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Der Stimmkraftverstärker — ZEITPUNKT

Liebe Leserinnen und Leser

Um ein Haar hätte ich dieses Jahr nicht gewählt. Das Spektrum an substanzlosen Parteien, Listen und Stimmenfängern ist einfach zu gross für eine seriöse Wahl. Alle bewirtschaften Einzelinteressen, niemand sieht das grosse Ganze – die Integrale Politik (IP) ausgenommen (die aber nur in den Kantonen Zürich, Basel und Luzern antritt, dafür mit einigen Leuten, die man auch zur Zeitpunkt-Community zählen darf). Zudem: Was verändert schon mein kleiner zerknitterter Stimmzettel? Ich war also drauf und dran, die Wahl anderen zu überlassen.

Aber dann hatte ich eine Idee: den Stimmkraftverstärker. Falls Sie den Link mit den Details dazu nicht anklicken wollen, hier das Wichtigste in Kürze:
• Schreiben Sie den Gewählten einen Brief. Erklären Sie Ihre Gründe für die Wahl und bekräftigen Sie Ihre Erwartung, dass sich der oder die Gewählte auch nach dem Urnengang an die Versprechen hält, auch bei einer Nicht-Wahl.
• Die fiese Variante der Stimmkraftverstärkung nach der Wahl: Schreiben Sie den Gewählten einen persönlichen Brief, sagen Sie, dass Sie ihnen Ihre Stimme gegeben hätten und formulieren Sie Ihre Wünsche. Wer das tut, macht sich automatisch zum «Volk», auf das sich Politiker gerne berufen. Das «Volk» ist nämlich nicht das «Volk», sondern die Menschen, mit denen die betreffenden Politiker in Kontakt stehen – also Sie, liebe Leserinnen und Leser und alle, die sich der Stimmkraftverstärkung verschrieben haben.

Und jetzt doch noch ein Wahltipp: Der neue Mobilfunkstandard 5G mit einer Verhundertfachung der Leistung wird unser Leben und unsere Gesundheit massiv beeinflussen. 5G ist wissenschaftlich höchst umstritten, aber in der Politik noch nicht wirklich angekommen.
Der Verein «Schutz vor Strahlung» hat die Kandidatinnen und Kandidaten mit kritischer Haltung übersichtlich nach Kantonen aufgelistet.
Mein Vorschlag: Wählen Sie Leute aus dieser Liste und aktivieren Sie den Stimmkraftverstärker.

Noch zwei Hinweise:
Morgen Donnerstag findet im Volkshaus in Zürich die Buchvernissage der «Strategie der friedlichen Umwälzung» statt. Daniele Ganser und ich diskutieren über die Bedingungen des grossen Wandels, der uns bevorsteht. Eintritt: Fr. 20.– (inkl Buch im Wert von Fr. 12.–) Einladung und Platzreservation.
Als Abonnenten erhalten Sie allerdings das Buch (mit Zusatzinhalt) als Teil Ihres Abos.

Wirkliche Nachhaltigkeit erreichen wir nicht mit Einzelmassnahmen, sondern in der Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Das klassische Beispiel dafür ist die Nachbarschaft. Wenn Architektur, Energie- und Lebensmittelversorgung zusammenspielen, ist die 2000-Watt-Gesellschaft möglich, ohne Luxus-Verlust, aber mit Sozial-Gewinn.

Diese Kooperation will das erste Forum Neustart Schweiz, mitorganisiert vom Zeitpunkt, am 2. November in Fahrt bringen. Drei praxisstarke Referentinnen und Referenten zeigen, was jetzt schon möglich ist – wenn wir nur wollen. Zusätzlich kann man aus sieben Arbeitskreisen wählen. Dabei geht es vom Aufbau von kooperativen Nachbarschaften über die gemeinsame Nutzung von Solarenergie bis zur Verhinderung und Verwertung von Food Waste. Teilnahmegebühr: 75, bzw. 60 Franken für Zeitpunkt- AbonnentInnen (inkl. Verpflegung). Details zum Programm und ein Anmeldeformular finden Sie hier.

Der neue Zeitpunkt, bestehend aus der «Strategie der friedlichen Umwälzung» plus Zusatzinhalt exklusiv für Abonnenten ist jetzt erhältlich, zum frei bestimmten Preis für das Jahresabo mit vier Ausgaben. Inhaltsübersicht. Bestellung hier.

Ich wünsche Ihnen rundum alles Gute und bleibe

mit herzlichen Grüssen

Christoph Pfluger, Herausgeber

PS: «Frau-Sein allein genügt nicht», die spannende Geschichte von Leila Dregger, der Aktivistin für Frieden und Liebe, ist jetzt auch als e-book erhältlich. € 13.99. Auslieferung: Syntropia. Download hier.

Neu im Zeitpunkt-Infoportal

Sagen Medien, was ist?
Der Medienwissenschaftler Marcus B. Klöckner sagt provokant: eindeutig nein.
Zika-Virus: Das Gentech-Experiment ist gescheitert und erhöht die Gefahr
Erinnern Sie sich noch an die den Zika-Virus, der in Südamerika zu hunderten missgebildeten Babys führte und vor drei Jahren die Spalten der Massenmedien mit Horrormeldungen füllte? Die Geschichte ist leider nicht zu Ende.
Den Markt retten für Gebana
Der Markt kann brutal sein. Und jetzt hat es auch einen Pionier des fairen Handels getroffen: Gebana. Aber das Unternehmen – Motto: «weltweit ab Hof» – macht das Beste daraus; auch die Konsumenten profitieren.
Endlich: Milchprodukte mit fairer Entlöhnung der Produzenten
Die «Faireswiss»-Milch und -Käse, die seit September in den Manor-Filialen erhältlich sind, bringen den Produzenten einen fairen Lohn

Kann das weg?
Minimalismus fordert uns auf, darüber nachzudenken, was uns wirklich wichtig ist. Aber wie fängt man an, sich von Ballast zu befreien?

Decision Fatigue: Der Kopf ist voll
Im Laufe eines Tages trifft der durchschnittliche Mensch rund 35’000 Entscheidungen. Jede Entscheidung kostet Energie und zehrt an unserer Willenskraft. Wie geht es einfacher?
Agrarinitiativen 2020: Zukunft Bioland Schweiz?
Podiumsdiskussion des Ernährungsforums Zürich, 11. November, Kosmos
Das Problem ist bestens dokumentiert: Ein Pestizid-Cocktail und Fäkalien aus der Nutztierhaltung belasten Schweizer Böden und Gewässer. Die Pflanzen- und Tierwelt sowie die Lebensmittelqualität leiden. Die Politik unternimmt zu wenig, um diese Probleme zu lösen.

Hinweise


Tagung zum Welternährungstag: System-Change in der Landwirtschaft

Artenschwund, Verlust von Bodenfruchtbarkeit und Klimawandel mit dramatischen Folgen im Norden und im Süden: Im sogenannt «modernen»Agrarsystem ist der Wurm drin. Der Welternährungstag bietet Gelegenheit, über Lösungsmodelle zu diskutieren, die die Agrarökologie bietet; für Regierungen, Organisationen und jeden einzelnen von uns.

Mi 16. Oktober 2019 9.00 bis 17.00 Uhr, BFH-HAFL Länggasse 85, 3052 Zollikofen

https://welternaehrungstag.ch

18. Oktober 2019, Bern: World Crafts «Mein Handwerk im Gespräch» mit Steinbildhauer Peter Völkle, Leiter der Berner Münsterbauhütte. 18.30 Uhr im Gewölbekeller an der Herrengasse 11 in Bern. Eintritt: Fr. 10.–. Infos: http://www.world-crafts.org

Bis Ende Jahr veranstaltet die Trinkwasserinitiative mehrere Informationsanlässe zusammen mit Delinat. Gemeinsam mit Bio Bauern informieren die Initianten über den Inhalt der Initiative wie sie umgesetzt werden kann. Im Anschluss findet ein Apéro mit feinem Wein von Delinat statt, zu dem jedermann herzlich eingeladen ist.

Anmeldung unter den folgenden Links:

22. Oktober, Delinat-Weindepot in St. Gallen
5. November, 19.00 – 21.00 Delinat-Weindepot in Bern
14. Dezember, 14.00 – 16.00 Delinat Weinbar in Bern

Am 31. Oktober 2019 findet im Technopark Zürich der «Energie Startup Day statt, mit 40 Startups aus den Bereichen Energie, Cleantech, Mobilität und Smart Buildings. Der Anlass richtet sich vor allem, aber nicht nur, an Investoren. https://www.energy-startup-day.ch

Sonntag, 3. November, 11 Uhr, Albisrieden

Zero Waste: Tara Welschinger und Martin Schiller

Tara Welschinger und ihr Team haben mit dem «ZOLLFREI» ein Zero-Waste-Laden-Cafe eröffnet, im Freilager in Albisrieden. Und Martin Schiller, in Albisrieden aufgewachsen und Mitbegründer des Vereins «Grassrooted», schaut dafür, dass weniger Essbares in den Abfall und das Thema unter die Leute kommt. Ein Gespräch mit zwei engagierten Menschen, die für sich ein zukunftsfähiges Konsumverhalten gefunden haben. Weitere Information: http://www.heuwender.ch

9. November 2019: «3. Öffentlicher Schweizer Wirtschaftsgipfel»

Multidimensionale Lösungen – Gegenwart und Zukunft verbinden

Ziel: in einem öffentlichen Zusammenkommen zwischen Vertretern der Politik, der Unternehmer und der weiteren Bevölkerung, Lösungsperspektiven und Grundwerte zu besprechen, die zu einer interaktiven Wirtschaft hinführen, in der sich alle Beteiligten mit Freude, Sinn und Verantwortung einbringen können.

Rathaus Bern Datum: Samstag 9. November 2019 / 09:15, https://wigi3.ch

Der Kulturpark Zürich lanciert in seiner Reihe „neue Wirtschaftsmodelle“ das Thema GELD und Nachhaltigkeit.

Donnerstag 31.10.19, 18:30, Nachhaltiges Geld für eine nachhaltige Zukunft oder können die Nachhaltigkeitsziele der UNO mittels Parallelwährungen finanziert werden, Publikumsveranstaltung mit Prof. Stefan Brunnhuber, Weltakademie der Wissenschaften, Claudio Gisler, WIR-Bank, Domagoj Arapovic, Bank Raiffeisen und Jens Martignoni, Geldexperte (Moderation)

Informationen und Anmeldung hier: https://www.kulturpark.ch/veranstaltungen?course=19-10-31

31.10.19, 13:00-17:30, Intensiv-Fachtagung Money and sustainability – Neue Währungen als Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz mit Prof. Stefan Brunnhuber, Weltakademie der Wissenschaften, Christian Gelleri, Chiemgauer, Deutschland und Will Ruddick Grassrootseconomics Kenya, Weitere Informationen und Anmeldung: mail@flexibles.ch

https://www.kulturpark.ch/veranstaltungen?course=19-10-31-1

Am 2. November 2019 findet im Schreibhaus Burgdorf an der Mühlegasse das diesjährige Schreibhausfest statt. Türöffnung ab 16 Uhr. Die erste Leserunde startet um 17 Uhr – und dann dauert das Fest mit vielen Wechseln und Zwischenspielen, mit Suppe und Brot, mit Wörtern und Bildern und mit performativen Taten bis in die Nacht.

Gelesen wird aus Texten, die in diesem Jahr im Schreibhaus entstanden sind. Die Texte sind gut geworden, weil sie mutig, spontan, frisch und ungefiltert aus dem Schreiben heraus entstanden sind.

https://schreibhaus.blog/#post-1064
15.11.19  13:00-18:00, Kulturpark Zürich. Spiel-Workshop «Ein neues Wirtschaftsmodell (spielend) erleben., Eine Einführung in eine alternative Währung und eine mögliche zukünftige Wohn- und Lebensform (anlässlich des Internationalen Planspieltages 2019), Informationen und Anmeldung: https://www.kulturpark.ch/veranstaltungen?course=19-11-15

Anton Brüschweiler liest aus «Das Antwort – die Wahrheit des Absurden

24. Nov.: Bären, Sumiswald. 17.00 Uhr. Musikalische Umrahmung: PlusMinus Acht.

Bücher für die nächste Welt

Was bleibt!? Das Beste aus 27 Jahren Zeitpunkt. 27 Jahre lang hat der ZEITPUNKT das Bild einer besseren, gerechten Welt gemalt. Er hat analysiert, kritisiert und appelliert, er hat geträumt, gespottet, gelobt und vernetzt – auf mehr als elftausend Seiten. Was hat es gebracht?
Mit Beiträgen von Andreas von Bülow, Dorothe Frutiger, Paul Dominik Hasler, Geni Hackmann, Leopold Kohr, Klaus Petrus, Christoph Pfluger, Roland Rottenfußer, Peter Russell, Juliane Sacher, Beat von Scarpatetti, Vandana Shiva, Harald Welzer und vielen anderen.

«Das AntWort – die Wahrheit des Absurden», das Buch von Anton Brüschweiler hat einen guten Start erlebt. Rund 600 Exemplare dieser humoristischen Textsammlung haben in den letzten Wochen Leser gefunden. Hier können Sie in dem Buch blättern. Die edition zeitpunkt hat vom Autor die Erlaubnis, dieses Buch ausdrücklich auch als Lektüre für das stille Örtchen anzupreisen. Wenn das keine Empfehlung ist!

«Frau-Sein allein genügt nicht» die ungekürzten Erfahrungen von Leila Dregger als Aktivistin für Frieden und Liebe

«Unverblümt», die aphoristische Denkprosa von Erwin Schatzmann, die auch in kleinen Häppchen enorm anregend wirkt

Wenn Sie noch ein paar Argumente für die Energiewende brauchen:
«Die Macht der schwachen Strahlung», Cornelia Hesses eindrücklich illustrierte Schilderung von dem, was uns die Atomindustrie verschweigt

«Das nächste Geld», für das ich selber meine ganze Schreibkunst mobilisiert habe, um Sie aus den zehn Fallgruben des Geldsystems zu führen.
Manchmal ist es hilfreich, die Probleme zu kennen, bevor sie einem auf den Kopf fallen.

Geld-Magazin, Österreich:
«Christoph Pfluger ist wohl eines der besten Bücher zum Thema ‹Geld› gelungen. Wer es liest, versteht, was Sache ist.»

Christoph Pfluger: Das nächste Geld – die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden. 2. rev. Aufl., 2016. 252 Seiten, Fr. 23.-/€ 21.- (hier bestellen)

Veränderungen kann man nicht bestellen,
aber die Anregungen dazu.

Wer den Zeitpunkt für ein Jahr abonniert, bezahlt, was er will. (Hier bestellen).

Den Zeitpunkt verschenken: (Bestellformular für Geschankabos)

Schnupperabo (2 Ausgaben für Fr. 20.–, null Risiko), Bestellformular

Postadresse:
Zeitpunkt

Werkhofstrasse 19

Solothurn 4500

Switzerland

 

Der Zeitpunkt auf Facebook mit vielen zusätzlichen Hinweisen.

kognitive Dissonanz — Widerspruch zwischen Realität und unserem Glauben

Vor allem  betrügen wir uns … selbst aus Trägheit und aus … Angst vor der WAHRHEIT.

Überzeugungen aufgrund von kognitiver Dissonanz  werden deshalb besonders hartnäckig verteidigt, erstaunlicherweise besonders von Gebildeten.

Dabei ist das ganze neoliberale System bei Licht besehen eine einzige dissonante Kakofonie, die mit einem Sperrfeuer von kognitiven Tricks verteidigt wird.

Es schein fast unmöglich,  dagegen anzukämpfen. Aber das ist nur in unserer Vorstellung schwierig (deshalb tun wir es nicht), wie der Gestaltpsychologe Salomon Asch (1907 – 1996) entdeckte .

Es ist Zeit für eine neue Stufe der Zusammenarbeit — ZEITPUNKT

 

 

 

Liebe Leserinnen und Leser

Wir alle spüren es: Klicken, liken und vernetzen reichen nicht, wenn wir wirklich etwas erreichen wollen. Auch Einsatz und Kreativität genügen nicht. Wir müssen vor allem zusammenarbeiten. Das ist die grosse Stärke des Menschen.
In einer Zeit der Individualisierung, in der sogar Umwelt-NGOs vor allem für sich schauen, müssen wir die Kooperation wieder lernen. Das klassische Beispiel dafür ist die Nachbarschaft. In einer gut organisierten Nachbarschaft ist die 2000-Watt-Gesellschaft möglich, ohne Luxus-Verlust, aber mit Sozial-Gewinn.


Diese Zusammenarbeit will das erste Forum Neustart Schweiz vom 2. November in Fahrt bringen. Der Verein Neustart Schweiz und der Zeitpunkt haben als Organisatoren ein paar praxisstarke Referentinnen und Referenten eingeladen, die uns zeigen, was jetzt schon möglich ist – wenn wir nur wollen.

Und weil man auch an den besten Tagungen nicht nur zuhören mag, können Sie in drei Blöcken aus sieben Arbeitskreisen wählen. Dabei geht es vom Aufbau von kooperativen Nachbarschaften über die gemeinsame Nutzung von Solarenergie bis zur Verhinderung und Verwertung von Food Waste.

Unser Ziel ist sicher höher, als dass wir mit dem ersten Forum schon die angestrebte Flughöhe erreichen. Deshalb sind weitere Foren im jährlichen oder halbjährlichen Rhythmus geplant. Umso mehr freut es mich, wenn Sie schon beim ersten Mal als PionierIn dabei sind und zum Gelingen dieses Formats beitragen.
Die Tagungsgebühr beträgt bescheidene 75 Franken, für Zeitpunkt-Abonnenten sogar nur 60 Franken. Für einen «Erfolg» kann ich nicht garantieren, aber dass Sie viele interessante Menschen kennenlernen werden, die auch nicht mehr auf die Politik und die grossen NGOs warten mögen.

Details zum Programm und ein Anmeldeformular finden Sie hier.
Ich freue mich, Sie am 2. November in Basel begrüssen zu dürfen.
Kurzes Video zum Forum Neustart Schweiz:

Anfangs Oktober erscheint endlich der erste Zeitpunkt im neuen Format: ein längerer Essay (dieses Mal «die Strategie der friedlichen Umwälzung»), kürzere Analysen und Stoff für Wahrheitssucher und visionäre Realisten.

Am 17. Oktober diskutiere ich mit dem Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser im Rahmen der Buchvernissage über die Bedingungen einer Umwälzung und ihre historische und geopolitische Notwendigkeit. Im Eintritt von Fr. 20.– ist ein Exemplar der «Strategie der friedlichen Umwälzung im Wert von Fr. 12.– inbegriffen. Als AbonnentIn kommen Sie so zu einem zweiten Exemplar, das Sie verschenken können. Das Buch will ja so etwas wie eine ansteckende Gesundheit auslösen.
17. Oktober 2019, 19.30 Uhr. Volkshaus, Stauffacherstr. 60, 8004 Zürich.
Eintritt: Fr. 20.– (inkl. ein Ex. «Die Strategie der friedlichen Umwälzung» im Wert von Fr. 12.–.)
Platzreservation hier.
Download Einladungsflayer (pdf)

Ich wünsche Ihnen und rundum alles Gute,

Christoph Pfluger, Herausgeber

Veranstaltungen

Die Kandidaten der IP für die eidg. Wahlen

Die Integrale Politik ist eine Bewegung, die frischen Wind in die Politik bringen will. Sie versteht sich als politisches Sprachrohr der vielen Bewegungen, die mit einem neuen Bewusstsein unterwegs sind. Erstmals seit ihrer Gründung vor acht Jahren tritt sie mit namhaften Kandidaten zu den kommenden Nationalratswahlen an. Begegnen kann man den PolitikerInnen mit spirituellen Hintergrund an «Kennenlern-Events». Der nächste am Mittwoch, den 9. Oktober statt, um 19.00 Uhr im ABZ Silo Mühlebachstrasse 131, 8008 Zürich(Tramhaltestelle Höschgasse).

Weitere Infos

https://integrale-politik.ch/agenda/

«Drei Schritte zum Paaradies – Frieden finden zu zweit»

Das neue Buch der Paartherapeuten von Peter Oertle und Andrea Frölich Oertle hat Vernissage.

In Basel: Freitag, 27. September 2019, 18.30 – 20.00, im Bio-Bistro, Dornacherstrasse 192, 4053 Basel

http://pandrea.ch

Gross-Singen / Cantellón „La Paz Cantamos“ auf dem Münsterplatz in Bern

Singend Brücken bauen! – 21. September 2019, 15.30 Uhr

Wann singen schon 1000 Frauen, Männer und Kinder unverstärkt zusammen – für inneren und äusseren Frieden, für Versöhnung und Völkerverständigung!?

https://stimmvolk.ch/gross-singen-in-bern

Stop 5G Demo

Samstag, 21.09.2019 – 16:30 bis 18:30 – Bundesplatz Bern

Technologischer Fortschritt ja – aber nicht auf Kosten von Gesundheit und Umwelt. Es braucht zukunftsfähige Lösungen mit weniger Strahlenbelastung und Risiken für die Bevölkerung und für die Umwelt.

https://schutz-vor-strahlung.ch/news/stop-5g-demo-in-bern/
Russland und sein Platz in der Welt

Vortrag 27. Sept. 2019 mit Dr. Karl Eckstein, Honorarkonsul Russlands

Kramerstube Röslistrasse 2, Tram 11 oder 14 bis Kronenstrasse, Zürich

Freitag, 27. Sept. 2019, 19:00 Uhr – ca. 21:30 Uhr

Anmeldung bitte per email an: wufrey@gmx.ch

Unkostenbeitrag Aktive Fr. 25.-, AHV Fr. 20.-

Veranstalter: Impulswelle.

Programm: https://files.web.host.ch/6c/68/6c6849bd-2781-4006-87a8-79e95a3fd912.pdf

Fossil Phaseout Congress

Fachtagung der Schweiz. Energiestiftung, 30. September 2019, Technopark Zürich

Der Fossil Phaseout Congress nimmt sich der Frage an, wie wir konkret und innert nützlicher Frist aus den fossilen Energien Öl, Gas und Kohle aussteigen. Wo können wir diese durch Alternativen ersetzen und wo nicht? Wie können wir als Gesellschaft fossilfrei leben? Und was muss die Politik leisten? » Anmeldung und weitere Informationen

[ Verlinken mit: http://www.energiestiftung.ch/fachtagung19 ]

Der Jai Jagat ist eine grosse Friedenswanderung von Indien an den Sitz der UNO in Genf. In Europa wird er als Sternwanderung durchgeführt. Die Schweizer Organisatoren führen zum Start der Wanderung am 2. Oktober (dem Geburtstag Gandhis) in Indien eine grosse Kundgebung auf dem Marktplatz in Basel durch (15.00 bis 22.00 Uhr). Datum vormerken, Infos folgen.

Die Wanderung wird ihr Ziel im Oktober 2020 in Gen erreichen.

Tagung zum Welternährungstag: System-Change in der Landwirtschaft

Artenschwund, Verlust von Bodenfruchtbarkeit und Klimawandel mit dramatischen Folgen im Norden und im Süden: Im sogenannt «modernen»Agrarsystem ist der Wurm drin. Der Welternährungstag bietet Gelegenheit, über Lösungsmodelle zu diskutieren, die die Agrarökologie bietet; für Regierungen, Organisationen und jeden einzelnen von uns.

Mi 16. Oktober 2019 9.00 bis 17.00 Uhr

BFH-HAFL Länggasse 85, 3052 Zollikofen

https://welternaehrungstag.ch

Der Kulturpark Zürich lanciert in seiner Reihe „neue Wirtschaftsmodelle“ das Thema GELD und Nachhaltigkeit.

Donnerstag 31.10.19, 18:30, NACHHALTIGES GELD FÜR EINE NACHHALTIGE ZUKUNFT, oder können die Nachhaltigkeitsziele der UNO mittels Parallelwährungen finanziert werden, Publikumsveranstaltung mit Prof. Stefan Brunnhuber, Weltakademie der Wissenschaften, Claudio Gisler, WIR-Bank, Domagoj Arapovic, Bank Raiffeisen und Jens Martignoni, Geldexperte (Moderation)

Informationen und Anmeldung hier: https://www.kulturpark.ch/veranstaltungen?course=19-10-31

31.10.19, 13:00-17:30, Intensiv-Fachtagung MONEY AND SUSTAINABILITY – Neue Währungen als Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz mit Prof. Stefan Brunnhuber, Weltakademie der Wissenschaften, Christian Gelleri, Chiemgauer, Deutschland und Will Ruddick Grassrootseconomics Kenya, Weitere Informationen und Anmeldung: mail@flexibles.ch

https://www.kulturpark.ch/veranstaltungen?course=19-10-31-1

15.11.19  13:00-18:00, Spiel-Workshop EIN NEUES WIRTSCHAFTSMODELL (SPIELEND) ERLEBEN, Eine Einführung in eine alternative Währung und eine mögliche zukünftige Wohn- und Lebensform (anlässlich des Internationalen Planspieltages 2019), Informationen und Anmeldung: https://www.kulturpark.ch/veranstaltungen?course=19-11-15

Kennen Sie den Antennenalarm?

Neue Mobilfunkantennen können von Anwohnern mit einer Einsprache blockiert werden. Zwingend einzuhalten sind dabei u.a. die Einsprachefristen. Damit Sie rasch über eine geplante Antenne informiert werden, hat der Verein «Schutz vor Strahlung» einen «Antennenalarm» eingerichtet. Er kontaktiert Sie, sobald in Ihrer Nähe ein Baugesuch für eine Mobilfunkantenne veröffentlicht wird, damit Sie mit unserer Mustereinsprache rechtzeitig Einsprache erheben können. Jetzt Antennenalarm abonnieren: https://schutz-vor-strahlung.ch/baurecht-einsprachen-5g-mobilfunkantennen/antennenalarm/

 

Bücher für die nächste Welt

Was bleibt!? Das Beste aus 27 Jahren Zeitpunkt. 27 Jahre lang hat der ZEITPUNKT das Bild einer besseren, gerechten Welt gemalt. Er hat analysiert, kritisiert und appelliert, er hat geträumt, gespottet, gelobt und vernetzt – auf mehr als elftausend Seiten. Was hat es gebracht?
Mit Beiträgen von Andreas von Bülow, Dorothe Frutiger, Paul Dominik Hasler, Geni Hackmann, Leopold Kohr, Klaus Petrus, Christoph Pfluger, Roland Rottenfußer, Peter Russell, Juliane Sacher, Beat von Scarpatetti, Vandana Shiva, Harald Welzer und vielen anderen.

«Das AntWort – die Wahrheit des Absurden», das Buch von Anton Brüschweiler hat einen guten Start erlebt. Rund 600 Exemplare dieser humoristischen Textsammlung haben in den letzten Wochen Leser gefunden. Hier können Sie in dem Buch blättern. Die edition zeitpunkt hat vom Autor die Erlaubnis, dieses Buch ausdrücklich auch als Lektüre für das stille Örtchen anzupreisen. Wenn das keine Empfehlung ist!

«Frau-Sein allein genügt nicht» die ungekürzten Erfahrungen von Leila Dregger als Aktivistin für Frieden und Liebe

«Unverblümt», die aphoristische Denkprosa von Erwin Schatzmann, die auch in kleinen Häppchen enorm anregend wirkt

Wenn Sie noch ein paar Argumente für die Energiewende brauchen:
«Die Macht der schwachen Strahlung», Cornelia Hesses eindrücklich illustrierte Schilderung von dem, was uns die Atomindustrie verschweigt

«Das nächste Geld», für das ich selber meine ganze Schreibkunst mobilisiert habe, um Sie aus den zehn Fallgruben des Geldsystems zu führen.
Manchmal ist es hilfreich, die Probleme zu kennen, bevor sie einem auf den Kopf fallen.

Wenn es Ihnen nach Wohltat für die Seele zumute ist, setzen Sie auf die Herzkarten der deutschen Illustratorin Ann-Kathrin Busse. Set mit zehn Karten: Fr. 12.–. (Bestellformular)

Postadresse:
Zeitpunkt

Werkhofstrasse 19

Solothurn 4500

Switzerland

Der Mythos der Gebrechlichkeit im Alter — ZEITPUNKT

https://www.zeitpunkt.ch/index.php/der-mythos-der-gebrechlichkeit-im-alter

Unser sensomotorisches System reagiert mit bestimmten Muskelreflexen auf tägliche Bewegungen, Belastungen und psychischen Stress. Das Ergebnis sind Steifheit, Schmerzen und Einschränkung der Mobilität. Diesen Zustand nennt man «sensomotorische Amnesie». Er wird oft verwechselt mit dem Älterwerden.
Wir sollten öfters tanzen. (Bild: pexels.com)

Es kommt schleichend, irgendwann zwischen Dreissig und Vierzig. Eines Tages stellt man fest, dass im Freundeskreis über körperliche Beschwerden diskutiert wird.

Das war früher gar kein Thema.

Man kommt morgens nicht mehr so gut aus der Koje, fühlt sich steif und nicht mehr so beweglich. Von diffusen Schmerzen ist die Rede, von denen man nicht weiss, woher sie kommen und warum man sie hat. Und irgendwann sagt dann jemand: «Das kommt halt mit dem Älterwerden.»

Dass wir mit 50 nicht mehr herumhüpfen wie junge Hasen und uns körperlich verausgaben bis zur Besinnungslosigkeit, hat nicht nur körperliche, sondern auch spirituelle Gründe. Die Eroberung der Welt ist ein Privileg der Jüngeren, die voll im Saft stehen. Im Ayurveda, der indischen Gesundheitslehre, ist der mittlere Lebensabschnitt (16 bis ca. 60/70 Jahre) die so genannte Pitta-Zeit, die Zeit des Feuers. In dieser Zeit lodert die Flamme, da wollen wir etwas in die Welt bringen, etwas bewegen, uns manifestieren, Leistungen erbringen und Berge versetzen.

Wenn wir älter werden, rückt anderes in den Vordergrund: Unser Lebenswerk ist zu einem grossen Teil getan, der Nachwuchs ist aus dem Haus, die Hypothek ist abbezahlt. Nun können wir uns endlich mit den wirklich wichtigen Fragen des Lebens beschäftigen, eine Mentoren-Aufgabe wahrnehmen oder jene unterstützen, die von unserer Lebenserfahrung profitieren. Damit ist nicht gemeint, dass wir die Hände in den Schoss legen, keine Ziele und keinen Ehrgeiz mehr haben sollen. Fähigkeiten, die man nicht gebraucht, verliert man mit der Zeit.

Es ist unbestritten, dass der Körper sich mit zunehmendem Alter verändert und dass es von Vorteil ist, wenn wir darauf Rücksicht nehmen. Und es ist durchaus im Sinne des Erfinders, dass wir mit 50 körperlich anders unterwegs sind als mit 20. Das heisst aber nicht, dass wir in jeder Hinsicht kürzer treten sollen. Ebenso wenig heisst es, dass wir mit Schmerzen, Steifheit und Einschränkungen leben müssen, weil das nun mal zum Älterwerden gehört.

«Es ist möglich, sich wirklich ‘jung’ zu fühlen, ganz gleich, wie alt man ist. Praktisch bedeutet dies, sich eines Muskeltonus zu erfreuen, der sich durch eine geringe Kontraktion, einen niedrigen Energieverbrauch, Beschwerdefreiheit und effiziente Kontrolle auszeichnet.» Thomas Hanna

Der amerikanische Philosoph und Stressforscher Professor Thomas Hanna (1928-1990) entlarvte die Auffassung, Gebrechlichkeit und nachlassende Beweglichkeit seien mit zunehmendem Alter unausweichlich, als Mythos. Er entwickelte ein System von Übungen und nannte es Hanna Somatics. Es baut auf der Feldenkrais-Methode auf und ermöglicht einen bewussteren Umgang mit dem Körper und neue, gesündere Bewegungsmuster.

Gemäss Hanna ist es unbestritten, dass wir mit dem Alter normalerweise steif und unbeweglich werden, und wir finden das alle ganz normal, weil es in unserer Vorstellung zum Älterwerden gehört. Die Frage ist: Warum treten solche Degenerationserscheinungen auf, oft schon ab 30, wenn wir, statistisch gesehen, noch nicht einmal in der Lebensmitte stehen?

Unser sensomotorisches System reagiert auf tägliche Belastungen und Traumata mit spezifischen Muskelreflexen. Werden sie wiederholt ausgelöst, kommt es zu Muskelverspannungen, die wir willkürlich nicht entspannen können. Wir leben also mit diesen Muskelkontraktionen und gewöhnen uns daran, und irgendwann wissen wir nicht mehr, wie es war, als wir uns noch frei bewegten.

Das nennt man sensomotorische Amnesie.

Teile unseres Körpers befinden sich in ständiger Anspannung, und wir merken es nicht. So kommt es zum Verschleiss, und es kostet uns Energie, die wir anderswo besser einsetzen könnten. Die gute Nachricht ist: Sensomotorische Amnesie ist nicht nur vermeidbar, sondern kann auch aufgehoben werden. Das sensomotorische System kann Gelerntes (schädliche Bewegungsmuster) verlernen und sich an Vergessenes (freie Bewegung) erinnern.

Und wie geht das jetzt genau? Man kann die Übungen machen, die Thomas Hanna in seinem Buch beschreibt, oder man sucht sich einen Therapeuten, der Hanna Somatics anwendet. Oder man macht Feldenkrais. Es heisst, pro Lebensjahr brauche man eine Feldenkrais-Stunde, dann wird das Fahrgestell wieder wie neu.

MEHR DAZU

– Beweglich sein – ein Leben lang, von Thomas Hanna
– Übungen von Thomas Hanna auf Youtube

Alte Getreidesorten und Gesundheit — ZEITPUNKT

https://www.zeitpunkt.ch/index.php/alte-getreidesorten-und-gesundheit

Die Berichte von Allergien, Unverträglichkeiten und Darmerkrankungen nehmen zu. Haben sie einen Zusammenhang mit den neu gezüchteten Getreidesorten? Hanspeter Saxer ist davon überzeugt!
Hanspeter Saxer rettet Dutzende alter Getreidesorten, eine anstrengende Arbeit, die offenbar glücklich macht. Aber: Der Mann braucht auch Unterstützung. (Foto: zvg)

Diese Überzeugung deckt sich mit den Ergebnissen der neuesten Forschungen der Uni Mainz, dass nicht das Gluten, also das Klebereiweiss, sondern eine andere Klasse von Eiweissen die Entzündungen und Folgekrankheiten im menschlichen Organismus auslösen. Die unzuträglichen Eiweisse werden durch Einkreuzungen, die den Ertrag steigern und Krankheiten reduzieren, in die Getreide gebracht.

Während über 40 Jahren hat Hanspeter Saxer Saatgut hergestellt und erhalten, sowie Bauern gesucht, die seine alten Getreidesorten anbauen und vermehren. Die alten Sorten sind nicht nur gesundheitlich wertvoll, sondern zeichnen sich durch einen hervorragenden Geschmack aus: Das von einer Genossenschaft verkaufte Getreiderisotto hat die Auszeichnung „Gourmetknospe“ erhalten.

Die Kunden sind nicht nur vom Geschmack der Brote überzeugt, sondern berichten, dass sie diese Brote im Gegensatz zu herkömmlichem gut vertragen.

Neu verarbeiten drei Bäcker sein Getreide zu Brot – sie sind überzeugte Anhänger der alten Sorten. Ihre Kunden sind nicht nur vom Geschmack der Brote überzeugt, sondern berichten, dass sie diese Brote im Gegensatz zu herkömmlichem gut vertragen. Wer Verdauungsprobleme hatte, berichtet sogar, dass nach der Umstellung auf Getreide der alten Sorten vermeintliche Glutenintoleranzen oder chronische Darmentzündungen verschwunden sind.

Diese Zusammenhänge zeigen laut Hanspeter Saxer, warum das Getreide dem Menschen über Jahrhunderte zuträglich war und es nun in der neuesten Zeit nicht mehr ist. Deshalb ist er im Dienste der Gesundheit weiterhin auf der Suche nach Menschen, die seine Arbeit in Form von Anbau, und Verarbeitung unterstützen und ausbauen helfen, so dass mehr Menschen in den Genuss dieser wertvollen und gesunden Produkte kommen.

Für mehr Informationen zu den alten Sorten https://echterweizen.ch/

 

Landwirtschaft mit Zukunft — ZEITPUNKT

https://www.zeitpunkt.ch/index.php/landwirtschaft-mit-zukunft

Regenerative, permakulturelle Agrikultur, faire Preise für Bäuerinnen und Bauern, gesundes Essen für alle und ein Ende des Foodwastes: Die junge Bewegung «Landwirtschaft mit Zukunft» fordert ein Umdenken in der Agrarpolitik.
Eine Wiese mit Traktor und darüber die Wörter ökologisch, regenerativ, klimagerecht
Eine neue Landwirtschaft braucht das Land. (Bild: zvg)

Klimakrise, Hofsterben und der Verlust von fruchtbaren Böden – es ist höchste Zeit, für eine zukunftsfähige und ökologische Landwirtschaft einzustehen. Die junge Bewegung «Landwirtschaft mit Zukunft» fordert eine Agrar- und Ernährungswende, die der klimapolitischen Notlage gerecht wird. ​Ihre Anliegen: Faire Preise für Bäuerinnen und Bauern, ein ökologische, regenerative, permakulturelle und klimagerechte Agrikultur in der Schweiz und Zugang zu nahrhaftem und gesund produziertem Essen für alle.

Die breite Bewegung besteht aus Bäuerinnen und Bauern, Verbänden, engagierten Jugendlichen, Institutionen, Firmen und anderen Initiativen. Sie alle wollen sich gemeinsam für eine andere Landwirtschaft einsetzen. Dass es dafür höchste Zeit ist, bestätigt erneut ein aktueller IPPC Report (Intergovernmental Panel on Climate Change), wonach die gesamte Nahrungsproduktionskette – inklusive Transport – zwischen 21 und 37 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verursacht, für die der Mensch verantwortlich ist. ​Nicht nur der viel zu grosse Appetit nach tierischen Produkten und pflanzlichen Ölen, sondern auch der intensive Einsatz von Stickstoffdünger führe zur Degradierung riesiger Landflächen und der Zerstörung wichtiger Ökosysteme, schreibt die Bewegung in einer Medienmitteilung.

Initiiert wurde die Bewegung vom Verein Grassrooted Zürich und Aktivisten des Klimastreiks.

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Quelle: Landwirtschaft mit Zukunft

 

Foodsave-Bankett am 20. September in Bern — ZEITPUNKT

https://www.zeitpunkt.ch/index.php/foodsave-bankett-am-20-september-bern

Am Foodsave-Bankett vom Freitag, 20. September 2019, kommen Köstlichkeiten aus der Foodsave-Küche auf den Tisch. An der langen Tafel auf dem Bahnhofplatz Bern können alle Platz nehmen – und wer will, ist eingeladen, mitzuhelfen.
Eine Hand dekoriert einen Teller mit Spaghetti, Tomaten und Basilikum
Teilen statt wegwerfen: Am Foodsave-Bankett in Bern sind Spitzenköche am Werk. (Bild: unsplash)

Total 45 Tonnen Nahrungsmittel pro Tag – so viel werfen Bernerinnen und Berner im Durchschnitt weg. Und das ist nur der Foodwaste aus privaten Haushalten. Über die ganze  Nahrungsmittelkette werden in der Stadt Bern täglich etwa 120 Tonnen Lebensmittel verschwendet.

Mit Köstlichkeiten aus der Foodsave-Küche setzt die offene Kirche ein Zeichen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Spitzenköchinnen und Spitzenköche zaubern ein Festmahl und laden die Bevölkerung ein zum Festmenü an die lange, elegante Speisetafel auf dem Bahnhofplatz Bern. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Getränke werden verkauft; es findet eine Kollekte statt zur Deckung der Unkosten.

Das Buffet wird um 18 Uhr eröffnet – doch der Tag beginnt schon früher, um 8 Uhr, mit dem Foodsave-Märit. Dort werden Lebensmittel angeboten, die nicht der Norm entsprechen; krummes Gemüse zum Beispiel.Verschiedene Berner Restaurants und Hotels bieten vom 17. bis 19. September mindestens ein Foodsave-Menü an und spenden die Einnahmen dem Foodsave-Bankett.

Helfende Hände sind willkommen: Ab 15 Uhr wird das Bankett aufgebaut, und bis 22 Uhr braucht es zahlreiche Helferinnen und Helfer beim Event. Wer dabei sein will, kann sich unter diesem Link online anmelden.

Das Programm:

  • 8 Uhr: Foodsave-Märit
  • 15 Uhr: Bankett aufbauen, dekorieren, Apéro vorbereiten
  • 17.30 Uhr: Apéro und Musik mit der Band Zapjevala
  • 18 Uhr: Buffet – es hat genug für alle
  • 20.30 Uhr: Erntedank mit Musik in der Kirche
  • 21 Uhr: Abholen des restlichen Essens und Abbau

Am Samstag, 21. September 2019, findet auf dem Bahnhofplatz und im Innenhof des Berner GenerationenHauses die «Kulinata» statt, mit Tages- und Abendprogramm und zahlreichen Workshops und Vorträgen rund ums Essen und Trinken.

MEHR DAZU

– Alle Infos auf der Website der offenen Kirche
– Programm-Flyer der Kulinata (PDF)

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Quelle: Offene Kirche

Schubkraft für neue Genossenschaften — ZEITPUNKT

https://www.zeitpunkt.ch/index.php/schubkraft-fuer-neue-genossenschaften

Heute bedeutet gutes Wirtschaften für viele Gründerinnen und Gründer mehr als Gewinnmaximierung. Sie wünschen sich eine Wirtschaft, die der Gesellschaft dient. Eine Antwort auf diese Entwicklung bietet das Soziale Unternehmertum.
(Foto: you x ventures/unsplash.com)

Am vergangenen Montag hat «Social Cooperative Hub» SCHUB in der Limmat Hall in Zürich sein erstes Projekt lanciert: Mit dem Swiss CoopStarter sollen junge Social Entrepreneurs beim Aufbau ihres Unternehmens unterstützt werden. „Der Name ist Programm: SCHUB versteht sich als Innovationsmotor für Soziales Unternehmertum und beflügelt wirkungsorientierte Entrepreneurs“, sagt Stephanie Frick. Die Programmleiterin ist überzeugt: „Gutes Wirtschaften ist mehr als Gewinnmaximierung, im Vordergrund steht vielmehr der Mehrwert für die Gesellschaft.“
SCHUB wird in den nächsten drei Jahren vom Förderfonds Engagement Migros unterstützt. «Wir möchten ein Unternehmertum stärken, das auch die soziale und ökologische Rendite berücksichtigt. Dieses Zusammenspiel von Werten, Sinn und Arbeit führt zu einer resilienteren Gesellschaft und Wirtschaft», ergänzt Linda Sulzer, Projektleiterin Engagement Migros.

Vier genossenschaftliche Start-ups sind schon bereit:

  • People’s Factory lokalisiert die Produktion neu: Da, wo die Menschen wohnen
  • die Cuisine vereinigt Innovationen rund um nachhaltiges Essen und Foodsysteme
  • Partico bietet Freelancern patente Lösungen zur beruflichen Weiterentwicklung
  • Vita.coop startet eine digitale Mitgliedergenossenschaft für Patientenverfügungen

Diese Jungunternehmen wurden im Frühjahr ins Mentoring-Projekt Swiss CoopStarter aufgenommen. Es fördert deren Entwicklung mit fundierter Beratung bis zur Unternehmensgründung.

Über SCHUB
SCHUB setzt sich für die Entstehung und Expansion von wirkungsorientierten Unternehmensmodellen ein. Das Förderprogramm bündelt ein Mentoring für genossenschaftliche Start-ups (Swiss CoopStarter), eine Social Business Toolbox und branchenübergreifende Vernetzungs-möglichkeiten. Weiter soll eine Analyse der bestehenden Marktverhältnisse zu einer besseren Ausrichtung beitragen. So können Entrepreneurs nicht nur ihre wirtschaftlichen Ziele erreichen, sondern auch die soziale und ökologische Rendite steigern.
SCHUB ist ein Programm von CooperativeSuisse und wird von Engagement Migros ermöglicht. www.schub.cooperativesuisse.ch

Über CooperativeSuisse
Die Plattform CooperativeSuisse bringt das vielfältige Soziale Unternehmertum und damit auch die traditionell in der Schweiz stark verankerten Genossenschaftsunternehmen branchenübergreifend zusammen. Sie fördert die Gründung wirkungsorientierter Start-ups und stärkt das Soziale Unternehmertum, indem sie Netzwerke knüpft, Öffentlichkeit für gemeinsame Anliegen schafft und für gute Rahmenbedingungen eintritt.
www.cooperativesuisse.ch

Über Engagement Migros
Der Förderfonds Engagement Migros ermöglicht Pionierprojekte im gesellschaftlichen Wandel, die neue Wege beschreiten und zukunftsgerichtete Lösungen erproben. Der wirkungsorientierte Förderansatz verbindet finanzielle Unterstützung mit coachingartigen Leistungen im Pionierlab. Engagement Migros wird von den Unternehmen der Migros-Gruppe mit jährlich circa 10 Millionen Franken ermöglicht und ergänzt seit 2012 das Migros-Kulturprozent.
www.engagement-migros.ch

 

(Quelle: SCHUB)

Kann das weg? — ZEITPUNKT

https://www.zeitpunkt.ch/kann-das-weg

Minimalismus fordert uns auf, darüber nachzudenken, was uns wirklich wichtig ist. Aber wie fängt man an, sich von Ballast zu befreien?
Blick in einen Raum mit Regalen, auf denen viel Kram steht.
Weniger Kram, mehr Zeit. (Bild: Pau Casals on Unsplash)

Ich reise mit leichtem Gepäck. Meine Tasche passt beim Flieger ins Handgepäckfach, dazu kommt ein Rucksack, und mehr brauche ich nicht. Irgendwann fiel mir auf, dass mich das Reisen mit wenig Besitz glücklich macht – und dass mir nichts fehlt, weil ich mir vorher genau überlege, was ich brauchen werde. Und eines Tages dachte ich: Muss ich denn reisen, um mich leicht zu fühlen? Geht das nicht auch im Alltag? Damit begann meine Reise in den Minimalismus.

Etwas mulmig war mir schon, als ich unseren Esstisch und die Stühle verschenkte. Tatsache ist: Wir wohnen zu zweit und sassen kaum je an diesem Tisch, ausser, wenn Besuch da war, was selten vorkommt, weil wir, um Freunde zu treffen, meistens ausgehen. Dafür türmte sich auf dem Tisch regelmässig Kram, der dort nicht hin gehörte. Also dachte ich: Kann das weg?

Es kann. Der Tisch, die Stühle und anderes. Kleider, die ich früher oft getragen hatte, aber jetzt nicht mehr. Bücher, die gern gelesen hatte, aber kein zweites Mal lesen würde. Geschirr, das doppelt und dreifach vorhanden war. Und mit jeder Kiste, die aus dem Haus war, wurde mir leichter ums Herz. Und nicht nur das: Mich zu trennen von Dingen, die ich zuvor als selbstverständlichen Besitz wahrgenommen hatte, schaffte auch Platz in meinem Kopf.

Ausmisten und Minimalisieren befreit. Es geht nicht in erster Linie darum, auf Dinge zu verzichten. Vielmehr überlege ich mir, woran ich wirklich hänge, und was mir wirklich Freude macht. Als Entscheidungshilfe, ob etwas bleibt oder geht, dient mir die rein hypothetische Vorstellung, in ein Tiny House zu ziehen. Oder auszuwandern, auf eine einsame Insel, auf die ich nur das Nötigste mitnehmen könnte. Was würde ich unbedingt behalten wollen?

Mit weniger auszukommen heisst auch, dass mehr Ordnung herrscht. Wir haben unser Besteck auf zwei Gabeln, zwei Messer und vier Löffel reduziert. Der Rest des Tafelsilbers liegt in einer Schachtel – für den Fall, dass doch einmal Besuch kommt. Was benutzt wird, wird sofort danach abgewaschen und versorgt. Im Schuhgestell stehen nur noch die Schuhe, die wir oft tragen; alle anderen (und diese wurden weniger) lagern im Estrich. Den Esstisch ersetzt nun eine mobile Lösung, nämlich eine Holzplatte auf zwei Malerböcken, die wir aufstellen, wenn wir eine Tischfläche brauchen, und danach wieder wegstellen.

Eine Wagenladung voll Kram spendeten wir einer Flüchtlingsunterkunft; eine Freundin stellte unsere Gratis-Kisten bei sich in den Hausflur. Die Sachen gingen weg wie warme Semmeln. Kleider gebe ich einem Second-Hand-Laden zum Verkauf; Bücher nimmt die Bücher-Brocki.

Weniger Auswahl zu haben heisst auch, dass man weniger Entscheidungen treffen muss. Vor dem Kleiderschrank zum Beispiel. Nicht umsonst schwören vielbeschäftigte Menschen auf eine Art persönliche Uniform. Steve Jobs trug in der Öffentlichkeit immer nur Jeans und schwarze Rollkragenpullover, Barack Obama ausschliesslich dunkelblaue oder anthrazitfarbene Anzüge, und Mark Zuckerberg trägt seine Kapuzenpullis. Auch die Capsule Wardrobe kann helfen: Man limitiert sich selbst auf eine Auswahl Kleider, die man drei Monate lang trägt; der Rest wird aus dem Kleiderschrank ausgelagert. Nach drei Monaten begutachtet man seine gesamte Garderobe und stellt die Auswahl neu zusammen.

Wer weniger Dinge besitzt, hat mehr Zeit – und mehr Energie. Jedes Teil, das irgendwo herumsteht, fordert Aufmerksamkeit. Das Material zum Aquarellmalen, das man mal anfangen wollte; der Sprachkurs, zu dem man dann doch nicht kam; die Bücher, die man vor Jahren gekauft und dann doch nicht gelesen hat. Dinge absorbieren unsere Energie. Sie schauen uns vorwurfsvoll an und sagen: Beschäftige dich mit mir!

Es ist okay, Dinge zu besitzen, an denen man hängt. Wer gerne Kleider hat, hat viele Kleider. Bücher. Briefmarken. Schuhe. Pflanzen. Was auch immer. Im Minimalismus geht es nicht darum, auf Dinge zu verzichten, sondern herauszufinden, woran man wirklich hängt. Und wie viele Dinge das am Ende sind, bestimmt immer noch jede/r selbst.

Mein Minimalismus-Prozess dauert an. Was ich bis jetzt gelernt habe und gerne weitergebe:

  • Klein anfangen. Mit dem Kleiderschrank, dem Küchenschrank, dem Büchergestell. Es heisst, man sollte sich ein gutes Jahr Zeit geben, um von viel nach wenig zu kommen.
  • Das Kleider-Falt-Prinzip von Marie Kondo funktioniert wirklich: Seit ich meine Kleider so zusammenfalte, habe ich mehr Übersicht im Kleiderschrank.
  • Erst ausmisten, dann die Einrichtung neu überdenken. Es schadet nicht, Flächen erst einmal leer zu lassen, bevor man alles umstellt. Und wer weiss: Vielleicht bleiben sie ja leer, die Flächen.
  • Eins nach dem anderen. Prozesse wie die Umstellung auf Zero Waste brauchen Zeit. Wenn sich zu viel auf einmal vornimmt, macht am Ende gar nichts.
  • Zero Waste: Verpackungsfrei einkaufen befreit von Ballast, weil man weniger Müll produziert. Vieles kann man selber machen – Putzmittel und Kosmetik zum Beispiel. Anleitungen gibt es bei ZeroWaste Switzerland. Und auch hier gilt: Eins nach dem anderen. Uns war der WC-Reiniger ausgegangen; also machten wir erst einmal den selbst. Es folgte der Fensterreiniger, die Zahnpasta, das Deo usw.
  • Material und Möbel umnutzen anstatt neu kaufen: Die Bretter eines Holzgestells, das wir nicht mehr brauchten, haben wir zur Tischplatte zusammengeschraubt. Kosten für eine neue Tischplatte: 0 Franken.
  • Permakultur im Haushalt anwenden: Dinge zusammen aufbewahren, die zusammen gehören, zentral an einem Ort – nicht verteilt auf verschiedene Standorte im Haus oder in der Wohnung. In Griffnähe lagern, was man oft braucht – und weiter weg, was man selten braucht. Unser Fonduegeschirr zum Beispiel benutzen wir einmal pro Jahr, an Weihnachten, und lagern es jetzt im Estrich anstatt im Küchenschrank. Den Platz können wir nutzen für Dinge, die wir oft brauchen. Oder noch besser: Das Fonduegeschirr weggeben und beim Nachbarn ausleihen, wenn es nötig ist.
  • Dinge gemeinsam nutzen: In unserer Überbauung (6 Parteien) hat jeder ausser uns eine Bohrmaschine, einen Rasenmäher, einen Raclette-Ofen und weiss der Gugger was noch alles. Warum kaufen, wenn man teilen könnte? Zum Beispiel Werkzeuge, oder Sport- und Haushaltgeräte, die man nicht täglich braucht? Ein E-Bike? Auch Geschirr und Gläser für grössere Tafeln könnten gemeinsam genutzt werden. Vielleicht gibt es im Haus einen Ort, an dem man ein Depot einrichten könnte?
  • Dranbleiben. Wer es nicht allein schafft, dem sei ein Aufräum-Coach empfohlen. Der kommt gegen Bezahlung und hilft einem, den Keller, den Estrich oder auch gleich die ganze Wohnung aufzuräumen, ein für allemal. Das ist eine Investition, die sich garantiert lohnt.

Für mich steht fest: Ich bleibe dran. Nächste Woche kommt der Aufräum-Coach. Und dann machen wir hier klar Schiff. Ein für allemal.

MEHR DAZU

– Minimalistisch leben. DOK-Sendung im Schweizer Fernsehen (50.04 min.)
– Für diese 5 Frauen ist weniger mehr: Reportage in der Annabelle vom 6. Februar 2017
– Digitaler Minimalismus: Wie man sein digitales Leben auf das Wesentliche reduziert

15. SEPTEMBER 2019
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