nutzt eure Wut nicht nur gegen das System und seine Handlanger, sondern nutzt sie, um das Alte von euch selbst abzuwerfen. Wir sind nicht das Produkt einer Gesellschaft, einer Tradition, einer Familie, wir sind Menschen. Befreit euch aus den Altlasten einer fürchterlichen historischen Vergangenheit.

Lasst uns gemeinsam das Leben schützen, das heute im Namen von Konzernen und Regierungen überall zerstört wird. Es gibt einen Sozialismus, der jenseits aller Parteien und Ideologien steht: es ist der Sozialismus von Vertrauen, Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung. Es sind Gedanken der Wahrheit und Gedanken einer parteinehmenden Liebe, die heute die Überlebenskraft in sich tragen und zu dem Wissen führen, das ihr und wir alle für unsere Heilung brauchen. Es ist so einfach, elementar und wahr – und wenn wir es schaffen, dann entsteht ein Feld des Vertrauens, das auch in Krisengebieten wirksam werden kann.

Im Folgenden möchte ich Dinge sagen, mit denen sich die große Rebellion in eine konkrete Kraft verwandeln könnte, die nicht mehr vom bestehenden System eingefangen werden kann. Die gegenwärtigen Demonstrationen für eine lebenswerte Zukunft, für Klimaschutz und Naturschutz, für Menschenrechte und Tierrechte sind Zeichen eines globalen Aufbruchs in fast allen Kontinenten. Sie brauchen aber ein gemeinsames Ziel, sonst verlieren sie ihre Auseinandersetzung mit dem bestehenden System. Die Ziele können nur durchgesetzt werden, wenn es für den nötigen Systemwechsel eine klare Vision gibt.

«Um das kapitalistische System zu überwinden, brauchen wir eine positive Vision für eine nachkapitalistische Lebensordnung.»

Systemwechsel! Was heißt das in unserer Zeit, in einer Zeit, wo jährlich viele Millionen Dollar ausgegeben werden für eine gezielte Falschinformation (Verharmlosung) zum Thema des Weltklimas… in einer Zeit, wo es verboten wurde, Flüchtlinge zu retten, die im Mittelmeer ertrinken… in einer Zeit, wo der Wohlstand auf der einen Seite durch unsägliche Raubzüge und Grausamkeiten auf der anderen Seite erzeugt wird? Ganz zu schweigen vom Schicksal der Kinder in den Kriegsgebieten, vom Schicksal der Tiere in Schlachthöfen, Tierlaboratorien oder Pelztierfarmen…

Um das kapitalistische System zu überwinden, brauchen wir eine positive Vision für eine nachkapitalistische Lebensordnung. Wir brauchen eine gemeinsame Vision für uns, unsere Kinder, für alle, die jetzt auf der Flucht sind und keine Heimat haben, eine Vision für Opfer und Täter, eine Vision für die Liebe, auch für unser Verhältnis zu den Tieren, zur Natur und zur ganzen kosmischen Welt, aus der wir ja alle kommen. Diese Vision ist keine Erfindung von Menschen, denn sie existiert als latente Realität im gesamten Bauplan des Lebens.

Der Bauplan des Lebens: Die lebendigen Systeme der Erde und des Universums folgen einer inneren Matrix, die auf Heilung und Einheit, auf höhere Entwicklung durch Kooperation und Zusammengehörigkeit gerichtet ist. Jede Krankheit ist heilbar, jeder Konflikt lösbar, wenn sich das menschliche Frequenzfeld mit der Frequenz dieses kosmischen Feldes verbindet. In diesem Feld sind die Konzepte von Ausbeutung, Feindschaft und Krieg nicht vorhanden. Wo Menschen sich in dieser neuen Lebensordnung begegnen, verwandeln sich Feinde in Freunde.

Und genau darum geht es: diese Lebensordnung real auf der Erde zu errichten, eine Ordnung von Vertrauen, Liebe, Kooperation und Solidarität. Dieser Traum wird Wirklichkeit, sobald die ersten Gruppen auf der Erde angefangen haben, ihn zu erkennen und zu verwirklichen. Wir sprechen hier vom „Plan der globalen Heilungsbiotope“. (Nähere Informationen in meinem Buch „Terra Nova. Globale Revolution und Heilung der Liebe“).

Die gequälte Erde kann sich innerhalb kurzer Zeit in ein Paradies verwandeln und große Mengen von CO2 aus der Atmosphäre binden, wenn wir mit der Natur kooperieren und ihre Lebensgesetze befolgen. Wasser, Energie und Nahrung stehen allen Menschen kostenlos zur Verfügung, wenn wir der Logik der Natur und nicht den Gesetzen des Profits folgen.

«Auf der menschlichen Ebene brauchen wir neue Perspektiven für ein Zusammenleben ohne Angst und Gewalt und ohne die traumatischen Reste unserer historischen Herkunft.»

Aber das Problem, vor dem wir heute stehen, ist komplizierter, denn Mensch und Natur bilden in der Biosphäre eine energetische Einheit. Das heißt mit anderen Worten: Die Umweltkrise zerstörter Ökosysteme und die Inweltkrise zerstörter menschlicher Beziehungen und Gemeinschaften sind zwei Seiten desselben Gesamtproblems.

Auf der menschlichen Ebene brauchen wir neue Perspektiven für ein Zusammenleben ohne Angst und Gewalt und ohne die traumatischen Reste unserer historischen Herkunft, wir brauchen sie vor allem in den intimeren Zonen von Sexualität, Liebe und Partnerschaft, denn das tiefste (und heimlichste) Krisengebiet unserer Zeit ist die Beziehung unter Menschen. Es kann in der Welt keinen Frieden geben, solange in der Liebe (latenter) Krieg ist.

Wir haben in der Zeit der Studentenrevolution vor 50 Jahren viele Ziele erreicht – aber dann begann der Kampf im Inneren der Gruppen, der Kampf um die richtige Ideologie, um Anerkennung, Macht und Sex! Darauf war noch niemand vorbereitet. Niemand wusste, wie sehr die äußere Gewalt des Systems und der innere Kampf der Menschen aus derselben Quelle kamen. Wenn wir heute zum Erfolg kommen wollen, müssen wir Orte aufbauen, an denen Wahrheit und zwischenmenschliche Solidarität gelernt werden können.

Die Vision einer geheilten Welt kann natürlich nicht mit Zwang oder Gewalt durchgesetzt werden, auch nicht allein mit den herkömmlichen menschlichen und technischen Kommunikationsmitteln, dafür sind die Gegenkräfte noch zu stark. Aber neben der mechanistischen Logik des bisherigen Denkens in den Bereichen von Politik und Ökologie gibt es eine ganz andere Logik: Sie eröffnet sich uns, wenn wir unser Bewusstsein auf die Funktionsweise lebendiger Systeme richten. Resonanz statt harter Macht gehört zu ihren Erfolgsgeheimnissen.

Dies bedeutet: Eine Information, die mit der inneren Matrix des Lebens und ihrer universellen Ethik übereinstimmt, verbreitet sich von selbst überall dort, wo empfangsbereite Menschen und Gruppen sind. Wir verwenden für dieses erstaunliche Phänomen den Begriff der „morphogenetischen Feldbildung“ des englischen Biologen Rupert Sheldrake.

Wenn die Vision einer neuen Kultur in den ersten Gemeinschaften real entsteht und gelebt wird, gerät die Welt in einen „angeregten Zustand“, denn das, was jetzt an den ersten Orten geschieht, steht in Resonanz mit der höheren Lebensordnung im Bauplan des Lebens. Alle Menschen sind an diese höhere Ordnung genetisch angeschlossen. Viele Gruppen werden sich der neuen Information anschließen. Es entsteht der Gencode für eine neue Zivilisation.

«Wir leben in der Zeit eines großen Epochenwechsels, dem Wechsel vom Patriarchat zu einer partnerschaftlichen Kultur,vom Hologramm der Gewalt zum Hologramm des Vertrauens.»

Die Information für eine lebenswerte Zukunft enthält nicht die revolutionären Kampfparolen der alten Zeit, sondern zielt auf eine absolute Parteinahme für das Leben, auf die innere Verbindung mit den höheren Gesetzen der geistigen Welt und auf die Zusammengehörigkeit aller Wesen in der großen Familie des Lebens.

Wir leben in der Zeit eines großen Epochenwechsels, dem Wechsel vom Patriarchat zu einer partnerschaftlichen Kultur, vom Hologramm der Gewalt zum Hologramm des Vertrauens. Je mehr Menschen sich weltweit mit diesem globalen Vorgang verbinden, desto schneller kann die grausame Zeit der Kriege beendet sein. Es könnte sehr schnell gehen.

Im Namen der Liebe für alle Kreatur.

MEHR DAZU

Website Tamera – Zentrum für Friedensforschung und Ausbildung
Buchtipp: Terra Nova. Globale Revolution und Heilung der Liebe, von Dieter Duhm

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Quelle: Tamera Newsletter

Friede den Geschlechtern — ZEITPUNKT

Ausgefallenes, Nützliches und Aufbauendes,
Kleinanzeigen der Zeitpunkt-Community.
Liebe Leserinnen und Leser

Weil er sich u.a. weigerte, «alte Weiber auszumisten», ist der 60-jährige Geschäftsführer eines Gastrounternehmens mit 80 Mitarbeitern entlassen worden. Hier können Sie diese unglaubliche Geschichte nachlesen.

Sie zeigt, dass nicht nur Frauen Opfer sind der neoliberalen Wirtschaftsordnung, die Profit vor Menschen stellt, sondern alle, die menschliche vor monetäre Werte stellen. Natürlich sind Männer eher gefährdet, den Kompass zu verlieren und im Rennen um das grosse Geld den Kopf zu verlieren.

Und es sind nicht nur die Männer, die das offensichtlich etwas gestörte Verhältnis unter den Geschlechtern beeinflussen. Dies zeigt die aufregende Geschichte von Leila Dregger, einer Aktivistin für Frieden und Liebe.

«Es wird auf der Welt keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist.» Dieser Satz von Leila Dregger ist buchstäblich um die Welt gegangen. Er hat Tausende von Männern und Frauen dazu bewegt, Friedensarbeit als Beziehungsarbeit zu verstehen.

«Frau-Sein allein genügt nicht – mein Weg als Aktivistin für Frieden und Liebe» – dieses Buch von Leila Dregger bieten wir Ihnen aus Anlass des Frauenstreiks für 15.- statt 19.- Franken an (im Buchhandel: Fr. 26.90). Hier können Sie im Buch blättern und es bestellen.

Schliesslich möchte ich Ihnen Claudia Fahlbusch vorstellen. Die Berner Journalistin, Autorin und Netzwerkerin betreut seit kurzem die Zeitpunkt-Website. Wer sie ist, erfahren Sie in Ihrem Text «Frauenstreik – und dann?» Wir wollen zeitpunkt.ch zu einer Informationsplattform für die Kräfte der Erneuerung ausbauen. Sie erreichen Claudia Fahlbusch unter redaktion@zeitpunkt.ch.

Ich wünsche Ihnen guten Mut und viel Freude in dieser aufregenden Zeit und bleibe
mit herzlichem Gruss

Christoph Pfluger, Herausgeber
PS: Im neuen Zeitpunkt, der ab August als vierteljährliches Buch erscheint, wird es die beliebten Kleinanzeigen nicht mehr geben. Wir publizieren sie deshalb am Ende dieses Newsletters und schauen einmal wie das funktioniert.
Die Kleinanzeigen haben nach wie vor ihren Preis, aber wir verschicken vorderhand keine Rechnungen. Hier können Sie eine Kleinanzeige aufgeben.

Der letzte Zeitpunkt als Magazin, passenderweise mit dem Schwerpunktthema «loslassen | dranbleiben» (Inhaltsübersicht).

Nachhaltiger Lebensstil hilft dem Klima am meisten
Die Förderung nachhaltiger Lebensstile ist die effektivste Massnahme für das Eindämmen von Klimawandel, Umweltverschmutzung und Artensterben. Ein Zürcher Startup bietet Kurse zur praktischen Umsetzung solcher Lebensstile an. (Mehr)
Mini-Bots – eine gute, gefährliche Idee
Es ist eine mittlere Finanzbombe, die das italienische Parlament am 28. Mai gezündet hat. Nicht einmal die Opposition hat die Brisanz erkannt und der Einführung von Schuldscheinen mit Nennwerten ab fünf Euro zugestimmt. Der Clou: Diese sog. «Mini-Bots» können auch als Zahlungsmittel dienen. Eine Paralellwährung liegt in der Luft. (Mehr)
«Wir müssen uns fragen: Wie wollen wir als Gesellschaft zusammen leben?»
Susanne Baumann kandidiert als Vertreterin der Integralen Politik für den Nationalrat. Im Interview erzählt sie, warum wir eine neue Art von Politik brauchen – und warum sie die Richtige für den Job ist. (Mehr)
Friedenscamp und Aktionswoche in Ramstein
Vom 23. bis 30. Juni 2019 findet die Aktionswoche «Stopp Air Base Ramstein 2019» statt. Zum fünften Mal treffen sich Menschen aus aller Welt im Friedenscamp und zum friedlichen Protest gegen den amerikanischen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe von Kaiserslautern. (Mehr)
Crowd-Lobbying für eine staatliche digitale Identität
87 Prozent der Stimmberechtigten wollen eine elektronische Identität vom Staat. Doch das Parlament will die Ausstellung der digitalen Ausweise Banken, Versicherungen und anderen Privaten überlassen. Eine Lobby-Aktion, an der sich alle beteiligen können, will dies verhindern. (Mehr)
Konzerne und Verantwortung: Schokolade hilft
Die Fair-Trade-Organisation Gebana hat eine «Verantwortungsschoggi» gegen verantwortungslose Konzerne lanciert. Der Erlös kommt der Konzernverantwortungsinitiative zugut. (Mehr)
Für mehr Gemeinschaft im Zürcher Seefeld
Erschwinglicher Wohnraum für Hausgemeinschaften, Läden für Güter des täglichen Gebrauchs und soziale Dienstleistungen: Die Genossenschaft NeMeRi will in Riesbach im Zürcher Seefeldquartier ein Netzwerk von Mehrgenerationenhäusern schaffen. (Mehr)
Wandern, vernetzen, Pläne schmieden
Die Vernetzungswanderung von sozialen, ökologischen und spirituellen Organisationen führt dieses Jahr zu Longo Mai in Undervelier/JU. 22. Juni 2019. (Mehr
Aktuelle Hinweise

Drei erfahrene deutsche Journalisten gründen mit «multipolar» ein neues online-Magazin.

Stefan Korinth, Paul Schreyer und Ulrich Teusch wollen im medialen Dauerfeuer der „Breaking News“ ganz bewusst einen anderen Weg gehen. Ohne Hektik möchten sie ihren Lesern gründliche Analysen und pointierte Kommentare zu Politik und Gesellschaft anbieten. Das erste Ziel von 5000 Euro erreichten sie innert wenigen Tagen. Jetzt sind sie unterwegs zum zweiten Ziel, mit dem sie komfortabel arbeiten können.

Infos und Crowdfunding: https://www.startnext.com/multipolar

Gaza: Kriegsverbrechen gehören vor Gericht! 

Mit dieser Petition fordert das team des Café Palestine die eidgenössischen Räte auf, beim Bundesrat Druck zu machen, dass er die Beschlüsse des Menscherechtsrates zu Gaza vom 18. März 2019 öffentlich unterstützt.

 

Begegnung mit den Nationalratskandidaten der Integralen Politik in Zürich

Erstmals kandidieren Vertreter/innen der Integralen Politik (IP) für den Nationalrat. Die Partei veranstaltet jeden Monat einen Kennenlern-Event, bei dem die Nationalratskandidaten anwesend sind – zum Beispiel Susanne Baumann, die wir interviewt haben. Nächste Termine:

Sommerfest der IP Zürich, Donnerstag, 20. Juni 2019, 17 bis 22.30 Uhr, Gemeinschaftszentrum Riesbach, Seefeldstrasse 93, 8008 Zürich (Tramstation 2/4 Höschgasse)

Kleider kaufen verboten! Workshop für ein Leben mit weniger Konsum & Klamotten

Ausgewählte Fachfrauen zeigen, wie aus alten Kleidern neue Mode wird, was ein verantwortungsvolles Label ausmacht und wie wir auch ohne shoppen zu neuer Kleidung kommen – zum Beispiel durch Kleidertausch.

Dienstag, 18. Juni 2019, 18 bis 21 Uhr, Showroom faircustomer.ch, Schiffbaustrasse 9a, 8005 Zürich

Kosten: CHF 60.-

Infos und Anmeldung.

Frei, fair und lebendig: die Macht der Commons. 

Buchvorstellung und Diskussion mit Silke Helfrich

13.6.2019, 19.00 bis 20.30 Uhr. Volkshaus, Stauffacherstr. 60, 8008 Zürich

Weitere Infos.

Lernen im digitalen Zeitalter

Welchen Einfluss haben digitale Medien auf die Entwicklung der Lernfähigkeit und das Lernen haben? Wie tickt Ihr Gehirn und was braucht es, dass junge und ältere Lernende trotz digitaler Medien erfolgreich lernen können.

Kosten: Fr. 25.–

Vortrag von Roman Sommer, Lerntherapeut, Berufs- und Sekundarschullehrer, Vater von Zwillingen

Veranstalter: Lernen & Gehirn

Auskunft: 078 886 45 45, info@lernenundgehirn.ch

Do. 13.06.2019, 19:00 – 21:30 Uhr, Gewerbliches Bildungszentrum Weinfelden, A217, Schützenstr. 9 , 8570 Weinfelden

https://lernenundgehirn.ch

Circular Economy: Clean Water

Saubere Quellen und Aufbereitungsanlagen sorgen dafür, dass wir von jedem der 100 Brunnen in der Stadt Bern Wasser trinken können. Das ist nicht selbstverständlich. An diesem Circular Economy Event werden zwei innovative Lösungen rund ums Thema «Wasser» aus zwei ganz verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Mittwoch, 19. Juni 2019, 18.15 bis 21.30 Uhr, Impact Hub Bern, Spitalgasse 28 (Eingang im Ryffligässli), 3011 Bern. Keine Parkplätze; 2 Minuten vom HB Bern

Die Teilnahme ist gratis; es gibt einen Apéro und Gelegenheit zum Networking im Anschluss an den Event

Infos und Anmeldung

World Crafts Talk: Handwerk Glasmalerei

­Mit Martin Halter, Atelier für Glasmalkunst, Glasmalerei, Heraldik, Bern

Freitag – 21. Juni 2019, 18.30 Uhr

House of World Crafts Galgenfeldweg 9, Bern

http://www.world-crafts.org

Braucht das Berner Oberland eine Regionalwährung?

Nur mit einer Regionalwährung können lokale Unternehmen langfristig bestehen. Wir laden alle interessierten Unternehmen und Akteure zu unserem Initialabend ein.

Ein Informationsabend von vorwaertsbeo.ch mit den Regionalwährungsexperten Jens Martignoni und Uwe Burka.

21.06.2019 17:00h – 21:00h

KIO (Kompetenzzentrum Integration Thun Oberland), Uttigenstrasse 3, 3600 Thun

Infos

Grosses Interesse an der Trinkwasser-Initiative

Die Trinkwasser-Initiative hat zusammen mit Delinat eine Reihe von gut besuchten Infoveranstaltungen in der ganzen Schweiz durchgeführt. In Sulgen (TG) kamen 300 Personen, und das ein Jahr vor der Abstimmung.

Eine weitere Infoveranstaltung findet am 22. Juni an der Bio Schule Schwand in Münsingen statt (Details)

Naturwesenkommunikation

In Island sorgt eine Elfenbeauftragte dafür, dass Menschen und Naturwesen gut miteinander auskommen, ganz offiziell. In der Schweiz gibt es keinen solchen Posten – aber wer sich für diese Form der Kommunikation interessiert, hat an diesem Event Gelegenheit, sie besser kennenzulernen. Auf dem Programm stehen Wahrnehmungsübungen und das Kommunizieren mit Pflanzen und Naturwesen.

Sonntag, 23. Juni 2019, 9.30 bis 16 Uhr, Nuglar-St. Pantaleon/BL. Treffpunkt: Nuglar Dorfplatz

Kosten: CHF 180.- inkl. Mittagessen

Infos und Anmeldung.

Gewaltfreie Kommunikation, Praxisgruppe in Bern

Einmal im Monat gibt es in Bern Gelegenheit, die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg praktisch zu üben. Übungen und Inputs von Aurélie de Lalande erfolgen auf Englisch, aber wer darin nicht sattelfest ist, kann ebenso gut deutsch oder französisch sprechen.

Montag, 24. Juni 2019, 19 bis 21 Uhr, Impact Hub Bern, Spitalgasse 28 (Eingang im Ryffligässli), 3011 Bern. Keine Parkplätze; 2 Minuten vom HB Bern

Die Teilnahme ist kostenlos.

Infos und Anmeldung

Bücher für die nächste Welt

«Frau-Sein allein genügt nicht» die ungekürzten Erfahrungen von Leila Dregger als Aktivistin für Frieden und Liebe

«Unverblümt», die aphoristische Denkprosa von Erwin Schatzmann, die auch in kleinen Häppchen enorm anregend wirkt

Wenn Sie noch ein paar Argumente für die Energiewende brauchen:
«Die Macht der schwachen Strahlung», Cornelia Hesses eindrücklich illustrierte Schilderung von dem, was uns die Atomindustrie verschweigt

«Das nächste Geld», für das ich selber meine ganze Schreibkunst mobilisiert habe, um Sie aus den zehn Fallgruben des Geldsystems zu führen.
Manchmal ist es hilfreich, die Probleme zu kennen, bevor sie einem auf den Kopf fallen.

«Das AntWort – die Wahrheit des Absurden», das Buch von Anton Brüschweiler hat einen guten Start erlebt. Rund 600 Exemplare dieser humoristischen Textsammlung haben in den letzten Wochen Leser gefunden. Hier können Sie in dem Buch blättern. Die edition zeitpunkt hat vom Autor die Erlaubnis, dieses Buch ausdrücklich auch als Lektüre für das stille Örtchen anzupreisen. Wenn das keine Empfehlung ist!

Kleinanzeigen

Ferien/Unterkünfte

Familienferien in Italien auf Biohof mit Pferden, Eseln, Kaninchen… Platz zum Spielen, in der Natur http://www.casalabarca.it

CH-Tessin, wildromantische Obst- & Garten-Oase im Kastanienwald. 30 Min. zu Fuss/einfach & günstig, 1-15 Pers. Tel. +41 077 427 16 43. http://www.meraggia.ch

Achtsam reisen – Sommerwärme. Innehalten, Entschleunigen, Stille, Wandern, Kreativ sein, Yoga, Ayurveda, Qi Gong, Pilates…. Individuell oder in der Gruppe – am Meer und in den Bergen. Auch für Alleinreisende. http://www.inspiration-reisen.ch

Lehmbauworkshop für die ganze Familie. Auf dem Familienlandsitz in Ungarn: 26. Juli bis 4. August 2019 in der Natur. Vortrag, Austausch und Begegnungsort, Zelten,Lagerfeuer, Musik, und vieles mehr .(380Euro pro Familie). Infos unter 0036 313 284 294,oder http://www.ramsounds.ch. landsitz.ungarn@gmail.com

Gesundheit

Nachhaltige Menstruationsprodukte für blutende Göttinnen und kluge Alltags-Sachen. Für bewusste Erdlinge. http://www.purpurtage.ch

Hypnose-CD: Besser schlafen 071 422 74 15 gesundheitspraxis-andres.ch/hypnose-cd

Helfen

Lebensberatung und Homöopathie. Unterstützung für Sie, durch erfahrene Dipl. Therapeutin. Einfühlsam und effektiv. 079 198 01 71 / Fr. 2.- Min. / KK www. homeopathiepraxis.ch

Kontakte

Erzähl Mahl – die etwas tiefgründigere Art neue Menschen kennen zu lernen.Termine und Infos: http://www.wirklich-begegnen.ch

Kurse/Seminare

Tango Argentino 50plus, Workshop am 7./8. September in Basel, www.tango50plus.ch, 079 470 61 49

Von Duftwässern und ihren Geheimnissen, mit Renato Strassmann. Im Kurs werden wichtige Techniken zur Gewinnung von Duftwässern gelernt sowie ihre Eigenschaften und Wirkungsweise vorgestellt. Im Zentrum dabei – die Rose.
Schweibenalp, 26.- 28. Juli. 033 952 20 00, http://www.alpine-permakultur.ch

Wald – die andere Begegnung. Der erfahrene Forstwart und Waldmystiker Sam Hess weiht die Teilnehmer an diesem Tag in die Geheimnisse rund um Naturwesen und die Heilkraft des Waldes ein. Schweibenalp, 7. September 2019, 033 952 20 00, http://www.alpine-permakultur.ch

Räuchern mit Kräutern mit Susan Wacker. Im Kurs lernst du wichtige heimische Räucherpflanzen kennen und erfährst Spannendes über ihren geschichtlich-mythologischen Hintergrund sowie die praktische Anwendung im Alltag. Schweibenalp 7.- 8. Juni, 033 952 20 00, http://www.alpine-permakultur.ch

Rückkehr der Ahnfrauen. Frauen-Körpermalen Ferienwoche mit Sabine Kapfer. Für Frauen um 50 bis 100 Jahre. Vom Mo 22. – Fr. 26.7. im schönen Berner Mittelland. Tel. 062 968 01 67. http://www.lebensausdruck.ch

Verkaufen

Bijou zu verkaufen: Camper VW T4 2.4D Syncro, Jg. 97, Weiss, Diesel, mit Schrägdach und Dachfenster, Küche und Tisch eingebaut. Schlafplatz für 4 Pers., 4 Alufelgen, frisch ab Kontrolle. Kontakt über: ursiaeschu@yahoo.com

Zu verkaufen ab Platz Bern roter Opel Astra G16 CNG Caravan, Naturgas-Antrieb, plus Reservetank für bleifreies Benzin, geprüft Aug. 2018 172’000km JG 2003. Kürzlich ersetzt: Kupplung, Alternator, Batterie. Typ: 10A849, 8 fache Bereifung, unfallfrei. CHF 2’800.-. Tel: +41 (0) 79 206 05 81 e-mail: th.schori@vtxmail.ch

Verschiedenes

Steinformen. http://www.gcocco.ch

Führung durch die Alpine Permakultur Schweibenalp. Wir laden herzlich ein unsere Permakulturgärten zu entdecken! Sa 13. Juli, Sa 14. Sept, Sa 12. Okt. CHF 28/Pers. Kids ab 12 J. 50%. Sa 17. Aug. Tag der offenen Gärten. 033 952 20 00, http://www.alpine-permakultur.ch

Entdecken Sie die Alpine Permakukltur Schweibenalp auf einer Führung durch unsere Gärten und Landschaft. Daneben haben Sie die Gelegenheit, unsere grosse Auswahl an Kräuter-, Heil- und Wildpflanzen, Gemüsesetzlingen, Saatgut sowie Kräuterprodukten kennenzulernen. Das Team freut sich auf einen spannenden Austausch mit Ihnen!Schweibenalp, Sa 17. Oktober, ganztags. 033 952 20 00, http://www.alpine-permakultur.ch.

Kleine Plantage mit 2 grossen Gewaechshaeusern und Wohnmoeglichkeit im Süd-Piemont zu vermieten.Tel.0039 3387545393

Weiter-/Persönlichkeitsbildung

Telefonische Lebensberatung/Coaching * Beruf * Partnerschaft * Spiritualität * Dr. Gina Feistel * langjährige Erfahrung * http://www.eigener-weg.de

Schloss Glarisegg Gemeinschafts-Intensivwoche 2019. Sonntag, 28. Juli-Sonntag, 04. August. http://www.gemeinschafts-intensivwoche.ch

Ein Jahr berufsbegleitend deine zeitgemäss praktizierte Ritualgestaltung ausbilden und in dein Leben integrieren. Ab 21. September. Info: lebensausdruck.ch Tel 062 968 01 67

Kleinanzeige aufgeben

Geld-Magazin, Österreich:
«Christoph Pfluger ist wohl eines der besten Bücher zum Thema ‹Geld› gelungen. Wer es liest, versteht, was Sache ist.»

Christoph Pfluger: Das nächste Geld – die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden. 2. rev. Aufl., 2016. 252 Seiten, Fr. 23.-/€ 21.- (hier bestellen)

Veränderungen kann man nicht bestellen,
aber die Anregungen dazu.

Wer den Zeitpunkt für ein Jahr abonniert, bezahlt, was er will. (Hier bestellen).Den Zeitpunkt verschenken: (Bestellformular für Geschankabos)

Schnupperabo (3 Ausgaben für Fr. 20.–, null Risiko), Bestellformular

Postadresse:
ZeitpunktWerkhofstrasse 19

Solothurn 4500

Switzerland
Der Zeitpunkt auf Facebook mit vielen zusätzlichen Hinweisen.

Zwischen da und dort — ZEITPUNKT

http://www.zeitpunkt.ch/zwischen-da-und-dort

«Das erste Mal» – wann immer wir eine Grenze überschreiten, schenkt uns das Leben eine neue Erfahrung. Aber auch das Gegenteil – ein Hindernis – lehrt uns viel über uns selber. Die Grenzwissenschaften könnten daher die Menschheit ein schönes Stück weiterbringen.

Sind wir schon dort? (Bild: Hieronymus Bosch)

Was sind die Momente der Wahrheit in einem Leben? Wenn wir Grenzen überwinden und etwas zum ersten Mal tun. Der erste Schultag vielleicht, bestimmt der erste Kuss und der erste Sex, eine grosse Reise, Promotion, Heirat oder Kinder. Noch stärker sind unsere Erfahrungen, wenn wir an Grenzen stossen: eine Liebe nicht erwidert wird, wenn wir eine Stellung verlieren oder eine schwere Krankheit uns die Zukunft nimmt.

Solche Ereignisse befördern uns an einen neuen Ort im Leben, in einen neuen Abschnitt. Was vor kurzem noch «dort» war, wird durch die Entwicklung unseres Bewusstseins zu einem neuen Hier und Jetzt.

Wer die Qualität solcher Ereignisse beobachtet, wird bald feststellen, dass es vor allem die Begegnung mit dem Tod ist, die uns menschlicher und oft in einem tieferen Sinn lebendiger macht. Die Erzählungen über die Überwindung schwerer Krankheiten und die Dankbarkeit über die daraus folgenden Erfahrungen füllen eine ganze Bibliothek. Eine kleine Abteilung dieser Bibliothek ist den Nahtoderfahrungen gewidmet. Es sind Momente, in denen sich ein ganzes Leben zu einem einzigen Augenblick verdichtet und sich eine Tür zu einer anderen Welt öffnet. Wie wirklich ist sie?
Seit der österreichisch-amerikanische Arzt Peter Safar 1957 das Buch «ABC of Resuscitation» über die Rettung von Patienten mit Herzstillstand durch Herzmassage veröffentlichte, ist der Tod auch für die Wissenschaft kein abrupter Übergang mehr, sondern ein Prozess. Seither haben sich die Methoden der Reanimation beträchtlich verbessert; der Tunnel zwischen Leben und Tod – den viele Patienten mit dieser Erfahrung beschreiben – ist länger geworden.

Einen wichtigen Anstoss zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Phänomen der Nahtoderfahrung (NTE) lieferte 1975 der Bestseller «Life After Life» des amerikanischen Psychiaters Raymond Moody. Die zentralen, immer wieder beobachteten Elemente einer NTE sind gemäss Moody: ein überwältigendes Gefühl von Freiheit und Wohlbefinden; der Eindruck, sich ausserhalb des Körpers zu befinden; der Eindruck, durch eine Dunkelheit zu schweben und ein goldenes Licht wahrzunehmen; Begegnung mit einem «Wesen aus Licht», und/oder Erfahrung einer anderen, schönen Welt.

Nahtoderfahrungen stellen die traditionelle Wissenschaft vor ein grosses Problem. Sie geht davon aus, dass Geist nur im Gehirn entstehen kann und es daher nach einem Hirntod keine Wahrnehmung mehr geben dürfte. Moody wurde vorgeworfen, seine Studie hätte empirische und logische Fehler und er hätte die Erkenntnisse über Halluzinationen nicht berücksichtigt. Anderen Forschern ist es gelungen, bei Epilepsie-Patienten durch Stromstösse ausserkörperliche Wahrnehmungen zu provozieren. Aber ist das ein Beweis, dass es ein vom Körper unabhängiges geistiges Wesen nicht gibt? Nein. Der Versuch beweist einzig, dass Stromstösse bei Epilepsie-Patienten aus­serkörperliche Wahrnehmungen hervorrufen können.

Die Existenz eines vom Körper unabhängigen Geistes ist die grosse Grenze der heutigen Wissenschaft. Anstatt diese Hypothese seriös zu beforschen, verwendet sie ihre Energie auf den Nachweis, dass NTEs vom (bereits toten) Gehirn produziert werden. Befürworter der Geist-Hypothese werden in die Esoterik verbannt, mit deren Erkenntnissen man sich gar nicht zu befassen braucht. Dies ist dem niederländischen Kardiologen Pim van Lommel (*1943) passiert, der von der Wochenzeitung Zeit als «Fraktionsvorsitzender der spirituellen Fraktion» bezeichnet wurde. Als Notfallmediziner führte er mit Kollegen ab 1988 eine Studie mit 344 Überlebenden eines Herzstillstandes durch – 62 mit einer NTE –, die 2001 in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurde. Ergebnis: Es gibt keine medizinischen, pharmakologischen oder psychologischen Faktoren, die Ursache oder Inhalt einer NTE erklären.
«Obwohl bei einer NTE das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt wird, haben Patienten diese aussergewöhnlichen Erlebnisse», erklärt Pim van Lommel, Autor des Bestsellers «Endloses Bewusstsein» (Patmos, 2009), im Gespräch mit dem Zeitpunkt. «Das kann nur bedeuten, dass unser Bewusstsein nicht im Gehirn entsteht. Gegen diese Hypothese wehren sich allerdings viele meiner Kollegen, weil es nicht in ihr wissenschaftliches Konzept passt. Mehr als 95 Prozent der Wissenschaftler sind überzeugt, dass das Bewusstsein ein Produkt unseres Gehirns ist. Würde ihre Hypothese stimmen, wären NTEs unmöglich.»

Aufgrund seiner Erfahrungen ist Pim van Lommel überzeugt, dass Bewusstsein bereits vor der Geburt existiert und nach seinem Tod fortbesteht. Die Hirnzellen fungierten dabei als eine Art Empfangsmodul des Bewusstseins – «ähnlich wie ein Mobiltelefon, das aus den elektromagnetischen Feldern genau jene Anrufe herausfiltert, die für uns bestimmt sind». Was die Entwicklung der Wissenschaft betrifft, ist Pim van Lommel gelassen: «Ein Paradigmenwechsel in der Wissenschaft findet statt.» Es braucht eben seine Zeit, Grenzen zu überwinden.

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Mehr zum Schwerpunktthema «da | dort» in Zeitpunkt 160

 

24. April 2019
von:

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. „Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen“.

Zwischen zwei Trapezen – Zeitpunkt

http://www.zeitpunkt.ch/zwischen-zwei-trapezen

Editorial zur Ausgabe 161 «loslassen | dranbleiben»

Liebe Leserinnen und Leser

Wir sitzen im dunklen Zirkuszelt und schauen gebannt in die Höhe. Im Lichtkegel fliegt locker und kraftvoll ein Artist an seinem Trapez hin und her. Ihm gegenüber schwingt ein zweites und wir wissen: Er wartet auf den richtigen Moment und wird hinüberfliegen. Sobald er losgelassen hat, halten wir die Zeit für die Länge eines Gedankens an – und stellen fest, dass wir uns alle irgendwie zwischen zwei Trapezen befinden.

Das Alte haben wir innerlich schon losgelassen. Wir glauben nicht mehr daran, leben aber immer noch danach. Das Neue ist in Sicht, doch haben wir es schon gepackt? Nicht nur als Individuen, auch als ganze Menschheit, so scheint mir, sind wir zwischen zwei Trapezen. Der Materialismus in seinen verschiedenen Erscheinungsformen – Geld, Konsum, Wissenschaft, Normen – hat seine Strahlkraft weitgehend verloren. Und das Neue ist auch schon da, wenn auch nicht für alle sichtbar. Das ist der magische Moment zwischen den Trapezen, in dem alles möglich ist. Wenn wir zu lange am Alten hängen bleiben, verlieren wir den Schwung für das Neue. Wenn wir aus Mangel an Mut und Zuversicht den Zeitpunkt verpassen – und es kann im Grunde immer nur «jetzt» sein – stürzen wir ab.

Zwischen zwei Trapezen befindet sich auch der Zeitpunkt. Nach 27 Jahren als Magazin ist es Zeit für ihn, die Form zu ändern und sich auf das Wesentliche zu beschränken: den mutigen Flug ans nächste Trapez, die grosse Umwälzung oder auf neudeutsch: die Revolution, die wir und die Welt so dringend brauchen. Der Zeitpunkt wird ab dem kommenden August vierteljährlich und in Buchform erscheinen, gründlicher, wesentlicher, kräftiger. Die Bärte müssen endlich brennen, wenn die Fackel der Wahrheit durch das Gedränge getragen wird. Das Aktuelle, die Hinweise und die Angebote zur Vernetzung pflegen wir auf der Website; die Essenz konzentrieren wir in einer Form, die man auch bei sich haben kann, wenn man nicht auf Linie – pardon: nicht online – ist.

Das wird bestimmt nicht nach jedermanns Gusto sein, obwohl ich natürlich hoffe, dass möglichst viele Zeitpunkt-Freunde den Flug ans nächste Trapez wagen. Damit das Loslassen vom alten Zeitpunkt leichter fällt, erscheint Ende Juni eine Sammlung der besten Texte aus 27 Jahren. Dann heisst es definitiv: dranbleiben am Neuen.

30. APRIL 2019 
VON: 

   

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. „Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen“.

Veränderungen beim Zeitpunkt

… Damit beginnt für mich nach 27 Jahren Magazin-Journalismus eine neue Zeit, ohne Pflichtstoff, ohne Management und ohne Sitzungen, dafür umso mehr Klarheit und Klartext.

«In Zeiten, da Täuschung und Lüge allgegenwärtig sind, ist das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt», schrieb George Orwell. Ich hoffe, dass ich dem nachleben kann.

Herzlich

Christoph Pfluger, Herausgeber


Die Zeitpunkt-Kleinanzeigen: Hier finden Sie Ausgefallenes, Nützliches und Aufbauendes, angeboten von der Zeitpunkt-Community. Viel Vergnügen beim Stöbern!

Und hier finden Sie die guten Adressen von Webshops, für Ihre Gesundheit, sanften Tourismus, zur Horizonterweiterung.

Aktuelle Hinweise

Gesundheit für alle – Perspektiven des kubanischen Weges
Sonntag, 5. Mai: 16:00 – 17:30 Uhr, im Glaspalast auf dem Kasernenareal, Zürich. Infos


Nationale Kundgebung gegen 5G in Bern
Am 10. Mai 2019 von 18.30–20.30 Uhr findet eine nationale Kundgebung «STOP 5G» auf dem Waisenhausplatz in Bern statt. 5G ist eine Bedrohung für das Leben. Dies geht klar hervor aus bisherigen Erfahrungen mit 2G, 3G, 4G, WLAN… sowie aus einer Vielzahl unabhängiger wissenschaftlicher Studien! Infos


Informationsveranstaltungen zur Trinkwasser-Initiative
Die heutige industrielle Lebensmittelproduktion ist von Importfutter, Antibiotika und Pestiziden abhängig.
Sie hat einen grossen Einfluss auf die Qualität unserer Gewässer und unseres Trinkwassers sowie auf die Biodiversität, das Klima und die Luft.  Und natürlich auf die Gesundheit und die Ernährungssicherheit von uns Menschen. Mit unserer Initiative wollen wir erreichen, dass die jährlichen Milliarden an Subventionen nur noch in eine gesunde, nachhaltige und trinkwasserfreundliche Landwirtschaft investiert werden.
Die Trinkwasser-Initiative führt in zahlreichen Schweizer Städten Informationsveranstaltungen durch:
14. Mai 2019 in Bern, 15. Mai 2019 in Basel, 22. Mai 2019 in Zürich. Anmeldung

Globalisierte Finanzmärkte – eine Bedrohung der Demokratie?
Vortrag von Philipp Wehrli. 14. Mai 2019 19:30 – 21:00
Restaurant Obergass, Schulgasse 1, 8400 Winterthur. Infos


«Wenn das Leben siegt, wird es keine Verlierer geben»
Weltweit stehen Menschen auf und schützen, was ihnen heilig ist: das Wasser, die Menschenrechte, das Leben. Die Lakota-Indianer von Standing Rock starteten unter dem Motto „Defend the Sacred“ eine Bewegung, die weltweit AktivistInnen inspiriert. Eine Basisstation dieser globalen Bewegung ist das Heilungsbiotop 1 Tamera in Portugal.
LaDonna Bravebull Allard, Mit-Initiatiantin des indianischen Widerstandes von Standing Rock und Sabine Lichtenfels, Friedensaktivistin, Mitgründerin von Tamera kommen nach Zürich, um das Heilige zu verteidigen.
24. Mai, 19.00 Uhr: Grosse Abendveranstaltung „Defend the Sacred“ im Offenen St. Jakob am Stauffacher in Zürich. Vortrag mit Ladonna Bravebull Allard, Standing Rock, USA,  und Sabine Lichtenfels, Tamera, Portugal
25. Mai, 10.00 bis 17.30 Uhr: „Defend the Sacred“ Tagesworkshop in der Wandellust, Zürich, mit Sabine Lichtenfels, Ladonna Bravebull Allard, Benjamin von Mendelssohn und Martin Winiecki: „Defend the Sacred – und die Versöhnung der Geschlechter“ Info und Anmeldung info@zaeme.ch

Kurz bevor es Legende werden konnte, wird das Kühlbuffet «Olga» aus dem «Milano Nord» in Burgdorf verkauft. «Olga verfügt über alles, was man für eine Bar, ein Restaurant oder eine Cafeteria benötigt:
• Kühlschubladen und Kühlfächer
• 2 Spülen
• Bier-Zapfbereich und Gläserdusche
• Kühlwanne
• Geschirrspüler Hobart
Olga ist 6m lang und hat ein edles Finish aus Schiefer und eine Abdeckung aus schwarzem Glas. Das Baujahr ist 2009, schweizer Qualität von Schmocker Interlaken. Der Zustand ist sehr gut. der Neuanschaffungspreis war hoch, aber der Verkäufer Paul Hasler lässt mit sich reden: mail@utopien.com
Infos (pdf)

Lebensziel, Berufung und Beruf
Wochenend-Workshop in Zürich mit Thomas Diener
Den Mut zu entwickeln, von der eigenen Vision, den eigenen Träumen und Bedürfnissen auszugehen. Die Zuversicht zu erarbeiten, diese zu verwirklichen. Die Möglichkeiten entdecken, sie umzusetzen: An den FairWork-Wochenend-Seminaren erarbeiten Sie die Grundlagen dazu.
24. – 26. Mai 2019
25. – 27. Oktober 2019
Infos

Bücher für die nächste Welt


«Frau-Sein allein genügt nicht» die ungekürzten Erfahrungen von Leila Dregger als Aktivistin für Frieden und Liebe

«Unverblümt», die aphoristische Denkprosa von Erwin Schatzmann, die auch in kleinen Häppchen enorm anregend wirkt

Wenn Sie noch ein paar Argumente für die Energiewende brauchen:
«Die Macht der schwachen Strahlung», Cornelia Hesses eindrücklich illustrierte Schilderung von dem, was uns die Atomindustrie verschweigt

«Das nächste Geld», für das ich selber meine ganze Schreibkunst mobilisiert habe, um Sie aus den zehn Fallgruben des Geldsystems zu führen.
Manchmal ist es hilfreich, die Probleme zu kennen, bevor sie einem auf den Kopf fallen.

«Das AntWort – die Wahrheit des Absurden», das Buch von Anton Brüschweiler hat einen guten Start erlebt. Rund 600 Exemplare dieser humoristischen Textsammlung haben in den letzten Wochen Leser gefunden. Hier können Sie in dem Buch blättern. Die edition zeitpunkt hat vom Autor die Erlaubnis, dieses Buch ausdrücklich auch als Lektüre für das stille Örtchen anzupreisen. Wenn das keine Empfehlung ist!

Geld-Magazin, Österreich:
«Christoph Pfluger ist wohl eines der besten Bücher zum Thema ‹Geld› gelungen. Wer es liest, versteht, was Sache ist.»

Christoph Pfluger: Das nächste Geld – die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden. 2. rev. Aufl., 2016. 252 Seiten, Fr. 23.-/€ 21.- (hier bestellen)

Veränderungen kann man nicht bestellen,
aber die Anregungen dazu.

Wer den Zeitpunkt für ein Jahr abonniert, bezahlt, was er will. (Hier bestellen).

Den Zeitpunkt verschenken: (Bestellformular für Geschankabos)

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Das Monster in ihr

http://www.zeitpunkt.ch/das-monster-ihr

Darüber reden will niemand, zu gross ist das Tabu. Dabei ist jedes vierte Opfer häuslicher Gewalt in der Schweiz ein Mann.
(Foto: Klaus Petrus)

Irgendwann hörte Daniel L.*, Mitte vierzig und Elektriker von Beruf, auf, mit seinen Kumpels darüber zu reden. Der eine sagte bloss: «Sei doch froh, dann liebt sie dich noch», der andere scherzte: «Vielleicht solltest du in ein Haus für geschlagene Männer», ein dritter murrte: «Der würd ich’s aber zeigen!». Auch sein bester Freund, ein wenig beschämt, meinte: «Kannst du dich denn nicht wehren?» Nein, dachte Daniel L., kann ich nicht. Will ich nicht. Oder sollte ich?

Daniel L. ist kein Einzelfall. In der Schweiz ist jedes vierte Opfer häuslicher Gewalt männlich. Darüber geredet wird kaum. Was die wenigen Statistiken, die bisher vorliegen, auch zeigen: In den meisten Fällen ist psychische Gewalt wie Erniedrigung, Drohung oder Erpressung im Spiel, ausgelöst etwa durch Eifersucht der Ehefrau, wie in Daniels Fall. Und wie in Daniels Fall fühlen sich die betroffenen Männer oft als Versager, weil sie nicht das darstellen, was die Gesellschaft offenbar von ihnen erwartet: richtige Kerle, die sich wehren können, und keine Memmen, die alles über sich ergehen lassen. Offenbar entspricht das Bild des Mannes als Opfer von Gewalt, die von Frauen ausgeht, in unserer Gesellschaft nicht dem herkömmlichen Rollenverständnis – genauso wenig wie dasjenige der Frau als Gewalttäterin.

Darin sieht Sieglinde Kliemen eine der Hürden in der Bewältigung dieser Art der häuslichen Gewalt. «Die betroffenen Männer fühlen sich häufig nicht ernstgenommen. Sie trauen sich nicht, ihre Erfahrungen anderen mitzuteilen oder Hilfe aufzusuchen – und bleiben allein.» Kliemen ist seit Juli vorletzten Jahres Leiterin des Männerhauses «Zwüschehalt» in Bern, hierzulande nach Luzern und Aargau erst die dritte Institution dieser Art. Das stattliche Gebäude der Gesamtkirchgemeinde Bern bietet auf zwei Stockwerken vorübergehend Platz für zwölf gewaltbetroffene Männer, mit eigenen Zimmern, einem Aufenthaltsraum, mit Küche und einem Garten. Zum Schutz der Betroffenen wird die Adresse geheim gehalten.

Sieglinde Kliemen, Leiterin des Männer- und Väterhauses in Bern: «Männer werden leicht zu Tätern.» (Foto Klaus Petrus)

Auch Daniel L. war vor einem Jahr für einige Wochen dort. Tagsüber ging er zur Arbeit, die Abende verbrachte er im Männerhaus und redete mit Sieglinde Kliemen über seine Situation. Die meiste Zeit aber blieb er auf dem Zimmer und wollte einfach seine Ruhe. «Ich kam hier an und von mir fiel eine tonnenschwere Last. Als ich mich dann langsam erholte, mochte ich nicht die ganze Zeit Probleme wälzen, ich sehnte mich nach Normalität.» Genau dafür sei der «Zwüeschehalt» der richtige Ort, sagt Kliemen. Oft seien die Männer, die bei ihr anrufen, einfach erschöpft, sie wüssten nicht mehr weiter. «Es geht zuerst darum, sich wieder in Sicherheit zu fühlen.»

Sicherheit, Ruhe und Anonymität – dies sind die Grundpfeiler des Männerhauses. Darüber hinaus werden die Betroffenen in ihrem Alltag begleitet und beraten. Je nach Situation müssen die Männer nämlich mit Ämtern reden, wie etwa bei einer Scheidung, die eingereicht wird, was oft viel Papierarbeit erfordert. Oder sie müssen sich, sofern sie Anzeige erstatten, mit den Behörden in Verbindung setzen. Nach dem Grad der Betreuung richtet sich denn auch der Tarif für die Unterkunft im Männerhaus, der zwischen 35 und 120 Franken pro Nacht liegt. Bei diesem doch niederschwelligen Angebot ist das Haus auf Spenden angewiesen, um die Miete, den Unterhalt und das Personal zu bezahlen. Öffentliche Gelder erhält der Trägerverein «Zwüschehalt» bisher nicht.

Manchmal kommen die Männer mit ihren Kindern, weshalb die Kindes- und Erwachsenenschutz Behörde (KESB) eingeschaltet werden muss. Im Gegensatz zu anderen Männerhäusern nimmt der «Zwüschehalt» auch Väter auf, sofern diese das Obhutsrecht für ihre Kinder haben. Auch Daniel L. brachte Tochter Julia* mit. Er fürchtete, seine Frau würde dem Kind etwas antun. Zweimal habe sie in ihrer Wut gedroht, sich selbst und Julia umzubringen, das habe er ernst genommen. Weil seine Ehefrau immer mehr Kontrolle über sein Leben hatte – sie überwachte sein Handy, seine Emails, sein gesamtes soziales Umfeld –, plante er den Weggang aus der gemeinsamen Wohnung bis ins letzte Detail. Nachdem er schon wochenlang mit der Dargebotenen Hand, dem Sorgentelefon 143, in Verbindung stand, packte er am Tag X die Koffer mitsamt Reisepässen, brachte seine Frau zur Arbeit und fuhr, ohne jede weitere Nachricht, ins Männerhaus. Dort angekommen, meldete er sich bei seiner Frau, was zu grossem Aufruhr führte, denn diese hatte bereits eine Vermisstmeldung aufgegeben. Am Ende war die Polizei involviert, die Opferhilfe, Anwälte, das ganze Programm also.

Fast immer reagieren die Frauen heftig, wenn ihre Männer im «Zwüschehalt» Schutz suchen, sagt Sieglinde Kliemen. Was auch damit zu tun habe, dass in gewaltgefährdeten Beziehungen häufig krasse Abhängigkeiten bestünden. Tatsächlich trennen sich die meisten Männer nur vorübergehend von ihren Partnerinnen oder Familien. Für diese Männer wird der «Zwüschehalt» tatsächlich bloss zu einem Zwischenhalt auf ihrem Weg zurück in die Beziehung. Umso wichtiger sei die Auseinandersetzung mit Mustern, die sich in Beziehungen festsetzen, sagt Kliemen. Solche Muster sind ein Stückweit zwar normal, können aber zu problematischen Ausprägungen führen – und eben oft auch zu Gewaltausbrüchen, physisch wie psychisch. In solchen Fällen sei eine gewisse Distanz unabdingbar. «Solange die Betroffenen, ob nun die Männer oder ihre Frauen, emotional noch stark involviert sind, ist es schwierig für sie zu kooperieren. Stattdessen versuchen sie sich abzugrenzen oder zu wehren und geraten so in die alten Machtspiele. Und jeder weiss: Macht entsteht letztlich aus Ohnmacht.»

Auch Daniel L. kehrte nach wenigen Wochen mit Julia zu seiner Frau zurück. Sie hätten viel geredet, seien aufeinander eingegangen. Und doch, sagt Daniel rückblickend, sei er skeptisch geblieben und habe damit gerechnet, dass sie in die alten Muster zurückfallen: seine Frau, die sich in ihre Eifersuchtsattacken hineinsteigert, und er, der sich zurückzieht und alles über sich ergehen lässt. Manchmal macht sich Daniel Vorwürfe deswegen. «Vielleicht hätte ich mich einfach mehr wehren müssen.» Schon immer haben die anderen auf ihm herumgetrampelt, erzählt er. In der Schule habe man ihn regelmässig vermöbelt, im Militär sei er mit Maschinenfett eingeschmiert worden, und seine erste Frau, manisch-depressiv, habe ihn regelrecht geplagt. «Irgendwie ziehe ich das an».

Daniel sollte recht behalten. Schon wenige Wochen später fing seine Frau wieder damit an, seine Emails zu durchstöbern und ihn mit ihren stundenlangen Fragen wach zu halten. Als er zu ihr sagte: «Deine Kontrolle zerstört mein Vertrauen, nimm dich in Acht, sonst bin ich endgültig weg», und sie daraufhin bloss meinte: «Typisch, beim erstbesten Streit suchst du das Weite, du Versager», da schrie er sie an: «Jetzt halt du mal das Maul!» Nein, beteuert Daniel L., zugeschlagen habe er nie. «Diesen Gefallen werde ich meiner Frau nicht tun, ich würde mich damit doch bloss auf ihr Niveau herablassen, niemals.» Was nicht immer einfach sei, wie Sieglinde Kliemen sagt.

«Gewalt provoziert oft genug Gegengewalt – und das ist immer eine schlechte Lösung». So beruhen, statistisch gesehen, 70 Prozent aller Fälle von häuslicher Gewalt auf gegenseitiger Gewalt. Schon deswegen greife diese strikte Unterscheidung zwischen Opfer und Täter viel zu kurz, und zwar sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Zwar arbeitet die Verwaltung oder Polizei mit diesen Kategorien, weswegen Kliemen nicht in der Betreuung, aber in ihrer administrativen Tätigkeit oft gezwungen ist, die betroffenen Menschen entweder in Opfer oder aber in Täter einzuteilen. Die Wirklichkeit sei aber viel komplexer. Am Ende, sagt Kliemen, ist deshalb der Einzelfall entscheidend. Das stört sie auch an Debatten wie #metoo. Ohne Zweifel würden damit wichtige und auch notwendige Diskussionen angestossen. Doch bestehe auch die Gefahr, dass die einseitige und oft eben auch unzulässige Dichotomie zwischen Opfern und Tätern zusätzlich zementiert werde.

Er habe es wirklich versucht, sagt Daniel. Doch seine Frau habe nicht lockergelassen und immer weiter gebohrt. Wieder einmal habe ihre Eifersucht sie zerfressen. Da wurde ihm eng auf der Brust, er bekam keine Luft mehr, musste erbrechen, konnte nicht mehr schlafen. So kehrte Daniel L. ins Männerhaus zurück. Für wie lange, das weiss er noch nicht. «Ich liebe meine Frau, noch immer liebe ich sie. Aber nicht dieses Monster in ihr.»

*Name der Redaktion bekannt.